
Proton Mail rüstet bei der Verschlüsselung auf und führt Unterstützung für Post-Quanten-Kryptografie ein. Das Ganze landet ab sofort als optionale Einstellung in allen Tarifen, also auch für Nutzer der kostenlosen Basisversion. Hintergrund der Geschichte ist die Sorge vor künftigen Quantencomputern, die heutige Standards wie RSA oder ECC theoretisch knacken könnten. Angreifer sammeln schon jetzt verschlüsselte Daten, um diese später zu entschlüsseln, sobald die Technik so weit ist. Um dem vorzubeugen, nutzt Proton nun Schlüssel, die gegen solche Angriffe immun sein sollen.

Die Umstellung erfolgt über den Wechsel auf OpenPGP v6, was modernere Algorithmen erlaubt. Wer die Funktion aktiviert, schützt damit allerdings nur künftige Nachrichten. Alte E-Mails im Postfach werden vorerst nicht nachträglich neu verschlüsselt. Die neuen Schlüssel lassen sich wie gewohnt verwalten, als veraltet markieren oder bei Bedarf ersetzen. Damit die Sache nicht nur innerhalb der eigenen Blase funktioniert, arbeitet Proton mit anderen Projekten wie Thunderbird zusammen, um die quantensichere Verschlüsselung als Standard im gesamten E-Mail-Ökosystem zu etablieren. Wer das Ganze ausprobieren möchte, findet die Option ab sofort in den Kontoeinstellungen.
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