CachyOS: Juni-Release bringt Hyprland Noctalia, DNS-over-QUIC und Optimierungen für GCC und Python

Das Juni-Release von CachyOS ist da und bringt laut den Entwicklern eine Reihe an Änderungen mit, die sowohl die Performance als auch die Benutzererfahrung verbessern sollen. Zu den Neuerungen gehört übrigens auch die neue Desktop-Option Hyprland Noctalia, die sich bereits während der Installation inklusive Vorschauvideo ansehen lässt.

Unter der Haube setzt CachyOS künftig auf Python mit erweitertem Profile-Guided Optimization (PGO), was Python-Workloads beschleunigen soll. Ebenfalls neu: Pacman isoliert Skripte und Hooks standardmäßig vom Netzwerk. Zudem wurde eine Performance-Regression bei OpenBLAS auf CPUs mit vielen Kernen behoben.

Auch der Installer wurde überarbeitet. MangoWM verwendet nun SDDM als Display-Manager, GNOME System Monitor wurde durch Resources ersetzt und das Audiopaket enthält jetzt laut Changelog realtime-privileges. Außerdem erkennt das Live-System Tastaturlayout und Varianten zuverlässiger.

CachyOS-Welcome erhält Unterstützung für DNS-over-QUIC (DoQ) über blocky, inklusive eigener Endpunkte. Hinzu kommen eine neue Troubleshooting-Seite, Unterstützung für den Terminal-Emulator Ptyxis sowie neue Übersetzungen und Lokalisierungen,

Auch chwd und cachyos-settings wurden erweitert. chwd kann nun Konflikte auf Multi-GPU-Systemen mit unterschiedlichen Treibergenerationen besser auflösen und installiert bei Bedarf passende 32-Bit-Vulkan-Treiber für virtuelle Maschinen. In den Systemeinstellungen wurden Start- und Shutdown-Timeouts für Benutzerdienste reduziert, wodurch lange Abschaltzeiten von bis zu 90 Sekunden vermieden werden sollen. Das Changelog ist natürlich 100 Meter länger, könnt ihr ja vor sudo pacman -Syuin Ruhe durchlesen. Fröhliches Aktualisieren und Nutzen! Und wer neu einsteigt, findet die unterschiedlichen Editionen hier.

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BetterCmdTab: Kostenlose Alternative zum macOS-App-Wechsler

Wer mit dem integrierten CMD Tab-App-Wechsler von macOS nicht glücklich ist, kennt vermutlich Lösungen wie AltTab, Witch oder Contexts. Mit BetterCmdTab gibt es nun eine weitere Alternative, die als Open-Source-Projekt kostenlos angeboten wird.

Die Anwendung versteht sich als vollständiger Ersatz für den Standard-App-Wechsler von macOS und setzt auf eine native Umsetzung mit AppKit. Der Entwickler verzichtet dabei bewusst auf Electron und verspricht zudem keinen zusätzlichen CPU-Verbrauch im Leerlauf.

Interessant sind vor allem die zusätzlichen Navigationsmöglichkeiten. Nutzer können zwischen einer klassischen Listenansicht und einer Rasteransicht mit App-Symbolen wählen. In der Grid-Ansicht lässt sich per Pfeiltasten durch die Anwendungen navigieren. Zudem unterstützt BetterCmdTab eine Buchstabensuche: Wer die ersten Zeichen eines App-Namens eintippt, springt direkt zum gewünschten Programm.

Auch einige Schnellaktionen sind integriert. Über Tastenkombinationen können Anwendungen direkt beendet, Fenster geschlossen, minimiert oder ausgeblendet werden:

– CMD Q: App beenden


– CMD W: Fenster schließen


– CMD M: Fenster minimieren


– CMD H: App ausblenden

Darüber hinaus unterstützt die Software das Wechseln auf Fensterebene und bietet unter macOS 26 einen „Liquid Glass“-Hintergrund. Auf älteren macOS-Versionen wird automatisch auf eine kompatible Darstellung zurückgegriffen.

Der Entwickler nennt als unterstützte Plattform macOS 13 und neuer. Telemetrie, Analysedienste, Abonnements oder kostenpflichtige Freischaltungen gibt es laut Projektbeschreibung nicht. Wer regelmäßig mit vielen geöffneten Apps und Fenstern arbeitet, kann sich BetterCmdTab durchaus einmal ansehen.

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Samsung stellt UFS 5.0 vor: Bis zu 10,8 GB/s für kommende KI-Smartphones




Samsung hat mit UFS 5.0 einen neuen Speicherstandard vorgestellt und spricht von der aktuell schnellsten UFS-Lösung der Branche. Der neue Flash-Speicher soll vor allem Geräten mit lokaler KI-Verarbeitung zugutekommen und erreicht laut Hersteller Transferraten von bis zu 10,8 GB/s.

Der Hintergrund ist klar: Generative KI wandert zunehmend von der Cloud auf die Geräte selbst. Damit steigen die Anforderungen an den Speicher deutlich. Große Sprachmodelle und andere KI-Anwendungen müssen Daten schnell laden, verarbeiten und wieder speichern. Genau hier setzt Samsung mit UFS 5.0 an.

Der neue Speicher basiert auf dem aktuellen JEDEC-Standard und erreicht laut Samsung sequenzielle Leseraten von bis zu 10,8 GB/s sowie Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 9,5 GB/s. Gegenüber UFS 4.1 soll sich die Leistung damit mehr als verdoppeln. Für Nutzer könnte das kürzere Ladezeiten, geringere Latenzen und schnellere Reaktionszeiten bei KI-Funktionen direkt auf dem Smartphone bedeuten.

Auch bei der Energieeffizienz legt Samsung nach. Laut Unternehmen arbeitet UFS 5.0 mehr als 40 Prozent effizienter als die eigene UFS-4.1-Lösung. Möglich machen das unter anderem sogenannte Clock-Gating- und Multi-Voltage-Technologien. Gerade bei KI-Anwendungen, die dauerhaft hohe Datenmengen bewegen, dürfte sich das positiv auf die Akkulaufzeit auswirken, so das Unternehmen weiter.

Interessant ist zudem die Baugröße. Das neue Speicherpaket misst lediglich 7,5 x 13 x 0,9 Millimeter und fällt damit rund 16,7 Prozent kleiner aus als der Vorgänger. Das schafft zusätzlichen Platz im Geräteinneren und könnte nicht nur Smartphones, sondern auch Wearables und XR-Geräten zugutekommen. Die Massenproduktion von UFS 5.0 soll im vierten Quartal 2026 anlaufen. Geplant sind Varianten mit bis zu 1 TB Speicher.

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Apple: ChatGPT lässt sich in der neuen Siri-App schnell auswählen

iOS 27 und Co. bringen eine eigene Siri-App mit, die stärker als ein klassischer Chatbot aufgebaut ist. Mit an Bord sind ein Texteingabefeld, Anhänge für Bilder und Dateien sowie ein Menü für frühere Unterhaltungen. Standardmäßig landet ihr dort wenig überraschend erst einmal bei Apples neuer Siri-KI.

ChatGPT ist aber nicht weit weg. Wer im Eingabefeld länger drückt (Rechtsklick auf dem Mac) und anschließend auf „Ask…“ tippt, bekommt ein Auswahlfenster mit Siri und ChatGPT angezeigt. Andere Anbieter sind aktuell wohl nicht vorhanden, grundsätzlich könnte Apple da später aber noch nachlegen.

Praktisch ist das Ganze, komplett nahtlos aber nicht. Der Gesprächskontext wird beim Wechsel nicht übernommen. ChatGPT sieht also nicht, was ihr vorher mit Siri besprochen habt und umgekehrt genauso wenig.

Wird die App außerdem geschlossen und wieder geöffnet, springt sie derzeit wieder auf Siri zurück, selbst wenn vorher ChatGPT gewählt war. Ob das ein Beta-Fehler oder Absicht ist, bleibt offen. Einen dauerhaften Standard auf ChatGPT scheint es nach aktuellem Stand nicht zu geben.

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Social Media für Kinder: 12 Organisationen sprechen sich gemeinsam gegen ein Verbot aus

Ein Bündnis aus 12 Organisationen bzw. Verbänden hat sich zu einem potenziellen Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche positioniert. Neben dem Branchenverband Bitkom e. V., der natürlich kommerzielle Interessen seiner Mitglieder vertritt, zählen zu den Unterzeichnern der Erklärung aber auch der AWO Bundesverband, der Bundeselternrat, die Bundesschülerkonferenz, der BVDW, die Initiative D21, Ecpat, eco, fragFINN, FSM, die Kindernothilfe e. V. sowie der Montessori Bundesverband Deutschland e. V.

Es sind also auch nicht-kommerzielle Interessengemeinschaften dabei. Letzten Endes bezieht man gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche Stellung. Stattdessen fordert man optimierte Schutzmaßnahmen. Schutz, Befähigung und Teilhabe sollen also zusammenspielen. Jugendschutzfilter, Ausblendung sexualisierter und gewalttätiger Inhalte, Verhinderung von Mobbing und auch das Abschalten personalisierter Werbung sowie die Reglementierung der Kontaktfunktionen sollen Bausteine sein. Kinder und Jugendliche könnten wiederum aber die Medienkompetenz fürs Leben, die auch Social Media einbezieht, nur durch aktiven Kontakt erlernen.

Zentrale Punkte der in dieser Woche veröffentlichten Erklärung sind daher eben, dass es keinen pauschalen Ausschluss geben soll und mehr Medienkompetenz in Schule und Elternhaus vermittelt werden soll. Lehrkräfte sollten etwa besser qualifiziert und Eltern stärker unterstützt werden. Zudem fordern die 12 Organisationen eine Stärkung kindgerechter Angebote. Mit dem Digital Services Act gebe es zudem schon ein passendes Regelwerk, das gemeinsam mit bestehenden Jugendmedienschutz-Vorgaben wirksam angewendet und kontrolliert werden müsse.

Illegale Inhalte müssten zudem schneller gemeldet und bearbeitet werden. So wünscht man sich etwa, dass mehr Trusted-Flagger anerkannt werden. Zudem schlägt man eine „verhältnismäßig“ eingesetzte Altersverifikation vor. Zu den weiteren, größtenteils sehr allgemein gehaltenen, Forderungen zählen auch noch beispielsweise eine Stärkung und nachhaltige Finanzierung von außerschulischen Angeboten zur Medienkompetenzvermittlung sowie die Stärkung und Durchsetzung der Plattformaufsicht durch Aufstockung des Personals der Koordinierungsstelle für digitale Dienste (DSC), der EU-Kommission (als Aufsichtsbehörde für „sehr große Online-Plattformen“) und der Stelle zur Durchsetzung von Kinderrechten in digitalen Diensten (KidD).

Ergänzend wünscht man sich z. B. eine bundesweite Informationskampagne für Kinder, Eltern und Lehrkräfte zu den bestehenden (technischen) Schutzmechanismen.

Meine Meinung als Medienpädagoge? Ein Verbot halte ich ebenfalls nicht für zielführend, da es das Erlernen von Medienkompetenz nur erschwert und zudem allgemeine Überwachungsmechanismen zementiert. Allerdings werden kurzfristige Maßnahmen allesamt wenig bringen. Es wird einen langen Atem und fortwährende Investitionen benötigen, um eine verantwortungsvolle und altersgerechte Social-Media-Nutzung zu gewährleisten. Dafür müssten Eltern, Kinder und Jugendliche, Lehrer und Pädagogen sowie die Politik und auch die Plattformen alle an einem Strang ziehen. Genau das wird ein langwieriger und schwieriger Balanceakt, da jede Gruppe eigene Interessen und Bedürfnisse einbringt.

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