SwitchBot Kata Friends: KI-Haustiere sollen euch durch den Alltag begleiten

Der japanische Hersteller bringt seine KI-Haustiere der Reihe Kata Friends nach Deutschland. Bei uns starten bald zwei Versionen: Noa und Niko. Die putzigen Begleiter erinnern, das ist vermutlich kein Zufall, vage an den Totoro aus dem japanischen Anime-Klassiker „Mein Nachbar Totoro“. Laut SwitchBot grenzen sich die Kata Friends von anderen Smart-Home-Produkten dadurch ab, dass sie nicht allein auf praktische Funktionen ausgerichtet worden sind. Vielmehr sollen sie als Begleiter dienen, die mit euch zusammenleben, lernen und sich weiterentwickeln.

Die Kata Friends sollen daher auch nicht wie Roboter, sondern wie lebendige Begleiter wirken. Sie haben auch ein wenig was von Lustikus – Fans von „Die Simpsons“ wissen, worauf ich anspiele. SwitchBot attestiert dem Gadget gar eine Persönlichkeit, die sich weiterentwickeln soll – abhängig davon, wie ihr mit dem Gerät interagiert. Noa und Niko verfügen über jeweils 12 berührungsempfindliche Zonen – deswegen können sie z. B. auf Umarmungen oder Gesten reagieren. Auch können sie sich dank kleiner Rollen bewegen und so etwa selbstständig eine Ladestation aufsuchen, wenn ihnen der Strom ausgeht.

Die Kata Friends reagieren auch auf Gesten und Sprachbefehle. Da sie euer Verhalten und eure Routinen beobachten, können sie euch z. B. morgens nach dem Aufstehen begrüßen, abends an der Haustür warten, wenn ihr von der Arbeit zurückkehrt, oder sogar emotionale Anspannung in eurer Stimme erkennen und darauf reagieren. In Familien können sie auch unterschiedliche Haushaltsmitglieder erkennen und je nach Person verschieden reagieren. Je mehr Zeit ihr mit den kleinen Maschinen verbringt, desto besser merken sie sich individuelle Vorlieben und Interaktionsmuster.

SwitchBot verkauft auch allerlei Zubehör für die Kata Friends

Die Kata Friends können auch in einem Tagebuch gemeinsame Erlebnisse dokumentieren oder Fotos digital abheften. Zudem will SwitchBot euch zum Kauf zusätzlicher Accessoires, wie etwa austauschbarer Outfits, animieren. Für die Interaktionen integrieren die Spielzeuge / Haustiere Kameras und Sensoren sowie natürlich Mikrofone. Über ein On-Device-LLM verstehen sie Spracheingaben, benötigen aber keine dauerhafte Internetverbindung. Gesten- und Gesichtskennung sollen daher auch lokal ablaufen. Freilich gibt es auch einen Chat-Modus, um Gespräche zu führen. Der läuft dann jedoch über die Cloud und benötigt eine Online-Verbindung.

SwirchBot will die Kata Friends im ersten Schritt in Deutschland nur über seine eigene Website vertreiben. Ein Verfügbarkeitsdatum nennt man zwar noch nicht, dafür aber den Preis. Der beträgt satte 599,99 Euro pro Exemplar. Ich selbst blicke da eher skeptisch auf die Geräte, denn über die Datenschutzmechanismen wüsste ich gerne mehr.

Spätere Updates sollen im Übrigen z. B. Smart-Hub-Funktionen nachrüsten. Harte Sache: Trotz des Verkaufspreises benötigt ihr auch ein Abonnement, um den vollen Funktionsumfang zu nutzen. EU-Preise fehlen noch, aber in den USA gibt es Monats- und Jahresabos in zwei Stufen: Essential und Premium. Das Essential-Jahresabo kostet 129,99 US-Dollar, während der Premium-Tarif stolze 499,99 US-Dollar im Jahr kostet. Das Premium-Abo beinhaltet auch die Wartung der Hardware sowie eine jährliche Reinigung des Roboters.

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Opera GX: Gaming-Browser erhält mit Playground einen Bereich für humorvolle Experimente

Der Gaming-Browser Opera GX stockt mal wieder die Funktionen auf. Mit Playground gibt es jetzt im Browser nämlich einen neuen Nutzerbereich, der Zugriff auf allerlei Features bündelt. Dabei erklären die Entwickler, dass alle Funktionen von Playground optional sind, euch aber bei alltäglichen Bedürfnissen beim Surfen unterstützen können.

Manche Ideen sind dabei eher humorvoll. Etwa gibt es den sogenannten Grass Touching Corner. Der greift den Kommentar „Go, touch grass“ auf, der in hitzigen Diskussionen oft genutzt wird, um User anzuregen, mal vom Online- ins Offline-Leben zurückzukehren und sich zu beruhigen. Opera GX erlaubt es euch nun, im Browser auf virtuelles Gras zu klicken oder zu tippen. Im Grunde macht man ein Idle-Game aus dem berüchtigten Kommentar.

Der Panic Button erlaubt es euch wiederum, mit einem einzigen Tippen auf eine selbst definierte Taste geöffnete Tabs auszublenden, Inhalte zu pausieren und den Ton stummzuschalten. Der Browser wechselt zudem automatisch zu einer sicheren, voreingestellten Site, die ihr aussucht.

Fake My History verschafft euch wiederum ein Alibi für möglicherweise fragwürdige Suchverläufe. Statt nackter Tatsachen prangen dann meinetwegen Lernsitzungen, Freiwilligenarbeit oder Katzenvideos in der Historie. Wenn Fake My History aktiviert ist, ersetzt es automatisch den Suchverlauf eines Nutzers nach 14 Tagen Inaktivität.

Playground ist eher als kleiner Gag gedacht

Ihr ahnt es schon, bei Opera GX betrachtet man Playground eher als Bereich für spaßige Experimente, die man nicht zu ernst nehmen sollte. Hinter dem Humor verbirgt sich laut den Entwicklern aber durchaus ganz reales Nutzerverhalten. Playground dient auch dazu, optionalen Features am Rande einen Platz zu gewähren, ohne den Kern-Browser zu überladen.

Playground ist ab sofort in Opera GX für Windows, Mac und Linux verfügbar und ist in den Einstellungen des Browsers zu finden.

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Öffentlich-rechtliche: Rechnungshof bringt mehr Werbung in Stream und Radio ins Spiel

Der Rechnungshof von Berlin hat sich erneut die finanzielle Lage des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) angesehen und einen entsprechenden Beratungsbericht an den Senat und das Abgeordnetenhaus geschickt. Während die generelle Ansage weiterhin „Sparen“ lautet, dürften vor allem die Vorschläge zur Einnahmenerzielung für Diskussionen bei Zuschauern sorgen. Die Prüfer regen nämlich an, die Werbeschraube wieder etwas zu lockern.

Konkret geht es darum, dass der Gesetzgeber prüfen soll, wie sich das Programm wieder stärker durch Werbeeinnahmen finanzieren lässt. Hintergrund ist der aktuelle rbb-Staatsvertrag, der den Umfang der erlaubten Hörfunkwerbung reduziert hatte. Das führte, wenig überraschend, zu spürbaren Einnahmeverlusten beim Sender. Der Rechnungshof stellt nun zur Debatte, ob man hier nicht gegensteuern sollte.

Noch spannender ist der Blick in die digitale Sparte. Der Bericht wirft die Frage auf, ob das bestehende Werbeverbot für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Streamingdiensten, also den Mediatheken, und auf Plattformen noch zeitgemäß ist oder gelockert werden könnte. Ziel der Übung ist klar: Die finanzielle Leistungsfähigkeit des rbb soll gestärkt werden, ohne dass man sich allein auf Einsparungen oder den Rundfunkbeitrag verlässt. Wer die Details nachlesen will, findet den Bericht online beim Rechnungshof.

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Archivsoftware Vanderplanki in Version 1.2 veröffentlicht

Ende Oktober haben wir euch Vanderplanki vorgestellt. Vanderplanki ist eine Software, die auf dem lokalen Computer installiert wird und dazu dient, ein autarkes System für Speicherarchivierung zu schaffen. Die Software ermöglicht es Benutzern, Kontrolle über ihre Datenarchive zu behalten, indem diese lokal und unabhängig verwaltet werden. Zu haben ist sie für Linux, Windows und macOS – kostenlos. Nun steht die Version 1.2 zur Verfügung.

Ein zentrales Problem wurde bei der Nutzung des Cloud-Anbieters pCloud identifiziert, dessen WebDAV-Schnittstelle sich als problematisch für die Archivierung erwies. Diese Schwierigkeiten wurden sowohl durch Nutzerberichte als auch durch eigene Tests der Entwickler bestätigt. Der Cloud-Anbieter pCloud selbst hat gegenüber den Entwicklern angedeutet, dass sie von der Nutzung ihrer WebDAV-Schnittstelle generell abraten.

Als Reaktion auf diese Erkenntnisse haben die Entwickler von Vanderplanki eine grundlegende Änderung in ihrer Software vorgenommen. Mit der neuen Version 1.2 wird nun jede in einen Cloud-Speicher hochgeladene Blob-Datei unmittelbar nach dem Speichervorgang wieder heruntergeladen und auf ihre Integrität überprüft. Diese zusätzliche Sicherheitsmaßnahme führt zwar zu einer längeren Verarbeitungszeit, garantiert aber die Bit-genaue Übereinstimmung der Archivkopie in der Cloud mit dem Original.

Diese neue Funktionalität ermöglicht es, potenzielle Fehler bereits während des Archivierungsprozesses zu erkennen, anstatt sie erst bei einer späteren manuellen Überprüfung des Archivspeichers zu entdecken. Die vollständigen Änderungen und Neuerungen der Version 1.2 sind in den Release Notes auf der offiziellen Webseite von Vanderplanki dokumentiert.

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O2s KI-Oma Daisy soll die Zeit von Scammern verschwenden

Es ist wohl ein Katz-und-Maus-Spiel. Inzwischen setzen Cyber-Kriminelle oftmals für ihre Maschen künstliche Intelligenz ein. So könnte ein Bot mit KI-generierter Stimme bei euch anrufen – im schlimmsten Fall gar mit einem Stimmimitat eines Angehörigen oder Kollegen. Parallel will der Mobilfunkanbieter O2 Scammer nun mit ihren eigenen Waffen schlagen. Dafür hat man sich in Großbritannien die KI-Oma Daisy ausgedacht. Diese soll ans Telefon gehen und Scammer möglichst lange in ein Gespräch verwickeln, um ihre Zeit zu verschwenden.

Der Gedanke: Solange die Scammer mit Daisy quatschen, können sie keine echten Menschen übers Ohr hauen. An der Erstellung hat unter anderem auch der Scambaiter und YouTuber Jim Browning mitgearbeitet. So kombiniert die KI-Oma Daisy mehrere KI-Modelle, um möglichst lebensecht Scam-Anrufe anzunehmen und Gespräche zu führen. Sie soll auf diese Weise einige Betrüger bereits über 40 Minuten im Gespräch gehalten haben.

Daisy erweist sich dabei als Plaudertasche und streut in Gesprächen mit Betrügern irrelevante persönliche Geschichten ein, übermittelt Fake-Bankdaten, stellt sich dusselig in Bezug auf Technik an und verschwendet so möglichst viel Zeit der Betrüger. Gleichzeitig ist auch diese KI natürlich für euch ein Warnhinweis: Man kann oftmals nicht wissen, wer wirklich am anderen Ende der Leitung sitzt. Kennen sicherlich ja viele von euch: Anrufe, angeblich von eurer Hausbank, der Polizei oder sogar vermeintlichen Angehörigen gehen ein. Am Ende geht es bei allen Maschen immer um dasselbe: Eure Daten und euer Geld zu erbeuten.

Wann genau bzw. bei welchen Nummern und unter welchen Bedingungen O2 seine KI Daisy zum virtuellen Hörer greifen lässt, schlüsselt der Anbieter übrigens leider nicht auf. Klar, ist das Ganze auch ein netter Werbekniff, denn über Daisy kann man jetzt natürlich schön auf sich aufmerksam machen, des Weiteren gibt es auch andere valide Kritikpunkte. Dennoch eine witzige Sache und durchaus auch im obigen Video recht unterhaltsam inszeniert. Man gönnt den Kriminellen natürlich richtig den Ärger.

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