Microsoft Scout: Neuer Autopilot-Agent für Microsoft 365 vorgestellt

Microsoft hat mit Microsoft Scout eine neue Kategorie von KI-Agenten namens Autopilots angekündigt. Diese Helfer arbeiten im Hintergrund, besitzen eine eigene Identität und erledigen Aufgaben eigenständig, ohne dass jedes Mal ein neuer Befehl getippt werden muss. Die Technik basiert auf dem Open-Source-Projekt OpenClaw und ist tief in Microsoft 365 integriert. Damit greift der Scout auf Daten aus Teams, Outlook, OneDrive und SharePoint zu, um den Arbeitsalltag zu koordinieren.

Im Fokus steht die Reduzierung von Organisationskram. Der Agent plant Termine über Zeitzonen hinweg, bereitet Unterlagen für Meetings vor oder blockt automatisch Zeit im Kalender, wenn Fristen nahen. Durch eine Funktion namens Work IQ lernt das System mit der Zeit, welche Prioritäten wichtig sind. Sicherheit wird laut Aussagen von Microsoft großgeschrieben, da jeder Agent über eine eigene Entra-Identität verfügt. Aktionen bleiben so nachvollziehbar und halten sich an die bestehenden Berechtigungen der Organisation. Sensible Vorgänge erfordern zudem eine menschliche Freigabe.

Derzeit befindet sich Microsoft Scout in einer privaten Vorschauphase für ausgewählte Kunden und Teilnehmer des Frontier-Programms. Wer das Ganze ausprobieren möchte, benötigt eine Anmeldung bei Frontier, eine passende Konfiguration über Intune sowie eine GitHub-Copilot-Lizenz. Erst nach diesen Schritten lässt sich die Testversion herunterladen und installieren. Microsoft nutzt die Rückmeldungen aus dieser Phase, um die Automatisierung weiter zu verfeinern, bevor der Agent breiter verfügbar gemacht wird.

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1&1 Mail-App wird umgestellt, mit Folgen für IONOS-Kunden




IONOS verschickt derzeit Mails an Kunden und informiert über eine anstehende Änderung bei der mobilen Nutzung der E-Mail-Postfächer. Ab dem 25.06.2026 unterstützt die 1&1 Mail-App für Android und iOS keine IONOS-Adressen mehr. Der Zugriff auf Mails über diese spezifische Anwendung ist ab diesem Zeitpunkt schlicht nicht mehr möglich.

Man spricht nur davon, dass die Mail-App umgestellt wird, was sich konkret nun ändert und warum die Konten nicht mehr unterstützt werden, bleibt offen. Betroffene Nutzer müssen jedoch keine Angst um ihre Daten haben. Mails, Ordner und Kontakte verbleiben auf den Servern des Anbieters.

Als Ausweichmöglichkeit nennt das Unternehmen die Nutzung von Standard-Apps wie Apple Mail unter iOS oder Gmail und Samsung Mail auf Android-Geräten. Gibt natürlich noch zig andere Apps. Alternativ bleibt der Weg über den Browser via Webmail.

Wer die App nutzt, sollte die Umstellung bis zum 24.06.2026 erledigt haben, um weiterhin mobil erreichbar zu bleiben. Anleitungen für die Einrichtung der gängigen E-Mail-Programme stellt der Anbieter in seinem Hilfe-Bereich bereit.

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Microsofts neue KI-Familie: Sieben Modelle, ein eigener Chip und maßgeschneidertes Training

Microsoft AI hat gleich sieben neue Modelle der sogenannten MAI-Familie vorgestellt. Was das Unternehmen dabei betont: Die Modelle wurden von Grund auf neu trainiert, ohne auf Drittanbieter-Modelle zurückzugreifen. Das Line-up deckt ein breites Spektrum ab. MAI-Thinking-1 ist das primäre Reasoning-Modell der Familie – ein mittelgroßes Modell, das in internen Blindtests ähnliche Ergebnisse wie Anthropics Sonnet 4.6 erzielen soll.

Für Entwickler dürfte MAI-Code-1-Flash interessant sein: ein auf Effizienz ausgerichtetes Programmiermodell mit 5 Milliarden Parametern, das preislich und leistungstechnisch im Bereich von Haiku angesiedelt ist und tief in GitHub Copilot sowie VS Code integriert wird.

Im Bereich Bildgenerierung schickt Microsoft MAI-Image-2.5 ins Rennen, das in Benchmarks aktuelle Konkurrenten wie Nano Banana Pro schlagen soll und auch in einer ressourcenschonenden Flash-Variante verfügbar sein wird.

Dazu kommen MAI Transcribe-1.5 für Sprachtranskription in 43 Sprachen mit Fokus auf fachspezifische Terminologie sowie MAI-Voice-2 für Sprachgenerierung in 15 Sprachen, das bereits mit kurzen Audiobeispielen Stimmen adaptieren kann.

Alle Modelle basieren auf einer gemeinsamen Architektur und sind auf Microsofts eigenem KI-Chip, dem Maia 200, optimiert. Laut ersten Tests bringt das eine Effizienzsteigerung um den Faktor 1,4 gegenüber älteren Hardwaregenerationen. Microsoft betont außerdem, ausschließlich lizenzierte Datensätze für das Training verwendet zu haben.

Der wohl interessanteste Teil der Ankündigung ist aber sicherlich das sogenannte „Frontier Tuning“. Dahinter steckt Reinforcement Learning, das direkt in der realen Arbeitsumgebung eines Unternehmens stattfindet. Heißt: Das Modell lernt also nicht anhand generischer Trainingsdaten, sondern durch die Beobachtung echter Arbeitsabläufe, Entscheidungen und Prozesse innerhalb einer Organisation. Microsoft stellt dafür geschlossene Umgebungen bereit, in denen die Kundendaten das Unternehmen nicht verlassen sollen.

Im Gesundheitsbereich geht Microsoft eine Partnerschaft mit der Mayo Clinic ein. Ziel sei ein spezialisiertes KI-Modell für klinische Diagnostik und Behandlungsplanung, das mit anonymisierten Patientendaten der Klinik trainiert wird. Das Modell bleibt rechtlich im Besitz der Mayo Clinic. Nach einer Validierungsphase soll es über Azure Foundry auch anderen medizinischen Einrichtungen zugänglich gemacht werden.

Langfristig beschreibt Microsoft das Ziel als „Humanist Superintelligence“ – KI-Systeme, die als leistungsstarke Werkzeuge unter menschlicher Kontrolle arbeiten und den Menschen nicht ersetzen sollen. Ob das eine ehrliche Positionierung oder vor allem eine PR-Botschaft ist, wird die Entwicklung der nächsten Jahre zeigen.

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Microsoft Teams: Update mit Agenten, Video-Recaps und mehr

Microsoft hat im Rahmen der Build-Konferenz das Update für Teams veröffentlicht und eine ganze Reihe neuer Funktionen vorgestellt. Im Fokus stehen tiefere Agenten-Integrationen, bessere Werkzeuge für Entwickler und einige praktische Komfort-Features, die im Alltag zwischen Chat und Meeting für weniger Reibung sorgen sollen.

Besonders prominent erwähnt man neue Agenten-Integrationen von Linear, Cursor und Atlassian Rovo. Damit lassen sich Chat-Diskussionen direkt in konkrete Projekt-Updates überführen, ohne dass die Beteiligten zwischen mehreren Tools springen müssen. Wer als Entwickler selbst Agenten für Teams baut, dürfte sich über das neue Teams CLI freuen, das die Entwicklung deutlich verschlankt. Ergänzt wird das Ganze durch Slash-Befehle für Agenten, die als Public Preview an den Start gehen. Ebenso bekommen Agenten die Möglichkeiten auf Nachrichten zu reagieren, oder diese mit einer zitierten Nachricht zu beantworten. Auch MCP-Server und Konnektoren lassen sich im Zusammenspiel mit den Agenten nutzen, um externe Software per LLM anzusprechen.

Mit Slash-Befehlen lassen sich auch diverse Workflows erstellen. Ganz ohne den Chat zu verlassen und den Arbeitsflow zu unterbrechen, kann man neben Agenten auch mit Apps oder Aktionen agieren sowie Teams-Aktionen wie /busy, /goto oder /schedulemessage ausführen.

Code soll dank Zeilennummerierungen besser lesbar werden. So kann man Code-Blöcke innerhalb von Teams direkt überprüfen und diskutieren. Dazu kommen aktualisierte Badges für ungelesene Nachrichten und Sofort-Ergebnisse in der Suche, die die Navigation spürbar beschleunigen sollen.

Die Funktion „Catch-up“ soll das schnelle Nachlesen von Unterhaltungen auf dem Smartphone erlauben. So gibt es für jede Unterhaltung eine wischbare Karte mit der Möglichkeit zu antworten, reagieren, zu speichern oder die Nachricht als gelesen bzw. ungelesen zu markieren.

Die Suche erhält erweiterte Filter. So kann man mit „Im Chat suchen“ und „Im Kanal suchen“ Nachrichten aufspüren und nach Absender, Datum, Anhängen oder Erwähnungen eingrenzen – zugänglich über Strg F (Windows), Cmd F (Mac) sowie das Suchsymbol.

Teams berücksichtigt jetzt die Windows-Einstellung „Nicht stören“, um Unterbrechungen während konzentrierter Arbeit zu reduzieren. Teams-Benachrichtigungen werden angehalten, wenn die Windows-Einstellung „Nicht stören“ aktiviert ist, und wieder aufgenommen, sobald sie deaktiviert wird.

Teams generiert künftig kurze, narrativ aufbereitete Video-Recaps von Meetings. Wer eine Besprechung verpasst hat, bekommt so eine zusammengefasste Highlight-Version statt eines kompletten Mitschnitts. Die Funktion bedarf einer Microsoft-365-Copilot-Lizenz und ist erst mal nur für englischsprachige Meetings verfügbar. Teams warnt während eines Anrufs jetzt proaktiv, wenn Hinweise auf Betrug oder eine vorgetäuschte Identität vorliegen.

Die neuen Funktionen werden sicherlich sukzessive ausgerollt und brauchen einige Wochen, bis sie bei der breiten Masse ankommen. Einige werden erst einmal nur als Public Preview verfügbar sein.

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OpenAI baut Codex zum KI-Arbeitsplatz für alle um

OpenAI bohrt Codex auf und will das Werkzeug weg von der reinen Programmierung hin zum allgemeinen Arbeitsalltag schieben. Die neuen Funktionen zielen darauf ab, KI-Agenten für Aufgaben wie Datenanalysen, Recherchen oder das Erstellen von Dokumenten zu nutzen. Ein aktueller Bericht von OpenAI untermauert diesen Trend wohl. Mittlerweile nutzen weltweit über fünf Millionen Menschen Codex jede Woche. Das ist ein massiver Anstieg seit dem Start der Desktop-App im Februar. Interessant ist dabei die Nutzerstruktur, denn jeder fünfte Anwender kommt gar nicht aus der Softwareentwicklung. In Deutschland betreffen fast 40 Prozent der Anfragen Themen abseits des Programmierens.

Vor allem Marketing-Leute, Designer oder Finanzexperten greifen immer öfter zu dem Tool. Die Nutzung für Datenanalysen hat sich innerhalb einer Woche verdoppelt. Um diesen Workflow zu unterstützen, führt OpenAI nun spezifische Plugins für Branchen wie Vertrieb, Produktdesign oder Aktienanalyse ein. Diese Pakete kombinieren 62 Anwendungen und 110 Fähigkeiten, die Teams direkt einsetzen oder an eigene Abläufe anpassen können. Weitere Erweiterungen für Rechtsbereiche oder Marketingstrategien sind bereits in Planung. Zudem öffnet OpenAI das System für Partner, damit diese eigene Plugins für Codex und ChatGPT bereitstellen können.

Zwei neue Kernfunktionen stechen hervor. Mit Sites lassen sich Ideen, Pläne oder Finanzmodelle in interaktive Webseiten oder Apps verwandeln. Diese können über eine interne URL geteilt werden. Partner wie Wix (stolpere jedes Mal über diesen Namen), Figma oder Replit sind hier bereits mit an Bord. In der Praxis sieht das so aus, dass Codex etwa für ein Kundengespräch eine Webseite mit Produkt-Updates und Nutzungstrends baut oder aus einer Tabelle einen interaktiven Szenario-Planer für Manager macht.

Die zweite Neuerung nennt sich Annotations. Damit lassen sich Stellen in Dokumenten, Präsentationen oder Tabellen direkt markieren, um Änderungen anzustoßen. Man markiert eine Grafik und lässt Codex eine Beschriftung hinzufügen oder fragt bei einer Textpassage nach der Quelle. Entwickler nutzen das bereits für Code und Markdown-Dateien. OpenAI möchte Codex so zu einem kompletten Arbeitsraum ausbauen, in dem Nutzer nicht nur Fragen stellen, sondern direkt an Ergebnissen feilen und diese in interaktive Formate überführen.

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