Personal Computer: Perplexity bohrt seine Mac-App auf

Perplexity veröffentlicht eine neue Mac-App, die den bisherigen Personal Computer für alle Nutzer zugänglich macht. Das Ganze ist im Grunde eine aufgebohrte Version des bekannten Perplexity Computer. Die Software läuft nativ auf dem Rechner und klinkt sich tief ins System ein, um Aufgaben über lokale Dateien, Mac-Apps und das Internet hinweg zu erledigen. Dabei nutzt das Tool die eigenen Server des Anbieters für die Rechenleistung, muss man bedenken.

Spannend ist die Verzahnung innerhalb der Apple-Welt. Wer die App installiert, kann Befehle vom iPhone aus starten, die dann auf dem Mac zu Hause lokale Dokumente verarbeiten. In Kombination mit dem hauseigenen Comet-Browser steuert die KI sogar Web-Tools, ohne dass spezielle Schnittstellen nötig sind. Wer einen Mac mini nutzt, kann den Rechner als dauerhaft aktiven Agenten laufen lassen, der von überall erreichbar bleibt.

Die alte Mac-App fliegt in den nächsten Wochen aus dem Programm und wird komplett durch die neue Version ersetzt. Wer die Funktionen testen will, findet den Download direkt bei Perplexity. Das Tool agiert weitgehend autonom und möglichst lokal, was die täglichen Arbeitsabläufe am Schreibtisch vereinfachen soll.

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VirtualC64: Version 6.0 für macOS ist da




Dirk W. Hoffmann hat seinem Commodore-64-Emulator VirtualC64 ein ordentliches Upgrade verpasst und die Version 6.0 final veröffentlicht. Nachdem die Beta-Phase ohne grobe Schnitzer durchlaufen wurde, steht das Paket nun zum Download bereit. Wer den Emulator nutzt, bekommt unter der Haube eine Menge Neuerungen serviert, die teilweise direkt vom Amiga-Pendant vAmiga übernommen wurden.

Die wichtigste Änderung betrifft das Dateiformat. Der Entwickler führt Workspaces ein, die als Container für ROMs, Disketten-Abbilder und Konfigurationen dienen. Damit entfällt das manuelle Gebastel beim Starten einer Session, da die Umgebung beim Laden direkt bereitsteht. Das ist deutlich stabiler als herkömmliche Snapshots, die bei Versionssprüngen oft den Dienst quittieren. Trotzdem lassen sich Snapshots weiterhin über das Menü nutzen, wenn man sie braucht.

Auch bei den Einstellungen wurde aufgeräumt. Es gibt keine Trennung mehr zwischen globalen Vorlieben und maschinenspezifischen Konfigurationen, alles landet in einem gemeinsamen Dialog. Technisch wurde der Code massiv umgebaut und in Bibliotheken wie RetroVault und utlib ausgelagert. Das soll die Wartung zwischen den verschiedenen Emulatoren des Entwicklers erleichtern.

Für die Ohren gibt es Adaptive Sample Rate, was Pufferprobleme minimiert und die Verzögerung zwischen Bild und Ton reduziert. Wer gerne mit dem Controller zockt, profitiert von der Integration der SDL-Datenbank, wodurch mehr Gamepads erkannt werden sollen. Der Disassembler versteht nun Symboldateien und Fehler beim Import großer Ordner wurden beseitigt. Die Werkzeugleisten wurden für macOS 15 angepasst.

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App zur Alterskontrolle: EU-Kommission will kontroverses Fundament nutzen

Wenn Deutschland oder die EU Software entwickeln lässt, sind die Kontroversen meist nicht weit. Das betrifft auch die kommende Alterskontroll-App. Letztere soll es auf Wunsch der EU-Kommission erlauben, dass Menschen gegenüber Online-Diensten unkompliziert ihr Alter nachweisen können. Dies soll möglichst datensparsam geschehen. Doch der technische Unterbau hat seine Wurzeln bei Google bzw. Mitarbeitern des Unternehmens.

Logischerweise gibt es also direkt Warnungen von Forschern und Sicherheitsexperten, die befürchten, dass hier abermals Abhängigkeiten von US-Technologien geschaffen werden und sich Datenschutzrisiken ergeben. Immerhin: Es geht hier nicht um eine proprietäre Technik, welche direkt von Google eingekauft werden soll. Vielmehr drehen sich die Diskussionen um das kryptografische Verfahren Elliptic Curve Digital Signature Algorithm (ECDSA). Generell wird dieses verwendet, um digitale Signaturen zu erstellen, die sicherstellen, dass Daten authentisch sind und nicht manipuliert wurden.

Die EU-Kommission sieht ECDSA als Sicherheitstechnik für die kommende Alterskontroll-App vor (via Netzpolitik). Die Technik ist zwar Open-Source, stammt aber eben von Google-Entwicklern. Google hat generell sehr enge Verbindungen zu ECDSA, da das Unternehmen diesen Standard massiv vorangetrieben und in fast alle seine Dienste integriert hat. Dass diese Technik also für die Alterskontroll-App Verwendung finden soll, ist diskussionswürdig. Zumal es etablierte Alternativen gibt.

BBS gilt als sichere Option

So wäre es möglich gewesen, stattdessen BBS als kryptografisches Verfahren zu nutzen. Dieses Verfahren wurde bereits 2004 entwickelt und 2013 auch als ISO-Standard aufgenommen. Die EU-Kommission entschied sich aber mit der Argumentation, ECDSA sei breiter kompatibel, für diese Technik. Das bezweifelt jedoch etwa die Professorin am Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam, Anja Lehman. Sie erklärt, ECDSA wirke auf Laien einfacher und kompatibler, doch am Ende benötige man bei dieser Technik ein kryptographisches Verfahren mit rund 20.000 Zeilen Code. Das sei viel herausfordernder und anfälliger für Lücken.

Am Ende sei ECDSA so komplex, dass die Technik nur von wenigen Fachleuten weiterentwickelt werden könne. Es entstünden neue Abhängigkeiten von eben diesen Experten, die zum größten Teil bei Google selbst sitzen. Open Source sei hier eine Illusion, denn am Ende entscheide Google mit seiner Schirmherrschaft und dem Know-How darüber, was wie authentisiert und angepasst werden könne.

Kritiker befürchten, dass die Alterskontroll-App wohl auch eine Weichenstellung für das EUDI-Wallet sein könnte – und somit auch da Abhängigkeiten von Google drohen.

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Google stellt Project Mariner ein




Google räumt bei seinen KI-Experimenten auf und hat Project Mariner eingestellt. Wer die entsprechende Landingpage aufruft, findet dort nur noch einen kurzen Abschiedsgruß. Das Ende 2024 vorgestellte Projekt sollte Aufgaben im Netz automatisiert erledigen und konnte zuletzt bis zu zehn Vorgänge gleichzeitig abarbeiten.

Die Technologie verschwindet aber nicht komplett in der Versenkung, sondern wandert natürlich in bestehende Dienste wie den Gemini Agent oder den AI Mode der Suche ab. Dort übernimmt die Technik bereits das Archivieren von E-Mails oder hilft bei Hotelbuchungen. Auch die neue Auto-Browse-Funktion in Chrome, die etwa Flugpreise recherchiert, dürfte auf diesen Entwicklungen basieren.

Damit reagiert Google wohl auf ähnliche Werkzeuge von OpenAI und Perplexity. Die Einstellung kommt kurz vor der Entwicklerkonferenz I/O, die am 19. Mai startet. Es ist wahrscheinlich, dass Google dort neue Funktionen präsentiert, die den Platz von Project Mariner einnehmen. KI-technisch wird es Google da sicherlich krachen lassen.

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EU: VPN-Dienste als Jugendschutz-Schlupfloch im Visier

Foto von Privecstasy auf Unsplash

Wer von euch nutzt ein VPN? Wahrscheinlich die meisten, sei es für das Homeoffice, um Geoblocking zu umgehen oder einfach für ein bisschen mehr Privatsphäre. Doch genau diese Tools rücken gerade massiv in den Fokus der EU-Regulierungsbehörden. EinBriefing des Europäischen Parlaments (EPRS) zeigt: Das „Katz-und-Maus-Spiel“ zwischen Jugendschutz und VPN-Anbietern könnte bald in eine neue, deutlich strengere Runde gehen.

Der Hintergrund ist eigentlich ein guter: Der Schutz von Kindern im Netz. Immer mehr Länder führen strenge Alterskontrollen für bestimmte Inhalte ein, insbesondere für Pornografie, aber auch für Social-Media-Plattformen. Die Folge? Sobald ein solches Gesetz in Kraft tritt, schießen die Downloadzahlen von VPN-Apps durch die Decke. In UK stiegen die Downloads bei einigen Anbietern innerhalb eines Monats um satte 1.800 %. Für die Politik ist das ein Dorn im Auge: VPNs werden hier als „Loophole“ (Schlupfloch) gesehen, das die mühsam errichteten Jugendschutzschranken einfach aushebelt.

Aus dem Papier des Parlaments kann man herauslesen, dass man VPN-Dienste nicht mehr einfach gewähren lassen will. Hier ein paar Punkte, die auf uns zukommen könnten:

  • Altersverifikation für VPN-Anbieter: Es gibt Bestrebungen, VPN-Dienste dazu zu verpflichten, selbst das Alter ihrer Nutzer zu prüfen. Wer einen VPN nutzen will, müsste dann erst nachweisen, dass er volljährig ist.
  • Verschärfung des Cybersecurity Acts: Die EU überlegt, im Rahmen der Überarbeitung von Cybersicherheits-Gesetzen spezifische Kriterien für den Kinderschutz einzuführen. Das könnte bedeuten, dass VPN-Dienste „regulatorisch strenger unter die Lupe genommen werden“.
  • Digitale Volljährigkeit: Es wird über eine EU-weit einheitliche digitale Volljährigkeit (diskutiert werden 16 Jahre) für Social Media nachgedacht. VPNs stünden dann in der Pflicht, sicherzustellen, dass Minderjährige diese Grenze nicht mittels Verschlüsselung umgehen.

Natürlich regt sich Widerstand. Datenschützer schlagen bereits seit langem Alarm. Das Kernargument: Wenn ich mich bei einem VPN-Anbieter ausweisen muss, ist der größte Vorteil, die Anonymität, dahin. Ein VPN, das genau weiß, wer ich bin, widerspricht dem Grundgedanken der Privatsphäre.

Auf der anderen Seite stehen Kinderschützer, die argumentieren, dass der ungehinderte Zugang zu schädlichen Inhalten durch VPNs die nationalen Gesetze zur Makulatur macht.

Das Thema ist extrem zweischneidig. Kinderschutz ist wichtig, keine Frage. Aber VPN-Dienste zu regulieren oder gar eine Ausweispflicht einzuführen, rüttelt an den Grundfesten der Internetfreiheit. Wenn VPN-Provider anfangen müssen, Nutzerdaten zu sammeln, um das Alter zu verifizieren, schaffen wir neue Datentöpfe, die garantiert Begehrlichkeiten wecken, da wette ich meinen….ihr wisst schon.

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