PeaZip 11: Frische Version bringt mehr Tempo und ein paar Komfortfunktionen

Lange her: Vor fast 19 Jahren berichtete ich erstmals über PeaZip, damals eine schickere Alternative mit Dateimanager-Flair zum Packer 7Zip, aber eben darauf aufbauend. PeaZip ist nun in Version 11.0.0 erschienen (und seit langem auch für macOS und Linux zu haben, neben Windows) und bringt vor allem Optimierungen unter der Haube, da kann man ja eigentlich nicht mehr soooo viel dran machen. Die Entwickler setzen jetzt auf 7z/p7zip 26.00 und Pea 1.30 als Backend, das ist die Basis für die eigentliche Archivarbeit.

Im Bereich Code hat sich einiges getan. Die Einstellungen für die Browser-Optimierungsstufen wurden überarbeitet, damit das Programm mit verschiedenen Archivtypen und großen Archiven flotter und gleichmäßiger arbeitet. Die Berechnung der Ordnerinhalte in Archiven hängt jetzt besser an diesen Optimierungsstufen, das soll lange Wartezeiten bei vielen Dateien reduzieren. Auch die Voranalyse der Archive, also die Prüfung des Inhaltsverzeichnisses, wurde überarbeitet.

Gerade bei großen Archiven mit vielen Einträgen wird der Schritt laut Changelog deutlich schneller abgewickelt. Die Darstellung der Archivstruktur im Baum wurde ebenfalls beschleunigt und ebenfalls an die Optimierungsstufen gekoppelt. Daneben gibt es eine Reihe von Fehlerkorrekturen, etwa bei der Passwortabfrage für verschlüsselte ARC-Archive, bei Icons von Lesezeichen, Verlauf und Tabs, der Aktualisierung der Brotkrumen-Navigation und der Übersetzung spezieller Ordnernamen in Lesezeichen. Außerdem verhindert PeaZip nun mehrere automatische Öffnen-Vorgänge bei komprimierten tar-Archiven, bis das Archiv geschlossen und neu geöffnet wurde. Das Changelog ist wesentlich länger, aber das schaut ihr euch bei Interesse selbst an. Keine Neuerfindung, eher ein Verbessern von Bestehendem.

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CompressO 3.0: Kostenlose Bild- und Video-Kompression (Windows, Linux und macOS)

CompressO dürfte für einige Nutzer interessant sein, die mal eben flott Medien komprimieren wollen und kein Abo oder teure Suite wollen. Die App ist kostenlos und Open Source. Mit Version 3.0 liefert der Entwickler das Feature nach, das seit Längerem nachgefragt wurde, die Bildkompression. Neben Videos lassen sich jetzt auch JPEG, PNG, WebP und GIF komprimieren, inklusive Reglern für die Qualität. Während der Kompression kann direkt die Auflösung angepasst werden, wer also eh nur eine kleinere Version für Mail oder Web braucht, erledigt das gleich im gleichen Rutsch.

Die App bringt einfache Bildbearbeitung mit, etwa Zuschneiden, Drehen und Spiegeln. Das ersetzt keine große Bildbearbeitung, reicht aber für schnelle Anpassungen, bevor die Dateien weitergegeben werden. Praktisch ist auch die Detailansicht, die Infos wie Abmessungen, Format und EXIF-Daten anzeigt, was für Kamera und Handyfotos relevant ist. Das Komprimieren klappt übrigens auch mit mehreren Dateien.

Für Videos gibt es weiterhin Konvertierung in GIF, komplette Clips oder nur Ausschnitte. Das eignet sich für kurze Ausschnitte, die in Chats oder auf Webseiten landen sollen, auch wenn GIF technisch nicht der modernste Standard ist.

Wie erwähnt: CompressO 3.0 ist komplett kostenlos, der Quellcode liegt auf GitHub, Downloads für Windows, macOS und Linux gibt es dort. Wer eine schlanke Lösung für Medienkompression auf dem Mac sucht und Open Source nicht abgeneigt ist, kann sich das Projekt anschauen. Für mich selbst wäre es nichts, ich bleibe weiterhin auf dem Mac bei eigenen Scripten, alternativ natürlich Tools, auf die man schon ewig bauen kann, z. B. ImageOptim, Handbrake und und und.

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Windows 11: Microsoft arbeitet an Feature-Flags direkt in den Einstellungen




In aktuellen Insider-Builds von Windows 11 tauchen erste Hinweise auf eine neue Seite in den Einstellungen auf, über die sich Feature-Flags direkt schalten lassen. Gemeint ist damit eine zentrale Stelle, an der neue Funktionen ein- und ausgeknipst werden können, ohne den Umweg über Tools wie Vivetool.

Die Idee ist recht simpel. Statt dass Microsoft Funktionen still im Hintergrund aktiviert oder deaktiviert oder dass sich Nutzer über versteckte Schalter und externe Tools behelfen, landen diese Optionen direkt in den Windows-Einstellungen im Insider-Bereich. Wer experimentelle Features testen will, schaltet sie dort an, wer Ruhe haben möchte, nimmt Häkchen wieder raus. Das würde gerade Power-Usern einiges an Gefrickel ersparen. Mal schauen, was da noch alles im Insider-Programm passiert.

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RapidRAW: RAW-Bearbeitung unter Windows, macOS und Linux

RapidRAW ist ein frischer Wind in der Welt der RAW-Bildbearbeitung. Mit 20 MB ist die Software leicht und bietet eine GPU-beschleunigte, nicht-destruktive Bearbeitung, die laut Entwickler schnelles Echtzeit-Feedback ermöglicht. Die Benutzeroberfläche ist einfach strukturiert und ermöglicht eine einfache Verwaltung der gesamten Fotosammlung.

Die Software bietet eine Vielzahl von Funktionen, darunter KI-gestützte Maskenerstellung für Motive, Himmel und Vordergrund. Nutzer können ihre Lieblingslooks speichern und diese auf beliebige Fotos anwenden. Alle Anpassungen werden in einer Sidecar-Datei gespeichert, sodass die Originalbilder unberührt bleiben. Batch-Bearbeitung spart Zeit, und die Möglichkeit, Objekte zu entfernen oder neue Elemente mit Textaufforderungen hinzuzufügen, erweitert die kreativen Möglichkeiten.

RapidRAW ist plattformübergreifend und richtet sich laut des Entwicklers an Fotografen, die Wert auf Geschwindigkeit und eine benutzerfreundliche Oberfläche legen. Die Software befindet sich noch in der Entwicklung, was bedeutet, dass gelegentlich Bugs auftreten können.

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Geekom A5 Pro im Test: Kompakter Alltagsrechner für den Schreibtisch

Ich habe mir in den vergangenen Tagen den kleinen Mini PC von Geekom, den A5 Pro mal genauer anschauen dürfen. Das Gerät positioniert sich in der Preisklasse um 600 Euro und richtet sich an Nutzer, die einen unauffälligen Rechner für das heimische Arbeitszimmer oder den Büroalltag suchen.

Das Ding ist noch einmal auffallend kleiner als mein letzter Beelink-Mini-PC und die sind schon lütt. Der Hersteller gibt die Abmessungen mit 112 mal 112 mal 37 Millimetern an. Damit nimmt der Computer auf der Tischplatte kaum mehr Platz ein als ein Kaffeebecher. Das Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt. Die Verarbeitungsqualität macht bei genauerer Betrachtung einen soliden Eindruck. Spaltmaße sind gleichmäßig, auf unsaubere Kanten trifft man nicht. Wer den Rechner gar nicht auf dem Tisch stehen haben möchte, kann die mitgelieferte VESA-Halterung nutzen. Damit lässt sich der Computer an der Rückseite eines kompatiblen Monitors verschrauben. So verschwindet die Technik komplett aus dem Blickfeld.

Unter der Haube verrichtet ein Prozessor von AMD seinen Dienst. Konkret kommt der Ryzen 5 7530U zum Einsatz. Dieser Chip ist mit sechs physischen Kernen ausgestattet und kann zwölf Threads parallel abarbeiten. Der Basistakt liegt in einem moderaten Bereich, bei Bedarf taktet die CPU jedoch auf bis zu 4,5 Gigahertz hoch. Solche Spezifikationen reichen für alle gängigen Routineaufgaben aus. AMD gibt für den Prozessor einen Stromverbrauch von 15 Watt an. Für die grafische Darstellung ist eine in den Hauptprozessor integrierte Radeon-Grafikeinheit zuständig. Dem Chip stehen in der mir vorliegenden Variante 16 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Als lokaler Datenspeicher ist eine SSD mit einem Terabyte Kapazität verbaut. Ab Werk ist Windows 11 Pro als Betriebssystem installiert, laut Angaben des Herstellers wird Linux offiziell unterstützt.

Direkt über den Hersteller kostet der Geekom A5 Pro (2026 Edition) aktuell 619 Euro. Über den Code „CS5PRO7P“ erhaltet ihr allerdings 12 % Rabatt. Falls ihr lieber via Amazon.de zuschlagen wollt, dann ist auch das möglich – auch dort könnt ihr den erwähnten Code einsetzen. Der Rabatt kann bis 31. Mai 2026 in Anspruch genommen werden.

In der Praxis zeigt die genannte Hardwarekombination, wofür sie konzipiert wurde. Wer klassische Bürosoftware nutzt, dutzende Tabs im Browser geöffnet hält und regelmäßig an Videokonferenzen teilnimmt, wird von der Leistung nicht enttäuscht. Das System reagiert zügig auf Eingaben und lässt sich bei solchen Aufgaben nicht aus der Ruhe bringen. Man merkt im Arbeitsablauf keinen Unterschied zu einem großen Desktop-Rechner.

Geekom hat bei diesem Modell versucht, einen guten Mittelweg für die sonst oft recht begrenzten Anschlüsse an einem Mini PC zu finden. An der Vorderseite und Rückseite befinden sich insgesamt sechs USB-Ports. Drei davon arbeiten mit dem Standard USB 3.2 Gen 2 und sind im klassischen Typ-A-Format gehalten. Zwei weitere Ports nutzen denselben Standard, allerdings als Typ-C. Zusätzlich existiert ein USB-2.0-Anschluss. Dieser langsamere Port eignet sich, um den Empfänger einer drahtlosen Maus oder Tastatur einzustecken, da diese Peripheriegeräte keine hohen Datenraten benötigen. Für den Anschluss von Bildschirmen sind zwei HDMI-2.0-Schnittstellen integriert. Nutzt man diese zusammen mit den Typ-C-Ports, lassen sich laut Spezifikationen bis zu vier Monitore mit 4K-Auflösung gleichzeitig ansteuern. Ergänzt wird das Ganze durch einen Leseschlitz für SD-Karten, eine 3,5-Millimeter-Audiobuchse und einen Netzwerkanschluss, der Datenraten von 2,5 Gigabit pro Sekunde unterstützen soll.

Für die Benchmark-Enthusiasten

Geekbench CPU

Geekbench GPU

Cinebench

Neben der kabelgebundenen Netzwerkanbindung verfügt das Gerät über Funkmodule für drahtlose Verbindungen. Unterstützt werden Wi-Fi 6 sowie Bluetooth 5.2. In der Testumgebung arbeiteten die Verbindungen allesamt stabil. Es traten keine unerwarteten Verbindungsabbrüche oder dergleichen auf.

Beim A5 Pro kommt ein Kühlsystem zum Einsatz, das vom Hersteller als IceBlast-3.0 bezeichnet wird. Gemäß den offiziellen Spezifikationen soll der Geräuschpegel im Betrieb unter der Marke von 30 Dezibel bleiben. Im Testbetrieb bestätigte sich dieser Eindruck. Der verbaute Lüfter agiert echt leise – nicht unhörbar, und erzeugt bei Büroarbeiten lediglich ein leises Rauschen.

Der eingesetzte Prozessor ist auf Effizienz getrimmt und verfügt nicht über die architektonischen Reserven einer Workstation-CPU. Sobald Aufgaben anstehen, die massive Rechenleistung erfordern, zeigt das System dann auch seine Schwächen. Das gilt vor allem für die integrierte Grafikeinheit. Wer hochauflösende Videos schneiden möchte oder komplexe 3D-Modelle rendert, wird mit langen Wartezeiten konfrontiert. Gaming habe ich außer Genshin Impact gar nicht weiter ausprobiert, das muss man beim Blick auf die Specs aber auch nicht. Die Hardware ist schlichtweg nicht dafür konzipiert, aktuelle Spiele mit realistischer Grafik flüssig darzustellen. Gelegentliches Spielen von älteren Titeln oder weniger anspruchsvollen Spielen ist im Bereich des Möglichen, sofern man die Detailstufe reduziert. Wer ernsthaft am Rechner spielen möchte, muss nach Systemen Ausschau halten, die eine dedizierte Grafikkarte besitzen.

Wer einen älteren Rechner in Rente schicken möchte und seinen Computer primär für Textverarbeitung, E-Mails, Tabellen und das Surfen im Web nutzt, erhält ein passendes System. Die Verarbeitung des Gehäuses ist einwandfrei, die Arbeitsgeschwindigkeit für normales Arbeiten ausreichend und das Schnittstellenangebot durchdacht. Erfreulich ist die geringe Lautstärke im laufenden Betrieb. Man muss sich im Klaren darüber sein, dass diese Geräteklasse nicht für rechenintensive Hobbys oder anspruchsvolles Gaming ausgelegt ist. Wer diese Rahmenbedingungen akzeptiert, findet in dem kleinen Kasten einen verlässlichen Begleiter für den digitalen Alltag.

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