#Interview – „Ich sehe gute Chancen für Teams mit klarer Traktion“

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#Interview

Der Kölner Frühphasen-Investor neoteq hat kürzlich das First Closing seines zweiten Fonds abgeschlossen. Im Interview spricht General Partner Simon Schneider über die Erholung des VC-Marktes, hohe Anforderungen an Gründerteams und Investments in DeepTech.

„Ich sehe gute Chancen für Teams mit klarer Traktion“

Donnerstag, 30. Juli 2026VonAlexander

Der 2020 gestartete Kölner Frühphasen-Investor neoteq ventures verkündete zuletzt das First Closing seines zweiten Fonds. Im Topf sind inzwischen über 25 Millionen Euro (Zielgröße: 50 Millionen).

In den vergangenen Jahren investierte das Team rund um B.J. Park und Simon Schneider mit seinem ersten Fonds (40 Millionen) in 17 Startups – darunter Jumingo, Detechgene und OMMM. neoteq investiert deutschlandweit, das Rheinland ist und bleibt dabei aber ein Schwerpunkt. 

Rund 80 % der derzeitigen Portfolio-Firmen stammen aus dem Rheinland. In der Regel investiert neoteq ventures initial zwischen 250.000 Euro (Pre-Seed) und 1,5 Millionen Euro (Series A). Dabei setzt das Team auf Startups, „die unabhängig von ihrer Branche in der Lage sind, ein relevantes Kundenproblem mit ihrem Produkt zu lösen und das Potenzial besitzen, Marktführer in ihrem Marktsegment zu werden“. 

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht neoteq-Macher Simon Schneider einmal ausführlich über die aktuelle Investmentsituation in Deutschland.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Neoteq erklären?

neoteq ventures gibt jungen Gründerteams Geld, Rat und Rückenwind – also genau das, was man braucht, um aus einer genialen Idee etwas Großes entstehen zu lassen.

Wie bewertest Du die aktuelle Investmentsituation in Deutschland?

Die Investmentsituation für Startups in Deutschland ist aktuell besser als in den vergangenen Jahren, aber noch nicht wirklich entspannt. Man kann es gut so zusammenfassen: stabilisiert, selektiv und deutlich anspruchsvoller als in den Boomjahren.

Mit welchen Erwartungen blickst Du auf die kommenden Monate?

Der Markt wird sich weiter erholen – aber nicht im Sinne eines neuen Hypes, sondern im Sinne von mehr Stabilität bei gleichzeitig hoher Selektivität. Kapital ist da, aber es fließt sehr viel gezielter als noch vor ein paar Jahren. Die aktuellen Trends werden sich weiter fortsetzen: Starke Nachfrage nach AI, Cybersecurity, Dual Use und Deep Tech

Was rätst Du Gründer:innen, die derzeit auf Kapitalsuche sind?

Ich sehe gute Chancen für Teams mit klarer Traktion und belastbarer Story. Schwierig wird es für alles, was nur auf Vision, aber nicht auf Evidenz baut.

Welche Startups begeistern Dich derzeit ganz besonders?

Mit unserem neuen Fonds suchen wir aktuell gezielt nach vielversprechenden Deep-Tech-Startups, um sie aktiv beim Wachstum zu unterstützen.

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Foto (oben): neoteq