OpenAI baut Codex zum KI-Arbeitsplatz für alle um

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OpenAI bohrt Codex auf und will das Werkzeug weg von der reinen Programmierung hin zum allgemeinen Arbeitsalltag schieben. Die neuen Funktionen zielen darauf ab, KI-Agenten für Aufgaben wie Datenanalysen, Recherchen oder das Erstellen von Dokumenten zu nutzen. Ein aktueller Bericht von OpenAI untermauert diesen Trend wohl. Mittlerweile nutzen weltweit über fünf Millionen Menschen Codex jede Woche. Das ist ein massiver Anstieg seit dem Start der Desktop-App im Februar. Interessant ist dabei die Nutzerstruktur, denn jeder fünfte Anwender kommt gar nicht aus der Softwareentwicklung. In Deutschland betreffen fast 40 Prozent der Anfragen Themen abseits des Programmierens.

Vor allem Marketing-Leute, Designer oder Finanzexperten greifen immer öfter zu dem Tool. Die Nutzung für Datenanalysen hat sich innerhalb einer Woche verdoppelt. Um diesen Workflow zu unterstützen, führt OpenAI nun spezifische Plugins für Branchen wie Vertrieb, Produktdesign oder Aktienanalyse ein. Diese Pakete kombinieren 62 Anwendungen und 110 Fähigkeiten, die Teams direkt einsetzen oder an eigene Abläufe anpassen können. Weitere Erweiterungen für Rechtsbereiche oder Marketingstrategien sind bereits in Planung. Zudem öffnet OpenAI das System für Partner, damit diese eigene Plugins für Codex und ChatGPT bereitstellen können.

Zwei neue Kernfunktionen stechen hervor. Mit Sites lassen sich Ideen, Pläne oder Finanzmodelle in interaktive Webseiten oder Apps verwandeln. Diese können über eine interne URL geteilt werden. Partner wie Wix (stolpere jedes Mal über diesen Namen), Figma oder Replit sind hier bereits mit an Bord. In der Praxis sieht das so aus, dass Codex etwa für ein Kundengespräch eine Webseite mit Produkt-Updates und Nutzungstrends baut oder aus einer Tabelle einen interaktiven Szenario-Planer für Manager macht.

Die zweite Neuerung nennt sich Annotations. Damit lassen sich Stellen in Dokumenten, Präsentationen oder Tabellen direkt markieren, um Änderungen anzustoßen. Man markiert eine Grafik und lässt Codex eine Beschriftung hinzufügen oder fragt bei einer Textpassage nach der Quelle. Entwickler nutzen das bereits für Code und Markdown-Dateien. OpenAI möchte Codex so zu einem kompletten Arbeitsraum ausbauen, in dem Nutzer nicht nur Fragen stellen, sondern direkt an Ergebnissen feilen und diese in interaktive Formate überführen.

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