#Interview – “Sobald die Kids in der Kita sind, wird das Kinderzimmer zum Homeoffice”

#Interview

Gründeralltag – gibt es das überhaupt? “Arbeitet fokussiert an eurem Product-Market-Fit und der Erfolg kommt mit der Zeit. Hierbei ist oftmals Geduld gefragt”, gibt Tom Apel von Papas Shorts anderen Gründer:innen als Tipp.

“Sobald die Kids in der Kita sind, wird das Kinderzimmer zum Homeoffice”

Freitag, 26. April 2024VonTeam

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Dieses Mal antwortet Tom Apel von Papas Shorts. Das Startup aus Berlin bietet zeitlose und bequeme Herrenhosen.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?


Als Papa von zwei Kleinkindern beginnt mein Tag meist vor dem Sonnenaufgang und sobald die Kids in der Kita sind, wird das Kinderzimmer zum Homeoffice. Dann werden zuerst die Verkaufszahlen vom Vortag gecheckt, bevor eine Priorisierung der Tagesaufgaben anhand meines Kalenders und Notizblocks erfolgt.

Wie schaltest Du nach der Arbeit ab?


Da unterstützen mich meine Kinder und weisen mich im Ernstfall lautstark darauf hin, dass ich das Handy doch bitte weglegen soll. Ansonsten hilft mir Sport sehr gut beim Abschalten. Seit knapp 3 Jahren habe ich Beachvolleyball für mich entdeckt.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest Du gerne vor der Gründung gewusst?


Dass das Gründerdasein manchmal auch einsam sein kann, war mir so nicht bewusst. Gerade durch Homeoffice kommt es vor, dass ich den ganzen Tag in den eigenen Vier Wänden verbringe und da fehlt mir die Kaffeepause mit den Kollegen doch manchmal ein wenig.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?


Im ersten Jahr nach Gründung war die größte Herausforderung für mich den richtigen Fokus zu finden. In kurz: Was sind die Hebel, die uns wirklich nach vorn bringen? So habe ich beispielsweise gelernt, dass Social Media für mich weder Leidenschaft noch Wachstumshebel ist und ich stattdessen mit Native Ads deutlich mehr Neukunden für einen attraktiven Preis gewinnen kann.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?


In den ersten Jahren sind wir zu häufig den “sicheren Weg” gegangen. Beispielsweise wussten wir, dass die Nachfrage für unsere Jogger Hosen sehr hoch ist. Dennoch haben wir uns dafür entschieden unsere Liquidität nicht zu gefährden und folglich eine vergleichbar kleinere Produktbestellung aufgegeben. Heute greifen wir in derartigen Situationen auf kurzfristige Darlehen (z.B. Paypal Businesskredite) zurück, um unser Umsatzpotential nicht durch fehlende Produktverfügbarkeit einzuschränken.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter:innen für sein Startup?


Tatsächlich haben wir unsere besten Mitarbeiter bisher über persönliche Empfehlungen bekommen. Die Schwägerin einer alten Kollegin leitet jetzt unser Logistikteam, ein guter Bekannter unterstützt uns in der IT und all unsere Fotografen kamen bisher aus dem persönlichen Umfeld.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?


Arbeitet fokussiert an eurem Product-Market-Fit und der Erfolg kommt mit der Zeit. Hierbei ist oftmals Geduld gefragt, aber sobald ihr die richtigen Hebel für Wachstum gefunden habt, kann es ganz schnell gehen. Nutzt das Momentum und lasst euch nicht von außen verunsichern. Und vor allem, habt Spaß auf eurer Reise!

Ohne welches externes Tool würde Dein Startup quasi nicht mehr existieren?


Tatsächlich muss ich hier Slack nennen. Bis vor 2 Jahren habe ich mich noch komplett dagegen gewehrt aber mittlerweile ist Slack bei allen Agenturen, mit denen wir zusammenarbeiten, das Standard-Kommunikationstool. Bedeutet also: ohne Slack, keine Agenturzusammenarbeit mehr. Das ist für mich als E-Mail-Dinosaurier immer noch schwer zu verdauen.

Wie sorgt Ihr bei Eurem Team für gute Stimmung?


In regelmäßigen Abständen ist es einfach wichtig, dass wir uns als 2er Gründerteam auf ein Bierchen zusammensetzen. Da wird dann auch nicht über Arbeit gesprochen,


sondern gemeinsam über das Leben philosophiert, die großen Gefühle unserer Kinder ausgewertet oder mittelmäßige Dad Jokes ausgetauscht. Es ist so wichtig sich auch mal bewusst ablenken zu lassen.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?


2019 durfte ich mit meiner Frau (US-Amerikanerin) mal wieder das Landesamt für Einwanderung in Berlin besuchen. Unsere vorherigen Besuche endeten nicht selten in


Verzweiflung, Wut und vereinzelten Tränen. Von daher war ich umso erfreuter als mich der Mitarbeiter erkannte und seine Begeisterung für Papas Shorts zum Ausdruck


brachte. Das war tatsächlich das erste und einzige Mal, dass wir das LEA mit einem Lächeln verlassen haben.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag aus? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Foto (oben):  Papas Shorts

#Interview – “Messen waren beim Fundraising der Schlüssel zum Erfolg”

Das Berliner Startup myo, 2018 von Jasper Böckel gegründet, positioniert sich als Kommunikationsplattform für Pflegeheime. “Begonnen hat alles mit der Kommunikation zwischen Mitarbeitenden im Pflegeheim und den Angehörigen der Pflegebedürftigen. Wir haben dann nach und nach mehr Stakeholder, vom Wäschedienst, über die Apotheke bis hin zur Küche auf unsere Plattform geholt und damit komplexe Prozesse wie das Versenden von Rezepten per Fax oder das Bestellen von Essen mit Stift und Papier, vereinfacht”, sagt Gründer Böckel. 

TVM Capital Life Science (TVM), TWIP Impact Ventures (Twip) und Altinvestoren investierten zuletzt 10,5 Millionen Euro in myo. BonVenture, Baby Royal, Mountain Partners und Co. investierten zuvor zudem bereits rund 5 Millionen in das Unternehmen. Die Firma verfügt nach eigenen Angaben derzeit über “rund 400 Kunden im DACH-Raum sowie in Großbritannien”. “Wir machen mittlerweile siebenstellige Umsätze in Deutschland und England”, führt Böckel aus.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der myo-Gründer außerdem über Optimismus, Weitsicht und Smart Money.

Wie würdest Du Deiner Großmutter myo erklären?


Liebe Großmutter, wenn Du mal ins Pflegeheim kommen solltest, dann will ich weiterhin mit Dir und den Personen, die sich täglich um Dich kümmern, in Kontakt bleiben. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass die Menschen, die dort arbeiten, so viel ihrer Zeit wie möglich mit Dir verbringen und sie nicht mit umständlichen administrativen Prozessen verschwenden. Deswegen suche ich für Dich eine Einrichtung, welche die myo App nutzt. Damit wird sämtliche Kommunikation der Mitarbeiter an einem Ort datenschutzkonform und effizient bündelt. 

War dies von Anfang an Euer Konzept?


Begonnen hat alles mit der Kommunikation zwischen Mitarbeitenden im Pflegeheim und den Angehörigen der Pflegebedürftigen. Es konnten mit Hilfe von Fotos, Videos oder Sprachnachrichten Einblicke in den Alltag gewährt oder schnell administrative Dinge geklärt werden. Häufig waren wir damals das erste digitale Produkt, das es in die tägliche Anwendung geschafft hat. Damit ist Vertrauen für das Thema Digitalisierung geschaffen worden und auch die Kundenstimmen wurden lauter, die immer mehr über unsere App abbilden wollten. Wir haben dann nach und nach mehr Stakeholder, vom externen Wäschedienst, über die Apotheke bis hin zur Küche oder Physiotherapeutin auf unsere Plattform geholt und damit komplexe Prozesse wie das Versenden von Rezepten per Fax oder das Bestellen von Essen mit Stift und Papier, vereinfacht. Das Konzept, irgendwann sämtliche Kommunikation rund um den Pflegebedürftigen an einem Ort zu bündeln, hat sich damit nie verändert, sondern nur erweitert. 

Zuletzt konntet Ihr über 10 Millionen einsammeln. Wie seid Ihr mit Euren Investor:innen in Kontakt gekommen?


Ich habe auf der LSX Konferenz in London eine Gesprächsanfrage an Sascha Berger, Partner von TVM Capital, geschickt und er hat zum Glück angenommen. Aus dem 20-minütigen Kennenlernen ist sieben Monate später das Investment entstanden. Ähnlich war es bei TWIP Impact Ventures, die ich bei einem Speed Dating Event auf der Bits and Pretzels in München kennengelernt habe. Nachdem Messen in der Vergangenheit keine Rolle in Sachen Fundraising für uns gespielt haben, waren sie diesmal der Schlüssel zum Erfolg. 

Wie hat sich myo seit der Gründung entwickelt?


Wir sind heute 25 Mitarbeitende und bedienen ungefähr 400 Kunden. Wir machen mittlerweile siebenstellige Umsätze in Deutschland und England. Unseren Markteintritt haben wir 2020 gewagt – seitdem sind wir jedes Jahr um mehr als 100 % gewachsen. Mehr als 30.000 Personen nutzen myo bereits und wir haben Schnittstellen zu marktführenden Dienstleistern.

Es herrscht derzeit weiter Krisenstimmung in der deutschen Startup-Szene. Mit welchen Erwartungen blickst Du auf die kommenden Monate?


Ich vermute, dass sich die Situation so schnell nicht ändern wird und neues Kapital weiterhin schwer zu bekommen ist. Gleichzeitig glaube ich, dass Optimismus und die Fähigkeit, Chancen in Krisen zu sehen, zwei wichtige Tugenden eines Unternehmers sind. Auch in der Pflege wird der Leidensdruck immer größer und mit ihm die Notwendigkeit für strukturellen Wandel. Ich schaue daher mit einer Mischung aus Spannung und Vorfreude auf das, was da kommt. 

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


Die Liste ist ziemlich lang, ich versuche mal eine Sache hervorzuheben, die erstmal klein erscheint, aber riesige Implikationen hat: Die Entscheidung über unsere technische Architektur. Ich habe mich damals entschieden, unsere Software nativ auf allen drei Plattformen, Web, Android und iOS zu programmieren. Mir hat die Weitsicht für die Anforderungen an das Produkt und noch viel mehr für die rasante Entwicklung von Cross-Plattform Frameworks gefehlt. Was uns das an Zeit bei Teamaufbau und Geld gekostet hat, rechne ich mal lieber nicht aus. 

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?


Eine Sache, von der uns fast alle abgeraten haben, wir aber auf unseren eigenen Kopf und Bauch gehört haben, war die Wahl unseres ersten großen Investors. Entgegen jeder Ratschläge, haben wir uns für einen institutionellen strategischen Investor entschieden. Ich habe die Warnungen noch heute im Ohr: “Damit macht ihr euch komplett uninteressant für jeden VC in weiteren Runden”, “Der Exit geht jetzt nur noch an die und der Preis wird miserabel sein” und so weiter und so fort. Für uns war es ein absoluter Glücksgriff, da wir ein unendliches Spielfeld für Produkt-Tests hatten, den ersten Referenzkunden, Pricing-Diskussionen neben dem echten Budget von einem Pflegeheim führen konnten oder einen Crashkurs zum Thema Datenschutz bekamen. Gerade wo in der VC Landschaft gerne von Smart Money gesprochen wird, habe ich dort erfahren, was das wirklich bedeutet. 

Wo steht myo in einem Jahr?


Immer noch mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Neues Kapital birgt auch immer das Risiko, zu schnell zu viel zu wollen und strukturelle Probleme mit Headcount zu kompensieren. Die letzten Monate haben uns -und auch vielen anderen – die wichtige Lektion der Kapitaleffizienz gelehrt. Diese wird auch weiterhin hohe Priorität haben. Trotzdem wollen wir natürlich wachsen und dafür brauchen wir in jedem Department Unterstützung. Zum Ende des Jahres wird das dazu führen, dass wir uns knapp verdoppelt haben, sowohl beim Headcount als auch ARR. Wir sind unangefochtener Marktführer in unserem Segment und geben diese Position auch nicht mehr her – weder dieses noch irgendein anderes Jahr. 

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): myo / Miriam Klingl

#DealMonitor – Pliant erhält 18 Millionen – Centrifuge streicht 15 Millionen ein – VetVise sammelt siebenstellige Summe ein

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#DealMonitor Pliant erhält 18 Millionen Centrifuge streicht 15 Millionen ein VetVise sammelt siebenstellige Summe ein mytalents.ai bekommt sechsstellige Summe

Pliant erhält 18 Millionen – Centrifuge streicht 15 Millionen ein – VetVise sammelt siebenstellige Summe ein

Mittwoch, 17. April 2024VonTeam

Im #DealMonitor für den 17. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Pliant


 PayPal Ventures, SBI Investment, Motive Ventures und Alstin Capital investieren 18 Millionen Euro in Pliant. “This brings Pliant’s total Series A financing to more than €50 million”, teilt das Unternehmen mit. Das Berliner FinTech, das 2021 von Malte Rau und Fabian Terner gegründet wurde, setzt auf Firmenkreditkarten. Molten Ventures, SBI Investment, Alstin Capital und Motive Ventures investierten zuletzt 8 Millionen Euro in das Fintech. Davor flossen 28 Millionen US-Dollar in Pliant. Insgesamt sammelte das Unternehmen nun schon rund 70 Millionen Euro ein. “Pliant will now pursue expansion outside the EU for the first time, starting with the UK”, heißt es in einer Presseaussendung. PayPal Ventures investierte zuletzt bereits in das Kölner FinTech bezahl.deMehr über Pliant

Centrifuge


 ParaFi Capital, Greenfield, Arrington Capital, Bloccelerate, Borderless Capital, Circle Ventures, Edessa Capital, Gnosis, IOSG Ventures, Modular Capital, ProtoCap, Re7 Capital, Scytale Digital, Skynet Trading, Stake Capital, The Spartan Group, TRGC und Wintermute Ventures investieren 15 Millionen US-Dollar in Centrifuge. Beim FinTech aus Zug, 2017 von Lucas Vogelsang und Martin Quensel in Berlin gegründet, dreht sich alles um das Trendthema Decentralized Finance (DeFi). “This strategic investment will help fuel the company’s mission to drive widespread adoption of institutional DeFi”, teilt das Team mit. Coinbase, BlockTower Capital und Co. investierten zuletzt 4 Millionen US-Dollar in Centrifuge. Mehr über Centrifuge 

VetVise


Das Unternehmen LV digital, ein Ableger vom Landwirtschaftsverlag, investiert eine siebenstellige Summe in VetVise. “Neben weiteren Business Angels ist die LV digital nun einer der Hauptinvestoren von VetVise”, heißt es in einer Presseaussendung. Das Unternehmen aus Hannover, 2020 von gegründet, entwickelt “KI- basierten Lösungen für das Stallmonitoring bei Geflügel und Schweinen”.

mytalents.ai


Die Altinvestoren Ben Ruschin, Michael Kamleitner, Florian Haas, A&S Investment und Kambis Kohansal investieren eine sechsstellige Summe in mytalents.ai. Das Startup aus Wien, 2023 von Florian Hasibar und Fabian Hemmerich gegründet, möchte Unternehmen helfen, ihre Mitarbeitenden in Sachen KI fit zu machen. Dafür bietet das EdTech Video-Kurse zu Themen wie Marketing, Vertrieb und Finance an. Derzeit nutzen 40 B2B-Kunden das Angebot von mytalents.ai. Mehr über mytalents.ai

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#DealMonitor – TestResults.io bekommt 1,3 Millionen – Scavenger sammelt 1,1 Millionen ein – Bonsai übernimmt MyBestBrands

#DealMonitor

#DealMonitor TestResults.io bekommt 1,3 Millionen Scavenger sammelt 1,1 Millionen ein Bonsai übernimmt Stylight und MyBestBrands Lakestar sammelt 600 Millionen ein Liqid legt zweiten Fonds (130 Millionen) auf

TestResults.io bekommt 1,3 Millionen – Scavenger sammelt 1,1 Millionen ein – Bonsai übernimmt MyBestBrands

Freitag, 12. April 2024VonTeam

Im #DealMonitor für den 12. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

TestResults.io 


Spicehaus Partners, NCA, Zürcher Kantonalbank und New Forge investieren 1,3 Millionen Schweizer Franken in TestResults.io. Das Unternehmen aus Zürich, 2022 von Daniela Bohli und Tobias Müller gegründet, setzt auf autonomes Software-Testing. Das Motto dabei lautet: “With the unique AI-driven TestResults.io approach, you can automate entire user journeys from start to end, no matter how many different systems, applications, devices, and technologies are part of it.”

Scavenger


 High-Tech Gründerfonds (HTGF), Calm/Storm Ventures, Femventix und B4i Investment Fund investieren 1,1 Millionen Euro in ScavengerDas Unternehmen aus Frankfurt am Main, von Felix Beissel und Maximilian Hahnenkamp gegründet, setzt auf eine KI-gestützte Datenanalyse, um Unternehmen bei Entscheidungen zu helfen. “We firmly believe that our tool not only offers valuable benefits for business but also is able to streamline efficiency and resources for a sustainable future”, heißt es in der Selbstbeschreibung. 

MERGERS & ACQUISITIONS

Bonsai – Stylight – MyBestBrands


Das kanadische E-Commerce-Unternehmen Bonsai übernimmt nach Stylight auch MyBestBrands, eine Münchner Suchplattform für Luxusmode. Bonsai bündelt die genannten Unternehmen nun unter dem Dach der Inspiration Commerce Group (ICG). “Durch den Zusammenschluss sowie der geplanten Übernahme weiterer Vergleichsplattformen, läutet Bonsai, der Branchenführer für Checkout-Lösungen, den Startschuss für die ICG als globalen Marktführer ein”, heißt es in einer Presseaussendung. MyBestBrands, 2008 gegründet, gehörte seit 2017 zur Karstadt-Mutter Signa Retail. Mehr über Bonsai

VENTURE CAPITAL

Lakestar


Der Schweizer Venture Capitalgeber Lakestar, hinter dem vor allem der bekannte Investor Klaus Hommels steckt, sammelt weitere 600 Millionen US-Dollar (552 Millionen Euro) für Investments ein. “The capital will be split across two funds: with $280m for an early-stage fund for seed and Series A investments and $320m for Series B rounds and above. The early-stage fund is the VC’s fourth, while the growth fund is the firm’s second”, schreibt Sifted. Lakestar investiert seit 2012 in Startups und Grownups. In den vergangenen Jahren investierte Lakestar in Startups und Grownups wie GetYourGuide, HomeToGo, Sennder, Spotify, Scoutbee und Glovo. Der erste Growth-Fonds von Lakestar war 426 Millionen Euro schwer, der dritte Early-Stage-Fonds 252 Millionen Euro. Mehr über Lakestar

Liqid


Der Berliner Vermögensverwalter Liqid legt seinen zweiten Venture-Capital-Fonds (130 Millionen Euro) auf. “In einer Zeit, in der klassische Wagniskapitalgeber über Finanzierungsschwierigkeiten berichteten, gelang es Liqid das Vertrauen von über 500 erfahrenen Privatanlegern zu gewinnen, die sich ab 200.000 Euro an Liqid Venture II beteiligen konnten”, heißt es in einer Presseaussendung. Das neue Investmentvehikel investiert dabei nicht direkt in Startups, sondern in andere Venture Capital-Geber (Fund of Funds). Die Hauptstädter nennen Geldgeber wie Andreessen Horowitz, Khosla Ventures oder Sequoia. Das Berliner FinTech, 2o016 gegründet, positioniert sich “als bankenunabhängiges Wealth-Tech-Unternehmen”. Das Unternehmen sammelte in den vergangenen Jahren über 100 Millionen Euro ein – unter anderem von LGT, HQ Trust, Project A und DVH Ventures. Mehr über Liqid

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Foto (oben): azrael74

#DealMonitor – CData übernimmt Data Virtuality – Freepik kauft EyeEm – GWA Hygiene kauft Hypros

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#DealMonitor CData Software übernimmt HTGF-Investment Data Virtuality Freepik kauft insolvente Fotoplattform EyeEm GWA Hygiene kauft Hypros Lifestyle Retail Group übernimmt dress-for-less

CData übernimmt Data Virtuality – Freepik kauft EyeEm – GWA Hygiene kauft Hypros

Freitag, 5. April 2024VonTeam

Im #DealMonitor für den 5. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

MERGERS & ACQUISITIONS

CData Software – Data Virtuality


Das amerikanische Unternehmen CData Software, ein  Anbieter von Konnektivitätslösungen für Daten, übernimmt das Leipziger Unternehmen Data Virtuality, das sich um Datenintegrations- und Datenmanagementlösungen kümmert. “Mit der Übernahme von Data Virtuality stellt CData seinen Kunden leistungsstarke, zentralisierte Datenintegrationsplattformen bereit, die die größten Herausforderungen im Datenmanagement lösen”, heißt es in einer Presseaussendung. Zu den Investoren von Data Virtuality, 2012 gegründet, gehörten in der Vergangenheit der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS). Das Unternehmen sammelte rund5 Millionen venture Capital ein. Mehr über Data Virtuality

Freepik – EyeEm


Das spanische Bildunternehmen Freepik übernahm bereits vor einigen Monaten das insolvente Berliner Bilder-Startup EyeEm. “For more than 10 years, Freepik has been displaying the work of thousands of photographers and designers to more than 65M users from all around the world. As they state, their mission is to empower their users and help everyone create great designs faster to express the power of their ideas”, heißt es in einem Statement von EyeEm. Die Berliner Fotoplattform, 2011 gegründet, schlitterte im April 2023 in die Insolvenz. Das Unternehmen wandelte sich zuvor von einer Foto-App zum Bildermarktplatz. Seit Frühjahr 2021 gehörte das Unternehmen zur börsennotierten Schweizer Beteiligungsgesellschaft Talenthouse (früher als New Value bekannt). Die Eidgenossen legten damals 40 Millionen US-Dollar für EyeEm auf den Tisch. Zuvor konnte das Unternehmen von Investoren wie Valar Ventures, Earlybird Ventures, Passion Capital und Wellington Partners mehr als 30 Millionen Euro einsammeln. Mehr über EyeEm

GWA Hygiene – Hypros


Das Stralsunder Unternehmen GWA Hygiene übernimmt Hypros, ein Lübecker IT-Unternehmen, das sich um Echtzeitlokalisierung und Sensordaten zur Prozessoptimierung kümmert. “Die neue Partnerschaft wird eine führende IoT- und KI-Plattform für den Gesundheitssektor etablieren und innovative Lösungen zur Optimierung von Prozessen, zur Entlastung des Personals und zur Verbesserung der Patientensicherheit anbieten”, teilt das Team mit. GWA Hygiene, 2015 von Maik Gronau, Marcel Walz und Dirk Amtsberg gegründet, verbindet Medizintechnik mit Technologie und bietet Krankenhäusern ein Monitoring beim Einsatz von Desinfektionsmitteln an. Mehr über GWA Hygiene

Lifestyle Retail Group – dress-for-less


Das britische E-Commerce-Unternehmen Lifestyle Retail Group, zu dem Secret Sales und Dreivip gehören, übernimmt die insolvente Signa-Tochter dress-for-less siehe Textilwirtschaft. Das deutsche Shopping-Urgestein dress-for-less, 1999 gegründet, gehörte seit 2016 zum Signa-Imperium. Das Unternehmen hat nun bereits zwei Insolvenzen und mehrere Besitzwechsel hinter sich. Mehr über dress-for-less

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

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