#Interview – “Wir haben dreißig großartige Gesellschafter, darunter zwei VC-Fonds”

#Interview

Das Team von bcause digitalisiert das Gründen von Stiftungen. Die Unternehmerfamilie Mast (Jägermeister), BonVenture und IBB Ventures sowie Altinvestoren investierten zuletzt 4,2 Millionen Euro in das Berliner Unternehmen., das 2021 gegründet wurde.

“Wir haben dreißig großartige Gesellschafter, darunter zwei VC-Fonds”

Montag, 11. November 2024VonAlexander Hüsing

Das Berliner Startup  bcause, 2021 von Lukas Bosch, Susanna Krüger, Felix Oldenburg, Timm Richter, Sven Tantau und Nicole Weyde gegründet, digitalisiert das Gründen von Stiftungen. “Wer mehr tun kann und will, als ab und zu eine kleine Spende zu machen, hat früher eine Stiftung gegründet – das kostet aber viel Zeit und Geld. Wir haben die Stiftung digital neu erfunden, so dass es jetzt nur noch wenige Minuten dauert und wenig bis gar nichts kostet”, sagt Gründer Felix Oldenburg.

Die Unternehmerfamilie Mast (Jägermeister), BonVenture und IBB Ventures sowie Altinvestoren wie Andreas Haug, Martin Weber, Gesche Joost und Tobias Thelen investierten zuletzt 4,2 Millionen Euro in das Unternehmen. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Gründer Oldenburg bcause einmal ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter bcause erklären?


bcause macht es für alle einfach, sich mit Geld für eine bessere Welt einzusetzen. Wer mehr tun kann und will, als ab und zu eine kleine Spende zu machen, hat früher eine Stiftung gegründet – das kostet aber viel Zeit und Geld. Wir haben die Stiftung digital neu erfunden, so dass es jetzt nur noch wenige Minuten dauert und wenig bis gar nichts kostet. 

War dies von Anfang an euer Konzept?


Nach dem anfänglichen Interesse stockte das Wachstum. Wir haben gelernt, dass sich viel mehr Menschen finanziell engagieren wollen, aber ihr Vorhaben aufschieben, bis sie ihrer Meinung nach genug Zeit und Geld dafür haben. Sie brauchen also einen Anstoß aus ihrem Umfeld. In unseren Zielgruppen haben wir gezielt eine Community von Online-Stiftenden aufgebaut, die ihr Netzwerk einladen, in ihre Stiftungen zu spenden. Jetzt wächst bcause viel organischer. Und dann gibt es diejenigen, die eher wirtschaftlich denken und nur kleine Beträge einsetzten. Für sie haben wir die einzigartige Funktion gebaut, aus der Stiftung auch Impact Investments zu finanzieren. So kann sich ihre Spende vermehren und mehrfach wirken. Inzwischen verstehen wir, dass wir ein neues Finanzinstrument für das Gute bauen.

Zuletzt konntet ihr Millionen einsammeln. Wie seid ihr mit euren Investor:innen in Kontakt gekommen?


Fundraising ist Vertrauenssache, da hilft es, dass ich schon einige berufliche Stationen hinter mir und ein Netzwerk im Rücken hatte, aus dem bekannte Angels wie Christian Vollmann kamen. In unserer Anfangsphase sammelten Fintech-Startups um uns Millionen von Fonds ein, aber unsere Strategie war anders: Wir haben nur Privatpersonen angesprochen, die unsere Mission unterstützen. Zwischendurch habe ich auch mal geblufft und so getan, als könnten wir uns die Investierenden aussuchen, die zu uns passen. So haben wir heute dreißig großartige Gesellschafter, darunter jetzt auch zwei VC-Fonds. Das ist für mich die beste Garantie, dass wir die langfristige Vision im Auge behalten, während wir den Markt erobern.

Wie hat sich bcause seit der Gründung entwickelt?


Die Größe eines Startups ist ja immer eine Wette auf den verbleibenden Runway. Wir wissen, dass unser Thema viel Ausdauer braucht. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass wir das konstant mit einem Team in der Größe einer Fußballmannschaft stemmen können. Wir haben mittlerweile mehr als 1500 aktive User, die allein im letzten Monat 650.000 Euro in ihre Stiftungen eingezahlt haben. 

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


Am Anfang haben wir mal viel Zeit und Geld in ein aufwändiges Designverfahren investiert. Zum Glück hatten wir schnell einen Prototypen, sonst wären wir ewig im Leerlauf geblieben. Und dann kamen wir mal aus einem Mietvertrag nicht raus. Aber ich vermute, es gibt größere Fehler in nicht genutzten Chancen, die ich auch heute noch übersehe. 

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?


Ich bin sehr glücklich mit dem Team, und damit meine ich nicht nur die Angestellten, sondern das große, verteilte Team of Teams, also auch unsere Investierenden und unsere aktiven User. 

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer;innen mit auf den Weg


Nicht im falschen Moment Geld brauchen. 

Wo steht bcause in einem Jahr?


Von Bill Gates habe ich neulich gehört, dass man meist überschätzt, was man in einem Jahr schafft, aber unterschätzt, was man in zehn Jahren schaffen kann. Dann sind digitale Stiftungen so selbstverständlich wie Online-Depots. 

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): bcause

#Interview – “Wir müssen unser Selbstbild und unsere Glaubenssätze hinterfragen”

#Interview

Gründeralltag – gibt es das überhaupt? “Ich frühstücke mit meinem 17-jährigen Sohn und verabschiede ihn in die Schule. Dann setze ich mich für eine Stunde gemütlich mit einer großen Tasse Tee ins Bett”, sagt volate-Gründerin Dorothea von Wichert-Nick zu ihrem Start in den Tag.

“Wir müssen unser Selbstbild und unsere Glaubenssätze hinterfragen”

Freitag, 8. November 2024VonTeam

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Dieses Mal antwortet Dorothea von Wichert-Nick, Gründerin von volate. Das Unternehmen unterstützt Gründerinnen und Gründer dabei “neue Perspektiven zu entwickeln und ihre Führungsfähigkeiten an die sich ständig wandelnden Anforderungen anzupassen”. 

Wie sieht Dein typischer Morgen aus, bevor Du in den Arbeitstag startest?


Ich frühstücke mit meinem 17-jährigen Sohn und verabschiede ihn in die Schule. Dann setze ich mich für eine Stunde gemütlich mit einer großen Tasse Tee ins Bett und lese etwas über Leadership und psychologische Themen. So nehme ich eine große Portion Inspiration und Reflexion für den Tag mit. Herrlich! 

Was machst Du, um nach einem intensiven Arbeitstag abzuschalten?


Am liebsten mache ich einen Spaziergang vom Büro nach Hause. 30 Minuten durch Schrebergärten schlendern, durch ein kleines Wäldchen und einen Park. Gerne mit einer guten Freundin zusammen oder mit einem Podcast im Ohr. 

Wenn Du in die Zeit vor Deiner Gründung zurückblickst – was wäre hilfreich gewesen, schon vorher zu wissen?


Wie wichtig es ist, die Transformation vom Macher zum Leader zu schaffen. Wir alle starten als Macher. Das ist es, was wir in der Schule und im Studium gelernt haben. Wir genießen unsere Selbstwirksamkeit: “Ich habe das geschafft.” Dummerweise wird ein Unternehmen damit nicht groß. Die Schallgrenze liegt bei 15 bis 25 Mitarbeitern. Wer bis dahin nicht gelernt hat zu führen, sabotiert das weitere Wachstum des Unternehmens. Die Herausforderung: Hinter diesem Schritt steht eine tiefgreifende persönliche Transformation. Wir müssen unser Selbstbild und unsere Glaubenssätze hinterfragen. Hilfreich dabei ist ein Coach oder eine Coachin, die diesen Weg bereits selbst gegangen ist.  

Gab es im Laufe Deiner Gründerkarriere Rückschläge, aus denen Du besonders viel gelernt hast?


Mein größter Fehler in der Führung war, der Arbeit den Vorrang vor der Beziehung zu setzen. Dieser Glaubenssatz hat mich mindestens eine Geschäftsführungsrolle gekostet. Nur wenig ist so wichtig wie ein starkes Gründer- oder Leadership-Team. Das Problem: In den intensiven Wachstumsphasen passiert es schnell, dass sich jeder Gründer nur noch auf sein oder ihr Aufgabengebiet fokussiert. “Es gibt so viel zu tun –  wann sollen wir uns noch für einen  persönlichen Austausch treffen?” “Das ist doch unproduktiv.” Aus der intensiven Zusammenarbeit der ersten Gründungstage  werden irgendwann nur noch kurze Updates. Das Dumme dabei ist, dass ohne persönlichen Austausch das Vertrauen untereinander verloren geht. Misstrauen schleicht sich ein. Konflikte können nicht mehr gelöst werden. Am Ende bleibt nur noch eine Trennung. Mein Learning: Regelmäßiger persönlicher Austausch muss eine feste Routine haben, egal wie stressig die Zeiten sind.  

Was ist das Geheimnis, um talentierte Mitarbeiter für ein junges Unternehmen zu gewinnen?


Anfangs nutzt man das eigene, enge Netzwerk und die aktive Ansprache über LinkedIn. Man sucht nach Menschen, die mit ihrem Lebenslauf signalisieren: Ich bin neugierig und baue gerne etwas auf. So schafft man dann eine starke begeisternde Unternehmenskultur. Eine Kultur, bei der Menschlichkeit und Performance in der Balance sind, in der jeder über sich hinauswachsen kann und die von einer ambitionierten Mission getragen wird. A-Player wollen Impact haben und in einem ambitionierten und wertschätzenden Umfeld arbeiten. Unternehmen, die das schaffen, sprechen sich schnell herum, denn A-Player holen andere A-Player an Bord. 

Welche Erkenntnis möchtest Du anderen Gründern mit auf den Weg geben?


Lerne dich selbst intensiv kennen. Was sind deine Stärken, was deine Schwächen? Was ist dein Bestes-Ich, was dein Stress-Ich? Was sind die Glaubenssätze, die dich antreiben –  und wie können sie dir zum Nachteil werden? 

Gibt es Tools, die für die Organisation und den Erfolg deines Startups unverzichtbar sind?


Ja, da gibt es zwei, Asana und Notion. Notion nutze ich als Sammelbecken für all meine Ideen. Asana für meine Planung und als Plattform für meine Klienten.

Wie sorgt Ihr bei Eurem Team für gute Stimmung?


Indem wir uns Zeit für Persönliches nehmen.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?


Die ersten Weihnachtsfeste bei der Beratung Solon. Sie waren weniger wild als bewegend. Es war ein gemeinsames Erlebnis auf Gut Elmau, mit den ganzen Familien, inklusive Babies. Nach dem gemeinsamen Abendessen wurde Scharade gespielt. Am nächsten Tag sind wir gemeinsam auf eine Alm geklettert und mit dem Schlitten wieder runter. Es war wunderbar, die Kollegen als ganze (Familien-)Menschen zu erleben. Auch wenn das ganze schon 25 Jahre her ist, halten viele Kontakte noch immer. 

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag aus? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Foto (oben): Volante, Anne Kainer

#Interview – “Wir helfen Unternehmen, den Umsatz mithilfe von Avataren zu erhöhen”

#Interview

2021 verkaufte Fabian Beringer sein Unternehmen e-bot7 an LivePerson. Nun startet er mit VidLab7 wieder durch. “Auf unserer Plattform können Unternehmen künstliche Intelligenz nutzen, um extrem personalisierte und aufregende Videos zu erstellen”, erklärt er das Konzept.

“Wir helfen Unternehmen, den Umsatz mithilfe von Avataren zu erhöhen”

Donnerstag, 7. November 2024VonTeam

Das junge Startup VidLab7 aus München, 2024 von e-bot7-Gründer Fabian Beringer und Georgi Anastasov gegründet, setzt auf die “Generative-KI-gesteuerte Suite zur Erstellung synthetischer Medien für Vertriebsteams”. Mit der Software von von VidLab7 können “Vertriebsteams hyperpersonalisierte Video- und Sprachinhalte erstellen, indem sie entweder KI-generierte Inhalte oder lebensechte Avatar-Versionen ihrer selbst verwenden”. 

EQT Ventures und Business Angels investierten zuletzt 3,5 Millionen Euro in das Startup, das derzeit 13 Mitarbeitende beschäftigt. 

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht VidLab7-Macher Beringer einmal ausführlich über den Stand der Dinge in seinem neuen Unternehmen. 

Wie würdest Du Deiner Großmutter VidLab7 erklären?  


Mit unserer Plattform helfen wir Unternehmen, den Umsatz drastisch mithilfe von generativer KI und Avataren zu erhöhen. Auf unserer Plattform können Unternehmen künstliche Intelligenz nutzen, um extrem personalisierte und aufregende Videos zu erstellen, welche auf den Empfänger maßgeschneidert sind, um diesem Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Auch kann der Kunde per Webcam oder Smartphone in Echtzeit mit Avataren sprechen. Die Avatare verstehen und sehen den Nutzer durch die Webcam und beantworten relevante Fragen.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?  


Wir bieten eine Software-as-a-Service-Lösung an. Unternehmen zahlen eine monatliche Gebühr, um den Service nutzen zu können.

Wie ist die Idee zu VidLab7 entstanden?  


Seit ich in der Schule war, interessiert mich das Thema Medien und die Frage, wie die Zukunft der Medienlandschaft aussehen wird. Nachdem ich seit 10 Jahren erfolgreich im KI-Markt als Gründer arbeite und meine letzte Firma erfolgreich an LivePerson verkauft habe, sehe ich die Zukunft der Medien als die größte Chance für Unternehmen, den Umsatz mit noch nie zuvor dagewesenen kreativen Möglichkeiten drastisch zu erhöhen. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, VidLab7 zu gründen, um den weltweiten Marktführer in diesem Bereich aufzubauen.

Wie oder wo hast Du Deinen Mitgründer kennengelernt?  


Wir kennen uns schon seit vielen Jahren privat und aus dem Startup-Ökosystem aus München.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?  


Den Markt genau zu verstehen und ein technisch hochkomplexes Produkt zu bauen, welches für den Nutzer jedoch so einfach zu bedienen ist, dass er unfassbaren Spaß damit hat, aber gleichzeitig wahnsinnig hohe ROIs erzielen kann.

Ihr konntet bereits Investorengelder einsammeln. Wie seid Ihr mit euren Geldgebern in Kontakt gekommen? 


Durch ein Intro eines befreundeten Gründers. Es hat auf allen Ebenen direkt gepasst.

Wo steht VidLab7 in einem Jahr?


In einem Jahr sind wir bereits in weiteren europäischen Märkten vertreten, sind der Go-to-Anbieter für generative KI und Avatar-Technologie für Revenue-Teams und bereiten uns auf die Expansion in neue Märkte vor.

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Foto (oben): VidLab7

#Interview – “So sparen Unternehmen Zeit und Geld”

#Interview

Rigle aus Stuttgart, bietet “maßgeschneiderte KI- und Softwarelösungen”. “Wir helfen Firmen dabei, ihre Abläufe effizienter zu gestalten”, sagt Gründer Franz Nkemaka. In den kommenden Monaten möchte das Team auf über 50 Mitarbeitende wachsen.

“So sparen Unternehmen Zeit und Geld”

Freitag, 1. November 2024VonTeam

Das junge Unternehmen Rigle aus Stuttgart, das 2023 von Franz Nkemaka, Oumar Langer und Nicolas Reichl ins Leben gerufen wurde, bietet “maßgeschneiderte KI- und Softwarelösungen”. Dabei übernimmt das Startup etwa alle Aufgaben einer IT-Abteilung – “von der Entwicklung von Grund auf bis hin zur Markteinführung”.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Gründer Nkemaka Rigle einmal ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Rigle erklären?


Rigle ist ein Unternehmen, das sich auf moderne Technik spezialisiert. Wir helfen Firmen dabei, ihre Abläufe effizienter zu gestalten, indem wir ihnen smarte digitale Lösungen wie z.B. Web-Apps, Website Lösungen anbieten. Wir entwickeln Programme und Systeme, die dafür sorgen, dass zum Beispiel Arbeitsabläufe schneller und einfacher funktionieren. So sparen Unternehmen Zeit und Geld. Denk an es wie an eine Art modernes Hilfsmittel für Firmen, um besser und cleverer zu arbeiten.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?


Wir arbeiten mit Entwicklern aus dem Ausland zusammen und koordinieren unsere Prozessen in Deutschland, um dennoch die beste Qualität zu liefern, so wird jedes Projekt von einem Projektmanager aus Deutschland überwacht und wir behalten unseren Gewinnmarge.

Wie ist die Idee zu Rigle entstanden?


Ich habe bereits seit meiner Kindheit Software-Dienstleistungen angeboten. Eines Tages kamen Oumar und ich ins Gespräch und beschlossen, gemeinsam zu arbeiten: Oumar würde die Aufträge beschaffen, während ich mich um die Programmierung kümmere. Im Laufe der Zeit professionalisierten wir die Zusammenarbeit, und so entstand schließlich das Unternehmen Rigle.

Wie oder wo hast Du Deine Mitgründer kennengelernt?


Zum einen durch die Schule und zum anderen durch Freunde und Kontakte.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?


Software-Entwicklung ist nicht einfach, manche Projekte brauchen länger als geplant und unsere Herausforderung ist dennoch unsere Kunden das Beste zu liefern, fehlerfrei. Es erfordert eine konstante Innovation, Prozessoptimierung und so lösen wir das Problem kontinuierlich.

Euer Firmensitz ist Stuttgart. Ist das ein Vor- oder ein Nachteil?


Ein Vorteil, aber an sich nicht so relevant, da die meiste Arbeit remote abläuft. Stuttgart ist ein sehr guter Firmensitz, da wir uns in unmittelbarer Nähe zur Automobilindustrie befinden. Zudem gibt es hier zahlreiche IT-Unternehmen, aber auch eine hohe Nachfrage nach Dienstleistungen. Dadurch haben wir sowohl Zugang zu qualifiziertem Fachwissen als auch zu potenziellen Kunden.

Wo steht Rigle in einem Jahr?


In einem Jahr wollen wir auf 50 Mitarbeiter wachsen und mehr Kunden unsere Chatbots und Dienstleistungen anbieten. Viele Prozesse mit Industrie Kunden gestalten. Wir wollen einen großen Beitrag leisten, wenn es um Software Entwicklung hier in der Region und in Deutschland geht.

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Foto (oben): Rigle

#Interview – “Nutzerfeedback ist Gold wert”

Mit Fastic, 2019 von Ben Bak, Thomas Adam und Tobias Börner gegründet, sollen Nutzerinnen und Nutzer leichter abnehmen können. Konkret geht es dabei unter anderem um das Trendthema Intervallfasten. Seit dem Start haben bereits mehr als 50 Millionen Nutzerinnen und Nutzer die App heruntergeladen. Das Dresdner Team erwirtschaftete zuletzt weltweit einen Umsatz in Höhe von 10 Millionen Euro.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Fastic-Macher Börner, der am 6. November auch auf unserer Startupland Conference in Köln spricht, über Bewegung, Krankenkassen und Performance-Marketing.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Fastic erklären?


Wir haben eine App entwickelt, die den Menschen hilft, gesünder zu leben. Die App zeigt ihnen, wann sie essen und wann sie pausieren sollten, um ihrem Körper auch mal gezielte Pausen zur Regeneration zu lassen und sich besser zu fühlen. Sie erinnert auch daran, genug Wasser zu trinken und motiviert, sich mehr zu bewegen – die App ist wie dein täglicher Gesundheitscoach für die Hosentasche!

War dies von Anfang an Euer Konzept?


Unser ursprüngliches Konzept war tatsächlich auf das Thema Fasten fokussiert, um Menschen das Intervallfasten näherzubringen. Doch mit der Zeit haben wir erkannt, dass wir viel mehr tun können. Heute kombinieren wir Fasten, Ernährung, Bewegung und mentale Gesundheit zu einem ganzheitlichen Ansatz. Wir haben uns also weiterentwickelt und unser Modell entsprechend ausgebaut, um den Bedürfnissen unserer Nutzer gerecht zu werden. Auch die Nutzung von KI und die enge Zusammenarbeit mit Krankenkassen waren zunächst nicht Teil des Plans, haben sich aber als Schlüsselelemente für unseren Erfolg herauskristallisiert.

Was war zuletzt das Highlight bei Euch?


Ein großes Highlight war die Integration unserer KI-gestützten Menü-Scanner-Funktion. Diese ermöglicht es Nutzern, einfach ein Foto von ihrer Mahlzeit zu machen, und unsere KI analysiert sofort die Nährwerte und schlägt passende Portionsgrößen vor. Damit haben wir das Thema gesunde Ernährung noch leichter und intuitiver zugänglich gemacht. Zudem haben wir dieses Jahr einen neuen Meilenstein erreicht: über 50 Millionen Downloads weltweit!

Wie hat sich Fastic seit der Gründung entwickelt?


Seit unserer Gründung im Jahr 2019 ist Fastic enorm gewachsen. Wir haben inzwischen ein internationales Team mit über 100 Mitarbeitern, und unsere App wurde mehr als 50 Millionen Mal heruntergeladen. Wir sind in mehreren Ländern präsent, besonders stark in deutsch- und englischsprachigen Regionen, und arbeiten eng mit Krankenkassen zusammen, um unsere Ernährungskurse als Präventionsmaßnahme anzubieten. Auch unser Umsatz wächst stetig, was uns zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


Ein besonders herausfordernder Moment war die Einführung von Apples Datenschutzanpassungen (SKAN) im Jahr 2021. Diese Änderung hat unser Performance-Marketing hart getroffen, da wir plötzlich weniger Daten für die Optimierung unserer Kampagnen zur Verfügung hatten. Aber durch agile Anpassungen und eine strategische Neuausrichtung konnten wir diese Herausforderung meistern. Zudem brachte die schnelle Skalierung während der Pandemie einige personelle und operative Herausforderungen mit sich, die uns aber letztlich geholfen haben, effizienter zu werden.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?


Eines unserer größten Erfolgsgeheimnisse war es, stets auf die Bedürfnisse unserer Nutzer zu hören. Das Feedback unserer Community hat uns immer wieder dabei geholfen, unser Produkt weiterzuentwickeln und auf Marktveränderungen schnell zu reagieren. Auch die wissenschaftliche Fundierung und die enge Zusammenarbeit mit Experten aus der Gesundheitsbranche haben uns eine starke Vertrauensbasis aufgebaut. Unsere Fähigkeit, Technologie und Benutzerfreundlichkeit zu vereinen, hat Fastic in kurzer Zeit an die Spitze des Marktes gebracht.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?


Hört auf eure Nutzer: Sie sind der Schlüssel, um das Produkt kontinuierlich zu verbessern. Nutzerfeedback ist Gold wert. Bleibt flexibel: Der Markt verändert sich schnell. Wer sich nicht anpasst, bleibt zurück. Wissenschaftliche Fundierung: Gerade im Gesundheitsbereich ist es entscheidend, dass eure Produkte auf fundierten Erkenntnissen basieren, um Vertrauen aufzubauen.

Wo steht Fastic in einem Jahr?


In einem Jahr wollen wir unsere internationale Expansion weiter vorantreiben und in noch mehr Ländern und Sprachen verfügbar sein. Zudem planen wir, den Bereich Ernährung weiter auszubauen und die Themen Bewegung und mentale Gesundheit stärker zu integrieren. Unser Ziel ist es, langfristig eine der führenden Plattformen für ganzheitliche Gesundheit zu werden und Menschen weltweit zu helfen, präventiv gesünder zu leben.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Fastic

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