
Apple bereitet den Start von Werbeanzeigen in Apple Maps vor, geht dabei aber einen deutlich strengeren Weg als der Konkurrent Google. Obwohl noch kein konkretes Startdatum feststeht, angekündigt ist der Start in den USA und Kanada vage für diesen Sommer, hat Apple nun die offiziellen Richtlinien für Werbetreibende veröffentlicht (via TechCrunch). Diese zeigen, dass Apple auf ein stark kuratiertes Werbeumfeld setzt.
Die wohl auffälligste Einschränkung: Lokale Dienstleister und Handwerker aus dem Heimbereich sind komplett von der Werbung auf Apple Maps ausgeschlossen. Dazu gehören unter anderem Klempner, Elektriker, Schlüsseldienste, Dachdecker, Schädlingsbekämpfer oder Klimatechniker. Damit unterscheidet sich Apple drastisch von Google, wo genau diese Dienstleistungen wohl zu den umsatzstärksten Kategorien bei den lokalen Suchanzeigen gehören.
Apple scheint sich stattdessen darauf zu konzentrieren, nur Werbung für Orte zuzulassen, die Kunden auch tatsächlich physisch besuchen können. Neben Handwerkern sind auch Krypto-Geldautomaten und Kautionsbüros (falls ihr mal eine Person aus dem Knast auslösen wollt, just USA-things) von der Werbung ausgeschlossen. Anzeigen für medizinische Dienstleistungen werden zudem sehr streng im Einzelfall geprüft. Dieser Schritt dürfte Apple im Vergleich zu Google auch einiges an administrativem Aufwand ersparen, da gerade im Handwerkerbereich oft aufwendige Verifizierungen und Audits nötig sind, um Betrug zu verhindern.
Auch bei der Darstellung im Alltag geht Apple einen eigenen Weg: Es soll jeweils nur eine einzige Anzeige in den Suchergebnissen der Karten-App ausgespielt werden. Diese gesponserten Orte werden für Nutzer durch einen kleinen blauen Kreis um die Stecknadel auf der Karte und ein entsprechendes Label in den Suchvorschlägen gekennzeichnet. Zudem verspricht Apple beim Datenschutz eine On-Device-Lösung: Daten darüber, mit welchen Anzeigen Nutzer interagieren, verbleiben auf dem Gerät und werden weder von Apple erfasst noch an Dritte weitergegeben.
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