#Gastbeitrag – AI Act: Was jetzt auf das Marketing von Startups zukommt

Am 2. August tritt Artikel 50 des neuen AI Acts vollständig in Kraft. Aktuell kannst du als kleines  Startup Content in genau derselben Qualität produzieren wie ein Multimilliarden-Konzern. Dank KI ist  die Vermarktung deines Unternehmens heute 1.000-mal günstiger als früher. Aber eben nur noch bis  zum 2. August. 

Nach diesem Datum schreibt die EU-Gesetzgebung vor, dass fotorealistische, KI-generierte Medien eine  sichtbare ‚KI-generiert‘-Kennzeichnung tragen müssen. Etwa in Form eines ‚Made with AI‘-Badges. 

Wir erleben gerade im Marketing eine Kostenrevolution. Hochwertige Bilder, Texte, Werbevideos,  Produktvisualisierungen und ganze Kampagnen können heute in Minuten erstellt werden. Dinge, die  früher tausende oder zehntausende Euro gekostet haben, sind plötzlich für kleine Unternehmen,  Selbstständige und Startups zugänglich. Zum ersten Mal kann ein kleines Unternehmen Werbung  produzieren, die nicht mehr automatisch billig aussieht. Zum ersten Mal kann ein Startup mit  begrenztem Budget visuell auf Augenhöhe mit großen Konzernen auftreten.  

Und exakt an diesem Punkt greift die EU regulierend ein, und beendet die Euphorie. 

Stell dir vor, du willst ein neues Hero-Bild deines Bürogebäudes für deine Website. Musst du einen Fotografen buchen? Auf das perfekte Wetter warten? Die perfekte Tageszeit erwischen?  Nein. Heute kann man das mit KI lösen. Perfektes Licht, perfekter Winkel, perfekte Stimmung. Ein Ergebnis, das aussieht wie ein teures Fotoshooting. Verantwortungsvolle Agenturen verzichten inzwischen darauf, Kunden für Bilder zur Kasse zu bitten, die in Sekunden mit KI erstellt wurden. Aber jetzt stell dir vor, auf diesem Bild müsste ein sichtbares ‚KI-generiert‘-Label stehen. Würdest du es noch verwenden? Wahrscheinlich nicht. Und nicht, weil das Bild schlecht wäre oder in irgendeiner Form minderwertig. Sondern weil das Label selbst ein Signal sendet: billig. 

Ein kleines Beispiel zeigt, wie absurd diese Regelung ist: Wenn du deinen Gebrauchtwagen verkaufen  willst und drei Stunden in Photoshop verbringst, um das Foto aufzuhübschen, brauchst du keinen  Hinweis. Erledigst du dasselbe aber in zwei Sekunden per KI, ist das Label plötzlich Pflicht. 

Der Gesetzgeber bestraft das Werkzeug, nicht die Absicht. 

Ein Werbespot, in dem ein schmutziges T-Shirt, mit altbewährten Schnitt-Tricks, in zwei Sekunden wieder  magisch weiß aus der Waschmaschine kommt? Völlig in Ordnung. Wenn du dasselbe Konzept jedoch mit  KI umsetzt, benötigst du plötzlich ein Label, um zu erklären: „Das ist nicht real.“ 

Natürlich gibt es echte Probleme mit KI. Betrug. Fake-Shops. Politische Manipulation. Niemand bestreitet  das. Aber die entscheidende Frage ist: Löst ein sichtbares ‚AI generated‘-Label diese Probleme? Wird ein  Krimineller, der eine gefälschte Website mit nicht existierenden Produkten baut, brav ein KI-Label auf  seine Bilder setzen? Natürlich nicht. 

Diejenigen, die betrügen wollen, werden die Regeln ignorieren. Diejenigen, die legal arbeiten wollen,  zahlen den Preis.

Für große Unternehmen ist das zwar ärgerlich, aber verkraftbar. Sie buchen weiterhin Studios und  Retuscheure. Sie verfügen über Budgets, Rechtsabteilungen und Compliance-Prozesse. Für kleine Unternehmen ist es etwas anderes. Für sie ist KI kein Spielzeug, sondern ein Hebel. Es macht  Gründungen günstiger und den Wettbewerb fairer. Und genau diese Hebelwirkung wird jetzt  eingeschränkt. 

Das Ergebnis ist absehbar. 

Europa wird damit zum letzten Markt, in dem die alte Kunst des ‚Photoshoppens‘ noch wie ein  Familienhandwerk von Vater zu Sohn weitergegeben wird. Während der Rest der Welt seine  Marketingkosten senkt, die Geschwindigkeit erhöht und Kampagnen in Echtzeit testet, wird die  Erstellung von Inhalten in der EU teurer bleiben als nötig. Startups werden langsamer starten. Kleine Unternehmen werden lieber auf bessere Bilder verzichten, als ein KI-Label auf ihre Website zu setzen. Jede Regulierung, die Fixkosten erhöht, hilft nur den Unternehmen, die diese problemlos tragen können.  Sie schützt nicht die Kleinen, sie schützt die Etablierten. 

Das Tragische daran ist, dass die bessere Lösung auf der Hand liegt. 

Entscheidend sollte nicht das Werkzeug, sondern die Verantwortung für den Inhalt sein. Genau wie beim  Text. Der Regulierungsvorschlag sieht vor, dass ein KI-generierter Text, der von einem Menschen geprüft,  redigiert und freigegeben wurde, nicht als unkontrollierte Maschinenäußerung gilt und kein Badge oder  Vermerk benötigt. Warum sollte bei Bildern nicht derselbe Grundsatz gelten? 

Wenn ein Unternehmen ein KI-generiertes Bild prüft, bewusst auswählt und verantwortet, dann ist es für  die Aussage verantwortlich. Genau wie bei einem Foto. Genau wie bei jeder anderen Form kommerzieller Kommunikation. 

Europa spricht ständig über Innovation, Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit. Aber sobald eine  Technologie tatsächlich kleinen Unternehmen hilft, schneller und günstiger mit den Großen mitzuhalten,  kommt ein Regelwerk, das genau diesen Vorteil wieder reduziert. 

Nicht aus Absicht. 

Deshalb ist es sinnvoll, das Thema anzusprechen. 

Long Story Short: Wenn du ein Startup starten, eine Website bauen oder Ihre Marke professionell  aufstellen willst, tu es vor dem 2. August. Nutze die Phase, in der KI-Marketing noch den vollen  Kostenvorteil bringt. 

Über den Autor

Barnabas Szantho ist Marketingexperte und hat als Marketingverantwortlicher für einige der größten  Konzerne gearbeitet, bis hin zur C-Level-Ebene. Er lehrt an der Hochschule Pforzheim, ist regelmäßiger  Gastdozent im MBA-Programm der Mannheim Business School, veröffentlicht Artikel in Fachmedien und  arbeitet als Berater.  2026 gründete er das Marketing-Startup ModernPanda.de, um Startups dabei zu unterstützen, durch KI  deutlich günstigeres und zugleich professionelles Marketing umzusetzen.

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Foto (oben): KI

Vodafone, ARD und DHBW testen quantenverschlüsselte TV-Übertragung

Vodafone, die ARD unter Federführung des SWR sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg haben erstmals einen TV-Stream quantenverschlüsselt zwischen Frankfurt und Mainz übertragen. Ziel des Praxistests ist es, Übertragungswege künftig besser gegen Manipulationen und Abhörversuche abzusichern.

Im Fokus steht dabei die sogenannte Quantum Key Distribution (QKD). Die Technologie nutzt die Eigenschaften der Quantenphysik, um Verschlüsselungsschlüssel über einen separaten Glasfaserkanal auszutauschen. Der Clou: Jeder Versuch, die übertragenen Quantenzustände auszulesen, verändert diese unmittelbar und wird dadurch sofort erkannt. In einem solchen Fall kann der Schlüssel automatisch erneuert werden.

Gerade bei TV-Übertragungen spielt die Integrität der Daten laut des Projektteams eine wichtige Rolle. Live-Signale von Sportveranstaltungen, Nachrichtensendungen oder politischen Ereignissen werden als Datenströme transportiert. Würden diese unterwegs manipuliert, könnten theoretisch verfälschte Inhalte in Echtzeit ausgespielt werden.

Hintergrund der Entwicklung sind die Fortschritte im Bereich der Quantencomputer. Diese könnten künftig klassische Verschlüsselungsverfahren unter Druck setzen, da bestimmte Berechnungen deutlich schneller durchgeführt werden können als mit heutigen Rechnern. Entsprechend arbeiten Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereits an neuen Sicherheitskonzepten.

Neben der hardwarebasierten Quantum Key Distribution wird dabei auch an sogenannten Post-Quantum-Kryptografie-Verfahren gearbeitet. Diese setzen auf neue kryptografische Algorithmen und sollen bestehende IT-Systeme gegen Angriffe durch zukünftige Quantencomputer absichern.

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Samsung Galaxy A27 5G: Neues Einstiegs-Smartphone mit dem Snapdragon 6 Gen 3

Samsung hat in dieser Woche ein neues Einstiegs-Smartphone aus dem Hut gezaubert: das Samsung Galaxy A27 5G. Trotz des verhältnismäßig verträglichen Verkaufspreises nutzt das mobile Endgerät ein AMOLED-Display mit 6,7 Zoll Diagonale, FHD als Auflösung und 120 Hz Bildwiederholrate. Als Herzstück verbauen die Südkoreaner in diesem Fall den Qualcomm Snapdragon 6 Gen 3.

Das Samsung Galaxy A27 5G soll nur 7,8 mm dick sein und bringt seine Frontkamera mit 12 Megapixeln in einem kleinen Punch-Hole unter. Auch an diesem Modell könnt ihr freilich gewohnte KI-Funktionen wie Circle to Search oder den Objekt-Radierer für Fotos nutzen. Neben Gemini und Perplexity könnt ihr auf Wunsch auch Bixby als Standard-Assistenten verwenden.

Samsung garantiert bei diesem Smartphone bis zu 6 Generationen Android-OS- und One-UI-Upgrades sowie bis zu 6 Jahre Sicherheitsupdates ab weltweiter Markteinführung. Durch das „bis zu“ ist diese Ansage natürlich mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. An der Rückseite prangt im Übrigen eine Hauptkamera mit 50 (Weitwinkel) 5 (Ultra-Weitwinkel) 2 (Makro) Megapixeln. Im Grunde dürfte also nur die Weitwinkel-Cam ernsthaft zu gebrauchen sein.

Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy A27 5G ist in Deutschland ab dem 3. Juli 2026 in den Farben Black, Blue und Light Pink erhältlich. Das Samsung Galaxy A27 5G mit 128 GByte Speicher ist ab 349 € (UVP) erhältlich, die Ausführung mit 256 GByte Speicher dann ab 439 € (UVP). Hier schlägt beim beachtlichen Aufpreis die Speicherkrise wieder einmal voll zu. Immerhin spendiert Samsung der Version mit mehr Kapazität dann aber auch 8 statt nur 6 GByte RAM.

Die weiteren, technischen Eckdaten findet ihr auch unten in der Tabelle.

Samsung Galaxy A27 5G
Display 6,7 Zoll (18,91 cm) FHD Display
Abmessungen und Gewicht 162,4 × 78,2 × 7,8 mm


ca. 200 g
Prozessor Snapdragon 6 Gen 3 (4 nm)


Octa-Core 2,4 GHz (4x), 1,8 GHz (4x)
Kamera Hauptkamera 5 MP Ultra-Weitwinkelkamera; 50 MP Weitwinkelkamera


Autofokus, OIS; 2 MP Makrokamera
Frontkamera 12-MP-Frontkamera
Speicher*,15 6 GB RAM 128 GB


8 GB RAM 256 GB


microSD: bis zu 2 TB
Akku* 5.000 mAh (typisch)


25 W Schnellladen
Betriebssystem Android 16


One UI 8.5
Sicherheit Samsung Knox Vault
Wasserfestigkeit IP64

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Google Finanzen: Mit neuer Android-App & weiteren Neuerungen

Neuigkeiten für Google Finanzen. Ab sofort verlässt die neue Oberfläche die Beta-Phase und Google hat in diesem Zug, neben einer neuen Android-App, auch weitere Neuerungen vorgestellt.

Google Finanzen erlaubt ab sofort Einblicke und Analysen, die auf das eigene Portfolio zugeschnitten sind. Die eigenen Anlagen fasst man in einem Dashboard mit Performance-Daten und Vermögensaufteilung zusammen. Bestehende Portfolios sind automatisch da, man kann aber auch das eigene Portfolio über Screenshots, CSV- oder PDF-Dateien importieren.

Hat man das eigene Portfolio auf der Plattform angelegt, kann man mit zielgerichteten Fragen, dem eigenen Anlageportfolio auf den Zahn fühlen und Fragen wie „Welche Sektoren sind derzeit in meinem Portfolio unterrepräsentiert?“ oder „Wie wirkt sich meine Allokation in festverzinsliche Wertpapiere auf mein langfristiges Wachstumspotenzial aus?“ stellen.

Wer über Marktinformationen auf dem Laufenden bleiben möchte, der kann jetzt auch tägliche Berichte zu wichtigen Kursbewegungen, beispielsweise auch für Kryptowährungen, anfordern. Man kann den Zeitplan und den entsprechenden Prompt jederzeit nach Belieben anpassen und zudem eine Beobachtungsliste oder die eigenen Anlagen als notwendigen Kontext für das Briefing mitgeben. Die Android- und iOS-App informieren per Benachrichtigung über einen neuen Bericht, der dann im Recherchebericht im Web eingesehen werden kann.

Für Android-Nutzer steht zudem eine überarbeitete App bereit. Diese soll die wesentlichen Neuerungen der Plattform auch auf den kleinen Bildschirm für unterwegs bringen: darunter die Beobachtungsliste sowie Echtzeitdaten, einen Live-Feed mit Finanznachrichten, das KI-Recherchetool und KI-gestützte „Schlüsselmomente“ . In den kommenden Monaten sollen weitere Funktionen aus der Webversion in die mobile App integriert werden. In Planung sind Live-Ergebniskonferenzen und auch die oben beschriebenen Portfolio- und Aufgabenfunktionen. Im Laufe des Jahres soll dann auch die neue iOS-App bereitstehen.

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Bundestag beschließt Umsetzung der EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur

Foto von Kilian Seiler auf Unsplash.com

Der Bundestag hat die Umsetzung der EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur beschlossen. Das entsprechende Gesetz wurde am 25. Juni 2026 nach Änderungen im Rechts- und Verbraucherschutzausschuss verabschiedet. Das Thema geistert ja schon gefühlte Ewigkeiten herum, wie unsere Leser sicher wissen. Falls nicht:

Mit dem Gesetz wird die EU-Richtlinie 2024/1799 in deutsches Recht überführt. Ziel ist es, Verbraucher stärker zur Reparatur statt zum Neukauf zu bewegen und damit die Lebensdauer von Produkten zu verlängern. Gleichzeitig sollen Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Konsum gestärkt werden. Da die Richtlinie auf Vollharmonisierung setzt, kann Deutschland dabei weder strengere noch weniger strenge Verbraucherschutzregeln einführen.

Ein Ding: Entscheiden sich Verbraucher im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung für eine Reparatur, verlängert sich die Gewährleistungsfrist künftig um zwölf Monate. Außerdem wird im Bürgerlichen Gesetzbuch eine Reparaturpflicht für Hersteller außerhalb der Gewährleistung eingeführt. Ergänzend wird ein europaweit einheitliches Formular für Reparaturinformationen in deutsches Recht aufgenommen, das Reparaturbetriebe freiwillig nutzen können.

Begleitend zum Gesetz hat der Bundestag eine Entschließung verabschiedet. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, verschiedene Fördermaßnahmen zu prüfen. Dazu gehören unter anderem eine mögliche Senkung der Mehrwertsteuer auf Reparaturdienstleistungen sowie ein von Unternehmen finanzierter Reparaturbonus nach französischem Vorbild. Zudem soll möglichst früh mindestens eine Fördermaßnahme umgesetzt werden.

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