RevPDF 4.0 veröffentlicht: Kostenloser PDF-Editor für Windows, Linux und den Mac




Wer am Rechner mit PDF-Dateien arbeitet, landet oft bei  Abos oder lädt sensible Dokumente bei irgendwelchen Web-Diensten hoch. Das muss nicht sein, wie der Entwickler von RevPDF mit der neuen Version 4.0 zeigt. Die Open-Source-Software bleibt am Desktop komplett kostenlos und verarbeitet sämtliche Daten lokal auf dem Rechner, ohne Umweg über eine Cloud oder eine notwendige Registrierung. Das Herzstück des Updates ist die runderneuerte Benutzeroberfläche, die sich nun deutlich besser in das System einfügen soll. Wer sich unter der App so gar nichts vorstellen kann, der schaut in meine Vorstellung rein.

Technisch hat sich unter der Haube einiges getan. Die App beherrscht inzwischen Texterkennung mittels OCR, womit sich gescannte Dokumente durchsuchbar machen lassen. Wer viele Dateien gleichzeitig bearbeiten muss, kann auf die neuen Batch-Operationen zurückgreifen. Auch das Entfernen von Passwörtern oder grundlegende Bearbeitungsfunktionen sind direkt integriert. Wichtig zu wissen: Es gibt auch mobile Counterparts, die kosten aber, im Gegensatz zur Desktop-Version. Die neue Version bekommt ihr hier. Alternativtipp für macOS und iOS: die PDF Toolbox.

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Windows-Marktanteile: Version 11 enteilt der Konkurrenz

Es gibt mal wieder frische Zahlen von StatCounter zu den weltweiten Marktanteilen der Desktop-Betriebssysteme. Wir werfen einen kurzen Blick auf den Stand der Dinge im April 2026. Spoiler: Große Überraschungen bleiben aus, aber innerhalb der Windows-Welt hat sich das Blatt mittlerweile sehr deutlich gewendet.

Wenig verwunderlich: Microsoft gibt generell weiterhin den Ton an. Wenn man sich die weltweite Verteilung der Desktop-Betriebssysteme ansieht, zeigt sich folgendes Bild: Windows bleibt der unangefochtene Spitzenreiter mit 63,66 %. Ein interessanter Ausreißer ist die Kategorie Unknown, denn satte 19,28 % können nicht genau zugeordnet werden. Meistens verbergen sich dahinter verschleierte User-Agents, Bots oder Systeme mit strikten Privacy-Einstellungen.

Apple ist bei StatCounter klassischerweise etwas gesplittet gelistet. Nimmt man OS X mit 8,19 % und macOS mit 4,37 % zusammen, kommt Apple auf rund 12,5 % Marktanteil. Linux und Chrome OS bleiben mit 2,99 % für Linux und 1,51 % für Chrome OS im Nischenbereich, auch wenn gerade Linux gefühlt in der Wahrnehmung vieler Power-User eine größere Rolle spielt.

Spannender wird es, wenn wir die Lupe auf die Windows-Nutzer legen. Hier hat sich der Wechsel vollzogen, den Microsoft sich eigentlich schon lange gewünscht hat. Windows 10 ist definitiv auf dem absteigenden Ast. Windows 11 dominiert das Feld inzwischen absolut eindeutig mit 70,35 %. Hardware-Upgrades und der Lebenszyklus von Windows 10 tun hier ihr Übriges. Windows 10 hält sich noch auf Platz 2 mit 28,47 %. Das dürften vor allem Firmennetzwerke sein, die Update-Zyklen hinauszögern, Menschen, die keinen Bock auf Windows 11 haben, oder eben Rechner, die an den strengen Hardware-Anforderungen von Windows 11 scheitern.

Es gibt aber auch noch die Dinosaurier, also die Hartgesottenen, die sich einfach nicht trennen können. Windows 7 kommt noch auf 0,84 % und sogar das steinalte Windows XP funkt noch mit 0,2 % in die Statistik. Wilde Zeiten, angesichts der Sicherheitsrisiken, die man sich damit ans Bein bindet. Windows 8 und 8.1 sind mit 0,03 % bzw. 0,09 % quasi komplett in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Soweit der kleine Ausflug in die Statistik. Wie sieht die Verteilung bei euch zu Hause oder auf der Arbeit aus? Seid ihr schon alle auf Windows 11, klebt ihr an Windows 10 oder seid ihr sowieso komplett im Mac- oder Linux-Lager unterwegs?

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Unraid OS 7.2.5 bringt wichtige Sicherheitspatches und Fehlerbehebungen

Die Entwickler von Unraid haben Version 7.2.5 veröffentlicht, und dieses Mal sollte man das Update nicht auf die ganz lange Bank schieben. Es geht nämlich um Sicherheitslücken im WebGUI, ein Docker-Update auf Version 29 mit wichtigen runc-Fixes und eine ganze Reihe von Patches für curl, GnuTLS, OpenSSL, libpng, xorg-server und den Linux-Kernel.

Das WebGUI hatte drei Sicherheitsprobleme, die zwar eine aktive Login-Session voraussetzten, aber trotzdem gefixt werden mussten. Dazu kommt ein Kernel-Update auf Version 6.12.85-Unraid, das zwei Schwachstellen behebt.

Docker macht den Sprung von Version 27.5.1 auf 29.3.1. Aber Achtung, hier gibt es einen Breaking Change: Docker Engine 28 hat die Art und Weise geändert, wie MAC-Adressen für Bridge- und Macvlan-Netzwerk-Endpoints vergeben werden. Container können jetzt bei jedem Neustart eine neue, dynamisch generierte MAC-Adresse bekommen. Wer also DHCP-Reservierungen, Router- oder Firewall-Regeln, Switch-ACLs oder Monitoring auf feste MAC-Adressen angewiesen hat, muss nach dem Update mal nachschauen.

Die gute Nachricht: Unraid 7.2.5 führt ein optionales MAC-Adresse-Feld in Docker-Templates ein. Wenn man dort einen Wert einträgt, bleibt der über Docker-Neustarts, komplette Host-Reboots, Container-Recreates und sogar Delete-Re-Add-Zyklen hinweg erhalten. Das funktioniert für Bridge, Custom Macvlan/IPvlan, WireGuard und benutzerdefinierte Docker-Netzwerke. Lest euch da gegebenenfalls mal ein, das Changelog ist entsprechend lang.

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Ubuntu und die künstliche Intelligenz: So sieht die Zukunft aus




Bei Canonical macht man sich derzeit intensiv Gedanken darüber, wie künstliche Intelligenz künftig in Ubuntu einfließen soll. Das Ziel sei eine Integration mit Sinn und Verstand, die sich an Open-Source-Werten orientiert. Dabei setzt das Team vor allem auf Modelle mit lokaler Ausführung, anstatt alles blind in die Cloud zu schieben.

Intern experimentieren die Entwickler bereits ausgiebig. Es geht nicht darum, Quoten für KI-generierten Code zu erfüllen, sondern herauszufinden, wo die Werkzeuge wirklich helfen. Besonders bei monotonen Aufgaben oder beim Prototyping spielen die Tools ihre Stärken aus. Die Befürchtung, dass KI Arbeitsplätze ersetzt, teilt man bei Canonical nicht. Vielmehr werden diejenigen profitieren, die diese Werkzeuge sicher beherrschen.

Die geplanten Funktionen für Ubuntu lassen sich in zwei Kategorien unterteilen. Unter impliziter KI versteht man die Verbesserung bestehender Systemfunktionen, ohne dass der Nutzer sein Verhalten ändern muss. Ein Beispiel ist die Aufwertung der Barrierefreiheit durch bessere Sprache-zu-Text-Lösungen. Explizite KI-Funktionen hingegen sind direkt als solche erkennbar. Das können Agenten sein, die Dokumente erstellen, tägliche Zusammenfassungen liefern oder bei der Fehlersuche im System helfen.

Ein Baustein sind die sogenannten Inference Snaps. Diese Pakete sollen den Zugriff auf lokale Sprachmodelle vereinfachen, da sie bereits für die jeweilige Hardware optimiert sind. Anstatt sich mit verschiedenen Tools und Quantisierungen herumzuschlagen, reicht eine einfache Installation via Snap. Das sorgt zudem für Sicherheit, da diese Anwendungen in einer isolierten Umgebung laufen. Aktuelle Modelle wie Gemma 4 oder Qwen-3.6-35B-A3B zeigen bereits, dass sie fähig genug sind, um komplexe Aufgaben wie API-Abrufe oder Dateisystem-Interaktionen zu übernehmen.

Langfristig soll Ubuntu kontextbewusster werden. Das Betriebssystem könnte Administratoren unter euch dabei helfen, Logs zu analysieren oder Wartungsaufgaben unter Berücksichtigung bestehender Sicherheitsregeln auszuführen. Auch auf dem Desktop wäre es denkbar, Probleme mit der WLAN-Verbindung per Chat-Befehl zu lösen oder komplexe Server-Strukturen automatisiert aufzusetzen. Da die Hardwarehersteller immer leistungsfähigere Chips für KI-Berechnungen in Endgeräte verbauen, wird die lokale Ausführung effizienter und für mehr Menschen zugänglich. Ubuntu soll kein reines KI-Produkt werden, aber die Technik nutzen, um das System leistungsfähiger und zugänglicher zu machen. Wer das Ganze nachlesen möchte, findet den Beitrag hier.

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BleachBit 6.0.0: Großes Update für den quelloffenen Systemputzer




Wer seinen Rechner abseits von Bordmitteln sauber halten oder entschlacken möchte, kommt irgendwann bei BleachBit vorbei. Das Open-Source-Werkzeug ist für viele die erste Wahl. Vorgestellt hatte ich es in den letzten Jahren bei großen Neuerungen immer wieder mal. Jetzt hat der Entwickler 6.0.0 veröffentlicht, die einen ordentlichen Schwung an Neuerungen mitbringt. Wer viel im Netz unterwegs ist, darf sich über den neuen Cookie-Manager freuen. Damit lässt sich endlich gezielt festlegen, welche Cookies in Browsern auf Chromium-Basis oder in Firefox erhalten bleiben sollen, während der Rest im digitalen Schredder landet. Wo wir gerade bei Browsern sind: Vivaldi und Zen werden nun ebenfalls offiziell unterstützt. Die Reinigungstiefe bei Chrome und Firefox wurde zudem erhöht, sodass nun auch Shader-Caches, Benachrichtigungsdaten oder Favicons erfasst werden. Wer die Browser unter Linux als Snap oder Flatpak nutzt, profitiert von einer verbesserten Cache-Behandlung.

Die Benutzeroberfläche hat ebenfalls etwas Liebe erhalten. Es gibt jetzt einen Expertenmodus, der fortgeschrittene Funktionen hinter einer kleinen Hürde versteckt, damit Einsteiger nicht versehentlich wichtige Daten löschen. Warnungen lassen sich nun dauerhaft unterdrücken, und im Hauptfenster können Dateipfade einfach per Tastenkombination aus der Zwischenablage eingefügt werden, um sie sicher zu löschen. Das Programm unterscheidet optisch zudem besser zwischen eigenen Pfaden und der Ausnahmeliste.

Unter der Haube hat sich bei der Windows-Version ebenfalls etwas getan. Der Installer liegt nun komplett auf Deutsch vor und nutzt moderne Sicherheitszertifikate. BleachBit 6.0.0 reinigt jetzt auch Spuren von LibreOffice 4 und erkennt Anwendungen, die ihren Installationspfad in der Windows-Registry hinterlegt haben. Ein wichtiger Fehler in Bezug auf den Papierkorb wurde behoben, durch den unter Umständen Daten über Verknüpfungen verloren gehen konnten. Zudem wurde der Wechsel zwischen verschiedenen Benutzerprofilen vereinfacht und die Geschwindigkeit beim Überschreiben von Dateien mit Administratorrechten verbessert. Wer die neue Version ausprobieren möchte, findet die Downloads wie gewohnt auf der Projektseite.

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