#DealMonitor – Oceanloop erhält 35 Mio – Modifi sammelt 15 Mio ein – Likeminded und nilo.health fusionieren

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#DealMonitor Oceanloop erhält 35 Millionen Modifi sammelt 15 Millionen ein Xavveo bekommt 8,6 Millionen Valuedesk streicht 5 Millionen ein Nobile sammelt 5 Millionen ein Fija erhält 1,2 Millionen Likeminded und nilo.health fusionieren

Oceanloop erhält 35 Mio – Modifi sammelt 15 Mio ein – Likeminded und nilo.health fusionieren

Montag, 11. November 2024VonTeam

Im #DealMonitor für den 11. November werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Oceanloop


 Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt dem Aquakultur-Unternehmen Oceanloop ein Darlehen über 35 Millionen Euro zur Verfügung. Das FoodTech-Unternehmen, 2012 in München gegründet, setzt auf “landgestützte Garnelenfarmen”. Mit der Technologie des Unternehmens “können die Betreiber jeden Parameter in der Produktion kontrollieren, um die Effizienz und die Nutzung der natürlichen Ressourcen zu verbessern”. Darüber hinaus arbeitet das Team “mit digitalen Technologien wie Computer Vision und AI, um Biomasse und Stresslevel in Echtzeit zu erkennen und so ein besseres Tierwohl sicherzustellen”.

Modifi 


 SMBC Asia Rising Fund, Maersk, IntesaSanPaolo, Heliad und Co. investieren 15 Millionen US-Dollar in Modifi. Das Berliner Startup, 2018 von Nelson Holzner, Sven Brauer und Jan Wehrs gegründet, finanziert weltweit den Handel zwischen Unternehmen. Mit der neuen Kapitalspritze möchte das Team “sein Wachstum im asiatischen Markt vorantreiben, einschließlich China und Indien”. HSBC Innovation Banking stellte dem FinTech zuletzt eine Kreditlinie in Höhe von 100 Millionen Euro zur Verfügung. Heliad Equity Partners und Neva SGR, der Investmentableger der italienischen Bankengruppe Intesa San Paolo, und die Altinvestoren investierten zuletzt zudem 20 Millionen Euro in Modifi. Mehr über Modifi

Xavveo 


 Vsquared Ventures und Imec.xpand investieren 8,6 Millionen Dollar in Xavveo. Das Berliner Startup, das 2023 von den Sicoya-Gründern Sven Otte und Stefan Meister sowie Ulrich Keil gegründet wurde, entwickelt ein System, das autonome Fahrzeuge auch bei schlechtem Wetter sicher fahren lassen soll. “Xavveo’s radar sensors enable autonomous driving by providing vehicles with a 360-degree view of their surroundings, allowing them to make real-time decisions and prevent accidents”, heißt es zum Konzept.

Valuedesk


UVC Partners, NRW.BANK und EnjoyVenture investieren 5 Millionen Euro in Valuedesksiehe Linkedin. Das 2017 von Torsten Bendlin, Ingo Roßdeutscher und Dennis Curtrao in Bielefeld gegründete Unternehmen ermöglicht es Unternehmen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, versteckte Einspar- und Optimierungspotenziale zu erkennen. UVC Partners und mehrere Business Angels investierten zuletzt 3,2 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Valuedesk

Nobile


 6 Degrees Capital, D2 Fund, Doral Energy-Tech Ventures und Helen Ventures investieren 5 Millionen Euro in Nobile. Das Wiener Energy-Startup, 2020 von Peter Gönitzer und Lorena Skiljan gegründet, bietet mit Nobile:Connected eine Energieplattform an, mit der  sich Erzeuger in sogenannten Energiegemeinschaften (Energy-Hubs) zusammenschließen können. “Our aim is to foster independence from fluctuating energy markets and facilitate energy sharing at cost-effective price levels”, teilt das Team mit.

Fija 


Tenity, CV VC, Heliad, Keyrock und Business Angels investieren 1,2 Millionen Euro in Fijasiehe auch Finance Forward. Das Münchner FinTech, 2022 von Tim Federspiel, Christoph Scholze und Lieven Hauspie gegründet, bietet Unternehmen eine Software, mit der diese die Kryptobestände ihrer Kundinnen und Kunden anlegen und zinsähnliche Erträge erwirtschaften können.

MERGERS & ACQUISITIONS

Likeminded – nilo.health


Die beiden Mental-Health-Startups Likeminded und nilo.health fusionieren. “Der Zusammenschluss erfolgt mit dem Ziel, als vereinte Kraft gegenüber dem Wettbewerb noch stärker aufzutreten und den Kunden einen besseren Service zu bieten”, teilen die Unternehmen mit. Heartcore Capital und Vorwerk Ventures unterstützen die Fusion mit zusätzlichem Kapital. Insgesamt hat das Unternehmen bereits mehr als 20 Millionen Euro eingesammelt. Das Berliner Startup Likeminded, von Kimberly Breuer, Maximilian Heberger, Josu García de Albizu und Stefan Anca gegründet, setzt auf “personalisierte Lösungen für mentale Gesundheit am Arbeitsplatz”. Die Berliner Firma nilo.health, 2019 von Ines Räth, Catalina Turlea und Jonas Keil als Mila an den Start gebracht, beschreibt sich selbst als “ganzheitlichen Anbieter für mentale Gesundheit am Arbeitsplatz”. Mehr über Likeminded

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Foto (oben): azrael74

#Interview – “Man muss auch kleine Erfolge zelebrieren”

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Torsten Bendlin, Gründer von Valuedesk. Das in Bielefeld gegründete Unternehmen ermöglicht es Unternehmen und ihren Mitarbeiter:innen, versteckte Einspar- und Optimierungspotenziale zu erkennen.

Wie startest du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?


Ein produktiver Morgen fängt für mich gesund an – mit Tee, Pilates und Porridge. Danach verschaffe ich mir einen Überblick, was an diesem Tag ansteht. Ich gehe meine Checklisten durch und entscheide, ob es sinnvoll ist, ins Büro zu fahren oder im Home Office zu arbeiten. Die Quote liegt bei 50:50.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?


Das einzige Mittel für mich: Sport und Bewegung. Ich habe mir über die Jahre einen kleinen Fitnessbereich zu Hause eingerichtet, unter anderem mit einem modernen Wasserrudergerät. Dank meiner Apple Watch sehe ich immer genau, ob ich genug getan habe und wo ich im Wettbewerb mit meinen besten Freunden stehe.

Was über das Gründerdasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?


Dass alles viel länger dauert, als man denkt, insbesondere im Sales. SaaS-B2B-Sales sind ein zum Teil sehr, sehr langwieriger Prozess, bei dem man viel Resilienz beweisen muss. Es dauert, ein entsprechendes Netzwerk und eine Community aufzubauen und so wertvolle Empfehlungen durch Partner zu erhalten.

Was waren die größten Fehler, die du gemacht hast, und was hast du aus diesen gelernt?


Der größte Fehler war für mich, dass ich mich in bestimmte Kundendeals “verliebt” habe, bei denen ich felsenfest davon überzeugt war, dass eine Zusammenarbeit absolut sinnvoll ist und dass es auf jeden Fall zum Abschluss kommt. Ich habe viel zu viel Zeit und Energie in diese Leads investiert. Was habe ich daraus gelernt? Die bekannte Phrase der “willingness to walk away” anzuwenden. Das bedeutet, die Sales-Pipeline so zu füllen, dass man bereit ist, auf einzelne träge Leads zu verzichten und sich auf Leads mit höherem Potenzial zu konzentrieren.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?


Vor allem durch Glaubwürdigkeit und ein hohes Maß an Mitgestaltungsmöglichkeit. Ich glaube, das ist der Grund, warum die meisten Mitarbeiter zu uns kommen und bei uns bleiben. Hinzu kommt der Mix aus einem tollen zentralen Büro und Remote Work. Das Beste ist, dass man genau so, wie man ist, bei Valuedesk wertgeschätzt wird. In erster Linie ist es so, dass nicht das Unternehmen die neuen Mitarbeiter anzieht, sondern die bestehenden Mitarbeiter. Das Wichtigste ist, welches Gefühl, welche Kultur ein Unternehmen vermittelt. Auch in Recruiting gilt es natürlich, eine Pipeline aufzubauen und kontinuierlich alle relevanten Kanäle zu nutzen.

Welchen Tipp hast du für andere Gründer?


Erstens: Macht euch bewusst, dass alles viel, viel länger dauert, als man am Anfang denkt. Zweitens: Stellt ein ausgewogenes Team zwischen technik- und sales-affinen Leuten zusammen. Drittens: Nehmt mehr Geld auf, als ihr braucht. Sorgt für eine solide Finanzierungsbasis als Basis für Wachstum. Macht euch möglichst unabhängig von Investoren. Und viertens: Achtet auf das Timing: Das richtige Timing am Markt, das richtige Timing für Investoren und das richtige Timing für Mitarbeiter sind das Erfolgsrezept.

Ohne welches externe Tool würde das Startup quasi nicht mehr existieren?


Jetzt kommt, was wahrscheinlich alle sagen: Slack, Notion, HubSpot und die Google Suite.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für eine gute Stimmung?


Das ist natürlich eine besondere Herausforderung in Corona-Zeiten. In der hybriden Arbeitswelt ist es extrem schwierig, immer alle bei Top-Laune zu halten. Neue Deals, tolle neue Features, die von uns releast werden, und toller neuer Content aus unserem Marketingteam sorgen für gute Stimmung. Man muss auch kleine Erfolge zelebrieren, damit das ganze Team alle positiven Entwicklungen mitbekommt. Darüber hinaus mache ich mit jedem Mitarbeiter regelmäßig persönliche Meetings, möglichst beim Spazierengehen oder beim Mittag- oder Abendessen.

Was war bisher dein wildestes Startup-Erlebnis?


Das waren definitiv unsere Guerilla-Marketingaktionen! Ich erinnere mich gut daran, als der damalige Wirtschaftsminister Peter Altmaier vor etwa zwei Jahren gemeinsam mit mir auf einer Bühne saß. Ich war als Startup-Vertreter dort und habe ihn gefragt, was er darüber denkt, dass durch Deutschland ein Ruck geht unter dem Motto “Gemeinsam mehr Wert”. Das war unser damaliger Slogan, den ich groß auf meinen Hoodie gedruckt hatte. Als der Moderator – Sebastian Borek von der Founders Foundation – diesen “Hack” erst mit einer gewissen Verzögerung erkannt hat, gab es großes Gelächter im Publikum. Das war eine lustige Aktion, wie wir sie früher oft gemacht haben.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Foto (oben): Valuedesk

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