Beelink GTi12 Ultra mit Intel Core i9-12900H mit Dockingstation ausprobiert – Ein kleines Kraftpaket

Mini-PCs haben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Waren früher nur klobige Tower-PCs oder bestenfalls All-in-One-Systeme der Standard, so hat spätestens Apples Mac mini gezeigt, dass auch kleinere Kisten ordentlich Power liefern können. Doch nicht nur Apple mischt in diesem Segment mit – auch im Windows-Bereich gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Herstellern, die kompakte Kraftpakete anbieten. Einer davon ist Beelink, dessen GTi12 Ultra ich mir nun für eine Weile genauer anschauen konnte. Das Besondere: Für diesen und für den noch besseren GTi14 Ultra ist eine separate Dockingstation erhältlich, mit der ihr den kleinen Rechner mit einer Desktop-GPU aufrüsten könnt. In meinem Fall fiel die Wahl auf eine ASUS DUAL RTX 4070 OC 12G. Aber bleiben wir vorerst bei dem Rechner als solchem, denn der kann auch eigenständig betrieben werden.

Der GTi12 Ultra kommt mit einem Intel Core i9-12900H als Prozessor, 1 Terrabyte Speicherplatz und 32 GB DDR5-RAM. Als GPU steht die integrierte Intel Iris Xe zur Verfügung.

Design und Verarbeitung

In Sachen Design macht Beelink keine wilden Experimente. Der GTi12 Ultra präsentiert sich in einem äußerst kompakten Formfaktor mit Abmessungen von nur 158 x 158 x 56 mm. Das Gehäuse besteht aus hochwertig verarbeitetem Metall und macht einen robusten Eindruck. Die schlichte silberne Optik lässt den Mini-PC wenig auffallen. Der Powerbutton ist mit einem Fingerabdrucksensor ausgestattet, der auch mit Windows Hello kompatibel ist. Am Boden des Gerätes ist unter einer Gummiabdeckung der Anschluss für die Dockingstation versteckt.

Im Lieferumfang findet man neben dem PC selbst ein Netzteil, ein HDMI-Kabel und das Netzkabel. Eine VESA-Halterung gibt es bei diesem Modell (leider) nicht. Andere Modelle konnte man damit direkt an den Rücken eines Monitors befestigen und damit mehr Platz auf dem Schreibtisch schaffen.

Anschlüsse und Konnektivität

Der GTi12 Ultra trumpft mit einer Vielzahl von Anschlüssen auf. An der Vorderseite finden wir einen Powerbutton, einen USB-C und einen USB-A Port sowie einen Kopfhöreranschluss nebst einem SD-Kartenleser. Die Rückseite bietet einen neben einem Thunderbolt-4-Anschluss einen HDMI-Port, einen DisplayPort, vier weitere USB-A-Ports und sogar zwei 2,5 Gigabit Ethernet-Anschlüsse. Insgesamt ist die Ausstattung also üppig.

Für die kabellose Verbindung sorgen Wi-Fi 6 (AX200) und Bluetooth 5.2. Die verbaute NVMe SSD unterstützt PCIe 4.0, was für flotte Ladezeiten sorgt.

Leistung und Benchmarks

Auf dem Mini-PC ist Windows 11 Pro vorinstalliert und bereits aktiviert. Nach der Einrichtung wird schnell klar: Dieser kleine Zwerg hat es faustdick hinter den Ohren. Der Intel Core i9-12900H ist sicher nicht der Neueste, aber eigentlich für leistungsstarke Laptops konzipiert, verleiht dem GTi12 Ultra aber ordentlich Dampf. Im Alltag flutscht alles, sei es Office-Arbeit, Multitasking oder sogar anspruchsvollere Aufgaben wie Videobearbeitung.

Auch beim Gaming schlägt sich der Mini-PC wacker, wenn auch mit Einschränkungen. Die integrierte Intel Iris Xe Grafik ist zwar kein Ersatz für eine dedizierte Grafikkarte, reicht aber für ältere Titel (Rocket League, Fortnite etc.) oder weniger anspruchsvolle Spiele in mittleren Einstellungen aus. Für aktuelle AAA-Titel (siehe Screenshot Black Myth) sollte man die Erwartungen allerdings nicht zu hoch schrauben.

Hier ein paar Benchmark-Ergebnisse:

3DMark Steel Nomad Light (Graphics Score): 1318

GeekBench Single Core: 2140

GeekBench Multi Core: 10885

GeekBench OpenCL Score: 16070

Sehr gut ist, wie gut Beelink die Kühlung im Griff hat. Beim normalen Arbeiten, Surfen oder Medienkonsum ist der GTi12 Ultra kaum wahrnehmbar. Selbst unter Last wird er zwar hörbar, bleibt aber auf einem angenehmen Niveau. Das ist besonders lobenswert, wenn man bedenkt, wie viel Leistung hier auf engem Raum untergebracht ist. Ein weiterer Pluspunkt des GTi12 Ultra ist seine Aufrüstbarkeit. RAM und SSD lassen sich relativ einfach tauschen oder erweitern. Das macht den Mini-PC zukunftssicher und erlaubt es, ihn an wachsende Anforderungen anzupassen. Womit wir auch direkt bei der Dockingstation wären.

Die Dockingstation benötigt einen separaten Stromanschluss (max. 600W), denn die Desktop-Grafikkarte will natürlich auch mit ordentlich Saft versorgt werden. Das kann bei einer hochwertigen Grafikkarte wie einer RTX 4090, die hier auch unterstützt wird, natürlich mal ordentlich viel werden. Doch die Station bringt nicht nur einen PCIe X16 Slot mit und die dazugehörigen zwei 8-Pin-Anschlüsse. Es gibt noch zwei USB-Anschlüsse und zwei Antennen für die Wi-Fi-Karte, die sich einbauen lässt. Schraubt man die Station auf, kann man standardmäßig eine PCIe-4 SSD einbauen. Die Wi-Fi-Karte kann man einbauen, opfert dann aber den SSD-Slot.

Der Einbau ist relativ schnell erklärt. Ihr zieht den Gummi-Schutz am Boden des GTi 12 Ultra ab und schiebt diesen dann auf den dazugehörigen Slot. Eine kleine Metallplatte inklusive Schrauben schützt dann davor, dass der Mini-PC herausrutschen kann. Nun wird noch die Grafikkarte eingesteckt, verkabelt und dann mit einer Metallhalterung fixiert. Denn sonst könnte die Karte relativ einfach wegbrechen. Das war es dann auch schon und ihr könnt loslegen. Was mir im Betrieb aufgefallen ist: Ihr müsst erst die Dockingstation anschalten und dann den Mini-PC, sonst erkennt der GTi 12 Ultra die Karte und Dockingstation nicht. Das ist meiner Meinung nach etwas umständlich. Der Mini-PC sollte angehen, wenn ich die Dockingstation anschalte. Hier gibt es aber wiederum keinen Fingerabdrucksensor. Das ist aus meiner Sicht ein Kritikpunkt.

Großer Vorteil des Setups ist die offene Kühlung, die auch gleichzeitig ein Nachteil ist. Die Karte bekommt zwar immer Frischluft, ist aber auch allem Staub, eventuell vorhandenen Katzen etc. ausgeliefert. Obendrein sollte man dann eben mit Gegenständen aufpassen, die in die Lüfter gelangen könnten. Der Schutz der Karte ist eben wenig gegeben.

Mit der 4070 wird aus dem kleinen Kasten ein fast vollwertiger Desktopersatz. EA FC25 lässt sich in den höchsten Einstellungen bei 1080p komplett flüssig mit fixierten 120 FPS spielen. Den Black Myth Wukong Benchmark habe ich auch mal laufen lassen und komme da ebenfalls auf sehr ansehnliche Ergebnisse (siehe Screenshot). Gerade Titel, die DLSS 3 unterstützen, sind dann ohnehin Spiele, die sehr gut laufen.

Fazit

Der Beelink GTi12 Ultra ist zweifellos ein gutes Stück Technik, vor allem wenn man ihn mit der Dockingstation und einer Grafikkarte kombiniert. Er packt die Leistung eines potenten Laptops in ein winziges Gehäuse und macht dabei eine ausgezeichnete Figur. Die Verarbeitung ist top, die Anschlussvielfalt üppig und die Performance für die meisten Anwendungsszenarien mehr als ausreichend.

Mit einem Preis von rund 750 Euro (je nach Konfiguration) ist der GTi12 Ultra sicherlich kein Schnäppchen. Allerdings muss man bedenken, dass man hier ein komplett einsatzbereites System bekommt, das im Hinblick auf Leistung und Kompaktheit seinesgleichen sucht.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen leistungsstarken Desktop-Ersatz, eine kompakte Workstation oder einen potenten HTPC zuzulegen, sollte den Beelink GTi12 Ultra definitiv auf dem Schirm haben. Er bietet eine gelungene Mischung aus Kompaktheit, Leistung und Flexibilität. Rechnet man die Dockingstation für rund 150 Euro und eine RTX 4070 für knapp 500 Euro hinzu, dann liegt man oberhalb dessen, was man sich ohnehin als Desktop-PC mit gleichwertigen / besseren Komponenten bauen kann. Wer Stück für Stück aufrüsten will und eine kompakte Lösung sucht, ist hiermit aber sicher gut aufgehoben.

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Turtle Beach Kone II Air im Test: Ergonomie trifft auf Gaming-Performance

Gaming-Mäuse gibt es wie Sand am Meer, aber nur wenige schaffen es, sowohl im Hinblick auf Ergonomie als auch bei der kabellosen Performance, zu punkten. Turtle Beach, vorwiegend bekannt für derene Headsets, versuchen mit der Kone II Air genau das. Die Kone II Air ist damit der offizielle Nachfolger der Roccat Kone Air – die Marke ist ja mittlerweile Geschichte. Ob der Spagat gelingt? Ich habe die Maus für euch unter die Lupe genommen.

Design und Ergonomie

Die Kone II Air kommt in einem schlichten, aber eleganten Design daher. Mit einem Gewicht von 110 Gramm ist sie für eine Gaming-Maus kein unbedingtes Leichtgewicht – ziemlich schwer sogar. Ich weiß nicht, wie man auf den Beinamen „AIR“ kommt. Da gibt es Konkurrenten, die nur etwas mehr als die Hälfte wiegen. Die ergonomische Form ist speziell für Rechtshänder konzipiert und liegt hervorragend in der Hand. Für Linkshänder gibt es leider gar keine Version dieser Maus.

Die Oberfläche besteht aus einem robusten, aber leichten Kunststoff mit einer matten Textur, die sich angenehm anfühlt und auch bei längeren Gaming-Sessions nicht rutschig wird. Für zusätzlichen Halt hätte man eventuell eine Gummierung oder eine Textur an den Seiten und der Daumenauflage anbringen können. Die Buttons für den Daumen (Vor, Zurück, Daumentaste) sind angenehm groß und gut platziert. Die verfehlt man auch bei stressigeren Sessions nicht. Das 4D-Scrollrad kann zwischen zwei Modi umgestellt werden. Im frei drehenden Modus kann man schnell durch Inhalte navigieren, während der taktile Bildlauf im Spiel präziser ist. Obendrein kann das Rad nach links und rechts gekippt werden, um weitere Funktionen zu triggern. Einzig der Button zum Umstellen des Modus liegt meiner Meinung nach mit dem zweiten Button etwas gewöhnungsbedürftig weit hinten, aber man gewöhnt sich daran.

Technische Daten im Überblick:

ALLGEMEIN
  • Optischer TITAN-Schalter
  • Lebensdauer 100 Millionen Klicks
  • On-board-Speicher: 5 Profile
  • 1,8 m langes, flexibles Ladekabel, USB-C auf USB-A
  • USB-Abfragerate: 1000 Hz
  • NVIDIA Reflex
  • Software: Swarm II
SENSOR
  • Optischer Owl-Eye-Sensor mit 26.000 DPI
  • Minimum-DPI: 50
  • Maximum-DPI: 26.000
  • Einstellbare Lift-off-Distanz
  • 50 g Beschleunigung
  • 650 IPS (16,5 m/s) Abtastgeschwindigkeit
KONNEKTIVITÄT
  • 2,4 GHz-Band über USB-A-Adapter
  • Bluetooth
  • USB-A
AKKU
  • Wiederaufladbarer Akku
  • Bis zu 350 Stunden (Bluetooth)
  • Bis zu 130 Stunden (Funk)
MASSE
  • 130,2mm x 44,1mm x 82,6mm
  • Ungefähres Gewicht: 110 g

Performance und Sensor

Das Herzstück der Kone II Air ist der Owl-Eye Sensor mit bis zu 26.000 DPI. In der Praxis liefert er eine präzise und zuverlässige Abtastung, die der kabelgebundenen Konkurrenz in nichts nachsteht. Die Wireless-Verbindung über den 2,4-GHz-Dongle ist stabil und verzögerungsfrei – selbst in hektischen Spielsituationen konnte ich keine Latenz feststellen. Die Abtastrate kann über Swarm auch umgestellt werden, aber dazu später noch etwas. Ein großer Pluspunkt ist die Vielseitigkeit der Verbindungsmöglichkeiten: Neben dem 2,4-GHz-Wireless-Modus gibt es auch Bluetooth und die Option, die Maus per USB-C-Kabel zu nutzen und gleichzeitig zu laden.

Ein besonderes Highlight sind die optischen Titan-Switches. Sie reagieren blitzschnell und sollen laut Hersteller eine Lebensdauer von 100 Millionen Klicks haben. In meinen Tests fühlten sich die Klicks knackig und reaktionsschnell an, ohne dabei zu laut zu sein.

Die Akkulaufzeit der Kone II Air ist ausdauernd. Turtle Beach verspricht bis zu 100 Stunden, und in meinen Tests kam ich tatsächlich auf etwa 95 Stunden bei normaler Nutzung.

Software und Anpassungsmöglichkeiten

Die Kone II Air ist kompatibel mit der SWARM II Software. Hier lassen sich DPI-Einstellungen, Tastenbeleuchtung, Makros und mehr konfigurieren. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und intuitiv zu bedienen. Besonders praktisch: Man kann bis zu fünf Profile direkt auf der Maus speichern, was sie auch für den mobilen Einsatz interessant macht.

Die RGB-Beleuchtung ist dezent, aber effektiv und lässt sich bei Bedarf komplett abschalten, um Akku zu sparen. Wer mehrere Turtle-Beach-Komponenten sein Eigen nennt, kann die AIMO-Beleuchtung synchronisieren.

Gaming-Erfahrung

In verschiedenen Spielgenres macht die Kone II Air eine hervorragende Figur. In Shootern wie „Counterstrike“ oder Titeln wie „Fortnite“ profitiert man von der präzisen Sensorik. Hier spürt man aber schnell, dass etwas weniger Gewicht nicht schlecht wäre, um noch schnellere Bewegungen zu ermöglichen. Auch in anderen Spielen sieht die Maus generell gut aus, noch besser natürlich, wenn keine hektischen Bewegungen erforderlich sind. Eine wettbewerbsfähige Maus ist das meiner Meinung nach nicht, dafür ist sie einfach zu schwer. E-Sportler schauen sich dann also besser woanders um.

Die ergonomische Form macht sich besonders bei längeren Sessions bemerkbar. Auch nach stundenlangem Spielen hatte ich keine Ermüdungserscheinungen in der Hand – das ist ein klarer Pluspunkt für die Kone II Air.

Fazit

Die Turtle Beach Kone II Air ist eine tolle Wireless-Gaming-Maus, die in fast allen Bereichen überzeugt. Sie vereint erstklassige Ergonomie und Top-Performance in einem attraktiven Paket. Sie ist jedoch keine Maus für diejenigen, die ambitionierter schnelle Spiele zocken. Daher wäre der Beiname „Air“ infrage zu stellen.

Positiv fallen besonders die gute Akkulaufzeit und die vielseitigen Verbindungsmöglichkeiten auf. Auch die Verarbeitungsqualität und der präzise Sensor sind lobenswert. Die Software bietet alle nötigen Einstellungsmöglichkeiten, ohne zu überfordern.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Preis: Mit einer UVP von 129,99 € ist die Kone II Air sicherlich kein Schnäppchen.

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„Until Dawn“: Remake ist ab sofort für die PlayStation 5 und den PC erhältlich

Until Dawn: Eine Enhanced Version soll für PC und PS5 im Jahr 2024 erscheinen.

Ab sofort ist das Remake zum Spiel „Until Dawn“ für Windows-PCs sowie die PlayStation 5 erhältlich. Achtung: Auch am PC benötigt ihr dabei ein PSN-Konto zur Nutzung. Entwickelt wurde die Neuauflage des Horror-Spiels von Ballistic Moon. Vor allem könnt ihr euch auf aufgebesserte Grafik dank der Unreal Engine 5 freuen.

Ursprünglich erschien „Until Dawn“ aus dem Hause Supermassive Games 2015 für die PlayStation 4. Die Neuauflage nimmt auch einige, kleinere Anpassungen am Gameplay vor. Etwa wurden einige Totems, die euch eine Vision der Zukunft zeigen, neu verteilt. Sollte euch der Titel aber so gar nichts sagen: „Until Dawn“ spielt sich über weite Strecken mehr wie ein interaktiver Film. Ihr trefft also vor allem Entscheidungen, welche die Handlung beeinflussen, und meistert Quicktime-Events.

Ein besonderer Dreh dabei ist, dass so gut wie alle Charaktere im Verlauf der Handlung draufgehen können, das Spiel aber nach dem Tod einzelner Figuren immer noch weiterläuft. Daraus können sich dann auch ganz unterschiedliche Enden ergeben. Mir hat „Until Dawn“ mit seinem augenzwinkernden Teenie-Horror damals viel Spaß gemacht und ich freue mich daher auch auf die neue Auflage, in die ich gerne noch hereinschauen möchte. Zumal auch der Cast mit Hayden Panettiere („Heroes“), Brett Dalton („Agents of Shield“), Rami Malek („Bohemian Rhapsody“) und mehr wirklich gut besetzt ist.

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Turtle Beach Stealth 700 Gen 3: Neues Gaming-Headset angehört

Turtle Beach hat mit dem Stealth 700 Gen 3 den Nachfolger seines beliebten kabellosen Gaming-Headsets auf den Markt gebracht. Als Fan der Vorgängermodelle war ich natürlich gespannt, was die neue Generation zu bieten hat. Ich habe mir das Headset für euch genauer angeschaut.

Design und Verarbeitung

Das Stealth 700 Gen 3 präsentiert sich in einem eleganten Dreiklang aus Schwarz, Marineblau und Kupfer. Die Farbkombination verleiht dem Headset einen edlen Look, der sich von der oft grellen Gaming-Ästhetik abhebt. Der Polster sind in mattem Schwarz gehalten, während die Ohrmuscheln in einem satten Marineblau erstrahlen. Ein kupferfarbener Akzentstreifen zieht sich um die Ohrmuscheln und setzt einen stylischen Kontrast. Die Verarbeitung macht einen hochwertigen Eindruck. Der Kopfbügel besteht aus robustem Kunststoff mit einer leichten Polsterung an der Unterseite. Die Ohrmuscheln sind drehbar gelagert und lassen sich für den Transport flach zusammenklappen.

Die Ohrpolster bestehen aus einem Hybrid-Material: außen Kunstleder für Langlebigkeit, innen ein atmungsaktiver Stoff für Komfort bei langen Sessions. Der Memory-Schaum passt sich gut der Kopfform an. Interessant ist der Blick unter die Polster: Hier zeigt sich ein kupferfarbenes Gitter, das die 60-mm-Treiber schützt und gleichzeitig einen coolen Look verleiht.

Alle Bedienelemente sind an den Ohrmuscheln platziert. Links finden wir den An/Aus-Knopf, den USB-C-Anschluss, die Drehräder für Chat- und generelle Lautstärke und einen Button, der sich über die App anpassen lässt. Auch ein Rad kann anders belegt werden. Rechts sitzt der Button zum Bluetooth-Koppeln, der Crossplay-Button (damit kann man zwischen den USB-Transmittern schnell wechseln), eine Status-LED und ein Rad für die Bluetooth-Lautstärke. Das Mikrofon ist nicht direkt sichtbar – es handelt sich um ein „Flip-to-Mute“-Design, das sich nahtlos in die Ohrmuschel einfügt, wenn es nicht gebraucht wird.

Insgesamt macht das Stealth 700 Gen 3 einen durchdachten und hochwertigen Eindruck. Die Materialwahl und das Design zeugen von Turtle Beachs Erfahrung im Gaming-Audio-Segment. Die Kombination aus robuster Konstruktion und edlem Look dürfte Gamer ansprechen. Ein Highlight des Stealth 700 Gen 3 ist das kabellose CrossPlay-Multiplattform-Audiosystem. Mit zwei kabellosen USB-Sendern und einer einzigen Taste am Headset kann man schnell zwischen Konsole und PC wechseln, ohne Kabel umstecken zu müssen. Das ist besonders praktisch für Gamer, die auf mehreren Plattformen spielen. Die gleichzeitige kabellose Übertragung via 2,4-GHz-Funk und Bluetooth 5.2 ist ein echter Mehrwert. So kann man beispielsweise den Spielsound von der Konsole hören und gleichzeitig über Discord auf dem Smartphone chatten. Die unabhängigen Lautstärkeregler für beide Quellen sind dabei sehr nützlich.

Technische Daten im Überblick:

  • 60-mm-Eclipse-Dualtreiber
  • Frequenzbereich: 20 Hz – 20 kHz
  • Kabelloses CrossPlay-Multiplattform-Audiosystem
  • Bluetooth 5.2
  • Unidirektionales, „Flip-to-mute“ Mikrofon
  • Bis zu 80 Stunden Akkulaufzeit
  • Hybrid-Kunstleder, atmungsaktives Bezugsmaterial, Memory Foam Ohrpolster

Lieferumfang:

  • Turtle Beach Stealth 700 Kabelloses Gaming-Headset
  • 2 kabellose CrossPlay USB-Sender
  • 0,7-m-Ladekabel (USB-A zu USB-C)
  • Schnellstart-Anleitung

Klangqualität und Gaming-Performance

Die 60-mm-Eclipse-Dualtreiber des Stealth 700 Gen 3 liefern einen beeindruckenden Klang, der über das gesamte Frequenzspektrum überzeugt. In den Tiefen präsentiert sich das Headset mit einem satten, aber nicht übertriebenen Bass. Explosionen in Actionspielen haben ordentlich Wumms, ohne zu dröhnen oder die anderen Frequenzbereiche zu überdecken. Die Mitten sind ausgewogen und detailreich, was besonders Dialogen und Umgebungsgeräuschen zugutekommt. Schritte und Waffenwechsel in Shootern sind präzise zu orten. In den Höhen zeigt das Stealth 700 Gen 3 eine angenehme Präsenz, die für Klarheit und Detailreichtum sorgt, ohne schrill zu wirken. Glasbruch oder andere schrille Geräusche kommen sauber rüber.

Insgesamt bietet das Headset einen ausgewogenen Klang, der sich sowohl für Gaming als auch für Musik und Filme eignet. Wer möchte, kann über den EQ in der App noch nachjustieren, aber schon die Werkseinstellung überzeugt auf ganzer Linie. Das erweiterte Superhuman Hearing ist vorrangig für Sessions gegen andere nützlich. Mit der Swarm II App lässt sich die Intensität in drei Stufen anpassen. Durch Superhuman Hearing könnt ihr bestimmte Geräusche hervorheben lassen. Dadurch hört ihr unter anderem die Schritte eurer Gegner besser oder auch Dinge wie Nachladen etc. Das macht die Ortung eurer Gegner noch einfacher und ist ein kleiner Wettbewerbsvorteil. Die Turtle Beach Swarm II App bietet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten. Der 10-Band-EQ mit fünf benutzerdefinierten Voreinstellungen erlaubt eine präzise Klanganpassung. Besonders praktisch für Vielspieler ist die Möglichkeit, das zuweisbare Rad und die Modustaste nach eigenen Vorlieben zu konfigurieren.

Ein paar Worte zum Komfort. Das Headset umschließt meine Ohren wirklich gut, was für eine saubere und wirklich gute passive Geräuschunterdrückung sorgt. Der Druck des Kopfbands ist ordentlich, aber nicht zu straff. Brillenträger sollten damit auch bei längeren Sessions keine Probleme haben. War zumindest bei mir so. Ich hatte das Headset teilweise mehrere Stunden auf, da ich es nicht nur zum Spielen, sondern auch im Homeoffice verwendet habe.

Das überarbeitete unidirektionale „Flip-to-Mute“-Mikrofon ist eine deutliche Verbesserung. Die KI-basierte Geräuschunterdrückung funktioniert hervorragend und filtert Hintergrundgeräusche effektiv heraus. Während Meetings und Co. hat sich niemand negativ zur Übertragungsqualität geäußert.

Die Akkulaufzeit gibt Turtle Beach mit 80 Stunden an. Hier kommt es natürlich massiv darauf an, mit welcher Lautstärke man unterwegs ist und mehr. In meinem Test kam ich ungefähr an den angegebenen Wert heran. Die Schnellladefunktion (3 Stunden Spielzeit nach 15 Minuten Laden) ist ein praktisches Extra.

Mein Fazit

Alles in allem ist das Turtle Beach Stealth 700 Gen 3 ein richtig gutes Gaming-Headset, das in fast allen Bereichen überzeugt. Es bietet exzellenten Klang, eine sehr gute Mikrofonqualität und eine ausdauernde Akkulaufzeit. Die Vielseitigkeit durch Crossplay und Dual-Wireless-Funktionalität ist ein echter Mehrwert. Mit einem Preis von 199,99 € ist es zwar kein Schnäppchen, aber man bekommt dafür auch einiges. Wer ein vielseitiges, kabelloses Gaming-Headset für mehrere Plattformen sucht, macht mit dem Stealth 700 Gen 3 definitiv nichts falsch.

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Umfrage Oktober 2024: Kaufst du die PlayStation 5 Pro?

Sony hat die PlayStation 5 Pro Anfang September 2024 vorgestellt. Schnell drehte sich die zentrale Diskussion aber nicht mehr um die Technik dieses Mid-Generation-Refreshs, sondern um den Verkaufspreis. Denn mit 799,99 Euro kostet die PS5 Pro nicht nur deutlich mehr als bei Erscheinen die PS4 Pro, sie ist fast doppelt so teuer wie die PS5. Das führt uns zu unserer Monatsumfrage im Oktober 2024: Kaufst du die PlayStation 5 Pro?

Dabei kristallisiert sich bereits heraus, dass die Nachfrage wohl unter Sonys Erwartungen liegt. Denn obgleich man die Vorbestellungen am 26. September 2024 zunächst nur über eine Warteschlange ermöglichte, ist die PlayStation 5 Pro weiterhin frei via PlayStation Direct bestellbar. Dort ist die Konsole zunächst exklusiv bestellbar. Ab dem 10. Oktober 2024 folgen dann in Deutschland weitere Händler wie Amazon.de, MediaMarkt, Saturn und Co. Aktuell sieht es jedenfalls so aus, als würde jeder Interessent auch zum Erscheinungstag am 7. November 2024 versorgt werden können.

Wir erinnern uns: Das war 2020 noch bei Erscheinen der PlayStation 5 ganz anders. Im Grunde war die Spielekonsole rund zwei Jahre lang schlecht verfügbar und schlecht zu bekommen. Zum einen lag das an der hohen Nachfrage, zum anderen an den damaligen Auswirkungen der Corona-Krise. So wird es offenbar bei der PlayStation 5 Pro nicht kommen.  Eher muss Sony vielleicht hoffen, dass der Mid-Gen-Refresh nicht so endet wie die PlayStation VR2. Das VR-Headset wurde anfangs wegen der vermeintlich hohen Nachfrage nur auf Einladung zur Bestellung freigegeben. Doch kurz darauf machte Sony, mutmaßlich wegen schleppender Nachfrage, einen Rückzieher und ermöglichte doch jedem die Bestellung. Ausverkauft gewesen ist die PS VR2 anschließend nie.

PlayStation 5 Pro: Ein lohnenswertes Upgrade?

Die Frage ist eben, ob sich für euch ein Upgrade auf die PlayStation 5 Pro lohnt. Sony vermarktet die Konsole damit, dass ihr das Beste aus beiden Welten erhalten sollt: 60 fps aus dem Performance-Modus des Standardmodells bei der Grafikpracht des Qualitäts-Modus. Doch fast 800 Euro sind dafür natürlich ein stolzer Preis und richtige „Kracher“, welche eine PS5 Pro lohnenswert erscheinen lassen könnte, zauberte man bislang nicht aus dem Hut. So verwies man in ersten Videos vor allem auf Upgrades für bereits erschienene Games.

Meine große Hoffnung ruht hier darauf, dass „GTA VI“ wohl zunächst exklusiv für die Konsolen erscheinen dürfte – und die PS5 Pro somit im ersten Jahr die technisch beste Plattform wäre, um das Game zu zocken – bis zur unausweichlichen PC-Version. Doch kommen wir nun zu euch: Lohnt sich die PlayStation 5 Pro aus eurer Sicht bzw. schlagt ihr zu? Stimmt gerne mit ab und schreibt bei Interesse auch sehr gerne eure Begründungen für eure Entscheidung in die Kommentare.

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