Philips Fidelio L4SE: Neue Over-Ear-Kopfhörer starten ohne jede Vorankündigung

Die Marke Philips ist mittlerweile je nach Bereich von unterschiedlichen Anbietern lizenziert worden. Ihr alle kennt etwa die smarte Beleuchtung der Sorte Philips Hue, hinter welcher das Unternehmen Signify steckt. Monitore von Philips vertreibt MMD, hinter Fernsehern steckt TP Vision. Letztere betreuen auch die Kopfhörer und Lautsprecher der Marke. Ohne jede Ankündigung hat man da jetzt ein neues Over-Ear-Modell auf den Markt geworfen.

Dabei handelt es sich um den Philips Fidelio L4SE, ein Nachfolgemodell des 2023 erschienenen Fidelio L4. SE steht offenbar für „Second Edition“. Was sich technisch genau getan hat, ist gar nicht so leicht zu beantworten, da ein offizielles Datenblatt fehlt. So gibt es teils widersprüchliche Angaben, denn an einer Stelle bescheinigt man den Over-Ears z. B. Bluetooth 5.4, an anderer Stelle sogar Bluetooth 6.0. Klar ist, dass die Kopfhörer nicht nur SBC und AAC als Bluetooth-Codecs nutzen, sondern auch LDAC und LC3 anbieten.

Für Tragekomfort und Stabilität verwenden die Philips Fidelio L4SE abgerundete Kopfbügel, Memory-Foam für die Ohrmuscheln, Ohrmuschelringe aus Aluminium sowie Akzente aus Muirhead-Leder. Es ist auch aktive Geräuschunterdrückung (ANC) in Form von „Noise Cancelling Pro “ an Bord. Bei Telefonaten greift elektronische Geräuschunterdrückung ein, um die Beamforming-Mikrofone zu unterstützen.

Als Akkulaufzeit der Philips Fidelio L4SE sind aktuell bis zu 50 Stunden ins Spiel gebracht worden. Per Schnellladung (USB-C) tankt ihr ausreichend Power für rund 14 Stunden Wiedergabe in nur 15 Minuten nach. Selbst ein Preis steht schon fest: 168,08 Euro ruft Amazon.de für die neuen Over-Ear-Kopfhörer auf. Sie sind sofort lieferbar. Da wundert es also schon, dass keinerlei offizielle Pressemeldung vorliegt (via Toengel). Hat vielleicht der ein oder andere Leser schon bei diesem Modell zugeschlagen und kann mehr Licht ins Dunkel bringen? Ansonsten müssen wir wohl noch auf eine Ankündigung warten.

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Samsung verrät erste Details zur kommenden KI-Brille




Es gibt Neuigkeiten aus dem Hause Samsung bezüglich der geplanten Smart Glasses. Jay Kim, Executive Vice President der Mobilsparte, hat sich am Rande des Mobile World Congress gegenüber CNBC ein wenig in die Karten schauen lassen. Das Gerät soll noch in diesem Jahr erscheinen und markiert Samsungs ersten Vorstoß in diese Produktkategorie. Technisch setzt man auf eine integrierte Kamera auf Augenhöhe. Die Brille agiert dabei wohl nicht als völlig autarkes System, sondern wird mit dem Smartphone gekoppelt. Das Mobiltelefon übernimmt die Rechenarbeit und verarbeitet die Informationen, die über die Kamera erfasst werden.

Damit begibt sich der Hersteller in direkte Konkurrenz zu Meta. Deren Ray-Ban-Gläser dominieren den Markt derzeit mit einem Anteil von 82 Prozent. Samsung ist bei dem Projekt nicht im Alleingang unterwegs, sondern arbeitet seit 2023 mit Qualcomm und Google zusammen, um Hardware und Software im Bereich Mixed Reality abzustimmen. Nachdem bereits ein XR-Headset erschienen ist, sieht man bei den Brillen nun offenbar das größere Potenzial für den Massenmarkt, da diese schlichtweg alltagstauglicher sind als große Headsets.

Im Fokus der Anwendung steht laut Bericht die künstliche Intelligenz. Das System soll erkennen, worauf der Träger gerade blickt, diese Daten an das Handy weiterleiten und entsprechende Informationen zurückliefern. Auf die Frage, ob die Brille ein eigenes Display besitzt, gab es keine klare Antwort. Kim verwies lediglich darauf, dass Nutzer für visuelle Darstellungen ja bereits Smartwatches oder das Telefon hätten. Das lässt Raum für Spekulationen über den genauen Formfaktor. Auch Qualcomm-Chef Cristiano Amon bestätigte den Starttermin für dieses Jahr und verglich den aktuellen Status der Technologie mit den Anfangstagen des Smartphones. Man rechnet damit, dass sich das Ökosystem durch sogenannte KI-Agenten, die Aufgaben autonom erledigen, schnell vergrößern wird.

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beyerdynamic Aventho 300 im Test: Over-Ears mit allem, was man braucht

beyerdynamic hat seinen kabellosen Premium-Kopfhörer Aventho 300 bereits 2024 auf den Markt gebracht. Da ich euch bald auch einen Test des jüngeren Geschwistermodells Aventho 200 präsentieren möchte, habe ich die Chance genutzt, mir vorher einmal diese Over-Ears anzuhören. Denn auf dem Papier wird mit Dolby Atmos, aptX HD und natürlich adaptiver, aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) so einiges geboten.

Dabei ist beyerdynamic ein deutscher Traditionshersteller, der allerdings gerade vom chinesischen Konzern Cosonic übernommen wird. So wirbt man dann auch für seine Aventho 300 mit einem in Deutschland gefertigten Schallwandler (Stellar.45). Mit 45 mm Durchmesser sind die Treiber etwas größer als bei vielen Konkurrenten, was aber nicht immer automatisch auch gleich für einen besseren Sound spricht. Beeindruckend klingen auch die vom Hersteller versprochenen Akkulaufzeiten von bis zu 50 Stunden mit ANC. Für immersiven Klang lässt sich das bereits erwähnte Dolby Atmos sogar mit optionalem Headtracking nutzen.

Technische Eckdaten der beyerdynamic Aventho 300

Kategorie Wert
Trageart Over-Ear
Akustische Bauweise Geschlossen
Übertragungsart Bluetooth (drahtlos), USB-C, 3,5-mm-Klinke
Bluetooth-Version 5.4
Unterstützte Bluetooth-Profile AVDTP 1.3, AVCTP 1.4, GAVDP 1.3, SPP-B 1.2, RFCOMM 1.2, A2DP 1.3.2, AVRCP 1.6.2, HFP 1.8, IOPT
Audio-Codecs SBC, AAC, aptX Lossless, aptX Adaptive, LE Audio
Frequenzbereich 5 – 22.000 Hz
Reichweite 15 m
Gewicht 319 g
Akkulaufzeit (mit ANC) Bis zu 50 Stunden
Ladeanschluss USB-C
Besondere Features Adaptives ANC, Transparenzmodus, Dolby Atmos Head Tracking, Multipoint, Trageerkennung
Treiber STELLAR.45 (Made in Germany)
Preis 299 Euro

Die beyerdynamic Aventho 300 sind ursprünglich für 399 Euro auf den Markt gekommen, ihr Preis ist aber mittlerweile auf 299 Euro gefallen. Gleichzeitig hat der Hersteller seit dem Launch auch Verbesserungen vorgenommen, etwa für die Geräuschunterdrückung. Bieten will man euch im Übrigen auch „Tragekomfort der Extraklasse“, wie die Produktseite vollmundig wirbt. Man setzt diesbezüglich auf  schräggestellte Hörerschalen, ein Kopfband aus Memory-Foam und flexible Drehgelenke aus Aluminium fürs Zusammenklappen.

Ausstattung und Verarbeitung

Der Lieferumfang der beyerdynamic Aventho 300 ist (fast) komplett vorbildlich. Die Kopfhörer liegen in einem stabilen Hardcase, in welchem sogar noch ein weiterer Tragebeutel aus Stoff liegt. Auch ein USB-C-Lade- und Verbindungskabel liegt bei. Das gilt auch für ein 3,5-mm-Klinkenkabel. Ja, ihr könnt die Over-Ears nämlich auf Wunsch auch kabelgebunden verwenden. Das geht per Klinke sogar im ausgeschalteten Zustand bzw. wenn euch einmal die Akkuladung ausgehen sollte – allerdings leidet darunter der Klang erheblich.

Die beyerdynamic Aventho 300 lassen sich auch zusammenklappen, die Aluminiumgelenke ermöglichen da tatsächlich einen sehr sanften Übergang. Generell wirken die Kopfhörer sehr stabil und hochwertig. Ich hatte allerdings bei der ersten Kopplung einige Startschwierigkeiten, denn automatisch wurden die Over-Ears von der Begleit-App nicht gefunden. Also musste ich die Kopfhörer manuell koppeln. In der App könnt ihr Dolby Atmos und das Headtracking an- und ausschalten, über einen Equalizer den Sound anpassen und natürlich Updates beziehen. Auch Sidetone lässt sich etwa für Anrufe zu- oder abschalten. Wünscht ihr die Trageerkennung nicht, könnt ihr auch diese bei Bedarf abschalten.

Das Testmuster der beyerdynamic Aventho 300 hat mir in der Farbe Schwarz vorgelegen. An der rechten Ohrmuschel sitzen dabei die USB-C- und Klinkenanschlüsse, der Powerbutton sowie eine Taste zum Wechseln zwischen ANC- und Transparenzmodus. Die Intensität der Geräuschunterdrückung lässt sich über die App stufenweise anpassen. Neben den erwähnten Tasten gibt es aber auch noch ein Touch-Bedienfeld an der Oberfläche der rechten Ohrmuschel.

Zweimaliges Antippen pausiert bzw. startet die Wiedergabe, während das Wischen nach links bzw. rechts einen Song zurück bzw. nach vorne springt. Das Wischen nach oben oder unten hebt bzw. senkt die Lautstärke. Die Bedienung funktioniert grundlegend gut, allerdings musste ich mich etwas daran gewöhnen, zumal es beim Zurechtrücken des Kopfhörers auch mal vorkommen kann, dass man aus Versehen ein Lied überspringt – ist mir im Testzeitraum zumindest ein-, zweimal passiert.

Praxistest der beyerdynamic Aventho 300

Ich habe bislang privat als Over-Ear-Kopfhörer tatsächlich den unkaputtbaren Jabra Elite 85h verwendet. Mit diesem Modell vergleiche ich daher den beyerdynamic Aventho 300 ein wenig, einfach weil ich beide Exemplare nun gut kenne. Dabei muss ich sagen, dass ich vom ANC des Aventho 300 sehr enttäuscht bin. Im Fitnessstudio schlägt er sich tatsächlich schlechter als das deutlich ältere Pendant von Jabra, was die Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen angeht. Allerdings ist einzuwenden, dass der Elite 85h auch die deutlich bessere, passive Isolierung mitbringt. Jedenfalls ist die eher maue Geräuschunterdrückung für mich der größte Kritikpunkt des Over-Ears von beyerdynamic. Selbst auf der höchsten Stufe kommt mehr durch, als mir lieb ist.

Dafür ist der Klang tatsächlich ein Quantensprung. Der beyerdynamic Aventho 300 klingt relativ neutral, aber über den Equalizer der Begleit-App kann das natürlich jeder ganz gut für sich anpassen. Die Höhen finde ich manchmal etwas zu spitz bzw. bei aktivem ANC und hohen Lautstärken leicht klirrend. Das tritt aber eher sporadisch auf und kann durch den Equalizer gänzlich vermieden werden. Dazu muss ich sagen, dass meine noisige Musikuntermalung (Shoegaze, Dreampop) hier auch für jeden Kopfhörer einen Härtetest darstellt. In jedem Fall erlaubt der Aventho 300 eine hohe Dynamik und bietet vor allem eine sehr starke Stereo-Räumlichkeit, die ich sonst selten bei Over-Ears so deutlich wahrnehme.

Im Gesamtbild ist der Klang zwar nicht perfekt, aber sehr luftig und differenziert, was genau meinem Geschmack entspricht. Dabei könnt ihr über die Begleit-App auch Dolby Atmos zuschalten, was meines Erachtens aber wie bei den Konkurrenzmodellen eine Spielerei ist. Klar, das Head-Tracking ist beim ersten Ausprobieren ein nettes Gimmick, ich selbst würde aber nie auf die Idee kommen, dies im Alltag zu verwenden. Da lenkt es doch mehr ab, als dass Immersion entstünde.

Der beyerdynamic Aventho 300 sitzt dabei ziemlich fest auf dem Kopf, drückt aber in meinem Fall auch mit Brille bzw. beim Sport keinesfalls unangenehm. Man kann dabei die Passform gut über den Ohrbügel verstellen und die einzelnen Stufen rasten stabil ein. Die Ohrpolster umrahmen dabei ziemlich exakt meine Ohren, haben also eine gute Größe. Telefonate verliefen in meinem Testszenario glasklar und meine Gesprächspartner bescheinigten den Over-Ears bzw. ihren Mikrofonen eine gute Audioqualität. Das hat auch in herausfordernden Umgebungen, wie einer viel befahrenen Straße, gut funktioniert.

Mein Fazit

Der beyerdynamic Aventho 300 ist ein starker Over-Ear-Kopfhörer, der vor allem mit seiner räumlichen und dynamischen Stereo-Wiedergabe punktet. In Sachen Musikwiedergabe hat mir das Gebotene extrem gut gefallen. Dolby Atmos und Head-Tracking bleiben für mich auch bei diesem Modell Marketing-Gimmicks, auf die ich gerne verzichte. Schade ist, dass die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) für mich deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt, zumal auch die passive Isolation besser sein könnte.

Neben dem starken Sound bei Musik punktet der beyerdynamic Aventho 300 aber auch bei Telefonaten mit sauberem Klang. Auch der stabile, aber komfortable Sitz weiß zu gefallen. Und Design und Verarbeitung empfinde ich als wirklich hochwertig, zumal ein robustes Case und ein zusätzlicher Stoffbeutel beiliegen. Im Gesamtbild bietet der deutsche Hersteller hier also einen immer noch sehr guten Over-Ear-Kopfhörer an, der beim Klang ganz vorne mitspielt.

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Beyerdynamic Amiron 200 im Test

Open-Ear-Kopfhörer legen seit einigen Jahren spürbar zu – und das nicht nur in puncto Beliebtheit, sondern zunehmend auch klanglich. Beyerdynamic macht mit dem neuen Amiron 200 deutlich, dass man das Segment nicht den Sportmarken überlassen will. Anders als das hauseigene Clip-on-Modell Amiron Zero Sport setzt der Amiron 200 auf klassische Ohrbügel. Der Fokus liegt dabei klar auf dem Klang – und das spürt man tatsächlich.

Design und Verarbeitung

Die Amiron 200 sehen zurückhaltend aus. Kein Logo, das sofort ins Auge springt, kein buntes Plastik. Erhältlich in Mattschwarz und Mattweiß wirken die Kopfhörer ordentlich und modern. Die ergonomischen Ohrbügel bestehen aus robustem Kunststoff, der Lautsprecher positioniert sich vor dem Gehörgang.

Mit gut zehn Gramm pro Earbud fallen die Amiron 200 etwas schwerer aus als mancher Konkurrent. Das schlägt sich bei bestimmten Ohrenformen in einem nicht ganz so festen Sitz nieder, beim Tragekomfort an sich macht sich das Gewicht aber kaum bemerkbar. Das Ladecase bringt rund 76 g auf die Waage und ist mit Abmessungen von 87 × 68 × 29 mm eines der größeren Modelle in diesem Segment. Es passt noch in die Hosentasche, trägt dort aber spürbar auf.


Die IP54-Zertifizierung schützt vor Staub und Wasserspritzern – für eine schweißtreibende Runde Joggen oder einen kurzen Schauer reicht das allemal. Schwimmen, duschen oder sie in einer Pfütze zum Verweilen ablegen – alles keine gute Idee für die Amiron 200. Verarbeitung und Haptik sind insgesamt solide.

Tragekomfort

Der Sitz ist angenehm. Die weich gummierten Ohrbügel passen sich gut an und erzeugen auch nach längerer Tragedauer keinen Druck. Beim Sport – Crosstraining, Radfahren – bleiben die Earbuds zuverlässig am Ohr. Bei sehr kleinen Ohren kann der Halt sicher etwas locker ausfallen, das sollte man vor dem Kauf im Hinterkopf behalten. Grundsätzlich gilt: Man kann die Amiron 200 problemlos den ganzen Tag tragen, ohne Beschwerden.

Bedienung und App

Gesteuert wird per Touch-Oberfläche an den Treibereinheiten. Tippen, mehrfach tippen, halten – die üblichen Gesten für Wiedergabe, Lautstärke, Spurwechsel und Anrufannahme sind alle dabei. Eine leichte Mulde hilft dabei, die Sensorfläche schnell zu finden, was in der Praxis ordentlich funktioniert. Wischgesten gibt es nicht.

Etwas nervig: Die Amiron 200 besitzen keine Trageerkennung. Musik läuft weiter, wenn man die Kopfhörer abnimmt. Fehlauslösungen der One-Touch-Geste passieren hin und wieder. Beides lässt sich über die App entschärfen – die One-Touch-Geste lässt sich deaktivieren, eine automatische Abschaltung nach einstellbaren Zeiträumen zwischen 15 und 120 Minuten ist ebenfalls konfigurierbar. Wer physische Tasten bevorzugt, wird hier aber eben nicht glücklich.

Die Beyerdynamic-App für iOS und Android ist schlicht und direkt gehalten. Ein 5-Band-Equalizer lässt den Klang individuell anpassen, fünf Genre-Presets wie Rock oder Klassik sind vorinstalliert, eigene Profile lassen sich abspeichern. Dazu kommen Firmware-Updates, Akkuanzeige und flexible Tastenbelegung – sogar für jedes Earbud separat. Was fehlt: Spatial Audio, Health-Tracking, eine Gerät-finden-Funktion oder ein personalisiertes Hörprofil. Für den Grundbedarf reicht die App, wer mehr gewohnt ist, muss Abstriche machen, trotz des einigermaßen hohen Preises.

Bluetooth und Codecs

Bluetooth 5.3 ist an Bord, Multipoint verbindet die Amiron 200 gleichzeitig mit maximal zwei Geräten. Bei den Codecs bleibt Beyerdynamic bei SBC und AAC. LDAC und aptX sind nicht dabei. Für ein offenes Design fällt das klanglich kaum ins Gewicht – aber beim Videoschauen kann die Latenz leicht auffallen.

Klang

Hier wird es richtig interessant. Der Klang der Amiron 200 ist für einen Open-Ear-Kopfhörer schlicht mega! Die Klangbühne ist weit und offen – das fühlt sich stellenweise an wie das Tragen eines guten offenen Over-Ear-Kopfhörers. Instrumente lassen sich gut auseinanderhalten, Stimmen kommen klar und direkt rüber, ohne dass der räumliche Eindruck dabei verloren geht.

Was besonders auffällt: mein Liebling, der Bass. Tiefe Frequenzen gehen bei offenen Kopfhörern durch die Bauart naturgemäß teilweise verloren – die Amiron 200 kompensieren das aber spürbar. Der Tiefton ist kräftig, präsent und durchaus druckvoll. Auch für Genres, die ein solides Fundament im Tieftonbereich brauchen, taugen die Kopfhörer gut.

Die Mitten sind ausgewogen und natürlich. Der Hochtonbereich ist scharf genug für Details, aber nicht so überspitzt, dass er nach längerer Tragedauer anstrengend wird. Das Klangbild klingt rundum super – nicht wie ein Kompromiss, den man eingeht, weil man beim Tragen der Dinger die Umgebung wahrnehmen will.

Mit dem Equalizer lässt sich noch nachsteuern. Die Profile „Bass“ oder „Loudness“ heben Tiefen und Mitten gezielt an und bringen nochmal mehr Druck – besonders für Pop und Rock eine sinnvolle Einstellung. In lauten Umgebungen verliert das offene Design bauartbedingt an Tiefe, das geht aber eben allen Open-Ear-Modellen so. Und: Bei höherer Lautstärke bekommt die Umgebung durchaus etwas mit. Wer im Großraumbüro oder Flieger sitzt, sollte das im Kopf behalten.

Telefonie

Vier Mikrofone – zwei pro Earbud – sind für Telefonate und Geräuschunterdrückung zuständig. In ruhigen Räumen klingt das gut und verständlich. In lauten Umgebungen – Straße, Bahnhof, Innenstadt – lässt die Qualität nach, Umgebungsgeräusche erzeugen einen leichten Echoeffekt. Für gelegentliche Anrufe im Alltag ist das aber akzeptabel. Wer viel draußen telefoniert und dabei auf besonders hohe Sprachqualität angewiesen ist, wird sich daran stören.

Akku

Elf Stunden Laufzeit pro Ladung verspricht der Hersteller, das kann ich so abnicken. Das Ladecase liefert zwei weitere Vollladungen, was auf insgesamt bis zu 36 Stunden hinausläuft. Für einen normalen Arbeitstag, Sport oder Reisen braucht man sich keine Gedanken zu machen. Per Quick Charge lassen sich nach zehn Minuten am USB-C-Kabel rund zwei Stunden Wiedergabezeit herausholen – praktisch, wenn es mal schnell gehen muss. Kabelloses Laden per Qi unterstützt das Case nicht. Das hätte dem Gesamtpaket gutgetan und fehlt auf diesem Preisniveau dann doch.

Fazit

Die Beyerdynamic Amiron 200 kosten 179 Euro und machen das meiste davon richtig. Klanglich gehören sie zu den überzeugendsten Open-Ear-Kopfhörern, die man derzeit kaufen kann. Dazu kommen eine starke Akkulaufzeit, ein bequemer Sitz und solide Verarbeitung.

Wer damit leben kann, dass Qi-Lading fehlt, das Case etwas klobig ausfällt und LDAC nicht an Bord ist, bekommt hier ein Paket, das überzeugt. Wer Open-Ear-Kopfhörer sucht und dabei Klangqualität über Komfortfeatures stellt, liegt mit den Amiron 200 richtig.

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WHOOP erweitert Features zur Frauengesundheit: KI sagt Symptome und Zyklusphasen voraus

Ich habe hier im Blog ja schon öfter über WHOOP berichtet. Der Fokus lag bislang meist auf Training, Recovery und den üblichen Biomarkern. Jetzt baut man den Bereich Women’s Health deutlich aus.

Statt nur einen klassischen Zykluskalender anzubieten, setzt WHOOP auf kontinuierliche biometrische Daten wie Ruhepuls, HRV, Hauttemperatur und Atemfrequenz. Lediglich der Start der Menstruation wird manuell erfasst, den Rest übernimmt ein adaptives Machine-Learning-Modell. Laut WHOOP liegen viele Prognosen inzwischen bei plus minus drei Tagen Genauigkeit.

Neu sind zudem KI-gestützte Symptom-Prognosen. Über 30 mögliche Beschwerden wie Krämpfe, Stimmungsschwankungen oder Fatigue werden berücksichtigt und in einer täglichen Einschätzung verarbeitet. Das soll helfen, Training und Alltag besser anzupassen. Zusätzlich kooperiert WHOOP mit Clue und erweitert den Strength Trainer um detailliertere Einblicke in die muskuläre Belastung.

Bestseller Nr. 1

Bestseller Nr. 2

Bestseller Nr. 3

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