Brave erfüllt nach kurzer Testphase einen langjährigen Wunsch vieler Nutzer. Mit Version 1.92 führt der Browser für den Desktop sogenannte Container ein. Damit lassen sich Browser-Tabs voneinander isolieren, sodass Cookies und andere Website-Daten getrennt gespeichert werden.
Der praktische Nutzen? So könnt ihr beispielsweise mehrere Konten derselben Webseite gleichzeitig in einem Browserfenster verwenden, ohne ständig zwischen Profilen wechseln oder euch neu anmelden zu müssen. Das dürfte vor allem für Nutzer interessant sein, die berufliche und private Accounts parallel verwenden oder ihre Browsing-Aktivitäten besser voneinander trennen möchten.
Die Einrichtung ist laut Brave unkompliziert. Ein Rechtsklick auf einen Tab genügt, anschließend wählt ihr „Open in container“ und entscheidet euch für eine Kategorie. Eigene Container-Kategorien lassen sich später in den Einstellungen unter „Content“ anlegen oder bearbeiten.
Brave weist außerdem darauf hin, dass die neuen Container unabhängig von den bestehenden Datenschutzmechanismen arbeiten. Der Browser setzt bereits auf sogenanntes Partitioning, bei dem jede Website und deren Drittanbieter-Anfragen voneinander getrennt werden. Das soll verhindern, dass Tracker Nutzer seitenübergreifend im Web verfolgen. Die neuen Container dienen daher in erster Linie der organisatorischen Trennung von Sitzungen und Konten.
Die Funktion wird mit Brave 1.92 für Desktop eingeführt. Der Rollout erfolgt schrittweise über mehrere Tage. Falls die Option bei euch nach dem Update noch nicht auftaucht, müsst ihr euch also möglicherweise noch etwas gedulden. Google: Bitte Schub bei Chrome geben. Das fehlt. Firefox hat es auch und es ist super.
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