Microsoft legt bei der Surface-Reihe nach und nimmt gezielt die Entwickler ins Visier. Neben dem Surface Laptop Ultra gibt es nun die Surface RTX Spark Dev Box. Das ist ein kompakter PC, der ordentlich Dampf unter der Haube hat und speziell für lokale KI-Berechnungen konzipiert wurde. Microsoft verbaut hier den NVIDIA RTX Spark Superchip, der eine Kombination aus Blackwell-Grafikeinheit und Grace-Prozessor darstellt. Das System liefert eine KI-Leistung von bis zu einem Petaflop und verfügt über 128 GB Arbeitsspeicher. Damit lassen sich große Sprachmodelle mit über 120 Milliarden Parametern direkt auf dem Schreibtisch ausführen oder anpassen, ohne dass man jedes Mal die Cloud bemühen und bezahlen muss. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und dient gleichzeitig als Kühlkörper, damit die Hardware auch bei langen Rechenvorgängen nicht einknickt.
Ausgeliefert wird die Kiste mit einem angepassten Windows 11 Pro. Das System ist ab Werk auf die Bedürfnisse von Programmierern getrimmt. Das bedeutet konkret, dass der Dark Mode aktiviert ist, die Taskleiste aufgeräumt wurde und störende Widgets oder Benachrichtigungen standardmäßig deaktiviert sind. Ja Leute, liefert Windows doch mal direkt so aus. Man ey! Auch der Entwicklermodus ist direkt scharf geschaltet. Unter der Haube finden sich PowerShell 7 als Standard sowie ein vorkonfiguriertes WSL 2 mit CUDA-Unterstützung. Wichtige Werkzeuge wie VS Code, Python, Node.js und Git sind bereits vorinstalliert.
Die Dev Box lässt sich nahtlos in das Microsoft-Ökosystem einbinden. Das AI Toolkit für VS Code sowie Windows ML mit TensorRT sorgen dafür, dass die lokale Arbeit gut mit der Azure-Cloud zusammenspielt. In Sachen Sicherheit setzt Microsoft auf altbekannte Standards wie BitLocker, Defender und die Integration in Entra ID zur Verwaltung in Firmennetzwerken. Das Gerät erscheint gegen Ende des Jahres vorerst nur in den USA über den Microsoft Store. Preise stehen noch nicht fest, dürften sich aber im professionellen Segment bewegen.
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