Amazfit Cheetah 2 Pro im Test

Amazfit hat vor einigen Wochen mit der Cheetah 2 Pro eine neue Smartwatch speziell fürs Laufen vorgestellt. Viele Funktionen ähneln jedoch den bekannten Modellen des Anbieters. Beispielsweise könnt ihr auch bei diesem Wearable ein rundes AMOLED-Display mit 1,32 Zoll Diagonale und 3.000 Nits Helligkeit, NFC zum Bezahlen (nur via Curve) und genaue Standorterkennung mit Dual-Band einsetzen. Für einen Test habe ich mir diese Laufuhr einmal genauer angeschaut.

So kann die Amazfit Cheetah 2 Pro auf Wunsch euren Puls im Sekundentakt messen, die Laktatschwelle schätzen und soll mit ihrem Gehäuse aus Titan und dem durch Saphirglas geschützten Display einiges an Strapazen aushalten. Wie bei den T-Rex-Modellen ist auch eine Taschenlampen-Funktion an Bord. Die Laufuhr misst 48 x 48 x 13,2 mm und ist bis zu 5 ATM wasserdicht.

Zur Ausstattung zählen auch Mikrofon und Lautsprecher, sodass ihr Bluetooth-Telefonate mit dem Wearable führen könnt. Ich will aber gar nicht zu lange herumreden, es folgt deswegen eine Tabelle mit den wichtigsten Eckdaten.

Kategorie Technische Daten der Amazfit Cheetah 2 Pro
Design Farben: Titan


Abmessungen:


– Bildschirm (Saphirglas): 43,8 × 43,8 mm


– Gehäuse (Standard): 48 × 48 mm


– Dicke inkl. Sensor: 15,6 mm


– Dicke ohne Sensor: 13,2 mm


Gewicht (ohne Armband): 45,6 g


Gehäusematerial: Titan Grad 5 (Rahmen & Gehäuse), Aluminium (Knöpfe), Kunststoff (Lünette)


Tasten: 4


Wasserfestigkeit: 5 ATM
Display Typ: AMOLED


Größe: 1,32″


Spitzenhelligkeit: bis 3.000 Nits


Auflösung: 466 × 466


PPI: 353


Touchscreen: Saphirglas
Batterie Kapazität: 540 mAh


Typische Nutzung: bis 20 Tage


Intensive Nutzung: bis 10 Tage


AoD-Modus: bis 8 Tage


Präzises GPS: bis 31 h


GPS Musik: bis 15 h


GPS AoD: bis 26 h


GPS-Energiesparmodus: bis 69 h


GPS verlängerte Laufzeit: bis 99 h
Sensoren Gesundheit: BioTracker 6.0 PPG (5PD 2LED)


Bewegung: Beschleunigung, Gyroskop, Umgebungslicht, geomagnetisch, Temperatur, Barometer


Positionierung: Dualband, 6 Satellitensysteme


Verbindung: Bluetooth BLE 5.3, Wi-Fi 2,4 GHz
Sonstiges Interner Speicher: 32 GB


Taschenlampe: Rot & Weiß


Mikrofon: Ja


Lautsprecher: Ja


Motor: Linearmotor
Armband Material: Silikon


Breite: 20 mm


Verschluss: Dornschließe
Lieferumfang Smartwatch (mit Standardarmband)


Magnetisches Ladegerät (ohne Kabel)


Bedienungsanleitung
Kompatibilität Android 7.0


iOS 14.0


App: Zepp
Sport Sportmodi: 170


Intelligente Erkennung: 25 Kraftübungen, 8 Sportbewegungen


Trainingsvorlagen & Intervalle


Erweiterte Laufunterstützung: Zepp Coach, Laktatschwelle, Laufleistung, Bodenkontaktzeit, Bahnlaufmodus, Streckenkorrektur, virtueller Tempomacher


Verbindung zu Sensoren: HF-Gurt, Laufleistungsmesser, Fahrrad Power/Speed/Cadence


Trainingsstatus: PeakBeats


Drittanbieter-Sync: Runna, Strava, TrainingPeaks, Intervals.icu, Google Fit, Apple Health


Komfort: Live-Daten, Abbiegehinweise, bedingte Pause
Gesundheit BioCharge


24-h-Überwachung: Herzfrequenz, SpO2, Stress, Hauttemperatur


Manuelle Messung: HF, SpO2, Stress, Fingertippmessung


Schlaftracking: HRV, REM, Nickerchen, Atemqualität, Schlafscore


Atemübungen


Gesundheitserinnerungen: hoher/niedriger Puls, niedriger SpO2, hoher Stress


Weitere Features: PAI, HF-Erholung, Menstruationszyklus, Wild.AI
Lifestyle KI-Assistent: Zepp Flow


Karten & Organisation: Mitgliedskarten, Abkürzungskarten, Events, Aufgabenliste


Smartphone-Funktionen: Musiksteuerung, Kamera (iOS), Anrufe, SMS, App-Benachrichtigungen, Schnellantwort (Android), Telefon finden


Timing: Wecker, Weltuhr, Stoppuhr, Pomodoro


Alltag: Wetter, Thermometer, Bewegungs-Erinnerung, Passwort, DND, Sprachmemo, Morgen-Updates

Amazfit will auch bei der Cheetah 2 Pro wieder mit überdurchschnittlichen Akkulaufzeiten punkten. So soll die Sport-Smartwatch bis zu 20 Tage durchhalten, wenn ihr sie durchschnittlich nutzt. Selbst bei kontinuierlicher Standorterkennung mit aktivem Display sollen es immerhin noch rund 26 Stunden sein. Als Begleit-App dient wieder Zepp. Falls euch die Hersteller-Anwendung nicht sonderlich begeistert, könnt ihr die Trainingsdaten jedoch auch mit z. B. TrainingPeaks und Strava synchronisieren.

Design und Verarbeitung der Amazfit Cheetah 2 Pro

Amazfit verbaut in der Cheetah 2 Pro den neuen Dual-Light-5PD-Herzfrequenzsensor, den man an der Unterseite erspähen kann. Dieser soll besonders akkurate Messergebnisse liefern. An beiden Seiten der Uhr befinden sich dann jeweils zwei Tasten, die zum Glück nicht weit aus dem Gehäuse hervorstechen und farblich gekennzeichnet sind. Im Übrigen sei noch einmal klargestellt: Ihr könnt die 449,90 Euro teure Sportuhr natürlich nicht nur zum Laufen verwenden. Tatsächlich kann sie über 170 Sportarten tracken. Darunter sind verschiedene Ausdauer-, Funktions- und Krafttrainings.

Die Begleit-App Zepp hilft euch nicht nur, Firmware-Updates durchzuführen, Trainingszusammenfassungen durchzugehen und zusätzliche Apps herunterzuladen, sondern auch, Watchfaces auszuwählen. Dabei sind einige der digitalen Zifferblätter und Apps kostenlos, andere kosten Geld.

Da Teile des Gehäuses der Amazfit Cheetah 2 Pro aus Titan bestehen, fühlt sich diese sehr wertig an. Aber auch das AMOLED finde ich wieder sehr überzeugend, denn es bleibt aufgrund der hohen Spitzenhelligkeit auch im direkten Sonnenlicht gut ablesbar. Die erwähnten vier Buttons hätte ich lieber wieder gegen die drehbare Krone des Vorgängermodells getauscht, da ich die beiden Tasten auf der Innenseite des Handgelenks unpraktisch finde. Hat aber seine Vor- und Nachteile.

Mit einem Gewicht von fast 46 g, ohne Armband, bemerkt man die Cheetah 2 Pro durchaus am Handgelenk. Beim Arbeiten am Computer hat mich die Smartwatch deswegen eher gestört. Ich bin allerdings generell im Alltag kein Uhrenträger und entsprechend empfindlich. Auffällig ist die Uhr auch dennoch, weil sie mit 13,2 mm recht dick ausfällt. Die Dicke ergibt sich auch aus dem recht großzügigen Akku.

Wer also Wearables von Garmin gewöhnt ist, wird die Amazfit Cheetah 2 Pro möglicherweise als klobig empfinden. Und gerade beim Laufen kann das durchaus auch ein Störfaktor sein. Ihr zahlt hier also für die langen Laufzeiten eben durchaus beim Tragekomfort einen Preis.

Praxistest

Mein größter Kritikpunkt an der Amazfit Cheetah 2 Pro vorneweg: Die Sport-Smartwatch soll sich speziell an Läufer richten, verfügt aber aus meiner Sicht schwerlich über Alleinstellungsmerkmale. Im wuchernden Angebot des Anbieters fühlt sich dieses Modell ein wenig an wie ein Zwischenschritt zwischen einer Active Max und den T-Rex-Outdoor-Modellen. Doch ein wirklicher Fokus auf Läufer ist, abseits des Marketings, kaum zu erkennen. Letzten Endes ähneln der Funktionsumfang und Design dafür zu stark den anderen Wearables der Marke.

Beispiel: Hardcore-Läufer gehen bei Wind und Wetter fürs Training vor die Tür. Doch bei Regen lassen Wassertropfen den Screen ohne Sperre schnell verrücktspielen. Auch musste ich feststellen, dass es trotz Dual-Band-GPS manchmal bei der Standorterkennung eine leichte Verzögerung gibt. Wer zudem das Schlaftracking von etwa Whoop gewohnt ist, wird die Auswertungen in der Zepp-App etwas oberflächlich finden. Das klingt erstmal alles sehr kritisch? Ich wollte die geballten, von mir wahrgenommenen Mankos einfach lieber vorausschicken.

Das AMOLED-Display der Amazfit Cheetah 2 Pro ist hervorragend, reagiert schnell und bleibt auch bei direktem Sonnenlicht erstklassig ablesbar. Es gibt aber einen deutlichen Rand rund um den Bildschirm, was mancher Träger als weniger elegant empfinden dürfte. Die integrierte LED-Taschenlampe an der Oberseite kann im Übrigen weiß und rot leuchten. Um eine Strecke zu beleuchten, ist das Licht zwar zu schwach, kann aber durchaus mal eine Orientierungshilfe sein.

Die Pulsmessungen der Cheetah 2 Pro wirken auf mich sehr genau und sie zeigen auch bei schnellerem Joggen oder kurzen Pausen an, beispielsweise an einer Ampel direkt die sich veränderten Werte. Die Schätzungen zu eurer Laktatschwelle solltet ihr hingegen wohl mit Vorsicht genießen. Als kurze Einordnung: Diese Schwelle legt im Wesentlichen euer maximales Tempo fest, das ihr laufen könnt, bevor eure Muskeln übersäuern. Ziel von Langstreckenläufern ist es natürlich, diese Schwelle anzuheben. Im Ergebnis können sie dann länger durchgehend bzw. ein höheres Tempo laufen, bevor die Muskeln ermüden.

Die Wearables von Amazfit haben die Tendenz, die Laktatschwelle deutlich niedriger anzusetzen als z. B. Konkurrenzprodukte von Garmin. Das wird auch aktuell in vielen Communities bemängelt. Denn: Wer sich danach richtet und dann im Grunde zu langsam für sein reales Leistungsniveau läuft, kann sich nicht effizient steigern. Möglich ist natürlich, dass die Schätzungen der Cheetah 2 Pro auf Dauer akkurater werden. In meinem Testzeitraum lagen sie aber unter meinem ohnehin nicht allzu hohen Leistungsniveau als Gelegenheitsläufer.

Wie schon erwähnt, kann die Cheetah 2 Pro allerdings auch allerlei andere Workouts tracken. Amazfit wirbt mit einer schieren Anzahl von über 170 Sportarten. Darunter sind allerdings auch Exoten wie Drachen steigen lassen, E-Sport oder Schach. Lasst euch da also nicht blenden, denn bei vielen Einträgen kann man sich schon fragen, wie sinnvoll diese sind. Ihr könnt mit der Smartwatch auch navigieren – mit farbigen Konturkarten, was sehr gut klappt. Trailrunner haben dabei auch die Chance, an der Uhr z. B. nach Hütten zu suchen. Im Übrigen könnt ihr mit der Watch auch schwimmen, denn sie ist bis 10 ATM wasserdicht.

Mein Fazit

Im Ergebnis ist die Amazfit Cheetah 2 Pro eine sauber gestaltete Smartwatch mit tollem AMOLED-Display, vielseitigen Workout-Optionen und akkurater Pulsmessung. Vor allem die enorme Akkulaufzeit, die im Alltag tatsächlich den Herstellerangaben entspricht, dürfte viele Leser begeistern. Doch frei von Mankos ist dieses Wearable nicht.

So ist die Navigation etwas ungenau, die Schätzung der Laktatschwelle in meinem Test fragwürdig und der generelle Funktionsumfang sehr nahe an anderen Modellen des Herstellers. Zum Preis von 449,90 Euro muss sich die Cheetah 2 Pro z. B. direkt mit der Garmin Forerunner 570 messen, die ein extrem starker Rivale ist.

Aus meiner Sicht müsste die Cheetah 2 Pro den Fokus in Design und Funktionsumfang sowie Genauigkeit der Messungen noch stärker auf Läufer legen und ein paar der Allround-Funktionen deswegen vielleicht über Bord werfen. Amazfit ist auf dem richtigen Weg, müsste sich aber trauen, noch etwas weiterzugehen.

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Subnautica 2 im Early-Access angespielt

„Subnautica 2“ ist inzwischen im Early-Access verfügbar und mit großem Erfolg gestartet. Der Zulauf an Spielern bei Steam konnte sich jedenfalls direkt sehen lassen. Wie der Vorgänger aus dem Jahr 2018, so ist auch das Sequel ein Open-World-Survival-Abenteuer, das komplett unter Wasser spielt. Ich habe mir den Titel einmal kurz für euch im aktuellen Stadium angesehen.

Kleiner Background, den ihr beachten solltet: Teil 1 habe ich nie gezockt, sodass ich keine direkten Vergleiche ziehen kann. Warum ließ ich das Game aus? Nun, derlei Survival-Spiele sind mir in ihrem Gameplay-Loop meistens zu monoton. Ich bevorzuge eher Titel, bei denen die Story im Vordergrund steht. Dennoch wollte ich „Subnautica 2“ eine Chance geben. Hat es sich also gelohnt?

„Subnautica 2“ bietet dabei auch einen Koop-Modus an, lässt sich jedoch auch alleine zocken. Letzteren Weg habe ich gewählt, da ich ehrlich gesagt kein großer Multiplayer-Fan bin. Das ist hier allerdings durchaus ein Nachteil, denn das Fortschrittsystem ist durchaus auch auf Zusammenarbeit ausgelegt. Das wird sicherlich auch einigen Fans des Erstlings nicht sonderlich gefallen, der noch ein reines Singleplayer-Spiel gewesen ist.

Mein Test-System:

CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D


CPU-Kühler: Noctua NH-D15 G2


Motherboard: MSI Tomahawk Wi-Fi AMD X670E


RAM: 64 GByte G.Skill Trident Z5 Neo RGB DDR5-6000 CL30


Grafikkarte: Nvidia GeForce RTX 5080


SSD: Kingston Fury Renegade 2 TByte WD_Black SN850 1 TByte


Externer Zusatzspeicher: SanDisk Extreme Portable SSD mit 8 TByte


Netzteil: be quiet! Power Zone 2 (1.000 Watt)


Tower: be quiet! Dark Base Pro 901 (White)

Ventil für eure Kreativität oder Zeitverschwendung?

Bedauerlicherweise musste ich beim Testen feststellen, dass wohl das erste „Subnautica“ deutlich mehr mein Fall gewesen wäre als Teil 2. Denn es ist nicht nur so, dass ich Multiplayer-Mechaniken nicht sonderlich mag, auch Basisbau ist mir in Spielen ein Greuel. Schon in Titeln wie „Fallout 4“ habe ich den minimalsten Kladderatsch so rasch wie möglich zusammengeschustert, um mich anderen Dingen zu widmen. Zuletzt ignorierte ich dieses Element auch in „Forza Horizon 6“. Warum? Ich finde keinen Spaß daran, Minuten oder gar Stunden aus meiner Sicht monoton damit zu verschwenden, mir mühsam eine virtuelle Festung zu errichten, die ich beim Wechsel zum nächsten Game direkt wieder vergessen habe. Dafür spiele ich zu viele unterschiedliche Titel, als dass ich in so etwas Zeit investieren mag.

Das macht „Subnautica 2“ keineswegs zu einem schlechten Spiel, aber zu einem Erlebnis, das ehrlicherweise meinen subjektiven Geschmack nicht so recht trifft. In der aktuellen Early-Access-Version ist aber noch nicht die gesamte Welt verfügbar und selbst für mich als jemanden, der endloses Crafting schnell mehr als Arbeit denn als Spiel empfindet, waren schnell die Grenzen des Machbaren erreicht. So lief es aber wohl auch schon mit dem ersten Teil, der im Vorabzugriff stetig erweitert worden ist.

„Subnautica 2“ garniert dabei einen Loop aus Ressourcen sammeln, Crafting und Basisbau mit einer recht tristen Science-Fiction-Geschichte, die allerdings tatsächlich besser inszeniert ist, als ich es von dieser Art von Spiel erwartet hätte. So gibt es durchaus interessante Charaktere und Entwicklungen in der Geschichte, die mich bei der Stange gehalten haben.

Mit der Zeit könnt ihr dank neuer und höherer Ressourcen die Tiefen des Ozeans ausgiebig erkunden und Geheimnisse lüften. Obwohl ihr euch im Grunde immer unter der Wasseroberfläche befindet, gibt es durchaus Abwechslung. Einige Areale sind wegen vulkanischer Aktivitäten so heiß, dass sie lebensgefährlich werden, andere sind verseucht und voller feindlicher Lebensformen. Die in der Spielwelt gesammelten Ressourcen haben dabei in der Regel mehrere Verwendungsmöglichkeiten, sodass sich das Sammeln eigentlich immer lohnt.

„Subnautica 2“ gibt sich technisch solide

Ein Kniff von „Subnautica 2“ ist, dass ihr eure Gene verändern könnt, um neue Fähigkeiten „mitzunehmen“. Im Grunde ist das eine Art Ausrüstungssystem, das im Early-Access aber noch ausgebaut wird. Da bleibt also abzuwarten, was die Entwickler daraus noch machen. Dies gilt im Grunde derzeit noch für viele Mechaniken. Mich persönlich hat der Titel daher ein wenig an die frühen Versionen von „No Man’s Sky“ erinnert. Man sieht Potenzial aufblitzen, es muss aber erst noch ausgelotet werden.

Technisch gefällt mir vor allem die Unterwasser-Soundkulisse von „Subnautica 2“ richtig gut. Sowohl die Musik als auch die atmosphärischen Umgebungsgeräusche unterstützen die Wechsel im Spiel, die euch manchmal von einer entspannten Farming-Simulation zu einem knallharten Survival-Abenteuer übergehen lassen. Grafisch ist der Sprung von Teil 1 zu Teil 2 allerdings ebenfalls enorm. So nutzt man inzwischen statt Unity die Unreal Engine 5. Davon profitiert etwa das Beleuchtungssystem enorm. Zudem gibt es eine beeindruckende Weitsicht und eine dichte Flora und Fauna, die richtig für Stimmung sorgt.

Allerdings sehen Charaktere und viele Texturen recht schlicht aus. Mit einem Triple-A-Titel hat man es hier eben nicht zu tun. Zudem passen Hardware-Anforderungen und Performance aus meiner Sicht im Early-Access nicht zu dem, was auf dem Bildschirm geboten wird. Aber da können die Entwickler bis zur breiten Veröffentlichung ja weiter optimieren.

Ein erstes Fazit zu „Subnautica 2“

„Subnautica 2“ ist nicht meine Art von Spiel, was aber am Genre und den Spielmechaniken liegt, die ich persönlich als monoton empfinde. Doch für das, was er ist, ist dieser Open-World-Survival-Titel im aktuellen Stadium bereits mit Potenzial gespickt. Fans des Erstlings werden sich am erweiterten Basisbau mit benutzerfreundlicher Handhabe erfreuen und die massiv aufgepeppte Technik schätzen. Zumal auch an der Erzählung geschraubt worden ist, was man schon in diesem frühen Zustand bemerkt.

Der Gameplay-Loop aus Basisbau, Crafting und dem Sammeln von Ressourcen ist jedoch, typisch für solche Survival-Games, sehr gleichförmig. Der eine wird diese Routine als Komfortzone schätzen, der andere wird sie als langweilig empfinden. Auch die Multiplayer-Integration wird Freunde des Erstlings sicherlich spalten. Dazu kommt, dass „Subnautica 2“ im Early-Access noch sehr eindeutig die Baustellen erkennen lässt, die noch bestehen. Etwa ist die Spielwelt begrenzt und Mechaniken wie das Gen-System wurden zwar bereits implementiert, reizen ihr Potenzial aber noch nicht aus.

Mein Tipp: Habt ihr den Erstling geliebt und könnt es kaum abwarten, dann schaut ruhig in den Early-Access von „Subnautica 2“ herein. Wer ein ausgereiftes Spiel erwartet, kann sich jedoch bequem einige Monate zurücklehnen, schließlich gibt es im Survival-Genre mehr als genügend Stoff.

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Logitech Mobi Fold im Test

Wer oft unterwegs arbeitet, kennt das ewige Dilemma im Rucksack oder in der Tech-Tasche. Der Laptop passt super rein, das Tablet schmiegt sich flach an die Rückwand, doch sobald die klassische PC-Maus in die Tasche wandert, wird es vielleicht zu eng. Die Konsequenz? Viele lassen den Nager gleich ganz zu Hause.

Logitech will genau dieses Problem mit der neuen Mobi Fold lösen. Eine mobile Maus für rund 80 Euro, die sich einfach in der Mitte zusammenfalten lässt. Ich habe mir das mobile Stück Technik in den vergangenen Tagen im Alltag genauer angeschaut.

Im Karton liegt ein flaches, matt-schwarzes Stück Hardware, das im zusammengeklappten Zustand eher an das Ladecase von In-Ear-Kopfhörern erinnert als an ein Eingabegerät. Mit einer Dicke von gerade einmal 21 mm im geschlossenen Zustand und schlanken 79 Gramm Gewicht verschwindet das Gerät absolut mühelos in jeder noch so engen Seitentasche.

Das Herzstück der Maus ist das zentrale Klappscharnier, das einen Faltwinkel von bis zu 130 Grad erlaubt. Klappt man die Maus auf, entsteht ein spürbarer Bogen, der mechanisch einrastet und ein angenehm definiertes, magnetisches Feedback gibt.

Laut Logitech ist der Faltmechanismus auf eine extrem lange Lebensdauer getestet, ob das stimmt, wird erst die Langzeitpraxis zeigen, aber rein mechanisch wirkt die Konstruktion im Test absolut solide, stabil und ausgereift.

Machen wir uns direkt zu Beginn nichts vor: Die Mobi Fold ist absolut kein Ersatz für eine meiner MX Master am heimischen Schreibtisch. Wer das erwartet, greift schlicht zum falschen Produkt. Durch die faltbare Natur fehlt der Maus naturgemäß das Volumen und der ausgeprägte Mausrücken, der die Handfläche bei einem achtstündigen Arbeitstag ergonomisch stützt.

Sie liegt im Vergleich relativ flach in der Hand. Nutzer werden sich anfangs deutlich umgewöhnen müssen, behaupte ich. Man greift unter Umständen unter den Bogen und somit ins Leere. Für Menschen wie mich, die seit Jahren mit den gleichen Maus- und Tastaturtypen arbeiten ist das sicherlich der blanke Horror. Für mich war es das zumindest.

Aber das ist auch völlig in Ordnung, denn das Ziel der Mobi Fold lautet nicht Ergonomie-Wunder für den stationären Desktop, sondern „besser und produktiver als jedes Trackpad“. Und diesen Job erledigt sie im mobilen Alltag (wobei ich tatsächlich weiterhin zum MacBook-Trackpad greifen würde, bevor ich die Fold anfasse. Bei anderen Geräten mag es da anders aussehen, das ist dann schon entspannend, so eine Maus zu haben.

Der größte Einschnitt gegenüber traditionellen Mäusen betrifft die Navigation. Logitech streicht das klassische, mechanische Scrollrad komplett. An dessen Stelle tritt eine längliche, touch-sensitive Sensorfläche in der Mitte. Der Finger gleitet über die Oberfläche und die Bildschirminhalte scrollen entsprechend mit. Technisch ist das ein cleverer Schachzug, an dem man sich aber eben gewöhnen muss.

Das Scrollen funktionierte bei mir im Alltag meistens zuverlässig, allerdings vermisst man als Power-User gelegentlich die absolute Präzision und das taktile Feedback eines echten, gerasterten Rades. Manchmal wirkt das Ansprechverhalten bei schnellen, aufeinanderfolgenden Bewegungen etwas schwammig. Lob verdienen hingegen die beiden Haupttasten: Die Klicks sind leise.

Technische Eckdaten im Überblick:

Sensor Optischer Logitech Darkfield-Sensor (400 bis 4000 DPI, via Software einstellbar)
Gewicht 79 Gramm
Abmessungen Aufgeklappt: 122 x 57 x 33 mm / Gefaltet: 66 x 57 x 21 mm
Verbindung Bluetooth Low Energy (bis zu 3 Geräte zeitgleich), Google Fast Pair zertifiziert
Akku Integrierter 100 mAh Li-Po Akku (Laden via USB-C, bis zu 30 Tage Laufzeit)
Kompatibilität Windows, macOS, iPadOS, ChromeOS, Android, Linux

Ein nettes Komfort-Feature ist die Koppelung der Stromversorgung an den Faltmechanismus. Die Maus besitzt keinen klassischen Ein-/Ausschalter auf der Unterseite. Man klappt sie auf, sie schaltet sich sofort spürbar ein und steht binnen einer Sekunde via Bluetooth bereit. Klappt man sie nach der Arbeit wieder zusammen, schaltet sie sich augenblicklich aus.

Dank der bekannten Easy-Switch-Funktion lässt sich die Mobi Fold mit bis zu drei Geräten parallel koppeln. Ein kurzer Druck auf die kleine Taste an der Unterseite genügt, um nahtlos vom Windows-Notebook zum iPad und weiter zum nächsten Gerät zu wechseln.

Der integrierte Akku wird via USB-C geladen. Eine volle Ladung hält im Alltag laut Logitech einen Monat durch. Absolut praxistauglich ist die integrierte Schnellladefunktion: Nur eine einzige Minute am Kabel pumpt genügend Saft für bis zu 22 Stunden Nutzung in den Nager. Wenn man also kurz vor dem wichtigen Kundentermin merkt, dass der Akku leer ist, reicht ein ultrakurzes Anstecken am Notebook-Kabel, während man seinen Kaffee trinkt.

Logitech liefert mit der Mobi Fold ein cleveres und konsequent durchdachtes Nischenprodukt ab. Es ist kein ergonomischer Allrounder für jedermann und will es auch gar nicht sein. Die Maus erinnert konzeptionell natürlich an die alte Microsoft Arc Mouse, treibt das Prinzip durch das echte Zusammenfalten in der Mitte aber auf die Spitze. Sie wird eben nicht nur flach, sondern halbiert physisch ihre Stellfläche. Die größte Hürde für mich? 80 Euro empfinde ich bei diesem Gerät als sehr hohen Preis. Vermutlich ist die Kiste echt ein Nischending für Nutzer, die genau so etwas suchen. Die bekommen, was sie wollen, müssen aber vielleicht etwas Zeit in Kauf nehmen, bis sich die Hand an das Ding gewöhnt.

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UGREEN NASync DXP2800 GT: Ein erster Blick auf das NAS

Ugreen hat im vergangenen Jahr im NAS-Sektor für ordentlich Wirbel gesorgt. Die Strategie: Gute Hardware-Spezifikationen zu Preisen, bei denen die etablierte Konkurrenz erst einmal schlucken musste. Doch machen wir uns nichts vor: Rein softwaretechnisch hat man in Taiwan noch die Nase vorn, UGREEN unterstützt bislang immer noch keine verschlüsselten Laufwerke. Doch der Reihe nach.

Ich habe mir das kleinste Modell der Reihe, das UGREEN NASync DXP2800 GT, in das Regal gestellt und im Alltag ausgiebig ausprobiert. Optisch hat sich auf den ersten Blick bis auf einen leicht roségoldenen Akzent am Rahmen nicht viel verändert. Unter der Haube bleibt jedoch kaum ein Stein auf dem anderen. Ugreen verabschiedet sich in dieser Generation von Intel und schwenkt komplett auf AMD um.

Arbeitete im regulären DXP2800 noch ein Intel N100, schlägt im GT-Modell nun ein AMD Ryzen Embedded R2514. Das bedeutet zwar weiterhin vier physische Rechenkerne, aber dank Simultaneous Multithreading (SMT) stehen dem System jetzt acht Threads zur Verfügung. Der Prozessor taktet zudem deutlich dynamischer und bringt spürbar mehr Leistungsreserven mit, wenn es auf der Kiste mal enger wird. Dazu müsst ihr aber schon einiges tun.

Interessant: Konnte der Intel-Vorgänger noch mit modernem DDR5-RAM glänzen, muss die AMD-Architektur in diesem Setup auf DDR4-3200 zurückgreifen. Ab Werk ist ein einzelner 8-GB-Riegel verbaut. Im Alltag merkte ich von der geringeren Speicherbandbreite absolut nichts.

Das Gerät bietet zwei echte SO-DIMM-Steckplätze, wodurch sich das NAS auf bis zu 64 GB RAM aufbohren lässt. Auch beim internen Flash-Speicher, auf dem das Betriebssystem hinterlegt ist, wurde aufgerüstet: Statt 32 GB stehen nun 64 GB eMMC zur Verfügung. Schöner wäre es natürlich, wenn das System irgendwie anders gelagert wäre.

Ugreen hat beim DXP2800 GT an der Netzwerkschraube gedreht. Während das erste Modell noch mit einer einzelnen 2,5-GbE-Schnittstelle auskommen musste, verbaut man in der GT-Variante nun direkt einen vollwertigen 10-Gigabit-Netzwerkanschluss. Wer die entsprechende Infrastruktur mit passenden Switches und Kabeln zu Hause besitzt, kann Daten nun in einer anderen Liga durch die Leitung jagen. Und ja, ihr könnt weiterhin Daten über USB-A und USB-C auf das NAS schieben, selbst HDMI ist an Bord, falls ihr im BIOS spielen oder gar über das integrierte Media-Center Inhalte streamen wollt. Aber wer macht das schon?

In Sachen Gehäusequalität liefert Ugreen gewohnt solide Arbeit ab. Das Chassis besteht fast vollständig aus massivem Metall, fühlt sich wertig an und bringt ein ordentliches Eigengewicht mit. Das Modell erlaubt eine komplett werkzeuglose Montage. Festplatte in den Rahmen einclipsen, reinschieben, Verriegelung schließen, das erledigt man in wenigen Sekunden.

Der rückseitige Lüfter arbeitet im Alltag unauffällig und lässt sich über die Software in verschiedenen Profilen steuern. Was den Hunger nach Strom angeht, zeigt sich das System recht genügsam. Befinden sich die Festplatten im Tiefschlaf (Hibernate), begnügt sich das NAS mit etwa 10 bis 15 Watt aus der Steckdose. Sobald die Platten anlaufen und im normalen Leerlauf vor sich hin drehen, pendelt sich der Verbrauch je nach verwendetem Festplattenmodell bei rund 20 Watt ein.

Die grafische Benutzeroberfläche reagiert flott und wirkt modern. Die mitgelieferten Standard-Apps wie die Fotoverwaltung mit integrierter KI-Erkennung für Gesichter und Objekte oder das Überwachungs-Center für IP-Kameras funktionieren im Alltag ausreichend.

Das wahre Potenzial entfaltet die Kiste jedoch, wenn man die Docker-Umgebung nutzt. Da schrieb ich ja schon einige Anleitungen. Ich habe unter anderem Immich, Paperless, einen Mediaserver für Audio und Video getrennt und noch einiges mehr laufen – problemlos. Aber das ist jetzt nichts, weshalb ich vom Vorgänger wechseln würde, das ergibt echt nur Sinn, wenn ihr vielleicht euer Uralt-NAS aufs Abstellgleis schieben wollt.

Allerdings gebe ich harten Video-Fans etwas zu bedenken. Während das Standardmodell (DXP2800) mit einem Intel N100-Prozessor und dessen hocheffizienter Intel QuickSync-Einheit ausgestattet ist, verfügt der DXP2800 GT eben über den AMD Ryzen Embedded R2514 mit integrierter Radeon Vega iGPU. Reine Software-Transkodierung funktioniert problemlos, beeinträchtigt jedoch spürbar die Gesamtsystemleistung.

Die AMD-Grafikeinheit unterstützt die hardwarebeschleunigte Dekodierung und Kodierung gängiger Codecs wie H.264 und HEVC (H.265) über AMD AMF / VAAPI. Im Gegensatz zu modernen Intel-Chips fehlt der älteren Vega-Architektur des Ryzen Embedded ein Hardware-Decoder für den modernen AV1-Codec. Wenn man viele Medien im AV1-Format hat, muss die CPU die Transkodierung vollständig per Software übernehmen. Generell sehe ich da kein Problem bei Direct Play z. B. über einen Apple TV mit Infuse, bei anderen Lösungen und mehreren Streams kann es da schon schwieriger werden.

Das UGREEN NASync DXP2800 GT ist eine gelungene Modellpflege. Das Unternehmen hat das bewährte Konzept nicht neu erfunden, sondern gezielt an den richtigen Stellschrauben gedreht. Wie erwähnt: Wer bereits das normale DXP2800 oder eine ähnliche Kiste im Einsatz hat und lediglich Daten im Netzwerk freigibt, braucht nicht upzugraden. Wer hingegen ein kompaktes und leistungsstarkes 2-Bay-System für das eigene Docker-Setup und ein schnelles 10-Gigabit-Netzwerk sucht, findet hier ein verdammt starkes Stück Hardware. Preislich startet das DXP2800 GT bei 509,99 Euro, während für das DXP4800 GT 659,99 Euro fällig werden. Zum Start bietet der Hersteller einen Rabatt von 10 Prozent im eigenen Online-Shop sowie bei Amazon an. Auf viele Jahre gerechnet vertretbar.

Kategorie / Merkmal Modell 1 (2-Bay Variante) Modell 2 (4-Bay Variante)
CPU
CPU Model AMD Ryzen Embedded R2514 AMD Ryzen Embedded R2514
Lithography / /
CPU Cores 4 4
CPU Threads 8 8
Max Frequency 3.7GHz 3.7GHz
Storage (Speicher)
Drive Bays 2 Bays 4 Bays
Drive Bay Compatibility – 3.5 inch


– 2.5 inch
– 3.5 inch


– 2.5 inch
M.2 SSD Slots 2 Slots 2 Slots
M.2 Slots Compatibility M.2 NVMe 2280 M.2 NVMe 2280
Maximum Capacity 32T*2 8T*2 32T*4 8T*2
M.2 Slot Specs 2 * GEN3 X2 2 * GEN3 X2
RAID Mode JBOD / Basic / RAID0 / RAID1 JBOD / Basic / RAID0 / RAID1 / RAID5 / RAID6 / RAID10
RAM (Arbeitsspeicher)
RAM 8GB DDR4 8GB DDR4
Expandable RAM Slots 2 Slots 2 Slots
Memory Expansion Unterstützt Unterstützt
Maximum Expansion 64GB 64GB
System
System Drive 64GB eMMC 64GB eMMC
Operating System UGOS Pro UGOS Pro
System Edition original original
Overview & Connectivity (Konnektivität)
LAN Port 1 × 10GbE 2 × 10GbE
USB-A USB-A 3.2 Gen2 × 2


USB-A 2.0 × 2
USB-A 3.2 Gen2 × 2


USB-A 2.0 × 2
USB-C USB-C 3.2 Gen2 × 1 USB-C 3.2 Gen2 × 1
Thunderbolt 4 Nein Nein
HDMI 4K 60Hz 4K 60Hz
PCIE Expansion Nein Nein
SD Slot Nein SD 3.0
Power (Stromversorgung)
Voltage / Current DC12V / 10A DC19V / 7.9A
Power 120W 150W
Other (Sonstiges)
Buttons Power, Reset Power, Reset
Fan Size / /
Pallet Info 4 in 1 4 in 1

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Shokz OpenDots 2 im Test: Die nächste Generation der Open-Ears im Clip-On-Design

Shokz hat in dieser Woche zwei neue Open-Ear-Kopfhörer im Clip-On-Design vorgestellt: die OpenDots 2 als neues Flaggschiff und die OpenDots Air als Einstiegsmodell. Da ich schon die 1. Generation getestet habe, wollte ich mir für euch natürlich auch die OpenDots 2 einmal genauer anhören. Sie kosten mit 199 Euro im Übrigen genauso viel wie das Vorgängermodell im letzten Jahr.

Shokz hat sich also gegen eine Preiserhöhung entschieden. Technisch hat sich aber durchaus etwas getan. Waren die OpenDots One z. B. mit Bluetooth 5.3 unterwegs, so rüsten die OpenDots 2 auf Bluetooth 6.1 auf. Zudem hat man die Steuerung über die Oberflächen optimiert. Drucksensoren sollen verhindern, dass es zu Fehlbetätigungen kommt. Zudem hat man den Staub- und Spritzwasserschutz der Earbuds von IP54 auf IP57 verbessert. Die Akkulaufzeit ist hingegen mit rund 10 Stunden identisch geblieben.

Technische Eckdaten der OpenDots 2 im Vergleich mit den OpenDots Air

Feature OpenDots 2 OpenDots Air
Kategorie Open-Ear Clip-On Earbuds Open-Ear Clip-On Earbuds
Akustik-Technologie BassSphere 2.0 / MirrorPitch / DirectPitch BassSphere / DirectPitch
Audio-Optimierung Upgraded Dolby Audio
Mikrofon-Konfiguration 2× Air-Conduction 1× Bone-Conduction (pro Earbud) 2× Air-Conduction (pro Earbud)
Steuerung Force Sensor (Drucksensor) Force Sensor (Drucksensor)
Bluetooth-Version 6.1 6.1
Multipoint-Pairing Ja (2 Geräte) Ja (2 Geräte)
Akkulaufzeit (Musik) Bis zu 10h (40h inkl. Ladecase) Bis zu 9h (36h inkl. Ladecase)
Schnellladefunktion 5 Min. Laden = 2 Std. Musik 10 Min. Laden = 2 Std. Musik
Schutzklasse IP57 (Buds) / IP54 (Case) IP55 (Buds)
Gewicht pro Earbud 6,4 g 6,3 g

Laut dem Hersteller bieten die Shokz OpenDots 2 zudem verbessertes Dolby Audio. Grundsätzlich konnte aber auch schon das Vorgängermodell mit dieser Funktion aufwarten. Neu ist die Technik MirrorPitch, welche dafür sorgen soll, dass der Klang gezielter in euren Hörkanal geleitet wird. Ihr sollt dadurch verbesserten Klang genießen, euer direktes Umfeld soll weniger gestört werden. BassSphere 2.0 wiederum soll den Tieftonbereich aufwerten. Für Telefonate ist zudem das Knochenschall-Mikrofon neu, das für eine erhöhte Sprachverständlichkeit sorgen soll.

Ausstattung und Verarbeitung der Shokz OpenDots 2

Die Optik der OpenDots 2 hat Shokz dezent verfeinert. Schon das Case wirkt nun nicht mehr zweigeteilt, sondern setzt dezenter farbliche Akzente ein. Dies gilt exakt genauso für die Earbuds selbst. Nach dem Koppeln wartete im Übrigen direkt ein Firmware-Update.

Empfehlenswert ist auch die Verwendung des Equalizers. Entweder ihr wählt aus vorgefertigten Klangprofilen, passt den Equalizer manuell an oder führt einen kurzen Hörtest durch, um den Smart-EQ einzurichten. Dabei werden euch jeweils zwei Klangbeispiele angeboten und ihr müsst entscheiden, welches euch mehr zusagt. Das wiederholt ihr einige Male und erhaltet dann am Ende auf eure Auswahl abgestimmten Sound. Diesen Test könnt ihr natürlich jederzeit wiederholen.

Die Shokz OpenDots 2 ähneln im Aufbau sehr dem Vorgängermodell. So kombinieren sie für ihre Bügel eine flexible Legierung aus Nickel und Titan mit einem weichen Überzug aus Flüssigsilikon. Der Hersteller wirbt daher mit All-Day-Tragekomfort, wozu ich aber später noch mehr sage. Für den Sound sorgt dann ein 11,8-mm-Treiber. Ihr könnt im Übrigen dank Bluetooth Multipoint auch zwei Audioquellen parallel bereithalten, um blitzschnell zwischen diesen zu wechseln.

Die neue Force-Sensor-Steuerung hat dabei im Alltag ihre Vor- und Nachteile. Tatsächlich kommt es zu weniger Fehlbetätigungen. Dafür drückt ihr die OpenDots 2 leichter aus ihrer gewünschten Position. Ist also auch ein wenig Geschmackssache, was man da bevorzugt.

Praxistest

Genau wie das Vorgängermodell unterstützen auch die OpenDots 2 keine höherwertigen Bluetooth-Codecs wie aptX oder LDAC. Ihr müsst also mit SBC und AAC vorliebnehmen. Tatsächlich hat sich der Klang dennoch gegenüber dem Vorgängermodell, vor allem im Bassbereich, verbessert. Da steckt deutlich mehr Power dahinter bzw. zumindest hört man kräftigeren Sound. Generell habe ich den Sound als natürlicher empfunden, sodass die neuen Techniken MirrorPitch und BassSphere 2.0 offenbar Wirkung zeigen. Allerdings möchte ich auch betonen, dass der OpenFit Pro beim Klang dennoch überlegen bleibt. Letzterer bietet zudem sogar ANC. Das beherrschen die OpenDots 2 nicht.

Shokz vollmundige Versprechen über den All-Day-Tragekomfort kann ich, wie schon bei der 1. Generation, nicht unterschreiben. Ich nutze die OpenFit Pro ungelogen jeden Tag – sei es beim Joggen, beim Einkaufen oder auch zuhause für ein bequemes Telefonat. Mir ist es dabei schon passiert, dass ich vergessen habe, die Kopfhörer abzunehmen, weil ich sie manchmal gar nicht mehr wahrnehme. Die OpenDots 2 üben jedoch wegen ihres Clip-On-Designs einen leichten Druck auf das Ohr aus. Dadurch bemerke ich ihr Gewicht leichter und käme niemals in die Lage, sie komplett auszublenden. Nach einer Weile empfinde ich sie doch eher als störend.

Dolby Audio der nächsten Generation ist auch bei den OpenDots 2 mehr ein Marketing-Gimmick. Daran trifft dieses spezielle Modell aber keine Schuld. Es gibt eben einfach Grenzen dabei, bei Kopfhörern Raumklang per Software herbeizuschustern. Man könnte sagen, der Klang wird durch die Aktivierung etwas luftiger – wirkt aber auch unnatürlicher. Im Alltag würde ich persönlich diese Funktion jedenfalls nicht verwenden oder gar als Kaufargument sehen.

Aufpassen solltet ihr im Übrigen, wenn ihr die Shokz OpenDots 2 in ihr Ladecase bugsiert. Mir ist es im Testzeitraum ein- oder zweimal widerfahren, dass sie im Case nicht ausreichend auf den Ladekontakten saßen und daher mit meinem Smartphone verbunden geblieben sind. So wird es dann nichts mit der Aufladung. Man muss sie also beherzter andrücken als die meisten Geschwister- und Konkurrenzmodelle.

Telefonate klangen laut meinen Gesprächspartnern, gerade bei Straßenlärm, aufgrund des zusätzlichen Knochenschall-Mikrofons, tatsächlich deutlicher. Die angegebenen Akkulaufzeiten von Shokz kommen dabei gut hin, sind aber im Gegensatz zur Anrufqualität kein Sprung gegenüber dem Vorgängermodell.

Ich denke, das größte Kaufargument dürfte für einen wesentlichen Teil der Kundschaft das Design der OpenDots 2 sein. Die Open-Ears, die es euch erlauben, eure Umgebung beim Tragen weiter voll wahrzunehmen, wirken eher wie ein modisches Accessoire. Der Look ist durchaus ansprechend und ich kann diejenigen verstehen, die wegen des Clip-On-Designs auf dieses Modell schielen.

Mein Fazit

Die OpenDots 2 sind klanglich ein merklicher Sprung gegenüber der 1. Generation – insbesondere im Bassbereich. Allerdings hat sich der Tragekomfort nicht verbessert, sodass ich persönlich die OpenFit-Modelle jederzeit bevorzugen würde. Diese liegen dann auch klanglich immer noch vorne, auch wenn sich die OpenDots 2 in die richtige Richtung bewegen. Dolby Audio bleibt dabei ein reines Marketing-Argument. Gerne habe ich aber den Smart-EQ zur Optimierung meines persönlichen Klangprofils genutzt.

Der große Reiz der OpenDots 2 von Shokz dürfte in ihrem Clip-On-Design liegen. Das erinnert an Modeaccessoires, was die Zielgruppe ansprechen sollte. Tragekomfort und Klang sind also bei den OpenFit Pro z. B. klar überlegen, doch im Look dürfte mancher die OpenDots 2 sicherlich vorziehen. Es kommt also darauf an, worauf ihr den Fokus legt. Die Shokz OpenDots 2 sind seit dieser Woche für 199 Euro zu haben.

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