KTC M27T20: Gaming-Monitor mit Mini LED im Test

Der KTC M27T20 punktet mit einer Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung.

Der KTC M27T20 punktet mit einer Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung.

KTC ist ein chinesischer Monitorhersteller, der inzwischen auch in den USA seine Produkte vertreibt. So hat man gerade erst im Rahmen der CES 2024 neue Modelle angekündigt. In Europa ist man zwar noch nicht offiziell aktiv, doch über Importe gelangt die Marke auch hierzulande zunehmend in technikaffinen Kreisen für ihr starkes Preis-Leistungs-Verhältnis Bekanntheit. Nachdem ich mir schon der KTC M27P20 Pro angeschaut habe, kommt in diesem Bericht der KTC M27T20 an die Reihe. Auch hier handelt es sich um einen Gaming-Monitor mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung.

Es gibt aber gegenüber dem nahe verwandten Pro-Modell einige Veränderungen. So bleibt zwar die Diagonale identisch, man reduziert aber die Auflösung auf 2.560 x 1.440 Pixel. Es kommt hier laut KTC kein IPS-, sondern ein HVA-Panel zum Einsatz. Interessant: Die Anzahl der Dimming-Zonen ist identisch zum Pro-Modell. Doch schaut euch einfach einmal unten die technischen Eckdaten an.

KTC M27T20 – Technische Eckdaten

  • Diagonale: 27 Zoll
  • Auflösung: 2.560 x 1.440 Pixel
  • Maximale Bildwiederholrate: 165 Hz
  • Panel: LCD mit HVA
  • Hintergrundbeleuchtung: Mini LED
  • Anzahl der Dimming-Zonen: 576
  • Maximale Helligkeit: 500 Nits (SDR) / 1.000 Nits (HDR)
  • Reaktionszeit: 3 ms (GtG)
  • KVM-Switch
  • Kompatibel mit AMD FreeSync und Nvidia G-Sync
  • Anschlüsse: 2x HDMI 2.0, DisplayPort 1.4, USB-A (Upstream), 2x USB-A (Downstream), USB-C (mit DisplayPort Alt-Mode, 90 Watt Power Delivery), Audio-out
  • Integrierte Stereo-Lautsprecher mit 2x 2 Watt
  • Lieferumfang: Monitor, Ständer, HDMI-Kabel, DP-Kabel, Netzteil, Netzkabel
  • Preis: ca. 450 Euro

Laut KTC deckt der M27T20 die Farbräume Adobe RGB, DCI-P3 und sRGB jeweils zu 99, 93 bzw. 99 % ab. Man hat das Gerät ab Werk kalibriert und legt auch einen entsprechenden Bericht bei. Wichtig: KTC stellt für diesen Monitor ein Firmware-Update bereit, das Käufer unbedingt installieren sollten. Es sorgt dafür, dass Local-Dimming und VRR (siehe auch mein Ratgeber) parallel verwendet werden können, was der HDR-Wiedergabe in diesem Szenario extrem zugutekommt.

Das Testmuster hat freundlicherweise der Händler Geekmaxi zur Verfügung gestellt. Dort bekommt ihr den KTC M27T20 . Auflagen für die Berichterstattung hat es natürlich keine gegeben.

Ausstattung und Verarbeitung des KTC M27T20

Nutzt ihr den KTC M27T20 und wollt die werkseitige Kalibrierung beibehalten, die speziell für euer Exemplar vorgenommen worden ist, dann ist der Bildmodus „User“ angesagt. Hier greifen die entsprechenden, individuellen Werte. Der Aufbau des Monitors ist übrigens kinderleicht. Ihr benötigt nicht einmal einen Schraubenzieher. Den Ständer schiebt ihr nur hinten in den Monitor, bis er einrastet. Mit einer Stativschraube fixiert ihr die schwere Bodenplatte und das war es dann auch schon. Zum Abbau legt ihr einen Schalter um und könnt den Bildschirm dann wieder entfernen.

Die RGB Hintergrundbeleuchtung des KTC M27T20 lässt sich auch abschalten.

Die RGB Hintergrundbeleuchtung des KTC M27T20 lässt sich auch abschalten.

Gut gefällt mir auch, dass das Gehäuse zwar nicht aus Metall besteht, wie beim OLED-Modell KTC G42P5, dafür aber mattschwarzes Plastik nutzt, auf dem Fingerabdrücke nicht so schnell zu sehen sind. Für Ergonomie ist dadurch gesorgt, dass sich der KTC M27T20 drehen, neigen und in der Höhe verstellen lässt. Auch der Betrieb im Hochkant-Modus (Pivot) ist möglich. Hier lässt sich das Display sicher ausrichten, da wackelt nichts unnötig, ist aber auch nicht zu schwergängig.

Die erwähnten Anschlüsse sitzen an der Unterseite des Monitors, was ich immer etwas fummelig finde, aber bei den meisten Monitoren der Fall ist. Im Übrigen nutzt KTC für diesen LCD-Monitor auch ein mattes Panel, sodass es zu weniger Spiegelungen und Reflexionen kommt. An der Rückseite findet ihr sogar auch eine RGB-Beleuchtung. Es gibt hier aber keinerlei Synchronisierungsoptionen – weder mit den angezeigten Inhalten auf dem Screen noch mit anderen Geräten. Über das Menü des M27T20 könnt ihr wahlweise einzelne Farben prangen lassen oder den Modus „Atmen“ wählen, bei dem die unterschiedlichen Farben pulsieren. Kann man vielleicht auch als dezente Hintergrundbeleuchtung einspannen.

Der KTC M27T20 liefert für seinen Preis sehr gute Bildqualität.

Der KTC M27T20 liefert für seinen Preis sehr gute Bildqualität.

Insgesamt hat man seitens hier wirklich saubere Arbeit abgeliefert und muss sich auch vor bekannteren Monitorherstellern wirklich nicht verstecken.

Praxistest

KTC nennt zwar für den M27T20 eine maximale Bildwiederholrate von 165 Hz, das bringt aber ein paar Stolpersteine mit sich. Die erreicht ihr nämlich nur via DisplayPort. Per HDMI sind maximal 144 Hz möglich. Auch wenn ihr generell HDR zuschaltet, ist die Grenze bei 144 Hz erreicht. OLED-Monitore haben technologiebedingt von Haus aus eine geringere Bewegungsschärfe als LCD-Modelle. KTC erlaubt es daher einen MPRT-Modus zuzuschalten, der die Darstellung verbessern soll. Das kennt man auch von anderen Herstellern wie MSI. Die Aktivierung ist jedoch optional, da die maximale Helligkeit nach Aktivierung etwas sinkt. Hier solltet ihr einmal selbst experimentieren, was euch mehr zusagt.

Da ich zum Spielen privat nur OLED-Bildschirme nutze und so recht verwöhnt bin, habe ich persönlich MPRT etwa aktiviert und durchaus eine Besserung bemerkt. Das hängt aber von vielen Faktoren ab – etwa auch, wie rasant die Games sind, die ihr so zockt. Kleine Randbemerkung: Versucht zum Spielen besser nicht die integrierten Lautsprecher als akustische Untermalung zu verwenden. Die sind nur eine absolute Notlösung und klingen extrem blechern – da liefern die meisten Smartphone-Speaker ein besseres Ergebnis.

Durch das Menü des KTC M27T20 navigiert ihr übrigens mit einem kleinen Stick. Das solltet ihr nach dem ersten Anschauen auch unbedingt tun, um Local-Dimming überhaupt zu aktivieren, was kurioserweise zunächst abgeschaltet ist. Blooming gibt es natürlich trotzdem ein wenig, dem kann man eben auch mit Mini LED nicht komplett beikommen. Im direkten Vergleich mit „klassischen“ LCD-Hintergrundbeleuchtungen sieht das aber schon sehr gut aus. Sollten euch übrigens die Werkseinstellungen für das Bild nicht zusagen, könnt ihr natürlich auch manuell ans Werk gehen und nachregeln.

Neben dem leichten Blooming, wenn helle und dunkle Bildbereiche bei der HDR-Darstellung nebeneinander liegen, ist mir auch aufgefallen, dass das Bild an den Rändern etwas dunkler wirkt. Offenbar hätte man die Dimming-Zonen da etwas anders verteilen können. Dies fällt aber im Grunde nur auf, wenn ihr eher statische Bilder mit hoher Helligkeit anzeigt – z. B.  einfarbige Dokumente. Ansonsten ist die Bildqualität für ein LC-Display exzellent – auch beim Spielen.

Fazit

Der KTC M27T20 ist für seinen Preis ein wirklich guter LCD-Monitor mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung, der sich keine eklatanten Schwächen erlaubt. Einzig die integrierten Lautsprecher hätte man sich auch ganz sparen können. Die HDR-Darstellung macht Spaß und an VRR-Techniken werden sowohl AMD FreeSync als auch Nvidia G-Sync unterstützt. Per KVM-Switch wird dann auch die Bedienung erleichtert. Das Testmuster hat im Übrigen der Händler Geekmaxi zur Verfügung gestellt. Dort bekommt ihr den KTC M27T20 .

Der KTC M27T20 bekommt von mir eine Empfehlung.

Der KTC M27T20 bekommt von mir eine Empfehlung.

Etwas hausbacken ist, das hatte ich auch schon bei anderen Monitoren von KTC bemängelt, die Menüführung für die Settings. Glücklicherweise werden die meisten Gamer dort aber nach der Ersteinrichtung wohl wenig Zeit verplempern. In Sachen Bildqualität kann dieser 27-Zoller aber voll überzeugen und bleibt dabei in Games pfeilschnell. Insofern kann ich den KTC M27T20 vor allem im Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich empfehlen.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Nebula Mars 3 Air – Neuer portabler Beamer ausprobiert

Anker hat mehrere Tochter-Unternehmen, zu denen auch Nebula gehört. Unter der Marke verkauft man Beamer in allen möglichen Variante, von groß bis ganz klein. Vor nicht allzu langer Zeit hat man mit dem Mars 3 Air ein neues Modell vorgestellt, das kompakt und portabel sein möchte. Ich habe mir das Kerlchen einmal genauer angesehen.

Wie üblich bekommt ihr im Karton natürlich das Gerät selbst, eine Fernbedienung und etwas Papierkram kredenzt. Das Design ist in schlichtem Grau gehalten und stellenweise setzt man mit roten Elementen kleine Akzente. Der Beamer selbst misst 120 x 114 x 167 Millimeter und ist etwas schwerer als 1,5 Kilogramm. Damit ist er kein Leichtgewicht, aber dennoch gut herumzutragen.

Die Front wird durch die große Projektionslinse und eine Kamera für die Bildeinstellungen geprägt. Persönlich hätte ich es gut gefunden, wenn man hier auch eine Abdeckung für die Linse vorgesehen hätte. Wer das Teil viel herumträgt, hat es sicher auch gelegentlich in einer Reisetasche herumfliegen. Da liegt es nahe, dass da auch mal etwas dran kommen kann. Der Langlebigkeit hätte das sicher gutgetan.

An der Rückseite gibt es große Schlitze für den Lüfter, einen AUX-Anschluss, einen HDMI-Port, einen USB-A-Anschluss, den DC-Port zum Laden, einen Reset-Button und den Power-Button. Während die Seiten ausschließlich als Ausgänge für die zwei Lautsprecher dienen, sind am Kopf noch die Bedienelemente zu finden. Dort liegen das Steuerkreuz inklusive Bestätigungsbutton, eine Zurück-Taste, Laut / Leiser und ein Button für den Bluetooth-Lautsprecher-Modus. Ja, der Beamer kann auch als Bluetooth-Lautsprecher verwendet werden. Nettes Gimmick.

Am Boden gibt es obendrein eine Stativaufnahme zum Anschrauben an ein Dreibein etc. Den Tragegriff wollen wir natürlich auch nicht vergessen. Egal, wo man hinsieht, die Verarbeitung ist tadellos.

Eingerichtet wäre der Beamer relativ schnell, wenn denn die Google-Home-App mitspielen würde. Direkt nach dem Anschalten nimmt das Gerät die Trapezkorrektur vor und richtet das Bild automatisch aus. Das funktioniert zu 90 Prozent aller Fälle wirklich einwandfrei und zuverlässig. Nur vereinzelt liegt er etwas daneben und das Rechteck ist am Ende doch ein Trapez. Dann geht es in das Set-up von Google TV, das hier als Betriebssystem fungiert.

Das klappte in meinem Fall weniger gut. Nach 5 Anläufen, wollte die Google-App immer noch nicht mein Google-Konto auf dem Gerät anmelden und so blieb es bei der Einrichtung via Remote. Aber das ging dann doch gut.

Jetzt gilt es noch ein paar Apps wie Netflix, Apple TV und Co. herunterzuladen und ab geht die wilde Fahrt. Denkste: Bereits hier merkt man, wie sehr das Gerät rudern muss, um Befehle entgegenzunehmen. Offensichtlich reicht die Quad-Core-CPU in Kombination mit den knapp bemessenen 2 GB RAM nicht für ein flüssiges Erlebnis aus. Die Animationen sind per se in Ordnung, nur reagiert das Gerät auf Remote-Eingaben nahezu mit 2 Sekunden Verzögerung. Das trieb mich teilweise in den Wahnsinn. Vor allem das Beenden der Apps dauert stellenweise eine halbe Ewigkeit.

Zugegeben: Ich bin den Apple TV gewohnt und da flutscht das UI. Wie bei Google TV üblich könnt ihr auch den Google Assistant für die Suche etc. bemühen.

Eine App für Smartphones steht euch ebenfalls zur Verfügung. Da findet man keinen Schabernack, sondern die Basics, die man eben zur Steuerung des Gerätes benötigt. Finde ich ausreichend.

Schauen wir doch mal auf die Bildqualität. Das Gerät kann ein 1080p-Bild produzieren und kommt mit einer Helligkeit von 400 ANSI-Lumen daher. Maximal könnt ihr laut Nebula eine Bildgröße von 150 Zoll (ca. 4 m) auf die Wand zaubern. 400 ANSI-Lumen sind zwar nicht wirklich hell, wenn es auch im Raum noch hell ist, reicht für dunkle Stunden aber allemal aus. Dann kann der Beamer ein wirklich schönes Bild erzeugen, das mit angenehmen Farben und guten Kontrasten punktet.  Bei dem Gerät ist es, wie zuvor besprochen, jedoch wirklich wichtig, dass der Raum dunkel ist. Sobald die Helligkeit zunimmt, wird das Bild relativ schnell grau, matt und nicht mehr schön.

Wer will, kann die Bildeinstellungen nach eigenem Gusto anpassen. Ich fand die Standard-Einstellung jedoch am angenehmsten. Im Test fällt außerdem die niedrige Lautstärke des Beamers auf. Der Lüfter schreit los, ist zwar hörbar, aber nicht störend. Beim Filmgenuss darf guter Klang nicht fehlen und auch hier macht der Mars 3 Air eine ordentliche Figur. Zwei 8-Watt-Lautsprecher sorgen für ein überraschend lautes und raumfüllendes Klangbild. Dolby Audio wird ebenfalls unterstützt.

Nebula gibt die Akkulaufzeit mit 2,5 Stunden an, wenn ihr Filme schaut. Aber Achtung: Das gilt nur, wenn man im Eco-Modus, also bei gedämpfter Helligkeit, schaut. In meinem Test reichte die Akkulaufzeit aber für einen eineinhalbstündigen Blockbuster mit einer Lautstärke im oberen Drittel.

Ein Fazit zum Nebula Mars 3 Air: Das Unternehmen macht mit dem Gerät einiges richtig und bietet ein rundes Gesamtpaket an. Hier und da gibt es sicher Dinge, die besser gemacht werden könnten. Vor allem die Helligkeit ist mit 400 ANSI-Lumen kein Spitzenwert und wirkt nur bei wirklich dunklen Situationen richtig gut.

Preislich liegt das Gerät mit 600 Euro in einem Bereich, in dem es auch gute Konkurrenz gibt. Dennoch bin ich der Meinung, dass Nebula mit diesem portablen Kandidaten einige Menschen glücklich machen wird.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Libratone Air+ 3: Neue TWS-Kopfhörer angehört

Libratone hat neue Kopfhörer, die sich aufmachen, im höheren Preissegment der Konkurrenz das Leben zu erschweren. Ich habe die Libratone Air 3 nun eine Weile im Ohr gehabt.

Im Lieferumfang findet ihr ein Ladekabel, Silikon-Tips zum Auswechseln in verschiedenen Größen und etwas Papier mit einer Schnellstartanleitung. Das Case ist in meinem Fall, genau wie die Kopfhörer, matt-weiß und hochwertig gearbeitet. Die Front ziert der Libratone-Vogel in einem eingelassenen, runden Metallelement. Geladen werden, kann per USB-C, aber auch drahtlos per Qi. Am Rücken des Cases befinden sich das Metallscharnier und ein Pairing-Button. Nahezu eine Kopie des AirPods-Cases.

Klappt ihr das Case auf, bekommt ihr direkt die Air 3 zu Gesicht, die hier stehend geladen werden und dadurch auch leicht entnommen werden können. Das Case und die Buds sind aber ein Staubmagnet (wie viele andere Modelle auch). Verstaut ihr die Kopfhörer in der kleinen separaten Tasche in der Jeans, werdet ihr zeitnah etliche Fussel im Case wiederfinden.

Eingerichtet sind die Buds ziemlich schnell. Direkt nach der Lieferung reicht das Aufklappen des Etuis, um die Air 3 in den Kopplungsmodus zu versetzen. Dann einfach die Bluetooth-Einstellungen am Gerät der Wahl besuchen und schon könnt ihr starten. Bis zu fünf zuvor mit den Earbuds verbundene Geräte werden gespeichert und eine LED am Case zeigt an, welches Device gerade aktiv ist. Per Antippen der Ohrhörer oder des Ladecases können Nutzer zwischen den verbundenen Geräten wechseln.

In der Praxis machen sich die Air 3 wirklich gut. Der Tragekomfort gefällt mir. Sie sitzen passgenau, nicht zu lose aber auch nicht so, dass sie nach mehreren Stunden drücken würden. Die passive Geräuschisolierung ist einwandfrei. Die dazugehörige App, lässt euch auch einen Passformtest durchführen, der einen integrierten Sensor nutzt.

An den Außenseiten haben sowohl die linke als auch die rechte Seite eine berührungsempfindliche Fläche, die ihr in der App konfigurieren könnt. Auf beiden Seiten steht euch eine Auswahl für doppeltes oder dreifaches Tippen zur Verfügung. Es gibt die üblichen Optionen zum Modus-Wechsel, Lautstärke, Musiksteuerung und Co. Das klappt nach einiger Gewöhnung recht gut. Einzig störend ist, dass das Geklopfe natürlich auch in eurem Ohr ankommt.

Die Air 3 bringen wie schon die Vorgänger eine aktive Geräuschunterdrückung mit. Diese ist schalt- und regelbar, das heißt, ihr könnt auch die Stärke der Unterdrückung anpassen. Ich bin meist mit der maximalen Einstellung gefahren und da funktioniert das ANC wirklich gut. Hintergrundgeräusche werden wirklich gut ausgeblendet und auch Sprache oder das Getippe der Tastatur verschwinden hinter der Dämpfung. Der Transparenzmodus ist ebenfalls auf einem guten Niveau.

Die von Libratone eingesetzten 11-mm-Treiber machen einen ausgezeichneten Job und produzieren einen angenehmen und detailreichen Klang. Für den angesetzten Preis wird man keinen Audiophilen damit abholen, aber der Klang kommt ausgewogen und druckvoll ins Ohr. Die Abstimmung ist im Standard so gesetzt, dass der Bass leicht hervorsticht. Generell muss man aber jedem Frequenzbereich eine gute Note im Bereich der Detailauflösung und des Volumens ausstellen. Das gefällt mir wirklich gut.

Ein Fazit! Libratone liefert mit den Air 3 wirklich brauchbare Kopfhörer ab, die in nahezu allen Bereichen auf einem guten Niveau unterwegs sind. Für den täglichen Einsatz könnten das eure nächsten Begleiter werden, die sowohl beim Sport als auch im Büro einen guten Job verrichten werden. Preislich liegt man mit 169 Euro auf einem mittleren Niveau.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Reolink Duo 2 WiFi im Kurztest: Gelungenes Update

Wieder einmal haben mich Kameras aus dem Hause Reolink erreicht. Eines der neuen Modelle ist die Reolink Duo 2 WiFi mit 4K. Jene ist im Grunde der direkte Nachfolger der seinerzeit von mir getesteten Reolink Duo WiFi, was man vor allem an der absolut unveränderten Optik des Geräts erkennen kann. Das macht meiner Meinung nach aber auch nichts, ich persönlich empfand das Design als recht erfrischend.

Vor allem hat sich an der Hardware etwas getan, aber auch aufseiten der Zuverlässigkeit und Funktionen. Darum habe ich mir die neue Duo 2 WiFi 4K flugs ans Carport unserer Auffahrt angebaut und möchte sie euch in einer Art Kurztest vorstellen.

Eine der Neuerungen ist die farbige Nachtsicht, zuvor war hier nur eine IR-Nachtsicht möglich. Aber dazu komme ich gleich nochmal. Wer auf einen direkten Stromanschluss verzichten möchte, der greift zur PoE-Variante, die ebenfalls erhältlich ist. Hierbei sollte aber natürlich daran gedacht werden, dass zusätzlich zur Kamera auch noch ein PoE-Injektor benötigt wird.

Die Montage ist, genau wie beim Vorgängermodell, sehr einfach und auch vom Laien zu bewerkstelligen, sofern ihr einen Schraubendreher/Akkuschrauber bedienen könnt. Auch die Einrichtung bleibt simpel. Die Reolink-App ist mittlerweile zu einer intuitiv zu bedienenden Lösung mutiert. Übersetzungsfehler fallen nur wenige auf, das Einrichten einer neuen Kamera ist inzwischen in Windeseile per QR-Code erledigt.

Als Erstes habe ich mich dafür interessiert, ob die größten Mängel, die ich noch bei der Reolink Duo WiFi anmerken musste, behoben worden sind. Allem voran stand dabei, dass die beiden Kamera-Objektive nicht nur schlecht miteinander in der Software gestitcht worden sind, sondern auch, dass das Bild in beiden Objektiven jeweils eine völlig andere Qualität und Bildfarbe aufgewiesen hat. Letzteres konnte ausgebügelt werden. Das Bild ist nicht nur deutlich besser aufgelöst, sondern in beiden Objektiven auch gleich, weshalb das dargestellte Bild wie aus einem Guss wirkt. Allerdings kann man beim genaueren Hinschauen noch immer erkennen, dass das Stitching der beiden Bilder noch nicht perfekt, dafür aber besser als zuvor ist:

Versprochen, die echte Doppelhaushälfte ist keinesfalls so krumm, wie in der Aufnahme

Die Bildqualität ist tatsächlich besser als bei den 4 MP des Vorgängermodells. Das zeichnet sich dann auch in der Erkennbarkeit von Objekten und Personen in der Distanz ab. So lassen sich Personen, die unsere Auffahrt betreten, nun noch besser erkennen. Die Aufnahme oben entstand im Übrigen kurz vorm Einrichten der Privatzonen, weshalb ich hier manuell nachmaskiert habe – bevor jemand meckern möchte. Die Privatzonen sind weiterhin nur als Vierecke anzulegen, maximal 4 Stück davon parallel nutzbar. Es wäre hier wünschenswert, wenn man durch das Ziehen von Linien eigene Polygone als Maske vorgeben könnte. Auch empfinde ich es als etwas umständlich, dass sofort alle bereits gezeichneten Privatsphäremasken gelöscht werden, falls ich mal nachträglich eine anpassen oder ergänzen muss.

Je nach Dämmerungszustand schaltet sich das Licht der Kamera angenehm hell dazu, sobald ein „Auslöser“ in den Bereich von etwa 10 bis 12 Metern vor die Kamera kommt. Die farbige Nachtsicht lässt im Ernstfall mehr Details erkennen, vor allem für eine Analyse nach einem Einbruch sind ja unter anderem auch Kleidungsfarben des oder der Täter nicht ganz irrelevant.

Der Zwei-Wege-Audio-Klang der Duo 2 WiFi hat sich nach meinem Empfinden im Vergleich zum Vorgänger nicht verbessert. Da gibt es aber – außer bei reichlich Wind – auch nichts dran auszusetzen. Das Rauschen, wenn der Wind ordentlich aufs Mikro drückt, ist leider nicht besser unterdrückt worden.

So bleibt mir am Ende zu sagen, dass es sich bei der Reolink Duo 2 WiFi um ein in den wichtigsten Punkten gelungenes Update des Vorgängers handelt. Der Preis liegt nun aber auch bei rund 170 Euro. Sicherlich ist hier auch der Sprung auf 4K nicht ganz unschuldig.

Ich würde behaupten, dass sich der Aufpreis nur dann lohnt, wenn einem die 4 MP des Vorgängers nicht ausreichen. Meiner Meinung nach ist das Bild der „alten“ Duo WiFi nämlich auch noch immer ein sehr gutes.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Logitech G Cloud angespielt – Voller Fokus auf Cloud-Gaming

Handhelds sind gerade angesagt und viele Hersteller bringen derlei Geräten auf den Markt. Valve hat mit dem Steam Deck diesen Trend mehr oder weniger eingeläutet. Auch Logitech möchte mit seiner G-Gaming-Marke ein wenig mitmischen und hat dafür das G Cloud Handheld herausgebracht. Jedoch fährt man im Gegensatz zur Konkurrenz eine gänzlich andere Strategie. Statt auf vollwertiges Windows zu setzen, quetscht man gewissermaßen ein Android-Tablet in ein Gehäuse mit Controllern und setzt voll und ganz auf das Thema Cloud-Gaming. Ich habe einen Blick gewagt.

In der Box liegen das Gerät selbst, ein USB-A-zu-USB-C-Kabel, ein Netzstecker und etwas Papierkram. Nimmt man das Handheld in die Hand, fällt direkt die gute Verarbeitung auf. Auch bei kräftigerem Probieren biegt sich das G Cloud nicht und auch sonst sind keine Mängel bei Spaltmaßen oder ähnlichem zu finden.

Das Display sitzt bündig im Gehäuse und offenbart links und rechts kleine Löcher für die Mikrofone. Logitech hat oben einen Start- und einen Option-Knopf verbaut, ansonsten findet man das übliche Controller-Layout mit Sticks links und rechts, einem Steuerkreuz und den X-, A-, Y- und B-Buttons. Die Sticks selbst haben einen guten Widerstand, könnten für meinen Geschmack jedoch etwas größer sein und etwas mehr gummierte Oberfläche besitzen, die für noch mehr Grip sorgt.

Das Steuerkreuz ist für meinen Geschmack etwas zu wabbelig und gibt wenig konkretes Feedback in eine bestimmte Richtung. Die Buttons sind per se etwas wackelig im Gehäuse, geben aber ein gutes Feedback und haben einen ordentlichen Druckpunkt. Es gibt vorn noch einen G-Button und einen Button für Home.

Oben sind noch die Bumper und Trigger, eine Lautstärke-Wippe, der Schieber für An/Aus und ein Slot für eine microSD-Karte platziert worden. Die Trigger haben einen angenehmen Widerstand, auch hier könnten jedoch alle Buttons ein klein wenig breiter sein.

Zu guter Letzt haben wir unten noch zwei Lautsprecher, einen USB-C-Anschluss und einen Kopfhörer-Anschluss. Die Lautsprecher werden recht laut und kommen mit einer ordentlichen Klangqualität daher. Da sie aber beide nach unten zeigen, können sie beim Zocken auch relativ leicht verdeckt werden, was den Klang natürlich negativ beeinflusst.

In puncto Ergonomie liegt es per se relativ gut in der Hand. Die Griffe könnten jedoch etwas breiter / größer sein. Eine gummierte Oberfläche wäre außerdem schön gewesen. Das geriffelte Material kommt nicht wirklich zum Tragen.

Bevor wir zu den Innereien kommen, fangen wir beim Display an. Hierbei handelt es sich um ein 7 Zoll großes IPS-LC-Panel mit einer 1080p Auflösung – also Full HD. Da hat man der Switch und dem Steam Deck schon mal etwas voraus. Schade ist, dass es sich »nur« um ein Panel mit 60 Hz handelt. Fürs Gaming wären 90 oder 120 Hz schon schön gewesen. Der Bildschirm wird mit 450 nits ordentlich hell, bei direkter Sonneneinstrahlung ist dann aber auch Schluss. Farben werden gut dargestellt und auch bei der Blickwinkelstabilität ist man auf einem soliden Niveau.

Ich sagte eingangs, dass es sich um ein Android-Tablet handelt. Dieses läuft mit Android 11 (Warum nur?) und verfügt über einen Qualcomm Snapdragon 720G als SoC, das nicht mehr ganz so neu ist. Dazu kommen 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB interner Speicher. Ich spare mir die nackten Geekbench-Zahlen an dieser Stelle, denn allzu hohe Performance sollte man von dem Gerät einfach nicht erwarten. Im Alltag, zum Surfen, Cloud-Gaming und für Casual-Android-Spiele reicht das aus. Wenn ihr jedoch denkt, ihr könnt anspruchsvolle Titel wie Genshin Impact mit tollen Grafik-Einstellungen spielen, seid ihr auf dem falschen Dampfer. Da geht höchstens was im Low-Bereich. Im Bereich der Konnektivität gibt es noch WLAN (2 x 2 MIMO, IEEE 802.11a/b/g/n/ac) und Bluetooth 5.1.

Der 6.000 mAh große Akku soll für genug Saft sorgen, sodass ihr insgesamt 12 Stunden zocken könnt. In meinem Test bin ich ungefähr bei diesem Wert herausgekommen. Hier gilt natürlich wieder Obacht. Je nach Display-Helligkeit, Lautstärke und Spielen sind die Werte höchst unterschiedlich. Spielt ihr lokal anspruchsvolle Android-Titel, sieht es mit der Laufzeit dann nicht mehr ganz so gut aus.

Wie schlägt sich das Ding denn nun in der Praxis? Die Android-Experience muss ich an dieser Stelle nicht beschreiben, da gibt es keine Unterschiede zu jedem anderen Android-Tablet da draußen. Logitech hat hier einen Custom-Launcher draufgepackt, der euch die wichtigsten Cloud-Gaming-Dienste und Apps in eine gut mit Controller steuerbare Oberfläche packt. Mit dem G Cloud könnt ihr über Nvidia GeForce Now, Xbox Cloud Gaming, Steam Link und Shadow PC spielen.

Für all das braucht ihr eine Internetverbindung, die stabil und schnell sein sollte. Ohne Wi-Fi-Netzwerk ist das Teil quasi wenig nützlich. Somit stellt sich also die Frage, warum man hier keinen Slot für eine SIM-Karte vorgesehen hat. Klar – auch da gibt es Schwankungen je nach Region, aber in „gut ausgeleuchteten“ Gebieten, ist Cloud-Gaming auch kein Problem, wenn man im Mobilfunk unterwegs ist.

Habt ihr diese stabile Internetverbindung ist das Spielerlebnis einwandfrei. Ihr könnt mit den erwähnten Diensten die neuesten Titel auf dem Sofa spielen und das Gerät wird euch mit dem großen Akku eine ganze Weile lang Freude machen. Aber Obacht: Für das Erlebnis bezahlt ihr eben nicht nur das Gerät, sondern auch all die Gaming-Dienste, die monatlich auch ihren Anteil aus eurem Portemonnaie haben möchten. Akzeptiert man das, kann das G Cloud ein guter Begleiter werden.

Preislich setzt Logitech eine ziemliche hohe Messlatte. 360 Euro müsst ihr hinblättern, um in den Genuss des Gerätes zu kommen. Dafür bekommt ihr nicht ganz neue Technik in ein Handheld gepresst, könnt damit aber auch offline wenig anfangen. Es ist also nicht für die Enthusiasten gedacht und meiner Meinung nach wird sich nur eine kleine Zielgruppe dafür finden, die eben unbedingt ein Gerät aus einem Guss haben möchten.

Alle anderen haben sicherlich ein Smartphone, das ohnehin schon einen Bildschirm fernab der 6 Zoll (ca. 15 cm) mitbringt. Hat man obendrein noch einen Cloud-Gaming-Dienst abonniert, kommt man mit der Anschaffung eines Backbone One, Razer Kishi oder Nacon MG-X Pro wohl besser weg.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies