#Interview – “Der Herdentrieb hat auch einige ungesunde Auswüchse”

#Interview

Wie lief es 2021 bei limehome? “Wir waren davon ausgegangen, dass wir mit dem Impffortschritt zu Beginn des Jahres weniger Auswirkungen durch die Pandemie spüren würden. Trotz dessen haben wir tatsächlich alle unseren wirtschaftlichen Ziele erreicht”, sagt Gründer Josef Vollmayr.

“Der Herdentrieb hat auch einige ungesunde Auswüchse”

Freitag, 31. Dezember 2021VonAlexander Hüsing

Das Münchner Startup limehome, das 2018 von Lars Stäbe und Josef Vollmayr gegründet wurde, mietet Wohnungen an und richtet diese als Apartments zur kurz- und langfristigen Miete ein. Bauwens, Momeni, Althoff Hotels, HV Capital, Lakestar und Picus Capital investierten in den vergangenen Jahren bereits mehr als 30 Millionen Euro in die Jungfirma.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht limehome-Macher Vollmayr einmal ausführlich über das fast abgelaufene Jahr.

2021 ist fast rum. Was war das Highlight in diesem Jahr bei limehome?


Als Technologieunternehmen haben wir von Beginn an auf ein eigens entwickeltes Betriebssystem gesetzt, das wir immer in den Fokus unserer Arbeit gestellt haben. Das hat sich in diesem Jahr besonders bezahlt gemacht. Wir konnten mit der Expansion in die Niederlande sowie weiteren Standorten in Deutschland, Österreich und Spanien zeigen, dass sich unser Konzept über den Heimatmarkt hinaus an zahlreichen Standorten, in Business- und Leisure-Destinationen, in kleineren und größeren Städten und Properties erfolgreich und effizient umsetzen lässt.


Trotz eines Marktumfeldes, das für unsere Industrie mit ständig wechselnden Regularien und Marktschwankungen bis hin zu kompletten Beherbergungsverboten alles andere als einfach war, konnten wir in diesem Jahr stark expandieren. So war es natürlich ein besonderes Highlight, den Beweis für ein krisenresistentes, funktionierendes Konzept erbringen zu können.

Wie lief 2021 wirtschaftlich für Euch – habt ihr alle eure Ziele erreicht?


Wir waren davon ausgegangen, dass wir mit dem Impffortschritt zu Beginn des Jahres weniger Auswirkungen durch die Pandemie spüren würden. Trotz dessen haben wir tatsächlich alle unseren wirtschaftlichen Ziele, die wir im Herbst letzten Jahres definiert hatten, erreicht. Seit Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 konnten wir unseren Umsatz trotz schwieriger Marktlage versiebenfachen. Außerdem haben wir in die Niederlande expandiert sowie unsere Präsenz in Spanien, Deutschland und Österreich ausgebaut. Wir wachsen also weiterhin planmäßig stark und haben weitere Fortschritte in unserem digitalen und physischen Produkt gemacht.

Was lief 2021 bei Euch nicht rund?


Ich würde eher sagen, vieles lief nicht so wie geplant. Durch die sich ständig wechselnden Gegebenheiten mussten wir uns natürlich durchgehend anpassen, ohne unsere langfristigen Ziele aus den Augen zu verlieren. Das hat unseren Mitarbeitenden sehr viel abverlangt. Es war unglaublich wichtig, sich trotz der beschlossenen Pläne ein gutes Maß an Flexibilität zu bewahren, denn nur so konnten wir sie in dieser dynamischen Zeit umsetzen. Deswegen geht ein großer Dank an unser Team, ohne das es nicht möglich gewesen wäre, die Herausforderungen der letzten zwei Jahre zu bewältigen.

Welches Projekt steht bei Euch für 2022 ganz oben auf der Agenda?


Neben dem weiteren Wachstum in unseren Kernmärkten werden wir die Expansion in weiteren europäischen Ländern vorantreiben. insofern ist es eines der zentralen Vorhaben,, unsere eigenen Standorte auszuweiten. Das zweite wichtige Vorhaben für 2022 ist, unser eigens entwickeltes Betriebssystem „limehome connect” flächendeckend umzusetzen. Mit dem Launch unseres digitalen Hotel-Franchisings haben wir in diesem Jahr bereits einen wichtigen Grundstein für die Digitalisierung des Gastgewerbes gelegt. Nun können auch andere Hotelanbieter, vom kleinen Boutique-Hotel bis hin zur Hotelkette, unsere Technologie nutzen. Durch die Digitalisierung von Front- sowie Backend-Prozessen können Betreiber von Hotels und Serviced-Apartments operativen Aufwand um bis zu 80 Prozent reduzieren und über eine AI-basierte Distribution deutlich höhere Umsätze generieren. Das ist besonders spannend für Hoteliers, da in der Implementierung keinerlei IT-Know-How erforderlich ist. Auch unsere Dienstleister wie beispielsweise für den Room Service arbeiten mit unserer Lösung. Gerade in Zeiten, in denen es immer schwieriger wird, geschultes Personal zu finden, Kundinnen und Kunden sich auf eine digitale Journey eingestellt haben und Hoteliers den Veränderungsdruck spüren, freuen wir uns besonders, dass unser Konzept nun skalierbar am Markt ist.

Die deutsche Startup-Szene erlebt gerade einen ganz großen Boom. Was ist Deine Sicht auf diese absolute Hochphase?


Die mehr als 12 Milliarden US-Dollar an Wagniskapital, die dieses Jahr bereits in die deutsche Startup-Szene geflossen sind, sind natürlich ein starkes Zeichen für den Standort. Im Schatten der großen Vorbilder hat sich nun endlich auch eine breite und starke Basis entwickelt. Das kann Deutschland langfristig nur gut tun und ich hoffe, dass die neue Bundesregierung auch hier langfristig einen größeren Beitrag leistet. Man muss allerdings dazu sagen, dass sich das Kapital auf wenige gehypte Segmente wie (Enterprise-) Software, FinTech, Direct-To-Consumer oder Logistik konzentriert. Hier benötigen die meisten Unternehmen noch einige Zeit, um tatsächlich in die derzeitigen Bewertungen zu wachsen oder sich die Profitabilität des Geschäftsmodells sehr langfristig und hart zu erarbeiten. Der Herdentrieb hat hier auch einige ungesunde Auswüchse. Jedoch sorgen die hohen Bewertungen für Early-Stage-Startups auch dafür, dass viele Talente unternehmerisch tätig werden, was für den deutsche Markt sicherlich von Vorteil ist.

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Foto (oben): limehome

#Interview – “Die deutsche Szene ist auf der Überholspur”

#Interview

Wie lief es 2021 bei commercetools? “Es war tatsächlich ein sehr gutes Jahr für commercetools, auch wenn wir uns wieder mehr Normalität und vor allem ein Ende der Pandemie wünschen”, sagt Gründer Dirk Hörig.

“Die deutsche Szene ist auf der Überholspur”

Dienstag, 28. Dezember 2021VonAlexander Hüsing

Das Unicorn Commercetools, 2006 von Denis Werner, René Welches und Dirk Hörig gegründet, positioniert sich als “cloudbasierte headless E-Commerce-System”. Accel und die Altinvestoren Insight Partners und Rewe Group investierten zuletzt 140 Millionen US-Dollar in die E-Commerce-Lösung. Die Bewertung lag bei 1,9 Milliarden Dollar. commercetools hat somit eine sehr bewegte Geschichte hinter sich: 2014 übernahm Rewe commercetools, der Kaufpreis lag damals gerade einmal bei 6,5 Millionen Euro.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Commercetools-Macher Hörig einmal ausführlich über das fast abgelaufene Jahr.

2021 ist fast rum. Was war das Highlight in diesem Jahr bei Commercetools?


Definitiv, dass wir über 130 neue Kunden gewonnen haben, darunter unter anderem Lululemon, H&M, John Lewis, L.L.Bean, Porsche und viele andere tolle Unternehmen. Dass wir all diese Firmen mit unserer E-Commerce-Plattform unterstützen, hätte vor 10 Jahren sicher niemand für möglich gehalten – nicht einmal ich. Wir sind zudem auf knapp 400 Kolleginnen und Kollegen weltweit gewachsen, und es ist toll zu sehen, wie wir alle gemeinsam commercetools nach vorn bringen. Außerdem konnten wir unsere erste Akquise erfolgreich realisieren. Früher wurden Technologiefirmen ja immer schnell verkauft, gerne in die USA. Wir wollen uns als global agierende Softwarefirma mit langfristigem Erfolg weiter aufbauen.

Wie lief 2021 wirtschaftlich für Euch – habt ihr alle eure Ziele erreicht?


Es war tatsächlich ein sehr gutes Jahr für commercetools, auch wenn wir uns wieder mehr Normalität und vor allem ein Ende der Pandemie wünschen. Wir sind im Januar mit einer recht hohen Wachstumserwartung gestartet, unsicher, ob das so machbar ist. Letztlich haben wir unsere Ziele dann aber bereits im November erreicht und werden das Jahr deutlich besser abschließen als geplant. Ein weiteres Ziel war, unser Produktportfolio zu erweitern, zum Einen durch die Entwicklung weiterer eigener Produkte, aber auch durch Zukäufe. Unser Fokus lag darauf, Unternehmen die besten Werkzeuge bereitzustellen, um herausragende digitale Einkaufserlebnisse zu kreieren. Mit der Übernahme von Frontastic hat auch das zum Ende des Jahres geklappt, und wir sehen uns gut aufgestellt für das, was wir in 2022 vorhaben.

Was lief 2021 bei Euch nicht rund?


Wir wären zum Beispiel beim Personalaufbau gerne schneller gewesen. Wir konnten zwar über 150 neue Kolleginnen und Kollegen dazu gewinnen, wobei wir aber aber locker 200 einstellen hätten können. Zudem haben wir – bedingt durch das starke Wachstum – Engpässe in einigen Teams erst erkannt, als sich der Flaschenhals bemerkbar machte. Auch wenn wir uns schon 2021 intensiv mit unserer Organisationsstruktur und deren Weiterentwicklung befasst haben, werden da im Jahr 2022 noch deutlich mehr machen müssen.

Welches Projekt steht bei Euch für 2022 ganz oben auf der Agenda?


Sicherlich unsere Positionierung und Sichtbarkeit am Markt, auch außerhalb unserer Branche. In Europa oder in den USA läuft bereits ein relevanter Anteil im E-Commerce über unsere Plattform. Wenn beispielsweise in Nordamerika online ein neues iPhone gekauft wird, dann mit hoher Wahrscheinlichkeit über unsere Software. Trotzdem sind wir noch relativ unbekannt, obwohl wir für viele bekannte Unternehmen wie VW, AT&T oder Tonies auf uns setzen. Zudem werden wir unsere Internationalisierung weiter vorantreiben und vor allem unser US-Geschäft deutlich ausbauen.

Die deutsche Startup-Szene erlebt gerade einen ganz großen Boom. Was ist Deine Sicht auf diese absolute Hochphase?


Die deutsche Szene ist auf der Überholspur, zieht mittlerweile internationales Kapital an, und bringt Top-Technologieunternehmen hervor. Neben Celonis, Personio oder uns, commercetools, gibt es viele, die in den nächsten fünf Jahren zu relevanten Playern aufsteigen werden. Ich bin etwas skeptisch, ob diese extreme Kapitalverfügbarkeit nachhaltig ist, aber damit meine ich nicht explizit die deutsche Szene, sondern den weltweiten VC-Markt. Andererseits weisen viele der hoch bewerteten Unternehmen starkes Umsatzwachstum aus. Noch wichtiger ist aber: Sie lösen relevante Kundenprobleme und generieren somit eine große Nachfrage. Daher bin ich größtenteils optimistisch, dass wir in drei bis fünf Jahren neben SAP ein paar weitere wichtige Spieler sehen werden. Letztlich ist das gut für alle, denn der Startup-Sektor wird in den kommenden Jahren über 1 Million neue Jobs schaffen. Und diese brauchen wir dringend, denn viele andere Branchen kommen mittlerweile bedauernswerterweise ins Straucheln.

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Foto (oben): commercetools

#Brandneu – 7 neue Startups: Rekursive, Mentor, Doctorflix, Justt, onelake, Mediorbis, neuroflash

#Brandneu

Es ist wieder Zeit für neue Startups! Hier wieder einige ganz junge Startups, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Startups vor: Rekursive, Mentor, Doctorflix, Justt, onelake, Mediorbis und neuroflash.

7 neue Startups: Rekursive, Mentor, Doctorflix, Justt, onelake, Mediorbis, neuroflash

Donnerstag, 23. Dezember 2021VonTeam

deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Rekursive


Rekursive, das von Sascha Kellert, ezeep-Gründer, ins Leben gerufen wurde, kann man als eine Art “ESOP as a Service” beschreiben. In der Selbstbeschreibung heißt es: “We’re on a mission to increase employee ownership. We want to make setting up an employee owned business as easy as setting up a shopify store”. 

Mentor


Das junge Unternehmen Mentor bietet ein digitales Coaching für Führungs- und Fachkräfte in der Gesundheitsbranche an. Nutzer:innen werden via App gecoacht, dabei soll der “mentor-Coachfinder” dafür sorgen, dass man gleich den passenden Coach findet. 

Doctorflix


Doctorflix bringt sich als “multidisziplinäre Online-Bildungsplattform” in Stellung. Auf der Plattform des Startups aus Berlin, die vom Mediziner Hans Lennartz gegründet wuerde, können sich “Ärzte zu medizinischem Wissen digital, flexibel und effektiv in einer sicheren Online-Umgebung austauschen”.

Justt


Justt aus München bietet eine Plattform für das Erstellen, Veröffentlichen, Konsumieren und Teilen von Content in jeglichem Format. Dabei sollen Inhalte aus verifizierten Quellen mit einem personalisierten Nutzererlebnis verbunden werden. Die App ist kostenlos und aktuell nur im Apple-Appstore vertreten. 

onelake


Die Jungfirma onelake aus Dortmund, die von Dennis Mausbach und Thomas Ingenhorst gegründet wurde, möchte Unternehmen helfen, mehr aus ihren Daten zu machen. Auf der Website heißt es: Start analyzing your data in minutes without technical knowledge. The first AI driven datalake in the world”.

Mediorbis


Mediorbis bietet eine Plattform für die Medizinbranche: “Wir wollen ein Amazon des Gesundheitsbereichs werden“, so das Jungunternehmen aus München. Wir sind ein dynamisch wachsendes Health-Tech- Unternehmen und entwickeln Webtechnologie im Gesundheitssektor.

neuroflash


Das Hamburger Startup neuroflash positioniert sich als “KI-gesteuerte Software, die automatisch kurze Marketingtexte erstellt und optimiert”. Nutzer:innen können so quasi mit einem Klick “Social- und Such-Anzeigen, Website- und Blog-Texte, Betreffzeilen generieren”, die zu ihrer Zielgruppe passen. 

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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Foto (oben): Shutterstock

#DealMonitor – #EXKLUSIV Lightspeed investiert 30 Millionen in Mayd – Accel investiert in Priceloop – Andreessen Horowitz setzt auf Payrails

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Mayd, Priceloop, Payrails, ramblr.ai, aedifion, up.lftd, Finn, Fincompare, Fishing-King und Intranav.

#EXKLUSIV Lightspeed investiert 30 Millionen in Mayd – Accel investiert in Priceloop – Andreessen Horowitz setzt auf Payrails

Montag, 13. Dezember 2021VonTeam

Im aktuellen #DealMonitor für den 13. Dezember werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Mayd


Der amerikanische Personio-Geldgeber Lightspeed investiert nach unseren Informationen gemeinsam mit den Altinvestoren 30 Millionen Euro in Mayd. Das Berliner Startup, das im Frühjahr 2021 von den McMakler-Gründern Hanno Heintzenberg und Lukas Pieczonka gegründet wurde, liefert Medikamente in 30 Minuten aus. 468 Capital, Earlybird Venture Capital und Target Global investierten kürzlich erst 13 Millionen Euro in die Jungfirma. Zu den Wettbewerbern von Mayd gehören insbesondere First A und kurando, zuvor als Phaster bekannt. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

Priceloop


Der amerikanische Geldgeber Accel investiert gemeinsam mit Business Angels wie den Flixbus-Gründern in Priceloop. Das Berliner Startup, das 2020 vom Contorion-Gründer Richard Schwenke und Dat Tran (zuletzt unter anderem Head of AI, Axel Springer) gegründet wurde, positioniert sich als KI-gestützte Software zur Optimierung von Verkaufspreisen. “Priceloop helps e-commerce and retail companies to be more successful by using data-driven pricing decisions”, heißt es in der Selbstbeschreibung der Jungfirma. Der Berliner Kapitalgeber Project A Ventures investierte zuvor bereits in Priceloop. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV 

Payrails


Andreessen Horowitz, HV Capital und mehrere Business Angels, darunter Delivery Hero-CFO Emmanuel Thomassin, HelloFresh-Gründer Dominik Richter, Foodpanda-Gründer Felix Plog, die Flixbus-Gründer investieren in Payrails. Das Startup, das von den drei Delivery Hero-Mitarbeitern Emre Talay, Nicolas Thouzeau und Orkhan Abdullayev gegründet wurde, positioniert sich als “Cloud Native Payment Operating System”. In der Selbstbeschreibung heißt es: “We are building an operating system to simplify accepting payments”. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

ramblr.ai


Die beiden Geldgeber 468 Capital und Vsquared Ventures investieren in ramblr.ai. Das Münchner Startup, das von metaio-Gründer Thomas Alt und dem ehemaligen metaio-Manager Roman Hasenbeck gegründet wurde, kümmert sich um die “Entwicklung, die Vermarktung und der Vertrieb von Software, Augmented Reality Systemen und Datensätzen sowie die Erbringung von IT-Dienstleistungen” . metaio gilt als einer der Augmented-Reality-Pioniere in Deutschland. 2015 übernahm Apple die Jungfirma. Mehr im Insider-Podcast #EXKLUSIV

aedifion


 Momeni Digital Ventures, Drees & Sommer, BeyondBuild und Bauwens X sowie die Altinvestoren BitStone Capital und Phoenix Contact Innovation Ventures investieren eine siebenstellige Summe in aedifion. Das junge Unternehmen aus Köln entwickelt eine Software, mit der Immobilienbesitzer die Betriebskosten analysieren und im besten Fall senken können. Das Jungunternehmen, das von Johannes Peter Fütterer und Felix Dorner geführt wird, wurde 2019 gegründet.

up.lftd


 IBB Ventures und mehrere Business Angels “mit fundierten Branchenkenntnissen” investieren eine sechsstellige Summe in up.lftd. Das Berliner Startup, das von Antonia Wälzholz und Klaus Großmann gegründet wurde, positioniert sich als Performance-Management- und Personalentwicklungs-Tool.  Die HR-Software setzt dabei auf die “automatischen Erkennung der passendsten Feedback-Momente und der kontinuierlichen Sammlung von 360°-Mikro-Feedback für diese Momente”.

Finn


 Credit Suisse Securitized Products Finance und Waterfall Asset Management  gewähren Finn eine Kreditlinie in Höhe von 500 Millionen Euro. “Die Finanzierung soll das Wachstum weiter signifikant steigern. Die Transaktion ist rechtskräftig und die Kreditsumme abrufbereit”, teilt das Unternehmen mit. Wie andere Anbieter auch bietet Finn, das von Max-Josef Meier (früher Stylight) gegründet wurde, Autos im Abo an. White Star Capital, Rubin Ritter, David Schneider und Robert Gentz (alle zalando) sowie die Altinvestoren HV Capital, Picus Capital, Heartcore und UVC Partners investierten zuletzt 20 Millionen Euro in das Unternehmen.

MERGERS & ACQUISITIONS

Fincompare


 Eine Gruppe genossenschaftlichen Banken – darunter die DZ Bank und diverse Volksbanken – übernehmen Fincompare – siehe FinanceFWD. Der Kaufpreis liegt dem Bericht zufolge bei 15 Millionen Euro.  Das Berliner FinTech, das 2017 von Watchmaster-Mitgründer Stephan Heller gegründet wurde, positioniert sich als “digitale Plattform für die Unternehmensfinanzierung”. Speedinvest, ING Ventures, UNIQA Ventures, Elevator Ventures und Co. investierten in den vergangen Jahren mehr als 25 Millionen in das Unternehmen. Fincompare ging somit vergleichsweise günstig über den Tisch.

Fishing-King


Die Beteiligungsgesellschaft Afinum übernimmt die Mehrheit an Fishing-King.  “Gemeinsam mit dem Gründer Hubertus Massong und dem bestehenden Management-Team von Fishing-King plant Afinum weiteres Wachstum durch eine höhere Durchdringung der bestehenden Kernmärkte, Expansion in neue Märkte und in angrenzende Produktsegmente”, teilt das Unternehmen mit. Das Unternehmen aus Köln, eine “E-Learning-Plattform für die Angel-Community” wurde 2009 gegründet.

Intranav


Das amerikanische Unternehmen Inpixon übernimmt Intranav. Das Unternehmen aus Eschborn, das 2014 von Ersan Günes und Gonzalo Ibarra gegründet wurde, positioniert sich als IoT-Plattform für die Ortung von Waren- und Materialflüssen. “Intranav will bring new, comprehensive products and technologies, and a broad IP portfolio to strengthen our established RTLS product line”, teilt das Unternehmen mit.

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Foto (oben): azrael74

#DealMonitor – OneTrust kauft Planetly – simpleclub bekommt Millionensumme – Blickfeld sammelt 31 Millionen ein

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um OneTrust und Planetly, simpleclub, Blickfeld, Holo-Light, Receeve, Bunch und Beatvest.

OneTrust kauft Planetly – simpleclub bekommt Millionensumme – Blickfeld sammelt 31 Millionen ein

Mittwoch, 8. Dezember 2021VonAlexander Hüsing

Im aktuellen #DealMonitor für den 8. Dezember werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

MERGERS & ACQUISITIONS

Planetly


Das US-Unternehmen OneTrust, das sich um Datenschutz-, Sicherheits-, Ethik- und ESG-Technologien kümmert, übernimmt das junge Berliner ClimateTech Planetly. “OneTrust wird seine Ressourcen und Netzwerk einsetzen, um stark in Planetlys exzellente Technologie und Team zu investieren, weitere Services rund um ESG- & Carbon-Management für bestehende und neue Kunden zu ermöglichen und Planetly global zu skalieren”, teilen die Unternehmen mit. Das Klima-Startup Planetly, das 2020 von Anna Alex (Outfittery) und Benedikt Franke (Helpling) gegründet wurde, entwickelt eine Software, mit der Unternehmen ihren CO2-Fußabdruck ermitteln können. Nach eigenen Angaben nutzen bisher 200 Kunden Planetly – darunter BMW, HelloFresh und The Economist Group. Speedinvest, 468 Capital, Cavalry Ventures und diverse Business Angels investierten in den vergangenen Monaten rund 7,8 Millionen Euro in das junge Unternehmen. “OneTrust gibt uns die Möglichkeit, unser Ziel, Unternehmen bei der Reduzierung ihrer Emissionen zu helfen, über Nacht auf eine globale Ebene zu heben”, teilt das Planetly-Team zum schnellen Exit mit. Zuletzt plante das Unternehmen noch weitere Investmentrunden, dem Planetly-Team lagen wohl auch schon weitere Termsheets, also Absichtserklärungen, für weitere Investments vor.

INVESTMENTS

simpleclub


Bekannte Startup-Unternehmer wie Daniel Krauss (FlixBus), Christian Hülsewig (Schüttflix), David Nothacker, Julius Kurt Köhler, Nicolaus Schefenacker (alle sennder), Matti Niebelschütz (CoachHub) sowie Altinvestor HV Capital investieren 1,25 Millionen in simpleclub – wie wir vorab in Erfahrung bringen konnten. “Die eingesammelte Summe wird eingesetzt, um das aktuell starke Wachstum von simpleclub noch weiter voranzutreiben und neue Technologien wie Augmented-Reality in die Lernapp zu integrieren”, teilt das Unternehmen mit. Das Startup aus München, das 2015 von Alexander Giesecke und Nicolai Schork gegründet wurde, positioniert sich als Lern-App für Schüler.  Die Gründer haben schon 2011, als Elftklässler mit ihrem Projekt angefangen – mit Mathematik-Erklärvideos auf YouTube. HV Capital investierte im Oktober 2020 bereits 2 Millionen Euro in Simpleclub. #EXKLUSIV

Blickfeld


Die Private-Equity-Gesellschaft New Future Capital (NFC) investiert gemeinsam mit Bayern Kapital, Continental, Fluxunit – ams Osram Ventures, High-Tech Gründerfonds (HTGF), Tengelmann Ventures und UVC Partners 31 Millionen US-Dollar in Blickfeld. Das Lidar-Unternehmen spricht dabei von einer “Erweiterung der Serie A-Finanzierung”. Das 2017 von Mathias Müller, Florian Petit und Rolf Wojtech in München gegründete Startup entwickelt und produziert Light Detection and Ranging-Sensoren für die Umfelderfassung. “Die Finanzierungserweiterung fällt in eine Zeit, in der Blickfeld deutlich wächst und in neue Märkte expandiert. Das Unternehmen plant die Weiterentwicklung von Sensoren und Software, die die zuverlässige Erfassung und Nutzung von 3D-Daten weiter vorantreiben werden”, heißt es in der Presseaussendung.

Holo-Light


 EnBW New Ventures, Future Energy Ventures und Bayern Kapital investieren 5,3 Millionen Euro in Holo-Light. Das deutsch-österreichische Unternehmen, das 2015 von Florian und Susanne Haspinger, Alexander Werlberger und Luis Bollinger gegründet wurde, entwickelt eine “universale Streaming-as-a-Service-Plattform für Augmented- und Virtual Reality-Applikationen”. Mit Holo-Light können etwa Ingenieure industrielle 3D-Inhalte entwerfen, erstellen, bearbeiten, optimieren und teilen. EnBW New Ventures, Bayern Kapital, Toprope Ventures und innogy Innovation Hub investierten zuletzt bereits 4 Millionen Euro in das Startup, das in Ismaning bei München und Innsbruck residiert.

Receeve


ABN AMRO Ventures, der Investmentableger der niederländischen Bank ABN AMRO, investiert 4 Millionen Euro in Receeve – siehe TechCrunch. Das Hamburger FinTech, das 2019 von Paul Jozefak und Michael Backes (beide zuvor Liquid Labs) gegründet wurde, positioniert sich als “digital debt servicing platform”. Seaya Ventures und 14W, Mangrove, Speedinvest und Seedcamp investierten zuletzt 13,5 Millionen US-Dollar in Startup.

Bunch


 Embedded Capital, der noch junge FinTech-Fonds von Finleap-Macher Ramin Niroumand, investiert in Bunch – siehe FinanceFWD. Das Berliner Startup, das von Enrico Ohnemüller, zuletzt Innovationschef bei Finleap, und Levent Altunel, zuvor Paua Ventures, gegründet wurde, möchte Privat-Investments digitalisieren. “Over the last years, the push for democratisation in the public market has resulted in unprecedented growth in retail investors, stocks, and venture valuations – however little has happened on the private side. And technology investors still use phone calls and print outs to get their deals done. We will change this landscape for all investors in Europe”, heißt es in der Selbstbeschreibung. Embedded Capital investierte zuvor bereits in Nelly.

beatvest


Der Berliner Geldgeber APX, hinter dem Porsche und Springer stecken, sowie N26-Mitgründer Max Tayenthal investieren eine sechsstellige Summe in beatvest – siehe Gründerszene. Das FinTech, das von Sophie Thurner und Julia Kruslin gegründet wurde, positioniert sich als anfängerfreundliche Investmentplattform. In der Selbstbeschreibung heißt es: “beatvest connects education with tools in order to provide a personalised, do-it-yourself investment experience that supports investment beginners in building long-term wealth”.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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