Apple Watch Series 10 im Test

Die Apple Watch Series 10 ist auf dem Markt und seitdem an meinem Handgelenk. Zeit für ein paar Worte. Die Apple Watch präsentiert sich zwar in bekanntem Design, verfügt jedoch jetzt über das bisher größte Display, welches sogar den Bildschirm der Apple Watch Ultra übertrifft – das merkt man besonders, wenn man von einem älteren Modell wechselt. Die größere Schrift und der zusätzliche Platz verbessern die Darstellung von Inhalten.

Zudem geht das Display nahtloser in das abgerundete Gehäuse über, was zu einem harmonischeren Gesamtbild führt. Die Series 10 ist schlanker, was manche sicherlich eleganter finden. Ausgestattet mit einem „Wide Angle OLED“-Display, ist dieses um 40 Prozent heller, wenn es aus verschiedenen Winkeln betrachtet wird und bleibt dabei energieeffizient, selbst bei einer Aktualisierungsrate von einmal pro Sekunde. Die Uhr ist in den Farben Schwarz, Silber und Rosé Gold erhältlich, wobei Apple die Aluminiumlegierung laut eigener Aussagen optimiert hat.

Die Serie 10 ist zudem die dünnste Uhr, die es bisher von Apple gibt, mit einer Dicke von 9,7 Millimetern. Viele interne Komponenten wurden weiter verkleinert, einschließlich der Lautsprecher, die jetzt um 40 Prozent kleiner sind. Musik und Podcasts können direkt über den Lautsprecher abgespielt werden (macht das bitte nicht in der Öffentlichkeit). Außerdem bleibt die Smartwatch wasserdicht bis zu einer Tiefe von 50 Metern.

Im Inneren schlägt der neue S10-Chip, der schneller ist als bisherige SIPs (System-in-Package). Die üblichen Features wie Siri on Device etc. sind dadurch noch schneller, Hintergrundgeräusche können durch KI ausgeblendet werden, wenn telefoniert wird. Zu watchOS 11 haben wir bereits etliches gesagt. Wirklich neu ist die Erkennung von Schlafapnoe. Das ist eine Erkrankung, bei der die Atmung wiederholt aussetzt, was den Schlaf stört. Unbehandelt kann sie zu Bluthochdruck, Typ 2 Diabetes und Herzproblemen führen.

Die Series 10 erhält auch den Tiefenmesser und den Sensor für die Wassertemperatur. Den hatte bisher nur die Apple Watch Ultra. Damit wird die Uhr nützlicher, wenn man Fan von Tauchen oder Schnorcheln ist. Die Küsteninformationen wurden in Apple Maps speziell für Surfer etc. verbessert.

Zum Design: Muss man mögen. Ich mag es, aber auch das der Ultra. Die Series 10 hebt das Ganze noch auf ein neues Level, wenn man es schlicht und elegant mag. Großes Display, dünne und leichte Smartwatch. Man muss aber schon sehr genau hinschauen, um die Unterschiede zum direkten Vorgänger zu erkennen. Ich denke, damit hat Apple sein Design für die nächsten 3 bis 4 Jahre gefunden.

Getestet habe ich die Farbe Jet Black in Alu. Erinnert ihr euch noch an das iPhone in Jet Black? Genau diese Farbe ist es, nur mit weniger Fläche für Fingerabdrücke. Geschaut habe ich natürlich ein wenig auf die Akkulaufzeit und die Zeit zum Wiederaufladen. Finde die Diskussionen immer lächerlich, wenn Leute sagen, dass sie sich keine Smartwatch kaufen, solange diese nicht mindestens eine Woche Laufzeit hat. Muss man halt schauen, wie man das handhabt. Wer mit der Apple Watch ins Bett geht, der soll vielleicht mal während der Dusche oder so das Ding laden – oder zur Ultra greifen.

Die Apple Watch Series 10 bietet gegenüber den Modellen Series 9 und Ultra 2 den Vorteil des schnelleren Ladens. Die Series 10 lässt sich von 0 auf 80 % in rund 30 Minuten aufladen, im Vergleich zu 45 Minuten bei der Series 9 und 60 Minuten bei der Ultra 2. Zudem kann die Series 10 nach rund 10 Minuten am Ladegerät genügend Energie aufnehmen, um Schlaftracking-Funktionen zu nutzen. Offiziell gibt Apple eine Akkulaufzeit von 18 Stunden aus, wobei man im Schlafmodus natürlich weniger Energie verbraucht als am Tag. Im Test kam ich gar nach hinten raus mit etwas mehr Laufzeit hin, aber das liegt echt an der Benutzung, den Bewegungen und der Umgebungshelligkeit.

Das Problem an meinem Bericht ist, dass ich nichts zur Schlafapnoe schreiben kann. Vermutlich habe ich keine. Hätte ich eine, würde ich rund 30 Sitzungen mit meiner Series 10 benötigen. Die Überwachungsfunktion der Apple Watch bezüglich Schlafapnoe wird nicht offiziell diagnostisch sein. Vielmehr wird sie den Nutzer darauf hinweisen, dass ein Risiko für Schlafapnoe bestehen könnte.

Die Daten, die von der Apple Watch geliefert werden, sollen als nützliches Indiz dienen (technische Details gibt es hier). Apple hat die Absicht, dass diese Informationen die Nutzer ermutigen, einen Arzt zu konsultieren. Der Arzt kann dann gegebenenfalls einen traditionellen Schlaftest vorschlagen. Finde ich grundsätzlich gut, meinem Schwiegervater hat damals schon die Funktion der Erkennung von Vorhofflimmern geholfen. Das kann unter Umständen schon mal lebensrettend sein.

Das Display der Apple Watch Series 10 ist tatsächlich besser geworden. Sie wirkt von der Seite heller, ob man das haben muss, ist natürlich immer Nutzersache. Ich schaue meistens direkt auf die Uhr und selbst beim Sport muss ich nicht seitlich oder seitlich runterschauen. Aber hey, das Display macht die Series 10 zu einer besseren Uhr, ihr könnt, je nach Zifferblatt, auch die Sekundenanzeige sehen. Whoop whoop!

Grundsätzlich habe ich eine Ultra 1 im Einsatz. Das Display der Ultra habe ich keineswegs vermisst. Die Series 10 ist mit einem Gewicht, das ungefähr die Hälfte beträgt, und einer Dicke von 9,7 mm, die rund 30 Prozent geringer ist als bei der Ultra, deutlich kompakter (dennoch mag ich das Ultra-Design mehr).

Series 10 vs Ultra v1

Ansonsten ist alles an Bord, was Nutzer vermutlich an ihrer Apple Watch schätzen. Eine grundsätzliche Empfehlung gebe ich, wie üblich, nicht ab. Wer die Series 7,8 oder 9 hat und zufrieden ist, wem keine Sensoren für irgendeine Erfassung fehlen, der sollte weiterhin das Modell nutzen. Alle anderen bekommen nun eine Top-Uhr, die ein bisschen wie das iPhone ist. Die jährlichen Rieseninnovationen fehlen, man bekommt kleine, wichtige und nützliche Änderungen präsentiert. Und als Wenig- oder Gelegenheitssportler muss man auch nicht wirklich eine Ultra haben (die um einiges teurer ist). Klaro, Action-Button, eine laute Sirene und so – aber es soll Menschen geben, die eine elegante Apple Watch ohne Klimbim wollen. Mit der Series 10 bekommen sie das derzeit schlankeste Modell mit einem tollen Display. Zu haben ist sie ab 449 Euro, bzw. 479 Euro für das Modell mit 46 mm. Letzteres habe ich für meinen Test verwendet, das wäre auch meine persönliche Wahl, wenn ich jetzt von einer Apple Watch vor der Series 7 aktualisieren würde.

Technische Daten der Apple Watch Series 10





Material: Aluminium mit Ion-X-Glas; Titan mit Saphirglas


Prozessor: S10 SiP


Betriebssystem: watchOS 11


Display: Always-On-OLED, 2.000 Nits max. Helligkeit


Konnektivität: WLAN, Bluetooth, optional LTE


Akkulaufzeit: 18 Stunden mit Schnellladung. Von 0 auf 80 Prozent in 30 Minuten.


Abmessungen: 42 mm: 42 mm x 36 mm x 9,7 mm; 46 mm: 46 mm x 39 mm x 9,7 mm


Gewicht: 42 mm: 29,3 g Aluminium und 34,4 g Titan; 46 mm: 35,3 g Aluminium und 41,7 g Titan


Sensoren: optischer Herzfrequenzmesser, EKG-Sensor, SpO2, Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Lichtsensor, Barometer, Höhenmesser, Temperatursensor, Tiefenmesser, Wassertemperatursensor, Kompass


GPS: integriertes GPS, GLONASS, GALILEO, QZSS und Beidou


Wasserbeständigkeit: WR50, IP68

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Xiaomi 14T Pro im Test: Die Leica-Kamera überzeugt endlich

Xiaomi hat heute mit den Xiaomi 14T Pro und 14T zwei neue Smartphones vorgestellt. Dabei handelt es sich nicht um neue Flaggschiffe, aber mindestens das Pro-Modell kann man durchaus zur Oberklasse zählen. Dieses mobile Endgerät konnte ich schon vor dem Launch ausprobieren und liefere euch daher direkt einen ersten Test. So konnte mich das Xiaomi 14T Pro in den letzten Tagen jedenfalls überzeugen.

Dabei nutze ich aktuell immer noch das Xiaomi 12 Pro als Hauptgerät. Das erwähne ich, damit ihr wisst, wie meine Ausgangsposition ist. So habe ich über die Jahre immer wieder gerne die Smartphones von Xiaomi verwendet und mich dabei auch sehr an den Launcher des Herstellers gewöhnt. Das galt zuvor für MIUI und betrifft jetzt auch HyperOS. Das Xiaomi 14T Pro bedingt für mich also in Sachen Software keine große Eingewöhnung – immerhin ist auch hier Android 14 mit HyperOS vorinstalliert. Die restlichen, technischen Daten findet ihr in der nachfolgenden Übersicht.

Technische Eckdaten Xiaomi 14T Pro

  • Display: 6,67 Zoll, AMOLED, 2.712 x 1.220 Pixel, 144 Hz, HDR10 , Dolby Vision, 4.000 Nits, PWM-Dimming mit 3.840 Hz
  • OS: Android 14 mit HyperOS
  • SoC: MediaTek Dimensity 9300
  • RAM: 12 GByte
  • Speicherplatz: 1 TByte
  • Triple-Hauptkameras: 50 (Weitwinkel, OIS) 50 (Telephoto) 12 (Ultra-Weitwinkel) Megapixel
  • Frontkamera: 32 Megapixel
  • Akku: 5.000 mAh mit 120-Watt-Schnellladung, kabellose Aufladung mit 50 Watt
  • Schnittstellen: NFC, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, 4G / 5G, GPS, USB-C, Dual-SIM
  • Besonderheiten: Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos, Leica-Branding für die Kamera, IP68, Zertifizierung für Hi-Res Audio (Wireless), Fingerabdruckscanner unter dem Bildschirm
  • Maße / Gewicht: 160,4 x 75,1 x 8,39 mm / 209 g
  • Preis: 999,90 Euro

Für meinen Test habe ich von Xiaomi die Variante des Xiaomi 14T Pro mit der maximalen Speicherausstattung, also 1 TByte, erhalten. Im Handel ist das Smartphone jedoch auch mit 256 und 512 GByte zu haben. Als Farbvariante hat mich Titan Black erreicht. Alternativen sind in Titan Blue und Titan Grey erhältlich. Das mobile Endgerät wird auch mit KI-Features wie Circle to Search und Gemini beworben, wobei das inzwischen nicht mehr unbedingt etwas Besonderes ist.

Ausstattung und Verarbeitung des Xiaomi 14T Pro

Das Xiaomi 14T Pro enthält im Lieferumfang kein Netzteil. Es liegen dem Smartphone allerdings eine Anleitung, eine SIM-Nadel und ein USB-C-Kabel bei. Auch eine Schutzhülle liegt in der Verpackung und die ist von gar nicht mal so schlechter Qualität. So handelt es sich nicht um eine labbrige Silikonhülle, sondern ein recht festes Plastik-Case. Ich persönlich würde mir als Nutzer aber dennoch eine noch etwas bessere Schutzhülle anschaffen. Ich schwöre da tatsächlich auf Spiegns Rugged-Armor-Cases, die mir über die Jahre so manches Smartphone vor einem Totalschaden bewahrt haben.

Das Xiaomi 14T Pro mit der im Lieferumfang enthaltenen Schutzhülle.

Das Xiaomi 14T Pro mit der im Lieferumfang enthaltenen Schutzhülle.

Dabei merkt man dem Xiaomi 14T Pro seinen Preis optisch und haptisch an. Die matte Rückseite hat je nach Lichteinfall einen sehr schönen Schimmer-Effekt. Sie ist wenig empfindlich für Fingerabdrücke, sieht also auch dann top aus, wenn ihr keine Schutzhülle verwendet. Inmitten des Kamerahügels ist das Leica-Branding sehr dezent untergebracht, was ich ansprechend finde.

An der linken Seite findet ihr keinerlei Tasten, stattdessen sitzen rechts untereinander die Lautstärkewippe und der Powerbutton. Der SIM-Einschub sitzt links unten neben dem USB-C-Port. Den Speicherplatz erweitern, könnt ihr bedauerlicherweise nicht – microSD-Speicherkarten werden nämlich nicht unterstützt. Vorne sitzt unter dem Bildschirm der Fingerabdruckscanner, der in meinem Testzeitraum absolut tadellos funktioniert hat.

Insgesamt erfindet das Xiaomi 14T in Sachen Design das Rad sicherlich nicht neu, macht aber optisch und haptisch einen sehr wertigen Eindruck und gefällt ohne aufdringlich zu sein. Einziger Kritikpunkt: Ab Werk ist auch etwas Bloatware vorinstalliert. Allerdings war das in der Vergangenheit bei Xiaomi schon drastischer, denn dieses Mal fehlen immerhin die sonst gewohnten Abzock-Games. Folgende Drittanbieter-Apps, abseits von Xiaomi und Google selbst, sind ab Werk an Bord: AliExpress, Amazon, Amazon Music, Bing, Booking.com, Facebook, LinkedIn, Netflix, Opera, Spotify, TikTok und WPS Office. Alle Apps lassen sich auch deinstallieren.

Benchmarks und Leistung

Das Xiaomi 14T Pro ist mit seinem Dimensity 9300 , 12 GByte RAM und 1 TByte Speicherplatz üppig ausgestattet. Da sollte also in der Praxis z. B. auch flüssige Bearbeitung von Bildern und Videos sowie das ein oder andere Spielchen drin sein. Ich liefere euch da immer gerne Benchmarks. Die synthetischen Ergebnisse sind zwar freilich mit Vorsicht zu genießen, zumal auch das Betriebssystem und der Launcher für Unterschiede sorgen können, liefern aber eine gewisse Vergleichbarkeit.

Wie sich das Xiaomi 14T Pro da in PCMark, AI Benchmark, Geekbench und Geekbench AI geschlagen hat, seht ihr unten in den Screenshots. Kurz gehalten, ist das Smartphone definitiv ein potentes Gerät, das alle aktuellen Anforderungen erfüllen sollte.

Solltet ihr euch wundern, dass ich keine Benchmark-Ergebnisse aus 3DMark vorweisen kann: Die App war leider vor Release am Xiaomi 14T Pro tatsächlich gesperrt, sodass ich keine Verbindung mit den Servern herstellen konnte. Aus Jux könnt ihr die restlichen Ergebnisse ja z. B. einmal mit dem Asus Zenfone 11 Ultra vergleichen, um die Performance einzuordnen. So werdet ihr feststellen, dass die GPU des Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 dann doch eine ganze Ecke stärker ist, sich der MediaTek Dimensity 9300 aber sonst generell gut zu behaupten weiß.

Im Alltag wird es so oder so darauf hinauslaufen, dass ihr die maximale Leistung nur in 3D-Games anzapfen werdet. Auch dafür ist das Xiaomi 14T Pro durchaus geeignet, wer es aber auf viel Mobile Gaming anlegt, wird mit einem Kandidaten mit dem erwähnten Qualcomm-Chip doch besser beraten sein. Ansonsten bringt das 14T Pro kaum etwas aus der Fassung. Zumindest ich konnte da im Alltag kein Stottern, Ruckeln, Verzögerungen oder andere Auffälligkeiten beobachten.

Display und Kamera

Der AMOLED-Bildschirm des Xiaomi 14T Pro kann auf der automatischen Einstellung richtig hell werden und ist somit auch bei Sonnenlicht klar lesbar. Richtig stark ist auch die HDR-Wiedergabe, die mein Xiaomi 12 Pro dann doch alt aussehen lässt. Da zahlt sich die deutlich höhere Spitzenhelligkeit aus. Relativ vage gehalten sind jedoch die Display-Settings, bei denen ihr selbst etwas probieren solltet. Immerhin gibt es z. B. unter „Erweiterte Einstellung“ die Möglichkeit gezielt den DCI-P3 oder sRGB-Farbaum auszuwählen. Dort könnt ihr auch einzelne Settings wie etwa die Sättigung, Kontrast und Gamma filigran anzupassen. Ich habe aber tatsächlich „Originalfarbe Pro“ gewählt und „Adaptive Farben“ sowie eine etwas wärmere Farbgebung eingerichtet. Das ist zwar ausdrücklich nicht die akkurateste Einstellung, aber sehr angenehm für die Augen – auch bei wenig Licht.

Auch bezüglich der Bildwiederholrate könnt ihr wählen, ob stur möglichst immer ein Wert angelegt wird oder das Smartphone je nach Inhalt anpassen darf. Da könnt ihr aber nur starre 60 Hz oder „bis zu 144 Hz wählen“. Letzteres umschreibt Xiaomi bewusst so, da die vollen 144 Hz nur in ausgewählten Games tatsächlich zur Verfügung stehen. Sonst arbeitet das Xiaomi 14T Pro mit maximal 120 Hz.

Xiaomi hält Wort und liefert auch bei wenig Licht, siehe die Bilder oben, richtig gute Aufnahmen. Allerdings werden im Nachtmodus Highlights sehr überbetont und es fällt der Kamera schwer die rechte Balance zu finden. Ironischerweise habe ich das Gefühl, dass die Aufnahmen bei wenig Licht ohne den Nachtmodus daher besser gelingen als mit. Generell kommen aber, sicherlich dank des großen Kamerasensors Leica Light Fusion 900, wirklich gute Aufnahmen heraus, selbst wenn die Beleuchtung herausfordernd ist.

Auch Porträtaufnahmen gelingen, selbst wenn manchmal etwas unsauber ausgeschnitten wird. In aller Regel entsteht aber eine recht natürlich wirkende Tiefenunschärfe und die Bilder gefallen mir persönlich richtig gut.

Auch die Telephoto-Kamera braucht sich nicht zu verstecken und arbeitet verlässlich. Die Fotos weisen einen hohen Detailgrad auf und gelingen ohne Umschweife.

Die Ultraweitwinkel-Kamera ist die einzige, die ich eher als zweckmäßig bezeichnen würde. Hier fehlt es dann gegenüber der Weitwinkel-Kamera deutlich an Dynamik. Die Ergebnisse gehen in Ordnung, das Xiaomi 14T Pro sticht hier aber nicht aus der Masse heraus. Videos kann das Smartphone natürlich ebenfalls aufnehmen: Maximal sind in 4K mit HDR 30 fps möglich – ohne HDR dann 60 fps.

Zu erwähnen ist, dass ihr beim Xiaomi 14T Pro generell aus zwei Leica-Bildmodi wählen könnt: „Lebendig“ oder „Natürlich“. Ich habe alle obigen Bilder im Modus „Natürlich“ geknipst, der mir passend zur Benennung am neutralsten erschien.

Selfies könnt ihr mit der Frontkamera mit 32 Megapixeln knipsen. Diese ebenfalls wirklich sehr gut – und können durch verquere „Verschönerungseffekte“ aufgepeppt werden.

Mein Fazit

Das Xiaomi 14T Pro liefert mit seiner Leica-Kamera endlich die Fotoqualität ab, die ich mir schon vom Vorgängermodell erhofft hatte. Der Hersteller hält somit auch sein Versprechen, bei wenig Licht besonders gute Bilder zu zaubern. Wie andere Modelle des Herstellers, hat aber auch das neue Smartphone die Tendenz, Bilder überzubelichten. Das kann man aber stets leicht korrigieren, indem man die Helligkeit vorm Knipsen etwas nach unten regelt.

Optisch und haptisch ist das Xiaomi 14T Pro ein sehr ansprechendes Gerät – speziell die matte, aber schimmernde Rückseite macht etwas her. Das AMOLED-Display liefert speziell bei HDR eine tolle Darstellung und auch die Leistung lässt aus meiner Sicht keine Wünsche offen. Zwar ist etwas Bloatware vorinstalliert, diese lässt sich aber entfernen – und umfasst dieses Jahr immerhin keine Abzock-Games.

In der Summe liefert Xiaomi mit dem Xiaomi 14T Pro ein erstklassiges Smartphone ab, welches das geschafft hat, woran das 13T Pro noch scheiterte: mein Xiaomi 12 Pro abzulösen.

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Mammotion Yuka – Rasenmähroboter im Test

Hier im Blog haben wir schon etliche Roboter vorgestellt. Meist Staubsaugroboter, aber auch Mähroboter für den heimischen Garten. Während mein Grundstück anfänglich ein Bosch-Gerät mit Draht verwaltete, übernahm später der EcoFlow BLADE. Der tat zwar irgendwie seinen Job, hatte aber etliche Macken und hat es meiner Meinung nach auch nie wirklich bis zur Marktreife geschafft. Ich bin dann irgendwann über die Geräte von Mammotion gestolpert. Der Luba ist dem einen oder anderen eventuell ein Begriff – das war der Mäher, der aussieht wie ein kleines Formel-1-Auto und mit ziemlich guten Bewertungen ausgestattet wurde. Ich habe mir daher den Yuka etwas genauer angesehen, der ebenfalls ohne Draht auskommt.

Der Yuka ist prinzipiell nicht nur Rasenmäher, sondern auch gleich Einsammler, wobei der Fangkorb inklusive Zubehör optional ist und auch noch extra Kohle in Anspruch nimmt. Schauen wir mal auf den Lieferumfang. Enthalten ist die Dockingstation inklusive Erdankern und Erdnägeln zum Befestigen des Kabels im Rasen, eine aus mehreren Teilen bestehende RTK-Antenne, das Netzkabel, das Kabel von der Antenne zur Dockingstation, ein Netzteil, ein Schraubendreher und natürlich der Roboter.

Während der Luba eben aussieht wie ein Auto aus dem Formel-1-Zirkus, erinnert mich der Yuka direkt an einen Pfeilschwanzkrebs. Ein anderer mag bei der Form an etwas anderes denken, aber hier hat man sich sicher auch inspirieren lassen. Fakt ist: Mir gefällt das Gerät, auch wenn er nicht unbedingt ein Kleinkaliber ist. Das komplette Gehäuse ist der Bumper, den der Roboter zur Erkennung von Gegenständen nutzt. Mit dabei und verbaut sind etliche Sensoren und eine Kamera, die sogar einen Scheibenwischer besitzt und neben der Livestream-Funktion vorrangig zur Erkennung von Gegenständen gebraucht wird.

Schaut man unter das Gerät fällt auf, dass Mammotion hier nur eine vollwertige Hinterachse mit zwei großen und griffigen Antriebsrädern verbaut. Vorn ist lediglich ein großes rotierendes Rad verbaut worden. Die komplette Bewegung wird also über die Hinterachse gesteuert. In puncto Materialien verbaut Mammotion beim Yuka hauptsächlich Kunststoff und setzt wenig auf das schwerere, aber robustere Metall.

Oben hinter der Kamera sitzt auch ein manuelles Rad zum Verstellen der Mähhöhe. Die kann man per Dreh zwischen 2 und 9 Zentimeter einstellen. Neben erwähntem Rad sitzt noch eine weitere Kamera, die nach oben schaut. Das benötigt der Roboter, um auch Hindernisse hinter sich zu erkennen, wenn manövriert werden muss. Ein Regensensor ist ebenfalls zu finden.

Wenn man den Fangkorb inklusive Kehrmaschine installieren will, wird auf das Gehäuse ein Gegengewicht aus Metall geschraubt. Ein zusätzlicher Akku für den Betrieb der Kehrmaschine ist ebenfalls schnell in das Fach im Boden verbracht. Dann kann der Korb hinten eingehängt und mit dem Roboter verbunden werden. Wie gesagt: Der Korb ist optional erhältlich.

Der Roboter ist schnell eingerichtet. Mammotion verspricht innerhalb von 18 Minuten. Das habe ich beim Set-up nicht ganz geschafft. Dennoch: Ihr sucht euch zunächst einen Platz für die Docking Station. Der kann ein anderer sein, als  die RTK Antenne, denn diese kann auch über ein separates Netzteil betrieben werden. Habt ihr die Docking Station in den Boden geschraubt, verbringt ihr das Kabel mit den Nägeln in den Rasen, damit man nicht darüber fällt oder der Roboter das Kabel aufsäbelt. Die RTK Antenne muss nun in einen möglichst freien Platz gebracht und ebenfalls mit Strom versorgt werden. Bei mir steht beides direkt nebeneinander. Ist das alles erledigt und der Roboter vollständig geladen, beginnt man mit der Einrichtung.

Dazu öffnet ihr die dazugehörige App und loggt euch mit einem vorher angelegten Mammotion-Konto ein. Dann kann der Roboter und die RTK Antenne als Gerät hinzugefügt werden. Funktionierte reibungslos. Nachdem die Firmware beider Komponenten auf den neuesten Stand gebracht wurde, konnte ich mit der Einrichtung der Karte beginnen. Hierzu kann der Roboter per virtueller Fernbedienung um die Rasenfläche gefahren werden und kartiert dabei den Rasen. Seid ihr eine Runde herum, könnt ihr No-Go-Zonen definieren, die der Roboter meiden soll.

Ihr könnt direkt auch mehr als eine Zone definieren, die gemäht wird. Ihr benötigt dann auch nur eine Ladestation und eine RTK Antenne. Der Roboter zeigt euch in der App sowohl die WLAN- als auch die Ortungskonnektivität an. Wer möchte und kein WLAN in der Ecke hat, kann auch eine SIM-Karte in den Roboter packen und hat dann darüber ständigen Zugang auf den Helfer. Habt ihr mehr als eine Zone definiert, muss ein Kanal zwischen den Zonen gebaut werden. Der Kanal ist im Prinzip nichts anderes als ein festgelegter Weg, der dem Roboter sagt, wie er von der einen Rasenfläche auf die andere kommt. Dazu nutzt man wieder die Fernbedienung in der App und fährt den Weg einfach ab. Ist das erledigt, habt ihr eine Karte mit verschiedenen Flächen und Kanälen.

Die Karte ist also fertig eingerichtet. Jetzt könnt ihr (solltet ihr den Korb haben) noch sogenannte Dumping-Zonen einrichten. Das sind kleine Bereiche in der Karte (leider nicht außerhalb und leider min. 1,5m vom Rand entfernt), in die der Roboter das aufgesammelte Gras schmeißt. Was mir aufgefallen ist und was laut Mammotion noch in einem Update kommen soll: Der Roboter fährt in meinem Fall alle zwei/drei Tage und mäht. Da braucht man keinen Fangkorb, denn die kleinen Stückchen bleiben einfach liegen. Hat man Dumping-Zonen definiert, werden diese aber auch nicht gemäht. Das heißt, dass ihr dann immer zwei, drei ungemähte Fleckchen im Rasen habt. Das sollte man in den Einstellungen ändern können. Wer nicht kehrt, kann auch die Dumping-Zonen mitmähen.

Bleiben wir mal bei den Mäheinstellungen. Hier habt ihr die Möglichkeit, die Mähgeschwindigkeit, das Mäh-Pattern (Zickzack, geordnet etc.), die Abstände zwischen den Mäh-Zeilen, die Runden rund um den Rand und die Runden, um die No-Go-Zonen einzustellen. Die Höhe wird, wie zuvor besprochen, über einen Knopf am Roboter gemäht. Auch kann man festlegen, ob der Roboter die Gegenstände gar nicht berühren soll, nur leicht oder richtig dagegen fahren soll. Damit kann man gewissermaßen den Roboter auch unter einen biestigen Strauch fahren lassen, ohne dass er aufgibt.

Und wie ist das Teil nun in der Praxis. Kurz: Wahnsinnig gut. Der Roboter hat zwei Mähteller und kommt damit auf eine sehr ordentliche Schnittbreite von 32 mm und ist obendrein sehr leise. Das Schnittbild ist sehr sauber und nach ein paar Durchgängen sieht mein Rasen in der Tat besser aus als je zuvor. Die Navigation ist zu 95 Prozent sehr zuverlässig. Verliert er die Verbindung zur RTK Antenne, kann er über die visuelle Erkennung per Kamera den Weg finden und kommt somit sicher von Punkt A zu Punkt B. Lediglich zweimal hatte er sich »verirrt«. Einen Nachteil hat das eine Stützrad im Kopf. Habt ihr einen buckeligen Rasen mit etwas tieferen Löchern, bleibt er im schlimmsten Fall dort hängen. Die Räder sind jedoch sehr kräftig und dosieren den Schub gut, sodass er oft sicher wieder herauskommt.

Die Objekterkennung ist außerdem einwandfrei. Selbst diese kleinen Mehrweg-Wasserbomben erkennt er und schreddert diese nicht. Igel etc. sollten also auch sicher erkannt werden. Da gehe ich aber auf Nummer sicher und lasse den Roboter tagsüber fahren. Da er sehr leise ist, ist das auch kein Problem. Gelegentlich gibt es Verbesserungspotenzial bei der Erkennung von Hindernissen hinter dem Gerät. Da rammelt er gern mal unverblümt gegen, wenn er umdrehen muss. Ich muss bei diesem Test dazu sagen, dass ich keine extreme Rasenfläche mit extremen Steigungen habe, die für den einen oder anderen sicher relevant wären. Auf meinem auch nicht unbedingt englischen Rasen macht er seine Arbeit jedenfalls hervorragend. Auch das Ergebnis bis zum Rand kann sich sehen lassen. Hat der EcoFlow 30 cm am Rand stehen lassen, sind es bei dem Yuka nicht mal 10 cm.

Noch ein Wort zur Kehrmaschine. Ich hatte den Roboter anfangs mit Absicht über einen knapp 12 cm hohen Rasen fahren lassen, um mal zu sehen, wie das Ergebnis ist. Und das war wirklich gut. Bereits der erste Schnitt sah sehr sauber aus. Dabei bleibt jedoch ziemlich viel liegen. Das will man dann auch nicht auf der Fläche haben. Also direkt den Fangkorb ausprobiert. Die Kehrmaschine kehrt zuverlässig fast alles in den Korb, was so herumliegt. Man kann einstellen, nach wie viel Quadratmetern der Korb geleert werden muss. Das macht der Roboter vollständig allein. Beim EcoFlow war das manuell zu erledigen. Der Yuka fährt dann also in die Dumping-Zone und öffnet den Korb. Fährt dann beim Leeren nach vorn. Liegt dort schon ein Haufen, macht er diesen mit dem Korb etwas breit. Funktioniert ausgezeichnet und man muss dann nur noch die kleinen Haufen wegräumen. Einziger Nachteil: Der Roboter ist dann natürlich sehr lang und damit kann er nicht immer umgehen. Sind Hindernisse oder die Hauswand beim Drehen im Weg, haut er damit gegen. Die Kehrmaschine ist dann aber etwas lauter als das normale Mähen.

Noch ein paar Worte zur Akkulaufzeit. Der Roboter fährt im Schnitt eine Fläche von 200 Quadratmeter bei mir sehr langsam ab und rollt dann zur Station. Wer schneller mäht, schafft mehr. Das Laden dauert dann 2 Stunden, danach geht es weiter.

Mein Fazit zum Mammotion Yuka. Das hier ist ein wirklich guter Mähroboter ohne Draht, einer tollen App und einem wirklich zuverlässigen Betrieb. Das Design gefällt zumindest mir und er ist sowohl sicher in der Navigation als auch beim Vermeiden von Objekten / Tieren. Wer eine Kehrmaschine benötigt, kann aus dem Yuka einen Gärtner machen, der sich um euren Rasen kümmert. Ich bin sehr zufrieden und der Preis ist meiner Meinung nach mit knapp 1500 Euro (Modell für 1.500 qm) oder 1800 Euro (Modell für 2.000 qm) fair. Die Kehrmaschine kostet mit 700 Euro aber einen ordentlichen Batzen.

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AirPods 4 mit ANC im Test

Ich habe ein paar Tage die Möglichkeit gehabt, die neuen AirPods 4 auszuprobieren. Zeit für ein paar Worte. Vorab, um Verwirrung zu vermeiden: Es gibt zwei Modelle, einmal die AirPods 4 und einmal die AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung. Bedeutet: Apple wird die beiden Modelle unterscheiden, indem das neue Mittelklassemodell ein hochwertigeres Gehäuse mit einem Lautsprecher erhält, was die Ortung mit der „Find My“-Funktion erleichtert, sowie eine Geräuschunterdrückung, um mit den AirPods Pro gleichzuziehen. Beide neuen AirPods haben nun ein Gehäuse mit USB-C-Anschluss, das günstigere Modell (149 Euro) kann nicht drahtlos geladen werden, das andere (199 Euro) schon. Hier einmal die Übersicht der Funktionen:

Die AirPods 4 orientieren sich im Design an den AirPods Pro, verzichten jedoch auf separate Silikontips. Apple verspricht, dass sie bequemer sind. Das ist immer Ansichtssache. Ich kenne Leute, die Tips nicht mögen, andere schon. Ich komme mit beidem klar, ziehe aber zur Abdichtung Produkte mit Tips vor. Da habe ich dann auch immer ein sicheres Gefühl, dass die Hörer mir nicht aus den Ohren fallen.

Die AirPods 4 fühlen sich anders an als die Pro, saßen aber zumindest in meinen Ohren während meiner Arbeits- und Sport-Sessions recht sicher, wobei zu erwähnen ist, dass ich lediglich jogge – und selbst da muss ich ab und an die AirPods Pro nachjustieren. Für den generellen Sport mit viel Bewegung würde ich die Beats Fit Pro oder die Powerbeats empfehlen.

Ausgestattet sind die neuen AirPods mit dem neuen H2-Chip, der eine verbesserte Klangqualität liefern soll. Das stimmt, wenn man mit den Erstlingen vergleicht. Zudem bieten sie personalisiertes Spatial Audio und Gestensteuerung, wie das Nicken oder Schütteln des Kopfes. Durch die Aktivierung dieser Funktion ist es möglich, durch Kopfnicken nach oben und unten Benachrichtigungen zu aktivieren oder Anrufe anzunehmen, während ein Kopfschütteln von links nach rechts diese ablehnt. Obwohl ich es normalerweise bevorzuge, nicht ständig durch meine Kopfhörer mit Benachrichtigungen gestört zu werden (nervt beim Joggen), habe ich festgestellt, dass selbst feine Kopfbewegungen während meiner Tests präzise erkannt wurden.

Bei Telefonaten werden Hintergrundgeräusche herausgefiltert, das funktionierte im Test tatsächlich ganz gut, für hauptberuflich Telefonierende mag es professionellere Lösungen geben.

Das Case ist kompakter geworden und verfügt über einen USB-C-Anschluss. Grundsätzlich werden bis zu 5 Stunden Laufzeit geboten, im Case sind noch mal bis zu 25 Stunden drin. Das allerdings nur ohne ANC, dann sind es 4 / 16 Stunden.

Wer die AirPods Pro 2 kennt, wird sicherlich nicht wechseln, aber es sei erwähnt: Die AirPods 4 können nicht die Lautstärke über den Steg regeln, das ist schade. Aber es sind halt keine Pro, die auch eine bessere Geräuschunterdrückung bieten. Dennoch ist das ANC brauchbar, wie ich finde. Was man bemerkt: Durch die fehlenden Tips werden die Ohren weniger abgedichtet, was, je nach Kopfbewegung, das ANC etwas weniger effektiv machen kann.

Richtig gut ist weiterhin der Transparenzmodus, das bekommen viele Hersteller nicht so gut hin wie Apple. Der Transparenzmodus bei den AirPods ist eine Funktion, die es dem Träger ermöglicht, die Umgebungsgeräusche und Gespräche zu hören, während er die Hörer trägt. Dies wird durch die nach außen gerichteten Mikrofone erreicht, die die Geräusche aus der Umgebung aufnehmen und durch die Lautsprecher der AirPods abspielen. Dadurch kann der Benutzer gleichzeitig Musik oder andere Audioinhalte hören und dennoch seine Umgebung wahrnehmen, was besonders nützlich in Situationen ist, in denen man aufmerksam bleiben muss, wie zum Beispiel beim Überqueren einer Straße oder bei Gesprächen.

Benutzer können zwischen den Modi wechseln, indem sie auf den Stiel der AirPods drücken oder über die Einstellungen auf ihrem gekoppelten Gerät. Wer mag, der kann auch eine automatische Konversationserkennung anschalten. Ist praktisch: Wird ein Gespräch erkannt, springt der Transparenzmodus an. Funktioniert bei mir gut, manchmal ist beim Joggen ein Keuchen oder Husten als Gespräch gewertet worden, dann wird für kurze Zeit der Modus aktiviert. Vielleicht sollte ich einfach fitter werden.

Die neuen AirPods 4 von Apple bieten klanglich die besten Ergebnisse unter den regulären AirPods. Grundsätzlich hat sich laut meiner Ohren nicht viel geändert, aber ich meine zu erkennen, dass Bass etwas mehr „punchy“ ist, die Höhen zudem etwas feiner sind. Die übliche Erwähnung: Ja, die AirPods Pro sind besser, aber ich bin super schmerzfrei und zufrieden mit dem AirPods 4 in der Testphase gewesen.

Und sonst so? Sicherlich muss ich nicht erwähnen, dass die AirPods am besten im Apple-Ökosystem funktionieren. Es gibt auf Wunsch schnelles und automatisches Umschalten zwischen euren Geräten, aber kein echtes Multipoint. Die neuen AirPods 4 mit ANC sind sehr solide und ideal für Einsteiger, die unbedingt AirPods möchten – oder Personen, die von den ersten Generationen umsteigen. Dennoch muss ich bei meiner Aussage bleiben: 199 Euro kosten die AirPods 4, oft bekommt man die AirPods Pro 2 für unter 240 Euro. Die finde ich klar besser, wobei es prozentual natürlich ein irrer Aufpreis ist.

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iPhone 16 und iPhone 16 Pro: Ein Blick auf die Kamerasteuerung

Schon bald werden die iPhones der 16er-Serie in den Händen neuer Besitzer landen. Schaut man sich die Geräte und ihre Leistungseckdaten an, dann kommt man mitunter zum Schluss, dass vielen vielleicht ein „älteres“ Gerät ausreicht; die größten Sprünge machen vermutlich jene, die vom iPhone 13 oder früher aktualisieren. Doch es mag auch Menschen geben, die früher aktualisieren.

Und auch diese bekommen gute Gründe, je nach Anwendungsgebiet. Bezüglich der Ausstattung macht Apple es dieses Jahr schon gut, leistungstechnisch und bezüglich der Kamera hat man aufgebohrt, sodass Nutzer es sich vielleicht überlegen, ob sie wirklich das iPhone 16 Pro dem iPhone 16 vorziehen.

iPhone 16 iPhone 16 Pro
Kamerasystem Fortschrittliches Zwei-Kamera-System (48 MP Fusion und 12 MP Ultraweitwinkel) Pro Kamera-System (48 MP Fusion, 48 MP Ultraweitwinkel und 12 MP Tele)
Fusion 48 MP, ƒ/1.6 Blende 48 MP, ƒ/1.78 Blende
Ultraweitwinkel 12 MP, ƒ/2.2 Blende 48 MP, ƒ/2.2 Blende
Tele 12 MP, ƒ/2.8 Blende
Bildstabilisierung Optische Bildstabilisierung mit Sensorverschiebung Optische Bildstabilisierung mit Sensorverschiebung der 2. Generation
Zoom-Optionen 0,5x, 1x, 2x optische Zoom-Optionen 0,5x, 1x, 2x, 5x optische Zoom-Optionen
Blitz True Tone Blitz Adaptiver True Tone Blitz
Photonic Engine Ja Ja
Deep Fusion Ja Ja
Smart HDR Smart HDR 5 für Fotos Smart HDR 5 für Fotos
Porträtmodus Porträts der nächsten Generation mit Fokus- und Tiefen-Kontrolle Porträts der nächsten Generation mit Fokus- und Tiefen-Kontrolle
Porträtlicht Porträtlicht mit sechs Effekten Porträtlicht mit sechs Effekten
Nachtmodus Ja Ja
Nachtmodus Porträts Ja
Fotografische Stile Fotografische Stile der neuesten Generation Fotografische Stile der neuesten Generation
Makrofotos 48 MP Makrofotos
Räumliche Fotos Ja Ja
Antireflex-Beschichtung Antireflex-Objektivbeschichtung (Fusion) Antireflex-Objektivbeschichtung
Apple ProRAW Ja

Beide iPhone-16-Modelle haben Kamera-Upgrades erhalten, einschließlich einer 48-Megapixel-Linse (statt 12 Megapixel) für die Ultraweitwinkelkamera, was den Megapixeln der Standard-Weitwinkelkamera des Vorjahresmodells entspricht.

Das kleinere iPhone 16 Pro hat zudem einen fünffachen optischen Zoom auf der Teleobjektivlinse (statt 3-fach) erhalten, um mit der Max-Version gleichzuziehen. Das hat viele bei der Vorstellung gefreut.

Mir mag derzeit kein Vorteil für einen normalen Benutzer einfallen, der für ein iPhone 16 Pro spricht. Wobei man sagen muss: Das Display des iPhone 16 hätte schon mehr Hz haben dürfen – aber dann wäre die Abstufung noch geringer als bereits jetzt.

Eine bemerkenswerte Funktion haben iPhone 16 und iPhone 16 Pro gemein und das ist Camera Control, in Deutsch: Kamerasteuerung.  Hierbei handelt es sich um eine zusätzliche (kapazitive) Schaltfläche an den iPhones, über die man die Kamera und deren Funktionen steuern kann. Dabei handelt es sich nicht um einen simplen Knopf, sondern eher eine Art Trackpad, wie man es auch aus den MacBooks kennt. Vielleicht nicht ganz etwas für Aus-der-Hüfte-Fotografierer, eher eine Pro-Funktion, die es tatsächlich in beiden Geräten gibt.

Die Kamerasteuerung bietet Zugriff auf die Kamera-App mit einem Klick. Verschiedene Kamerafunktionen können durch Streichen des Fingers angepasst werden (ich hoffe, meine Screenshots zeigen das ausreichend gut, die Funktionen sind in der oberen rechten Ecke zu sehen).

Das Design erlaubt die Nutzung im Hoch- und Querformat. Ein taktiler Schalter simuliert das Klick-Feeling eines manuellen Auslösers. Ein Kraftsensor interagiert mit der Taptic Engine für haptisches Feedback. Ein kapazitiver Sensor und ein Signalprozessor erkennen Berührungsgesten.

Die Nutzung: Ein Klick öffnet die Kamera-App. Die Kamerasteuerung kann verwendet werden, um die Kamera-App zu öffnen und schnell ein Foto zu machen. In der Kamera-App ist kein weiterer Griffwechsel nötig – ein weiterer Klick reicht aus. Ein Klick und Halten ermöglicht Videoaufnahmen bis zu 4K 60 fps in Dolby Vision. Eine andere Kamera-App kann über Einstellungen > Kamera > Kamerasteuerung als Standard ausgewählt und so geöffnet werden.

Power-User können mit neuen Gesten auf weitere Steuerungen zugreifen. Ein leichtes Doppeldrücken öffnet ein Overlay für schnellen Zugriff auf Funktionen wie Belichtung, Schärfentiefe, Zoom, Kameras, fotografische Stile und Ton.

Durch das Streichen mit der Fingerspitze über die Kamerasteuerung können Optionen navigiert und durch leichtes Drücken ausgewählt werden. Ein leichter Druck gibt schnellen Zugriff auf die zuletzt verwendete Steuerung.

Während das Overlay sichtbar ist, verblassen andere UI-Elemente im Sucher, um eine neue Vorschau zu zeigen. Gesten können unter Einstellungen > Bedienungshilfen > Kamerasteuerung angepasst werden.

Beim ersten Ausprobieren wirkt das erst einmal fremdartig, weil neu. Es ermöglicht aber wirklich sehr genau das Einstellen von Werten, sofern man das denn möchte. Es ist quasi ein Mehr und Schneller, was über die Kamerasteuerung geboten wird.

Bei der Nutzung hast du folgende Möglichkeiten:

Belichtung: Helle die Szene auf oder verdunkle sie, indem du die Belichtung erhöhst oder verringerst.

Tiefe: Erhöhe oder verringere den Hintergrundunschärfeeffekt (diese Einstellung aktiviert den Porträtmodus, falls er noch nicht ausgewählt war).

Zoom: Zoome heran oder heraus.

Kameras: Passe den Blickwinkel an, indem du die Kamera wechselst.

Stil: Ändere den fotografischen Stil.

Ton: Helle die Stimmung auf oder vertiefe sie, indem du den Ton erhöhst oder verringerst.

Nicht unter den Tisch fallen lassen möchte ich, dass das normale Fotografieren wie bisher auch möglich ist. Und das ist auch gut so. Die Kamerasteuerung funktioniert zwar super mit einer Einhandbedienung, doch ich würde behaupten, dass man im Trubel, oder wenn man das beste Ergebnis erzielen möchte, eher beide Hände nutzt. Eine zur Stabilisierung und eine zur Steuerung / Auswahl der gewünschten Optionen. iPhone-16-Vorbesteller seien an dieser Stelle gefragt: War die Kamerasteuerung für euch ein Kriterium?

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