„S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl“ im Test: Sowohl das beste als auch das schlechteste Spiel des Jahres

„S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl“ ist am 20. November 2024 nach mehreren Verzögerungen für die Xbox Series X|S sowie Windows-PCs erschienen. Entwickelt worden ist das Spiel vom ukrainischen Studio GSC Game World, das wegen des russischen Angriffskriegs auf sein Heimatland in den letzten Jahren vor einigen Herausforderungen gestanden hat. Somit ist es irgendwo auch ein kleines Wunder, dass dieser Titel nach etlichen Rückschlägen nun überhaupt erschienen ist. Im Test der PC-Version hat sich für mich dann ein wahres Wechselbad der Gefühle ergeben.

Im Übrigem habe ich auch das 2007 erschienene „S.T.A.L.K.E.R.“ damals ausgiebig gespielt, allerdings nicht die Fortsetzungen „S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky“ und „S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat“. Somit war es für mich eine lange Pause, bis ich jetzt also mit „Stalker 2“, wie ich es der Einfachheit halber mal kürze, wieder in „die Zone“ eintauche. Allerdings hat sich zwar einiges verändert, vieles ist aber gleich geblieben. So etwa der Rat, den man schon damals beherzigen musste: Es lohnt sich ein paar Monate abzuwarten, bis ihr den Titel von GSC Game World intensiv anzockt. Denn es hat gute Gründe, dass dieses Spiel für mich gewissermaßen sowohl das beste als auch das schlechteste Spiel des Jahres 2024 in einem darstellt.

Zunächst aber zum Grundlegenden: „Stalker 2“ ist erneut ein Shooter mit Survival-Elementen, in welchem es den Spieler in die offene Spielwelt der nuklear verseuchten Zone rund um Tschernobyl zieht. Ihr bewegt euch durch eine postapokalyptische Welt, in welcher mörderische Mutanten, Anomalien und Söldner die Zone bevölkern. Hinter jeder Ecke können also einerseits verborgene Schätze oder andererseits der Tod lauern. Damit ihr nicht völlig einsam durch die Welt zieht, könnt ihr euch mit mehreren Fraktionen zusammentun, die sich allerdings untereinander nicht wirklich grün sind. Helft ihr also der einen Seite, wird das unweigerlich den Zorn der anderen Seite auf euch ziehen. Im Ergebnis könnt ihr euch auf niemanden so ganz verlassen und müsst für euer eigenes Überleben sorgen.

Der dunkle Sog der Zone

Die Story von „Stalker 2“ ist aber eher ein grober Leitfaden, der euch durch unterschiedliche Bereiche der Zone dirigiert. Erwartet hier also keinen emotionalen Spannungsbogen oder charismatische NPCs, die im Gedächtnis bleiben. So hat die enorme Gameplay-Freiheit den Preis, dass der Plot eher zur Nebensache wird. Das eigentliche Highlight des Spiels ist die kreativ gestaltete Spielwelt, die oft einen sehr rauen Charme und eine rustikale Schönheit entwickelt, die in ihren Bann zieht. Je nach Spielweise seid ihr wahrscheinlich 40 Stunden oder mehr beschäftigt, bis der Abspann über den Screen flimmert.

Zumal „Stalker 2“ ziemlich oldschool ist: Zwar startet ihr anfangs in einem „entschärften“ Gebiet mit weniger Bedrohungen, bevor man euch quasi in die größere Spielwelt wirft, doch Handholding betreibt das Spiel sonst nicht. Euch steht es also frei, euch sofort in Situationen zu bringen, in denen euer Ableben garantiert ist oder aber Taktiken zu entwickeln, mit denen ihr ziemlich früh an mächtige Ausrüstung kommen und euch mit übermächtigen Gegnern duellieren könnt. Das ist ziemlich erfrischend. Hier ploppen also nicht ständig blinkende Pfeile auf, die euch den Weg weisen und Charaktere plappern auch nicht unentwegt, um Rätsel und Aufgaben für euch durchzukauen.

Und genau da ist „Stalker 2“ fast allen aktuellen Spielen voraus: Ihr habt unheimliche Freiheit, um die Spielwelt zu erkunden, Gefahren zu meistern und mit echtem spielerischem Können und Taktik Erfolgserlebnisse zu erhalten. Wenn man nachts einer Söldnergruppe aus dem Weg geht, mächtige Mutanten in Anomalien lockt und dann neue und tatsächlich nützliche Waffen entdeckt, die man zuvor noch nicht im Spiel gesehen hat, ist dieses Game absolut faszinierend. Wären da eben nicht die endlosen Bugs.

„Stalker 2“: Bugs sind gefährlicher als die Zone selbst

So habe ich mich in „Stalker 2“ über weite Strecken weniger vor den monströsen Gegnern und mehr vor Bugs gefürchtet, die sogar den Missionsfortschritt verhindern können. Und es gibt nichts Schlimmeres, als ein Feuergefecht mit Ach und Krach zu gewinnen, nur damit einem dann der endgültige Triumph verwehrt bleibt, weil der letzte Gegner als Zitterbacke in irgendeiner Wand feststeckt und sich nicht erledigen lässt. Da hilft nur: Spielstand laden und von vorne das Ganze.

Solche eklatanten Fehler sind zwar zum Glück nicht Teil jeder Session, es gibt sie aber auch nach dem Day-Zero-Patch noch. Dazu kommen viele kleinere Fehler, welche der Atmosphäre schaden. Mal verstummen die Waffen plötzlich und geben keinen Ton mehr von sich, dann scheint einer der gewaltigen Stürme in der Spielwelt nicht enden zu wollen – während in anderen Szenarien plötzlich Feinde kein Interesse mehr an der Spielfigur haben. Das alles sorgt geballt dafür, dass ich mir in jeder Session nicht nur um die brutale Umwelt der Zone Sorgen gemacht habe, sondern auch darum, ob ich wirklich Fortschritte erziele, ohne dass ein Bug mich zwingt, einen Spielstand zu laden und alles Fortkommen über Bord zu werfen.

Das ist schade, denn während ich die Welt von „Stalker 2“ erkundet habe, gab es immer wieder diese Aha-Momente, die kaum ein anderer aktueller Titel bietet. Ich kann experimentieren, auf eigene Faust völlig neue Gebiete erkunden, auch wenn mich die Story noch nicht einmal in die Nähe geführt hat und Ausrüstung abstauben, die mir völlig neue Chancen in meinem Kampf gegen die Natur der Zone eröffnet.

Prächtige Grafik mit Ecken und Kanten

Grafisch hinterlässt „Stalker 2“ einen ähnlich gemischten Eindruck wie die restliche Technik. So ist die Umwelt unheimlich detailliert gestaltet und strotzt nur so vor ausladenden Panoramen und knackscharfen Texturen sowie beeindruckenden Lichtstimmungen. Recht hölzern sind dagegen die Charakteranimationen, die nicht auf der Höhe der Zeit liegen. Dazu kommt eine englische Sprachausgabe, auf Deutsch gibt es nur Untertitel, die ebenfalls aus der Zeit gefallen ist und streckenweise fast schon amateurhaft wirkt. Da ist man fast verlockt für eine bessere Atmosphäre die Dialoge auf Ukrainisch auszugeben.

Im Übrigen müsst ihr „Stalker 2“ nicht auf knallhartem Schwierigkeitsgrad spielen, sondern könnt auch herunterschalten. Allerdings ist das ein zweischneidiges Schwert. Denn zwar ist der Titel dann eben nicht mehr so mörderisch, was gerade am Anfang frustrieren kann, doch Munitionsmangel, Taktieren und Rationieren eurer Items treten dann in den Hintergrund, was das Gameplay simpler macht und die Stimmung verwässert.

Mit einer Nvidia GeForce RTX 4080 und meinem mittlerweile schon etwas betagten AMD Ryzen 7 5800X plus 64 GByte RAM waren 60 fps auf maximalen Einstellungen bei nativer 4K-Auflösung nicht drin. DLSS ist hier also auf jeden Fall Pflicht. Dabei ist „Stalker 2“ in einigen Szenarien, etwa den kleinen Städten mit vielen NPCs, eher CPU-limitiert. Da muss ich also wahrscheinlich bald mal an meinen Gaming-PC und einen größeren Umbau vornehmen. Generell könnt ihr natürlich viele Settings anpassen und auch einen Framerate-Cap setzen. Aber dieses Spiel ist schon recht Hardware-hungrig und hat noch Optimierungsbedarf.

Mein Fazit zu „S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl“

„Stalker 2“ ist ein erfrischendes Spiel, das den Spieler im massiven Kontrast zu einem „Dragon Age: The Veilguard“ nicht für dumm hält, sondern ihm enorme Freiheiten einräumt. Dazu gehört eben auch die Freiheit zu scheitern und sich in missliche Lagen zu manövrieren. Hier könnt ihr wirklich eueren eigenen Spielstil finden und eine massive und einzigartige Spielwelt nach Herzenslust erkunden. Genau das wird dann auch so gut wie immer belohnt. Deswegen ist „Stalker 2“ auch großartig und hat kaum einen ebenbürtigen Gegenpart.

Leider ist „Stalker 2“ aber immer noch sehr verbuggt, sodass es am Ende oft nicht Flora und Fauna oder die Söldner der Zone sind, die euer Fortkommen behindern, sondern technische Bugs. Zumal der ganze Anstrich des Spiels, inklusive der Menüs, etwas altbacken und rustikal wirkt. Diese Ecken und Kanten sind zum Teil hinnehmbar, aber sehr ärgerlich, wenn sie die grandiosen Erfolgserlebnisse vernichten, weil man einen alten Spielstand laden muss.

Im Ergebnis bin ich von „Stalker 2“ einerseits fasziniert und versinke gerne in dessen Spielwelt, es gab aber auch genügend Frustmomente, in denen ich den Titel fast impulsiv deinstalliert hätte, weil ein Bug mich herausgerissen hat. Insofern: Wägt ab, wie viel Geduld ihr mitbringt und bahnt euch je nachdem vielleicht noch nicht jetzt, sondern erst in ein paar Wochen den Weg in die Zone.

Hinweis: Der Test wurde vor dem Erscheinen des Patches geschrieben.

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Das Asus ROG Phone 9 Pro im Test

Seit einigen Jahren gehöre ich zu der Gruppe von Nutzern, die davon überzeugt worden sind, dass es durchaus eine, wenn auch kleine, Sparte von Menschen gibt, die den Kauf eines neuen Smartphones ganz klar darauf auslegen, dass es vor allem Gaming-tauglich ist. Und dass ich mit eben jener Annahme gar nicht mal so falsch zu liegen scheine, unterstützt unter anderem das Unternehmen Asus damit, dass man dort weiterhin in jedem Jahr ein neues Flaggschiff vom Typ „ROG Phone“ auf den Markt bringt. Mittlerweile sind wir hier schon beim ROG Phone 9 angekommen, welche ich mir auch in diesem Jahr wieder einmal genauer anschauen durfte, bevor es dann im Dezember dieses Jahres offiziell verkauft wird.

Die Specs der neuen Serie findet ihr hier im Ankündigungsbeitrag, aber auch ohne jene zu kennen, ist mittlerweile den meisten Lesern wohl durchaus bekannt: Asus proppt da im Grunde das aktuell schnellste und leistungsstärkste Technik-Gedöngel rein, das ihr auf dem Markt bekommen könnt. So unter anderem auch den ganz frischen Snapdragon 8 Elite als SoC und bis zu 24 GB RAM inklusive 1 TB internem Speicher – so dann auch die Version des Modells, das ich testen durfte.

Unterschied wo? Links das ROG Phone 8 Pro, rechts das neue 9 Pro

Da wir auch noch das Modell aus dem Vorjahr hier haben, schaute ich dann schon einmal beim Auspacken des neuen ROG Phone 9 Pro nicht schlecht, als mich das gewählte Design kurzfristig glauben ließ, fälschlicherweise das 8 Pro gegriffen zu haben. Die Änderungen stecken hier äußerlich wirklich nur im Detail, so passt dann selbst das DevilCase vom ROG Phone 8 Pro 1:1 auf das neue Gerät. Die Anschlüsse liegen allesamt identisch – was natürlich auch dem Konzept der einzelnen Anordnungen geschuldet ist – sodass Wechsler vom Vorjahresmodell ihre alten Hüllen einfach weiterverwenden können. Doch lohnt der Wechsel wirklich?

Das ROG Phone 9 Pro im DevilCase des Vorgängers

Fangen wir mal damit an, dass ich mich eigentlich komplett zurückversetzt fühle zu dem Moment als ich das Vorgängermodell testen durfte. Das gilt nicht nur für die allgemeine Haptik des Geräts, sondern auch für die Bedienung der Oberfläche und den ganzen Komfortfunktionen für Gamer, welche mit der App Armory Crate und weiteren Software-Spielereien auf dem Gerät lagern. Der Fingerabdruckleser arbeitet noch immer enorm schnell und zuverlässig. Wer zudem die Gesichtserkennung eingeschaltet haben sollte, der wird – vorausgesetzt, das Licht stimmt – nach dem Drücken der Powertaste nicht einmal eine Chance haben, seinen Sperrbildschirm zu sehen, so schnell geht die Erkennung.

An Bord ist hier von Werk aus bereits Android 15, allerdings aktuell – Stand Ende November – noch mit Sicherheitspatch vom September dieses Jahres. Doch schon während meines Tests erreichten das Gerät insgesamt drei Systemupdates, sodass ich davon ausgehe, dass die finale Verkaufsversion dann auch auf aktuellstem Stand sein wird. Werfen wir mal ein paar Fakten in den Raum, die dem einen oder anderen kaufinteressierten Leser noch fehlen: Der Akku fasst 5.800 mAh, kann via Kabel mit maximal 65 Watt, kabellos dank Qi-Zertifizierung zumindest mit bis zu 15 Watt geladen werden. Noch immer komme ich mit einer vollen Ladung auf maximal zwei Tage Laufzeit, dann habe ich aber noch nicht ausgiebig mit dem ROG Phone 9 Pro gezockt.

ROG Phone 9 Pro // ROG Phone 8 Pro

Das Display erlaubt nun eine unerlaubt hohe Bildwiederholrate von 185 Hz, jene dann allerdings ausschließlich im sogenannten X-Modus, der dann quasi alles aus der Hardware herausholen soll. Lasst ihr, wie ich, den dynamischen Modus wählen, sind „nur“ maximal 120 Hz möglich. Der neue Snapdragon 8 Elite ist ein Biest, aber ein gutes. In Kombination mit den 24 GB Arbeitsspeicher und dem cleveren Cooling-System, das Asus in seinen Geräten verbaut, wird das Gerät selbst bei langen Sessions ins Call of Duty: Mobile oder Diablo: Immortal höchstens spürbar warm, aber noch lange nicht heiß. Zudem merkt man der Hardware einfach an, dass aktuelle Spiele sie anscheinend noch nicht genügend fordern. Klingt hart nach Werbung, ist aber schlicht der Eindruck, den ich beim Testen des Geräts immer wieder vermittelt bekam.

So habe ich unter anderem auch gerne und viel Lightroom Mobile im Einsatz. Die dortigen Funktionen wie das Maskieren per KI oder auch die KI-Tiefenunschärfe benötigen beispielsweise auf dem Pixel 9 Pro XL spürbar mehr Zeit als auf dem ROG 9 Pro. Hier ist ein KI-optimierter Chipsatz eben noch nicht alles. Dabei kann der Snapdragon 8 Elite aber natürlich auch KI, das lässt Asus in allen Präsentationen zur neuen Gerätereihe auch gut durchklingen. Die neuen Geräte setzen auf eine Reihe von KI-gestützten Funktionen, die das Spielerlebnis verbessern sollen. X Sense 3.0 erkennt beispielsweise wichtige Ereignisse im Spiel und sammelt automatisch Gegenstände. X Capture 2.0 zeichnet automatisch Spielszenen auf, während AI Grabber 2.0 bei der Suche nach Tipps und der Übersetzung von Texten hilft.

Doch auch die Kamera wird nun von den Fähigkeiten der KI unterstützt. So wäre da die neue Funktion Portrait-Video, welche das Motiv im Vordergrund automatisch scharf halten soll, während der Hintergrund möglichst realistisch leicht unscharf gestellt ist. Das fokussierte Motiv kann sich optional auch „locken“ lassen, wird dann also durchweg als einziges Motiv im Sucher scharf fokussiert. Hinzu kommt die Videofunktion „KI Schwenken“, welche gewissermaßen an das „Action Foto“ aus der aktuellen Pixel-Kamera erinnert und sich bewegende Motive scharfstellen soll, während der Hintergrund wie in einer bewegten Szene unscharf gestellt ist.

Genau wie bei Samsung, Google und sicherlich mittlerweile auch anderen Herstellern, verschafft die KI den Nutzern der neuen Asus-Modelle eine Möglichkeit, sich Hintergrundbilder nach ihren Vorstellungen generieren zu lassen. Ihr könnt da Stile, Farbtöne und mehr auswählen, aus denen dann ein Hintergrund erstellt werden soll, den so noch niemand anderes auf seinem Gerät nutzen wird.

Doch genug der KI. Die Lautsprecher (für Kabelkopfhörer tragende Enthusiasten gibt’s an der 9er-Serie sogar noch immer einen Klinkenanschluss) überraschten mich mit ihrem satten und klaren Klang, der dann auch beim Daddeln für zusätzliche Stimmung sorgt. Zudem denkt Asus ja mit und hat seine hauseigenen Cases so aufgebaut, dass sie eine Art Klangkanal an den Lautsprecheröffnungen besitzen, damit der Sound beim Zocken trotz Case nach vorn zum Spieler ausgestrahlt wird. Das klappt ziemlich gut.

Mit dem „Tessen“-Controller von Asus lässt sich nicht nur das ROG Phone 9 Pro schnell in ein Handheld verwandeln

Beim Telefonieren bin ich auch sehr gut zu hören, so meine Frau und mein Sohn. Interessanterweise habe ich bislang das Problem nicht lösen können, dass Audionachrichten (ja, auch die werden getestet) in WhatsApp einfach nicht zu verstehen sind. Das ist ein rein App-internes Phänomen und kann sicherlich durch ein Systemupdate behoben werden, bisher klingen die Nachrichten aber immer, als hätte ich ein Handmikrofon verschluckt beim Einsprechen. Das sind dann aber bislang auch schon die einzigen Sorgen, die ich mit dem Gerät hatte.

Display? Großartige Darstellung und vor allem wahnsinnig schnell. Über die Performance der Hardware kann und will ich kein schlechtes Wort verlieren, da überzeugt die neue Serie erneut. Die haptischen Tasten an der Geräteseite sind natürlich ebenfalls wieder mit an Bord, genau wie die Unterstützung für den neuen Lüfter des Hauses, der angeklinkt werden kann. Zudem hat Asus mit dem sogenannten „Tessen“ auch einen eigenen – und nicht nur auf ROG-Phones beschränkten – Aufsatzcontroller am Start, der zwar gute 100 Euro kosten soll, dafür aber nicht nur mit seinem geringen Gewicht, sondern auch mit seinem Design punkten kann. Man kann ihn nämlich mittig zusammenklappen, sodass sich das Gerät schnell in der Jacke oder dergleichen verstauen lässt.

Auf der Rückseite der neuen Modelle befindet sich erneut ein zusätzliches Dot-Display, welches beim Modell 9 Pro dann sogar über 648 programmierbare Mini-LEDs verfügt. Hier lässt sich optional allerhand Klamauk mit anrichten, zum Beispiel GIFs abspielen, Minigames zocken (die haptischen Tasten werden dann zum Kontrollelement) oder aber man lässt sich die Uhrzeit und Namen von Anrufern einblenden. Für den Normalnutzer sicherlich alles nichts, was man dringend benötigt. Zumal viele in den meisten Fällen eh ein Case auf dem Gerät sitzen haben. Für Fallschäden sind auch die neuen Modelle nämlich schlicht zu kostspielig.

Ich sage es jedes Jahr und ich tue es wieder: Der Kamera der neuen Reihe hat das Upgrade auch wieder gutgetan. Dabei rede ich gar nicht so sehr von den oben genannten KI-Features. Für jene bin ich entweder zu dämlich in der Anwendung oder aber sie funktionieren in der mir vorliegenden Version einfach noch nicht zuverlässig genug. Mit „KI Schwenken“ habe ich bislang nicht eine perfekte Aufnahme hinbekommen, die so wirkt, wie Asus die Funktion bisher beworben hat. Da funktioniert das automatische Fokussieren und Hintergrund-Unscharfstellen von „Portrait-Video“ schon deutlich besser, nur hier und da verzieht es den Fokus dann aber für eine Millisekunde, was in der Aufnahme nicht so schön aussieht. Doch auch da denke ich, dass Asus mit Patches nachbessern kann.

-> Link zu ein paar der Aufnahmen der Kamera des ROG Phone 9 Pro

Der Autofokus der Kamera funktioniert jedenfalls sehr schnell und kann in den Kameraeinstellungen sogar noch via „Schneller Schnappschuss“ beschleunigt werden. Doch auch so gelingen gute bis sehr gute, scharfe Aufnahmen mit dem Hauptsensor. Leider – und das konsequent seit Jahren – bringen schwache Lichtverhältnisse die ROG-Kamera an ihre Grenzen. Der Nachtaufnahmemodus kann da zwar einiges retten, doch es mangelt den Bildern noch immer oft an Details und Schärfe. Die Bildränder bei Aufnahmen mit dem Ultraweitwinkelsensor sind mittlerweile um einiges weniger verzogen als früher, doch immer noch gehen hier viele der Bildinhalte verloren.

Optional könnt ihr den Pro-Modus zum Fotografieren nutzen und ich behaupte auch mal, wenn man sich mit den Settings und vor allem dem Motiv ein wenig länger auseinandersetzt, dann kann man auch mit der ROG-Kamera sehr gute Aufnahmen erstellen. Doch viele Nutzer wollen vor allem schnell draufhalten und erwarten dann gute Ergebnisse. Da bleibt mir beim ROG Phone 9 Pro zu sagen: tagsüber ja, wird es dunkler, dann gebe dich lieber mit dem Mittelmaß zufrieden.

Und so bleibt mir am Ende wieder einmal ein altbekanntes Fazit: Auch die neue ROG Phone-Gerätereihe zeigt, wie gut Asus es verstanden hat, Smartphones für Gamer zu bauen. Man geht mit der Zeit, integriert in ein eh schon technisch überlegenes Gerät auch noch diverse KI-Features und bessert die Kamera erneut ein wenig auf. Besitzer des Vorgängers finden aber selbst mit dem neuen Snapdragon 8 Elite keinen ausreichenden Grund, wechseln zu müssen – das sollte klar sein. Hierfür fehlt es der 9er-Serie einfach am gewissen „Das macht den großen Unterschied“-Grund. Der Gesamteindruck ist ein ausgesprochen guter, für jemanden, der auch wirklich gern am Smartphone zockt – abseits von Pokémon GO und Co. Ob die hohen Gerätepreise nun gerechtfertigt sind, das muss jeder für sich entscheiden – das Designteam bekommt dieses Jahr vermutlich zumindest den geringsten Anteil der Einnahmen ab 😀

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Beelink SER8 Mini PC ausprobiert: Kompakte Power für den Alltag

Beelink erweitert sein Sortiment an Mini-PCs mit dem neuen angepassten SER8, einem kompakten Windows-Rechner, der mit einem AMD Ryzen 7 8745HS Prozessor ausgestattet ist. Es handelt sich hierbei gewissermaßen um einen 8845HS ohne AI NPU. Dank der integrierten Radeon 780M GPU eignet sich dieses Modell auch für gelegentliches Gaming. Ich hatte nun Gelegenheit, den kleinen Kasten etwas näher anzuschauen.

Spezifikationen des Beelink SER8

  • Größe: 135 × 135 × 45 mm
  • CPU: AMD Ryzen 7 8745HS (8 Kerne, 16 Threads, 3,8 – 4,9 GHz, 16 MB L3 Cache)
  • GPU: AMD Radeon 780M
  • Arbeitsspeicher: 32 GB DDR5 5600 MHz, erweiterbar auf max. 256 GB
  • Datenspeicher: 1 TB M.2 NVMe SSD, zusätzlicher freier Slot
  • Anschlüsse: 2x USB-A 3.2, 2x USB-A 2.0, 1x USB4, 1x USB-C 10Gbps, 1x HDMI 2.1, 1x DisplayPort 1.4, 1x Ethernet 2.5G, Kopfhöreranschluss
  • Netzwerk: WiFi 6 Bluetooth 5.2
  • Betriebssystem: Windows 11 Pro

Ausstattung und Verarbeitung

Der Beelink SER8 präsentiert sich in einem eleganten Aluminiumgehäuse, das nicht nur optisch ansprechend ist, sondern auch für eine effektive Kühlung sorgt. Die Luftzufuhr erfolgt durch die Unterseite, während die warme Luft an der Rückseite entweicht. Diese durchdachte Konstruktion hält das System auch unter Last angenehm kühl und leise. Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Mini-PC selbst ein Netzteil, eine Kurzanleitung und ein HDMI-Kabel.

Vorne bietet der SER8 einen USB-C-Port, einen USB-A-Anschluss und einen Audioanschluss. Obendrein sitzt dort auch der Power-Button und eine kleine LED. Ein SD-Kartenleser wäre sicher schön gewesen, fehlt aber leider. Die meisten Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite, darunter insgesamt drei USB-A-Anschlüsse, ein Netzwerk-Port, ein DisplayPort, ein HDMI-Anschluss, ein weiterer Kopfhöreranschluss und ein USB-C-Port. Der Anschluss für das Netzteil ist auch dort zu finden. In Summe ist das hier fast wie eine andere Version des aktuellen Mac-Mini, wenn man sich das Aussehen ansieht.

Praxistest des Beelink SER8

Der Beelink SER8 ist mit 32 GB DDR5-RAM und dem AMD Ryzen 7 8745HS Prozessor ausgestattet. Dieser Prozessor basiert auf der Zen 4 Architektur und bietet eine ausreichende Leistung für so ziemlich alle alltägliche Anwendungen und moderate Spiele. Die integrierte Radeon 780M GPU hat man hier im Blog schon des häufigeren in Mini-PCs und Handhelds gesehen. Sie bietet eine ordentliche Grafikleistung für 1080p-Gaming bei nach unten angepassten Einstellungen. Wer mit dem Gerät täglich eine Menge Videobearbeitung mit allerlei Effekten etc. machen möchte, sollte sich wahrscheinlich eher im kräftigeren Bereich umschauen oder auf den Mac Mini ausweichen, der auch in der Basis schon für mehr ausreichen sollte. Generell hat das Gerät in der Praxis aber alles weggeputzt, was ich ihm hingeworfen habe. Während des Ausprobierens wurde hauptsächlich gesurft, mit Office gearbeitet, Fotos mit Lightroom bearbeitet und eben gespielt.

Im Idle-Betrieb ist der Stromverbrauch des SER8 mit etwa 8 Watt sehr gering. Unter Volllast steigt der Verbrauch auf bis zu 85 Watt in der Spitze. Generell ist das Gerät kaum hörbar, wenn man der kleinen Kiste jedoch mehr Futter hinwirft, dann wird der Lüfter doch deutlich wahrnehmen. Wirklich laut wird er aber nicht.

In Cinebench-Tests zeigt der SER8 eine solide Leistung, die ihn in diesem Bereich ungefähr auf Niveau eines Macs mit M1 hält. Im 3DMark Steel Nomad Test sprangen 2841 Punkte heraus, was erneut die gute Spielbarkeit von etwas älteren oder moderaten Titeln wie Rocketleague, Fortnite und Co. bestätigt.

Der Geekbench Score liegt bei 2196 Punkten im Single-Core- und 10121 Punkten im Multi-Core-Bereich. Dabei liegt man ungefähr gleichauf mit einem M1 Pro oder einem Ryzen 7 5700X.

Mit dem Gesamtpaket ist das Gerät ein guter Allrounder, der obendrein noch schick ist. Wem die Konfiguration nicht ausreicht, der kann noch ein wenig erweitern. Mit einem zusätzlichen M.2-Slot können Nutzer den Speicherplatz auf bis zu 8 TB hochziehen. Auch der Arbeitsspeicher lässt sich auf bis zu 256 GB aufrüsten, was den SER8 zukunftssicher macht. Die USB4-Schnittstelle ermöglicht zudem den Anschluss externer GPUs, was die Grafikleistung weiter steigern kann. Schade, dass der SER8 nicht auch den Anschluss für die Dockingstation mitbringt.

Fazit

Der Beelink SER8 ist ein leistungsstarker und stilvoller Mini PC, der sowohl für den professionellen Einsatz als auch für moderate Gaming-Anforderungen geeignet ist. Seine Erweiterungsmöglichkeiten, das effiziente Kühlsystem und die vielseitigen Anschlussmöglichkeiten machen ihn zu einer guten Wahl für alle, die einen kompakten, aber leistungsstarken Computer suchen. Die Konkurrenz ist in dem Bereich der Mini-PCs sehr hoch, doch wer sich nach einem derartigen Gerät gerade ohnehin umschaut, wird für ab 460 Euro sicher keinen Fehler machen.

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Bosch Smart Home: Von Smart Home Controller I auf II wechseln

Bosch hat vor einiger Zeit den Smart Home Controller II auf den Markt geschmissen, der die neueren Geräte unterstützt und auch mit Matter umgehen kann. Ihr könnt den also auch für andere Matter-Geräte nutzen. Ich bin in das Bosch Smart Home bereits mit dem ersten Controller eingestiegen und habe hier im Haus auch etliche ältere Thermostate oder Zwischenstecker im Einsatz. Der Controller II lag mal bei einem Heizungspaket bei, und bisher habe ich immer gezögert, umzusteigen. Für die älteren Geräte benötigt man außerdem einen Funkstick, der in den neuen Controller gesteckt werden muss. Mittlerweile hat Bosch aber in der App ein gut durchdachtes Migrations-Tool bereitgestellt, das den Nutzer detailliert durch die einzelnen Schritte führt. Ich habe nun endlich mal den Wechsel durchgeführt.

Wichtig: Beim Wechsel wird fast alles übertragen, es bleibt aber nicht alles erhalten. So werden beispielsweise Verbindungen mit anderen Smartphones getrennt, Widgets werden gelöscht, Favoriten werden zurückgesetzt und ein bisschen mehr. Das ist aber nicht weiter viel, wenn man überlegt, dass Hue, Ledvance, Automationen, Integrationen mit Bosch Kameras und mehr erhalten bleiben. Die Hauptarbeit bleibt einem also erspart.

Los geht’s mit der Verkabelung des neuen Controllers, gefolgt von der Verbindungsherstellung mit dem Heimnetzwerk. Hierbei bleibt alles selbsterklärend – die App gibt klare Hinweise und fordert an den richtigen Stellen zu den nötigen Aktionen auf. So muss der neue Controller erst aktualisiert werden und dann wird der Datentransfer auf dem alten Controller vorbereitet. Schließlich wird das Ganze auf den neuen Controller geschoben und dann wird neu gestartet. In der Galerie findet ihr mal den Ablauf innerhalb der App:

Insgesamt hat der gesamte Prozess etwa 20 Minuten gedauert, danach war das System aber noch nicht ganz betriebsbereit. Warum? Weil der Controller erst nach und nach die Verbindung zu allen Komponenten erhält, da die sich nur ab und zu beim Controller melden. Das kann bis zu 24 Stunden dauern, war aber bei mir schon nach einer halben Stunde nahezu erledigt. Wer das schneller möchte, müsste jedes Gerät mal kurz aktivieren, beispielsweise ein Thermostat umstellen. Besonders angenehm ist die Stabilität, die Controller II seitdem an den Tag legt. Alles läuft flüssig und reibungslos. Das hat mich zugegeben etwas überrascht, da der erste Controller immer mal wieder rumgezickt hat. Der Nachteil für Nutzer von HomeKit und Co. ist eben, dass man den Teil noch nachholen muss. Das dauert dann im schlimmsten Fall länger als der eigentliche Umstieg.

Fazit: Der Wechsel zum Bosch Smart Home Controller II ist zwar mit einem kleinen Mehraufwand für HomeKit/Alexa/Google Home-Nutzer verbunden, überzeugt aber durch eine insgesamt reibungslose Übertragung und eine stabile Leistung im Betrieb. Bosch hat hier eine gute Lösung für bestehende Nutzer geschaffen, die den Sprung auf die neue Hardware wagen wollen.

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Aukey MagFusion GameFrost angeschaut: Kühler Ladespot für iPhone-Gamer

Seit einigen Tagen begleitet mich der MagFusion GameFrost von Aukey durch den Alltag. Der magnetische Qi2-Lader verspricht nicht nur schnelles Laden für iPhones, sondern auch Kühlung während intensiver Gaming-Sessions.

Das Besondere am GameFrost ist der integrierte Lüfter, der das Smartphone während des Ladens oder Spielens aktiv kühlt. Mit einer Ladeleistung von 15W für iPhones (7,5W bei älteren Modellen) und der MagSafe-Kompatibilität ist der Puck gut ausgestattet. Der Lüfter lässt sich per Button steuern und in drei Stufen regeln. Die kleinste Stufe ist angenehm leise, während schon die nächste Stufe ziemlich hörbar ist. In der maximalen Stufe gibt der Lüfter ein ziemlich starkes Fiepen von sich.

Die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck, auch wenn das Gehäuse komplett aus Kunststoff besteht. Die weiße LED-Beleuchtung gibt dem Ganzen einen Gaming-Touch, könnte nachts aber etwas störend sein – kann man aber per Button ausschalten. An der Rückseite ist außerdem noch ein Display integriert, das die Temperatur des Smartphones in Echtzeit anzeigen soll. Die Anzeige würde ich an dieser Stelle stark infrage stellen, da teilweise deutlich geringere Werte angezeigt werden. Das Laden kann auch per Button abgeschaltet werden. Beim Laden rödelt der Lüfter immer direkt los. Ihr müsst den dann also per Hand abschalten.

Durch die etwas dickere Bauweise kann man das Teil auch als Ständer im Querformat benutzen, ohne dass das Smartphone umfällt.

Für knapp 40 Euro bekommt man hier einen durchdachten Lader, der besonders für Mobile Gamer interessant ist. Die aktive Kühlung macht bei längeren Gaming-Sessions meiner Meinung nach jedoch mehr bei den hochklassigen Android-Smartphones Sinn, da diese zumindest aus meiner Erfahrung deutlich wärmer werden als die iPhones. Die Verarbeitung ist für den Preis absolut in Ordnung. Wer sein iPhone häufig zum Spielen nutzt und dabei gleichzeitig laden möchte, kann sich das Teil ja mal ansehen. Aktuell ist der GameFrost jedoch auch nicht über die deutsche Brand Amegat bei Amazon verfügbar, sondern muss direkt bei Aukey erworben werden.

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