Apple MagSafe Wallet mit „Wo ist?“-Integration angeschaut

Dieses Jahr hat Apple nicht nur klassische Hardware in Form von iPads und iPhones vorgestellt, auch neues Zubehör war dabei. Darunter auch ein MagSafe Wallet mit Einbindung in das Wo-ist-Netzwerk von Apple. Das habe ich mir einmal angeschaut. Wer es nicht kennt, der sei flott ins Boot geholt: Das MagSafe Wallet wird hinten an ein iPhone 12 oder neuer angebracht. Es nimmt drei Karten auf, beispielsweise Personalausweis, Führerschein und Krankenkassenkarte.

Mehr braucht man wohl nicht, wenn es nach Apple geht – denn bezahlt werden kann ja über Apple Pay. Während das letzte Modell nur anhaftete, gibt’s nun auf Wunsch einen Alarm, sofern das MagSafe Wallet vom iPhone abgelöst wurde. Die Einbindung im Wo-ist-Netzwerk sorgt dafür, dass man ein verlorenes MagSafe Wallet lokalisieren kann, auf Wunsch ist es möglich, dass ein Finder beim Anklippen jenes Wallets an sein iPhone eure Telefonnummer angezeigt bekommt, um euch zu kontaktieren.

Ein paar Erfahrungen der letzten Tage: Rein optisch ist es nicht von seinem Vorgänger zu unterscheiden. Auch die Stärke des Magneten scheint identisch. Die Integration des MagSafe Wallets in das Wo-ist-Netzwerk ist klasse gemacht. Schade: Man kann im Wo-ist-Netzwerk eingebundene Geräte im Wo-ist-Netzwerk nicht mit Familienmitgliedern teilen, auch das Wallet aus Leder nicht. Das angebrachte Wallet macht das iPhone natürlich dicker und hier ist fraglich, ob man sich das antun möchte.

Sollte man sich dazu entscheiden, so ein Wallet zu nutzen, dann muss man sehen, wie oft man an die Karten muss. Die bekommt man nämlich nicht so ohne Weiteres heraus. Dafür muss das Wallet vom iPhone gelöst werden – zumindest ich muss dies tun. Auf der Rückseite des MagSafe Wallet ist ein Loch. Damit schiebt ihr die Karte quasi raus. Beim Einstecken in die Hose hatte ich keine Probleme mit einem Ablösen des MagSafe Wallet. Ganz einfach, weil man wohl automatisch darauf achtet, wie man das Ganze einsteckt. Auch hier gilt: Ein Wallet am iPhone macht das Gerät auch in der Hosentasche dicker. Ebenso muss man beachten, dass nicht jede Hülle nutzbar ist.

Und das Orten? Ganz einfach: Ist das Wallet angegklippt, dann erkennt das iPhone den NFC-Part darin. Ihr könnt in der App Wo ist? das Wallet auch sehen. Wird das Wallet entfernt – weil ihr es verloren habt, dann wird euer iPhone nach einer Minute den Verlust melden. Klingt gut? Ist es in den meisten Fällen auch – es sei denn, man ist gerade aus der Bahn raus und jene weg. Da nützt die Minute auch nicht ganz so viel. Ebenso ist kein meldungsloses Abklippen an von euch festgelegten Orten möglich. Es geht nur: Melden oder nicht melden. Das ist hier die Frage.

Kann das Wallet dann wie ein AirTag getrackt werden? Nein. Ihr seht den Ort, an dem euer Wallet zuletzt von eurem iPhone gesehen wurde. Ihr müsst also auf einen ehrlichen Finder hoffen oder guter Dinge sein, dass das Wallet noch am Ort des Verlustes liegt. Und falls es jemand findet? Nun – mit einem Android-Gerät passierte bei mir nichts. AirTags kann man auslesen, beim MagSafe Wallet klappte das nicht. Andere iPhone-Nutzer (iPhone 12 oder höher) können das Wallet auslesen und eure Telefonnummer sehen, um euch zu kontaktieren. Gibt’s sonst etwas zu beachten? Ja, nicht unterstützt beim iPhone 12 Clear Case mit MagSafe. Nutzbar ist es da, aber ohne „Wo ist?“. Was kostet das „iPhone Leder Wallet mit MagSafe“? 65 Euro bei Apple.

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Nest Cam und Nest Doorbell mit Akku im Test

Da draußen gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Kamerasystemen für das vernetzte Heim. Lange am Markt, und in meinen Augen sehr stabil, ist die von Google gekaufte Marke Nest mit seinen In- und Outdoor-Kamerasystemen. Schon 2018 kaufte ich mir für meine Heimautomatisierung die Outdoor-Kameras von Nest und 2019 auch deren Türklingel, weil mich Amazons Ring enttäuscht hatte. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Nest jetzt 2 neue Produkte zum Verkauf anbietet: die zweite Generation der Haustürklingel (200 Euro) und die, mehr oder weniger auch für Outdoor, aber eher Indoor geeignete, Nest Cam (200 Euro).

Inhalt der Türklingel-Verpackung

Verpackungsinhalt der Nest Doorbell

Die Klingel bringt mit:

  • Nest Doorbell
  • USB-C-Ladekabel
  • Halterung (silberne Schiene)
  • ein Werkzeug zum Lösen
  • passende Schrauben und Dübel
  • Steckverbinder
  • 20°-Zwischenstück mit passenden Schrauben

Der erste Eindruck war direkt: ein Klopper. Und tatsächlich, wenn man die alte und die neue Klingel nebeneinander hält, fällt einem direkt auf, dass der Akku offenbar sehr viel Platz braucht.

Inhalt der Nest-Cam-Verpackung

Inhalt der Nest Cam Verpackung

Die In- und Outdoor-Cam bringt mit:

  • Nest Cam
  • Magnetische Halterung
  • Wandhalterung
  • passende Schrauben und Dübel
  • USB-zu-WTF-Kabel mit Netzteil

Auch hier hat man nach dem Auspacken sein Bizepstraining hinter sich. Die Kamera kommt nämlich, wie die Klingel auch, bedingt durch den Akku mit einem mächtigen Eigengewicht daher.

Anbau der Türklingel

Das Verbauen der Klingel ist einfach: Löcher bohren (die Löcher der alten Kamera passen nicht zum neuen Rahmen), nach Bedarf den Winkel mit den Schrauben anbringen, Halterung verbauen und Klingel draufstecken. Abnehmen lässt sich die Klingel zum Aufladen, indem man das Lösewerkzeug oben in einen schlecht sichtbaren Schlitz steckt.

Größenvergleich der beiden Klingeln - links alt, rechts neu

Wichtig ist hierbei, dass die Klingel nur aktiv ist, wenn sie auf der Halterung steckt. Man braucht also keine Angst zu haben, dass alles im Wohnzimmer aufgezeichnet wird, wenn die Klingel gerade an der Ladestation hängt.

Ich bin aber persönlich kein Fan davon, regelmäßig Geräte aufzuladen. Ich habe da erstens ein Problem mit dem Vergessen. Zweitens bin ich skeptisch, was den Betrieb in der kälteren Jahreszeit angeht. Deshalb gibt es noch den kleinen Steckverbinder, der von Klingeldraht zu Klingel übersetzt. Damit erübrigt sich dann das Aufladeproblem. Der Akku ist dann vermutlich schnell „durch“, aber vielleicht löst Nest das dann intern anders. Man weiß es nicht.

Anbau der Nest Cam

Das Anbauen der Cam ist noch einfacher: Löcher bohren, Wandmontage-Ring anschrauben, die magnetische Halterung in den Ring drehen, Kamera ausrichten – fertig. Wie man aber einwandfrei an den Fotos der Geräte erkennen kann, ist das Plastik um die Linsen zweigeteilt. Mir persönlich macht das Sorgen, wenn es um die Stabilität und auch um die Wasserdichtigkeit der Kamera geht.

Im Vergleich zur alten Outdoor-Cam ist die Magnethalterung bei der neuen allerdings relativ schwach, auch in Bezug auf das Gewicht und der Größe und damit der Windanfälligkeit der Kamera. Ich weiß nicht, ob das alles so hält, was es verspricht.

Was mich ebenfalls wurmt, ist das Anschlusskabel (sofern man den Akku nicht nutzen möchte). Die neue Nest Cam bringt eine Anschlusskabellänge von nicht mal 1,5 Metern mit, während ich das Kabel der alten Nest Cam Outdoor von 2017 gefühlt dreimal ums Haus wickeln kann. Die Wasserdichtigkeit kann ich quasi auch nicht erkennen. Wenn ihr diese Kamera draußen anbringen wollt, sorgt dafür, dass das dicht an einer Indoor-Steckdose passiert.

Einrichtung der Software

Die Einrichtung findet mit den neuen Kameras nicht mehr wie vorher in der Nest-App statt, sondern in der Google-Home-App. Man klickt nur auf das in der App, scannt den QR-Code und folgt dem Assistenten, um das Gerät zu benennen und einem Raum hinzuzufügen. Einfacher geht’s kaum.

Welches Feature bei den beiden Kameras komplett fehlt: dauerhafte Aufzeichnung dessen, was passiert. Manchmal erkennen die Kameras z. B. Einzelheiten nicht korrekt oder ich brauche eine Aufzeichnung von etwas, was außerhalb der definierten Überwachungszonen passiert. Das geht mit den neuen Kameras nicht.

Die alten Nest-Kameras hatten die Abo-Möglichkeit, mit der 30 Tage lang die durchgängige Aufzeichnung gespeichert wurde. Durch den Akku-Betrieb haben die Kameras damit aufgehört, dass durchgängig aufgezeichnet wird. Damit kann man DHL etwa nicht mehr nachweisen, dass der Paketbote zwar vor dem Haus gehalten, aber das Paket nicht abgeliefert, geschweige denn überhaupt geklingelt hatte.

Bildqualität

Es gibt nichts, worüber ich enttäuschter bin, als die Bildqualität beider Geräte. Ich habe euch Screenshots der beiden Kameras mit ihren Vorgänger-Modellen an denselben Stellen erstellt. Gerade bei der Nest Cam sieht man die Kompressions-Artefakte sehr stark. Mal abgesehen davon, dass die Nutzung der Bilder im Einbruchsfall erschwert wird, weil die Gesichter matschiger und damit unkenntlicher werden.

Nest Doorbell der 1. Generation Nest Doorbell der 2. Generation Alte Nest Cam ohne AkkuNeue Nest Cam mit Akku


Der größte Aufschrei bei der Doorbell war ja, dass die Bilder nicht mehr im 4:3-Landscape-Format, sondern jetzt im Porträt-Modus daher kommen. Mir gefällt das nicht. Ich sehe jetzt zwar den Schritt und die Schuh-Farbe des Besuchers, aber dafür sehe ich sonst nichts mehr an der Seite. Das macht es Einbrechern in meinem Fall sogar einfacher, sich von der Seite anzuschleichen und die Klingel abzubauen, bevor sie die Chance hat, irgendwas zu erkennen. Ich bin mir dessen bewusst, dass der Porträt-Modus den Vorteil hat, dass die Kamera jetzt Pakete erkennen und den Eigentümer benachrichtigen kann, dass das Haustier nach Hause gekommen ist. Dem eigentlichen Sinn einer Video-Klingel mit Überwachungsfunktion kommt das aber leider nicht mehr nach.

Fazit

Als Google-Fanboy habe ich eine rosarote Brille auf, wenn es um Nest-Produkte geht. Und wenn ich euch sage, dass ich diese beiden Kameras nicht dauerhaft laufen lassen werde, sagt das viel aus. Der Hochkant-Modus der Klingel ist ein No-Go für mich – das hätte Google durch eine Weitwinkel-Linse (Fish-Eye) besser lösen können. Im Batteriebetrieb steuert die Cam nicht meine im Haus integrierte Klingel an, sondern ich brauch immer das Handy oder einen Assistenten wie Alexa oder den Google Nest Hub, der mir Bescheid gibt, dass da jemand vor der Tür steht. Als Unterstützung ist der Akku super bei Stromausfall. Aber ansonsten darf Nest dieses Feature bei der nächsten Version gerne streichen.

Die Nest Cam mit Akku ist mehr oder weniger unnütz. Zu kurze Kabel, die bei einer Deckenmontage nicht mal bis an den Boden reichen, Bildartefakte selbst bei Tageslicht und die schlechte Bildqualität bei wenig Licht (nicht im Nachtmodus) vermiesen einem den Spaß an der Hardware. Wenn ihr noch eine alte Nest Cam Outdoor findet, kauft lieber diese Variante.

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„Lost in Random“ im Test“: EA Original für Fans von Tim Burton

Ich habe vor etwas mehr als einer Woche erstmals hier im Blog über „Lost in Random“ berichtet. Das Spiel ist ein EA Original des schwedischen Entwicklers Zoink Games. Unter dem Banner der EA Originals bündelt der Publisher Electronic Arts Spiele mit kleineren Budgets, die dafür etwas experimenteller ausfallen dürfen. Ein Paradebeispiel wäre etwa „It Takes Two“, das ich euch unbedingt ans Herz legen möchte. Doch zurück zu „Lost in Random“, das ich für euch einmal getestet habe. Es handelt sich hier um ein Einzelspieler-Action-Adventure, das euch in eine düstere Welt entführt, die mich an Stop-Motion-Filme wie „Coraline“ erinnert hat.

Erhältlich ist „Lost in Random“ für Microsoft Windows, die PS4 und PS5, die Xbox One, die Xbox Series X|S sowie die Nintendo Switch. Mit 29,99 Euro ist man da auch günstiger unterwegs als bei einem Triple-A-Titel. Kurz zur Story: Die Geschichte von „Lost in Random“ dreht sich um die Schwestern Even und Odd, welche in einer düsteren Märchenwelt leben. Sie sind einer bösen Königin und ihrem Würfelspiel hilflos ausgeliefert sind. Die Schwestern werden getrennt und der Spieler schlüpft in die Rolle von Even, um die von der Königin entführte Schwester zu befreien. In Arenen, die an Brettspiele erinnern, tritt man dabei gegen die Handlanger der Königin an. Dabei mischen sich Echtzeit-Action und taktisches Gameplay.

Ich denke, wenn ihr euch den obigen Trailer anseht, werden auch ihr unweigerlich an Stop-Motion-Filme wie „The Nightmare Before Christmas“ denken. Zufall sein kann das nicht, denn selbst der Soundtrack von Komponist Blake Robinson klingt, als könnte er auch aus Danny Elfmans Feder stammen. Die Hommage geht so weit, dass auch die bewusst leicht abgehackten der Animationen an die Ästhetik von Stop-Motion-Filmen erinnern. Dieses sehr eigenwillige Art-Design ist Geschmackssache, ich habe es aber in dieser Form bisher nicht in einem Videospiel gesehen.

An der Xbox Series X macht „Lost in Random“ aus meiner Sicht dann auch technisch einiges her. Die Grafik ist zwar nicht knackscharf, da setzt man auch einiges an Post-Processing ein, um seinen speziellen Look zu erzielen, aber stellenweise hat man wirklich das Gefühl, auf einen Stop-Motion-Film zu blicken. Was das Gameplay betrifft, solltet ihr euch jedoch nicht täuschen lassen: Auch wenn man sich vielleicht auf den ersten Blick an „Psychonauts 2“ erinnert fühlt, ist „Lost in Random“ kein Plattformer. Vielmehr spielt sich „Lost in Random“ wie ein Adventure.

Hauptsächlich löst man also mehr oder minder knifflige Rätsel und versorgt skurrile Charaktere durch Fetch-Quests mit Gegenständen. Allerdings gibt es auch Kämpfe, bei denen dann etwas Action-Advnenture- bzw. RPG-Flair aufkommt. So kann man das Kampfsystem vielleicht ganz grob mit „Ni No Kuni 2: Revenant Kingdom“ vergleichen. Auch hier spielt man in Echtzeit und duelliert sich mit unterschiedlichen Monstern. Doch in den Gefechten könnt ihr Karten einsetzen, die ihr auch bei einem Händler erwerben könnt.

Unbeschränkt geht das nicht: Zuerst attackiert ihr vielmehr die Gegner und schwächt sie, woraufhin wiederum eurer treuer Weggefährte, ein Würfel, gestärkt wird. Ab einem gewissen Punkt kann es dann losgehen und ihr dürft aus eurem Repertoire Karten zücken – maximal 15 Stück könnt ihr mitführen. Die Karten haben unterschiedliche Kosten und lösen unterschiedliche Effekte aus. Hier kommt dann eben die Taktik ins Spiel. So könnt ihr unterschiedliche Angriffe und Karten zu Kombos verketten.

Die Kämpfe sind dabei kurzweilig und machen insbesondere am Anfang mächtig Laune. Mit der Zeit, insbesondere wenn ihr eure bevorzugte Karten-Kombination fest verankert habt, stellt sich aber doch eine gewisse Monotonie ein. So laufen die Kämpfe eben mit zunehmenden Spielstunden sehr routiniert ab: Mit der Schleuder Gegner schwächen und den Würfel aufladen, auf eine hohe Zahl hoffen, Karten spielen – und von vorne. Ich empfehle euch daher „Lost in Random“ in kleineren Dosen zu zocken, dann fällt dieser Rhythmus nicht so arg ins Gewicht.

Denn die Spielwelt ist wirklich großartig und hat mich schwer begeistert. Lediglich etwas mehr Abwechslungsreichtum wäre schön gewesen: Even bewegt sich durch sechs Spielwelten, passend zu allen Seiten eines Würfels. Alle sind gleichermaßen schräg und düster, es hätte aber eben gerne auch mal durch etwas mehr Farbe Abwechslung ins Spiel kommen dürfen. Auch in einem „The Nightmare Before Christmas“ gab es schließlich nicht nur die Halloween-, sondern auch die Weihnachtswelt.

Aber das ist vielleicht die Konsequenz eines überschaubaren Budgets. Rund 12 Stunden kann man wohl ca. in „Lost in Random“ investieren, bis man den Abspann zu sehen bekommt. Wie lange das dauert, hängt aber auch davon ab, ob ihr euch Nebenaufgaben hingebt oder streng der linearen Hauptgeschichte folgt. Mir selbst hat „Lost in Random“ jedenfalls, vor allem wegen des innovativen Art-Designs, richtig gut gefallen.

Wer also nach Ansicht der Screenshots und Trailer ebenfalls von der Optik gefesselt ist, solle sich den Titel einmal genauer ansehen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist direkt zum Launch sehr fair. Dieses neue EA Original mag nicht ganz an ein Must-Have wie „It Takes Two“ heranreichen, zeigt aber, dass die Marke von EA erneut für Indie-Spiele von hoher Qualität steht.

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Viomi Alpha UV S9: Der mit dem Licht reinigt

Ich habe mal wieder ein neues Saugroboter-Modell unter meine Fittiche genommen. Ich muss schon gestehen, dass solch ein smarter Reinigungshelfer zu einer der besseren Investitionen der letzten Jahre zählt. Während das Modell aus meinem letzten Test ohne Laser-Navigation, dafür aber mit gut funktionierender optischer Navigation, auskam, ist beim wieder ein Lasermodul vorhanden.

Auch eine Wischfunktion ist zugegen, die findet man inzwischen ja auch in zahlreichen Modellen. Exotisch heraus sticht bei diesem Modell das UV-Licht, welches verspricht im Zuge der Reinigung Bakterien abzutöten. Das ist übrigens der wohl einzige Punkt, welcher den S9 UV vom Standard S9-Modell unterscheidet. Außerdem verfügt der S9 UV über eine Absaugstation.

Zwei Worte zu Viomi: Die sind, wie auch Dreame und Roborock recht eng mit Xiaomi verbandelt. Da gibt es wohl zahlreiche Modelle, die sich nur in Nuancen unterscheiden – hier sind es eben die Reinigung mit UV-Licht sowie die Absaugstation. Recht ähnlich ist auch der Prosenic M8 Pro. So viel vorab: Da ist die App aber für die Tonne, hier setzt man wiederum auf Xiaomis Ökosystem.

Auch ansonsten klingen die technischen Daten solide. Man verfügt, wie viele Modelle, über eine Akkukapazität von 5.200 mAh und bietet eine Reinigungsleistung von bis zu 2.700 pa. Bei niedrigster Reinigungsstufe soll der Akku für mehrere Stunden bzw. knapp 250 Quadratmeter ausreichen. Weitere Besonderheit: Staubbehälter und Wassertank gibt es in einer kombinierten Box, welche mit einem HEPA-Filter versehen ist. Das Ersatzzubehör fällt üppig aus: Neben Ersatzfilter sowie Staubbeutel für die Absaugstation hat man noch einige Einmaltücher zum Wischen beigelegt. Letztere sollen antibakteriell sein.

Außerdem gibt es eine zusätzliche Seitenbürste im Lieferumfang. Neben besagter Absaugstation bringt man auch eine Wischplatte mit auswaschbarem Staubtuch mit. Es fehlt eine Unterlage für den parkenden Sauger.

  • Product Name: Viomi Alpha UV(S9)
  • Product Dimension(mm): Ø 350*98mm
  • Runtime / Suitable Area: 220 min (Quiet Mode) / 250 m^2
  • Weight: 8.1kg
  • Battery Capacity: 5200mAh
  • Suction power (pa): 2700
  • Operation Noise (db): 70
  • Climbing ability: 2 cm
  • Miscellaneous
    • 2-in-1 Dust Box Water Tank ( 300 ml 250 ml)
    • Customize the room cleaning sequence
    • Selective Room Cleaning

Zur Inbetriebnahme des Saugroboters genügen wenige Handgriffe. Ladestation einstecken, Roboter in Ladestation setzen und los geht die Blitzeinrichtung. Verwendet wird die Xiaomi-Home-App. Die bietet optional die Verknüpfung mit weiteren Smart-Home-Komponenten. Beim Hinzufügen eines neuen Geräts in der App wird der S9 UV direkt erspäht. Ein Klick sowie die Eingabe des Wi-Fi-Passworts und Angaben zum Aufstellort reichen aus und der Roboter ist betriebsbereit. Voraussetzung ist ein Xiaomi-Account, der Sauger läuft auf dem EU-Server. Jener Account dient auch der Anbindung an die Sprachassistenz seitens Alexa und dem Google Assistant.

Zur App muss ich wohl kaum weitere Worte verlieren, die Xiaomi-Home-App gehört zu den besten, die Saugroboter so mitbringen. Apropos Einstellungsmöglichkeiten: Optional spricht der Roboter mit euch in deutscher Sprache.

Alles Weitere erledigt der Roboter beim ersten Reinigungsvorgang von selbst. Da wird eine Karte angelegt, welche euch neue Optionen eröffnet. So könnt ihr die Räume entsprechend einrichten – was sich bei mir als etwas frickelig herausstellte. Pro Raum könnt ihr den Reinigungsmodus wählen oder aber eine Reihenfolge für die Reinigung der einzelnen Räume festlegen. Auch virtuelle Wände oder No-Go-Zonen lassen sich einrichten. Zudem lässt sich eine No-Go-Zone festlegen, in der nicht gewischt werden soll.

Ob Wasser eingefüllt ist oder der Mopp installiert ist, erkennt der Roboter nicht automatisch, das richtet sich nach der Einstellung, die ihr für den Reinigungsvorgang gebt. Da könnt ihr auch die Wasserdosierung anpassen oder wie gewohnt eben die Saugleistung. Der S9 UV bietet euch die Möglichkeit, mehrere Karten zu speichern. Somit steht einem Einsatz auf mehreren Etagen wenig im Wege.

In Sachen Reinigungsleistung konnte mich der S9 UV überzeugen. Klar gibt es da das eine oder andere Topmodell, wie den Roborock S7, der hat die Nase vorn. Aber das Reinigungsergebnis war stets zufriedenstellend. Mit bis zu 2.700 pa bietet man ausreichend Power. Die Laser-Navigation enttäuscht nicht, der Roboter geht zielstrebig vor und kartografiert Wände und Hindernisse. Vor jenen drosselt er rechtzeitig das Tempo und dockt da wenn überhaupt nur vorsichtig an. Von den Beinen meines Wäscheständers konnte sich der Roboter selbstständig wieder befreien.

Die veranschlagten Reinigungszeiten, die der 5.200 mAh große Akku gewährleistet, hält man Pi mal Daumen ein. Gut zu wissen: Im Laserturm an der Oberseite ist ein Bumper verbaut, den hat teils das eine oder andere Modell weggespart. Die Hauptbürste ist anfällig für das Verfangen von Haaren – da gibt es inzwischen bessere Lösungen auf dem Markt.

Andocken ist ein gutes Stichwort, denn die Ladestation beinhaltet wie gesagt eine Absaugstation. Ich persönlich habe das nie vermisst, immerhin reichen auch die internen Behälter oftmals für mehrere Reinigungsvorgänge aus. Den größten Vorteil der Absaugstation sehe ich nicht im Volumen der Staubbeutel von 3 Litern, sondern vielmehr darin, dass beispielsweise Allergiker nicht in direkten Kontakt mit dem Staub geraten. Da beugt man auch mittels HEPA-Filtern vor. Der Staubbeutel ist aber nötig, ohne lässt sich die Station nicht betreiben. Hier lassen sich wohl nur die eigenen Staubbeutel nutzen. Möglicherweise lassen sich herkömmliche Beutel aus dem Supermarkt aber umfunktionieren – erprobt habe ich das bislang aber nicht.

Nach dem Reinigungsvorgang geht die Absaugstation mit einer Power von 950 Watt zu Werke und das wird kurzzeitig spürbar laut – vergleichbar mit dem Turbo-Modus von einem Handsauger. Ein prüfender Blick zeigte: Fast der komplette Inhalt war aus dem Staubbehälter im Roboter abgesaugt – tut also, was es verspricht. Über ein LC-Display gibt man Auskunft über den Füllstand. Auch sonst ist die Absaugstation ein Bolide, verglichen mit sonstigen Ladestationen von Saugrobotern. Unschön: Das Stromkabel auf der Rückseite geht fest in die Station, somit ist ein Austausch nicht ohne weiteres möglich. Dies macht sich auch beim nicht vorhandenen Kabelmanagement bemerkbar, ein kürzeres oder längeres Kabel kann entsprechend nicht verwendet werden.

Ebenfalls ungünstig ist die Positionierung des 2-in-1-Behälters. Der Absaugstation sei Dank braucht man natürlich keinen Zugriff darauf. Auch die 300 Milliliter große Staubkammer fällt aufgrund der Absaugstation nicht ins Gewicht. Die Krux ist es nun allerdings, an die 250 Milliliter große Wasserkammer zu kommen oder aber den Wischmopp anzubringen. Jene befindet sich nämlich aufgrund der Absaugvorrichtung nicht frei zugänglich in Richtung Station. Zum Befüllen mit Wasser oder dem Anbringen des Staubmopps muss der Roboter also von der Station heruntergenommen werden. Er versucht sich sogleich zurück auf die Station“zu kämpfen. Suboptimal.

Auch die Ladekontakte am herausnehmbaren Staubbehälter sehe ich kritisch im Bezug auf die Langlebigkeit. Sonst so? Den Klett zum Anbringen des Staublappens empfand ich als schwer zu handhaben. Kleiner Tipp: Den Wischlappen vor dem Reinigungsvorgang bereits anfeuchten, dann zieht er eher Wasser – die Dosierung lässt sich über die App regeln. Ein Auslaufen des Restfüllstandes des Wassertanks nach erfolgtem Reinigungsdurchgang, wie ihn einige Berichte schildern, konnte ich (bis dato) nicht feststellen.

Die Wischfunktion ist nicht in der Lage zu schrubben, wie es beispielsweise beim Roborock S7 der Fall ist. Nett aber, dass man eine Einstellungsmöglichkeit für den Y-Modus hat. Jener ersetzt dann die schlangenförmigen Reinigungsfahrten. Dort folgt nach „zwei Schritten vorwärts stets ein Schritt zurück“ bei der Reinigung. So erfolgt zumindest ein gründlicheres Wischen. Es mangelt aber am Druck auf den Boden.

Und dann wäre da noch die „Reinigung mit dem Licht“. An der Unterseite hat man ein UV-Licht verbaut, welches nach Angaben des Herstellers Bakterien nahezu vollständig abtötet. Das lässt sich von mir wenig nachprüfen. Das Prinzip ist bekannt und kommt auch in kleinen Boxen zur Reinigung von Smartphones erfolgreich zum Einsatz. Damit sagt man also nicht nur Staub und Schmutz den Kampf an, sondern auch Bakterien. Insofern sie wirklich effektiv funktioniert: eine sinnvolle Sache insbesondere in Bad, Flur und Küche.

Zusammenfassend lässt sich der Viomi S9 UV als solides Gerät bezeichnen. In den meisten Bereichen hält man da seine Verkaufsversprechen. Für den S9 ohne UV-Reinigung werden knapp 529 Euro fällig – mit Absaugstation eine Ansage, wenn man sie denn braucht. Für das UV-Modell werden knapp 560 Euro fällig, also kein saftiger Aufpreis. Die Sache mit dem Wasser- und Staub-Tank, welcher sich nicht auf der Ladestation befüllen bzw. wechseln lässt empfinde ich als Fehlkonstruktion. Man kann sich damit arrangieren, sind aber Dinge, die wenig durchdacht sind. Ebenso das fest fixierte Kabel an der Absaugstation.

Die Reinigungsleistung ist zufriedenstellend, das Wischen wie beim Gros der Modelle eher ein Staubwischen. Neben der Absaugstation ist es durchaus auch wichtig, sich zu fragen, ob man Vertrauen in die UV-Reinigung hat, sodass man diese unbedingt mit an Bord haben will. Denn mit diesen extra Funktionen hebt man sich zwar von anderen Modellen ab, die schlagen aber mit dem einen oder anderen Euro zu Buche. Auch für die Staubbeutel entstehen da Folgekosten – die nimmt man als Allergiker sicher in Kauf. Andere sollten sich aber fragen, ob es den zusätzlichen Müll, der dabei entsteht, wirklich benötigt. Ein Betrieb ohne Absaugstation bzw. Staubbeutel ist nicht möglich.

Schön, dass man seitens Viomi auf die App von Xiaomi setzt. Da macht man definitiv alles richtig. Mir gefallen die Einstellungsmöglichkeiten, die man da anbietet. Oftmals stimmt die Hardware des Saugroboters, aber die App ist suboptimal. Hier passt das.

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IKEA SYMFONISK Picture Frame angehört: Wenn euch die Wand beschallt

Da ist das Ding! IKEA hat einen neuen Lautsprecher aus der SYMFONISK-Reihe vorgestellt, der auf den Namen Picture Frame hört. Treffender kann man einen Namen für einen Bilderrahmen wohl nicht wählen.

Doch es ist eben nicht nur ein Bilderrahmen, ein Lautsprecher versteckt sich darin, der von Sonos kommt und auch die entsprechenden Eigenschaften hinsichtlich der Systemintegration mitbringt.  Der Rahmen ist 41 Zentimeter breit, 57 Zentimeter hoch und 6 Zentimeter tief. In der Box liegt noch eine Aufhängung, Füße zum Dämpfen von Vibrationen, etwas Papierkram und ein 3,5 Meter langes Kabel. Ich habe mich für den Test gegen das Aufhängen entschieden und die Aufstellvariante genutzt.

Dazu nehmt ihr die zwei Füße und drückt diese in die dafür vorgesehenen Mulden im Rahmen. Netzkabel rein, in die Führung schieben und anstecken. Aufstellen – und schon kann die Einrichtung losgehen. Diese geht Sonos-typisch leicht von der Hand. Die Sonos-App führt euch nahtlos durch das Setup. Der Lautsprecher wird selbstständig erkannt und ihr sorgt für die Bestätigung der Einrichtung, indem ihr das Handy über ein NFC-Tag im Rahmen haltet. Dort befindet sich eine LED, die euch über den Status informiert und den Ort des Tags anzeigt.

Habt ihr die Einrichtung abgeschlossen, könnt ihr wie gewohnt eure Zuspieler über die Sonos-App auf den Lautsprecher schieben. Auch TruePlay – die Sonos-eigene Soundoptimierung – kann mit dem Picture Frame genutzt werden. Im Rahmen selbst sind noch ein paar Buttons eingebracht, die euch die Steuerung per Tastendruck erlauben. So hängt oder steht der Rahmen relativ unauffällig in eurem Raum herum. Die Front kann übrigens ausgetauscht werden. IKEA wird zukünftig verschiedene Bilder dafür anbieten. Wenn der Lautsprecher im Standby ist, möchte er mit 2W versorgt werden, was meiner Meinung nach im Rahmen liegt.

Kommen wir zum Klang des Rahmens. Das Gerät bringt durch die Form und die Tiefe einen guten Resonanzkörper mit. Beim ersten Hinhören und nach mehrmaligem Hinhören bin ich etwas überrascht, wie gut der Bass transportiert wird. Vor allem: der kommt mit ordentlich Volumen zum Zuhörer und ist – je nachdem, wo man steht – auch spürbar. Sehr angenehm. Doch was ist mit dem Rest der Frequenzen? Die Höhen sind ebenfalls sehr präsent und klar. Auch wenn man voll aufdreht, „rutschen die nicht weg“. Kein Knarzen oder andere Unschärfen. Wo ist der Haken? Der ist in den mittleren Frequenzen, die sind mir zu schwach. Dort finden sich nicht so viel Details und man vermisst auch den Punch, der die Höhen trägt.

Versteht mich nicht falsch, der Klang des Rahmens ist gut und in etwa auf dem Niveau eines Sonos One mit etwas mehr Bass. In Anbetracht des Raumes, der hier zur Verfügung steht, hätte man vielleicht noch etwas mehr herausholen können. Wie üblich bei Sonos empfiehlt sich zur Optimierung des Klanges die Einrichtung von TruePlay. Das Sound-Profil gefällt mir persönlich besser als die Standard-Einstellung. Also kurz: Wenn ihr die Wahl habt, einen One oder den SYMFONISK zu kaufen, würde ich wahrscheinlich den SYMFONISK-Rahmen bevorzugen. Macht sicher vor allem im Stereo-Paar an der Wand im Wohnzimmer was her und könnte direkt auch als Rear im Surround-Verbund eingesetzt werden.

Alles in allem gefällt mir der SYMFONISK Picture Frame sehr gut. Er ist durch die Fronten – die übrigens 30 Euro kosten werden – gut personalisierbar und fällt als Lautsprecher gar nicht weiter auf. 179 Euro sind meiner Meinung nach okay, ihr bekommt einen Sonos One SL in Bilderrahmen-Form – das ist doch was.

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