Warum Elon Musk zwar aus dem legendären 200-Milliarden-Dollar-Club geflogen, aber immer noch der reichste Mensch der Welt ist

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Warum Elon Musk zwar aus dem legendären 200-Milliarden-Dollar-Club geflogen, aber immer noch der reichste Mensch der Welt ist

Tesla-Chef Elon Musk.

Tesla-Chef Elon Musk.

Stephen Lam/Reuters

Das Vermögen von Elon Musk ist am Dienstag um 5,4 Prozent auf 193 Milliarden Dollar gefallen. Grund: Die Tesla-Aktien sind um sieben Prozent gefallen.

Die Ungewissheit über Musks Kauf von Twitter hat zu einem größeren Abverkauf der Tesla-Aktien geführt, deren Wert in diesem Jahr um 41 Prozent gefallen ist.

Elon Musks Gesamtvermögen ist jetzt nicht mehr 200 Milliarden Dollar wert. Aber Musk ist immer noch 65 Milliarden Dollar reicher als Amazon-Chef Jeff Bezos.

Am Dienstag ist der Kurs der Tesla-Aktie um mehr als sieben Prozent gefallen. Das Vermögen von Elon Musk ist seitdem mehr 200 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 188 Milliarden Euro) schwer.

Musks Vermögen sank laut Bloomberg um 5,4 Prozent auf 193 Milliarden Dollar, als der Aktienkurs des Elektroautoherstellers fiel. Das bedeutet, dass er an einem einzigen Tag 11,1 Milliarden Dollar verloren hat.

Tesla ist seit Jahresbeginn um 41 Prozent gesunken, da im Technologiesektor im Allgemeinen viel abverkauft wurde. Die Aktie ist um knapp 38 Prozent gefallen, seit Elon Musk im vergangenen Monat eine Vereinbarung zum Kauf von Twitter für 44 Milliarden US-Dollar getroffen hat.

Musk hat seit der Ankündigung der geplanten Übernahme eine Kontroverse ausgelöst, indem er drohte, sein Angebot auf der Grundlage der Anzahl der Bots auf der Social-Media-Plattform zu kürzen. Die anhaltende Ungewissheit scheint dem Wert von Tesla geschadet zu haben.

„Diese Zirkusvorstellung hat die Tesla-Aktie stark belastet“, sagte Dan Ives von der US-amerikanischen Investmentfirma Wedbush in einer Notiz vom Montag. „Musk befindet sich in einer Situation, in der er über den nächsten Schritt in dieser Seifenoper entscheiden muss, da die Geduld der Tesla-Investoren sehr dünn wird.“

Elon Musk ist nicht zum ersten Mal aus dem Club ausgestiegen

Musk ist in diesem Jahr bereits zweimal aus dem 200-Milliarden-Dollar-Club ausgestiegen – einmal im Februar und dann noch einmal im März. Die Erholung der Aktienmärkte hat ihn beide Male wieder über diese Schwelle gebracht.

Das Nettovermögen von Elon Musk ist laut „Bloomberg Billionaires Index“ nun so niedrig wie seit August letzten Jahres nicht mehr. Er hat in diesem Jahr knapp 78 Milliarden Dollar verloren, ist aber immer noch mit Abstand der reichste Mensch der Welt.

Musk ist um 65 Milliarden Dollar reicher als Jeff Bezos, der in diesem Jahr 65 Milliarden Dollar verloren hat, wobei die Amazon-Aktie seit Jahresbeginn um 38 Prozent gefallen ist. Bill Gates, Warren Buffett, LVMH-Chef Bernard Arnault und der indische Industrielle Gautam Adani sind ebenfalls alle über 100 Milliarden Dollar schwer.

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.

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Biontech machte 6,4 Milliarden Euro Umsatz im ersten Quartal 2022 – 3,7 Milliarden blieben als Gewinn in der Kasse

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Biontech machte 6,4 Milliarden Euro Umsatz im ersten Quartal 2022 – 3,7 Milliarden blieben als Gewinn in der Kasse

Biontech-Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci

Biontech-Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci

Getty Images

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech generierte im ersten Quartal 2022 einen Umsatz in Höhe von 6,4 Milliarden Euro und einen Gewinn von 3,7 Milliarden.

Das Unternehmen habe die „führende Position“ im Bereich der COVID-19-Impfstoffe weiter ausgebaut, sagt Uğur Şahin, CEO und Mitgründer von BioNTech.

Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet Biontech mit Umsatzerlösen durch den Impfstoff im Bereich zwischen 13 und 17 Milliarden Euro.

Der Impfstoffhersteller Biontech konnte im ersten Quartal 2022 einen Umsatz von 6,4 Milliarden Euro erzielen. Der Nettogewinn beträgt 3,7 Milliarden Euro. Das geht aus den neuesten Quartalszahlen hervor, die am Montag veröffentlicht wurden.

Im Vergleichszeitraum 2021 betrug der Biontech-Umsatz noch knapp zwei Milliarden Euro, der Gewinn 1,1 Milliarden.

„Im ersten Quartal haben wir unsere Pläne in unseren Wachstumsbereichen Infektionskrankheiten und Onkologie konsequent umgesetzt“, sagt Prof. Uğur Şahin, CEO und Mitgründer von Biontech.

Das Unternehmen habe die „führende Position“ im Bereich der Corona-Impfstoffe weiter ausgebaut und „ermutigende Daten“ für die Therapie zur Behandlung von Tumoren veröffentlicht. „Wir sind überzeugt, dass wir dank unserer Innovationskraft gut aufgestellt sind, um in den kommenden Jahren mehrere Produkte zur Marktreife zu bringen“, sagt der Biontech-Chef. Dies würde ein „signifikantes langfristiges“ Wachstum für das Unternehmen ermöglichen.

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Biontech sei „gut aufgestellt“, um die finanzielle Prognose für das Geschäftsjahr 2022 zu erreichen

Jens Holstein, CFO von Biontech, glaubt, dass der weltweite Einsatz des Biontech-Impfstoffs „wahrscheinlich Millionen von Leben gerettet und einen bedeutenden Einfluss auf die Menschheit hatte“. Holstein: „Infolge eines erhöhten Auftragsvolumens, das Ende 2021 aufgrund der aufkommenden Omikron-Variante zunächst einging, haben wir das Jahr 2022 mit starken Umsätzen und Ergebnissen begonnen.“

Damit sei das Unternehmen „gut aufgestellt“, um die finanziellen Prognosen für das Geschäftsjahr 2022 zu erreichen, so der CFO. Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet Biontech mit Umsatzerlösen durch den Impfstoff im Bereich zwischen 13 und 17 Milliarden Euro.

lg

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„Das ist wie mit Mehl und Eiern“: Die aufregendsten Supersportwagen formt der Lamborghini-Designchef aus einfachen Zutaten

Stau auf der Startbahn – mit zehn Supersportwagen zeigt Lamborghini am Flughafen von Modena seine Designideen.

Stau auf der Startbahn – mit zehn Supersportwagen zeigt Lamborghini am Flughafen von Modena seine Designideen.

Jannik Abelt/ Lukas Linner

Mitja Borkert hat einen Traumjob in der Fahrzeugindustrie: Als Kopf des „Centro Stile“ der italienischen VW-Nobelmarke Automobili Lamborghini entwirft er PS-Preziosen wie Urus, Huracán und Aventador.

Farben, Formen, Flächen: Es wäre ein Spiel der nahezu unbegrenzten Möglichkeiten für den Chefdesigner und sein Team – gäbe es da nicht ein Duo von Vorgaben, die quasi in Stein gemeißelt sind.

Business Insider wollte aus erster Hand erfahren, wie es sich arbeitet in einem solchen Spannungsfeld. Exklusiv für diese Recherche rückte Lamborghini auf dem Airport Modena zehn „Tiefflieger“ ins Licht.

Es gibt da diese zwei geflügelten Worte bei Automobili Lamborghini: „piccola sfida“. Übersetzt aus dem Italienischen bedeuten sie: Kleine Herausforderung. Und das ist, wie sich noch zeigen wird, eine große Untertreibung der in Sant’Agata Bolognese ansässigen Supersportwagenmarke des Wolfsburger VW-Konzerns.

Mit einer „piccola sfida“ geht es bei uns immer los“, sagt Mitja Borkert und blinzelt in die Sonne über Modena. Als Designchef von Lamborghini hat der 48-Jährige die Aufgabe, mit seinem 16-köpfigen Kollegium vom „Centro Stile“ – Durchschnittsalter: 35 – aus kleinen Herausforderungen möglichst große Verkaufserfolge zu kreieren.

Hier, auf dem Flughafen der für ihren Balsamico-Essig bekannten Universitätsstadt in der Emilia-Romagna, will Borkert exklusiv zeigen, welche stilistischen Zutaten bei der Design-Arbeit erforderlich sind. Dafür allerdings ist Platz vonnöten. Sehr viel Platz, um genau zu sein.

Für Business Insider hat Lamborghini deshalb kurzerhand den gesamten Aeroporto di Modena-Marzaglia reserviert. Auf dessen Start- und Landebahn lässt Borkert dann eigens zehn handverlesene Kraftwagen als Demonstrationsobjekte aufreihen – wie Perlen an der Kette.

„Das Spiel mit Entfernungen ist außerordentlich wichtig zur Beurteilung von Formen, Farben und Flächen“, sagt Borkert. „Verschiedene Lichtsituationen sind es auch“. Daher stellen alle Marken des VW-Konzerns, bei dem Klaus Zyciora (vormals: Klaus Bischoff) die Oberaufsicht über das Design innehat, ihre zukünftigen Modelle an einem streng abgeschirmten Platz in die freie Wildbahn.

Zwei Linien für die Ewigkeit

Noch geheime Modelle wie den 2023 anrollenden Nachfolger des Lamborghini-Topmodells Aventador darf Borkert öffentlich natürlich noch nicht präsentieren. Wohl aber bestimmte Boliden, an denen die Design-Philosophie des italienischen Traditions-Labels anschaulich zu erklären ist.

Da ist das Eigelb-gelbe Exponat am Anfang der Zehnerreihe. Dieser Lamborghini LP 500 von 1971, der Nachbau eines nach Crash-Tests weiland verschollenen Unikats, ist im Hinblick auf „unsere Design-DNA“ (Borkert) gewissermaßen die Ursuppe, aus der spätere PS-Flundern wie Countach, Diablo und Murciélago an Land gekrochen sind.

Im Grunde gibt es lediglich zwei Linien, die seit gut 50 Jahren einen jeden Lamborghini kennzeichnen: Zum einen der prägnante Front-Dach-Heck-Verlauf wie aus einem Guss. Zum anderen die Seitenansicht mit extrem stark eingezogenen Fensterflächen. „Das ist wie mit Mehl und Eiern in der vielfältigen und traditionsreichen italienischen Küche“, sagt Borkert, „aus vergleichsweise schlichten Grundlagen kann eine Vielzahl von Köstlichkeiten entstehen“. Dann überlegt Borkert kurz – und merkt an: „Die einfachsten Dinge sind die besten“.

Da kauert auf dem Airport aber auch der Lambo V12 Vision Gran Turismo. Seit 2020 erst stürmt der grün-schwarze Donnerkeil mit dem Kampfstier im Logo über die Pisten. Jedoch nicht auf den Rundkursen oder Autobahngeraden dieser Welt, sondern über Abertausende von Videospielkonsolen: Vor allem junge Gamer schätzen die Rennsimulation „Gran Turismo Sport“ auf ihrer Sony PlayStation 4, für die der virtuelle V12 entwickelt wurde.

Den Lambo V12 Vision Gran Turismo kennen Gamer aus ihrem Rennsimulator, hier erläutert Mitja Borkert die Proportionen.

Den Lambo V12 Vision Gran Turismo kennen Gamer aus ihrem Rennsimulator, hier erläutert Mitja Borkert die Proportionen.

Jannik Abelt / Lukas Linner

Hier und heute steht der extrabreite Exot doch tatsächlich als Designmodell in Lebensgröße auf dem Asphalt von Modena. Klar, mit Blick auf Youngster hatte sich Lamborghini deren Jargons bedient – und bezeichnet seine Kreation nun ganz offiziell in der international gebräuchlichen Kurzform als „Lambo“.

Doch der Video-Flitzer zitiert eben auch bewusst etliche Designmerkmale, die eher den Altvorderen unter Automobilenthusiasten vertraut sein dürften. Die vielen Sechsecke etwa, wie sie den schönheitspreisgekrönten Lamborghini Marzal von 1968 innen wie außen als „Hexagons“ zierten. Oder zahlreiche Signaturen in Ypsilon-Form, die sich auch rundum an den aktuellen Baureihen Urus und Huracán finden.

„Der Vision Gran Turismo war eine geballte Ladung Energie für mein Team, da lagen binnen einer Woche acht tolle Vorschläge auf meinem Tisch“, erinnert sich Borkert und lächelt. „Irgendwann musste ich eingreifen und sagen: Hey, Leute, wir haben auch noch ein paar andere Aufträge zu erledigen“.

Wenn Borkert selbst designt – per Freihandzeichnung, erst viel später am 3-D-Computer – , dann meist auf gelbem, blauem oder schwarzem Zeichenpapier. Aber zumindest ganz am Anfang eines Projekts nie mit schwarzem Stift auf weißem Papier: „Da würde man das Bild mit allzu vielen Linien schnell überfrachten“, weiß er aus eigener Erfahrung.

Es muss eben stets noch genügend Raum bleiben für Überraschungsmomente. „Being the leader oft the unexpected“ – das ist, was auch Borkert anstrebt bei Automobili Lamborghini. Und führend zu sein beim Anbieten des völlig Unerwarteten, dieser Anspruch passt perfekt zu den Vorgaben von Stephan Ernst Winkelmann: „Lamborghini möchte mehr sein als ein Auto. Fast schon eine Art Lebenseinstellung“, sagte der Markenchef jüngst im Interview mit Business Insider. „Und auf jeden Fall immer inspirierend“.

Eine einzige Inspiration auf Rädern ist der Terzo Millenio („drittes Jahrtausend“), den Borkert ebenfalls in Modena vorführt: Das elektrische Konzeptfahrzeug hatten die Italiener in Kooperation mit dem renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) aus Cambridge in den USA ausgetüftelt. Grellorange leuchten die Felgen des nicht mal hüfthohen „Flachmanns“ – wie die Warnfarbe der Hochvoltkabel reiner Stromer.

Langeweile ist strikt tabu

Vier Eckpfeiler verbindet der Terzo Millenio zu einem zukunftsweisenden Konstrukt: Die Themen Energie und Innovation der Baustoffe sowie Fahrzeugarchitektur/ Antriebsstrang und Sound/ Emotion.

Als Stylist beackert Borkert vorrangig das letztgenannte Themenfeld. „Unser Spaceship-Design bringt auch Kinderaugen zum Leuchten“, sagt Borkert – und verspricht: „E-Lamborghini werden klingen wie Geräuschkulissen aus Star Wars“.

Überhaupt, die Musik. „Depeche Mode“ nennt Borkert als seine Lieblingsband – und auch als eines seiner überraschenden Vorbilder: „Diese englische Gruppe, die zwar schon seit 1980 einen schmissigen Song nach dem anderen liefert, sich dabei aber nicht wiederholt oder sonstwie langweilig wird, macht doch wohl vieles richtig“.

Auch AC/ DC hört Borkert gern – die so einfachen wie eingängigen Schmiedehammer-Beats der Australier haben für ihn in akustischer Hinsicht die Klarheit des besagten Zwei-Linien-Prinzips im optischen Spektrum von Lamborghini. Außerdem treiben ihn die dynamischen Rhythmen beim Joggen an: „Da bekomme ich den Kopf frei“, sagt er.

Und um darzulegen, was das Design der Stier-Marke ausdrücklich nicht leisten soll, nennt Borkert den Namen von US-Musikus Marilyn Manson: „In erster Linie brachial zu sein wie der Schockrocker, das kommt für uns niemals in Betracht – zumal sich derlei Effekte ja schnell abnutzen“.

An dieser Stelle übt sich Lamborghinis Chefstylist in Selbstkritik: „Die Gestaltung der Cockpits einiger unserer Fahrzeuge erinnerte oft ein wenig an Mäusekino“. Künftig sei hier mehr schlicht-sportliche Eleganz zu erwarten.

Der Essenza SCV12 mag nicht übertrieben dezent wirken. 40 Hobby-Racer wollten das Kraftpaket aber exakt so haben.

Der Essenza SCV12 mag nicht übertrieben dezent wirken. 40 Hobby-Racer wollten das Kraftpaket aber exakt so haben.

Jannik Abelt / Lukas Linner

„Wir wollen der innovativste Supersportwagenhersteller der Welt sein“, sagt Borkert. Die Muttergesellschaft VW im fernen Wolfsburg heißt das gut – und lässt Lamborghini entsprechend lange Leine. In Zweifelsfällen hilft, dass VW-Aufsichtsratspräsident Hans Dieter Pötsch in seiner knapp bemessenen Freizeit ein glühender Lamborghini-Lenker ist.

Klar, als italienische Edelmarke in einem deutschen Konzern müssen sich Borkert und sein Centro-Stile-Team bisweilen auf teutonische Ingenieursfachbegriffe wie „Flächenkontrollmodell“ (Check-Fahrzeug zum Aufspüren kleinster Form-Fehler vor dem Serienanlauf; Anm. d. Red.) und „Mannanströmer“ (althergebrachte Bezeichnung für Belüftungsöffnungen im Armaturenbrett; Anm. d. Red.) verstehen.

Und ein jeder Lamborghini muss schon aus großer Entfernung als solcher zu erkennen sein. „Wie der VW Käfer oder ein Porsche 911“, sagt Borkert. Sein Sohn war noch keine drei Jahre jung, als vor dessen Augen Padre Mitja eine „simple Silhouette“ (Borkert) in der Zeichenkladde skizzierte: „Papa, Lambodschieni“, brabbelte der Steppke sogleich.

Im Großen und Ganzen aber darf Automobili Lamborghini italienische Träume aus Titan, Carbon und Magnesium wahr werden lassen. Frei nach dem Motto des Firmen- und Formengründers Ferruccio Lamborghini: „I wanted this car just for me. It was always a dream and must remain a dream“.

Wie beim Segeln – Länge läuft

Zum Schluss der Linienführungs-Lehrstunde auf dem Apron des Aeroporto di Modena-Marzaglia bittet Borkert an den Essenza SCV12. Der vom Hersteller als „Renn-Hypercar“ titulierte Zweisitzer schöpft aus seinem 6,5-Liter großen Zwölfzylinder immerhin 830 PS und dürfte gut mitschwimmen können im Verkehrsstrom. Auf abgesperrten Rennstrecken, wohlverstanden, und in limitierter Edition von 40 Einheiten.

Auf dem Heck des SCV12 thront ein Flügel im Format eines Freibad-Einmeterbretts. „Nicht jedes Auto braucht einen Spoiler“, sagt Borkert, „doch dieses hier schon“. Bedeutsamer ist Borkert eine andere Botschaft: „Beim Essenza haben wir mit dem Thema Länge gespielt, auch so eröffnen sich neue Möglichkeiten“. Stolze 2,905 Meter beträgt der Radstand des SCV12. Das ist deutlich weniger als die Länge einer klassischen Bundeskegelbahn (19,5 Meter), aber etwas mehr als bei VWs SUV-Dickschiff Touareg (2,904 Meter).

„We want to race in style“, sagt Mitja Borkert am Essenza. Wieder blinzelt er in den sonnigen Himmel über Modena. Auch die Rennen-mit-Stil-Verpflichtung bei Lamborghini sei durchaus eine „small challenge“.

Da ist sie wieder, besagte „piccola sfida“ der Italiener. Eine kleine Herausforderung – die tatsächlich eine ganz schön große ist.

Wenn ihr Lust habt auf weitere Bilder und Informationen rund um den Besuch bei Lamborghini-Designchef Mitja Borkert, dann klickt euch durch folgende Bildergalerie mit 18 Motiven vom exklusiven Shooting auf dem Aeroporto di Modena-Marzaglia – und erläuternden Zeilen.

Lamborghini Design


Jannik Abelt / Lukas Linner

Extrem flach und extrem breit – beides ist typisch für Lamborghini, hier zu sehen am neuen Countach LPI 800-4


Jannik Abelt / Lukas Linner

Mit dem Sián FKP 37 ehrte Lamborghini den 2019 verstorbenen VW-Granden Ferdinand Karl Piëch, geboren 1937.


Jannik Abelt / Lukas Linner

Mehr als 400 Farbtöne hat die VW-Tochter im Programm, unter anderem dieses knallige „Gallo“ für ihr SUV Urus.


Jannik Abelt / Lukas Linner

Die Aerodynamik des Rennwagens Essenza SCV12 erzeugt mehr Abtrieb als die eines GT3-Fahrzeugs.


Jannik Abelt / Lukas Linne

Designchef Mitja Borkert (M.) mit Autor Henning Krogh (li.) und Redaktionskontorpartnerin Beatrice Bohlig.


annik Abelt / Lukas Linner

Die Designer entwerfen bei Lamborghini nicht bloß Details wie eine Felge, sondern im Team komplette Autos.


Jannik Abelt/ Lukas Linner

Die Karosserie von Lamborghinis Stromer Terzo Millennio für das „dritte Jahrtausend“ gestattet seitlich tiefe Durchblicke.


Jannik Abelt / Lukas Linner

Borkert (re.) erläutert am Aventador SVJ Coupé dessen geduckt wirkendes „Greenhouse“ mit niedrigen Seitenfenstern


Jannik Abelt / Lukas Linner

Für viele Gamer die Videospiel-Flunder überhaupt – der Lambo V12 Vision Gran Turismo, hier im Original auf dem Flugplatz von Modena.


Jannik Abelt/ Lukas Linner

Ein rein elektrisch angetriebener Supersportwagen von Lamborghini könnte optische Züge tragen wie sie der Terzo Millennio andeutet.


Jannik Abelt/ Lukas Linner

Erst aus größerer Entfernung sind wichtige Design-Details in ihrem Zusammenspiel zu erkennen – hier am „Gaming-Lambo“.


Jannik Abelt / Lukas Linner

Wie ein Wesen aus einer anderen Welt – der weltweit beliebte Lamborghini für die Sony PlayStation 4, aber hier in 1:1-Größe.


Jannik Abelt / Lukas Linner

Um junge Kunden von morgen zu begeistern, entwirft Lamborghini schon heute Autos, die nach übermorgen aussehen.


Jannik Abelt / Lukas Linner

Am Original des „PlayStation-Lambo“ sticht eine gestalterische Besonderkeit hervor – die betont weit nach vorn gerückte Kabine.


Jannik Abelt / Lukas Linner

„Auto-Quartett“ auf der Runway – die vier Modelle Terzo Millenio, „Lambo“, Huracán STO und Essenza.


Jannik Abelt / Lukas Linner

Reporters Frage an Mitja Borkert: „Kreiert Lamborghini einen Miura-Nachfolger?“ – Antwort: „Retro-Design machen wir nicht“.


Jannik Abelt / Lukas Linner

„Wir haben drei Baureihen, innerhalb derer wir maximal diffenzieren“, so Designchef Borkert – gut erkennbar am Huracán-Ableger STO.


Jannik Abelt / Lukas Linner

„Unser neuer Countach ist größer als sein historisches Vorbild“, sagt Mitja Borkert zum Abschied, „doch das Package passt perfekt – wie damals“.

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Inflation steigt auf 7,4 Prozent – Grund sind auch die steigenden Preise bei Lebensmitteln

Einkaufen wird teurer. Grund ist unter anderem der Ukraine-Krieg.

Einkaufen wird teurer. Grund ist unter anderem der Ukraine-Krieg.

picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON

Die Inflationsrate ist in Deutschland im April auf 7,4 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit mehr als 40 Jahren.

Grund für die Inflation sind vor allem die stark gestiegenen Energiepreise sowie der Ukraine-Krieg, der seit mehr als zwei Monaten anhält.

Neben der Energie nehmen laut einem Experten der DZ Bank auch Nahrungsmittel eine immer größere Rolle bei der Inflation ein.

Die Inflationsrate ist in Deutschland im April auf 7,4 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit mehr als 40 Jahren. Eine höhere Teuerungsrate gab es zuletzt 1981. Für Verbraucher bedeutet eine hohe Inflation der Verlust von Kaufkraft: 100 Euro sind bei einer Inflation von 7,4 Prozent nicht mehr 100, sondern 92,60 Euro wert – im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bereits im März 2022 war die Inflation mit 7,3 Prozent auf einen langjährigen Rekord gestiegen.

Grund für die Inflation sind vor allem die stark gestiegenen Energiepreise sowie der Ukraine-Krieg, der seit mehr als zwei Monaten anhält. Neben der Energie nehmen laut Christoph Swonke, Konjunkturanalyst der DZ Bank, aber auch Nahrungsmittel eine immer größere Rolle bei der Inflation ein. Insbesondere bei den Lebensmitteln zeige sich die unmittelbare Auswirkung des Ukraine-Kriegs. Es gebe vermehrt Lieferengpässe und die Erwartung, dass die Ernten vor allem in der Ukraine in diesem Jahr viel geringer ausfallen als sonst. „Das stresst die Nahrungsmittelmärkte“, so Swonke.

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Und auch die Aussichten für das laufende Jahr sehen nicht gut aus. Volkswirte rechnen für das Gesamtjahr 2022 mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von mehr als sechs Prozent in Europas größter Volkswirtschaft. Das wäre die höchste Inflation seit der deutschen Wiedervereinigung 1990. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt um 3,1 Prozent.

DPA / ls

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Tank- und Heizkosten steigen in Deutschland besonders stark — Inflation auf höchstem Stand seit mehr als dreißig Jahren

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Tank- und Heizkosten steigen in Deutschland besonders stark — Inflation auf höchstem Stand seit mehr als dreißig Jahren

picture alliance / Klaus Ohlenschläger | Klaus Ohlenschläger

Angeheizt von hohen Energiepreisen ist die Inflation in Deutschland im März auf dem höchsten Wert seit der Wiedervereinigung.

Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts lagen die Verbraucherpreise um 7,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Besonders stark sind die Preise beim Tanken und Heizen gestiegen. So ist Heizöl 144 Prozent teurer als noch vor einem Jahr. Die Spritpreise sind um 47,4 Prozent gestiegen.

Angeheizt von massiven Energiepreissprüngen ist die Inflation in Deutschland im März auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung gestiegen. Die Verbraucherpreise lagen um 7,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit eine erste Schätzung.

Im Februar hatte die Jahresinflationsrate noch bei 5,1 Prozent gelegen. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine Ende Februar schossen die Öl- und Gaspreise in die Höhe.

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Ähnlich hoch wie im März 2022 war die Jahresinflationsrate vor der Wiedervereinigung in den alten Bundesländern zuletzt im Herbst 1981, als infolge der Auswirkungen des Ersten Golfkrieges die Mineralölpreise ebenfalls deutlich stiegen.

Preise für Heizöl steigen um 144 Prozent

Verbraucher spüren die gestiegene Inflation derzeit vor allem beim Tanken und Heizen, aber auch an der Supermarktkasse. Mit 144,0 Prozent haben sich die Preise für leichtes Heizöl mehr als verdoppelt. Der Besuch an der Tankstelle kostete 47,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Erdgas verteuerte sich um 41,8 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate im März bei 3,6 Prozent gelegen.

Für Nahrungsmittel mussten Verbraucher 6,2 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor, der Preisauftrieb verstärkte sich damit. Teurer wurden vor allem Speisefette und Speiseöle (plus 17,2 Prozent). Gegenüber dem Vormonat Februar kletterten die Verbraucherpreise insgesamt um 2,5 Prozent.

Ökonomen rechnen für das Gesamtjahr derzeit mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von mehr als sechs Prozent in Europas größter Volkswirtschaft.

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Mit Material der dpa // tlf

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