Microsoft Cortana und Amazon Alexa sind doch nicht mehr vereint

Die Sprachassistentin Cortana dürfte den meisten Nutzern dadurch bekannt sein, dass sie unter Windows lange Zeit eine der ersten Funktionen gewesen ist, die man möglichst beiseite schob. Auch Microsoft musste das erkennen und verlagerte die Assistentin aus ihrem ersten Stammplatz aus der Task- / Suchleiste in den Hintergrund. Eine Partnerschaft mit Amazon und Verzahnung mit Alexa sollte den Ruf aufbessern. Ohne dass es groß aufgefallen wäre, wurde diese Integration aber bereits Mitte September 2021 wieder aufgegeben.

Wer mittlerweile versucht, mit Cortana über ein Alexa-Gerät zu interagieren, erhält nur noch den Hinweis, dass der betreffende Skill eingestellt worden sei. Am 18. September 2021 wurde diese Liaison laut den Redmondern beendet. Überraschend ist der Schritt nicht, vermutlich haben nur wenige User Cortana über ein Alexa-Gerät aufgerufen. Außerdem stellte Microsoft 2020 auch schon die Cortana-App für Android und iOS ein. Auch der Support für Skills von Drittanbietern endete letztes Jahr.

Unter Windows 11 ist die Cortana nicht einmal mehr Bestandteil des Betriebssystems, kann aber nachinstalliert werden. Klar ist jedoch, dass der Fokus schon lange nicht mehr auf der Assistentin liegt – jedenfalls nicht im Markt für Privatkunden. Stattdessen positionieren die Redmonder Cortana mittlerweile als Assistentin für Geschäftskunden.

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Android TV: Installation von Apps lässt sich nun vom Phone aus anstoßen

Google erlaubt es Nutzern nun, die Installation von Apps auf Geräten mit Android TV auch vom Smartphone aus anzustoßen. Das kann ganz praktisch sein, falls ihr ungern mit der TV-Fernbedienung im Play Store herumwurschteln wollt. Stattdessen könnt ihr das bequem übers Phone erledigen.

Ein Reddit-User machte auf diese Option aufmerksam, die ich ebenfalls schon am Smartphone erspähen konnte.

Ihr erhaltet dann bei „Installieren“ die Möglichkeit das Feld über den Pfeil rechts aufzuklappen. Dann erscheinen auch Geräte mit Android TV, in meinem Fall die Nvidia Shield TV, zur Auswahl. Klappt freilich nur mit Anwendungen, die es tatsächlich für Android TV gibt. Google verteilt diese Neuerung wohl über seine serverseitige Aktualisierung. Erst nach und nach kommen alle User in den Genuss. Während ich also schon an die Reihe gekommen bin, kann es sein, dass ihr noch etwas ausharren müsst.

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Umfrage November 2021: Das ID Wallet wird zurückkehren, aber werdet ihr es nutzen?

Quelle: BMVI

Eigentlich eine ganz schöne Räuberpistole, die Geschichte um das ID Wallet, welches der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, da forcieren wollte. So wurde die App, welche zunächst als digitale Verwahrungsstelle des Führerscheins fungieren sollte, direkt nach dem Launch wieder zurückgezogen. Seitdem gibt es unter Politikern und Sicherheitsforschern eifrige Diskussionen über die technischen Qualitäten der App. Aber interessanter ist vielleicht die Frage: Was sagt denn ihr als potenzielle Nutzer dazu?

Zur Rekapitulation: Die App namens ID Wallet sollte langfristig nicht nur einen digitalen Führerscheinnachweis speichern, sondern auch potenziell andere digitale Dokumente. Auch sollte es über die App z. B. möglich sein, bei Veranstaltungen oder in Hotels Check-ins durchzuführen. Doch da ging es dann los mit den Skandalen, denn Sicherheitsforscher fanden eklatante Schwachstellen, die zu Identitätsdiebstahl eingeladen hätten. Später kamen noch weitere Blamagen ans Tageslicht und es wurde sogar bekannt, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Bundesregierung im Vorfeld auf die Unzulänglichkeiten des ID Wallets aufmerksam gemacht hatte.

Das alles wirft kein gutes Licht auf die scheidende Bundesregierung und die Digitalisierung des Staats in Deutschland. Trotzdem heißt es, dass das ID Wallet mit Optimierungen zurückkehren solle. Allerdings eröffnet das die Frage: Ist das Vertrauen nun verspielt? Oder würdet ihr dem ID Wallet noch eine zweite Chance geben? Genau das könnt ihr in unserer monatlichen Umfrage angeben, in der wir mal die Stimmung erfassen möchten. Schließlich ist das ID Wallet ein Thema, das potenziell jeden betrifft.

Ich bin da insbesondere gespannt, ob es Unterschiede zu unserer Umfrage aus dem August 2020 geben wird – damals stieß zumindest eine eID auf Akzeptanz.

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Corona-Warn-App: Version 2.13 wird wieder für Android verteilt

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Gesichtserkennung an Schulen in Großbritannien soll Kantinenkäufe beschleunigen

In Großbritannien werden nun an einigen Schulen Kameras zur Gesichtserkennung in Kantinen getestet, wie die Financial Times berichtet. Dadurch möchte man das Bezahlen beschleunigen und lange Warteschlangen vermeiden. Allerdings wird das Ganze zum Teil auch kritisch gesehen. Laut den Test-Schulen in North Ayrshir hätten allerdings 97 % der Eltern ihre Zustimmung zu dem System gegeben.

Ein Pilotprojekt gab es auch schon 2020 in der Kingsmeadow Community School in Gateshead. Neun Schulen in North Ayrshire testen das System zur Bezahlung via Gesichtserkennung nun nochmals aus. Das System sei auch hygienischer, als mit Kartenzahlungen oder Fingerabdruckscannern zu arbeiten. Zudem erreiche man durch die reine Gesichtserkennung eben ein höheres Tempo. Auf letzteres komme es an, denn man müsse in 25 Minuten ca. 1.000 Schüler mit einer Mahlzeit versorgen. Durch das neue System brauche man pro Schüler / Transaktion nun nur noch 5 Sekunden.

Das System gleiche verschlüsselte Faceprint-Vorlagen, die lokal auf Servern in den Schulen gespeichert seien, ab. Dadurch sei die Missbrauchsgefahr für die Daten minimiert. Zudem sei es zuvor oft vorgekommen, dass die Schüler z. B. ihre PIN zum Bezahlen des Essens vergessen hätten. Teilweise sei es auch zu PIN-Diebstählen gekommen. Das werde ebenfalls mit dem neuen System vermieden.

Ob so ein System nun außerhalb des Testballons breiter etabliert werden könnte, ist derzeit offen. Kritiker wünschen sich eine breitere Debatte um das Thema und gesetzliche Regelungen, welche den Einsatz der Gesichtserkennung verbindlich beschränken. Sie sind der Meinung, dass es nicht notwendig sei, so ein System wie an Flughäfen nun an Schulen zu implementieren. Die Suche nach weniger kritischen Bezahlungsmethoden sei geboten.

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