Microsofts neue KI-Familie: Sieben Modelle, ein eigener Chip und maßgeschneidertes Training

Microsoft AI hat gleich sieben neue Modelle der sogenannten MAI-Familie vorgestellt. Was das Unternehmen dabei betont: Die Modelle wurden von Grund auf neu trainiert, ohne auf Drittanbieter-Modelle zurückzugreifen. Das Line-up deckt ein breites Spektrum ab. MAI-Thinking-1 ist das primäre Reasoning-Modell der Familie – ein mittelgroßes Modell, das in internen Blindtests ähnliche Ergebnisse wie Anthropics Sonnet 4.6 erzielen soll.

Für Entwickler dürfte MAI-Code-1-Flash interessant sein: ein auf Effizienz ausgerichtetes Programmiermodell mit 5 Milliarden Parametern, das preislich und leistungstechnisch im Bereich von Haiku angesiedelt ist und tief in GitHub Copilot sowie VS Code integriert wird.

Im Bereich Bildgenerierung schickt Microsoft MAI-Image-2.5 ins Rennen, das in Benchmarks aktuelle Konkurrenten wie Nano Banana Pro schlagen soll und auch in einer ressourcenschonenden Flash-Variante verfügbar sein wird.

Dazu kommen MAI Transcribe-1.5 für Sprachtranskription in 43 Sprachen mit Fokus auf fachspezifische Terminologie sowie MAI-Voice-2 für Sprachgenerierung in 15 Sprachen, das bereits mit kurzen Audiobeispielen Stimmen adaptieren kann.

Alle Modelle basieren auf einer gemeinsamen Architektur und sind auf Microsofts eigenem KI-Chip, dem Maia 200, optimiert. Laut ersten Tests bringt das eine Effizienzsteigerung um den Faktor 1,4 gegenüber älteren Hardwaregenerationen. Microsoft betont außerdem, ausschließlich lizenzierte Datensätze für das Training verwendet zu haben.

Der wohl interessanteste Teil der Ankündigung ist aber sicherlich das sogenannte „Frontier Tuning“. Dahinter steckt Reinforcement Learning, das direkt in der realen Arbeitsumgebung eines Unternehmens stattfindet. Heißt: Das Modell lernt also nicht anhand generischer Trainingsdaten, sondern durch die Beobachtung echter Arbeitsabläufe, Entscheidungen und Prozesse innerhalb einer Organisation. Microsoft stellt dafür geschlossene Umgebungen bereit, in denen die Kundendaten das Unternehmen nicht verlassen sollen.

Im Gesundheitsbereich geht Microsoft eine Partnerschaft mit der Mayo Clinic ein. Ziel sei ein spezialisiertes KI-Modell für klinische Diagnostik und Behandlungsplanung, das mit anonymisierten Patientendaten der Klinik trainiert wird. Das Modell bleibt rechtlich im Besitz der Mayo Clinic. Nach einer Validierungsphase soll es über Azure Foundry auch anderen medizinischen Einrichtungen zugänglich gemacht werden.

Langfristig beschreibt Microsoft das Ziel als „Humanist Superintelligence“ – KI-Systeme, die als leistungsstarke Werkzeuge unter menschlicher Kontrolle arbeiten und den Menschen nicht ersetzen sollen. Ob das eine ehrliche Positionierung oder vor allem eine PR-Botschaft ist, wird die Entwicklung der nächsten Jahre zeigen.

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Microsoft Build: Windows 11 wird zum Spielplatz für Entwickler

Microsoft hat auf der Build ordentlich aufgefahren und Windows 11 für Entwickler aufgebohrt. Wer viel auf der Kommandozeile unterwegs ist, bekommt mit den Coreutils für Windows native Linux-Tools direkt unter die Haube. Das basiert auf dem uutils-Projekt in Rust und sorgt dafür, dass bekannte Befehle ohne Umwege funktionieren. Gleichzeitig rückt Linux noch näher an das System heran. Die WSL-Container kommen bald als Vorschau und erlauben es, Linux-Container direkt über die WSL zu starten, ohne dass man zwingend auf Drittanbieter angewiesen ist, so Microsoft.

Damit der Rechner nach einer Neuinstallation nicht erst stundenlang eingerichtet werden muss, gibt es die Windows Developer Configurations. Per WinGet-Befehl landen VS Code, GitHub Copilot, WSL und PowerShell 7 direkt auf der Platte. Sogar Kleinigkeiten wie sichtbare Dateiendungen im Explorer werden automatisch gesetzt. Wer lieber in der Cloud arbeitet, kann das gleiche Setup über Windows 365 nutzen. Das spart das Gefummel an der lokalen Hardware und bringt ein fertiges Image direkt in den Browser.


Ein Highlight für die tägliche Arbeit dürfte das Intelligent Terminal sein. Das ist eine experimentelle Erweiterung des bekannten Windows Terminals, die KI-Unterstützung direkt in die Konsole bringt. Wenn ein Befehl abschmiert, liefert das Terminal im Seitenfenster direkt Vorschläge zur Fehlerbehebung. Man muss also nicht mehr ständig zwischen Browser und Konsole hin- und herwechseln. Dazu kommen die Windows Development Skills, die KI-Assistenten beibringen, wie man native WinUI3-Apps baut.

In Sachen Sicherheit führt Microsoft die Execution Containers (MXC) ein. Das ist eine neue Ebene im System, mit der Entwickler genau festlegen können, worauf eine KI oder ein Agent zugreifen darf. Dateien oder Netzwerkzugriffe werden zur Laufzeit isoliert. NVIDIA springt hier ebenfalls auf den Zug auf und bringt OpenShell für MXC, um autonome Agenten sicher lokal auszuführen. Auch OpenClaw läuft jetzt nativ in einem solchen Container auf Windows.

Der Microsoft Store wird ebenfalls ein wenig kundenfreundlicher für Entwickler. Die Zertifizierung soll schneller gehen und es gibt bessere Analysen für Abos. Insgesamt zeigt Microsoft deutlich, dass Windows die Basis für alles sein soll, was mit lokaler KI und effizienter Softwareentwicklung zu tun hat. Die Zeiten, in denen man für eine vernünftige Konsole neidisch auf andere Systeme schielen musste, scheinen endgültig vorbei zu sein. Das alles und noch viel mehr, können Interessierte hier nachlesen.

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Microsoft Surface RTX Spark Dev Box: Kompakter Kraftprozess für Entwickler

Microsoft legt bei der Surface-Reihe nach und nimmt gezielt die Entwickler ins Visier. Neben dem Surface Laptop Ultra gibt es nun die Surface RTX Spark Dev Box. Das ist ein kompakter PC, der ordentlich Dampf unter der Haube hat und speziell für lokale KI-Berechnungen konzipiert wurde. Microsoft verbaut hier den NVIDIA RTX Spark Superchip, der eine Kombination aus Blackwell-Grafikeinheit und Grace-Prozessor darstellt. Das System liefert eine KI-Leistung von bis zu einem Petaflop und verfügt über 128 GB Arbeitsspeicher. Damit lassen sich große Sprachmodelle mit über 120 Milliarden Parametern direkt auf dem Schreibtisch ausführen oder anpassen, ohne dass man jedes Mal die Cloud bemühen und bezahlen muss. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und dient gleichzeitig als Kühlkörper, damit die Hardware auch bei langen Rechenvorgängen nicht einknickt.

Ausgeliefert wird die Kiste mit einem angepassten Windows 11 Pro. Das System ist ab Werk auf die Bedürfnisse von Programmierern getrimmt. Das bedeutet konkret, dass der Dark Mode aktiviert ist, die Taskleiste aufgeräumt wurde und störende Widgets oder Benachrichtigungen standardmäßig deaktiviert sind. Ja Leute, liefert Windows doch mal direkt so aus. Man ey! Auch der Entwicklermodus ist direkt scharf geschaltet. Unter der Haube finden sich PowerShell 7 als Standard sowie ein vorkonfiguriertes WSL 2 mit CUDA-Unterstützung. Wichtige Werkzeuge wie VS Code, Python, Node.js und Git sind bereits vorinstalliert.

Die Dev Box lässt sich nahtlos in das Microsoft-Ökosystem einbinden. Das AI Toolkit für VS Code sowie Windows ML mit TensorRT sorgen dafür, dass die lokale Arbeit gut mit der Azure-Cloud zusammenspielt. In Sachen Sicherheit setzt Microsoft auf altbekannte Standards wie BitLocker, Defender und die Integration in Entra ID zur Verwaltung in Firmennetzwerken. Das Gerät erscheint gegen Ende des Jahres vorerst nur in den USA über den Microsoft Store. Preise stehen noch nicht fest, dürften sich aber im professionellen Segment bewegen.

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Microsoft Build 2026: Neue KI-Modelle und eine Copilot-Super-App

Diese Woche findet in San Francisco die Build-Konferenz statt. Nach Informationen aus dem Umfeld von Microsoft sollen auf der Build neue KI-Modelle für Windows vorgestellt werden, darunter ein neues Reasoning-Modell von Microsoft AI und eine sogenannte Copilot-Super-App. Für die anwesenden Entwickler dürfte aber etwas anderes interessanter sein: Microsoft will zeigen, wie man die Windows-Entwicklererfahrung verbessern möchte. Geplant ist eine speziell für Entwickler optimierte Windows-11-Variante, die eine ablenkungsfreie Umgebung mit vorinstallierten Apps, Tools und Skripten bieten soll, angeblich wohl genau das, was Entwickler schon lange fordern.

Parallel dazu arbeitet Microsoft daran, Teile von Windows 11 neu zu schreiben, um Performance und Nutzererlebnis zu verbessern. Die Pläne dazu wurden Anfang des Jahres skizziert, erste Verbesserungen sind bereits sichtbar. Das Windows-Insider-Team wird noch vor der morgigen Keynote weitere Anpassungsmöglichkeiten präsentieren.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Anpassung von Windows an neue Hardware wie Nvidias RTX Spark. Dieses Jahr soll es verstärkt um lokale Modelle gehen, die direkt auf Windows laufen. Entwickler könnten damit auf lokale Rechenleistung zugreifen, statt auf teure Cloud-Modelle angewiesen zu sein.

Die angekündigte Copilot-Super-App wird ebenfalls Thema sein. Das Medium Fortune hatte darüber berichtet, im Grunde handelt es sich um eine App, die Microsofts verschiedene Copilot-KI-Assistenten in einer Oberfläche bündelt. Die Super-App wird auf der Build aber noch nicht verfügbar sein, eine Preview ist wohl erst im Spätsommer zu erwarten. Die Konferenz beginnt am Dienstag, den 2. Juni, um 18:30 Uhr deutscher Zeit.

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ASUS ROG XBOX Ally X20: Handheld-Neuauflage mit OLED und AR-Brille




ASUS feiert das 20-jährige Bestehen seiner Gaming-Marke ROG und bringt mit dem ROG XBOX Ally X20 Bundle ein neues Paket für Handheld-Fans an den Start.

Das Gerät steckt in einem Gehäuse aus durchsichtigem schwarzem Kunststoff, das den Blick auf das Innenleben mit goldenen Akzenten freigibt. Technisch gibt es ordentlich Zuwachs, denn zum ersten Mal verbaut der Hersteller ein OLED-Panel in der Ally-Reihe.

Der Bildschirm misst nun 7,4 Zoll (18,8 Zentimeter) und hört auf den Namen Nebula HDR Display. Mit einer Bildwiederholrate von 120Hz, einer Spitzenhelligkeit von 1.400 Nits und einer Reaktionszeit von 0,2 Millisekunden zielt ASUS auf eine flüssige Darstellung ab. Eine spezielle Beschichtung soll Reflexionen um 65 Prozent mindern, während das Kühlsystem angepasst wurde, um das thermisch empfindlichere OLED-Panel zu schonen.

Unter der Haube arbeitet der AMD Ryzen AI Z2 Extreme Prozessor zusammen mit 24GB LPDDR5X Arbeitsspeicher und einer 1TB großen SSD. Damit die Steuerung präziser ausfällt, kommen TMR-Joysticks zum Einsatz, die eine höhere Genauigkeit als Hall-Effekt-Sensoren bieten sollen und Stick-Drift verhindern.

Das Steuerkreuz lässt sich zwischen vier und acht Wegen umstellen, was für Kampfspiele interessant ist. Die Tasten liegen nun flach im Gehäuse und die Griffe erhielten eine Gummierung für besseren Halt. Softwareseitig unterstützt das Gerät Auto SR, um Spiele bei niedrigerer Auflösung schärfer darzustellen, was bisher Copilot PCs vorbehalten war.

Im Jubiläums-Bundle liegt zudem die ROG XREAL R1 Edition 20 Gaming AR-Brille bei. Diese wird per USB-C angeschlossen und simuliert eine Leinwand von 171 Zoll (434,34 Zentimeter) in vier Metern Entfernung. Die Brille nutzt Micro-OLED-Technik mit 240Hz und bietet Tracking für Kopfbewegungen sowie einen Modus, der das Bild fest im Raum verankert. Asus hat den Preis für das Bundle noch nicht bekannt gegeben, das Bundle dürfte aber mitnichten ein Schnapper werden.

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