Vodafone tauscht 400.000 alte GigaTV-Receiver aus

Vodafone räumt bei der Hardware auf und schickt die alte Garde der Empfangsgeräte in den Ruhestand. Im Rahmen der Fachmesse ANGACOM sickerte durch, dass der Anbieter bis Ende 2027 rund 400.000 ältere Kisten aus dem Verkehr ziehen will. Betroffen sind unter anderem die GigaTV.Net, die Giga Cable Box 1 sowie die Horizon-Boxen. Diese werden schrittweise gegen die aktuelle GigaTV Home ersetzt, die sowohl am Kabelanschluss als auch per Internet funktioniert. Das Ziel ist eine einheitliche Plattform für Live-TV, Mediatheken und Streaming-Dienste.

Zusätzlich gibt es Neuigkeiten für die Sound-Variante der Box. Ab Mitte Juni soll es kompakte, kabellose Zusatzlautsprecher geben, die mit der GigaTV Home Sound gekoppelt werden. Das System unterstützt Dolby Atmos und wurde in Zusammenarbeit mit den Akustikern von Bang & Olufsen abgestimmt. Damit will Vodafone den Klang im Wohnzimmer aufbohren, da die Lautsprecher das bereits in der Box integrierte Soundsystem ergänzen.

Wer neu einsteigt, zahlt für die GigaTV Home in den ersten sechs Monaten der zweijährigen Mindestlaufzeit 9,99 Euro monatlich. Im Paket sind standardmäßig 82 SD-Sender und 57 HD-Kanäle enthalten. Weitere Inhalte lassen sich wie gewohnt über Pay-TV-Optionen dazu buchen. Bestandskunden mit veralteter Hardware müssen selbst erst einmal nicht aktiv werden, der Austausch erfolgt nach und nach durch den Anbieter.

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UniFi Network 10.4 ist da: Das steckt drin

Der Netzwerkspezialist Ubiquiti hat mit UniFi Network 10.4 die neuste Version seiner Netzwerklösung vorgestellt. Diese bringt vor allem Verbesserungen in den Bereichen Routing, Ausfallsicherheit sowie VPN-Konnektivität.

UniFi Network wird um Routing-Funktionen der Enterprise-Klasse erweitert und unterstützt jetzt eBGP in der Routing-Tabelle für ISP-Peering für komplexere Netzwerkarchitekturen.

Ausgebaut wird zudem die IPv6-Unterstützung. Neu ist eine automatische ISP-Dual-Stack-Erkennung und WireGuard-VPN über IPv6 wird ausgebaut. UniFi Teleport VPN soll jetzt auch für Nutzer mit geteilter IPv4-Adresse (hinter CG-NAT) funktionieren.

Die Time-Machine-Funktion aus Version 10.3 wird jetzt direkt in der Infrastruktur-Topologie integriert. Über die UniFi-Oberfläche kann man jetzt auf die vollständige 5G-Funk-Telemetrie zugreifen. Dies lässt die Mobilfunkleistung im Zeitverlauf, einschließlich 4G- und 5G-Signale, überwachen.

Für Nutzer einer USV lassen sich die Batterieschwellenwerte einstellen, um Systeme besser vor kurzen Stromausfällen zu schützen.

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Google I/O 2026: Universeller Einkaufswagen bringt KI in den E-Commerce

Auf der Google I/O 2026 hat Google einige Ankündigungen rund um den Online-Handel gemacht, die zeigen, in welche Richtung das Unternehmen den E-Commerce treiben will. Der Kern davon: ein sogenannter Universeller Einkaufswagen, der quer durch Googles eigene Dienste funktionieren soll, von der Websuche über YouTube und Gmail bis hin zur Gemini-App.

Wer ein Produkt in diesen Warenkorb legt, bekommt automatisch Preisänderungen gemeldet, wird informiert, wenn vergriffene Artikel wieder verfügbar sind, und das System sucht aktiv nach laufenden Angeboten. Klingt nach einem smarten Preisalarm, ist aber mehr: Wer PC-Komponenten von verschiedenen Händlern sammelt, soll per Gemini-KI direkt auf Kompatibilitätsprobleme hingewiesen werden – mit Alternativvorschlägen, falls etwas nicht zusammenpasst. Kundenkarten und Treueprogramme aus Google Wallet werden ebenfalls eingebunden, um Rabatte direkt anzuwenden.

Der Bezahlvorgang selbst läuft entweder direkt über Google Pay ab – bei Partnern wie Shopify, Walmart oder Nike – oder leitet zur jeweiligen Händlerseite weiter. Rechtlich bleibt der Händler der Verkäufer, das betont Google ausdrücklich.

Damit das Ganze plattformübergreifend funktioniert, setzt Google auf ein neues offenes Protokoll namens Universal Commerce Protocol, kurz UCP. Es soll als gemeinsame technische Basis zwischen verschiedenen Shop-Systemen dienen. Nach dem Start in den USA wird die Bezahlfunktion jetzt auf Kanada und Australien ausgeweitet, Großbritannien soll noch in diesem Jahr folgen. Mittelfristig will Google das Protokoll auch für Hotelbuchungen und Essensbestellungen öffnen.

Für Szenarien, in denen KI-Assistenten künftig eigenständig einkaufen, hat Google zusätzlich das sogenannte Agentic Commerce Protocol AP2 vorgestellt. Wer nicht will, dass ein KI-Agent einfach loskauft, kann vorab Budgets, Markenvorlieben oder andere Kriterien festlegen. Das Protokoll gibt nur die Daten weiter, die für eine Transaktion wirklich gebraucht werden – nicht mehr.

Außerdem werden Käufe durch digitale, fälschungssichere Vollmachten dokumentiert, was unter anderem Rückgaben erleichtern soll. Die ersten AP2-Funktionen sollen in Gemini Spark starten. Der Universelle Einkaufswagen kommt im Sommer 2026 zuerst in die US-amerikanische Google-Suche und die Gemini App. YouTube und Gmail sollen später folgen. Wann Europa und Deutschland dran sind, hat Google bislang offen gelassen. Kennt ihr ja.

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Echt oder KI: Google weitet digitale Wasserzeichen aus

Google bohrt die Werkzeuge zur Kennzeichnung von KI-Inhalten auf. Der Konzern weitet seine Transparenzfunktionen auf die Suche, Gemini, Chrome und die Pixel-Smartphones aus. Im Kern geht es darum, dass Nutzer einfacher erkennen, ob ein Bild, ein Video oder eine Tonaufnahme durch künstliche Intelligenz entstanden ist oder nachträglich bearbeitet wurde.

Google nutzt dafür vor allem zwei Techniken. Einerseits kommt SynthID zum Einsatz, ein digitales Wasserzeichen, das für das menschliche Auge unsichtbar bleibt. Laut Google wurden damit bereits über 100 Milliarden Bilder und Videos sowie Audiospuren mit einer Gesamtlänge von 60.000 Jahren markiert. Andererseits setzt man auf den Industriestandard C2PA. Die sogenannten Content Credentials zeigen den Ursprung und die Bearbeitungshistorie einer Datei an. Das Pixel 10 war das erste Gerät, das diese Informationen direkt bei der Aufnahme speicherte. In den nächsten Wochen folgt diese Funktion für Videos auch auf dem Pixel 8 und Pixel 9.

In der Gemini-App sowie in der Google-Suche lassen sich Bilder per Lens oder Circle to Search prüfen. Wer im Chrome-Browser unterwegs ist, kann Gemini einfach fragen, ob ein Bild mit KI erstellt wurde. Diese Überprüfung via SynthID landet bald auch in Chrome, während die Auswertung von C2PA-Daten in der Suche und im Browser in den kommenden Monaten startet. Nutzer sollen nicht nur wissen, ob eine KI am Werk war, sondern auch sehen, wenn ein Foto ein echtes, unbearbeitetes Original aus einer Kamera ist.

Damit das Ganze im Netz funktioniert, braucht es Partner. OpenAI, Kakao und ElevenLabs integrieren SynthID in ihre eigenen Modelle. Sogar Meta zieht mit. Wer ein Foto mit einem Pixel-Smartphone schießt, dessen Echtheit durch Content Credentials belegt ist, bekommt dies bald auch auf Instagram durch ein entsprechendes Label angezeigt. Für Firmenkunden bringt Google zudem eine neue Schnittstelle auf der Cloud-Plattform an den Start, mit der Unternehmen KI-Inhalte automatisiert erkennen können, um etwa Fake-News zu entlarven oder Versicherungsbetrug zu verhindern. Am Ende bleibt es ein Katz-und-Maus-Spiel, aber Google drückt hier beim Thema Kennzeichnung ordentlich aufs Tempo.

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Google spendiert der Suche ein KI-Upgrade

Google bohrt die Suche massiv auf und bringt Gemini 3.5 Flash als neuen Standard in den KI-Modus. Das Modell soll weltweit für alle Nutzer bereitstehen und deutlich flotter agieren. Auffälligste Neuerung im Browser ist das Suchfeld, das Google nach über 25 Jahren grundlegend umgestaltet hat. Das Feld passt sich nun dynamisch an, bietet mehr Platz für komplexe Beschreibungen und schlägt KI-gestützte Formulierungen vor. Dabei lassen sich Texte, Bilder, Dateien, Videos oder Chrome-Tabs als Eingabe kombinieren. Wer tiefer in ein Thema einsteigen will, kann direkt aus den KI-Übersichten Rückfragen stellen und einen Dialog führen, wobei der Kontext erhalten bleibt.

Ein großer Fokus liegt auf den sogenannten Such-Agenten. Diese digitalen Helfer laufen rund um die Uhr im Hintergrund und beobachten das Netz nach spezifischen Vorgaben. Das kann die Suche nach einer Wohnung mit exakten Kriterien sein oder die Benachrichtigung über neue Sneaker-Kollektionen. Die Agenten fassen die Fundstücke zusammen und informieren proaktiv. Diese Funktion startet im Sommer zunächst für Abonnenten von Google AI Pro und Ultra. Zudem weitet Google die Buchungsfunktionen aus. Nutzer können Kriterien für Dienstleistungen oder lokale Erlebnisse nennen und erhalten passende Links oder lassen Google bei Betrieben wie Handwerkern oder Friseuren direkt anrufen. Letzteres bleibt vorerst auf die USA beschränkt.

Technisch wird es mit der Integration von Google Antigravity und den Coding-Fähigkeiten von Gemini 3.5 Flash interessant. Die Suche kann künftig in Echtzeit eigene Oberflächen, Simulationen oder Diagramme programmieren, um komplexe Themen zu visualisieren. Das Ganze soll diesen Sommer für alle kostenlos kommen. Wer größere Projekte wie einen Umzug plant, kann sich von der KI eigene Dashboards oder kleine Apps erstellen lassen, die Daten aus Google Maps oder dem Wetterbericht einbeziehen. Diese Mini-Apps landen in den kommenden Monaten zuerst bei den zahlenden Pro-Nutzern in den USA.

Abschließend rollt Google die persönliche Intelligenz für den KI-Modus breiter aus. In fast 200 Ländern und 98 Sprachen können Nutzer ohne Abo Dienste wie Gmail oder Google Fotos verknüpfen, bald folgt der Kalender. Damit versteht die Suche den persönlichen Kontext besser, wobei die Kontrolle über die Datenfreigabe beim Anwender bleibt. Und easy Prognose: Das wird für Webseitenbetreiber noch schwieriger zukünftig.

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