Windows 11: Geräteverschlüsselung wird standardmäßig aktiviert

Mit dem nächsten großen Update für Windows 11, Version 24H2, führt Microsoft eine große Änderung für BitLocker ein: Dieser wird standardmäßig aktiviert, zumindest in Form einer Geräteverschlüsselung. Voraussetzung dafür ist eine Neuinstallation des Betriebssystems, bei der man sich mit einem Microsoft-Konto oder einem Arbeits-/Schulkonto anmeldet. Der Wiederherstellungsschlüssel wird dann im Microsoft-Konto oder in einer Entra-ID gespeichert. Lokale Konten sind nicht betroffen.

Die Home-Version von Windows 11 erhält mit 24H2 ebenfalls BitLocker und ist ebenfalls vom Standard betroffen. Gleichzeitig funktioniert BitLocker auf mehr Geräten, da Modern Standby und Hardware Security Test Interface (HSTI) nicht mehr benötigt werden. Eigentlich finde ich die Änderung gut, sie ermöglicht ein deutlich sichereres Gerät, gerade bei Laptops, die auch mal verloren gehen. Extra Laufwerke werden aber nicht verschlüsselt. Die Auswirkungen auf die Performance schätze ich für die meisten als gering ein, allerdings gibt es anderslautende Berichte.

Wer diese Geräteverschlüsselung nicht möchte, kann das Update trotzdem installieren, da es nur bei einer Neuinstallation greift und auch ein lokaler Account bei der Einrichtung die automatische Verschlüsselung verhindert.

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Proton VPN: Browser-Erweiterung erlaubt kostenlose Nutzung

Proton kündigt heute die kostenlose Nutzung seiner Browsererweiterung für die VPN-Nutzung an. Kompatibel mit allen Chrome– und Firefox-Browserfamilien, war dies eine der am häufigsten angeforderten Funktionen der Proton-Community, so die Entwickler. Die Erweiterung bietet den Benutzern Möglichkeiten, ihre Privatsphäre zu schützen und Online-Zensur zu umgehen.

Angesichts des alarmierenden Anstiegs von Internetabschaltungen auf der ganzen Welt und der massiv gestiegenen Nachfrage nach Tools, die die Privatsphäre der Menschen schützen, stellt Proton VPN seine Browsererweiterung nun jedem zur Verfügung.

Die Browsererweiterung von Proton VPN ist eine eigenständige Plattform, die den Internetverkehr und den Browser der Benutzer mit einem einzigen Klick verschlüsselt, ohne dass die Windows- oder Mac-Apps installiert werden müssen. Sie bietet auch einen zusätzlichen Vertriebskanal, damit Proton VPN in Ländern verfügbar ist, in denen Benutzer keine VPN-Apps herunterladen oder installieren können, weil die App-Stores blockiert sind.

Einschränkungen? Die einzige Einschränkung besteht darin, dass nur eine Verbindung verfügbar ist (im Vergleich zu 10 gleichzeitigen Verbindungen im kostenpflichtigen Tarif) und Benutzer automatisch zum schnellsten verfügbaren Server geleitet werden. Sprich: KEINE Länderauswahl durch euch. Siehe auch der Vergleich: Kostenloses Proton VPN / kostenpflichtiges.

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BLKA gelingt Schlag gegen die internationale Cyberkriminalität

Nach Ermittlungen der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) und des Bayerischen Landeskriminalamtes (BLKA) gelang ein internationaler Schlag gegen die kriminelle Ransomware-Gruppe Radar/Dispossessor.

Radar/Dispossessor entstand laut der Behörden im August 2023 und hat sich schnell zu einer globalen Bedrohung entwickelt. Sie zielten auf kleine und mittelständische Unternehmen sowie Institutionen in den Bereichen Produktion, Entwicklung, Bildung, Finanzdienstleistung und Transport, vor allem in den USA. Weitere 43 betroffene Unternehmen wurden in Ländern wie Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Honduras, Indien, Kanada, Kroatien, Peru, Polen, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Deutschland identifiziert. Es ist wahrscheinlich, dass es noch viele weitere betroffene Unternehmen gibt, die den Behörden nicht bekannt sind. Besonders besorgniserregend sei, dass Radar/Dispossessor ihre Angriffe in den USA zuletzt auf den Gesundheitssektor, einschließlich Krankenhäuser, ausgeweitet haben.

Die Gruppe nutzte Schwachstellen wie unsichere Passwörter und fehlende Zwei-Faktor-Authentifizierung, um in die Systeme der Unternehmen einzudringen. Einmal im System, erlangten sie Administratorrechte und stahlen alle erreichbaren Dateien, bevor sie die Ransomware zur Verschlüsselung einsetzten. Dadurch konnten die Unternehmen nicht mehr auf ihre Daten zugreifen.

Wenn die Unternehmen nicht von sich aus Kontakt aufnahmen, wurden sie von der Gruppe proaktiv kontaktiert, meist per E-Mail oder Telefon. In den E-Mails wurden Links zu Videos mit den gestohlenen Dateien geschickt, um den Druck zu erhöhen und die Zahlungsbereitschaft zu steigern. Abschließend wurden die kompromittierten Daten auf einer eigenen Leakseite veröffentlicht, begleitet von der Drohung, sensible interne Daten preiszugeben.

Die Ermittlungen führten zur Identifizierung von zwölf Tätern aus Deutschland, der Ukraine, Russland, Kenia, Serbien, Litauen und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Einem der Täter werden konkrete Straftaten in Deutschland vorgeworfen, und das Amtsgericht Bamberg hat einen internationalen Haftbefehl gegen ihn erlassen. Die anderen Tatverdächtigen haben Straftaten in anderen Ländern begangen, weshalb ihre Strafverfolgung dort stattfindet. Die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) wirft den Verdächtigen banden- und gewerbsmäßige Erpressung sowie die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor.

In Zusammenarbeit mit den amerikanischen Strafverfolgungsbehörden (FBI) wurden in Deutschland 17 Server, in Großbritannien drei und in den USA fünf Server beschlagnahmt. Außerdem wurden acht kriminell genutzte Domains abgeschaltet. Die IT-Infrastruktur der internationalen Kriminellen wurde beschlagnahmt und vom Netz genommen. Der Fokus liegt nun darauf, weitere Verdächtige zu identifizieren und Informationen über andere betroffene Unternehmen zu sammeln.

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Ecovacs mit Statement zu Schwachstellen in Saugrobotern und weiteren Produkten

Zahlreiche Geräte von Ecovacs sollen Schwachstellen haben (wir berichteten). Mit genügend Know-how soll es angeblich möglich sein, Geräte zu kapern und integrierte Kameras und Mikrofone zu überwachen. Während Ecovacs laut den Sicherheitsforschern nicht auf deren Hinweise reagiert hat, verschickt man aktuell Statements an die Presse, die über den Fall berichtet haben. Sollte dies der Fall sein und Ecovacs wirklich jetzt erst reagieren, ist das ein Armutszeugnis, denn wenn Sicherheitsforscher Schwachstellen melden, sollte man als Unternehmen hinhorchen.

Und, was sagt man bei Ecovacs? Nach der umfassenden internen Überprüfung wurde festgestellt, dass die identifizierten Sicherheitsprobleme in regulären Benutzerumgebungen äußerst selten sind und professionelle Hacking-Tools sowie physischen Kontakt mit dem Gerät erfordern. Zur Bluetooth-Anfälligkeit gibt man wie folgt mit: Das Durchbrechen der PIN-Code-Verifizierung der Bluetooth-Verbindung erfordert, dass man sich im Bluetooth-Abdeckungsbereich des Geräts befindet und spezialisierte Hacking-Tools verwendet.

Das Unternehmen betrachtet dies als „eine Hacking-Methode in technischen Verteidigungs- und Angriffsaktionen, aber es ist nicht etwas, das typischerweise im täglichen Leben vorkommt„. Man glaubt gar, dass dieses Verfahren illegal sei. Aber mal ganz ehrlich, es ist möglich, da sollte Ecovacs etwas unternehmen und nicht herumlamentieren, dass eine Methode evtl. illegal sei. Immerhin: Das Unternehmen wird die Sicherheit der Bluetooth-Verbindungen seiner Produkte durch technische Maßnahmen verbessern, wie z. B. die Einschränkung von Zweitkontenanmeldungen, die Verstärkung des zweiten Verifizierungsprozesses für Bluetooth-Geräteverbindungen und die Anforderung physischer Operationen zur Vervollständigung der Bluetooth-Paarung.

Die Sicherheitsforscher mahnten auch an, dass Daten weiterhin verfügbar blieben, selbst wenn ein Nutzer sein Konto gelöscht hat. Laut Unternehmen geht es da um anonymisierte Daten, die man behält, um etwaige Offline-Probleme zu diagnostizieren – was auch immer das heißt. Wenn ein Benutzer sein Konto deaktiviert, anonymisiert Ecovacs die zugehörigen Produktnutzungsdaten in der Cloud.

Die Geräte würden nur „mit speziellen Hacking-Tools gehackt werden können„, um auf Geräteprotokollinformationen zuzugreifen, und erlauben das Anzeigen von Cloud-Daten innerhalb des siebentägigen Gültigkeitszeitraums nur, wenn die Cloud-Zugriffstoken geknackt wurden. Da will man nun Abhilfe schaffen.

Man verpflichtet sich, die Produktsicherheit durch Software-Updates zu verbessern, einen Echtzeit-Token-Invalidierungsmechanismus zu aktivieren, die Schwierigkeit des Erhaltens von Tokens zu erhöhen und Protokolle nach dem Zurücksetzen zu löschen, um die Datensicherheit zu gewährleisten. Auch die weiteren Probleme wolle man beheben. Man plane, die Systemsicherheit in zukünftigen Produkt-Updates zu stärken. Diese Maßnahmen umfassen die Verschlüsselung von Firmware-Paketen, sicheres Booten, TLS-Zertifikatsvalidierung und Dateiverschlüsselung.

Tjoa, mal schauen, was da passiert. Spätestens zur nächsten DefCon wird man vielleicht etwas hören.

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Threema: Gesendete Nachrichten bearbeiten und für alle löschen

Neues bei Threema. Mit den neusten Versionen von Threema für Android und iOS können gesendete Nachrichten beim Empfänger bearbeitet und gelöscht werden. Ob es um die Korrektur eines Rechtschreibfehlers, das Hinzufügen erklärender Informationen oder die Verbesserung unglücklicher Formulierungen geht: Threema-Nachrichten können jetzt innerhalb der ersten sechs Stunden bearbeitet werden.

Nach einer Aktualisierung wird der Empfänger durch einen Hinweis in der Sprechblase darüber informiert und der Bearbeitungsverlauf in den Nachrichtendetails zeigt alle vorgenommenen Änderungen an. (Aktuell ist der Bearbeitungsverlauf nur unter iOS und in der Beta-Version der Desktop-App verfügbar. Ein kommendes Update wird diese Funktion auch für Android freischalten.)

Anleitung: So bearbeitest du eine gesendete Nachricht





Android


1. Nachricht auswählen: Tippe auf die Nachricht und halte sie gedrückt.


2. Bearbeiten: Wähle das Stiftsymbol aus.


3. Änderungen vornehmen: Bearbeite die Nachricht im Texteingabefeld.


4. Speichern: Tippe auf das Häkchen, um die Änderungen zu speichern.

iOS


1. Nachricht auswählen: Tippe auf die Nachricht und halte sie gedrückt.


2. Bearbeiten: Wähle „Bearbeiten“ aus.


3. Änderungen vornehmen: Bearbeite die Nachricht im Texteingabefeld.


4. Speichern: Tippe auf die Schaltfläche „Senden“, um die Änderungen zu speichern.

Threema 2.0 für Desktop (Beta)


1. Nachricht auswählen: Bewege die Maus über die Nachricht und warte, bis der Pfeil erscheint.


2. Kontextmenü öffnen: Tippe auf den Pfeil, um das Kontextmenü zu öffnen.


3. Bearbeiten: Wähle „Bearbeiten“ aus.


4. Änderungen vornehmen: Bearbeite die Nachricht im Texteingabefeld.


5. Speichern: Klicke auf die Schaltfläche „Senden“ oder drücke die Eingabetaste, um die Änderungen zu speichern.


Diese Schritte helfen dir, gesendete Nachrichten auf verschiedenen Plattformen zu bearbeiten. Beachte, dass die Benutzeroberfläche je nach App-Version geringfügig abweichen kann.

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