#Interview – “Es reicht nicht, nur einen Online-Shop ins Netz zu stellen”

#Interview

Licargo verkauft Autopflegeprodukte. “Wir starteten mit zwei Mikrofasertüchern, einem Waschhandschuh und einer Felgenbürste auf Amazon. Heute besteht unser Team schon aus 11 Mitgliedern. Unser Monatsumsatz liegt im mittleren sechsstelligen Bereich”, sagt Gründer Patrik Volk.

“Es reicht nicht, nur einen Online-Shop ins Netz zu stellen”

Donnerstag, 22. Juli 2021VonAlexander Hüsing

Das junge Unternehmen Licargo, das von Christian Roth und Patrik Volk gegründet wurde, verkauft seit 2019 Autopflegeprodukte. “In Zusammenarbeit mit unserem Produzenten entwickeln wir hochwertige Autopflegeprodukte, die den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden. Diese Produkte vertreiben wir anschließend über Amazon und unserem eigenen Onlineshop”, fasst Gründer Volk das Konzept von Licargo zusammen. Inzwischen arbeiten 11 Mitarbeiter für das Unternehmen. Der erzielte Monatsumsatz liegt inzwischen im mittleren sechsstelligen Bereich.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Licargo-Macher über Felgenbürsten, Glaskugeln und Leidenschaft.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Licargo erklären?


Wir verkaufen hochwertige Autopflegeprodukte am Computer über das Internet.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?


Onlinehandel entwickelt sich von Jahr zu Jahr weiter. Es reicht nicht, nur einen Online-Shop ins Netz zu stellen. Ein attraktiver Markenauftritt auf den sozialen Medien, sowie eine gut durchdachte Werbekampagne über Newsletter, Google und Facebook sind unerlässlich. So rasch, wie sich das Internet verändert, müssen wir uns wieder anpassen.

Euer Firmensitz ist Meckenbeuren in Baden-Württemberg.. Was sind die Vor-, was die Nachteile?


Eines unserer größten Ziele ist es, bei der Wahl des Wohnorts und des Arbeitsplatzes frei zu sein. Meckenbeuren ist unsere Heimat und da wir uns dort wohlfühlen, war klar, dass dort unser Firmensitz sein wird. Nachteile haben wir dadurch keine, da wir durch unser Geschäftsfeld, den Onlinehandel, örtlich ungebunden sind.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt Ihr die Auswirkungen gespürt?


Da wir zum jetzigen Zeitpunkt ausschließlich über das Internet verkaufen, hatte die Corona-Krise keine negative Auswirkung auf unser Unternehmen. Im Gegenteil. Wir profitieren von der zunehmenden Zahl an Menschen, die primär über das Internet einkaufen.

Wie ist überhaupt die Idee zu Licargo entstanden?


Christian und mir kam die Idee zu unserem Startup beim wöchentlichen Autowaschen. Als selbsternannte Autonarren wissen wir, wie emotional die Beziehung zum eigenen Fahrzeug sein kann und setzten uns daher ein Ziel: Alle Autoliebhaber sollen Zugang zu hochwertigen Autopflegeprodukten zu fairen Preisen haben!

Wie hat sich Licargo seit der Gründung entwickelt?


Am Anfang waren es nur Christian und ich. Wir starteten mit zwei Mikrofasertüchern, einem Waschhandschuh und einer Felgenbürste auf Amazon. Heute besteht unser Team schon aus 11 Mitgliedern und einem stetig wachsenden Produktsortiment aus mittlerweile 20 unterschiedlichen Artikeln. Unser Monatsumsatz liegt im mittleren sechsstelligen Bereich.

Wie wichtig ist Amazon für Euer Geschäft?


Zum aktuellen Zeitpunkt ist Amazon unser primärer Vertriebskanal. Durch den Ausbau unseres eigenen Onlineshops und die Erweiterung unseres B2B-Markts, werden wir uns zukünftig noch breiter aufstellen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


Durch das rasante Wachstum unserer Unternehmung stellt uns die Lagerbestandsplanung jedes Mal aufs Neue vor Herausforderungen. Die tatsächlichen Verkäufe auf sechs bis zwölf Monate vorherzusagen gleicht einem Blick in die Glaskugel. Es erklärt sich von selbst, dass wir hierbei das ein oder andere Mal improvisieren mussten.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?


Bei der Auswahl unseres Teams. Wir sind unglaublich stolz darauf, so motivierte und clevere Freunde zu haben, die wir mittlerweile als Kollegen bezeichnen dürfen. Es macht jeden Tag aufs Neue Spaß mit positiven Menschen zu arbeiten, die für den Erfolg der Sache brennen.

Wo steht Licargo in einem Jahr?


Die aktuellen Prognosen deuten darauf hin, dass wir auch in diesem Geschäftsjahr unseren Umsatz weiter steigern können. Es stehen knapp zehn neue Produkte in den Startlöchern und unser neuer Onlineshop läuft von Tag zu Tag besser. Ich würde mir wünschen, dass Team Licargo auch im nächsten Jahr noch mit derselben Leidenschaft an den Start geht und wir unsere gemeinsame Zukunft weiter festigen.

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Foto (oben): Licargo

#Interview – “Man muss den Mut haben, es zu machen. Der fällt aber nicht vom Himmel”

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Orlando Zaddach, Gründer von primoza, einem Wandkalender, der Samenpapier und Bio-Saatgut enthält. Kürzlich war das primoza-Team in der Vox-Show “Die Höhle der Löwen”, konnte dort aber kein Investment abstauben – siehe “primoza: Alles passt, nur zu keinem Investor“.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitstag?


Im Startup-Leben gibt es keine festen Arbeitsstrukturen – das bedeutet viel Freiheit, aber auch viel Arbeit. Ich starte normalerweise relativ früh in den Tag: Stehe um sieben auf, frühstücke aber erst gegen Mittag. Einen geregelten Alltag gibt es nicht, weil ich mich um verschiedene Bereiche kümmere – Marketing und Finanzen, Unternehmensorganisation und Personal. Was ich tue und wann, das kann ich mir einteilen und es hängt davon ab, was gerade ansteht. Seit dem Beginn der Pandemie sind wir alle im Home Office und digital vernetzt, das hat noch einmal vieles verändert.

Wie schaltest Du nach der Arbeit ab?


Schwer bis gar nicht. Ich muss gestehen, dass meist der erste und der letzte Gedanke des Tages dem Unternehmen gilt. Der Druck hat eher zugenommen, weil ich auch mehr Verantwortung trage als am Anfang – wir haben inzwischen 22 Mitarbeiter:innen. Corona hat uns zudem in ein zusätzliches Spannungsfeld gebracht. Trotzdem sind die letzten Jahre die glücklichsten meines Lebens gewesen. Meine Leidenschaft ist das Kochen – das nutze ich, um runterzufahren und es war auch mein Zugang zum Thema regionales und saisonales Gemüse. Außerdem gibt es in unserem Team eine kleine Zocker-Runde, mit der ich regelmäßig „Ages of Empire II“ spiele.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest Du gerne vor der Gründung gewusst?


Ich hätte gern noch früher gewusst, wie viele Möglichkeiten man hat, selbst etwas zu gestalten, seine Stärken ausleben und sich weiterentwickeln zu können. Ich habe studiert und promoviert und an der Uni gelernt, sehr theoretisch, sehr fachlich, sehr akademisch zu arbeiten. Das sind aber Skills, die mir jetzt nicht viel bringen. Bei primoza kommt es aber vielmehr auf Dinge wie agiles Projektmanagement, integrative Teamführung und strategische Planung an. Probleme müssen kreativ und spontan gelöst werden. Die Fähigkeiten dafür trainieren und weiter ausbauen zu dürfen, das ist total schön.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?


Die größte Hürde war vor allem der mentale Prozess – zu wissen, ich trage jetzt die komplette Verantwortung. Man muss den Mut haben, es zu machen. Der fällt aber nicht einfach vom Himmel. Es gab auch viele kleinere Hürden, aber die haben wir letztlich problemlos gemeistert. Um Widerstände zu überwinden, sind zwei Dinge die Voraussetzung: Erstens eine Produktidee, hinter der ich komplett stehe und zweitens Kollegen, denen ich vertraue und die meine Schwächen ausgleichen. Wenn dann noch der richtige Zeitpunkt dazukommt – das ist ein Geschenk, das ich bekommen und angenommen habe.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?


Ich glaube, es gab einige kleinere Fehler im Zwischenmenschlichen, wo man hinterher sieht: Da hättest Du anders kommunizieren müssen. Der größte Fehler aber war, dass ich meinen privaten Facebook-Account nicht gut genug geschützt hatte. Das klingt nach einer Kleinigkeit, wurde aber zu einem Riesenproblem, weil wir über den Account gehackt wurden. Das hatte zur Folge, dass wir acht Wochen lang unsere Werbung nicht richtig aussteuern konnten, da der gesamte Business-Manager lahmgelegt war. Seitdem bin ich pedantisch, was die Sicherheit angeht. Wir arbeiten mit einem Passwort-Manager und einer zweistufigen Authentifizierung, damit so etwas nicht noch einmal passiert.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter:innen für sein Startup?


Die passenden Mitgründer:innen zu finden, ist glaube ich das Schwierigere. Da kommt es darauf an, dass man sich aufeinander verlassen kann und man sich gut ergänzt. Die passenden Mitarbeiter:innen kommen sozusagen automatisch, wenn man transparent ist und die Werte, für die das Unternehmen steht, klar nach außen trägt. Viele Menschen wollen heute für etwas wirklich Sinnhaftes arbeiten und wenn man weiß, wie man das kommuniziert, fühlen sich die richtigen Mitarbeiter:innen angesprochen.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?


Ich würde jedem raten, möglichst jung ein Unternehmen zu gründen – einfach, weil man dann noch nicht so viel zu verlieren hat. Man hat Zeit und kann sich eher erlauben, Fehler zu machen und im Zweifel nochmal ganz von vorn anzufangen. Ich bin jetzt 33, möchte eine Familie gründen und empfinde das schon als gewissen Druck. Das ist mit Anfang 20 noch anders. Und in jedem Fall lautet mein Tipp: Einfach machen. Loslegen. Nicht zu lange planen und darauf warten, dass die Umstände perfekt sind. Mutig sein!

Ohne welches externe Tool würde Dein Startup quasi nicht mehr existieren?


Asana. Das ist ein Projektmanagement-Tool, das bei uns wirklich immer und überall im Einsatz ist. Wir gestalten alle Prozesse damit und das ist wirklich super sinnvoll.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?


Indem wir versuchen, die Mitarbeiter:innen in fast alle Entscheidungen mit einzubeziehen beziehungsweise Entscheidungen transparent zu machen und zu erklären. Auch wir als Gründer:innen machen Fehler und es ist wichtig, dass wir versuchen, offen und konstruktiv zu sein. Eine verständnisvolle Feedback-Kultur – in beide Richtungen – ist wichtig. Unsere Mitarbeiter:innen sollen sich auch auf persönlicher Ebene wohlfühlen. Wir veranstalten wöchentlich Team-Events während der Arbeitszeit, um gemeinsam aus dem Alltagsgeschäft herauszutreten – unter Corona-Bedingungen natürlich virtuell. Außerdem gehört eine Portion Humor und Selbstironie dazu.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?


Das war der Auftritt bei der Gründer-Show “Die Höhle der Löwen”. Wir hatten uns zum zweiten Mal beworben und bekamen die Zusage relativ kurzfristig. Das war schon eine sehr aufregende Erfahrung, einfach weil wir nicht genau wussten, was auf uns zukommt. Wir sind aus dem Auftritt mit viel Rückenwind rausgegangen und würden das sofort wieder machen. Und ich erinnere mich noch an das erste Jahr, als wir noch keine Strukturen und keine Logistik hatten und Manu und Tobi für das Weihnachtsgeschäft mit einem LKW in zwei Wochen auf zehn Weihnachtsmärkte von Hamburg bis Konstanz gefahren sind – das war einfach mega anstrengend.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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Foto (oben): primoza

#Interview – Ein Startup, das auf einen nachhaltigeren Umgang mit Möbeln setzt

Hinter Variand verbirgt sich ein variables Möbel-System. “Unser Anspruch ist es, mit Variand ein Möbel-System zu schaffen, das in jedem Raum und für jede Anforderung flexibel genutzt werden kann”, sagt Johannes Klapfer, der das Unternehmen gemeinsam mit Lennard Lingk, Valentin Schily und Valentin Quecke gegründet hat. Das Team legte Anfang 2020 – ziemlich genau mit Beginn der Pandemie – los.

“Da unsere Möbel in Norditalien produziert werden, wo die Pandemie besonders in der Anfangszeit stark gewütet hat, wurde die Produktentwicklung und Produktion durch die geschlossenen Betriebe dort um einige Monate zurückgeworfen. Dadurch hatten wir zwar auch mehr Raum, um uns anderen wichtigen Themen zu widmen. Trotzdem hat sich die Verzögerung natürlich auf viele Folgeschritte ausgewirkt und unseren Zeitplan ziemlich durcheinander gebracht”, führt Klapfer aus.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Variand-Macher außerdem über Werkzeuge, Kundenanfragen und Alleinstellungsmerkmale.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Variand erklären?


Wir entwickeln Möbel, die sich spielerisch und einfach mit den Wünschen und Anforderungen seiner Nutzer verändern lassen. Durch ein cleveres Design können die modularen Möbel wie Regale, Garderoben, Pinnboards, Spiegel, und vieles mehr flexibel an der Wand verschoben, arrangiert, erweitert und schnell an jede Lebenssituation und den eigenen Geschmack angepasst werden. Möglich wird das durch unsere besonderen Variand-Leisten, die an der Wand montiert werden. Das ist der einzige Schritt für den Werkzeug benötigt wird, also ganz klar ein Job für die Enkel. Sind die Wandleisten erst einmal montiert, lassen sich die Variand-Möbel durch ihren besonderen Einhängemechanismus mühelos in die Leisten einhängen – die Enkel können also Feierabend machen und Oma kann anfangen zu gestalten und ihre Wand so einzurichten, wie es ihr gefällt.

Welches Problem genau wollt Ihr mit Variand lösen?


Unser Leben und Alltag verändert sich ständig und damit auch unsere Anforderungen an Mobiliar. Wir ziehen um, ziehen zusammen, bekommen Zuwachs oder wollen uns einfach mal gestalterisch austoben und brauchen einen Tapetenwechsel. Das Leben variiert, unsere Möbel sollten das auch. Unser Anspruch ist es, mit Variand ein Möbel-System zu schaffen, das in jedem Raum und für jede Anforderung flexibel genutzt werden kann. Außerdem finden wir, dass Möbel heutzutage zu häufig schon nach wenigen Jahren weggeworfen und ersetzt werden. Mit der Flexibilität und Wandelbarkeit von Variand wollen wir daher ein System anbieten, das durch das Leben begleitet – und so auch ein Zeichen für einen nachhaltigeren Umgang mit Möbeln setzen.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet Variand ein Erfolg?


Variand bedient die dringende Nachfrage des Marktes nach alternativen und flexiblen Einrichtungslösungen. Der geschützte Einhängemechanismus und die Flexibilität in Gestaltung und Funktion sichern das Alleinstellungsmerkmal der Marke Variand und die vielen Kundenanfragen bereits in der Anfangsphase machen Variand bereits jetzt zum Erfolg.

Wie ist überhaupt die Idee zu Variand entstanden?


Die Idee für Variand und den besonderen Einhängemechanismus kam uns während des Architekturstudiums. Damals hatten wir die besondere Möglichkeit, ein Einrichtungskonzept für eine Schule in Südtirol zu entwickeln und das Konzept nach Abschluss des Hochschulprojektes mit der Schule umzusetzen. Uns wurde schnell klar, dass die Einrichtung sehr flexibel sein musste, da in dem alten Schulgebäude alle Räume unterschiedlich waren, die Raumbelegung noch unklar war und auch die Pädagogik der Schule auf ein sich wandelndes, lebendiges Lernumfeld abzielte. So kam uns die Idee für ein Möbelsystem, das sich schnell und einfach verändern, umgestalten und anpassen lässt und wir haben bald gemerkt, dass es noch unzählige weitere Anwendungsbereiche für ein so flexibles System gibt.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?


Wir haben Anfang 2020 – also ziemlich genau mit Beginn der Pandemie – unser Unternehmen gegründet, daher stand uns sowieso ein Jahr mit vielen Herausforderungen bevor. Unser großes Ziel für das erste Halbjahr war es, unser erstes Produktsortiment zur Serienreife zu bringen. Da unsere Möbel in Norditalien produziert werden, wo die Pandemie besonders in der Anfangszeit stark gewütet hat, wurde die Produktentwicklung und Produktion durch die geschlossenen Betriebe dort um einige Monate zurückgeworfen. Dadurch hatten wir zwar auch mehr Raum, um uns anderen wichtigen Themen wie der Arbeit am Unternehmen selbst und dem Aufbau grundlegender Organisationsstrukturen ausführlicher zu widmen. Trotzdem hat sich die Verzögerung natürlich auf viele Folgeschritte ausgewirkt und unseren Zeitplan ziemlich durcheinander gebracht. Weitere Herausforderungen kamen dann in diesem Jahr durch die schwankenden Rohstoffpreise, deren starker Anstieg zum Teil auch auf die Pandemie zurückzuführen ist. Beim Einkauf von Holz und Metall bekommen wir aktuell Angebote mit einer Gültigkeit von wenigen Tagen, was die Planung nicht gerade einfach macht.

Wo steht Variand in einem Jahr?


Wir wollen mit Variand zu einer relevanten Marke in der Möbelbranche werden und nächstes Jahr in einem großen Netzwerk an Designgeschäften zu finden sein. Über einen eigenen Online-Shop mit digitalem Konfigurator wollen wir zusätzlich im Direktvertrieb Kunden in ganz Europa erreichen. An unserem Produktionsstandort in Südtirol planen wir im nächsten Jahr den Aufbau eines eigenen Lagers für die Konfektionierung und den Versand unserer Produkte.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?


Da wir aus dem Studium in der Nähe von Köln heraus direkt gegründet haben, stand die Frage nach dem dafür passenden Startup-Standort nie zur Debatte. Mittlerweile ist die Startup-Szene aber auch hier zu einer relevanten Größe geworden und es gibt zahlreiche Angebote und Unterstützungen für Existenzgründer.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?


Für unseren Standort in Köln wünschen wir uns passende Räumlichkeiten für Büro, Showroom und ein Fotostudio.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedIn, Facebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): Variand

#Interview – “Habt Geduld, bleibt kritisch. Denkt groß! Lasst euch nicht abschrecken”

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Alexander Piutti, Gründer von SPRK. Das Startup tritt an, “die Lebensmittelverschwendung zusammen mit allen Teilnehmern der Lieferkette signifikant zu reduzieren und langfristig zu vermeiden”.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?


Ich stehe in der Regel früh auf, mache vor dem Frühstück die Tagesplanung und bearbeite die ersten Mails. Im Sommer drehe ich oft mit dem Mountainbike eine Runde durch den Wald, genieße die Natur und die wunderbare Morgenstimmung, das ist immer ein top Start in den Tag – egal wie das Wetter ist. Gegen 9 Uhr startet der Austausch: zum Beispiel per Daily Stand-up mit dem Team oder bei Gesprächen mit Partnerinnen und Partner der Lieferkette sowie der Abnehmerseite. Oder es stehen Telefonate an mit strategischen Partnerinnen und Partnern sowie Investorinnen und Investoren.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?


Familie. Das erdet mich. Zwei kleine Kinder zuhause – das ist der komplette Tapetenwechsel und macht mir den Kopf frei. Das sind ein paar Stunden digitaler Detox. Danach geht’s in der Regel nochmal an den Schreibtisch. 

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?


Eine Erfahrung, die ich nicht nur bei der Gründung von SPRK.global gemacht habe, sondern auch schon bei vorherigen Unternehmungen ist, dass es immer vier Dinge braucht: Begeisterung, als Voraussetzung zur Partner- und Kundengewinnung – sonst kann man auch niemanden auf die Reise mitnehmen, Beharrlichkeit (‘persistance’) – also, jede Menge Steine umdrehen und das übergeordnete Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, Flexibilität – oft kommt es anders als man denkt und last but not least: Geduld, was auch nach vielen Jahren Unternehmertum noch immer nicht zu meinen Stärken zählt. Bis zur Gründung von SPRK.global war es eine lange und spannende Reise – von der Idee bis zur Umsetzung sind gut vier, fünf Jahre vergangen. In der Zeit habe ich unzählige Gespräche mit unterschiedlichen Stakeholdern aus der Lebensmittelbranche geführt, aber auch mit kommerziellen und gemeinnützigen Abnehmerinnen und Abnehmern. Das sind sehr unterschiedliche Zielgruppen. Dazu braucht es quasi eine Art Getriebe im Kopf, um die unterschiedlichen Agenden und Bedürfnisse der Zielgruppen übereinander zu bekommen. Ich habe enorm viel gelernt – auch über mich selbst – und auf Basis der Rückmeldungen den Ansatz immer wieder hinterfragt und mit den Partnerinnen und Partnern optimiert, bis ich wusste: So klappt es! 

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?


In der Phase vor der Gründung ist es alles entscheidend, Vertrauen mit den Entscheiderinnen und Entscheidern aufzubauen. Lebensmittelverschwendung ist ein sensibles Thema und es braucht Empathie für den Gegenüber als Teil der Lieferkette. Keiner hat ein vollständiges Bild, wir setzen es langsam zusammen. Das heisst gerade zu Beginn: Meetings, Meetings, Meetings – bis die Annahmen validiert sind, das innovative Business-Modell auf Herz und Nieren geprüft und bestätigt ist und man für sich selber klärt: Lohnt sich der Aufwand? Das meine ich auch finanziell – aber eben nicht ausschließlich. Bis zur Gründung habe ich die Idee von SPRK aus eigener Tasche finanziert. Ich habe als Familienvater jahrelang auf Einkommen verzichtet, es gab viele Gespräche am Küchentisch, bei denen es darum ging, wie lange das noch gehen soll. Und damit bin ich beim zweiten Aspekt: Den Nerven. Gründen ist unfassbar aufregend, aber auch nervenaufreibend. Zum Glück ist SPRK nicht das erste Business, das ich auf die Beine stelle – daher konnte ich oft auf meine Erfahrung zurückgreifen und in kritischen Phasen immer wieder reflektieren, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin. 

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?


Ich denke ich habe in den Jahren keinen Fehler ausgelassen, wirklich. Anfangs habe ich mich auf Leute eingelassen, die sich gut verkauft haben, letztlich aber nicht lieferten, was sie versprochen hatten. Das gefährdet das Vorhaben. Daher: Lieber mehr Zeit mitbringen, um das Team, Partnerinnen und Partner sowie Investorinnen und Investoren in Ruhe kennenzulernen und so ein stabiles Venture aufzubauen. Das ist mitunter eine schwierige Abwägung: schnell sein versus in Ruhe abwägen. Langfristig schafft die Ruhe aber Qualität und Sicherheit – und zahlt sich aus. 

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?


Super wichtige Frage, die uns auch aktuell besonders beschäftigt. Denn wir wachsen und suchen in verschiedenen Bereichen neue Kolleginnen und Kollegen, vor allem im Bereich IT-Development für unsere kuratierte Marketplace Plattform. Ein gutes Netzwerk ist Gold wert, aber wir stellen auch fest, dass es ruhig noch mehr Portale geben könnte, auf denen Jobs im Tech- & Impact-Bereich vorgestellt werden. Letztlich kommt es im persönlichen Kennenlernen darauf an, ob man zusammenpasst und das gleiche Verständnis für das Business hat. Spirit und Persönlichkeit sind am Ende wichtiger, als die eine Fähigkeit bei der man (noch) kein Häckchen setzen kann im Lebenslauf. 

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?


Habt Geduld, bleibt kritisch. Denkt groß! Lasst euch nicht abschrecken. Geht die wirklich großen Probleme an, da ist volles Potenzial. Hinterfragt euer Modell und baut auf die Expertinnen und Experten, die sich in eurem Business-Bereich auskennen – z. B. frühzeitig einen guten Beirat aufbauen als Advisory Board zu den einzelnen Facetten, die euer Venture braucht. Das gibt euch Rückenwind und Glaubwürdigkeit. Und natürlich: Habt den Mut, mit euren Ideen rauszugehen. Gerade im Bereich Impact gibt es noch viele spannende Lücken, die es zu füllen gilt. 

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?


Google Suite inkl. Google Drive. Das ist eine hammer Erleichterung für alle. Gemeinsames Arbeiten online, sowohl intern wie extern. So werden zum Beispiel keine unterschiedlichen Textversionen mehr als Dokument per Mail verschickt, was insbesondere bei komplexen Themen und größeren Teilnehmergruppen nicht funktioniert. Also, in Prozesse investieren, um synchronisiert zu arbeiten und schnell zu bleiben. Das hilft dem Venture, ein ‘edge’ aufzubauen und diesen auch zu halten. 

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?


Uns ist regelmäßiger Austausch auf Augenhöhe super wichtig und auch, dass der Spaß nicht zu kurz kommt – und das meinen wir ernst. Unser Vorhaben ist ambitioniert und anspruchsvoll. Es gibt niemanden im Markt, den wir als Vorbild nehmen können. Wir sind Pioniere. Es ist wichtig, gemeinsame Erfolge zu feiern und nicht einfach weiter zu hasten von Etappenziel zu Etappenziel. Rauf und runterschalten, je nach Situation. Da ist es wieder, das Getriebe. 

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?


Young Sohn ist als Co-Founder der XTC Extreme Tech Challenge und als ehemaliger Präsident von Samsung Electronics nach unserem weltweit ersten Platz bei der XTC in 2020 (Kategorie Smart Cities) bei uns als Investor eingestiegen. Danach hat sich auch eine wunderbare Beziehung aufgebaut, wofür ich sehr dankbar bin. Dies nur als Beispiel. Also, nichts ist unmöglich. Man muss die Dinge gedanklich einfach zulassen, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch wirklich passieren. Think big! 

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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Foto (oben): SPRK

#Interview – “Wir glauben fest, dass Confidential-Computing zu einem riesen Thema wird”

#Interview

Bei Edgeless Systems aus Bochum im Ruhrgebiet dreht sich alles um Confidential Computing. “Mit unserer Technologie können Daten im verschlüsselten Zustand und präzise nachvollziehbar verarbeitet werden”, sagt Gründer Felix Schuster.

“Wir glauben fest, dass Confidential-Computing zu einem riesen Thema wird”

Dienstag, 22. Juni 2021VonAlexander Hüsing

Das Bochumer Unternehmen Edgeless Systems, das 2020 von Felix Schuster (ehemals Microsoft) und Thomas Tendyck (ehemals G Data) gegründet wurde, entwickelt eine “hochsichere relationale Datenbank für die Cloud”. Durch eine Kombination aus “sicherer Hardware und innovativem Software-Engineering” verspricht das Startup dabei “echte Ende-zu-Ende Verschlüsselung und Verifizierbarkeit”. Acequia Capital, Inventures, die Six Group und einige Business Angels investierten zuletzt 1,45 Millionen Euro in die Jungfirma aus dem Ruhrgebiet.

Das Startup setzt beim Markteintritt auf eine Open-Source-Strategie. “Auf der Basis werden wir die klassischen Open-Source-Geschäftsmodelle verfolgen, also bezahlte Premium-Features und SaaS-Angebote”, sagt Gründer Schuster. Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht er außerdem über Potenziale, Kundenakquise und das Ruhrgebiet.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Edgeless Systems erklären?


Mit unserer Technologie können Daten im verschlüsselten Zustand und präzise nachvollziehbar verarbeitet werden. Das hilft mit vielen Problemen in den Bereichen Datensicherheit und Datenschutz – also gegen Hacker und Missbrauch von Daten. Man weiß genau was mit den Daten passiert und weiß wer darauf Zugriff hat. Oder noch einfacher: Wir entwickeln die sicherste Datenbank der Welt.

Welches Problem genau wollt Ihr mit Edgeless Systems lösen?


Mit Confidential-Computing können Daten Ende-zu-Ende verschlüsselt und verifizierbar verarbeiten werden. Das birgt enormes Potenzial – gerade in der Cloud oder bei KI. Die nötige Hardware ist schon breit verfügbar – es fehlt noch die Software. Wir entwickeln Open-Source-Software, die Confidential-Computing leicht nutzbar, skalierbar und integrierbar macht.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet Edgeless Systems ein Erfolg?


Wir glauben fest, dass Confidential-Computing zu einem riesen Thema wird, weil es einfach viele Probleme bei Datensicherheit und -schutz an der Wurzel packt. Innerhalb des aktuell noch relativ kleinen Markts sehen wir uns sehr gut aufgestellt: Wir haben ein super Team, hervorragende Technologie und starke Partner wie Intel. Bei Microsoft war ich zum Beispiel einer der Ersten, die an dem Thema Confidential-Computing gearbeitet haben.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?


Natürlich hatte die Krise die üblichen Auswirkungen auf den Office-Betrieb. Daneben haben die Reisebeschränkungen auch Vieles effizienter gemacht. Die meisten Kunden- und Investorengespräche konnten wir per Zoom erledigen und so viel Zeit sparen. Unsere In-House-Konferenz OC3 war als reines Online-Event einfacher zu organisieren und war mit einigen hundert Teilnehmern erfolgreicher als gedacht. Negative Auswirkungen etwa bei der Partner- und Kundenakquise haben wir nur zu Beginn der ersten Welle wahrgenommen.

Ihr konntet gerade 1,45 Millionen Euro einsammeln. Wofür braucht ihr das Geld?


Aktuell besteht unser Team hauptsächlich aus Entwicklern und Ingenieuren. Da wollen wir weiter wachsen. Daneben wollen wir die Themen Marketing und Vertrieb stärker in den Fokus rücken und uns entsprechend verstärken.

Wo steht Edgeless Systems in einem Jahr?


Unser aktuelles Ziel ist es mit Hilfe von Open-Source zum sichtbarsten Startup im Bereich Confidential-Computing zu werden und Standards zu setzen. In einem Jahr wollen wir einer der zentralen Spieler in dem Bereich sein und erste kommerziell erfolgreiche Produkte auf Basis unseres Open-Source-Ökosystems am Markt haben. Wir gehen auch davon aus, dass wir in einem Jahr erste große Projekte sehen werden, die mit Hilfe unserer Tools umgesetzt wurden – zum Beispiel Ende-zu-Ende sichere KI-Pipelines die Daten aus vernetzten Fahrzeugen verarbeiten.

Reden wir zudem noch über das Ruhrgebiet. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für das Ruhrgebiet als Startup-Standort?


Wir haben uns für den Standort entschieden, weil es ein paar starke Vorteile gibt: Niedrige Lebenshaltungskosten, ein relativ entspannter Wohnungsmarkt und super ausgebildete Entwickler von den Unis in Bochum, Duisburg/Essen und Dortmund. Im Ruhrgebiet gibt es nicht so viel Konkurrenz um die Talente und man kann sich auch als junges Startup schnell einen Namen machen. Gerade Bochum mit seinem Cybersecurity-Schwerpunkt zieht Top-Studenten an und ist mittlerweile auch bei internationalen Investoren bekannt. Recruiting von außerhalb kann aber aufgrund des immer noch recht schlechten Rufs des Ruhrgebiets auch schwierig sein – nicht jeder zieht z.B. gerne von Berlin oder London hierher.

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Bochum aus?


“Klein aber fein” beschreibt die Szene bei uns in Bochum ganz gut. Gerade wir Cyber-Security-Startups pflegen einen engen persönlichen Kontakt. Jeder kennt jeden. Vor Corona kam es schonmal vor, dass gefühlt alle CEOs zusammen in der Ostkurve beim VfL standen.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Ruhrgebiet?


Mehr interessante Büroflächen; eine weitere Verbesserung der Ausbildung an den Unis – da geht noch mehr; und natürlich mehr Zusammenarbeit zwischen Städten und Einrichtungen.

Themenschwerpunkt Ruhrgebiet

#Ruhrgebiet: Gemeinsam mit dem ruhrHUB berichtet deutsche-startups.de regelmäßig über die Startup-Szene im Ruhrgebiet. Mit hunderten Startups, zahlreichen Gründerzentren und -initativen, diversen Investoren sowie dutzenden Startup-Events bietet das Ruhrgebiet ein spannendes Ökosystem für Digital-Gründer – mehr im Startup Guide Ruhrgebiet. Das Buch “Wann endlich grasen Einhörner an der Emscher” wiederum erzählt die spannendsten Startup- und Grown-Geschichten aus dem Ruhrgebiet.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Edgeless Systems

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