OBSBOT Tiny 2 im Test: Webcam mit 4K-Auflösung und intelligenten Funktionen

Webcams sind in vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken, aber viele Modelle dümpeln qualitativ vor sich hin. OBSBOT will mit der Tiny 2 einen Konkurrenten zur Insta360 Link auf dem Markt haben. Ob die smarte 4K-Webcam das Zeug dazu hat? Ich hab sie mir für euch genauer angeschaut.

Erster Eindruck und Verarbeitung

Packt ihr das Gerät aus, fällt auf, dass sie etwas klobiger ist als das Modell von Insta360. Die Kamera macht auf jeden Fall einen hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist sehr gut – kein Knarzen, kein Wackeln. Das Gehäuse besteht aus mattem Kunststoff, der sich angenehm anfühlt und keine Fingerabdrücke anzieht. Der Standfuß ist stabil und mit einem Magneten ausgestattet, der auf der separaten Basis für Monitore aus Metall haftet und für sicheren Halt sorgt.

Das Highlight ist auch hier der Gimbal-artige „Kopf“ der Kamera. Er bewegt sich geschmeidig und präzise. Ein kleines Detail, das mir gefällt: Die Status-LED ist hier ein Ring, gut sichtbar, aber nicht zu aufdringlich. Wenn ich einen Kritikpunkt äußern müsste, dann vielleicht die Größe. Die Tiny 2 ist für eine Webcam recht wuchtig. Auf meinem schmalen Monitor-Rahmen sieht sie etwas klobig aus. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Lieferumfang und Ausstattung

Im Karton findet ihr neben der Kamera ein USB-C-Kabel, eine Kurzanleitung, eine praktische Tragetasche und eben die genannte Basis aus Metall. Hier mal die technischen Daten im Überblick:

  • 4K-Auflösung bei 30 fps (1080p bei 60 fps möglich)
  • 1/1,5 Zoll CMOS-Sensor mit 50 Megapixeln
  • KI-gestützte Funktionen wie Gesichtserkennung und Auto-Tracking
  • PTZ (Pan-Tilt-Zoom) mit 4-fach digitalem Zoom
  • 2-Achsen-Gimbal
  • Duales Mikrofon-Array mit Geräuschunterdrückung
  • f/1.9 Blende
  • Gesten- und Sprachsteuerung

Bildqualität – Generell gut

Die Bildqualität der Tiny 2 ist generell gut. Der große 1/1,5 Zoll Sensor mit seinen 50 Megapixeln macht sich bezahlt. Die Detailwiedergabe ist ordentlich, Farben wirken natürlich und lebendig. In gut beleuchteten Räumen spielt die Kamera ihre Stärken voll aus.

Auch bei schlechteren Lichtverhältnissen schlägt sich die Tiny 2 wacker. Die f/1.9 Blende hilft dabei, mehr Licht einzufangen. Klar, etwas Bildrauschen ist bei wenig Licht zu sehen, aber es hält sich in Grenzen. Die automatische Belichtungsanpassung reagiert flott und liefert in den meisten Fällen ein ausgewogenes Bild. Ein Punkt, der bei Insta360 besser ist: Der Autofokus ist relativ schnell, bei der Link jedoch einen Tick besser.

Ich habe beim Ausprobieren jedoch ein Verhalten entdeckt, das mich stutzig macht. In 90 Prozent der Calls läuft das alles sehr geschmeidig und die Schärfe ist gut. Dann habe ich jedoch ein paar vereinzelte Meetings dabei gehabt, in denen die Kamera gelegentlich den Autofokus komplett verpasst hat. Dann war das Bild für einige Sekunden unscharf und schwammig. Nach etwas Bedenkzeit wurde das aber automatisch korrigiert.

KI-Funktionen: Kamera hat euch immer im Blick

Die KI-Funktionen der Tiny 2 sind der eigentliche Star der Show. Das Auto-Tracking funktioniert erstaunlich gut. Ob ich am Schreibtisch hin und her rutsche oder durchs Zimmer laufe – die Kamera folgt mir zuverlässig. Die Bewegungen sind dabei sanft und natürlich, nicht ruckartig wie bei manch anderer Webcam. Allerdings habe ich festgestellt, dass das Tracking bei sehr schnellen Bewegungen manchmal etwas hinterherhinkt – aber auch das ist Meckern auf hohem Niveau.

Besonders gut gelungen finde ich die Gestensteuerung. Mit einfachen Handbewegungen kann ich zoomen oder den Fokus anpassen. Das klappt nach etwas Übung richtig gut. Man möchte diese Funktionen nicht mehr missen, ich bin sie eh von der Link gewohnt. Der HDR-Modus gleicht starke Kontraste gut aus, sodass ich auch vor einem hellen Fenster nicht wie ein Schattenriss aussehe.

Software und Bedienung

Die OBSBOT-Software „OSBOT Center“ ist übersichtlich und intuitiv. Hier lassen sich alle Einstellungen vornehmen – von der Belichtung über die Farbtemperatur bis zu den intelligenten Funktionen. Ein Punkt, der mich anfangs etwas irritiert hat: die Sprachsteuerung. Ja, man kann die Kamera mit Sprachbefehlen steuern. Das funktioniert zwar gut, fühlt sich für mich persönlich aber etwas seltsam an, wenn ich alleine im Büro sitze und mit meiner Webcam rede. Ich nutze diese Funktion daher eher selten – fast nie.

Wer möchte und mehr Steuerungsmöglichkeiten benötigt, kann auf eine dedizierte Fernbedienung zurückgreifen, mit der sich etliches direkt per Hand steuern lässt.

Praxistest: Vom Homeoffice bis zum Streaming

Im Alltag hat mich die Tiny 2 überzeugt. Das Auto-Tracking ist besonders praktisch, wenn man während eines Calls aufstehen und etwas holen muss – die Kamera folgt einfach mit. Wer im Zuhause oder im Büro auch in virtuellen Meetings am Whiteboard präsentiert, kann sich dabei ebenfalls in Szene setzen lassen. Auf Wunsch kann die Kamera nicht nur eurem Körper, sondern auch nur eurer Hand folgen. Wer die Kamera im Meeting benutzt, bei dem mehrere Teilnehmer dabei sind, kann mit dem Gruppen-Modus auch die komplette Gruppe ins Visier nehmen. Der Desktop-Modus sorgt dafür, dass die Kamera das Bild auf euren Schreibtisch lenkt. Die Perspektive wird dabei jedoch nicht automatisch korrigiert. Die aufgenommenen Bilder sind dann teilweise nicht immer besonders klar.

Für Content Creator und Streamer bietet die Tiny 2 ebenfalls etwas. Die 4K-Auflösung und der große Sensor liefern Material, mit dem man gut arbeiten kann. Die PTZ-Funktionen ermöglichen dynamische Einstellungen, ohne dass man die Kamera anfassen muss. Ein Tipp für Streamer: Die Kamera lässt sich problemlos in OBS Studio integrieren.

Die eingebauten Mikrofone der Tiny 2 sind gut. Klar, sie ersetzen kein dediziertes USB-Mikrofon, aber für Videocalls sind sie ausreichend. Die Geräuschunterdrückung funktioniert gut und filtert störende Hintergrundgeräusche effektiv heraus.

Preis und Fazit

Mit einem Preis von aktuell 280 Euro ist die OBSBOT Tiny 2 sicher kein Schnäppchen. Auch für das Gebotene ist das noch ziemlich ordentlich. Man bekommt eine sehr gute Webcam mit cleveren KI-Funktionen, die besonders für Content Creator, Streamer oder Vielnutzer in Videokonferenzen einen echten Mehrwert bietet. Für den Otto Normalverbraucher ist das sicher mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

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Turtle Beach Kone II Air im Test: Ergonomie trifft auf Gaming-Performance

Gaming-Mäuse gibt es wie Sand am Meer, aber nur wenige schaffen es, sowohl im Hinblick auf Ergonomie als auch bei der kabellosen Performance, zu punkten. Turtle Beach, vorwiegend bekannt für derene Headsets, versuchen mit der Kone II Air genau das. Die Kone II Air ist damit der offizielle Nachfolger der Roccat Kone Air – die Marke ist ja mittlerweile Geschichte. Ob der Spagat gelingt? Ich habe die Maus für euch unter die Lupe genommen.

Design und Ergonomie

Die Kone II Air kommt in einem schlichten, aber eleganten Design daher. Mit einem Gewicht von 110 Gramm ist sie für eine Gaming-Maus kein unbedingtes Leichtgewicht – ziemlich schwer sogar. Ich weiß nicht, wie man auf den Beinamen „AIR“ kommt. Da gibt es Konkurrenten, die nur etwas mehr als die Hälfte wiegen. Die ergonomische Form ist speziell für Rechtshänder konzipiert und liegt hervorragend in der Hand. Für Linkshänder gibt es leider gar keine Version dieser Maus.

Die Oberfläche besteht aus einem robusten, aber leichten Kunststoff mit einer matten Textur, die sich angenehm anfühlt und auch bei längeren Gaming-Sessions nicht rutschig wird. Für zusätzlichen Halt hätte man eventuell eine Gummierung oder eine Textur an den Seiten und der Daumenauflage anbringen können. Die Buttons für den Daumen (Vor, Zurück, Daumentaste) sind angenehm groß und gut platziert. Die verfehlt man auch bei stressigeren Sessions nicht. Das 4D-Scrollrad kann zwischen zwei Modi umgestellt werden. Im frei drehenden Modus kann man schnell durch Inhalte navigieren, während der taktile Bildlauf im Spiel präziser ist. Obendrein kann das Rad nach links und rechts gekippt werden, um weitere Funktionen zu triggern. Einzig der Button zum Umstellen des Modus liegt meiner Meinung nach mit dem zweiten Button etwas gewöhnungsbedürftig weit hinten, aber man gewöhnt sich daran.

Technische Daten im Überblick:

ALLGEMEIN
  • Optischer TITAN-Schalter
  • Lebensdauer 100 Millionen Klicks
  • On-board-Speicher: 5 Profile
  • 1,8 m langes, flexibles Ladekabel, USB-C auf USB-A
  • USB-Abfragerate: 1000 Hz
  • NVIDIA Reflex
  • Software: Swarm II
SENSOR
  • Optischer Owl-Eye-Sensor mit 26.000 DPI
  • Minimum-DPI: 50
  • Maximum-DPI: 26.000
  • Einstellbare Lift-off-Distanz
  • 50 g Beschleunigung
  • 650 IPS (16,5 m/s) Abtastgeschwindigkeit
KONNEKTIVITÄT
  • 2,4 GHz-Band über USB-A-Adapter
  • Bluetooth
  • USB-A
AKKU
  • Wiederaufladbarer Akku
  • Bis zu 350 Stunden (Bluetooth)
  • Bis zu 130 Stunden (Funk)
MASSE
  • 130,2mm x 44,1mm x 82,6mm
  • Ungefähres Gewicht: 110 g

Performance und Sensor

Das Herzstück der Kone II Air ist der Owl-Eye Sensor mit bis zu 26.000 DPI. In der Praxis liefert er eine präzise und zuverlässige Abtastung, die der kabelgebundenen Konkurrenz in nichts nachsteht. Die Wireless-Verbindung über den 2,4-GHz-Dongle ist stabil und verzögerungsfrei – selbst in hektischen Spielsituationen konnte ich keine Latenz feststellen. Die Abtastrate kann über Swarm auch umgestellt werden, aber dazu später noch etwas. Ein großer Pluspunkt ist die Vielseitigkeit der Verbindungsmöglichkeiten: Neben dem 2,4-GHz-Wireless-Modus gibt es auch Bluetooth und die Option, die Maus per USB-C-Kabel zu nutzen und gleichzeitig zu laden.

Ein besonderes Highlight sind die optischen Titan-Switches. Sie reagieren blitzschnell und sollen laut Hersteller eine Lebensdauer von 100 Millionen Klicks haben. In meinen Tests fühlten sich die Klicks knackig und reaktionsschnell an, ohne dabei zu laut zu sein.

Die Akkulaufzeit der Kone II Air ist ausdauernd. Turtle Beach verspricht bis zu 100 Stunden, und in meinen Tests kam ich tatsächlich auf etwa 95 Stunden bei normaler Nutzung.

Software und Anpassungsmöglichkeiten

Die Kone II Air ist kompatibel mit der SWARM II Software. Hier lassen sich DPI-Einstellungen, Tastenbeleuchtung, Makros und mehr konfigurieren. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und intuitiv zu bedienen. Besonders praktisch: Man kann bis zu fünf Profile direkt auf der Maus speichern, was sie auch für den mobilen Einsatz interessant macht.

Die RGB-Beleuchtung ist dezent, aber effektiv und lässt sich bei Bedarf komplett abschalten, um Akku zu sparen. Wer mehrere Turtle-Beach-Komponenten sein Eigen nennt, kann die AIMO-Beleuchtung synchronisieren.

Gaming-Erfahrung

In verschiedenen Spielgenres macht die Kone II Air eine hervorragende Figur. In Shootern wie „Counterstrike“ oder Titeln wie „Fortnite“ profitiert man von der präzisen Sensorik. Hier spürt man aber schnell, dass etwas weniger Gewicht nicht schlecht wäre, um noch schnellere Bewegungen zu ermöglichen. Auch in anderen Spielen sieht die Maus generell gut aus, noch besser natürlich, wenn keine hektischen Bewegungen erforderlich sind. Eine wettbewerbsfähige Maus ist das meiner Meinung nach nicht, dafür ist sie einfach zu schwer. E-Sportler schauen sich dann also besser woanders um.

Die ergonomische Form macht sich besonders bei längeren Sessions bemerkbar. Auch nach stundenlangem Spielen hatte ich keine Ermüdungserscheinungen in der Hand – das ist ein klarer Pluspunkt für die Kone II Air.

Fazit

Die Turtle Beach Kone II Air ist eine tolle Wireless-Gaming-Maus, die in fast allen Bereichen überzeugt. Sie vereint erstklassige Ergonomie und Top-Performance in einem attraktiven Paket. Sie ist jedoch keine Maus für diejenigen, die ambitionierter schnelle Spiele zocken. Daher wäre der Beiname „Air“ infrage zu stellen.

Positiv fallen besonders die gute Akkulaufzeit und die vielseitigen Verbindungsmöglichkeiten auf. Auch die Verarbeitungsqualität und der präzise Sensor sind lobenswert. Die Software bietet alle nötigen Einstellungsmöglichkeiten, ohne zu überfordern.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Preis: Mit einer UVP von 129,99 € ist die Kone II Air sicherlich kein Schnäppchen.

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Turtle Beach Stealth 700 Gen 3: Neues Gaming-Headset angehört

Turtle Beach hat mit dem Stealth 700 Gen 3 den Nachfolger seines beliebten kabellosen Gaming-Headsets auf den Markt gebracht. Als Fan der Vorgängermodelle war ich natürlich gespannt, was die neue Generation zu bieten hat. Ich habe mir das Headset für euch genauer angeschaut.

Design und Verarbeitung

Das Stealth 700 Gen 3 präsentiert sich in einem eleganten Dreiklang aus Schwarz, Marineblau und Kupfer. Die Farbkombination verleiht dem Headset einen edlen Look, der sich von der oft grellen Gaming-Ästhetik abhebt. Der Polster sind in mattem Schwarz gehalten, während die Ohrmuscheln in einem satten Marineblau erstrahlen. Ein kupferfarbener Akzentstreifen zieht sich um die Ohrmuscheln und setzt einen stylischen Kontrast. Die Verarbeitung macht einen hochwertigen Eindruck. Der Kopfbügel besteht aus robustem Kunststoff mit einer leichten Polsterung an der Unterseite. Die Ohrmuscheln sind drehbar gelagert und lassen sich für den Transport flach zusammenklappen.

Die Ohrpolster bestehen aus einem Hybrid-Material: außen Kunstleder für Langlebigkeit, innen ein atmungsaktiver Stoff für Komfort bei langen Sessions. Der Memory-Schaum passt sich gut der Kopfform an. Interessant ist der Blick unter die Polster: Hier zeigt sich ein kupferfarbenes Gitter, das die 60-mm-Treiber schützt und gleichzeitig einen coolen Look verleiht.

Alle Bedienelemente sind an den Ohrmuscheln platziert. Links finden wir den An/Aus-Knopf, den USB-C-Anschluss, die Drehräder für Chat- und generelle Lautstärke und einen Button, der sich über die App anpassen lässt. Auch ein Rad kann anders belegt werden. Rechts sitzt der Button zum Bluetooth-Koppeln, der Crossplay-Button (damit kann man zwischen den USB-Transmittern schnell wechseln), eine Status-LED und ein Rad für die Bluetooth-Lautstärke. Das Mikrofon ist nicht direkt sichtbar – es handelt sich um ein „Flip-to-Mute“-Design, das sich nahtlos in die Ohrmuschel einfügt, wenn es nicht gebraucht wird.

Insgesamt macht das Stealth 700 Gen 3 einen durchdachten und hochwertigen Eindruck. Die Materialwahl und das Design zeugen von Turtle Beachs Erfahrung im Gaming-Audio-Segment. Die Kombination aus robuster Konstruktion und edlem Look dürfte Gamer ansprechen. Ein Highlight des Stealth 700 Gen 3 ist das kabellose CrossPlay-Multiplattform-Audiosystem. Mit zwei kabellosen USB-Sendern und einer einzigen Taste am Headset kann man schnell zwischen Konsole und PC wechseln, ohne Kabel umstecken zu müssen. Das ist besonders praktisch für Gamer, die auf mehreren Plattformen spielen. Die gleichzeitige kabellose Übertragung via 2,4-GHz-Funk und Bluetooth 5.2 ist ein echter Mehrwert. So kann man beispielsweise den Spielsound von der Konsole hören und gleichzeitig über Discord auf dem Smartphone chatten. Die unabhängigen Lautstärkeregler für beide Quellen sind dabei sehr nützlich.

Technische Daten im Überblick:

  • 60-mm-Eclipse-Dualtreiber
  • Frequenzbereich: 20 Hz – 20 kHz
  • Kabelloses CrossPlay-Multiplattform-Audiosystem
  • Bluetooth 5.2
  • Unidirektionales, „Flip-to-mute“ Mikrofon
  • Bis zu 80 Stunden Akkulaufzeit
  • Hybrid-Kunstleder, atmungsaktives Bezugsmaterial, Memory Foam Ohrpolster

Lieferumfang:

  • Turtle Beach Stealth 700 Kabelloses Gaming-Headset
  • 2 kabellose CrossPlay USB-Sender
  • 0,7-m-Ladekabel (USB-A zu USB-C)
  • Schnellstart-Anleitung

Klangqualität und Gaming-Performance

Die 60-mm-Eclipse-Dualtreiber des Stealth 700 Gen 3 liefern einen beeindruckenden Klang, der über das gesamte Frequenzspektrum überzeugt. In den Tiefen präsentiert sich das Headset mit einem satten, aber nicht übertriebenen Bass. Explosionen in Actionspielen haben ordentlich Wumms, ohne zu dröhnen oder die anderen Frequenzbereiche zu überdecken. Die Mitten sind ausgewogen und detailreich, was besonders Dialogen und Umgebungsgeräuschen zugutekommt. Schritte und Waffenwechsel in Shootern sind präzise zu orten. In den Höhen zeigt das Stealth 700 Gen 3 eine angenehme Präsenz, die für Klarheit und Detailreichtum sorgt, ohne schrill zu wirken. Glasbruch oder andere schrille Geräusche kommen sauber rüber.

Insgesamt bietet das Headset einen ausgewogenen Klang, der sich sowohl für Gaming als auch für Musik und Filme eignet. Wer möchte, kann über den EQ in der App noch nachjustieren, aber schon die Werkseinstellung überzeugt auf ganzer Linie. Das erweiterte Superhuman Hearing ist vorrangig für Sessions gegen andere nützlich. Mit der Swarm II App lässt sich die Intensität in drei Stufen anpassen. Durch Superhuman Hearing könnt ihr bestimmte Geräusche hervorheben lassen. Dadurch hört ihr unter anderem die Schritte eurer Gegner besser oder auch Dinge wie Nachladen etc. Das macht die Ortung eurer Gegner noch einfacher und ist ein kleiner Wettbewerbsvorteil. Die Turtle Beach Swarm II App bietet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten. Der 10-Band-EQ mit fünf benutzerdefinierten Voreinstellungen erlaubt eine präzise Klanganpassung. Besonders praktisch für Vielspieler ist die Möglichkeit, das zuweisbare Rad und die Modustaste nach eigenen Vorlieben zu konfigurieren.

Ein paar Worte zum Komfort. Das Headset umschließt meine Ohren wirklich gut, was für eine saubere und wirklich gute passive Geräuschunterdrückung sorgt. Der Druck des Kopfbands ist ordentlich, aber nicht zu straff. Brillenträger sollten damit auch bei längeren Sessions keine Probleme haben. War zumindest bei mir so. Ich hatte das Headset teilweise mehrere Stunden auf, da ich es nicht nur zum Spielen, sondern auch im Homeoffice verwendet habe.

Das überarbeitete unidirektionale „Flip-to-Mute“-Mikrofon ist eine deutliche Verbesserung. Die KI-basierte Geräuschunterdrückung funktioniert hervorragend und filtert Hintergrundgeräusche effektiv heraus. Während Meetings und Co. hat sich niemand negativ zur Übertragungsqualität geäußert.

Die Akkulaufzeit gibt Turtle Beach mit 80 Stunden an. Hier kommt es natürlich massiv darauf an, mit welcher Lautstärke man unterwegs ist und mehr. In meinem Test kam ich ungefähr an den angegebenen Wert heran. Die Schnellladefunktion (3 Stunden Spielzeit nach 15 Minuten Laden) ist ein praktisches Extra.

Mein Fazit

Alles in allem ist das Turtle Beach Stealth 700 Gen 3 ein richtig gutes Gaming-Headset, das in fast allen Bereichen überzeugt. Es bietet exzellenten Klang, eine sehr gute Mikrofonqualität und eine ausdauernde Akkulaufzeit. Die Vielseitigkeit durch Crossplay und Dual-Wireless-Funktionalität ist ein echter Mehrwert. Mit einem Preis von 199,99 € ist es zwar kein Schnäppchen, aber man bekommt dafür auch einiges. Wer ein vielseitiges, kabelloses Gaming-Headset für mehrere Plattformen sucht, macht mit dem Stealth 700 Gen 3 definitiv nichts falsch.

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Die neuen Google Pixel Buds Pro 2 im Ersteindruck

Nach den Pixel Buds Series A hatte ich lange keine TWS-Ohrhörer von Google mehr im Ohr. Den Test der großartigen Pixel Buds Pro, den Gastautor Christian hier seinerzeit verfasst hat, könnt ihr hier nachlesen. Ich habe dieses Jahr nun die Chance erhalten, mir die neuen Pixel Buds Pro 2 über einen längeren Zeitraum anzuhören und möchte euch hier meine Eindrücke schildern.

Mit einem Verkaufspreis von 249 Euro ruft Google hier erneut einen Preis aus, der sich erst einmal durch Qualität und Features rechtfertigen lassen muss. Als Argumente wirft Google hier unter anderem den neuen Tensor A1 als Chip ins Rennen, noch dazu soll die Geräuschunterdrückung verbessert worden sein, man bekommt eine Gesprächserkennung und die Google Pixel Buds Pro 2 sind nach IP5 gegen Staub und Wasser geschützt – das Case allerdings nur nach IPX4. Als Basis für Verbindungen dient Bluetooth 5.4.

Bei der Laufzeit sind jeweils noch einmal eine Stunde mehr drin als noch bei den ersten Pixel Buds Pro. So verspricht Google bis zu 8 Stunden Laufzeit mit aktiviertem ANC, bis zu 12 sollen es ohne sein. Rechnet ihr das Ladecase ein, dann dauert es jeweils 48 bzw. 30 Stunden, bevor ihr wieder eine Steckdose benötigt.

Google hat mir hier ein Sample in der schicken Farbe Wintergreen zukommen lassen, welche einem dezenten Mintgrün entspricht und wirklich gut aussieht. Als weitere Optionen stehen noch Hazel, Porcelain und Peony zur Verfügung. Laut Google fallen die neuen Buds noch einmal 27 % kleiner als die vorherigen Geräte aus und wirken bei der ersten Betrachtung echt winzig. Fast hatte ich befürchtet, dass darunter in meinem gar nicht mal so kleinen Ohr vielleicht der Klang oder noch eher das ANC leiden könnte. Doch dazu später mehr.

Angebot


Google Pixel Buds Pro 2 - Wireless Earbuds with Active Noise Cancellation – Bluetooth Headphones - Porcelain

Das Ladecase verfügt über einen kleinen, zusätzlichen Lautsprecher, da sich das Case nun auch via „Mein Gerät finden“ orten und anpingen lässt. Ansonsten hat sich am Case-Design im Grunde nichts getan. Klappt man jenes auf, ploppt auf dem naheliegenden Phone auch direkt die Meldung auf, dass ihr euch mit den Pixel Buds Pro 2 verbinden könnt. Das geht flott von der Hand, ein kurzes Setup führt euch dann in Kürze durch die Bedienung der Buds.

Noch immer wird hier durch Wischgesten und Antippen der Buds bedient, das kennen Besitzer der Vorgängermodelle alles schon. Den ersten richtigen Unterschied bemerkt man dann beim Herausholen der kleinen Buds. Jene verfügen über einen kleinen Stabilisator, der als zusätzliche Halterung im Ohr dient. Ihr setzt die Buds einfach ins Ohr, dreht so lange, bis ihr den sichersten Halt verspürt und könnt die Buds dann verwenden. Das klappt in der Tat genauso simpel, wie es sich liest. Und zugegeben: Der Halt der Pixel Buds Pro 2 ist im Vergleich zu Buds anderer Hersteller, die ich hier noch liegen habe, noch einmal deutlich stabiler. Da sich der wuchtige Kerl hinter diesen Zeilen mittlerweile auch hin und wieder zum Joggen auf die Piste bewegt, ist das auch enorm viel wert.

Google nennt sein ANC, also die aktive Geräuschunterdrückung der Pixel Buds Pro 2, stilvoll „Silent Seal 2.0“ und verspricht, dass hier noch einmal doppelt so viele Geräusche wie bisher unterdrückt werden und durch die Erweiterung des Frequenzbereichs noch mehr Geräuscharten erkannt und unterdrückt werden können. Jetzt fehlt mir – und das wäre mit Sicherheit für viele Besitzer des direkten Vorgängermodells – leider der direkte Vergleich mit den Google Pixel Buds Pro. Doch ich versuche es mal so zu beschreiben: Aus den mitgelieferten Ear-Tips-Größen (XS/S/L gibt’s, Größe M ist vormontiert) hatte ich mich nach ein wenig Ausprobieren für Größe L entschieden. Damit und mit den Stabilisatoren sitzen die Pixel Buds Pro 2 schon einmal so abdichtend in meinen Ohren, dass ich erst angenommen hatte, ANC sei bereits aktiv.

Doch das änderte sich dann mit der Geste „Länger Gedrückthalten“ an einem der beiden Buds, welche dann tatsächlich mal ANC aktiviert hat. Von jetzt auf gleich Ruhe, Sohnemann musste schon ordentlich schreien, damit ich ihn registriere. Minimal lassen sich besonders hohe Töne noch leise im Ohr ausmachen, wenn man mit aktivierter Geräuschunterdrückung besonders darauf achtet. Dann darf aber parallel keine Musik laufen. Denn sobald jene auf „normalen“ Lautstärken eingeschaltet ist, höre ich solche Geräusche nicht mehr heraus. Mein Eindruck vom optimierten ANC ist also durchaus ein sehr guter.

Nach ausgiebigem Testen der neuen Buds Pro 2 kann ich sagen, dass ihr Klang mich persönlich in vielerlei Hinsicht überzeugen kann. Besonders hervorzuheben ist der Bass, der sich als angenehm kräftig erweist. Er bringt eine Tiefe und Intensität mit sich, die vor allem bei basslastigen Musikgenres wie EDM, Dubstep und Co. zur Geltung kommt. Doch auch Tracks wie „Blinding Lights“ von The Weeknd oder „Bad Guy“ von Billie Eilish entfalten mit den Buds Pro 2 eine gute Dynamik.

Die Mitten und Höhen kommen ebenfalls größtenteils klar und präzise zum Vorschein. Vocals und Instrumente werden dabei aber nicht immer einwandfrei getrennt, was mir unter anderem bei „Bohemian Rhapsody“ von Queen aufgefallen war, was ich grundsätzlich laut hören muss. Der Klang bleibt dennoch recht klar und ausgewogen, ohne dass einzelne Frequenzbereiche überbetont wirken. Es wäre jedoch nicht fair, die neuen Buds nun als die besten Ohrhörer auf dem Markt zu bezeichnen. Es gibt sicherlich Modelle, die in puncto Klangqualität noch einen Schritt weitergehen und vielleicht noch mehr Feinheiten und Nuancen herausarbeiten. Dennoch bieten die Buds Pro 2 ein sehr gutes Hörerlebnis, das die meisten Nutzer zufriedenstellen wird – vor allem in Kombination mit dem wirklich guten ANC.

Wie schon erwähnt, verfügen die neuen Buds Pro 2 auch über einen Konversationsmodus. Die Geräte erkennen also, wenn ihr euch mit anderen Personen unterhalten möchtet, schalten entsprechend in den Transparenzmodus und pausieren die Musikwiedergabe. Das benötigt so etwa 1 bis 2 Sekunden eurer Stimme und wird bei Erkennung mit einem kurzen Signaltönchen im Ohr bestätigt. Im Test probierte ich auch aus, ob mein Gegenüber die Konversation „erzwingen“ kann. Dazu musste mein Sohn schon sehr klar und deutlich aus kürzester Distanz mit mir sprechen, damit die Geräte quasi von ihm ausgelöst wurden. Im Normalfall benötigt es also den Träger der Buds, um den Konversationsmodus zu initialisieren. Sorgt dann aber eben auch dafür, dass Gespräche im TV oder vor euch im Bus sitzend nicht andauernd eure Wiedergabe pausieren. Was ich gern variieren können möchte, wäre die Dauer, die es benötigt, dass die Wiedergabe nach dem Beenden der Unterhaltung wieder von selbst startet. Das dauert mir hin und wieder noch zu lange, räumt im Umkehrschluss aber natürlich auch genügend Zeit ein, falls es noch Weiteres zu besprechen gibt.

Ich trage die Buds Pro 2 nicht nur abends beim Bloggen und wenn ich mich zum Laufen raus begebe, sondern hin und wieder auch auf dem Weg zur Arbeit. Da ich das mit dem Rad erledige, wird hier natürlich nicht im ANC-, sondern im Transparenzmodus gefahren. Die restliche Wiedergabe nehme ich aber im Grunde ausschließlich mit aktiviertem ANC vor und würde darum auch behaupten wollen, dass Google mit den „bis zu 8 Stunden“ Laufzeit nicht zu viel versprochen hat. Zehn Stunden waren hier mehrmals möglich, dabei aber eben auch die Zeiten im Transparenzmodus.

Die Möglichkeit, Multipoint-Verbindungen mit den Pixel Buds Pro 2 aufzubauen, schätze ich mittlerweile enorm. Vor allem am Abend, wenn ich erst noch Musik über das Pixel-Phone höre, dann aber auch schnell auf das MacBook wechseln kann, um dort einfach weiterzuhören. Die Wiedergabe der Musik muss dazu auf dem ersten Gerät dann aber gestoppt werden. Werde ich angerufen, kann ich schnell das Telefonat über die Buds entgegennehmen, obwohl ich doch gerade noch mit dem MacBook verbunden war. Zudem sind die Wisch- und Tippgesten recht schnell ins Blut übergegangen, die Aktion für das Gedrückthalten der Touchoberfläche der beiden Buds kann optional individualisiert werden.

Wer suchet, der findet. Auch das Case der Pixel Buds Pro 2 kann via „Mein Gerät finden“ wiedergefunden werden.

Google Gemini lässt sich mit den Pixel Buds Pro 2 nun außerdem erstmals direkt über Ohrhörer auslösen. Genau wie schon beim Google Assistant bekommt ihr hier erstmal „intelligente“ Unterstützung auf allgemeine Fragen und mehr. Aber mit Gemini geht nun natürlich auch deutlich mehr und das kann unter Umständen hier und da auch vorteilhaft sein, wenn man den Dienst dann direkt im Ohr hat. So lassen sich – nur als Beispiel – unterwegs schnell Informationen zu Denkmälern abrufen, falls man da mal mehr Informationen braucht. Ich denke mal, der größte Nutzen zeigt sich wahrscheinlich dann, wenn man ihn benötigt und Gemini dann schnell hilfreiche Infos ins Ohr säuseln kann.

Bei mir haben sich die neuen Pixel Buds Pro 2 jedenfalls zu den neuen Lieblings-In-Ears hochgemausert. Das liegt vor allem am wirklich guten Klang, dem großartigen ANC und dem einwandfreien Halt, den ich bei so kleinen Buds absolut nicht erwartet hätte. Fraglich bleibt, ob euch das alles dann auch 249 Euro wert ist? Zumal das Vorgängermodell zum Teil schon für unter 150 Euro zu bekommen ist. Ich behaupte aber dennoch, dass Testhörer, die im Fachmarkt ihres Vertrauens oder bei Bekannten mal für eine Weile mit den neuen Buds Pro 2 hantieren durften, meinem am Ende doch größtenteils positiven Fazit zustimmen werden. Am Tag habe ich schon echt ausgesprochen oft Musik auf dem Ohr und mit den neuen Buds macht das schlicht noch mehr Laune als bisher.

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„Der kühne Knappe“ im Test: Voller Kreativität

„Der Kühne Knappe“ alias „The Plucky Squire“ ist ein Spiel der Entwickler All Possible Futures, das von Devolver Digital vertrieben wird. Wer die bisherigen Trailer kurz gemustert hat, vermutet hier vielleicht eines von gefühlt 1.000 Retro-Games. In Wahrheit mischt dieses Spiel aber 2D-Grafik im Kinderbuch-Stil mit modernen 3D-Einlagen. Das Ergebnis ist ein extrem kreativ gestalteter Titel, den vor allem Familien nicht verpassen sollten.

So sortierte ich dieses Spiel zunächst gedanklich für mich persönlich aus, da ich nur die 2D-Grafik im Kopf hatte und hier ein simples Retro-Spiel vermutete. Gut, dass ich am Ende doch hereingeschaut habe – wer PlayStation Plus Extra oder Premium abonniert hat, kann das gar ohne Mehrkosten. Sonst wäre mir ein sehr charmantes und liebenswertes Game entgangen, das mir mehrfach ein Grinsen ins Gesicht gezaubert hat.

Die Grundgeschichte ist dabei schnell erzählt: So dreht sich „Der Kühne Knappe“ um den Helden Jot, der im Rahmen seiner Erzählreihe stets über den Schurken Humgrump triumphiert. Das wird letzterem aber zu blöd, und so schmeißt er ihn aus den Bilderbüchern heraus. Jetzt ist es an Jot, zurück zu seiner Geschichte zu finden und dabei sogar die reale Welt der Menschen zu durchqueren. Dabei wechselt das Spiel zwischen 2D-Grafik im Stil eines Kinderbuchs und 3D-Grafik, die immer dann eine Rolle spielt, wenn Jot in die reale Welt wechselt.

„Der Kühne Knappe“: Ein packendes, kurzes Abenteuer

Das Spiel bietet dabei weder eine offene Spielwelt noch einen Metroidvania-Stil. Auch wenn einige Videos und Screenshots also vielleicht vage Erinnerungen an „The Legend of Zelda“ wecken, lasst euch nicht täuschen. Denn „Der Kühne Knappe“ ist ein streng lineares Abenteuer. Ihr wechselt also zwischen verschiedenen Bücherseiten, löst kleinere und größere Rätsel und kämpft ab und an gegen unverschämte Gegner. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei stets niedrig, sodass auch kleinere Spieler keine Probleme haben werden, voranzukommen.

Dass sich „Der Kühne Knappe“ zentral auch an Kinder richtet, spiegelt sich auch in unzähligen Tutorials und Hinweisen wider, sodass ihr eigentlich kaum feststecken könnt. Dabei lebt dieser Titel von seinem Charme, denn die Wechsel zwischen 2D- und 3D-Grafik sowie die kreativen Ideen der Entwickler erinnern in gewisser Weise an „Astro Bot“, das mit einer ähnlichen kreativen Energie punkten konnte.

Beispielsweise findet ihr in diesem Spiel Wörter, um die Gegebenheiten auf manchen Buchseiten zu verändern. Da kann euch etwa ein Haufen gestapelter Bücher den Weg versperren. Ändert ihr dann aber den Text dahingehend, dass die Bücher vielmehr verstreut herumliegen, kommt ihr weiter. Ab und an könnt ihr aber auch andere, eigentlich verkehrte Wortkombinationen basteln und so amüsante Effekte auslösen. Hier nutzt man das Kinderbuch-Konzept mit seinen Potenzialen voll aus.

Die Spielzeit von „Der Kühne Knappe“ alias „The Plucky Squire“ beträgt dabei zwar nur ca. 6 bis 8 Stunden, doch dafür ist diese Zeit hervorragend genutzt. Es gibt kein unnötiges Füllmaterial und keine der Gameplay-Mechaniken wirkt überstrapaziert. Ich habe „Der Kühne Knappe“ am PC via Steam gespielt. Da muss man sagen, dass ihr selbst mit einer alten Möhre oder einem PC-Gaming-Handheld 60 fps herausholen könnt. Somit bietet sich dieser Titel auch für unterwegs an. Freilich gibt es das Spiel aber auch für die Nintendo Switch, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Als technischer Unterbau dient die Unreal Engine 5. Für ein Indie-Spiel finde ich dabei die 3D-Sektionen wirklich technisch gelungen. Und die dominierenden 2D-Bereiche mögen grafisch zwar simpel wirken, ihr Charme gleicht das jedoch aus.

Mein Fazit

„Der Kühne Knappe“ ist ein extrem kreatives und charmantes Indie-Spiel, dem ich jeden Erfolg wünsche. Das Spiel mag technisch keine neuen Maßstäbe setzen und ist kindgerecht eher einfach und einigermaßen kurz gehalten, macht aber einfach Spaß und unterhält über seine knackige Spielzeit jederzeit. Mir gefällt die Mischung aus 2D- und 3D-Abschnitten überaus gut, zumal die Wechsel ziemlich nahtlos gestaltet worden sind.

Wer PlayStation Plus oder Extra abonniert hat, sollte hier sowieso einen Blick riskieren. Aber auch den Verkaufspreis von 29,99 Euro haben sich die Entwickler von All Possible Futures mit ihrem Debüt definitiv erarbeitet. Von mir gibt es jedenfalls, speziell, falls ihr nach einem Titel sucht, den ihr gemeinsam mit euren Kids zocken könnt, eine Empfehlung!

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