Post-Quantum-Schutz bei Proton Mail

Proton Mail rüstet bei der Verschlüsselung auf und führt Unterstützung für Post-Quanten-Kryptografie ein. Das Ganze landet ab sofort als optionale Einstellung in allen Tarifen, also auch für Nutzer der kostenlosen Basisversion. Hintergrund der Geschichte ist die Sorge vor künftigen Quantencomputern, die heutige Standards wie RSA oder ECC theoretisch knacken könnten. Angreifer sammeln schon jetzt verschlüsselte Daten, um diese später zu entschlüsseln, sobald die Technik so weit ist. Um dem vorzubeugen, nutzt Proton nun Schlüssel, die gegen solche Angriffe immun sein sollen.

Die Umstellung erfolgt über den Wechsel auf OpenPGP v6, was modernere Algorithmen erlaubt. Wer die Funktion aktiviert, schützt damit allerdings nur künftige Nachrichten. Alte E-Mails im Postfach werden vorerst nicht nachträglich neu verschlüsselt. Die neuen Schlüssel lassen sich wie gewohnt verwalten, als veraltet markieren oder bei Bedarf ersetzen. Damit die Sache nicht nur innerhalb der eigenen Blase funktioniert, arbeitet Proton mit anderen Projekten wie Thunderbird zusammen, um die quantensichere Verschlüsselung als Standard im gesamten E-Mail-Ökosystem zu etablieren. Wer das Ganze ausprobieren möchte, findet die Option ab sofort in den Kontoeinstellungen.

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Sicherheitssiegel vom BSI für Vodafone Mail und Cloud




Wer heute ein Postfach betreibt, hat ordentlich mit Müll zu kämpfen. Laut dem aktuellen Kaspersky-Report war im letzten Jahr fast jede zweite Mail weltweit Spam. Bei Vodafone trudeln laut Unternehmensaussagen täglich etwa 3,5 Millionen solcher Nachrichten ein, Tendenz steigend.

Da die Angreifer immer geschickter vorgehen, legt der Anbieter beim Schutz nach. Als erster deutscher Netzbetreiber hat Vodafone nun das IT-Sicherheitskennzeichen vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für seinen Mail- und Cloud-Dienst erhalten. Damit erfüllt der Dienst staatlich anerkannte Standards, während andere große Anbieter diese Zertifizierung meines Wissens momentan nicht vorweisen. Wobei das natürlich nicht heißt, dass andere Anbieter weniger sicher sind.

Das Kennzeichen soll signalisieren, dass die Kommunikation nach den Vorgaben der Behörde abgesichert ist. Technisch steckt dahinter unter anderem DNSSEC. Das Verfahren versieht die Mail-Adressen mit einem fälschungssicheren digitalen Stempel. Das Endgerät prüft automatisch, ob dieser Stempel korrekt ist. So wird sichergestellt, dass der Absender echt ist und niemand den Inhalt auf dem Weg verändert hat. Gefälschte Antworten werden direkt erkannt und aussortiert.

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Amazon öffnet seine Logistik jetzt auch für andere Unternehmen

Amazon macht aus der eigenen Infrastruktur das nächste Produkt. Mit den neuen Amazon Supply Chain Services öffnet das Unternehmen sein Logistiknetzwerk jetzt auch für Firmen, die gar nicht auf Amazon verkaufen.

Konkret bietet Amazon künftig Leistungen in den Bereichen Fracht, Lagerung, Fulfillment und Paketversand an. Unternehmen sollen also Waren per Luft, See, Schiene oder Straße transportieren, in Amazons Netzwerk lagern und anschließend über verschiedene Vertriebskanäle ausliefern können. Auch der Versand an Endkunden mit Lieferfenstern von zwei bis fünf Tagen ist Teil des Angebots.

Laut Amazon setzen erste große Namen wie Procter & Gamble, 3M, Lands’ End und American Eagle bereits auf die Dienste. Eigentlich ein nachvollziehbarer Schritt. Amazon hat seine Logistik über Jahre massiv ausgebaut, da lag es fast schon nahe, daraus ein eigenständiges Angebot für andere Unternehmen zu machen. Ob das langfristig auch außerhalb des Amazon-Kosmos zündet, wird man sehen.

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DHL: Die Deutsche Post verschwindet vom Parkett




Die Deutsche Post baut um und streicht laut WELT-Bericht ihren traditionsreichen Namen auf Konzernebene. Was sich vor zwei Jahren mit dem neuen Logo bereits abzeichnete, wird nun offiziell besiegelt. Auf der Hauptversammlung soll beschlossen werden, dass die Dachgesellschaft künftig als DHL AG firmiert. Der Name Deutsche Post bleibt zwar erhalten, rutscht aber eine Ebene tiefer und bezeichnet künftig nur noch die Tochtergesellschaft für das nationale Brief- und Paketgeschäft.

Dieser Schritt folgt wohl einer Logik, da das Auslandsgeschäft längst den Ton angibt. Nur noch etwa 20 Prozent des Umsatzes werden im klassischen Inlandsgeschäft erwirtschaftet. Der Rest entfällt auf das Express- und Frachtgeschäft unter der Flagge von DHL, jenem US-Logistiker, den die Bonner bereits im Jahr 2002 komplett übernahmen.

Die Abkürzung DHL geht dabei auf die Gründer Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn zurück. International zieht der Name DHL schlicht besser. Die Eintragung ins Handelsregister ist für das zweite Halbjahr geplant. Für die Zusteller und Angestellten ändert sich laut Unternehmen nichts, es handelt sich primär um eine neue Rechtsstruktur für mehr Klarheit.

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EU-Parlament macht Druck gegen Cybermobbing




Das Thema Cybermobbing ist kein neues Phänomen, aber die Zahlen bleiben erschreckend hoch. Mittlerweile ist laut EU-Erhebungen jeder sechste Jugendliche davon betroffen, während jeder Achte zugibt, selbst schon einmal online gegen andere ausgeteilt zu haben.

Das EU-Parlament hat in der letzten Woche per Entschließung abgenickt, dass die bisherigen Ansätze auf nationaler und europäischer Ebene hinten und vorne nicht ausreichen. Die Abgeordneten fordern jetzt eine härtere Gangart und prüfen, ob Cybermobbing als eigenständiger Straftatbestand auf EU-Ebene verankert werden muss. Ziel sei es, rechtliche Lücken zu schließen und den Opfern den Weg zur Anzeige zu erleichtern.

Ein großer Kritikpunkt der Politiker richtet sich natürlich gegen die Betreiber der Plattformen. Diese stehen in der Pflicht, einen sicheren digitalen Raum zu schaffen, anstatt Geschäftsmodelle zu befeuern, die hasserfüllte Inhalte durch personalisierte Empfehlungsalgorithmen nach oben spülen.

Das Parlament pocht auf eine strikte Umsetzung des Gesetzes über digitale Dienste, kurz DSA. Vor allem der Schutz von Minderjährigen und die Bekämpfung von Deepfakes stehen im Fokus. Es wird gefordert, dass Anbieter die Kennzeichnungspflichten des KI-Gesetzes ernst nehmen und Systeme, die intime Bilder fälschen, verboten werden.

Neben der Bestrafung der Täter soll auch die Unterstützung der Betroffenen verbessert werden. Geplant ist, Organisationen finanziell besser auszustatten und das Thema fest in nationale Programme zur psychischen Gesundheit zu integrieren. Prävention und Aufklärung für Eltern und Erzieher sollen dabei Vorrang haben.

Zwar gibt es in Ländern wie Irland mit dem Cocos Law bereits erste gezielte Gesetze, doch das Parlament möchte Schluss machen mit dem aktuellen Flickenteppich an Regelungen in Europa.

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