Streaming und Fernsehen: Bis 2030 könnte der Markt auf über 1 Billion US-Dollar Umsatz pro Jahr kommen

Omdia Research hat sich den Markt für Fernsehen und Streaming im Rahmen einer langfristigen Prognose angeschaut. Demnach rechnet man damit, dass die Branche bis 2030 jährlich rund 1 Billion US-Dollar Umsatz zustande bringen könnte. So gewagt wirkt diese Vorhersage nicht, denn schon 2025 überschritt man die Marke von 775 Mrd. US-Dollar. Einen erheblichen Anteil an den Einnahmesteigerungen dürfte laut den Marktforschern die Werbung haben.

Demnach rechnet man mit einem Anstieg der Einnahmen durch Werbung von 309 Mrd. US-Dollar im letzten Jahr auf 540 Mrd. US-Dollar im Jahr 2030. Dabei bezieht Omdia Research aber nicht nur das klassische Fernsehen und kostenpflichtige Streaming-Dienste wie Netflix ein, sondern auch Plattformen wie TikTok oder YouTube. Vor allem diese Videoplattformen dürften in den nächsten Jahren weiter wachsen. Parallel rechnet man mit einem weiteren Bedeutungsverlust des linearen Fernsehens. Da dürften die Werbeeinnahmen von 123 auf 113 Mrd. US-Dollar pro Jahr sinken. Die Pay-TV-Umsätze könnten sich von 169 auf 159 Mrd. US-Dollar verringern.

Letzten Endes rechnen die Analysten damit, dass immer mehr Menschen mobil Videoinhalte konsumieren werden – in hoch personalisierter Form. Deswegen setzen auch immer mehr Werbetreibende auf personalisierte Werbung in Social Media. Das sei effektiver als das Schalten von Spots im linearen TV-Programm, das vor allem für jüngere Menschen immer weniger relevant ist.

Die Macht im Werbegeschäft verschiebt sich damit vom Fernsehen hin zu Social Video, wo das zukünftige Wachstum wohl zu finden sein werde.

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TV: Google, Amazon und Netflix krallen sich das Anzeigen-Geschäft

Copyright: Omdia

Das klassische Fernsehen verliert weiter an Boden, während das sogenannte Connected TV (CTV) massiv zulegt. Laut aktuellen Daten von Omdia klettert der weltweite Werbeumsatz in diesem Bereich von 44 Milliarden Dollar (knapp 40,5 Milliarden Euro) im Jahr 2025 auf satte 81 Milliarden Dollar (rund 74,5 Milliarden Euro) bis zum Jahr 2030.

In den 30er-Jahren dürften die Werbeeinnahmen über internetgestützte Fernseher sogar das lineare Fernsehen komplett überholen. Interessant dabei ist die Machtverteilung, denn drei große Player dominieren das Feld. Google, Amazon und Netflix werden bis 2030 voraussichtlich die Hälfte des gesamten Marktes unter sich aufteilen.

Google steht mit YouTube und seiner Werbeplattform ganz oben und sichert sich wohl 26 Prozent der weltweiten Einnahmen. Amazon nutzt die Verknüpfung von Prime Video und dem eigenen Shopping-Netzwerk, um auf 13 Prozent zu kommen.

Netflix holt durch das werbefinanzierte Abo-Modell auf und landet bei etwa 9 Prozent. Der Kampf um das Wohnzimmer findet nicht mehr nur über Inhalte statt, sondern über die Kontrolle der Plattformen und Betriebssysteme. Nicht unterschlagen sollte man Disney , die fallen durch eigene Sender aber in den Bereich der Broadcaster, wie auch HBO Max und Paramount.

Hardware-Hersteller geraten unter Druck, da das Geschäft mit den reinen Geräten kaum noch Gewinne abwirft. In Europa tut sich ebenfalls etwas bei den Systemen hinter der Mattscheibe.

VIDAA schiebt sich in diesem Jahr an vielen Konkurrenten vorbei auf den dritten Platz hinter Android TV und Tizen. Die großen Tech-Konzerne sichern sich den direkten Draht zum Zuschauer, während klassische Medienhäuser schauen müssen, dass sie in diesem Ökosystem aus gezielter Werbung und vernetztem Handel nicht den Anschluss verlieren. Das Fernsehen wandelt sich damit wohl endgültig zur digitalen Schnittstelle für Shopping und Daten. Womit mir direkt der Abschlusssatz von Peter Lustig einfällt…

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Samsung: So sieht das Fernsehen im Jahr 2026 aus




Wer heutzutage die Kiste anmacht, landet meist nicht mehr direkt im Vorabendprogramm, sondern auf dem Homescreen. Samsung Ads hat mit seinem aktuellen Report Behind the Screens 2026 mal wieder tief in die Daten von über 70 Millionen Smart-TVs in Europa geschaut und zeigt auf, dass sich das klassische Fernsehen weiter verabschiedet. In Deutschland ist der Wandel zum Streaming besonders deutlich, da hierzulande bereits 61 Prozent der Nutzung auf Streaming-Dienste entfallen. Das ist der Spitzenwert im Vergleich zu Großbritannien mit 60 Prozent, Frankreich mit 59 Prozent, Spanien mit 57 Prozent und Italien mit 43 Prozent.

Der Fernseher wird zum App-Schleuderer. Haushalte nutzten im letzten Jahr im Schnitt sechs verschiedene Apps auf ihrem Gerät. Insgesamt wurden 4,83 Milliarden App-Starts in Deutschland gezählt, was ein Plus von 5 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Jüngere Nutzer treiben das Ganze voran, da sie etwa 23 Prozent mehr Apps verwenden als der Durchschnitt und dabei wenig loyal gegenüber einzelnen Plattformen sind. Denen ist egal, wo etwas läuft, solange der Inhalt stimmt. 85 Prozent der Leute nutzen den Homescreen als Startrampe, um überhaupt erst einmal zu schauen, was sie gucken wollen. Im Schnitt wird dieser Startbildschirm sechsmal am Tag angesteuert.

Die Fragmentierung ist massiv, denn das Angebot ist riesig. Allein im ersten Quartal 2026 kämpften über 650 Fußballspiele, 100.000 Titel auf Streaming-Plattformen und mehr als 90 neue Videospiele um die Zeit vor dem Schirm. Interessant ist die Verteilung beim linearen TV: Ein harter Kern von 24 Prozent der Nutzer verursacht 81 Prozent des klassischen Fernsehkonsums, während 27 Prozent der Geräte europaweit gar kein lineares Signal mehr empfangen oder nutzen, sondern nur noch streamen.

Beim Bezahlen sind die Deutschen recht beständig, denn 61 Prozent behalten ihre Abos das ganze Jahr über. Der Rest ist wechselhaft: 19 Prozent springen je nach Angebot hin und her, 14 Prozent setzen auf kostenlose, werbefinanzierte Dienste und 5 Prozent buchen nur für bestimmte Events oder Serien. Das Wohnzimmer bleibt dabei ein Ort für mehrere Personen, besonders zur Primetime um 19 Uhr wird gemeinsam geschaut. Auch Gamer sind eine spannende Gruppe, da sie überdurchschnittlich oft auf Empfehlungen am Homescreen reagieren und selten alleine vor der Konsole oder dem Stream sitzen. Am Ende entscheidet für über 80 Prozent der Befragten schlicht der Inhalt und nicht der Name des Senders oder der App.

Und ich? Nicht eine einzige App des TVs nutze ich, Anmachen, Konsole zum Zocken oder Apple TV für die Apps, das war es dann auch.

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Internationaler TV-Markt ist im 1. Quartal 2026 gewachsen

Der internationale TV-Markt ist im 1. Quartal 2026 trotz vieler wirtschaftlicher Krisen um 6 % gewachsen. Dies betrifft allerdings zunächst einmal die Auslieferungsmengen, welche sich auf 50,3 Mio. Einheiten erhöht haben. Die Marktforscher von Omdia mutmaßen, dass dahinter die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft stecken dürfte. Denn da rechnen viele Händler mit wachsenden Verkaufszahlen.

Bitte beachten: Die Auslieferungsmengen sind nicht mit verkauften Geräten gleichzusetzen. Denn das sind erst einmal nur Fernsehgeräte, welche die Hersteller an den Handel geliefert haben. Interessant: Das Wachstum zieht sich quer durch die Regionen, mit einer Ausnahme: China.

Das größte Wachstum hat es in Asien / Ozeanien (13 %) und Lateinamerika (12 %) gegeben. In beiden Regionen haben chinesische Hersteller zunehmend Geräte geliefert, um die Schwächen in ihrem Heimatland zu kompensieren. Trotz hoher Marktsättigung hat sich auch in den USA ein Plus von 11 % ergeben.

Laut Omdia wurden dabei im 1. Quartal 2026 auch rund 39.400 RGB-Mini-LED-LCDs ausgeliefert. Von dieser Technik versprechen sich besonders chinesische Hersteller viel, auch wenn sie weiterhin die klassischen Stärken und Schwächen der LCD-Technik verkörpert.

89 % der RGB-Mini-LED-Modelle sind dabei in China ausgeliefert worden – in Europa waren es z. B. nur 3 %. Omdia geht davon aus, dass die Technik in den kommenden Jahren eine größere Rolle am Markt einnehmen wird und womöglich einige Premium-Käufer aus dem OLED-Bereich abwirbt. Allerdings gibt es da ja auch schon andere Alternativen, wie Modelle mit Super Quantum Dots.

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Streaming-Leistung in Deutschland: Platz 13 im internationalen Vergleich




Pünktlich zur WM liefert nPerf frische Daten zur Streaming-Qualität im Festnetz. Deutschland landet mit einem Leistungsindex von 87,0 % auf dem 13. Platz innerhalb der Top 20 der teilnehmenden Nationen. Die Erhebung basiert auf Messwerten zwischen Januar und Mai 2026 und betrachtet, wie stabil Videos in Auflösungen von 720p bis hin zu 2160p über die heimische Leitung fließen.

An der Spitze thronen die USA, die Schweiz und Frankreich. Während Deutschland ein grundsätzlich ordentliches Bild abgibt, trennt sich die Spreu vom Weizen vor allem bei anspruchsvollen 4K-Inhalten oder zur Primetime, wenn die Netze stark ausgelastet sind. Im gesamten Ranking liegen die Teilnehmer eng beieinander. Zwischen dem Spitzenreiter USA und dem 20. Platz Saudi-Arabien liegen lediglich 10,6 Punkte Unterschied.

Reine Downloadraten sind für ein flüssiges Bild nicht alles. Es kommt auf das Zusammenspiel aus Latenz, Stabilität und der Anbindung an Content Delivery Networks an. Wer in Deutschland streamt, bekommt zwar meist ein flüssiges Erlebnis serviert, hinkt bei der Konstanz im Vergleich zu den Top-Nationen aber noch etwas hinterher.

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