Anker MagGo 3-in-1: Klappbare Ladestation zum Reisen mit Qi2 ausprobiert

Mittlerweile ist auch Anker auf den Zug von Qi2 aufgesprungen. Wobei sich die klappbare 3-in-1-Ladestation vorrangig an Apple-Nutzer richtet, bislang ist Qi2 aber auch noch nicht wirklich vertreten. Bei drahtlosen Ladestationen bin ich grundsätzlich Fan der Qualität und Materialwahl der Produktpalette von Nomad. Die Anker MagGo 3-in-1 weckte mein Interesse da eher von anderer Seite her: Sie ist zusammenklappbar und könnte damit ein prima Gadget für unterwegs bzw. zum Reisen darstellen. Die neue Ladestation ähnelt ein wenig dem Anker Cube, den es nach wie vor noch am Markt gibt, aber eben kompakter.

Drei Ladeflächen gibt es bei der MagGo 3-in-1: einmal mit Qi2 und damit MagSafe-Kompatibilität, einmal fürs (Schnell)-Laden der Apple Watch sowie ein weiteres Ladepad für True-Wireless-Kopfhörer. Im Lieferumfang beiligend ist außerdem ein 40-Watt-Netzteil mit Power-Delivery-Unterstützung und USB-C-Anschluss. Grundsätzlich sollte ein Netzteil mit 30 Watt ausreichen.

Das alles ist gepackt in ein Gehäuse mit knapp 195 Gramm Gewicht. Das ist für unterwegs nicht ohne, tatsächlich hätte ich mir aber auch gewünscht, dass die Ladestation ein Stück dünner ausfällt – aber das ist wirklich meckern auf hohem Niveau, bleibt aber auch Luft für eine neue Generation. Im eingeklappten Zustand misst die Ladestation 89 x 60 x 25 Millimeter.

In eine ähnliche Kerbe haut auch das beiliegende Netzteil: Da hat Anker so kompakte Netzteile der Nano-Serie seit jeher und hier verspielt man die Chance ein solches kompakteres Netzteil im Lieferumfang beizulegen. Praktisch: Netzteil, Kabel sowie die Ladestation selbst sind alle separat. Da kann man auch mal gegen ein anderes Netzteil oder längeres Kabel etwas tauschen, auch im Falle eines Defekts ist das eine nachhaltige Angelegenheit. Zudem lässt sich die Ladestation dann auch abklemmen und das Netzteil dann an einen Mac oder ein iPad anstecken – da könnte man also ebenfalls, wenn richtig ausgewählt (oder man gibt sich mit den 40 Watt genügsam), mit einem einzigen Netzteil unterwegs sein. Soll es mal etwas schneller beim Aufladen fürs Smartphone sein, dann lässt sich ein aktuelles iPhone oder ein Smartphone über USB-C auch weiterhin direkt am Netzteil laden, das Kabel ist ja flott abgesteckt. Auch ohne angeschlossenes Netzteil wird die Ladestation dann zum praktischen Ständer.

Die Ladestation selbst ist super verarbeitet und macht einen wertigen Eindruck. Der wird auch nicht durch die Materialwahl von Kunststoff getrübt. Der Magnet hält das Smartphone bombenfest auf der Ladestation. So fest, dass man, wenn man das Smartphone in die Hand nimmt, die Ladestation mit vom Tisch abhebt.

Die MagGo 3-in-1 lässt sich in verschiedene Winkel einstellen. Hat den Vorteil, dass zusammengeklappt, da auch ein Smartphone ohne entsprechende Magnete laden kann. Je nach Winkel wackelt das Smartphone-Display mal mehr, mal weniger, wenn man es bedient. Voll aufgerichtet hat ein iPhone 15 Pro Max gerade so Platz und stößt nahezu an den Untergrund an, je nach Hülle wird dieser Untergrund erreicht – nicht weiter dramatisch. Auch sonst hat man für das Pro-Max-Modell knapp kalkuliert. So lässt sich das magnetisch befestigte 15 Pro Max nur gerade so vom Hoch- ins Querformat und vice versa drehen. Nahezu schrammt man da am Kamera-Bump, mit entsprechender Schutzhülle passt es nicht mehr vorbei. Eine kleine Erhöhung der Ladefläche könnte hier helfen.

Die Ladestation ist zudem eines der Modelle, welche das schnelle Aufladen der Apple Watch unterstützt. Der Ladepuck für die Smartwatch ist im Boden versenkt. Klappt man ihn heraus, findet auch eine Watch mit einem durchgehenden Armband, wie die Solo Loops, darauf Platz. Erinnert mich aufgrund der proprietären Ladelösung für eine Apple Watch aber daran, dass ein einheitlicher Ladestandard für Smartwatches mehr als überfällig ist. Ein dediziertes Modell für die Pixel Watch oder vergleichbares in der Android-Welt hat Anker, wie auch diverse andere Hersteller, nicht im Portfolio.

Unterm Strich? Die Anker MagGo 3-in-1 hält dahingehend, was sie verspricht, dass sie drei Geräte drahtlos und mit ihrer maximalen Geschwindigkeit lädt. Und das Ganze in einem kompakten Format. Für mich ist sie optimaler Reisebegleiter, wenn man auch mit einer Apple Watch unterwegs ist. Das spart das zusätzliche Einpacken weiterer Kabel für Watch und True Wireless Kopfhörer. Und zu Hause macht sich die Ladestation an einem fixen Standort auch ganz gut. Preislich ruft Anker knapp 88 Euro auf. Wer warten kann, bekommt es im Angebot auch noch günstiger. Für das Gebotene sicherlich eine faire Angelegenheit.

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Anker Prime Lade-Dock (160W): Ein erster Blick

Anker hat aktuell sein Anker Prime Lade-Dock (160W) vorgestellt. Als MacBook-Benutzer mit externem Monitor habe ich da gerne ein Auge draufgeworfen, denn Docking- und Lade-Lösungen sind nie verkehrt, wenn man sich nicht mit zu viel Kabel-Gedöns am Book herumschlagen will. Beim Ausprobieren sind mir einige Dinge aufgefallen, die man vielleicht bedenken sollte.

Grundsätzlich:

Das Anker Prime Lade-Dock (160W) kommt mit 14 Anschlüssen daher: Drei USB-Anschlüsse zum Aufladen, sechs USB-Anschlüsse für die Datenübertragung, ein Gigabit-Ethernet-Anschluss, ein vollwertiger Upstream-Anschluss, eine 3,5-Millimeter-Audiobuchse, zwei HDMI-Video-Ausgänge mit 4K-Auflösung bei 60 Hertz und eine kombinierte Ladeleistung von 160 Watt.

Das Anker Prime Lade-Dock (160W) kommt mit glänzender Front daher, ein Display zeigt oben an, was aktuell an Watt durchgepeitscht wird – das ist ganz nett. Das Gehäuse selbst ist aus Kunststoff, unten findet ihr gummierte Füße gegen mögliches Rutschen oder Kratzer vor.

Über einen Knopf auf der Oberseite lässt sich das Ganze auch umschalten, sodass man die Belegung der Ports sieht. Das ist relativ unspannend, denn es wird kein Speed angezeigt, sondern lediglich, dass etwas angeschlossen ist (bei den Datentransfer-Ports).

Bei den Energie-Ports wiederum seht ihr, was Watt-technisch abgeht. Obwohl Anker mitteilt, dass die Datenports nur für Daten sind, stimmt das nicht. Da könnt ihr auch Saft herausquetschen, wie mein Test ergab. Lohnt sich aber nur bedingt, 7,5 Watt habe ich gemessen.

Ansonsten funktioniert tatsächlich alles wie gewünscht und erwartet. Allerdings muss man unter Umständen etwas beachten, je nachdem, welches Equipment man benutzt. Ich habe das Ganze hier an unterschiedlichen Rechnern getestet, die Nutzung von externen Monitoren funktioniert 1a, allerdings müssen MacBook-Besitzer unter Umständen (je nach Monitor) umdenken.

Das Träumchen wäre gewesen, hätte ich das Dock an mein MacBook anklemmen können und den Monitor ebenfalls. Da es sich um ein Apple Studio Display handelt, funktioniert das nicht. Warum? Weil nur HDMI möglich ist, sprich: Ein Monitor mit anderem Anschluss muss weiterhin an das Notebook. Weiterer Nachteil? Das Durchschleifen von Thunderbolt (USB 4) ist nicht möglich.

Wer da eine entsprechende SSD im Einsatz hat (ich nutze dieses, 6 Jahre alte Modell), muss diese weiterhin am Rechner anschließen, am Dock geht es leider nicht. Letzten Endes ist zwar USB-A und USB-C verbaut, die sind aber USB 3.1 Gen. 2. und unterstützen max. 10 Gbit/s. Klar, mein Nischenproblem, soll aber erwähnt sein.

Ansonsten kann ich nicht wirklich meckern, was angegeben wird, wird auch gehalten. Alternativtipps? Da muss man schauen, was man braucht. Anker-Produkte sind oft im Angebot, das Anker Prime Lade-Dock (160W) wird man auf kurz oder lang günstiger schießen können, alternativ Augen auf, auch andere Hersteller bieten in der Preisregion schon Dockingstations an, die dann auch 40 Gbit/s, Kartenleser und Thunderbolt 4 unterstützen.

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Dyson OnTrac – Neuer Kopfhörer angehört

Dyson ist bekannt für seine Staubsauger und Lüfter/Luftreiner. Das Unternehmen hat sich mit dem Dyson Zone jedoch auch schon in unbekanntes Terrain gestürzt und dabei erste Erfahrungen im Audio-Bereich gesammelt. Nun hat man mit dem OnTrac aber ein Modell auf den Markt geworfen, das ohne Luftreiniger-Schnickschnack auskommt und euch beim Tragen nicht wie Bane aus Batman aussehen lässt.

Direkt beim Auspacken fällt auf, was für ein Monstrum in puncto Abmessungen man hier konstruiert hat und dass das Design auch wieder etwas Besonderes sein musste. Damit fällt man auf jeden Fall auf. Was außerdem neu ist bei einem Modell von Dyson: Die Abdeckkappen der Ohrmuscheln und die Ohrpolster lassen sich austauschen und Dyson bietet natürlich entsprechende Teile an. Kappen und Polster kosten je 50 Euro und man kann sich damit den ganz eigenen Look bauen. 

Zurück zum Kopfhörer selbst. Der kommt gleich in zwei Boxen zu euch. Eine feste Box aus Pappe und eine aus Gummi, die aber für das Tragen im Rucksack vollkommen ausreichend ist. In dieser findet sich auch eine kleine Tasche, in die ihr das Kabel packen könnt. 

Die Kopfhörer sehen nicht nur wertig aus, sie sind es auch. Man bekommt viel Metall präsentiert und die Verarbeitungsqualität ist rundherum hervorragend. Knapp 450 Gramm wiegt das gute Stück und ist damit natürlich um einiges schwerer als die Konkurrenz, die komplett auf Kunststoff setzt. Neben den verwendeten Materialien ist das Teil obendrein leider auch nicht wirklich eines der kompakteren Over-Ear-Modelle. Der OnTrac ist ein wirklich großer Kopfhörer, dadurch kann es auch beim Tragen des Gerätes um den Hals etwas unkomfortabel werden. Etwas kleiner hätte es ruhig sein dürfen. Dennoch: Größe und Gewicht sind beim normalen Tragen zwar spürbar, aber kein K.-o.-Kriterium, da das doch hohe Gewicht durch das Kopfband und die sehr gute dort angebrachte Polsterung hervorragend verteilt wird. Die AirPods Max sind da vor allem nach langem Tragen unbequemer. Einziger Kritikpunkt: Die dicken Ohrpolster sind vor allem bei höheren Temperaturen viel zu warm und sorgen für eine Menge Schwitzen. 

Die Bedienung des Kopfhörers ist schnell erklärt. Der Power-Button ist gleichzeitig der Button für das Bluetooth-Pairing. Auf der anderen Seite gibt es einen kleinen Joystick, mit dem man die Lautstärke regeln, die Titel steuern oder Anrufe annehmen / ablehnen kann. Das ist einfach und geht schnell von der Hand. Besser als eine frickelige Touch-Steuerung. Ein Wort noch zur App. Dort findet ihr ein paar Einstellungen und die Übersicht, wie lange ihr, welcher Lautstärke ausgesetzt wart. Das hat der OnTrac von dem Zone geerbt. Ich habe die App lediglich zur Einrichtung gebraucht. Ein ständiger Begleiter ist das aus meiner Sicht nicht. 

Doch wie klingt der Kopfhörer denn? Das kommt bei dem Modell ganz darauf an, ob ihr mit oder ohne ANC hört. Mit ANC ist der Sound direkt beim ersten Einschalten genau so, wie zumindest ich ihn gerne habe. Ein ausbalanciertes Profil mit einer Menge Details in allen Frequenzen und auch genügend Druck im Bassbereich. Viel Volumen wird dem Hörer präsentiert, was gefällt. In der App könnt ihr je nach Gusto noch ein anderes Klang-Preset wählen. Da gibt es Enhanced und Bass Boost neben dem bereits voreingestellten neutralen Preset. Enhanced ist mir persönlich dann schon einen Tick zu Bass-lastig, bei Bass Boost wird es dann meiner Meinung nach zu viel des Guten. Da bin ich aber mit meiner Meinung sicher keine Referenz für alle Hörer. Jeder mag den Klang etwas anders und von daher ist hier meiner Meinung nach für fast jeden etwas dabei. Was meiner Meinung nach fehlt, ist eine erweiterte Option, die dem Nutzer die Möglichkeit gibt, selbst am EQ zu schrauben. Generell gefällt mir das aber schon sehr gut und man kann mit dem Modell bei jeder Musikrichtung etwas anfangen, auch wenn im Bereich der Präzision hier und da sicher Luft nach oben ist. Vielleicht hätte Dyson sich ja auch noch etwas im Bereich eines persönlichen Hörprofils überlegen können, das man etwa über einen kurzen Hörtest hätte ermitteln können. 

Was mich dann doch überraschte, war der Klang ohne ANC. Schaltet man die Geräuschunterdrückung aus, wird der Klang plötzlich sehr flach und man muss beim Klangprofil dann doch nachregeln, um mehr Bass zu erzeugen. Das Verhalten ist per se nichts Ungewöhnliches bei Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung, sollte jedoch erwähnt werden. Einen derartigen Qualitätsunterschied zwischen den Modi hatte ich so noch nie. 

Weil wir gerade bei ANC waren. Generell muss man sagen, dass die aktive Geräuschunterdrückung hier sehr gut funktioniert, die gute passive Unterdrückung durch die Ohrpolster tut aber auch ihren Dienst. Im direkten Vergleich mit etwa einem AirPods Pro Max oder den Sonys muss man jedoch ein wenig Abstriche machen. Dennoch hat man damit zum Großteil seine Ruhe. Einen Transparenz-Modus gibt es natürlich auch, den man über einen doppelten Tipp auf den Ohrmuscheln aktiviert. Generell kann man mit dieser Geste zwischen den Modi wechseln. Die Geräusche werden sehr gut erfasst und wiedergegeben. Lediglich die AirPods machen das meiner Meinung nach etwas besser. 

Die Akkulaufzeit des Kopfhörers gibt Dyson mit 55 Stunden an und das ist meinem Test nach auch bei ANC und mittlerer Lautstärke locker zu erreichen. Das ist ein sehr guter Wert. Die meisten Modelle rangieren mit 40 Stunden weit darunter. Insgesamt drei Stunden dauert das volle Aufladen. Innerhalb von 10 Minuten kann man aber 2,5 Stunden Wiedergabezeit in den Akku pumpen. 

Mein Fazit zu den Dyson OnTrac

Dyson legt mit diesem Modell einen gelungenen Start in dem Kopfhörersegment hin. Den Zone zähle ich mal nicht dazu, da der eher irgendwo zwischen Luftreiniger und Kopfhörer zu verorten ist. Die Verarbeitung ist super, der Klang toll, mit gutem ANC und einem sehr guten Transparenzmodus. Das Gewicht könnte etwas weniger sein aber da man auf einen großen Akku und Metall setzt, landet man schlussendlich in dieser Klasse. 500 Euro kostet das gute Stück und damit liegt man im Segment der AirPods Max. Teuer, aber auch dieses Modell wird sicher viele Abnehmer finden.

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Jabra Elite 10 Gen 2 und Elite 8 Active Gen 2 im Vergleich

Jabra hat im Juni zwei neue Kopfhörermodelle in den Handel gebracht: die Elite 10 Gen 2 und Elite 8 Gen 2. Bedauerlicherweise werden die beiden TWS-Earbuds wohl die letzten Exemplare ihrer Art sein. Denn der dänische Hersteller kündigte kurz nach der Vorstellung an, dass die Elite-Reihe eingestellt wird. Während ich bereits die Jabra Elite 10 Gen 2 getestet habe, hat Olli inzwischen auch seinen Testbericht der Elite 8 Active Gen 2 veröffentlicht. Ein guter Anlass, um beide Modelle noch einmal kurz für euch im Vergleich unter die Lupe zu nehmen.

Vorausschicken möchte ich, dass ich es schade finde, dass Jabra die Elite-Reihen einstellt. Über die Jahre habe ich mir viele Kopfhörer des Herstellers angehört und sogar einmal deren Firmensitz besucht. Dort habe ich damals ein sehr kompetentes und sympathisches Team kennengelernt, das voll hinter seinen Produkten steht. Für immer bei mir ins Gedächtnis eingebrannt haben sich die Jabra Elite Sport – meine ersten TWS-Kopfhörer überhaupt. Leider hat der Hersteller jenen nie einen vollwertigen Nachfolger spendiert.

Da kommen wir aber auch zu manchen Fehlern, die sicher zum Ende der Jabra Elite beigetragen haben. So zog das Unternehmen etwa nie zu anderen Anbietern gleich, was hochwertige Bluetooth-Codecs betrifft. Auch die Jabra Elite 10 Gen 2 und 8 Gen 2 unterstützen deswegen nur SBC und AAC. Das sollte bei Flaggschiffen im Jahr 2024 anders laufen. Zumal günstigere Modelle, wie die Elite 4, aptX geboten haben.

Ob die Jabra Elite 10 Gen 2 und Elite 8 Active Gen 2 jetzt noch am Markt ein letztes Aufbäumen bewältigen? Schauen wir doch einmal genauer auf das, was die Kopfhörer so anbieten.

Jabra Elite 10 Gen 2 und Elite 8 Active Gen 2: Die Kernfunktionen

So haben die Jabra Elite 10 Gen 2 und Elite 8 Gen 2 durchaus einige Gemeinsamkeiten. Etwa bieten beide Exemplare das neue Smart Case. Jenes könnt ihr über das beiliegende Kabel auch mit konventionellen Ports für 3,5-mm-Audio verbinden. Der Clou: So könnt ihr Bluetooth-Sound von so gut wie jedem Gerät erhalten, ein Cinch-Anschluss genügt. Denn das Smart Case verarbeitet den Ton dann weiter und schickt ein LC3-codiertes Signal mit niedriger Latenz an die Earbuds.

Für Telefonate verwenden beide Modelle zudem sechs MEMS-Mikrone und unterstützen die aktive Geräuschunterdrückung auch für Anrufe. Gemeinsam ist den beiden Kopfhörer-Varianten ebenfalls eine Sidetone-Funktion, über die ihr bei Anrufen eure eigene Stimme hört. Auch die Trageerkennung ist bei sowohl den Elite 10 Gen 1 als auch den Elite 8 Active Gen 2 vorhanden. Selbiges gilt dann auch für Bluetooth Multipoint, Spotify Tap, Fast Pair und Swift Pair.

Beide TWS-Kopfhörer bringen Öffnungen zum Druckausgleich mit, um den Tragekomfort zu erhöhen. Sie decken gleichermaßen einen Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz ab. Mono- und Transparenz-Modi? Auch das bieten beide Varianten. Selbst Wireless Charging ist bei sowohl den Jabra Elite 10 Gen 2 als auch den Elite 8 Active Gen 2 vorhanden. Was also die Features betrifft, so gibt es auf den ersten Blick keine wahnsinnigen Unterschiede.

Das unterscheidet die beiden TWS-Earbuds

Natürlich lohnt aber der Blick in die Details. So unterstützen zwar beide TWS-Kopfhörer ANC, doch bei den Jabra Elite 10 Gen 2 ist es eine höherwertige Variante. Dann gibt es Unterschiede, was den Spatial-Klang betrifft. Das Flaggschiff kann mit Dolby Atmos aufwarten. Bei den Jabra Elite 8 Active Gen 2 ist es nur Dolby Audio. Die kleineren Treiber des zuletzt genannten Modells begrenzen zudem die Klangqualität.

Jabra Elite 10 Gen 2 Jabra Elite 8 Active Gen 2
Treibergröße 10 mm 6 mm
ANC Advanced ANC Adaptive Hybrid ANC
3D-Audio Dolby Atmos Dolby Audio
Design Geschlossen Halboffen
Tragekomfort ComfortFit ShakeGrip
Akkulaufzeit Bis zu 36 Stunden (ohne ANC) Bis zu 56 Stunden (ohne ANC)
Preis 279,99 Euro 229,99 Euro

Der Blick in die Tabelle zeigt euch, dass andere Unterschiede schlichtweg neutral sind. So sind die Jabra Elite 10 Gen 2 dank des ComfortFits-Designs für besonders lange Tragedauern ausgelegt. Die Jabra Elite 8 Active Gen 2 hingegen setzen auf eine ShakeGrip-Oberfläche. Dadurch sitzen sie fester und sicherer im Ohr, was euch beim Sport gelegen kommen dürfte. Auch weisen sie eine wesentlich längere Akkulaufzeit auf, was dem kleineren Audiotreiber geschuldet sein dürfte.

Als Flaggschiff kosten die Jabra Elite 10 Gen 2 50 Euro mehr als die Jabra Elite 8 Active Gen 2. Das geschlossene Design sorgt beim zuerst genannten Modell für eine noch etwas bessere, passive Geräuschisolierung.

Jabra Elite 10 Gen 2 vs. Elite 8 Active Gen 2: Meine Meinung

Ich konnte mir in den letzten Wochen nicht nur die Jabra Elite 10 Gen 2 anhören, sondern auch die Elite 8 Active Gen 2. Ich bin der Meinung, dass sich Jabra mit beiden Modellen würdig aus dem TWS-Segment verabschiedet. Dabei fällt für mich persönlich weder Dolby Atmos noch Dolby Audio als Kaufargument ins Gewicht, da ich das als reine Spielerei ansehe, die für mich keinen echten Mehrwert hat. So sehr ich Surround- und 3D-Sound im Heimkino liebe, so überflüssig finde ich die Simulation bei Kopfhörern bzw. Musik. Ist das Ganze für euch wichtig, dann sind die Elite 10 Gen 2 aber die bessere Wahl.

Die Geräuschunterdrückung sehe ich weder bei den Elite 10 Gen 2 noch den Elite 8 Active Gen 2 an vorderster Front im TWS-Bereich. Dennoch hat sich Jabra hier gegenüber den Vorgängermodellen stark verbessert. Wer sich stärker isolieren möchte, ist da mit dem Flaggschiff am besten bedient. Daher würde ich die Elite 10 Gen 2 z. B. zum Pendeln in öffentlichen Verkehrsmitteln vorziehen. Beim Sport gewinnen aber, wenig überraschend, die Elite 8 Active Gen 2, deutlich. Sie sitzen wegen ihrer ShakeGrip-Beschichtung wesentlich sicherer im Ohr.

Was Telefonate betrifft, sehe ich beide Modelle gleichauf, was mir meine Gesprächspartner auch so bestätigt haben. Aber: Die Musikwiedergabe ist ein Vorteil der Jabra Elite 10 Gen 2, denn die deutlich größeren Treiber spielen da ihre Stärken aus. Der Klang ist voller und dynamischer, was man sowohl bei melodie- als auch rhythmusbetonter Musik rasch zu schätzen weiß. Als Allrounder sind die Elite 10 Gen 2 also definitiv besser geeignet. Für den Sport sind die Elite 8 Active Gen 2 aber wegen des wesentlich besseren Sitzes vorzuziehen.

Alternativen gibt es da natürlich einige. Für kleines Geld und wenn der Klang im Vordergrund steht, kann ich etwa als Geheimtipp die kürzlich von mir angehörten Audio-Technica ATH-CKS30TW empfehlen. Und im Apple-Kosmos bevorzugt sicher mancher Leser die AirPods-Varianten, gerade wenn Spatial Audio gewünscht ist. Für den Sport wiederum sind ja gerade Open-Ear-Kopfhörer diverser Hersteller im Kommen. Ihr habt da also reichlich Auswahl.

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Fender x Teufel ROCKSTER AIR 2 im Test – Macht eure Party lauter

Teufel hat den ROCKSTER AIR 2 schon länger im Programm. Kürzlich hat man mit Fender aber eine Kooperation angekündigt und die ROCKSTER-Serie im neuen Design aufgelegt, das an die Gitarrenverstärker des Herstellers erinnert. Da ich hauptsächlich im Metall-/Rock-Segment unterwegs bin und selbst Gitarre spiele, wollte ich mir den Lautsprecher mal anschauen. Auf der Suche nach etwas Größerem für die hier regelmäßig stattfindenden Meetings war ich ohnehin.

Kurz zum AIR 2 selbst. Er stellt weitestgehend die Mitte der Serie dar. Er ist wesentlich größer als CROSS und GO 2, aber hingegen nicht so ein unportables Monstrum wie der große ROCKSTER. Konkret misst das Gerät 32,3 x 58,9 x 34,4 Zentimeter und ist 14,15 Kilogramm schwer. Kein Leichtgewicht, aber auch nicht so schwer, dass man ihn nicht mit zum übernächsten Nachbarn tragen kann. Das Gerät ist für den Outdoor- und Indoor-Bereich gedacht, hat aber keine IP*-Zertifizierung. Ein paar Tropfen machen ihm sicher nichts aus, muss man aber nicht ausprobieren. Es gibt jedoch Schutzhüllen (von anderen Anbietern) dafür und zum Tragen kann man auch einen »Rucksack« bei Teufel kaufen, den man zusammen mit deuter entwickelt hat und der stolze 120 Euro kostet.

Das Design des Teufel-Lautsprechers war unter anderem ein Grund, warum ich mal einen Blick darauf werfen wollte. Es fügt sich nahtlos in die Fender-Designsprache ein. Im oberen Bereich des Lautsprechergrills, der in einem dunklen Silber gehalten ist und ebenfalls in Silber umrahmt ist, befindet sich ein Fender X Teufel-Logo. Die Seiten sind komplett schwarz. Damit bleibt der Lautsprecher klassisch und simpel, ist dennoch ein Hingucker. Vor allem dann, wenn man mit Fender etwas anfangen kann. Der normale ROCKSTER AIR 2 ist komplett schwarz. Auf dem rot umrandeten Grill prangt dann jedoch ein dominantes rotes Teufel-T.

Das Gerät selbst steht auf robusten Gummi-Füßen, die die Vibrationen nach unten gut abfangen. Seitlich gibt es zwei große Ausgänge für den Woofer. Oben befindet sich die Steuerzentrale und ein großer und handlicher Griff zum Tragen des Lautsprechers. Es gib insgesamt drei Buttons: Einer zum An/Ausschalten, einer für das Bluetooth-Pairing und einer für Play/Pause. Zwei mittelgroße Drehknöpfe zum Regeln von Bass und Treble gibt es ebenfalls. Ein LED-Ring zeigt, wie stark die Einstellung gerade ist. Darunter findet sich der dominante Drehknopf für die Lautstärke, auf dem das Teufel-T (ebenfalls beleuchtet) prangt. Auch hier zeigt der LED-Ring die aktuelle Lautstärke an. Zu guter Letzt gibt es noch 4 LED, die den aktuellen Eingang anzeigen.

An der Rückseite gibt es dann noch mehr einzustellen. Dort kann man beispielsweise über 4 LED den aktuellen Akkustand anzeigen lassen oder in den ECO-Modus schalten, der für eine längere Laufzeit sorgt. Zusätzlich gibt es Buttons für Party Link. Mit dieser Funktion kann man zwei oder mehrere Lautsprecher zusammenschließen. Der Teufel-Lautsprecher kann auch als Powerbank benutzt werden. Dafür gibt es hier einen USB-C-Anschluss. Per DC-In kann auch eine externe Batterie angeschlossen werden. Unten drunter gibt es den Netzteil-Anschluss zum Aufladen oder zum Betreiben am Netz. Der Lautsprecher kann entweder per Bluetooth-Zuspieler, Aux-in, Instrument-In (Gitarren-Anschluss), Mic/Line-In oder mehrere zusammen betrieben werden. Für jeden Input findet ihr hier auch einen Drehknopf zum Regeln der Input-Lautstärke. Das ist es dann auch schon. Eine App hat Teufel hier nicht bereitgestellt. Als Nice-To-Have oder zum Regeln eines Equalizers wäre das sicher schön gewesen. Den konkreten Akku-Stand sieht man leider auch nicht. Der Betrieb ist aber auch ohne App kein Problem. Zum Großteil habe als Zuspieler Bluetooth genutzt. Als Codec unterstützt Teufel bei dem Gerät AAC, aptX und auch aptX-HD. Per Android-Smartphone kann man also auch 24-Bit-Musik direkt über Bluetooth in den Lautsprecher schieben.

Kommen wir zum Klang. Teufel verbaut einen 25mm-Hochtöner und einen 250mm-Tieftöner, die zusammen die Puppen zum Tanzen bringen. Vor allem im Bassbereich spielt der Lautsprecher seine Stärken aus. Das erwartet man grundsätzlich von einer Partybox, sorgt aber auch dafür, dass je nach Musikrichtung die Details in Höhen und Mitten etwas zu kurz kommen. Wer Freund eines neutralen und ausbalancierten Klangprofils ist, wird vom Teufel-Lautsprecher nicht so gut bedient. Über die Regler für Höhen und Bässe kann man etwas nachregeln, das Feintuning über einen EQ fehlt. Das liest sich schlimmer als es ist, denn der Lautsprecher ist auch gar nicht dafür gedacht, entspannt auf dem Sofa zu liegen und dort die gemächlichen aber detailreichen Klänge der Musik aufzunehmen. Wer sich ein derartiges Teil kauft, will Menschen beschallen. Menschen, die sich laut unterhalten, Kinder toben und die Geräusche von Pool und Co. dazwischen wabern. Und genau hier macht der ROCKSTER AIR 2 alles richtig. Er durchdringt das Gemenge, bringt die Musik in die Ohren und unterhält. Auch voll aufgedreht rutscht dem Lautsprecher da nichts weg (wenn man ein paar Meter wegsteht)und ich könnte hier gut und gern das halbe Dorf unterhalten. Vor allem die Tiefen drücken dann in die Magengegend – das macht Spaß! Die Möglichkeit, am Abend noch die Gitarre und Mikro anschließen zu können, selbst in die Saiten zu hauen und zu singen, gefällt.

Der Lautsprecher macht nicht nur laute Musik, sondern hält auch lange durch. Insgesamt 58 Stunden kann man mit dem Gerät laut Hersteller Musik hören, wenn man mit einer moderaten Lautstärke unterwegs ist. Das kann ich bestätigen. Das Teil hält unfassbar lang durch. Die Ausdauer reduziert sich natürlich entsprechend, wenn man mit voller Kraft unterwegs ist. Da sollen es im Eco-Modus aber immer noch 31 Stunden sein. Das konnte ich nicht ausprobieren, da ich sonst Probleme mit meinen Nachbarn bekommen würde. Das Beste daran ist aber: Der Akku sitzt hinten, hinter einer Klappe. Die kann ohne Schraubenzieher geöffnet werden und den Akku kann man zügig per Hand tauschen. Schade: Der Akku lässt sich nur IN der Box aufladen. Ein Ersatzakku kostet knapp 80 Euro. Ist man länger unterwegs, lädt man einfach zwei Akkus auf und tauscht zwischendrin schnell aus.

Mein Fazit zum ROCKSTER AIR 2

Teufel hat mit dem ROCKSTER AIR 2 einen wirklich guten Party-Lautsprecher im Programm, der nun im neuen Fender-Design sicher vorwiegend Fans der Marken anspricht. Der Lautsprecher überzeugt mit einem guten Klang und einem druckvollen, tiefgreifenden Bass. Das gute Stück sollte auch für größere Partys locker ausreichen, wer mehr will, muss zum großen, aber alten Bruder – dem ROCKSTER auf Rollen – greifen oder kauft einen zweiten AIR 2. Der ROCKSTER AIR 2 kostet im Fender-Design knapp 700 Euro, was im Vergleich zu einer JBL Partybox schon eine Ansage ist. Die ist um einiges preiswerter unterwegs. Der ROCKSTER AIR 2 im Teufel-Design kann im Moment für knapp 600 Euro erworben werden.

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