Ikea Kreativ: Neue AR-App soll vorhandene Möbel auf magische Weise ausblenden

Das schwedische Unternehmen Ikea bietet schon eine ganze Weile die Möglichkeit, Möbel des Einrichtungshauses in Form einer AR-Vorschau bei euch daheim einzublenden, damit ihr euch einen besseren Eindruck davon in den eigenen vier Wänden machen könnt. Mithilfe der neuen KI-gesteuerten iOS-App „IKEA Kreativ“ lassen sich die Räume nun aber auch mit dem LiDAR-Scanner des iPhones scannen, damit ihr eine 3D-Kopie eures Zimmers bekommt. Und wozu das Ganze? Weil ihr darin dann einzelne vorhandene Möbel per Tap löschen könnt, damit das vorhandene Sofa nicht den Blick auf das virtuelle neue Sofa versperrt, etc.

Das Beste daran: Die Funktion läuft auch auf iPhones und iPads ohne LiDAR. Dazu müsst ihr der App dann allerdings eine Reihe von Fotos eures Raums anbieten. Die Funktion verarbeitet diese dann zu einer Weitwinkelnachbildung, mit der ihr interagieren könnt.

Natürlich lassen sich neu designte Räume dann auch abspeichern und mit anderen teilen. Wann das Ganze auch hierzulande erscheint, ist bislang nicht bekannt. Der QR-Code in der Quelle führt derzeit lediglich zur Ikea-App, in welcher die Funktion aber noch durch Abwesenheit glänzt.

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Philips Hue: Portable Tischleuchte und weitere Produkte vorgestellt

Das Unternehmen Signify bringt neue Philips Hue-Produkte auf den Markt, darunter das anpassbare Schienensystem Perifo, eine mobile, aufladbare Tischleuchte für innen und außen, einen neuen intelligenten Tap-Dial-Schalter und die neue Automatisierung „Natürlich Aufwachen“ in der Philips-Hue-App.

Mit dem Philips-Hue-Perifo-Schienensystem bekommt ihr einzelne Schienen, die in ihrer Form und Länge beliebig miteinander verbunden werden können. Hier anbringen, lassen sich dann verschiedenste Lösungen aus den Kategorien Spots, Pendelleuchten, Gradient Light Tubes und Light Bars. Anbringen lässt sich das Ganze dann sowohl an der Decke als auch an der Wand. Je nach Bedarf gibt es das Perifo-Schienensystem für die Montage an einem Decken- oder Wandauslass oder für den flexiblen Einsatz an jeder Steckdose mit einem mitgelieferten Netzteil.

Dann wäre da noch die neue Philips Hue Go, eine portable Tischleuchte mit Silikongriff und der Möglichkeit, dank IP54, sowohl innen als auch außen verwendet werden zu können. Der Akku soll bis zu 48 Stunden durchhalten. Per Tastendruck lassen sich voreingestellte oder selbstdefinierte Lichtszenen anwählen.

Auch fürs Bad gibt es Neuigkeiten: mit der Philips Hue Xamento-Serie in Schwarz. Den Einbauspot gibt es als Einzel- oder Dreierpack. Die schwarze Deckenleuchte der Serie soll den Raum mit einem dezenten Licht füllen. Beide Produkte sind dimmbar, speziell für den Einsatz in feuchten Räumen gedacht und können 16. Mio. Farben wiedergeben.

In der App taucht die neue Automatisierungsoption „Natürlich Aufwachen“ auf. Das Licht ahmt hierbei einen Sonnenaufgang nach, indem die Beleuchtung von Blau zu Orange einen Übergang schafft. Die Automatisierung „Natürlich Aufwachen“ ist in der Philips-Hue-App für Nutzer der Hue Bridge unter der Registerkarte “Mit Licht Aufwachen” und für Bluetooth-Nutzer unter der Registerkarte “Routinen” verfügbar.

Die Dauer und Tageszeit des Modus lassen sich individuell anpassen, zudem soll die Automatisierung für alle Gradient-Leuchten optimiert sein. Hierzu passend, veröffentlicht man dann auch die neue Gradient Signe Oak in einem Holzton als Tisch- und Stehleuchte.

Und dann wäre da noch der neue Philips-Hue-Tap-Dial-Schalter. Ihr bekommt hier vier Tasten und einen Drehring. Die Tasten lassen sich frei belegen. Jede beliebige Lichtszene wird per Tastendruck ausgewählt und angepasst. Hinzu kommt eine Dimmfunktion durch schnelles oder langsames Drehen des äußeren Rings. Das Design ist in Schwarz oder Weiß gehalten, der Schalter lässt sich auch magnetisch an Metalloberflächen anheften. Wer das nicht möchte, kann die mitgelieferte Wandhalterung benutzen.

Verfügbarkeiten und Preise (UVP inkl. MwSt.)

  • Philips Hue Perifo Set 3er Pendelleuchte in Schwarz oder Weiß (Ende Sommer 2022) UVP: EUR 649,99
  • Philips Hue Perifo Set 4 Spots Deckenleuchte in Schwarz oder Weiß (Ende Sommer 2022) UVP: EUR 749,99
  • Philips Hue Perifo Set 3 Spots Lightbar Deckenleuchte in Schwarz oder Weiß (Ende Sommer 2022)


    UVP: EUR 799,99
  • Philips Hue Perifo Set 3 Spots Wandleuchte in Schwarz oder Weiß (Ende Sommer 2022) UVP: EUR 649,99
  • Philips Hue Perifo Set Wandleuchte Gradient Tube in Schwarz oder Weiß (Ende Sommer 2022) UVP: EUR 799,99
  • Philips Hue Perifo Schienensystem in Schwarz oder Weiß (Ende Sommer 2022) UVP: EUR 49,99 – 89,99
  • Philips Hue Perifo Verbindungsstücke Schwarz oder Weiß (Ende Sommer 2022) UVP: EUR 19,99 – 29,99
  • Philips Hue Perifo Netzteil für Wand oder Decke (Ende Sommer 2022) UVP: EUR 99,99
  • Philips Hue Perifo Leuchten (Ende Sommer 2022) UVP: EUR 119,99 – 299,99
  • Philips Hue Go portable Tischleuchte (Ende Sommer 2022) UVP: EUR 149,99
  • Philips Hue Gradient Signe Oak Tischleuchte (verfügbar ab 21. Juni) UVP: EUR 239,99
  • Philips Hue Gradient Signe Oak Stehleuchte (verfügbar ab 21. Juni) UVP: EUR 349,99
  • Philips Hue Xamento Einbauspot in Schwarz (verfügbar ab 21. Juni) UVP: EUR 79,99 (Einzelpack), EUR 219,99 (3er-Pack)
  • Philips Hue Xamento Deckenleuchte in Schwarz (verfügbar ab 21. Juni) UVP: EUR 219,99
  • Philips Hue Tap Dial-Schalter in Schwarz oder Weiß (verfügbar ab 21. Juni) UVP: EUR 49,99

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Anycubic Kobra Max im Test – falls es mal größer sein muss

Alle, denen die „normalen“ 3D Drucker mit einer maximalen Baugröße von unter 30 x 30 x 30 cm komplett ausreichen, sind mit den meisten Produkten, die im Handel erhältlich sind sehr gut bedient. Aber was macht man, wenn z. B. ein Ausrüstungsteil für ein Cosplay-Kostüm oder ein Helm etwas größer sein muss? Ihr habt immer die Möglichkeit, ein Modell zu splitten, um es danach zusammenzukleben. Oder ihr greift zu einem 3D-Drucker mit einem großen Bauraum. Der Anycubic Kobra Max ist genauso ein Drucker und kann Modelle mit einer Größe von bis zu 400 x 400 x 450 mm drucken. Was der Drucker noch so alles kann, habe ich mir in diesem Test angeschaut.

Technische Daten Anycubic Kobra Max

Drucker-Technologie: FDM
Maße Bauraum (L x B x H): 400 x 400 x 450 mm
Extruder: Single, 0,4 mm
Maximale Druckgeschwindigkeit: bis zu 90 mm/s
Unterstützte Filamente: PLA, TPU, PETG, ABS, Wood, TPU
Leveling: Automatisch (LeviQ 25 Punkt-Verfahren)
Material Nozzle: Messing
max. Temperatur Nozzle: 260° C
max. Temperatur Heizbett: 110° C
Slicing Software: Cura ; Output-Format: GCode
Kompatible Input-Formate: STL, OBJ, AMF
Anschlüsse: SD-Card, USB-B-Kabel
Maße – Gesamt (H x B x L): 720 x 715 x 665 mm
Besonderheiten: Auto-Leveling LeviQ (25 Punkte), 4.3? Touch-Screen, Filament-Halterung, Glasdruckplatte mit Carbon-sBeschichtung

Der Kobra Max ist das größte Modell der Kobra Reihe. Neben dem normalen Kobra mit einem Druckvolumen von 220 x 220 x 250 mm und dem angeteaserten Kobra Plus sticht er alleine schon durch seine Größe hervor. Der Kobra Max tritt damit die Nachfolge des Anycubic Chiron an, der mittlerweile überholt ist. Umso erfreulicher ist es, dass Anycubic wieder einen großformatigen Drucker, mit neuster Technik, ins Portfolio aufnimmt.

Das bereits erwähnte, riesige Druckvolumen entspricht dem 4-fachen des von mir hier getesteten Anycubic Vypers und bietet viel Platz für eure Ideen.

Lieferung und Aufbau

Der Drucker selbst kommt sicher verpackt bei euch an. Nachdem ihr die einzelnen Bauteile (eigentlich sind es nur 5) aus dem Karton geholt habt, könnt ihr auch schon mit dem Aufbau beginnen.


Dieser geht sehr schnell von der Hand – einfach die Achsen mit jeweils 2 Schrauben mit der Basis verschrauben und die Querstreben für mehr Stabilität anbringen.

Sollten die Querstangen zu kurz sein, könnt ihr diese mit ein paar Umdrehungen an den Enden in der Länge anpassen. Der Aufbau des Rahmens wäre damit erledigt und ihr könnt das Display an der rechten Seite anbringen, Danach noch alle Kabel anschließen, diese sind entsprechend gekennzeichnet.

Entfernt im nächsten Schritt nun alle Kabelbinder, die für den Transport angebracht waren und vergesst den unter dem Heizbett nicht. Alle Kabelbinder entfernt? Sehr gut!

Neben dem Drucker selbst finden sich im Lieferumfang ein USB-B-Kabel, Kunstoffspachtel, Kneifschere, ein Set-Innensechskantschlüssel und Schmierfett. Für den ersten Testdruck finden sich noch 10 Meter PLA plus eine microSD-Karte mit einer Testdatei im Lieferumfang.

Als Nächstes überprüft ihr dann noch einmal, ob alles fest sitzt. In meinem Fall musste ich den Druckkopf festziehen, mit dem mitgelieferten Werkzeug ist das kein Problem. Noch schnell die Spannung der Riemen überprüft, das Glasbett auflegen und mit den mitgelieferten Klammern befestigen, schon kann es losgehen.

Erster Eindruck

Wie man bereits am Druckkopf und dem Display erkennt, ist das Design des Kobra Max an den Anycubic Vyper angelehnt. Damit das Druckbett bei dieser Größe gleichmäßig bewegt werden kann, ist der Stepper-Motor mit einer Antriebsstange versehen, die wiederum die beiden Führungen der Y-Achse antreibt, um das Bett zu nach vorne und hinten zu bewegen. Die Z-Achse (Höhe) verfügt nun auch über jeweils einen Motor pro Seite. Die Querstreben sorgen hier für zusätzliche Stabilität während des Drucks.

Auto-Level mit 25 Punkten dank LeviQ

Wie man schon am Druckkopf auf dem Artikelbild erkennt, hat der Kobra Max diesen vom Anycubic Vyper übernommen und nutzt die gleiche Auto-Level-Technik. Im Kopf befindet sich ein Bi-Metall, das auslöst, wenn die Noozle das Druckbett berührt und so das Bett automatisch levelt. Die Druckplatte wird dabei an 25 Punkten vermessen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Wer bereits einen kleineren 3D-Drucker manuell gelevelt hat, kann sich vorstellen, was für ein Aufwand es ist, ein so riesiges Bett für einen sauberen Druck korrekt auszurichten.

Dies war beim Vorgänger ein häufig kritisierter Punkt und konnte bis zu 30 Minuten in Anspruch nehmen. Beim Kobra Max wählt ihr über das Touch-Display den entsprechenden Menüpunkt aus, folgt den Anweisungen und der Drucker erledigt das für euch in unter 5 Minuten. Weiterhin habt ihr allerdings die Möglichkeit, über das Z-Offset (Abstand Noozle zum Bett) dies noch zu übersteuern, falls es nötig ist.

Der erste Druck

Ist das alles erledigt, können wir den ersten Testdruck starten. Dafür führen wir das mitgelieferte Filament ein und wählen das Testobjekt von microSD-Karte. Slicen oder ähnliches ist hier nicht notwendig. Bei dem Testmodell handelte es sich um eine Eule, welche auf einem halben Baumstamm sitzt. Lustigerweise hat Anycubic hier die Testdatei hochskaliert, sodass sie 4x größer ist als beim Vyper. Nach 135 Minuten war der Druck fertig und machte bereits einen sehr guten Eindruck. Aber wer will schon eine kleine Eule drucken, wenn er einen so großen Bauraum hat?

Für meinen ersten großen Druck habe ich mich für ein Anwendungsszenario entschieden, das nicht so weit weg von der Realität ist, da viele Cosplayer Rüstungen oder Ausrüstungsgegenstände über 3D-Druck herstellen. Also habe ich mich für den ersten Druck für einen Mandalorian-Helm entschieden. Das Modell ist von Hex3D und wird nicht in Einzelteilen gedruckt. Nach ein wenig hin- und her rechnen wegen der Größe habe ich mich entschlossen, den Helm auf 110 Prozent zu skalieren und mit 0,2-mm- Schichthöhe zu drucken. Laut Cura sollte der Druck inkl. Stützen für die Überhänge 2 Tage und 6 Stunden dauern und dabei 670 Gramm Filament benötigen.

Gesagt, getan: Datei gescliced und den Drucker angeworfen. Bei dem Filament habe ich mich für graues Filament entschieden, um im Nachgang nicht extra grundieren zu müssen, bevor ich den Lack aufbringe. Der Helm ist groß und füllt damit die Druckplatte aus. Das Ergebnis war jetzt nicht perfekt, aber für einen so großen Druck doch ordentlich. Bei dieser Größe kann man einfach nicht erwarten „den perfekten Druck“ hinzubekommen, besonders nicht, wenn es sich um einen neuen Drucker handelt, bei dem man sich erst noch mit den Einstellungen auseinandersetzen muss.

Nachdem der Helm dann fertig gewesen ist, wollte ich noch eine weitere Maske drucken. Meine Wahl fiel hier auf die Maske von Moon Knight, die ebenfalls von Hex3D erstellt wurde. Wow, nach ein paar Anpassungen im Slicer hat mich das Ergebnis mehr als beeindruckt. Dank des verwendeten Filaments (Marble) musste ich die Maske noch nicht einmal nachbearbeiten. Leider habe ich sie zu klein für meinen Wasserkopf berechnet.

Der Mandalorian-Helm wurde nach dem Druck zunächst von der Stützstruktur befreit und grob geschliffen, anschließend zunächst mit Spachtelmasse an den unschönen Stellen bearbeitet. Nach dem zweiten Schliff ging es dann noch einmal mit Filler über den Helm, um die kleinsten Lücken zu schließen. 2-3 Schleifvorgänge später (mit immer feiner werdendem Schleifpapier) war ich so weit zufrieden, dass ich den Helm mit einem Chromspray lackieren konnte. Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber schon sehr nett anzuschauen.

Fazit

Wer öfter große Objekte drucken möchte, ist mit dem Anycubic Kobra Max gut beraten. Der Drucker ist stabil verbaut, leise und liefert eine gute Qualität – auch bei großen Modellen. Wer überlegt, sich den Drucker zuzulegen, sollte aber unbedingt im Hinterkopf behalten, dass der Anycubic Max viel Platz benötigt! Der Tisch sollte mindestens eine Tiefe von 90 cm aufweisen, da das Druckbett auf der Y-Achse sich noch frei bewegen soll. Die Drucke selbst waren für mich absolut in Ordnung.

Allerdings möchte ich Kritikpunkte loswerden, die mich in der Zeit gestört haben: Das Kabelmanagement zum Druckkopf könnte besser gelöst sein. Hier muss man sich ein paar Tricks einfallen lassen, damit das Kabel nicht ungewollt das Modell von der Platte reißt. Das ist nichts Unlösbares, man sollte aber dran denken. Ebenso ist die Cura-Version auf der mitgelieferten microSD-Karte über 12 Monate alt und das enthaltene Druckerprofil stark verbesserungswürdig. Hier sollte sich jeder an seine optimalen Einstellungen herantasten.

Über unseren Gastautor:

Torsten Schmitt

Baujahr 1976 – Früh im Internet, nie herausgekommen. Ein Ge.erd: Halb Geek, halb Nerd // Schreibt ziemlich viele Dinge ins Netz // Chefpilot bei techkrams.de // Freelancer für alles Digitales.

Twitter: @Pixelaffe

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Tineco Carpet One: Teppich – und Polster-Reinigungsgerät im Test

Tineco, ein Name, der hier im Blog schon des Öfteren gefallen ist. Jener gehört zu einem Hersteller, der zuletzt unter anderem durch seine Saug- und Wisch-/Saug-Lösungen aufgefallen war. Einige davon hatten wir in der Vergangenheit dann auch im Test. Nun ist in Deutschland auch jüngst das aktuelle Gerät, der Tineco Carpet One, für 499 Euro vorbestellbar geworden und soll noch gegen Ende dieses Monats erscheinen. Hierbei handelt es sich um ein Gerät speziell für Teppiche und Polstermöbel, welche dadurch gereinigt werden sollen. Dafür setzt der Carpet One unter anderem auf die iLoop-Technologie, die Schmutzgrade selbstständig erkennen und den Reinigungsdurchsatz entsprechend anpassen soll.

Ich habe mir den Carpet One hier daheim mal genauer anschauen dürfen und damit nicht nur unseren Wohnzimmerteppich, sondern auch unser Sofa „porentief“ gereinigt. Hier noch einmal sämtliche Spezifikationen des neuen Carpet One im Vergleich zum ebenfalls neu vorgestellten, aber weniger intelligenten iCarpet:

Produktspezifikationen:

iCarpet CARPET ONE
Abmessungen 290*415*1110 mm 290*415*1110 mm
Gewicht (Hauptteil) 7,5 kg 7,5 kg
Farbe Black Black
Zubehör 2,5 Meter Schlauch, Flecken-Entfernungs Tool, mobiler Tank zum Herausnehmen 2,5 Meter Schlauch, Flecken-Entfernungs Tool, mobiler Tank zum Herausnehmen
Kabellänge 6,5 m 6,5 m
Max. Saugkraft 130 AW 130 AW
Geräuschpegel 84dB 84dB
Filterleistung N/A N/A
Fassung Schmutzwassertank 1.5L 1.5L
Fassung Frischwassertank 2L 2L
Spülfreies Filterreinigungswerkzeug Ja Ja
Technologien HeatedWash, Power Dry, Screen iLoop, HeatedWash, Power Dry, Dryness Meter, LED-Screen
UVP 399 EUR 499 EUR

Das Gerät kommt in einer recht wuchtigen Verpackung nach Hause, wiegt auch stolze 7,5 kg. Ihr solltet euch darauf einstellen, dass man hier keinen leichten Handstaubsauger bedient. Der Zusammenbau geht schnell und unkompliziert vonstatten, weshalb der Carpet One zügig einsatzbereit ist. Lediglich noch den Schmutzwasserbehälter einrasten lassen und den Frischwasserbehälter mit Wasser und zwei Kappen vom mitgelieferten Reiniger befüllen und schon kann es losgehen.

Mit seiner Kabelaufhängung an der Rückseite erinnert mich der Carpet One auf den ersten Blick ein wenig an einen Wischsauger aus dem Hause Vorwerk. Die verzichten auf einen Kabeleinzug, der auch hier am Tineco gar nicht mal so unangebracht gewesen wäre. Sei es drum, die Kabelaufhängung ist dafür groß genug, um das gesamte Kabel zu fassen. Eine kleine Klammer sorgt am Ende dafür, dass sich das Kabel beim Umsetzen des Carpet One nicht selbstständig löst.

Was mich mehr stört, ist, dass leider für den mitgelieferten Schlauch und das „Fleckenentfernungstool“ keine Option vorhanden ist, um alles am Gerät zu verstauen. So liegt der 2,5 m lange Schlauch dann erstmal störend rum, bis er Verwendung findet.

Das Prinzip des Carpet One ist eigentlich recht simpel erklärt: Nach dem Einschalten bringt das Gerät (mit 130 AW – 1.300 Watt) kontinuierlich Wasser aus dem Tank auf dem Teppich auf, welches auf knapp 40 Grad Celsius erwärmt wurde. Parallel wird dieses Wasser aber auch gleich wieder abgesaugt, sodass gelöster Schmutz und Co. direkt aufgenommen werden. Ist man mit seiner Reinigung fertig, kann man auf den Dry-Modus schalten (alles komfortabel am Haltegriff) und schon beginnt der Carpet One, heiße Luft (rund 75 Grad Celsius) durch das Gewebe zu pusten.

Dabei erkennt der iLoop-Sensor, wie hoch die noch vorhandene Wassermenge auf dem Teppich ist und zeigt diesen Zustand dann auch auf dem Display des Saugers an. Je kleiner der angezeigte Balken, desto mehr Trocknung ist noch notwendig. Für unseren Deko-Teppich im Wohnzimmer (2 m x 2,7 m) brauchte es etwa eine halbe Stunde Reinigung, bis ich dann den Eindruck hatte, dass jener nicht nur sauber, sondern auch wieder einigermaßen getrocknet war.

Der iLoop-Sensor erkennt aber nicht nur die Feuchtigkeit, sondern auch den Verschmutzungsgrad der zu reinigenden Oberfläche. Im automatischen Modus des Carpet One zeigt ein blauer Ring im Display an, dass die jeweilige Stelle nicht zu sehr verschmutzt ist, die Reinigungsleistung wird dann automatisch minimiert. Sobald sich der Ring rot färbt, erhöht der Carpet One dann aber den Wasserdurchfluss und die Saugleistung, was auch zu hören ist. Das habe ich dann im Einsatz auf unserem Sofa ausprobieren können, welches wir normalerweise pfleglich behandeln, hin und wieder mal Schaumreiniger zum Einsatz bringen und es ansonsten regelmäßig absaugen.

Nach gut 10 Jahren Benutzung war die Reinigung mit so einem Gerät wie dem Carpet One aber wohl mal notwendig. Es ist schon krass zu sehen, wie viel Schmutz das Gerät nach gut anderthalb Stunden Reinigung aus den Polstern herausgeholt hat. Da wird sich sicherlich der eine oder andere Neu-Besitzer eines solchen Geräts vielleicht erschrecken.

Den mitgelieferten Schlauch und das „Fleckentfernungstool“ – eine Bürstenvorrichtung – kann man auf der Oberseite der Hauptbürste des Carpet One einklinken. Das Gerät stellt dann automatisch in den Zubehör-Modus um. Fortan wird die Absaugung direkt durch den Schlauch erledigt, ihr könnt aber eben auch manuell Wasser durch das Drücken des am Handstück angebrachten Schalters auftragen. Damit sollen sich dann beispielsweise besonders hartnäckige Flecken oder aber Treppenstufen besser reinigen lassen. Das funktionierte in meinem Test einigermaßen gut, die 2,5 m Schlauch sind aber nun einmal gerade an Treppen auch schnell erreicht. Da muss man den Carpet One händisch auf höhergelegene Stufen setzen. Das nervt ein wenig. Ebenfalls nervig: Die undeutliche, weil laute, Sprachansage des Carpet One. Zwar lassen sich die Ansagen beim Betrieb so besser wahrnehmen, nur gerade nach dem Einschalten ist der Carpet One noch gar nicht so laut, die fiesen Bahnansagen der „freundlichen“ Stimme stören dann umso eher. Jene lassen sich aber optional abschalten.

Ich hatte persönlich angenommen, dass der Carpet One nach einer Reinigung umständlich zu putzen wäre, aber da hat mich das Konzept von Tineco überrascht. Man entfernt den Schmutzwassertank per Handgriff oder kann auch eine Fußraste dafür verwenden, entleert diesen und spült ihn einmal ordentlich sauber. Anschließend noch die Hauptbürste am Gerät entfernen und säubern, was aber dank abnehmbaren Deckel und Klickverschluss kein Problem darstellt.

Am Ende der Reinigung sind mir vor allem auf dem Sofa allerhand Wollmäuse (oder eher Wollwürste) aufgefallen, die man entweder per Hand oder eben mit einem Staubsauger entfernen muss. Diese werden durch die Hauptbürste erzeugt, in unserem Fall sind es vor allem Fussel und Katzenhaare, die sich hier vermengen und vom Carpet One einfach liegengelassen werden. Da wäre es schöner, wenn das Gerät jene auch direkt aufnähme und ich sie am Ende nur wegspülen müsste.

Das Display des Carpet One ist meiner Meinung nach ideal für alle Zwecke des Geräts. Man sollte sich aber dennoch mal vorweg das Handbuch zu Gemüte geführt haben. Ansonsten erschließen sich nicht sofort alle Anzeigen von alleine. Am Handgriff gibt es hingegen nur den Schalter für Ein/Aus und den Modus-Schalter (Dry, Auto und Max). Die Verarbeitung des Carpet One ist meiner Meinung nach hochwertig und spiegelt auch den Preis von gut 500 Euro wider. Da es sich um ein Gerät handelt, das eher eine Nische bedient, sollte man sich aber natürlich mit ausführlichen Preisvergleichen vor dem Kauf auseinandersetzen. Meiner Meinung nach amortisiert sich der Carpet One dank seiner einfachen Handhabung und sehr guten Reinigungsleistung aber gefühlt schnell – aber das mag jeder anders bewerten.

Eine App gibt es zum Tineco Carpet One auch. Diese dient aber eher als eine Art Companion-App, zeigt beispielsweise auf, wie viel mit dem Gerät zuletzt gereinigt worden ist. Nutzen muss man sie meiner Meinung nach aber nicht und damit den Carpet One auch nicht zwingend in einem WLAN einbinden. Die maximal 84 dB Lautstärke im Betrieb empfand ich persönlich als akzeptabel und nicht zu laut für so ein Gerät. In Ruhe am Abend mal eben den Teppich reinigen ist damit aber natürlich nicht drin.

Eine Besonderheit sei außerdem noch erwähnt: Am unteren Ende der Rückseite befindet sich ein Fußhebel, der vor dem Reinigen manuell bedient werden muss, damit der Carpet One überhaupt in seine Betriebsbereitschaft geht. Rastet man das Gerät wieder in dieser Ausgangsstellung ein, beendet es auch automatisch den Wasserfluss. Leider erkennt der iLoop-Sensor nicht, wenn sich unter dem Carpet One mit einem Mal ein Holzfußboden befindet, der zu viel Feuchtigkeit eigentlich nicht leiden kann. Er wässert dann einfach weiter. Der Nutzer muss also aufpassen. Mir ist dies beispielsweise beim Reinigen des Teppichs im Wohnzimmer passiert, als ich über die Teppichkante hinweg auf das Laminat gerutscht bin.

Dennoch ist mein Gesamteindruck vom Tineco Carpet One positiv. Die Verarbeitung ist top, die Reinigungsleistung im Test enorm und die „intelligenten“ Funktionen durchaus nützlich. Da kann ich über das eine oder andere Manko des Geräts hinwegsehen. Aber man muss sich eben auch den Preis von aktuell rund 500 Euro vor Augen führen und ob man sich da für eine Einmal-Reinigung nicht eher ein entsprechendes Gerät ausleihen geht.

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Philips Hue: App erlaubt Steuern mehrerer Bridges mit einem Konto

Philips Hue hat seine App mit einem Update versehen. Obwohl das Changelog keine Neuerungen nennt, gibt’s eine etwas größere. So lassen sich in den Einstellungen mehrere Hue-Bridges mit einem Konto verknüpfen. Philips spricht in der App aber nur von der Fernsteuerung mehrere Bridges unter einem Account über „Hue Homes“. Hierbei handelt es sich vermutlich nur um die Option, über einen Account Bridges in unterschiedlichen Häusern oder Wohnungen aus der Ferne zu steuern. Das Grundproblem einiger Nutzer mit einem großen Setup? Es muss ein zweiter Account in der Hue-App genutzt werden, wenn man mehr als eine Bridge im Haushalt hat – oder man nutzt irgendwelche Bastellösungen und steuert seine Leuchten nicht über die Hue-App.

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