„Funko Fusion“ im Test: Verloren in den Dimensionen

Das Spiel „Funko Fusion“ hat mich schon vor Release sehr interessiert. Denn hier treffen einige richtig starke Marken wie „The Umbrella Academy“, „Masters of the Universe“ oder auch „Scott Pilgrim“ aufeinander. Entwickelt wurde dieser Titel von den Newcomern 10:10 Games, bei denen im Team allerdings einige Veteranen von Traveller’s Tales sitzen. Letztere sind bekannt für die Lego-Games. Ich habe mir „Funko Fusion“ im Test genauer für euch angeschaut.

Zunächst ein kleiner Dämpfer für all diejenigen, die es gar nicht erwarten können, z. B. umfangreiche Levels zu „Knight Rider“, „Zurück in die Zukunft“ oder „Invincible zu erkunden. Tatsächlich gibt es „nur“ sieben Welten in „Funko Fusion“, die zu folgenden Marken gehören:

  • Jurassic World
  • The Umbrella Academy
  • Masters of the Universe
  • The Thing
  • Hot Fuzz
  • Scott Pilgrim vs. the World
  • Battlestar Galactica

Diese könnt ihr fast alle in beliebiger Reihenfolge durchkämmen. Alle anderen Marken, wie z. B. „Shaun of the Dead“, „Der weiße Hai“ oder auch „Die Mumie“ sind nur in Form von kurzen Cameo-Levels bzw. nur als Cameo-Charaktere vorhanden. Um die entsprechenden Levels und Charaktere freizuschalten, müsst ihr Geheimnisse in den Levels finden und manchmal auch kleine Quests bewältigen – wie ein Rennen gegen K.I.T.T. zu gewinnen.

„Funko Fusion“: Abwechslungsreiche Welten, monotones Gameplay

In Sachen Story gibt sich „Funko Fusion“ wenig Mühe. Zu Anfang gibt es einige ziemlich abgehackte Cutscenes, die zeigen, wie der Charakter Freddy Funko seine Krone einbüßt, da eine düstere Variante seiner selbst, Eddy, sie ihm entreißt. Freddy ist geschwächt und nun liegt es an euch, Eddy daran zu hindern in den unterschiedlichen Welten Chaos zu stiften bzw. Freddy wieder zur Macht zu verhelfen. Ab und an unterhaltet ihr euch dabei in den kunterbunten Levels zu „Hot Fuzz“ und Co. auch mit Charaktere, aber die Geschichten der jeweiligen Filme könnte man hier ohne Kenntnis der Vorlagen nur schwer erraten. Das wirkt alles sehr zusammengewürfelt.

So gibt es zu den eingangs genannten Marken zentrale Levels, welche z. B. die Geschichte des Films „Scott Pilgrim vs. the World“ lose nacherzählen und dabei wichtige Punkte abhaken. Alles, was dazwischen liegt, geht aber verloren. Das haben die Lego-Spiele dann doch besser gelöst, indem sie sich jeweils auf ein Franchise fokussiert haben. Hier wäre auch bei „Funko Fusion“ weniger am Ende mehr gewesen. In den Levels sind die Umgebungen dann größtenteils zerstörbar und lassen euch nach der Demolierung Vinyl sammeln – das ist hier das Äquivalent der Studs aus den Lego-Titeln.

Heruntergebrochen spielt sich „Funko Fusion“ dann auch wie eine weniger feingeschliffene Version der Lego-Games, mit hartnäckigeren Gegnern und zusätzlichen, hölzernen Versatzstücken. Beispielsweise mag es auf dem Papier eine coole Idee sein, dass ihr im Gegensatz zu den meisten Lego-Titeln über ein Inventar verfügt und mehrere Waffen und Power-ups mit euch führen könnt. In den hektischen Kämpfen danach zu kramen und aus kleinen bunten Bildchen das richtige Item herauszusuchen, nervt eher, als dass es das Spiel aufwertet. Gerne poliert euch dann auch ein Gegner just in dem Moment die Visage, in dem ihr eine Soda trinken wollt, um eure Energie aufzufüllen.

Viele Gegner sind Bullet-Sponges

Generell löst ihr bei „Funko Fusion“ kleine Rätsel und erwehrt euch sonst der Gegnerhorden, wobei die Kämpfe einen größeren Anteil einnehmen, als z. B. bei den Lego-Spielen. Bedauerlicherweise sind die Gefechte teilweise arg monoton. So sind die Gegner zwar nicht sonderlich intelligent, stecken aber teilweise dermaßen viel ein, dass einige Scharmützel die Geduld strapazieren. Besonders extrem ist dies etwa zu Beginn des „Masters of the Universe“-Levels, indem ihr einerseits Türme vor Schaden beschützen und andererseits reichlich Gegnermassen plattmachen müsst. Die Feinde halten einfach zu viel aus und eure Waffen müssen in aller Regel nach einer Weile nachgeladen oder gewechselt werden, sodass sich diese Einlagen manchmal ziehen wie Kaugummi.

Dazu kommt, dass ihr alle Levels im Grunde mehrfach durchspielen müsst, wollt ihr alle Geheimnisse finden – und so neue Cameo-Charaktere oder -Levels freischalten. Was in den Lego-Games aufgrund des locker-leichten Gameplays und der kurzweiligen Rätsel und Kämpfe Spaß machte, fühlt sich hier dann doch eher wie Arbeit an. Zum Release haben dabei zunächst auch zahlreiche Bugs „Funko Fusion“ geplagt, die sind aber ehrlicherweise durch zahlreiche Patches vorbildlich behoben worden. Auch einige Endgegner sind dadurch nun einfacher zu besiegen.

Insgesamt fehlt es „Funko Fusion“ aber trotz der vielen liebenswerten Marken einfach an Charme. Ich hatte das Gefühl, die Entwickler hatten viele tolle Ideen, konnten sie aber aus irgendeinem Grund nicht zu Ende denken oder ausreichend fein abstimmen. So hätte dieses Spiel sicherlich noch einige Monate Entwicklungszeit vertragen, um das Gameplay zu tunen, Levels mehr wie aus einem Guss wirken zu lassen und / oder neue Cutscenes einzufügen, um die Story der einzelnen Welten besser zu erzählen.

„Funko Fusion“: Wartet auf eine Preissenkung

Technisch macht „Funko Fusion“ eine solide Figur. Das Game nutzt ein recht simples Art-Design und protzt nicht gerade mit einer hohen Auflösung, sieht aber durchaus ansprechend aus. Sprachausgabe gibt es nur minimal, dafür wurde die Originalmusik, passend zu den jeweiligen Marken, ins Spiel gehievt. Dabei steckt durchaus Potenzial in diesem Titel, wenn man über alle genannten Ecken und Kanten hinwegsehen kann. Allerdings fehlt hier einfach der Feinschliff beim Interface, dem Gameplay und auch der Art, wie die einzelnen Marken und Welten genutzt werden.

Im Ergebnis würde ich, solltet ihr an „Funko Fusion“ Interesse haben, an eurer Stelle auf eine Preissenkung warten. Zu einem Deal-Preis kann man sich dieses bunte Crossover-Game auf jeden Fall mal geben. Ich hoffe, dass die Entwickler vielleicht die Chance erhalten, noch eine Fortsetzung zu erstellen und dann das Tuning vornehmen können, was diesem Erstling noch fehlt.

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Bye bye Chromecast: Der neue Google TV Streamer im Test

Auch wenn er im Bild nicht zu sehen ist: Ein Adapter mit USB-A-Anschluss ist im Lieferumfang ebenfalls enthalten.

Googles Chromecast ist Geschichte, letzte Modelle werden im Netz noch abverkauft. Doch ab sofort soll der neue Google TV Streamer mit 4K-Unterstützung eben jene Gerätesparte übernehmen und das hat auch seinen Grund. Heutzutage sind viele der verfügbaren Fernsehgeräte auf dem Markt bereits von Haus aus einigermaßen smart und haben die meistgenutzten Streaming-Apps vorinstalliert. Fernseher ohne Internetzugang werden vermutlich kaum noch erworben, sofern sie im Handel überhaupt noch großartig angeboten werden. Google wollte hier anscheinend rechtzeitig umdenken und statt Dongles, die doofe TV-Geräte smarter machen, dann doch lieber eigene Streaming-Boxen anbieten, die mit Apple TV, Fire TV und Co. konkurrieren können. Und genau das ist das Konzept hinter dem neuen Google TV Streamer, den ich mir etwas ausführlicher anschauen durfte.

Wie bereits erwähnt, bekommt ihr hier statt einem Stick eine kleine Box, mehr in Form einer kleinen Plattform, welche in Deutschland aktuell ausschließlich in der Farbe Porcelain angeboten wird. Der Preis liegt bei 119 Euro und so recht will sich mir noch nicht erschließen, warum Google hierzulande nicht auch die anderen Farbvarianten direkt mit anbietet. Immerhin handelt es sich nun um ein Gerät, das gewissermaßen sichtbar platziert wird, anders als Dongles, die noch hinter dem TV eingeklinkt hingen. Je nach persönlicher Einrichtung könnte man sich hier also durchaus am hellen Porzellanweiß stören, wenngleich das Gerät minimal daherkommt.

An der Rückseite befinden sich die Anschlüsse für USB-C (nur Stromzufuhr), Ethernet (10/100/1000 Mbit), HDMI 2.1 und ein Button, mit dem sich nicht nur die Fernbedienung suchen und durch einen Piepton wiederfinden lässt, sondern das Gerät auch den Werkreset auszuführen vermag. Das tut der Streamer aber natürlich nicht einfach so, ihr werdet über jenen Umstand zur Sicherheit auch nochmal benachrichtigt.

Wirft man einen Blick auf die Fernbedienung, fallen viele Parallelen zur Fernbedienung des aktuellen 4K-Chromecast mit Google TV auf. Die Tasten für das Regulieren der Lautstärke sitzen aber nicht mehr an der Seite, sondern auf dem Tastenpanel und die Taste für die Input-Auswahl ist einer Favoritentaste gewichen, über deren Belegung ihr frei verfügen dürft. Für Besitzer des Vorgängers sicher nicht ganz so geil: Der Home-Button und die Taste für die Eingabe per Sprache haben ihre Plätze miteinander getauscht, was dann mit Sicherheit eine Weile für Fehleingaben sorgen wird. Die Unterseite der neuen Fernbedienung ist etwas griffiger als das vorherige Modell. Und wer so gar keinen Bock auf die Bedienung hat, der darf dann stattdessen auch das Android-Smartphone hierzu heranziehen.

Die Einrichtung ist ausgesprochen schnell und vor allem simpel erledigt. Ihr schließt das Gerät an TV und Stromdose an, verbindet die Fernbedienung nach Anleitung auf dem Bildschirm und dürft dann euer Smartphone zur weiteren Einrichtung per Google-Home-App nutzen. Selbstredend dürft ihr die Einrichtung auch manuell über die Fernbedienung vornehmen, dann müssen aber eben eure Anmeldedaten und dergleichen auch über die paar wenigen Tasten der Bedienung eingegeben werden – euch überlassen.

Das Gerät ist zudem ein Smart-Home-Hub mit Unterstützung für den Matter-Standard. Ihr dürft hier dann also auch über Thread, Bluetooth und WLAN entsprechende Geräte in eurem Heim ansteuern und nutzen. Klappt wie auch auf vielen anderen Geräten schnell und reibungslos.

Google hat dem neuen Streamer nicht nur 32 GB internen Speicher verpasst, sondern auch dessen RAM auf 4 GB bemessen und einen schnelleren Prozessor verbaut. Damit ist man spürbar schneller im Menü des Systems unterwegs als mit den bisherigen Lösungen. Das fühlt sich meiner Meinung nach alles absolut wertig an und muss sich nicht hinter einem teuren Fernseher mit Google TV verstecken. Unterstützt wird bis zu 4K HDR mit Dolby Vision (max. 60 fps, Dolby Vision, HDR10, HDR10 sowie HLG). Um echten 3D-Sound zu hören, können Nutzer außerdem Dolby-Atmos-fähige Lautsprecher anschließen. Das Casting von Inhalten auf den neuen Google TV Streamer geht natürlich weiterhin, immerhin will man Chromecast-Eigentümer ja auch nicht verschrecken.

Die Oberfläche von Google TV selbst sollte niemandem mehr unbekannt sein, der hier schon eine Weile bei uns mitliest. Jene wirkt recht aufgeräumt, bietet im Grunde viele Funktionen, die man sonst auch von Fire TV und weiteren kennt und lässt euch größtenteils alle Streamingdienste und Apps installieren und verwenden, die man so kennt. Wie bereits erwähnt, dürft ihr die Favoritentaste auf der Fernbedienung auch mit anderen Funktionen und Diensten belegen:

Wer aber beispielsweise bereits einen aktuellen Apple TV oder eine ähnliche Box besitzt, wird keine Notwendigkeit finden, den Google TV Streamer daheim aufzunehmen. Für Nutzer, die sowieso gern im Google-Geräte-Universum unterwegs sind oder für solche, die eine zuverlässige und schnelle Streaming-Box suchen, bietet jener eine absolut ernstzunehmende Option für einen meiner Meinung nach immer noch fairen Preis.

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eufyCam S3 Pro: Ein Blick auf die neue Kamera mit Farbnachtsicht

Unter der Marke eufy hat Anker neulich die Sicherheitskamera eufyCam S3 Pro vorgestellt, die als verbesserte Version der vorherigen eufyCam S3 gilt. Diese neue Kamera zeichnet sich durch eine Farbnachtsicht und weitere technische Neuerungen aus. Ein Grund, mir den Spaß mal anzuschauen. Die eufyCam S3 Pro ist mit einem 1/1,8 Zoll CMOS-Sensor ausgestattet und bietet eine Blendenöffnung von f/1.0. Für die Bildverarbeitung nutzt das Gerät einen KI-basierten Bildsignalprozessor (ISP), der es ermöglicht, auch bei Dunkelheit farbige, fast taghelle Bilder ohne externe Beleuchtung zu erzeugen. Diese Fähigkeit wird von Anker als MaxColor-Vision-Technologie beworben.

Zur Bewegungserkennung kombiniert die Kamera Radar- und passive Infrarot-Technologie (PIR) und verwendet Algorithmen, um Bewegungen präzise zu erkennen und Falschalarme zu minimieren. Die S3 Pro bietet eine 4K-Auflösung und einen achtfachen Zoom. Zusätzlich verfügt sie über ein Zwei-Wege-Audio-System, das Gespräche mit Personen in einer Entfernung von bis zu acht Metern ermöglicht. Außerdem kann bei Bedarf eine laute Sirene von 105 Dezibel aktiviert werden. Funktioniert wie beschrieben, wobei die Lautsprecher okay sind – nicht HiFi – aber man kann sich unterhalten. Grundsätzliche App-Funktionen kennen die Nutzer von eufy-Cams sicherlich schon, ansonsten sollten Interessierte einen Blick auf diesen Beitrag werfen, dennoch mal ein paar Screenshots, die selbsterklärend sind:

Die Energieversorgung der Kamera kann über ein eingebautes Solarpanel oder alternativ über einen USB-C-Anschluss erfolgen. Eine Stunde Sonnenlicht pro Tag ist ausreichend für den Betrieb über das Solarpanel. Der eingebaute Akku mit einer Kapazität von 13.000 Milliamperestunden bietet Unterstützung während ausgedehnter Dämmerungsphasen. Zusätzlich ist die Möglichkeit gegeben, ein größeres XL-Solarpanel zu erwerben und anzuschließen.

Das Paket, welches ich getestet habe, kostet 699 Euro (UVP), hierbei handelt es sich um das Standard-Bundle mit zwei S3 Pro-Kameras, einer HomeBase 3 (S380) und einem zusätzlichen XL-Solarpanel. Kleiner Tipp am Rande: Anker-Produkte immer im Angebot kaufen – Rabattaktionen gibt es oft. Im Vergleich zur UVP zum Start der Solarcam eufyCam 3 ist das Paket also mal eben 100 Euro teurer.

Das Einrichten hat super funktioniert, das ist alles wie immer. Die App ist schon ganz gut, nervt aber ab und an mit Aktionen, Rabatten und Werbegedöns. Das sollte nicht sein. Die Cam unterstützt unterschiedliche Betriebsmodi und die hängen gar ab von der Anschlussart.

Die S3 Pro haben ja ein Solarpanel verbaut – es sind 2 Cams im Paket, aber nur ein weiteres „Notfall“-Panel, welches extern angeschlossen wird. Das bedeutet für euch: Solargedöns bietet keine Daueraufzeichnung, dann wäre der Akku der Cam direkt leer. Für die Platzierung bedeutet dies auch, dass ein Ort mit Sonneneinfall gewählt werden sollte. Und nicht mal dann ist klar, dass ihr über den Winter kommt. Ich habe zwei Solar-Cams auf unserem Grundstück verbaut und je nach Bewegungshäufigkeit / Aufnahmefrequenz wird deren Akku temporär leergesaugt und die Sonne im Winter reicht im schlechtesten Falle nicht aus, um das ordentlich zu handhaben. Nicht kirre machen lassen von mir, KANN passieren, muss nicht, wenn ihr gut justiert.

Testszenario aktuell: eufyCam S3 Pro, knapp 3 Tage im direkten Einfall Tageslicht, sofern vorhanden: weit über 100 Ereignisse erkannt, 16 Aufzeichnungen, dann alle halbe Stunde einen Snapshot – 89 % Restakku (aber erst bei 77 % in den Test gestartet). So darf das bleiben. Ansonsten müsst ihr Abstriche machen, um Energie zu sparen: Statt auf generelle Erkennung kann man auf Erkennung von Menschen umschalten – oder man nutzt Aktivitätszonen. Das spart Akku, glaubt mir.

Aber hey, man kann die Cam ja über USB-C aufladen. Ich habe mal getestet, ob der USB-C-Anschluss auch zur Stromversorgung genutzt werden kann. Ja, das geht und dann klappt es sogar mit der Daueraufzeichnung auf der Base. Aber: Ein Netzteil und ein langes Kabel sind natürlich nicht im Lieferumfang dabei. Da müsste man sich dann eventuell was für den Außenbereich besorgen, wenn man das möchte. Und dann muss man natürlich sehen, wie man das verbaut – der Anschluss ist nämlich nicht hinten bei der Aufhängung, sondern unten. Hätte man charmanter lösen dürfen:

Funktionell? Schaut euch die Fotos im Beitrag mal an. Das sind Aufnahmen bei uns, während es komplett dunkel war. Nein, dabei wurde kein Scheinwerferlicht eingeschaltet. Das ist schon wirklich sehr gut – keine schwarze Magie, sondern Magie „in Farbe und bunt“. Gefällt mir sehr und die Leute bei eufy haben damit einen guten Job gemacht.

Die zwei Magic-Modi, und nein, es liegt nicht an den Solarlichtquellen im Vordergrund. Die Cam rockt auch ohne so etwas:

S/W-Modus:

Scheinwerfer:

Und damit wäre schon alles gesagt. Das Bundle ist preislich schon nicht günstig, allerdings hat man alles an Funktionen und die Aufnahmen auf Wunsch daheim, ohne Abo. Ich wüsste jetzt nicht, warum ich Ring, Arlo und Co. empfehlen sollte, wenn es solche Produkte gibt, die ohne Abo funktionieren. Anmerkung noch: Ich konnte die Cam und die Software vorab in der Beta testen, verkauft und beworben wird sie mit HomeKit-Unterstützung, das soll nach Release im Oktober mit reinkommen. Wie das Ganze dann funktioniert, verrate ich dann in einem separaten Beitrag.

Ist die eufyCam S3 Pro eine Empfehlung? Unsere Leser wissen, dass ich generell keine grundsätzlichen Empfehlungen ausspreche. Euch reicht eine Nachtsicht über Infrarot oder ihr lasst bei Bewegungserkennung den Scheinwerfer einer Cam anschalten? Ihr wollt bestenfalls eine Kamera, die ihr einfach outdoor an den Strom klemmen könnt? Dann könnt ihr eher zu Produkten wie der eufyCam E330 Professional greifen (Unser Test: eufyCam E330 Professional). Kostenpunkt beim Verfassen des Beitrags: 366 Euro für den Doppelpack mit Basis.

Ihr meint, das Beschriebene oben passt für euch? Erste Rabattaktion abwarten. Mein Wunsch? Die Cam mit der Möglichkeit, wirklich kabelgebunden zu arbeiten. Das wäre Pro. Anschluss für den Strom auf der Rückseite, vernünftige Netzteile – fertig. Denn das Bild ist wirklich 1a, sowohl am Tage als auch in der Nacht. Und die Erkennung von Dingen, inkl. bekannter Gesichter, funktioniert auch 1a.

3840×2160p Auflösung bei 15 fps

1/1,8″ gestapelter CMOS-Sensor

F1.0 Blende

135° Sichtfeld

WDR-Unterstützung

KI-gestützter ISP

MaxColor Vision

Radar- und PIR-Sensoren

12 m Erkennungsbereich

2-Wege-Kommunikation mit Geräuschreduzierung

100 dB Sirene

13.000 mAh Batteriekapazität

24/7 Aufzeichnung im kabelgebundenen Modus

IP67 staub- und wasserfest

Betriebstemperaturbereich von -20 bis 50 °C (-4 bis 122 °F)

Kompatibel mit S380 HomeBase 3 (Modell T8030)

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„God of War Ragnarök“: Die PC-Fassung im Kurztest

Ich habe „God of War Ragnarök“ 2022 für die PlayStation 5 getestet und hatte viel Spaß mit dem Titel. Jetzt liegt endlich eine Portierung für den PC vor. Dabei berücksichtigt man moderne Features wie Nvidia DLSS für hochwertiges Upscaling, Ultrawide-Unterstützung für Monitore in den Formaten 21:9 und 32:9 sowie natürlich erhöhte Auflösung und mehr. Ich habe mir das Game nochmals im Kurztest am Rechner für euch angeschaut.

Neben Nvidia DLSS beherrscht „God of War Ragnarök“ im Übrigen auch die Upscaling Techniken AMD FidelityFX Super Resolution (FSR) 3.1 und Intel XeSS 1.2. Steuern könnt ihr das Spiel am Rechner sowohl mit dem DualShock 4 bzw. dem DualSense der PlayStation-Konsolen als auch etwa dem Xbox-Controller. Ich nutze am Rechner letzteren, da er mit so gut wie allen Titeln kompatibel ist und mit seinem USB-Dongle kabellos mit geringer Latenz genutzt werden kann.

Erhältlich ist „God of War Ragnarök“ sowohl via Steam als auch über den Epic Games Store. Der Preis beträgt 59,99 Euro. Obacht: Zur Nutzung ist ein PSN-Konto notwendig. Dies hat viele PC-Gamer verärgert und für eine wahre Flut negativer Bewertungen gesorgt. Mich persönlich stört das nicht unbedingt, da ich ohnehin über ein PSN-Account verfüge. Ich kann den Ärger aber nachvollziehen.

„God of War Ragnarök“: Einer der besten PlayStation-Exklusivtitel ist jetzt noch besser

Wer mehr zum Gameplay und der Story dieses Titels wissen will, den verweise ich an mein oben verlinktes PS5-Review. „God of War Ragnarök“ ist jedoch auch für die PlayStation 4 erschienen und das merkt man dem Spiel auch an. So gibt es weder an der PS5 noch jetzt am PC etwa Ray-Tracing und es kommt noch ein gewisses Last-Gen-Feeling rüber. Das finde ich aber nicht so schlimm, denn die Charaktermodelle sehen hervorragend aus und zeigen am PC jetzt ihre wahre Pracht. So konnte man an der Konsole von nativer 4K-Auflösung weitgehend nur träumen, kann diese aber an einem fähigen Gaming-PC auch ohne Upscaling bei 60 fps und maximalen Einstellungen halten. Zumindest in meinem Fall war dies mit einer Nvidia GeForce RTX 4080 problemlos möglich.

Portiert worden ist das Spiel von Jetpack Interactive, die reichlich Anpassungsmöglichkeiten im Optionsmenü hinterlegt haben. Vorbildlich finde ich, dass man auch eine Begrenzung der Framerate vornehmen kann und Nvidias DLAA auch ohne DLSS-Upscaling für ein sauberes Bild sorgen darf. Obendrein zeigt das Spiel schon im Optionsmenü an, wie viel des VRAM bei den aktuellen Settings belegt wird. Dabei habe ich „God of War Ragnarök“ sogar einmal auf dem Ayaneo Kun angeschmissen. Wer Abstriche bei den Einstellungen macht, kann den Titel tatsächlich auch unterwegs zocken. Und selbst in 1080p mit mittleren Einstellungen sieht das Game immer noch richtig gut am kleinen Bildschirm aus.

Ein wenig kurios: Offiziell unterstützt „God of War Ragnarök“ auch die automatische Frame-Generierung von Nvidia DLSS, die hat an meinem PC aber partout nicht funktionieren wollen. Vermutlich braucht es da noch 1 bis 2 Patches. Auch ein wichtiger Hinweis: Das Spiel benötigt einen gigantischen Download: Satte 175 (!) GByte müsst ihr auf eure SSD schleifen. Dafür könnt ihr diesen First-Party-Titel dann am Rechner in einer Qualität spielen, welche die PS4- und PS5-Fassungen klar aussticht.

So merke ich in letzter Zeit immer wieder, dass ich mich dabei erwische, Sonys grandiose First-Party-Spiele nochmal am Rechner auszuprobieren und dann hängenzubleiben. Deswegen habe ich z. B. „Ghost of Tsushima“ ein zweites Mal komplett durchgezockt, weil der Titel in nativem 4K mit 60 fps eben nochmal richtig Gas gibt.

Mein Fazit

Für mich persönlich ist „God of War Ragnarök“ einer der besten First-Party-Titel für die PlayStation 5 und in der technisch nunmehr besten Version am PC unbedingt einen Blick wert. Grundsätzlich ist das Spiel gut optimiert und läuft sogar an PC-Gaming-Handhelds mit angepassten Settings sehr gut. Ich hoffe nur, dass die Entwickler sich die Unterstützung von Nvidia DLSS 3 bzw. der Frame-Generierung nochmal anschauen und einen Patch nachreichen. Zumindest an meinem Test-PC funktionierte diese Funktion aktuell leider nicht.

Generell lohnt sich die PC-Fassung von „God of War Ragnarök“ absolut – selbst wenn ihr eine etwas ältere Grafikkarte besitzt. Jetzt muss ich nur aufpassen, dass ich dieses Epos nicht noch einmal von Anfang an komplett in nativem 4K durchzocke, denn dann wäre der Ehekrach hier zu Hause wohl vorprogrammiert.

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Magic: The Gathering – „Duskmourn“ im ersten Eindruck

Am Freitag ist für das Urgestein unter den Trading Card Games (TCG), Magic: The Gathering (MTG), die neue Erweiterung namens „Duskmourn“ erschienen. Offenbar wollte man bei Wizards of the Coast das niedliche „Bloomburrow“ von Ende Juli 2024 nicht lange als neuestes Set verweilen lassen. Mit „Duskmourn“ erscheint thematisch ein extremer Konterpunkt, denn statt um possierliche Tierchen geht es hier um blutigen Horror. Ich habe mal einen kleinen Blick auf die neuen Karten gewagt.

Dazu muss ich sagen, dass ich bei Magic: The Gathering eher Gelegenheitsspieler bin. Falls ihr also nach einer filigranen Auswertung der einzelnen Karten sucht oder eine Einschätzung ihres aktuellen und zukünftigen Werts fahndet, dann bin ich nicht der perfekte Ansprechpartner. Am Ende bin ich also nur ein einfacher MTG-Spieler, der seine ersten Eindrücke schildert.

„Duskmourn: Haus des Schreckens“, wie das Set mit vollständigem Titel heißt, fokussiert sich also auf Horror. Dabei mischt man Elemente, die an Horror-Franchises aus den 1980er-Jahren erinnern, mit modernen Einsprengseln. Kenner werden da etliche Anspielungen auf reale Marken wie Stephen Kings „Es“, „Poltergeist“ oder auch „Chucky – die Mörderpuppe“ entdecken. Ein Faible für Horror kann also nicht schaden, um das Flavor dieser Edition zu schätzen zu wissen.

Magic: The Gathering „Duskmourn: Haus des Schreckens“ – die frischen Mechaniken

Mit jedem neuen Set halten auch neue Mechaniken Einzug – und alte Kniffe kehren zurück. Selbstverständlich verhält es sich so auch mit „Duskmourn“. So gibt es nun „Räume“. Das sind Verzauberungen mit eben dem Untertyp „Raum“. Diese Karten sind geteilt und ihre beiden Hälften durch eine Tür getrennt. Spielt ihr also einen Raum aus, müsst ihr eine der Hälften wählen. Beide gleichzeitig zu wirken, ist nicht möglich. In der Regel lässt sich eine Hälfte günstig ausspielen – die andere verschlingt viel Mana. Die beim Ausspielen noch versperrte Hälfte, könnt ihr allerdings auch nachträglich öffnen, wenn der Raum bereits im Spiel liegt. Dafür bezahlt ihr die entsprechenden Manakosten und wirkt die Entsperrung wie eine Hexerei.

Allerdings ist das Entsperren einer Raumhälfte eine Sonderaktion, die nicht direkt auf dem Stack beantwortet oder gekontert werden kann. Sind beide Seiten eines Raums entsperrt, greifen auch beide Auswirkungen. Somit können Räume ziemlich mächtig werden. Wichtig jedoch: Kommt ein Raum ins Spiel ohne aktiv gewirkt zu werden, z. B. aus dem Friedhof, bleiben zunächst beide Hälften versperrt.

Neu ist auch die Schlüsselwortaktion „Manifestiere das Grauen“. Dabei seht ihr euch die obersten beiden Karten eurer Bibliothek an – eine davon könnt ihr verdeckt ins Spiel bringen (manifestieren), die andere landet im Friedhof. Die verdeckte Karte ist automatisch eine 2/2 farblose Kreatur ohne Namen, Manakosten, Fähigkeiten oder Kreaturentypen. Ist die Karte, die ihr verdeckt hingelegt habt, von Natur aus eine Kreatur, könnt ihr sie jederzeit für ihre Manakosten aufdecken. Das kann also für ziemlich starke Überraschungen sorgen.

Dann wäre da noch die Fähigkeit „Überlebenskunst“. Diese Fähigkeit wird in der zweiten Hauptphase ausgelöst, wenn die jeweilige Kreatur getappt ist. Unter Überlebenskunst sind verschiedene Effekte gebündelt, die sich je nach Kreatur unterscheiden, da gibt es also ein Sammelsurium. Gemeinsam ist allen Kreaturen mit diesem Skill, dass sie auch den neuen Kreaturentyp Überlebender aufweisen.

Und noch mehr neue Mechaniken in „Duskmourn“: Unheimlich und unheilsdrohend

Damit sind aber noch nicht alle neuen Mechaniken abgedeckt, denn es ist auch noch „Unheimlich“ dabei. Auch hier können sich hinter der Fähigkeit je nach Karte unterschiedliche Auswirkungen verbergen. Sie werden immer ausgelöst, wenn eine Verzauberung unter eurer Kontrolle ins Spiel kommt oder ein Raum entsperrt wird. „Unheilsdrohend“ wiederum prangt auf einigen neuen Herrscher-Karten und erlaubt es, diese Karten für alternative Kosten zu wirken. Kann also mehr Flexibilität ins Spiel bringen.

Mir persönlich gefallen von den neuen Mechaniken vor allem die Räume, denn grundlegend sind das einfach facettenreiche Karten, die man auch z. B. in Legacy-Partien gebrauchen kann. Da ist es immer etwas schwierig, wenn Karten in einer Edition sehr starke Synergieeffekte ausschließlich mit anderen Karten aus demselben Set entwickeln. Auch das Manifestieren ist da aber eine schöne Mechanik, kennt man aber auch schon aus vorherigen Sets – ohne den Zusatz des Grauens.

Vom Artwork her finde ich die Räume allerdings weniger schön anzusehen, denn ich mag diese Doppel-Designs im Querformat persönlich überhaupt nicht und habe diesen Look schon in der Vergangenheit bemängelt. Was wiederum die Horror-Ästhetik generell betrifft, so finde ich die Idee mit den Doppelbelichtungskarten ganz ansprechend. Solche Karten sehen etwas surrealer aus und erinnern ein wenig an die alten Tage von MTG, als man bei den Artworks noch teilweise sehr experimentierfreudig gewesen ist.

Auch die Karten mit dem paranormalen Kartenrand gefallen. Sie passen zum Flavor und haben einen eigenen, prägnanten Look, der mich ein wenig an eine Mischung aus alten Horror-Comics und „Wasteland“ erinnert.

Mein Fazit

„Duskmourn“ gefällt mir in der Aufmachung sehr und die vielen kleinen Horror-Anspielungen auf reale Marken sind gelungen. Auch sind die neuen Mechaniken nicht so isoliert, dass sie nur im Modus Standard funktionieren, sondern auch Legacy-Spielern wie mir selbst gelegen kommen. Obendrein ist dieses Set nach meinem Eindruck wieder mit mehr Spielstärke gesegnet als die meisten Erweiterungen davor – inklusive „Bloomburrow“. Wer allerdings genau darauf achtet, das Meiste für sein Geld zu erhalten, sollte Einzelkarten und keine Booster oder Bundles kaufen.

Ich selbst finde „Duskmourn“ im Ergebnis sehr stark und habe mir selbst auch privat das kommende Nightmare Bundle bestellt, weil ich das Horror-Flavor schlichtweg mag. Somit hoffe ich, dass auch ihr mit diesem Set für Magic: The Gathering euren Spaß habt.

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