Jeff Bezos kauft neue Superjacht für 500 Millionen Dollar: Wie das Geschäft mit den Luxusschiffen während der Pandemie boomt

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Jeff Bezos kauft neue Superjacht für 500 Millionen Dollar: Wie das Geschäft mit den Luxusschiffen während der Pandemie boomt

Die Superjacht
Die Superjacht „Eclipse“ vom russischen Oligarchen Roman Abramowitsch.

Christian Charisius/picture alliance via Getty Images

  • Während der Corona-Pandemie boomt das Geschäft mit Superjachten.
  • So lässt sich etwa Amazon-Chef Jeff Bezos in den Niederlanden eine neue Luxusjacht für 500 Millionen US-Dollar bauen.
  • Die neue 160-Meter-Superjacht des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman entsteht offenbar in einer Bremer Werft.

Die Schere zwischen Arm und Reich ist während der Corona-Krise weiter auseinander gegangen. Während viele Menschen auf staatliche Hilfen angewiesen sind, konnten einige Superreiche ihr Vermögen vervielfachen. Während der Pandemie boomt deswegen nun ein Geschäft, das nur den Topverdienern vorbehalten ist: der Handel mit Superjachten.

Zu dieser Riege an ausgewählten Personen gehört auch Jeff BezosAmazon-Chef und mit einem geschätzten Vermögen von 187 Milliarden US-Dollar reichster Mensch der Welt. Einem Bericht der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ zufolge lässt der 57-Jährige zurzeit in den Niederlanden eine 127-Meter-Segeljacht bauen. Es könnte die größte reine Segeljacht der Welt werden. Die geschätzten Kosten: mehr als 500 Millionen US-Dollar.

Nicht nur Bezos, sondern auch andere Millionäre und Milliardäre investieren in den letzten Monaten vermehrt in Superjachten. Der Trend kommt nicht aus heiterem Himmel. Durch Ausgangsbeschränkungen und Co. sind die meisten Menschen an ihren Wohnort gebunden. Eine Jacht bietet hier auf dem Wasser eine willkommene Alternative, bei der die Besitzer auch während der Pandemie mobil bleiben können.

Weltweit über 800 Superjachten im Bau

Branchenexperten zufolge boomt vor allem der Zweitmarkt mit Jachten. Die Preise der gebrauchten Schiffe sind in den letzten Monaten stark gestiegen und der Ansturm hört nicht auf. „Große Jachten werden womöglich als gute Gefährte zur Isolation sowie für einen sicheren Urlaub betrachtet“, sagt der Jacht-Experte Sam Tucker im „Manager Magazin“.

Auch bei den Neuanfertigungen ist die Nachfrage stabil. In den weltweit 180 auf Jachten spezialisierten Werften sollen sich dem „Boote Exclusiv“-Chefredakteur Martin Hager zufolge über 800 Superjachten im Bau befinden.

Unter den Kunden sind viele Prominente, darunter auch der US-Regisseur Steven Spielberg. Seine aktuelle Jacht wird dem Bericht von „Bloomberg“ zufolge für 131 Millionen Dollar angeboten. Und auch bei uns in Deutschland befinden sich die Superjachten im Bau. In Bremen entsteht nach „Bild“-Informationen zurzeit die Superjacht des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Das Luxusschiff soll rund 160 Meter lang und 23 Meter breit werden. Geschätzte Kosten: 300 Millionen Euro.

Wenn die Superreichen in See stechen: Das sind die 17 größten Luxusjachten der Welt

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  • 17. Savarona — 124 Meter. Diese historische Jacht wurde 1937 für Emily Roebling Cadwalader gebaut. Im Jahr 1989 wurde sie von der Türkei für den Präsidenten gekauft und für 35 Millionen Dollar (31 Mio. Euro) restauriert.

    16. Katara — 124 Meter. Die Herkunft dieser Luxusjacht ist ungeklärt. „Boat International“ glaubt, sie gehört dem jungen Scheich Tamin bin Hamad al-Thani. Angemeldet ist die Katara jedenfalls in Doha, Katar.

    15. Maryah — 125 Meter. Ein 1991 in Polen gebautes Forschungsschiff, das in Großbritannien zum Luxusdampfer umgebaut wurde. Jetzt kann die Maryah bis zu 54 Personen unterbringen.

    14. Octopus — 126 Meter. Dieses Prachtstück gehört dem Microsoft-Mitgründer Paul Allen und liegt im Hafen von Antibes in Frankreich. Dort verbringt es die meiste Zeit fest verankert und dient sogar als Landeplatz für Helikopter

    13. Al Mirqab — 133 Meter. Die Al Mirqab gewann im Jahr 2009 einen Preis bei den „World Superyacht Awards“ und überzeugt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 20 Knoten.

    12. Serene — 134 Meter. Dieses Schiff wurde 2011 für einen Russen gebaut. Viel mehr ist über die Serene nicht bekannt, außer dass sie in ihrem italienischen Heimathafen einen Rekord aufstellte — noch nie zuvor wurde dort eine so große Jacht gebaut.

    11. Rising Sun — 138 Meter. Gebaut wurde die Rising Sun ursprünglich im Jahr 2004 für den Oracle Chef-Larry Ellison. Der verkaufte sie jedoch an den Musikproduzenten David Geffen und ließ sich selbst eine neue Jacht bauen.

    10. Al Salamah — 139 Meter. 1999 wurde die Jacht unter absoluter Geheimhaltung mit dem Codenamen „Mipos“ — Mission Possible — in Deutschland gebaut. Grund dafür war der Auftraggeber: Kronprinz bin Abdul-Aziz, Halbbruder des saudischen Königs und einer der größten Waffenhändler der Welt.

    9. Ocean Victory — 140 Meter. Auch bei dieser Luxusjacht ist der Besitzer unbekannt. Angeblich hat sie sieben Decks, sechs Schwimmbäder, 13 Kabinen und ein eigenes Kino.

    8. Yas — 141 Meter. Rein äußerliche würde die Yas auch gut in einen Star-Trek-Film passen. Auch die 2011 gebaute Jacht mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit von 26 Knoten hat einen unbekannten Besitzer.

    7. El Horriya — 146 Meter. Dieser Dampfer wurde 1865 für einen osmanischen Staatsmann gebaut. Für 119 Jahre stand die El Horriya an der Spitze der größten Schiffe, bis sie von der Prince Abdulaziz abgelöst wurde.

    6. Prince Abdulaziz — 147 Meter. Die 1984 gebaute königliche Jacht gehörte bis zu seinem Tod dem König von Saudi-Arabien. Die 184 Millionen Dollar (165 Mio. Euro) teure Prince Abdulaziz ist immer noch im Besitz der arabischen Königsfamilie und war 22 Jahre lang die größte ihrer Art.

    5. Topaz — 147 Meter. Die 2012 in Berlin konstruierte Jacht kostete stolze 527 Millionen Dollar (472 Mio. Euro). Sie ist luxuriös ausgestattet mit einem Fitnessstudio, Whirlpool, Kino, Konferenzraum und einem Helikopter-Landeplatz.

    4. Al Saïd — 155 Meter. Die 2006 gebaute Megajacht gehört dem Sultan Qaboos aus Oman und kann neben 154 Besatzungsmitgliedern auch 70 Gäste beherbergen. Mit ihren rund 8.000 Quadratmetern, einer riesigen Konzerthalle und einem Landeplatz für Hubschrauber lässt sie keine Wünsche offen.

    3. Dubai — 162 Meter. Diese gigantische Jacht wurde 1996 für Prinz Jefri aus Brunei gebaut und gehört jetzt dem Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum. Abgesehen von der „normalen“ Luxusausstattung beeindruckt die Dubai mit einem 21 Meter breiten Atrium.

    2. Eclipse — 162,5 Meter. Die zweitgrößte Superjacht der Welt ist eine von drei Jachten, die dem russischen Milliardär und FC-Chelsea-Eigentümer Roman Abramovich gehören. Die 2009 in Deutschland gebaute Eclipse kostete 500 Millionen Dollar (450 Mio. Euro) und wurde seit Baubeginn schon zweimal verlängert. Die Besonderheit der Eclipse liegt in ihrer Sicherheit: Mit gepanzerten Bullaugen, Blitzlichtsensoren und Bewegungsmeldern ist sie vor unerwünschten Besuchern rundum geschützt.

    1. Azzam — 180 Meter. Über die größte Luxusjacht der Welt ist nicht sehr viel bekannt. Sie gehört angeblich einer saudischen Königsfamilie und kostete um die 600 Millionen Dollar (540 Mio. Euro). Die in Deutschland gebaute Azzam soll sogar mit einem kleinen U-Boot und einem Raketenabwehrsystem ausgestattet sein.

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Internes Gutachten: In der Tesla-Fabrik könnten sich explosive Gaswolken und giftige Reizgase bilden

Tesla-Chef Elon Musk  auf der Baustelle der Tesla Fabrik in Grünheide.
Tesla-Chef Elon Musk auf der Baustelle der Tesla Fabrik in Grünheide.

dpa

  • Ein von Tesla in Auftrag gegebenes Störfallgutachten zeichnet zwei ernste Szenarien für die Fabrik in Grünheide. Zum einen sei es nach jetzigem Planungsstand möglich, dass sich in den Hallen Gaswolken bilden, die explodieren und Brände auslösen können.
  • Außerdem könnten sich giftige Reizgase bilden, die Atemwege der Mitarbeiter und der Anwohner angreifen könnten, die in der Nähe des Fabrikgeländes wohnen.
  • Das ergeben gemeinsame Recherchen von Business Insider und dem ZDF-Magazin „Frontal21“. Das Störfallgutachten liegt beiden Redaktionen vor.

Elon Musk hatte kurz vor seinem Abflug Mitte dieser Woche ein Erfolgserlebnis. Das Landesamt für Umwelt erteilte seiner Fabrik in Grünheide die mittlerweile 14. vorläufige Genehmigung, der Autobauer darf in den Werkshallen nun Maschinen für die Endmontage der Fahrzeuge aufstellen. Obwohl die Fabrik noch nicht final genehmigt wurde, wird sie trotzdem in Windeseile durch die vielen vorläufigen grünen Lichter aus der Kontrollbehörde hochgezogen – und ist fast fertig.

Das könnte nun zum Problem werden. Ein von Tesla in Auftrag gegebenes Störgutachten, das von der Ingenieurgesellschaft Müller-BBM aus Hamburg erstellt wurde, stellt der Fabrik und dem Autobauer ein desaströses Zeugnis aus. In dem Gutachten werden anhand der verwendeten Chemikalien und Stoffe die Wahrscheinlichkeit von Szenarien erörtert, die zu ernsten Unfällen führen können. Vor allem zwei sind dabei besonders relevant.

Explodierende Gaswolken

Die Gutachter skizzieren ein Szenario, bei dem ein Behältnis in der Lackiererei beschädigt wird, aus dem die Flüssigkeit n-Butylacetat ausläuft. Die freigesetzte Flüssigkeit breitet sich daraufhin frei in der Halle aus. „Es wird eine Verdampfung aus der Lache mit Ausbreitung in der Umgebung bzw. Zündung und Abbrand der Gaswolke unterstellt. Als Verdampfungszeit wird 10 Minuten angenommen“, heißt es in dem Gutachten.

Die Gutachter schlussfolgern, dass dieses Szenario plausibel, also möglich sei. Und attestieren Tesla, darauf nicht vorbereitet zu sein.

Oliver Kalusch, Experte für Anlagensicherheit und Immissionsschutz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), findet klare Worte für den Vorgang: „Vereinfacht gesagt geht es hierbei darum, das giftige Stoffe austreten, die eine Lache bilden. Diese verdampft relativ schnell und bildet eine Gaswolke, die explodieren oder zu Bränden führen kann. Dieses Szenario, das muss man so hart sagen, kann ein ernster und realer Störfall werden.“

Reizgas greift die Atemwege an

In einem anderen Szenario wird angenommen, dass die Chemikalie Tetrafluorpropen austritt – nicht in Gasform, sondern als druckverflüssigtes Gas, also Flüssigkeit. Dieses könnte eine Lache bilden, „die sich entweder ungehindert oder innerhalb eines Auffangraums ausbreitet“, heißt es in dem Gutachten. Es sei anzunehmen, dass dann ein Lachenbrand folgt und anschließend die Gase verdampfen. Bei dem Brand kann Flourwasserstoff entstehen, heißt es weiter im Gutachten. Dabei handelt es sich um ein Reizgas, dass die Atemwege von Menschen angreift. Auch dieses Szenario wird im Gutachten als plausibel bezeichnet.

Experte Kalusch warnt vor dem Eintreten dieser Möglichkeit. „Das Gas ist sehr giftig für die Mitarbeiter – und womöglich sogar auch für die Anwohner. Die Gaswolke könnte aus der Fabrik austreten und umliegende Wohnhäuser erreichen. Anhand der dürftigen Berechnungen von Tesla ist das nicht auszuschließen“, sagt Kalusch.

Fehlende Datentiefe, Belege und naive Annahmen

Tesla hatte sich selbst bereits vor dem Gutachten mit den genannten zwei Gefahrenszenarien befasst – und diese als sehr unwahrscheinlich abgestempelt. Die Hamburger Experten bemängeln in ihrem Gutachten nun die Datentiefe, fehlende Belege und die recht naiven Annahmen von Tesla – und widersprechen dem Autobauer. Die Gutachter fordern von Tesla, die Szenarien völlig „neu abzuleiten und zu betrachten“.

Kalusch zweifelt daran, dass Tesla dies noch tun wird. „Das Kernproblem ist, dass Tesla sich bei diesen für die Sicherheit der Fabrik, der Mitarbeiter und umliegenden Gemeinden wichtigen Daten unfassbar bedeckt hält – oder diese nicht konservativ genug berechnet, sondern grundsätzlich vom best-case ausgeht. Ich wage eine Prognose: Wenn Tesla da nicht grundsätzlich nachbessert, wird das nichts mit der finalen Genehmigung“.

Kalusch hatte bereits im Januar eine Stellungnahme im Auftrag des BBU vorgelegt, in dem er mit Kollegen bereits die zwei besagten Szenarien aufgegriffen und kritisiert hatte. Die von Tesla beauftragten Gutachter greifen in ihrer Analyse die Stellungnahme von ihm auf und stützen sie. Kalusch fordert, dass die Tesla-Fabrik als ein „Betriebsbereich der oberen Klasse“ eingestuft wird, also als einer, bei dem mit zahlreichen gefährlichen Stoffen operiert wird. Durch die Einstufung wäre Tesla gezwungen, einen länglichen, detaillierten Sicherheitsplan vorzulegen, um mögliche Unfälle zu verhindern.

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Ford F-150 Lightning: Die Elektroversion des Bestsellers kommt als Cybertruck-Alternative

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Ford F-150 Lightning: Die Elektroversion des Bestsellers kommt als Cybertruck-Alternative

  • Profielfoto Elias Holdenried

Von vorne ist die Elektroversion an dem rechteckigen Leuchtband erkennbar.
Von vorne ist die Elektroversion an dem rechteckigen Leuchtband erkennbar.

Ford

Die Pick-ups aus der F-Serie von Ford transportieren nicht nur amerikanisches Lebensgefühl, sondern sind auch ein Verkaufsschlager.

Nun gibt es die erste elektrische Version: den Ford F-150 Lightning. Als prominenter Testfahrer setzte sich US-Präsident Joe Biden hinter das Lenkrad.

Der F-150 soll zwar eine Reichweite von 480 Kilometern haben, dafür aber auch eine 800-Kilo-Batterie. Besonders macht ihn auch der vordere Kofferraum.

Die F-Series von Ford ist seit fast vierzig Jahren die meistverkaufte Auto-Baureihe der USA und dominiert daher auf der anderen Seite des Atlantiks das Straßenbild. Zudem steht die praktische Karosserieform Pick-up symbolisch für den Lebensalltag der amerikanischen Bevölkerung im mittleren Westen.

Angesichts dieser Symbolkraft verwundert es kaum, dass US-Präsident Joe Biden am Dienstag eine Probefahrt der neuen Elektroversion F-150 nicht ausschlagen konnte. Schließlich passt es perfekt in die Agenda des Präsidenten, dass Ford von seinem Bestseller eine reine Elektroversion auflegt. Im Rahmen seines Besuchs im Ford-Stammwerk Dearborn (Michigan) hielt der Demokrat eine Rede, in der er nochmals bekräftigte, dass die großen US-Autobauer bei der E-Mobilität Gas geben müssten, um das Feld nicht den Chinesen zu überlassen.

Bis zu 480 Kilometer Reichweite

Ein CNN-Video zeigt, dass Biden vom Durchzug des elektrischen Pick-up mehr als angetan war. „Das Ding ist schnell“ sagte er zu anwesenden Journalisten. Zudem verriet er in dem Video bereits die Beschleunigungszeit von Null auf Hundert des serienmäßig allradgetriebenen F-150 Lightning. Laut dem Präsidenten benötigt die stärkste der insgesamt vier Versionen für diese Disziplin nur 4,3 Sekunden. Ford selbst hat den exakten Sprintwert noch nicht kommuniziert, gibt die Leistung des Topmodells jedoch mit 571 PS (420 kW) und 1.050 Newtonmetern Drehmoment an.

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Batterie schwerer als ein VW Käfer

Auch beim Energiegehalt der beiden Batterie-Optionen hüllen sich die Amerikaner noch in Schweigen. Einige US-Medien schätzen den Brutto-Energiegehalt des größeren Stromspeichers auf üppige 170 bis 180 kWh. Genutzt werden können davon schätzungsweise rund 154 kWh. Laut Ford soll die maximale Reichweite je nach Variante bei schätzungsweise 370 oder 480 Kilometern liegen. Angesichts des immensen Leergewichts keine schlechten Werte. Der Autobauer hat zwar noch keine offizielles Datenblatt veröffentlicht, aber schon der F-150 mit V8-Benziner wiegt über zwei Tonnen. Wie das amerikanische Autoportal Jalopnik schreibt, bringt allein die größere Lithium-Ionen-Batterie des F-150 Lightning über 800 Kilo auf die Waage – mehr als ein VW Käfer.

Höchstens 4,5 Tonnen Anhängelast

An einer 150 kW-Schnelladestation soll der Ladestand des „Extended Range“-Akkus in 41 Minuten von 15 auf 80 Prozent erhöht werden können. Zudem beherrscht der F-150 Lightning das bidirektionale Laden. Der Pick-up kann also auch externe Elektrogeräte oder ganze Einfamilienhäuser höchstens drei Tage lang mit Strom versorgen. In den gehobenen Versionen soll dies mit 9,6 kW möglich sein. Ford gibt die maximale Nutzlast der auf eine kommerzielle Nutzung ausgelegten Basisversion mit 907 Kilogramm an. Besonders stolz ist Ford auf den zusätzlichen „Frunk“ (vorderer Kofferraum), der ein Volumen von 400 Litern und eine Nutzlast von 182 Kilo bieten soll. Der stärkste Lightning darf bis zu 3,5 Tonnen schwere Anhänger ziehen, was jedoch mit einer deutlich eingeschränkten Reichweite einhergehen dürfte.

Der vordere Kofferraum des Ford als zusätzlicher Stauraum.
Der vordere Kofferraum des Ford als zusätzlicher Stauraum.

Ford

Auslieferungen starten Anfang 2022

Äußerlich hat Ford das Grunddesign des normalen F-150 weitgehend beibehalten. Allerdings wurde die Front etwas modernisiert und mit einem durchgehenden Leuchtband ausgestattet. Trotzdem tritt der Lightning optisch eher konservativ auf, was der Stammkundschaft den Umstieg auf die E-Mobilität deutlich erleichtern dürfte. Diese dürften mit den bewusst futuristisch und extrovertiert gestylten Konkurrenten Tesla Cybertruck und Rivian R1T recht wenig anfangen können.

Der Produktionsstart ist für das vierte Quartal geplant, während die Auslieferungen Anfang 2022 beginnen sollen. Die Grundpreise hat Ford ebenfalls schon veröffentlicht. Als spartanisches Nutzfahrzeug kostet der F-150 Lightning vor Steuern und ohne Subventionen mindestens 39.974 Dollar (rund 32.800 Euro), während die besser ausgestatteten PKW-Versionen mit mindestens 52.974 Dollar (rund 43.500 Euro) zu Buche schlagen. In Europa soll der Koloss nicht angeboten werden.

Der E-Ford soll starke Lasten ziehen können.
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Ford

Aktuelle News

#DealMonitor – Trade Republic sammelt 900 Millionen ein (Bewertung: 5 Milliarden) – Pitch bekommt 85 Millionen

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Trade Republic, Pitch, Dabbel und Miles.

Trade Republic sammelt 900 Millionen ein (Bewertung: 5 Milliarden) – Pitch bekommt 85 Millionen

Donnerstag, 20. Mai 2021Vonds-Team

Im aktuellen #DealMonitor für den 20. Mai werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Trade Republic


 Sequoia, TCV und Thrive Capital sowie die Altinvestoren Accel, Creandum, Founders Fund, also Peter Thiel, und Project A Ventures investieren 900 Millionen US-Dollar in Trade Republic. Die Bewertung liegt bei beachtlichen 5 Milliarden Dollar. Somit ist der Neobroker Trade Republic das neuste Unicorn im Lande. Über das Interesse von Sequoia, bei Trade Republic einzusteigen, hatten wir bereits Mitte Dezember im Insider-Podcast berichtet (siehe unten). Das Berliner FinTech, das 2015 von Christian Hecker, Thomas Pischke und Marco Cancellieri gegründet wurde, erhielt zuletzt 62 Millionen Euro – unter anderem von Accel und Founders Fund. Hinter Trade Republic verbirgt sich ein mobiler und provisionsfreier Broker mit dem Kunden mobil und provisionsfrei mit Aktien, ETFs und Derivate handeln können. “Der frühe Geldgeber Sino verkauft Anteile im Wert von rund 150 Millionen Dollar, 750 Millionen Dollar fließen in die Firma. Die Bewertung steigt dabei von 730 Millionen Dollar Ende des vergangenen Jahres auf 5,3 Milliarden Dollar”, schreibt FinanceFWD zum Mega-Investment. “Mit dieser Finanzierung werden wir unsere Mission vorantreiben, Millionen von Europäern einen sicheren, einfachen und kostenlosen Zugang zum Kapitalmarkt zu ermöglichen”, teilt das Unternehmen mit. Über 400 Mitarbeiter:innen wirken bereits für Trade Republic. Nach eigenen Angaben verfügt das Fintech in Deutschland, Frankreich und Österreich derzeit über “mehr als eine Million Kunden”. Mehr über Trade Republic

Pitch


Tiger Global investiert – wie erwartet – in Pitch. Neben dem amerikanischen Über-Investor investieren auch Lakestar, Index Ventures und Thrive Capital in das junge Berliner Unternehmen. In der Series B-Finanzierungsrunde fließen 85 Millionen US-Dollar in Pitch. Mit Pitch möchte Wunderlist-Gründer Christian Reber Präsentationen für die Generation Slack bauen. Thrive Capital und Co. investierten zuletzt 30 Millionen US-Dollar in Pitch. Index Ventures, BlueYard und Frank Thelen, der schon Wunderlist unterstützte, investierten zuvor bereits 19 Millionen Dollar in das Startup. Insgesamt flossen nun schon 135 Millionen in Pitch. Über 100 Mitarbeiter:innen wirken bereits für die Jungfirma. Nach unseren Informationen bewerteten die Geldgeber das Startup zuletzt mit 170 Millionen Dollar (Pre-Money). Im Insider-Podcast hatten wir Ende März über das Interesse von Tiger Gobal an Pitch berichtet. Mehr über Pitch

Dabbel


 Target Global, SeedX, main incubator und weitere Investoren investieren 3,6 Millionen Euro in Dabbel. Das PropTech aus Düsseldorf setzt künstliche Intelligenz ein, um die Energieeffizienz in gewerblichen Gebäuden zu steigern. Dazu entwickelt Dabbel “eine cloud-basierte, selbstlernende Gebäudemanagement-Software, die sich in bestehende Gebäudemanagement-Systeme einfügt und die Steuerung von Heiz- und Kühlsystemen auf eine Art und Weise übernimmt”.

Miles


 Emmanuel Thomassin, Christian Ga?rtner, Rex Jackson und Stine Rolstad Brenna investieren in den Carsharinganbieter Miles. Die Jungfirma unterscheidet sich von der vielen Konkurrenz vor allem durch sein Abrechnungssystem. Abgerechnet werden, anders als bei anderen Carsharing-Anbietern, nur die tatsächlich gefahrenen Kilometer, nicht die Fahrtzeit. In der Vergangenheit investierte vor allem Seriengründer und -investor Lukasz Gadowski in das Berliner Startup. Im vergangenen erwirtschaftete das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Umsatz in Höhe von 20 Millionen Euro. Mehr über Miles

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

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Foto (oben): azrael74

#Brandneu – 7 junge Startups, die man kennen sollte

#Brandneu

Es ist mal wieder Zeit für neue Startups! Hier wieder einige ganz junge Startups, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Startups vor: Pionize, elvah, modelwise, Taktile, Sportstandort24, wryte und Sophia.

7 junge Startups, die man kennen sollte

Donnerstag, 20. Mai 2021Vonds-Team

deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Pionize


Das Passauer Startup Pionize kümmert sich um die große Smart Home-Welt. Die Plattform soll Onliner:innen “die langwierige Recherche zum passenden Smart Home-System” erleichtern. Nach einigen Fragen schlägt das Startup seinen Nutzer:innen ein “individualisiertes Smart Hom-System vor”.

elvah


Das junge Startup elvah bietet eine Ladeflatrate für Elektroautos an. “Für unsere Flatrate bezahlst du einen fixen, monatlichen Beitrag – egal wo und wann du lädst”, schreibt die Jungfirma aus Grafschaft, die von Gowrynath Sivaganeshamoorthy, Wilfried Röper, Sören Ziems gegründet wurde.

modelwise


modelwise entwickelt mit Paitron eine Software für Ingenieure, die der Zielgruppe bei der Automatisierung von Sicherheitsanalysen helfen soll. Dabei setzen die Münchner auf “bestehende Modelle aus Standard-Modellierungsumgebungen”. So soll zusätzlicher Schulungsaufwand vermieden werden.

Taktile


Das Berliner Startup Taktile, das von Maximilian Eber und Maik Taro Wehmeyer gegründet wurde, positioniert sich als Art Low-Code-Plattform für Machine Learning. “Taktile enables enterprises to easily develop business critical Machine Learning applications”, teilt die Jungfirma in eigener Sache mit.

Sportstandort24


Sportstandort24 möchte Sportvereine und -unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Angebote unterstützen. Die Gründer schreiben: “Mithilfe unserer innovativen Software hat Deine Organisation zum Beispiel zahlreiche Möglichkeiten, detaillierte Sportangebote einzustellen und zu verwalten”.

wryte


Das Münchner Startup wryte, das von Philipp Kramer und Matthias Schadhauser gegründet wurde, positioniert sich als “Mitschrift-App mit automatisierter Speicherung”. Zielgruppe der Jungfirma sind Schüler:innen. Dabei organisiert wryte auch die Zuordnung zu Fächern und Heften.

Sophia


Das Linzer Startup Sophia möchte Beratung “effizient und bequem machen”. Auf dem Marktplatz der Jungfirma finden Nutzer:innen anhand von Themen angeben, nach welcher Expertise sie suchen.Die Terminfindung erfolgt direkt im Anschluss. Der Austausch erfolgt dann über digitale Meeting-Räume.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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Foto (oben): Shutterstock

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