Rabatte nur mit App: Gerichtsurteil lässt Supermärkte zunächst gewähren

Supermärkte teilen ihre Kunden meistens in zwei Klassen ein: diejenigen, die ihre jeweilige App nutzen, und den Pöbel, der es wagt, sich dem zu verwehren. Wer die App nutzt, teilt seine wertvollen Einkaufsdaten mit dem jeweiligen Anbieter und erhält als Gegenleistung ein paar Brosamen (= Rabatte). Wer auf seine Privatsphäre Wert legt, muss für viele Produkte mehr zahlen, weil ihm Angebote entgehen, die sicherlich früher im regulären Prospekt gewesen wären. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte deswegen gegen den Discounter Netto geklagt, muss jetzt jedoch eine Niederlage verknusen.

So hat der 3. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Bamberg (Az. 3 UKl 16/25 e) eine Klage auf Unterlassung des vzbv abgewiesen (via Tagesspiegel). Die Verbraucherschützer hatten argumentiert, dass Netto mit seinen App-Rabatten Menschen mit Behinderungen sowie Kinder und Senioren diskriminiere. Das sah das Gericht anders und ließ deswegen auch keine Revision zu. Allerdings kann der vzbv noch eine Nichtzulassungsbeschwerde einlegen. Das Urteil ist deswegen aktuell auch bisher nicht rechtskräftig.

Stein des Anstoßes war übrigens ein Netto-Prospekt, in welchem der Discounter mit einem App-Rabatt von „15 % auf Alles“ geworben hatte. Die Verbraucherschützer sahen da eine Diskriminierung, das Gericht jedoch nicht. Es argumentierte, Netto stelle seine App frei allen Menschen ab einem Alter von 14 Jahren zur Verfügung. Auf individuelle Fähigkeiten oder Vorlieben einzelner könne und müsse die Kette dann nicht mehr eingehen.

Obendrein sah das Gericht den Fall nicht so klar wie die Verbraucherschützer: Sehbehinderte etwa hätten durch die App sogar bessere Möglichkeiten, mit Angeboten umzugehen, als mit einem simplen Druckerzeugnis bzw. Prospekt. Der vzbv ist wiederum von dem Urteil enttäuscht und will sein weiteres Vorgehen prüfen. Rechtsstreitigkeiten um App-Rabatte gibt es dabei in Deutschland so einige. Etwa geht der vzbv auch gegen Rewe vor, weil man die Bonus-Rabatte in der App als intransparent bewertet, solange nicht die Endpreise zu erkennen sind. Hier konnte man bereits einen Etappensieg erzielen. Rewe ist aber in Berufung gegangen.

Meine Meinung: App-Rabatte sind im Grunde ein psychologischer Trick. Die Supermärkte täuschen aus meiner Sicht exklusive und attraktive Rabatte vor, die ihr vor wenigen Jahren aber schlichtweg ohne Kleingedrucktes in den Angebotsprospekten frei vorgefunden hättet. Heute müsst ihr dafür mit euren Kundendaten bezahlen, sodass sich die Lage eindeutig zu Ungunsten der Verbraucher entwickelt hat.

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SwiftKey zwingt zur Microsoft-Anmeldung

Microsoft hat SwiftKey-Nutzer per E-Mail darüber informiert, dass die bisherigen SwiftKey-Konten am 31. Mai 2026 abgeschaltet werden. Wer seine personalisierten Wörterbuchdaten behalten möchte, muss bis dahin zu einem Microsoft-Konto wechseln – andernfalls werden alle gespeicherten Daten dauerhaft gelöscht.

Die Begründung von Microsoft: Die Umstellung soll SwiftKey natürlich „besser machen“. Heißt übersetzt, dass Tippdaten künftig in OneDrive gespeichert werden. Als kleines Goodie dafür gibt es 1.000 Microsoft Rewards-Punkte für den Wechsel – einlösbar in Online-Shops, für Xbox-Rabatte oder als Spende an gemeinnützige Organisationen – whoop whoop.

Für viele Nutzer dürfte der Wechsel kein großes Problem sein, weil Microsoft-Konten bereits jetzt zur Anmeldeoption zählen. Wer also ohnehin schon ein Microsoft-Konto verwendet, muss gar nichts tun – die Daten werden automatisch auf OneDrive gesichert. Problematischer ist die Situation für alle, die bislang mit einem Apple- oder Google-Konto eingeloggt sind und keinen Microsoft-Account nutzen möchten.

Microsoft drängt über immer mehr Produkte darauf, Nutzer in das eigene Ökosystem zu ziehen. Windows 11 macht es in der Einrichtung praktisch unvermeidlich, ein Microsoft-Konto anzulegen – und SwiftKey reiht sich da jetzt mit ein. Dazu kommt, dass nicht jeder begeistert davon sein wird, seine Tipp- und Sprachdaten auf OneDrive zu wissen. Wer nun aber seine Daten retten möchte, sollte vor dem 31. Mai 2026 die Seite data.swiftkey.com aufrufen und den Umzug anstoßen. Wer das verpasst, fängt mit einer leeren, nicht personalisierten Tastatur von vorne an.

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PlayStation Portal: Update mit 1080p High-Quality-Modus wird verteilt

Sony verteilt ab heute weltweit eine neue Software-Aktualisierung für den PlayStation Portal Remote-Player. Das Update widmet sich dem Remote Play sowie dem Cloud-Streaming und bringt einen neuen 1080p High-Quality-Modus mit. Dieser lässt sich optional auswählen und bietet eine höhere Bitrate als die Standardeinstellung.

Neben der Bildqualität hat der Hersteller an der Bedienoberfläche gefeilt. Auf der Produktdetailseite von Spiele-Bundles lassen sich nun gezielt einzelne Titel für das Streaming auswählen. Spieleinladungen erscheinen künftig direkt als Benachrichtigung auf dem Screen, damit diese während des Spielens nicht übersehen werden. Auch die Anzeige von Trophäen wurde angepasst, sie zeigen jetzt Namen und Symbol an, bei Platin gibt es die bekannte Animation.

Wer die Suche nutzt, bekommt zudem sofort die Bildschirmtastatur präsentiert, verrät das Changelog. Um den Einstieg zu erleichtern, erlaubt das System jetzt die Anmeldung und Erstellung eines Accounts via QR-Code über ein mobiles Endgerät. Sony gibt begleitend an, dass die Nutzung des im November eingeführten Cloud-Streamings seit Jahresbeginn deutlich zugenommen habe.

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Bericht: Samsung stellt Verkauf des Galaxy Z TriFold ein




Samsung zieht laut Bericht nach rund drei Monaten einen Schlussstrich unter das Galaxy Z TriFold. Das Smartphone mit zwei Scharnieren und ausklappbarem 10-Zoll-Display verschwindet vom Markt. In Südkorea ist der Verkauf bereits gestoppt, in den USA läuft er aus, sobald die restlichen Lagerbestände abverkauft sind.

Das Gerät war wohl von Anfang an eher als technische Fingerübung gedacht und weniger als ernsthaftes Massenprodukt. Der Preis von 2.899 Dollar machte das TriFold zu einem Spielzeug für zahlungskräftige Technik-Enthusiasten. In Südkorea kostete es zum Start im Dezember 3,59 Millionen Won, der US-Verkauf begann im Januar.

Samsung hatte das Gerät als Beweis der eigenen Ingenieurskunst präsentiert. Das aufklappbare Display sollte Multitasking auf einem neuen Level ermöglichen.

Won-Joon Choi, Chef der Mobile Experience Business Sparte, hatte im Februar noch offen gelassen, ob es einen Nachfolger geben wird. Die Fertigung sei komplex. Manche Features wie das breite Seitenverhältnis könnten aber in günstigere Foldables wandern. Samsung konzentriert sich derweil auf das Galaxy S26 Ultra mit Privacy Display und neuen KI-Funktionen.

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Sonos: App-Update 83.00.36 bringt schnelleren EQ-Zugriff




Sonos verteilt aktuell ein Update für seine Controller-App auf Android und iOS. Die neue Version mit der Nummer 83.00.36 bringt ein paar nützliche Kleinigkeiten mit, ohne das Rad neu zu erfinden. Wer gerne am Klang schraubt, findet jetzt direkt beim Regeln der Lautstärke einen neuen Shortcut zum Equalizer, sofern diese Option vorher in den App-Einstellungen aktiviert wurde. Ebenso kann man nun den Move 2 mit einem anderen Move 2 auch schnell per Bluetooth außerhalb des WLANs koppeln, wie hier schon beschrieben.

Zudem spendiert man den integrierten Musikdiensten mehr Möglichkeiten im Kontextmenü der App. Je nach Anbieter lassen sich dort nun direkt Künstler oder Alben durchsuchen, passende Radiosender starten oder Playlists bearbeiten.

Wer ein iPhone oder iPad nutzt, bekommt außerdem eine verbesserte Lautstärkeregelung. Der Regler lässt sich nun an jeder beliebigen Stelle greifen und justieren, was besonders bei niedrigen Lautstärken die Bedienung vereinfacht. Die Verteilung erfolgt wie bei Sonos üblich gestaffelt, das Update taucht also unter Umständen nicht sofort bei jedem im Store auf. Wer ungeduldig ist, kann über den Store manuell aktualisieren.

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