Little Snitch für Linux: Ein alter Firewall-Bekannter auf neuer Plattform




Little Snitch kennen viele von macOS, unter Linux sah es in der Vergangenheit eher mau aus. Da laut der Entwickler wohl mehr und mehr Leute auf das System umsteigen, hat man auch die Plattform im Blick. Technisch setzt das Projekt auf eBPF, um den Traffic direkt im Kernel abzugreifen.

Die eigentliche Logik läuft in Rust, die Oberfläche als Web-App. Klingt für ein Datenschutz-Tool erstmal schräg, hat aber einen praktischen Effekt: Die Netzwerkaktivität eines Linux-Servers lässt sich so von jedem Gerät aus beobachten, auch vom Mac. Wer wissen will, womit Nextcloud, Home Assistant oder etwas anderes spricht, lässt die Linux-Version von Little Snitch direkt auf dem Server mitlaufen.

Funktionsseitig sortiert sich Little Snitch für Linux aktuell zwischen Little Snitch Mini und der großen macOS-Variante ein. Nutzbar und hilfreich, aber ohne den ganzen Feinschliff des Originals auf dem Mac. Der eigentliche Kern läuft in eBPF und ist quelloffen, wer mag, kann sich den Code anschauen, Bugs beheben oder an andere Kernel-Versionen anpassen. Die Weboberfläche ist ebenfalls als Open Source unter GPLv2 verfügbar. Das Backend im Hintergrund, das Regeln, Blocklisten und die hierarchische Ansicht der Verbindungen verwaltet, bleibt geschlossen.

Wichtig ist noch die Einordnung. Unter Linux ist Little Snitch kein Security-Tool im klassischen Sinne. eBPF bringt hier technische Grenzen mit, etwa bei Ressourcen und Tabellen, was Umgehungsmöglichkeiten offenlässt, wenn jemand gezielt daran vorbei will, etwa durch Fluten der Strukturen. Der Fokus liegt klar auf Privatsphäre: sichtbar machen, welche legitimen Programme wohin sprechen, und bei Bedarf den Hahn zudrehen. Gegen einen ernsthaften Angreifer allein ist das keine Lösung.

Little Snitch für Linux steht kostenlos zum Download bereit und soll auch so bleiben. Alle Infos zu der Software und den Download findet ihr hier.

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PeaZip 11: Frische Version bringt mehr Tempo und ein paar Komfortfunktionen

Lange her: Vor fast 19 Jahren berichtete ich erstmals über PeaZip, damals eine schickere Alternative mit Dateimanager-Flair zum Packer 7Zip, aber eben darauf aufbauend. PeaZip ist nun in Version 11.0.0 erschienen (und seit langem auch für macOS und Linux zu haben, neben Windows) und bringt vor allem Optimierungen unter der Haube, da kann man ja eigentlich nicht mehr soooo viel dran machen. Die Entwickler setzen jetzt auf 7z/p7zip 26.00 und Pea 1.30 als Backend, das ist die Basis für die eigentliche Archivarbeit.

Im Bereich Code hat sich einiges getan. Die Einstellungen für die Browser-Optimierungsstufen wurden überarbeitet, damit das Programm mit verschiedenen Archivtypen und großen Archiven flotter und gleichmäßiger arbeitet. Die Berechnung der Ordnerinhalte in Archiven hängt jetzt besser an diesen Optimierungsstufen, das soll lange Wartezeiten bei vielen Dateien reduzieren. Auch die Voranalyse der Archive, also die Prüfung des Inhaltsverzeichnisses, wurde überarbeitet.

Gerade bei großen Archiven mit vielen Einträgen wird der Schritt laut Changelog deutlich schneller abgewickelt. Die Darstellung der Archivstruktur im Baum wurde ebenfalls beschleunigt und ebenfalls an die Optimierungsstufen gekoppelt. Daneben gibt es eine Reihe von Fehlerkorrekturen, etwa bei der Passwortabfrage für verschlüsselte ARC-Archive, bei Icons von Lesezeichen, Verlauf und Tabs, der Aktualisierung der Brotkrumen-Navigation und der Übersetzung spezieller Ordnernamen in Lesezeichen. Außerdem verhindert PeaZip nun mehrere automatische Öffnen-Vorgänge bei komprimierten tar-Archiven, bis das Archiv geschlossen und neu geöffnet wurde. Das Changelog ist wesentlich länger, aber das schaut ihr euch bei Interesse selbst an. Keine Neuerfindung, eher ein Verbessern von Bestehendem.

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CompressO 3.0: Kostenlose Bild- und Video-Kompression (Windows, Linux und macOS)

CompressO dürfte für einige Nutzer interessant sein, die mal eben flott Medien komprimieren wollen und kein Abo oder teure Suite wollen. Die App ist kostenlos und Open Source. Mit Version 3.0 liefert der Entwickler das Feature nach, das seit Längerem nachgefragt wurde, die Bildkompression. Neben Videos lassen sich jetzt auch JPEG, PNG, WebP und GIF komprimieren, inklusive Reglern für die Qualität. Während der Kompression kann direkt die Auflösung angepasst werden, wer also eh nur eine kleinere Version für Mail oder Web braucht, erledigt das gleich im gleichen Rutsch.

Die App bringt einfache Bildbearbeitung mit, etwa Zuschneiden, Drehen und Spiegeln. Das ersetzt keine große Bildbearbeitung, reicht aber für schnelle Anpassungen, bevor die Dateien weitergegeben werden. Praktisch ist auch die Detailansicht, die Infos wie Abmessungen, Format und EXIF-Daten anzeigt, was für Kamera und Handyfotos relevant ist. Das Komprimieren klappt übrigens auch mit mehreren Dateien.

Für Videos gibt es weiterhin Konvertierung in GIF, komplette Clips oder nur Ausschnitte. Das eignet sich für kurze Ausschnitte, die in Chats oder auf Webseiten landen sollen, auch wenn GIF technisch nicht der modernste Standard ist.

Wie erwähnt: CompressO 3.0 ist komplett kostenlos, der Quellcode liegt auf GitHub, Downloads für Windows, macOS und Linux gibt es dort. Wer eine schlanke Lösung für Medienkompression auf dem Mac sucht und Open Source nicht abgeneigt ist, kann sich das Projekt anschauen. Für mich selbst wäre es nichts, ich bleibe weiterhin auf dem Mac bei eigenen Scripten, alternativ natürlich Tools, auf die man schon ewig bauen kann, z. B. ImageOptim, Handbrake und und und.

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RapidRAW: RAW-Bearbeitung unter Windows, macOS und Linux

RapidRAW ist ein frischer Wind in der Welt der RAW-Bildbearbeitung. Mit 20 MB ist die Software leicht und bietet eine GPU-beschleunigte, nicht-destruktive Bearbeitung, die laut Entwickler schnelles Echtzeit-Feedback ermöglicht. Die Benutzeroberfläche ist einfach strukturiert und ermöglicht eine einfache Verwaltung der gesamten Fotosammlung.

Die Software bietet eine Vielzahl von Funktionen, darunter KI-gestützte Maskenerstellung für Motive, Himmel und Vordergrund. Nutzer können ihre Lieblingslooks speichern und diese auf beliebige Fotos anwenden. Alle Anpassungen werden in einer Sidecar-Datei gespeichert, sodass die Originalbilder unberührt bleiben. Batch-Bearbeitung spart Zeit, und die Möglichkeit, Objekte zu entfernen oder neue Elemente mit Textaufforderungen hinzuzufügen, erweitert die kreativen Möglichkeiten.

RapidRAW ist plattformübergreifend und richtet sich laut des Entwicklers an Fotografen, die Wert auf Geschwindigkeit und eine benutzerfreundliche Oberfläche legen. Die Software befindet sich noch in der Entwicklung, was bedeutet, dass gelegentlich Bugs auftreten können.

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Windows 11 dominiert, während Windows 7 einfach nicht sterben will

Wer heute auf die weltweite Verteilung der Desktop-Betriebssysteme blickt, sieht ein gewohntes Bild mit einem massiven blauen Balken an der Spitze. Wobei man denken kann, dass eher Google ein komplettes Bild hat und nicht StatCounter.

Microsoft thront mit Windows weiterhin unangefochten auf dem ersten Platz und sichert sich im März 2026 einen Marktanteil von 60,8 %.  Spannend wird es jedoch direkt dahinter, denn ein beachtlicher Teil der Nutzerschaft lässt sich weiterhin nicht so einfach in eine Schublade stecken. Fast jeder fünfte Zugriff erfolgt über Systeme, die als „Unknown“ klassifiziert werden, was mit knapp 19,7 % ein deutliches Zeichen für verstärktes Privacy-Blocking oder was auch immer ist.

Apple-Nutzer teilen sich derweil in zwei Lager auf: Während das klassische OS X mit 9,52 % immer noch eine erstaunlich große Basis hat, kommt das moderne macOS auf 5,24 %. Linux-Fans und Chrome-OS-Nutzer bilden mit 3,16 % beziehungsweise 1,62 % weiterhin die treue, wenn auch überschaubare Flanke am unteren Ende der Statistik – sofern sie nicht in die fette Unbekannte fallen.

Schaut man sich das Microsoft-Ökosystem im Detail an, wird deutlich, dass die Wachablösung mittlerweile in vollem Gange und Windows 11 der neue Standard im Alltag ist. Mit einem Marktanteil von über 67 % hat sich die aktuelle Version fest etabliert und lässt den Vorgänger Windows 10, der noch auf gut 31 % kommt, immer weiter hinter sich. Messfehler gibt’s natürlich immer, bzw. Schwankungen, letzten Monat war Windows 11 über 70 %. In Deutschland allein liegt Windows 11 übrigens bei 74,84 %.

Abseits dieser beiden Größen herrscht jedoch digitale Nostalgie mit hohem Sicherheitsrisiko. Obwohl wir uns im Jahr 2026 befinden, weigert sich ein harter Kern von knapp 1,2 % der Nutzer beharrlich, Windows 7 in den Ruhestand zu schicken – oder es sind alte Kisten, die als Steuerzentralen dienen. Die restlichen Versionen wie Windows 8 oder das uralte XP spielen mit Werten um die 0,1 % statistisch kaum noch eine Rolle, erinnern aber daran, dass manche Systeme wohl erst mit der Hardware sterben, an der sie kleben. Da gibt es ja viele Berichte, dass Uralt-Software noch Dinge regelt.

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