SteelSeries Arctis Nova Pro Omni im Test: Gaming-Headset mit Hi-Res Audio Wireless

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SteelSeries hat Anfang Mai das neue Gaming-Headset Arctis Nova Pro Omni vorgestellt. Es ordnet sich zwar unterhalb des Luxusmodells Arctis Nova Elite ein, hat aber ebenfalls technisch einiges zu bieten. Beispielsweise bietet auch dieses Modell Hi-Res Audio Wireless, aktive Geräuschunterdrückung (ANC) sowie die vielseitige Docking-Station OmniPlay. Ich habe mir auch dieses Exemplar im Test einmal für euch angehört.

Auf den ersten Blick sind sich die beiden Premium-Headsets dabei extrem ähnlich. Beide unterstützen z. B. auch die Audiowiedergabe mit 24-bit und 96 kHz. Es gibt jedoch zwei zentrale Unterschiede, die je nach Anwendungsszenario entweder das SteelSeries Arctis Nova Pro Omni oder aber das Arctis Nova Elite für euch geeigneter machen können. Die größten Stärken des Arctis Nova Pro Omni liegen nämlich ganz klar bei der Kompatibilität mit allen Audioquellen und dem neuen omnidirektionalen ClearCast-Pro-Mikrofon in Verbindung mit ANC über KI.

Technische Eckdaten des SteelSeries Arctis Nova Pro Omni

Kategorie Details
Kompatibilität PC (ChatMix über Sonar, Win 10 )


PlayStation 5/4 (ChatMix über System)


Xbox Series S|X (ChatMix)


Mac (kein ChatMix)


Switch / Switch 2 (USB-C, Wireless, BT)


iPhone USB-C (USB-C, Wireless, BT)


Android (USB-C, Wireless, BT)


Tablets USB-C (USB-C, Wireless, BT)


Handhelds (USB-C, Wireless, BT)


Meta Quest 2/3 (USB-C, Wireless, BT – nur Audio)
Software Arctis Companion App (iOS 15.6 , Android 9 )


GG Engine (Windows 8.1 , macOS 10.13 )


GG Sonar (Windows 10 , erforderlich für ChatMix)
Lautsprechertreiber 40 mm Neodym Treiber (Hi-Res)


Frequenzgang: 10–40.000 Hz


Empfindlichkeit: 98 dBSPL @ 1 kHz/1 mW


Impedanz: 38 Ohm


Klirrfaktor: < 1 %


360°-Sound: Tempest 3D, Windows Sonic, Sonar Surround, DTS, Dolby Atmos
Mikrofon ClearCast Pro, einziehbar, KI-Noise-Canceling


Richtcharakteristik: Kugel


Frequenzgang: 50–16.000 Hz


Empfindlichkeit: -40 dBV/Pa


Bandbreite: 32 kHz / 16 Bit


ANC: 4-Mikrofon-System (Transparenzmodus)


KI-Rauschunterdrückung (alle Systeme), Sonar-Software (PC)
Akkulaufzeit Infinite Power System: 2 austauschbare Akkus


Bis zu 60 h Gesamtspielzeit


30 h pro Akku (2,4 GHz, ANC aus)


50 h (Bluetooth, ANC aus)


19 h pro Akku (2,4 GHz BT, ANC an)


Schnellladung: 15 min für 4 h


Akku: Lithium-Ionen
Drahtlos Hi-Res Wireless zertifiziert (96 kHz/24 Bit)


2,4-GHz-Gaming-Wireless


Bluetooth 5.3 LE Audio (SBC, LC3, LC3 , MultiPoint bis 10 Geräte)


OmniPlay: bis zu 4 Quellen gleichzeitig (USB1 USB2/USB3 BT Line-In)
Bedienelemente Lautstärke-/ChatMix-Regler


Source-Mix-Taste / Power / Pairing / Quick-Switch


Stummschaltung


Bluetooth-Mediensteuerung


Multifunktionsrad (GameHub-Steuerung)
Lieferumfang Arctis Nova Pro Omni Headset


GameHub (Line-In, Line-Out, 3× USB-C, Akku-Ladeport)


2× USB-C-zu-USB-C-Kabel (1,5 m)


Mikrofon-Popfilter


Tragetasche
Gewicht Headset: 339 g


GameHub: 169 g

Dafür hat das Arctis Nova Elite deutlich höherwertige Audiotreiber. Das Flaggschiff nutzt nämlich Carbonfaser-Treiber, die oft auch im audiophilen Kopfhörersegment Verwendung finden. Diese minimieren Verzerrungen, sorgen für eine bessere Klangseparation und präzisere Bässe. Das Arctis Nova Pro Omni muss sich mit günstigeren Neodym-Treibern begnügen. Zusätzlich bietet das Elite-Modell auch eine höhere Verarbeitungsqualität mit etwa einer Stahlkonstruktion und Aluminiumgelenken plus dem mit Kunstleder ummantelten Kopfband. Für den höheren Preis gibt es also tatsächlich klare Mehrwerte.

Dennoch zählt auch das SteelSeries Arctis Nova Pro Omni mit seinem Preis von 399,99 Euro natürlich zur Oberklasse. Kompatibel ist das Gaming-Headset nicht nur zu PCs, sondern auch zu den Spielekonsolen Nintendo Switch bzw. Switch 2, Xbox Series X|S, PlayStation 5 und mobilen Endgeräten – dank Bluetooth.

Ausstattung und Verarbeitung des SteelSeries Arctis Nova Pro Omni

Ich habe ja schon angedeutet, dass die Materialien nicht ganz so Premium sind, wie beim Geschwistermodell Arctis Nova Elite. Beispielsweise verzichtet das Nova Pro Omni auf die Edelstahlkonstruktion und setzt auf Kunststoff. Auch die knuffig-weiche Kunstlederpolsterung ist Plastik gewichen. Geblieben ist das innere Kopfband. Auch findet ihr im Lieferumfang die erwähnte Station OmniPlay, welche es euch erlaubt, drei Zuspieler per USB-C zu verkabeln. Die Station fungiert dann sozusagen selbst als 2,4-GHz-Dongle. Alternativ könnt ihr für Verbindungen mit etwa mobilen Endgeräten Bluetooth 5.3 verwenden – auch mit den hochwertigen Codecs LC3 und LC3 .

Für Sprachchats nutzt ihr wiederum das omnidirektionale ClearCast-Pro-Mikrofon. Hat mir schon beim Flaggschiff gefallen: Die rechte Ohrmuschel des SteelSeries Arctis Nova Pro Omni lässt sich öffnen, um den Akku zu tauschen. Da im Lieferumfang zwei Akkus beiliegen, könnt ihr auf diese Weise stets einen Pack griffbereit halten, damit euch nie der Saft ausgeht. Die Arctis-App für mobile Endgeräte ermöglicht die Live-Optimierung von Spiel-Audio, Bluetooth-Audio und Mikrofon-EQ sowie über 200 spielspezifische Audio-Voreinstellungen. Am Rechner könnt ihr mit der Software GG bzw. Sonar ans Werk gehen. Letztere hatte ich euch ja schon im Test des Arctis Nova Elite vorgestellt.

Auf die Software seid ihr im Alltag glücklicherweise nicht zwangsweise angewiesen, denn die OmniPlay-Station bietet euch einen kleinen OLED-Screen sowie einen Drehregler an. Im Lieferumfang findet ihr auch einen hellgrauen Stoffbeutel zum Verstauen der Kopfhörer vor. Das Mikrofon des Gaming-Headsets ist im Übrigen nicht abnehmbar, sondern wird unscheinbar ins Gehäuse eingefahren, wenn es nicht gebraucht wird. Eine RGB-Beleuchtung gibt es hier im Übrigen nicht. Das Design ist insgesamt also eher neutral gehalten.

Abseits der Materialien ist zu vermerken, dass das Arctis Nova Pro Omni mit 339 g Gewicht deutlich leichter ist als das 380 g schwere Elite-Flaggschiff. Aber: Im Tragekomfort nehmen sich die beiden Modelle aus meiner Sicht wenig und spielen beide ganz vorne mit.

Praxistest

Wie schon im letzten Abschnitt angedeutet, so ist der Tragekomfort auch beim SteelSeries Arctis Nova Pro Omni exzellent. Die Ohrmuscheln lassen sich dabei im Winkel anpassen und auch drehen. Zusammenfalten kann man die Kopfhörer aber bedauerlicherweise nicht. Wie beim Elite-Modell, so isolieren euch die geschlossenen Kopfhörer bereits passiv recht stark, sodass ihr in vielen Szenarien kein ANC benötigen werdet. Die Bedienelemente bestehen aus mehreren Buttons an linker und rechter Ohrmuschel sowie einem Lautstärkerad. War dieses beim Elite aus Metall, so ist es beim Pro Omni aus Plastik.

Das elastische Textil-Kopfband könnt ihr in seiner Position im Übrigen auch anpassen. Was wie beim Flaggschiff auffällt: Ich habe wegen der Abdichtung und den Kunstlederpolstern manchmal recht heiße Ohren bekommen. Bei längeren Sessions im Sommer kann es da also etwas schwitzig werden. Das solltet ihr bedenken, denn es gibt Alternativen mit luftigerem Sitz. An den Kopfhörern sitzt auch ein Anschluss für 3,5-mm-Klinke, wollt ihr das Headset kabelgebunden betreiben. Öffnet ihr die linke Ohrmuschel, legt ihr einen Anschluss für USB-C frei. So könnt ihr die Kopfhörer auch ohne die OmniPlay-Station direkt aufladen.

Dazu noch ein Hinweis: Ein echter Hot-Swap-Betrieb ist nicht möglich. Tauscht ihr den Akku des SteelSeries Arctis Nova Pro Omni in weniger als 10 Sekunden, dann gibt es nur einen kurzen Aussetzer. Dauert es länger, müsst ihr das Gaming-Headset aber manuell neu starten. Eine komplett unterbrechungsfreie Nutzung ist jedoch nicht möglich. Der Hub des Gaming-Headsets bleibt auch hier ein echter Mehrwert. Er dient nicht nur als Ladestation der Akkus und erlaubt direkten Zugriff auf einige Optionen zur Audioanpassung, sondern lässt euch auch mehrere Zuspieler dauerhaft verbinden. Beispielsweise könnt ihr elegant einen Gaming-PC, eine PlayStation 5 und möglicherweise einen analogen Zuspieler per Kabel verbinden und dann nahtlos zwischen den Quellen wechseln.

Die Sprachqualität des SteelSeries Arctis Nova Pro Omni ist exzellent, wenn auch stark gesoundet. Das ist bei einem Gaming-Headset aber natürlich auch erwartbar. So ist die Standardeinstellung darauf ausgelegt, menschliche Stimmen hervorzuheben und alle anderen Geräusche abzuschwächen. Der Klang unterscheidet sich dabei durchaus vom Elite-Modell. Er ist in meinen Ohren überraschenderweise etwas natürlicher und weniger künstlich gefiltert. Tatsächlich würde ich dafür, wenn ich nur die Sprachqualität berücksichtige, sogar das günstigere Modell bevorzugen.

Der Klang in Spielen ist sehr kontrolliert und auf eine klare Separation einzelner Klangobjekte ausgelegt. Erwartet hier also kein Bass-Mammut, auch wenn ihr den Sound natürlich entsprechend nachregeln könnt, wenn es euch eher um schiere Power geht. Wo der Klang des Mikrofons mir aber tatsächlich beim SteelSeries Arctis Nova Pro Omni besser gefallen hat, liegt das Elite beim Gaming-, Musik- und Film-Sound merklich vorne. Das Elite klingt wesentlich „entspannter“ und wärmer. Das Elite-Modell klingt insgesamt natürlicher und mehr wie ein klassischer, hochwertiger Kopfhörer, was sich vor allem bei Musik bemerkbar macht.

Vor allem der Hochtonbereich klingt beim Arctis Nova Pro Omni immer etwas komprimierter, während das Elite weniger spitz anmutet. Was die Unterstützung der 3D-Sound-Formate wie Dolby Atmos betrifft, für das ihr wie gehabt eine separate Lizenz benötigt: Ich empfinde das nach wie vor bei Kopfhörern als Gimmick, denn die Ergebnisse sind nie und nimmer mit einem echten Surround-Erlebnis vergleichbar. Vor allem wird der Sound etwas „luftiger“.

Mein Fazit zum SteelSeries Arctis Nova Pro Omni

Das SteelSeries Arctis Nova Pro Omni ist deutlich günstiger als das Elite-Flaggschiff. Die Sparmaßnahmen sind klar, aber klug. So weicht bei der Verarbeitung Metall nun Plastik, teure Carbonfaser-Treiber werden durch Neodym ersetzt und das Luxus-Flair verabschiedet sich zugunsten von Pragmatismus. Dafür ist der Klang des Mikrofons in meinen Ohren sogar etwas natürlicher, sodass das Omni für euch gar das überlegene Modell sein kann, wenn es primär darum geht.

Der Kopfhörer-Klang hingegen ist beim Elite ausgewogener und natürlicher. Das zeigt sich nicht nur immer wieder dezent in Spielen, sondern vor allem beim Musikhören. Das SteelSeries Arctis Nova Pro Omni liefert einen gedrückteren Sound, der klar hinter dem 250 Euro teureren Elite-Modell liegt. Ansonsten gibt es aber erstaunlich viele Gemeinsamkeiten wie den im Grunde identischen GameHub als Docking-Station, den hohen Tragekomfort und die auch ohne ANC bereits hervorragende, passive Abschirmung.

Auch das Wechselakku-System macht das SteelSeries Arctis Nova Pro Omni sehr attraktiv. Dennoch bleibt auch dieses Gaming-Headset mit einem Preisschild von 399,99 Euro ein Premium-Produkt, das man sich erst einmal leisten können muss. Das lohnt sich in erster Linie, wenn ihr etwa den GameHub mit mehreren Zuspielern ausreizen wollt und die volle Gaming-Breitseite fahrt. Ansonsten gibt es in dieser Preisklasse bereits erste Studio- bzw. HiFi-Kopfhörer, die beim reinen Sound deutlich überlegen sind.

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