#DealMonitor – Caresyntax sammelt 180 Millionen ein – Finanzspritze für Emidat – Good Brands investiert in Pick’em

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#DealMonitor Chirurgie-Startup Caresyntax sammelt 180 Millionen ein Finanzspritze für ClimateTech Emidat D2C-Investror Good Brands investiert in Pick’em UVC Partners legt vierten Fonds auf

Caresyntax sammelt 180 Millionen ein – Finanzspritze für Emidat – Good Brands investiert in Pick’em

Freitag, 16. August 2024VonTeam

Im #DealMonitor für den 16. August werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Caresyntax 


Symbiotic Capital, MTIP AG, BIONIQ Capital, PFM Health Sciences, Pictet Alternative Advisors, surgical.ai, BlackRock Innovation Capital, Aescuvest, Optum Ventures, Cure Capital, Relyens Group, Vesalius Biocapital, Lauxera Capital, Plug & Play Growth Fund und ProAssurance Corp. investieren 180 Millionen US-Dollar (Eigen- und Fremdkampital) in Caresyntax. Das Grownup mit Sitz in Berlin und San Francisco, 1991 von Dennis Kogan und Björn von Siemens gegründet, möchte Kliniken und Krankenhäuser unterstützen, Operationen sicherer und effizienter durchzuführen. “Integrating data from various sources, our technology optimizes pre-op planning, provides real-time intraoperative support, and ensures post-op safety”, heißt es zum Konzept. 2021 sammelte das Team bereits 130 Millionen ein. Mehr über Caresyntax

Emidat


 General Catalyst, Atomico Angel Programme, Auxxo Female Catalyst Fund, NP-Hard Ventures, Übermorgen Ventures und mehrere Business Angels investieren eine ungenannte, sicherlich aber eine siebenstellige, Summe in Emidat – wie startupdector entdeckt hat. Die Jungfirma aus Waldkappel bzw. München, 2023 von Florian Fesch und Lisa Oberaigner gegründet, arbeitet an einer KI-basierten Lösung, die für Transparenz bei den Umweltauswirkungen von Baustoffen sorgen soll – von der Rohstoffgewinnung bis zu1r Entsorgung. Mehr über Emidat

Pick’em


Der Mannheimer D2C-Investror Good Brands investiert eine ungenannte Summe in Pick’em. Das Startup aus Berlin, 2023 von Max Schröpfer, Niklas Terrahe, Folkert Bowler und Joel Enayat gegründet, setzt auf aromatisierte Zahnstocher. “Pick’em richtet sich vor allem an Gen Alpha und Gen Z, mit einem Fokus auf den Märkten in Großbritannien, den USA und Deutschland”, heißt es in einer Presseaussendung.

VENTURE CAPITAL

UVC Partners


 Der Münchner Early-Stage-Investor UVC Partners, der in den vergangenen Jahren in aufstrebende Startups wie Flix, Aleph Alpha und Isar Aerospace investierte, legt seinen vierten Fonds auf, der 250 Millionen Euro schwer ist – siehe auch Handelsblatt. UVC Partners investiert “in technologiebasierte Startups im europäischen Raum”. Der Fokus liegt dabei auf B2B-Gründungen. UVC Partners investiert initial zwischen 1 und 10 Millionen Euro sowie bis zu 39 Millionen insgesamt pro Startup. Der neue Fonds erhöht das verwaltete Vermögen von UVC auf über 600 Millionen Euro. Mehr über UVC Partners

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Foto (oben): azrael74

#Interview – “Wir warten immer noch auf Lieferungen, die seit 18 Monaten offen sind”

#Interview

Die gebootstrappte D2C-Jungfirma Duschbrocken peilt in diesem Jahr einen Umsatz in Höhe von 6 Millionen an. “Wir sind jetzt an einem guten Punkt, um auch an anderen Stellen im Badezimmer Plastik einzusparen”, sagt Gründer Johannes Lutz.

“Wir warten immer noch auf Lieferungen, die seit 18 Monaten offen sind”

Montag, 15. August 2022VonAlexander Hüsing

Duschbrocken aus Stuttgart, 2020 von Johannes Lutz und Christoph Lung gegründet, setzt auf eine Art feste Seife, die Shampoo und Duschgel vereint. “Ohne jede Vorkenntnis haben wir in unserer Waschküche ein gutes halbes Jahr an der Rezeptur getüftelt, bis wir die perfekte Rezeptur für Haut und Haar gefunden haben. Die Duschbrocken haben wir dann händisch in einer Pizzaknetmaschine gepresst. Die Zeiten sind natürlich längst vorbei”, blickt Gründer Lutz auf die Anfänge von Duschbrocken zurück.

Für das laufende Jahr plant das gebootstrappte Unternehmen, das 2020 in der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” war, einen Umsatz in Höhe von 6 Millionen Euro. “Wir messen unseren Erfolg in Plastikflaschen”, führt der Duschbrocken zu den Unternehmenszahlen an. “Gemeinsam mit unserem 22-köpfigen Team und den 175.000 Schaumköpfen, so nennen wir unsere Kund:innen, konnten wir schon knapp 3 Millionen Plastikflaschen einsparen. Wir sind richtig stolz, dass wir gemeinsam einen Beitrag leisten können, Plastik im Alltag zu reduzieren.”

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Duschbrocken-Macher außerdem über Durststrecken, Wachstum und Entscheidungen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Duschbrocken erklären?


Der Duschbrocken ist das erste, feste Shampoo und Duschgel in einem. Er ist wie ein flüssiges 2in1-Produkt, dem das Wasser entzogen wurden. Dabei sieht er aus wie eine Seife, sorgt aber mit viel Duft und Schaum für ein tolles Duscherlebnis.

War dies von Anfang an euer Konzept?


Anfangs haben wir den Duschbrocken als Produkt für unterwegs gesehen, um das Reisen für uns und die Umwelt besser zu machen. Der Duschbrocken ist aber sowohl für zu Hause als auch für unterwegs der perfekte Duschbegleiter und dementsprechend ist unsere Zielgruppe deutlich größer geworden.

Wie ist überhaupt die Idee zu Duschbrocken entstanden?


Christoph und ich waren 2017 unabhängig voneinander auf Weltreise und haben uns dort kennengelernt. Da ist dann auch die Idee des Duschbrockens entstanden. Shampoo und Duschgel in der Plastikflasche nerven sowohl uns, als auch die Umwelt, aber warum gibt es da noch keine gute Lösung? Und genau da haben wir dann gestartet. Ohne jede Vorkenntnis haben wir in unserer Waschküche ein gutes halbes Jahr an der Rezeptur getüftelt, bis wir die perfekte Rezeptur für Haut und Haar gefunden haben und selbst meine Freundin, die bis dato nur teure Friseurprodukte genutzt hat, von der Waschkraft und Pflege für Haut und Haare überzeugt war. Die Duschbrocken haben wir dann händisch in einer Pizzaknetmaschine gepresst. Die Zeiten sind natürlich längst vorbei.

Wie hat sich Duschbrocken seit der Gründung entwickelt?


Wir messen unseren Erfolg in Plastikflaschen. Gemeinsam mit unserem 22-köpfigen Team und den 175.000 Schaumköpfen, so nennen wir unsere Kund:innen, konnten wir schon knapp 3 Millionen Plastikflaschen einsparen. Wir sind richtig stolz, dass wir gemeinsam einen Beitrag leisten können, Plastik im Alltag zu reduzieren. Wir wachsen jedes Jahr um circa 50 % und unser Plan für 2022 sind 6 Millionen Umsatz. Dabei machen wir 90 % des Umsatzes durch unseren Online-Shop.

Viele Rohstoffe sind derzeit knapp. Wie ist die Lage bei euch?


Trotz ehemals großer Rohstoff- und Fertigwarenvorräte haben wir aktuell mit der Rohstoffknappheit zu kämpfen. Wir warten immer noch auf Lieferungen, die seit 18 Monaten offen sind und weiterhin verschoben werden, und zahlen erhöhte Preise für bereits bestellte Rohstoffe. Das ist für uns aber auch ein wichtiges Zeichen einen noch größeren Fokus auf den Ausbau eines breiten Lieferant:innen-Netzwerks zu setzen. Zwischendurch waren wir einen ganzen Monat lang alle Lagerbestände komplett ausverkauft. Da wir aber sehr konservativ und nachhaltig wirtschaften, halten wir auch solche Durststrecken sehr gut durch.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


2021 stand unsere erste Produkterweiterung an: Eine feste Spülung namens Conny Conditioner. Als fast alles fertig war, haben wir uns entschieden Conny zum Vorverkauf anzubieten. Einfach, weil wir nicht mehr länger warten konnten, die Neuigkeiten mit allen zu teilen. Ab da ist alles schiefgelaufen, was schief gehen konnte. Erst ist eine Maschine des Produzenten kaputt gegangen, dann wurde durch die Produktionshitze die Masse zu ölig. Nach diesen Anpassungen ist auch noch das Werkzeug für Conny kaputt gegangen. Der Versand der Vorverkaufs-Bestellungen hat sich immer weiter verzögert, bis wir am Ende bei drei Monaten Verspätung waren.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?


Wir haben von Anfang an den Fokus auf unser Produkt und unsere Kund:innen gesetzt. Bei jedem Kauf erhalten sie z.B. eine persönliche Karte, wie viele Plastikflaschen sie bereits durch ihre Einkäufe bei uns eingespart haben. Wir möchten mit dem Duschbrocken ein tolles nachhaltiges Produkt und Erlebnis ohne Abstriche in der Usability. Genau dadurch konnten wir, wenn auch mal was schiefgeht, mit transparenter Kommunikation immer auf viel Verständnis setzen. Viele Start-Ups planen sehr optimistisch. Dadurch knallt es, wenn es mal nicht so gut läuft. Obwohl der Duschbrocken von der ersten Minute an immer profitabel und gebootstrapped war, bleiben wir auf dem Boden und wirtschaften nachhaltig. Trotz starkem Wachstum.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?


Sprecht immer mit so vielen Leuten wie möglich über eure Idee, man weiß nie was sich daraus ergibt. Wir hatten keine Angst vor Ideenklau und haben uns immer mit allen möglichen Leuten über die Duschbrocken unterhalten. Daraus sind tolle Kontakte entstanden, die uns weitergebracht haben. Zum Bespiel haben wir so den Kontakt zu den Geschäftsführern des Traditionsunternehmens Seifen Haag bei uns in Stuttgart bekommen. Als wir mit der händischen Produktion der Duschbrocken in der Pizzaknetmaschine nicht mehr hinterherkamen, haben sie uns quasi die Schlüssel zu der Manufaktur in die Hand gedrückt und wir durften dann immer produzieren, wenn ihre Maschinen stillstanden. Dafür sind wir super dankbar!

Wo steht Duschbrocken in einem Jahr?


Wir haben in den ersten vier Jahren geschaut, dass der Duschbrocken gut läuft, wir das Produkt kontinuierlich verbessern und unsere Kund:innen verstehen. Wir sind jetzt an einem guten Punkt, um auch an anderen Stellen im Badezimmer Plastik einzusparen. Wir wollen das Portfolio also noch weiter ausbauen. In einem Jahr feiert der Duschbrocken seinen fünften Geburtstag und damit sind wir dann auch kein Startup mehr. Mit etablierten Prozessen und Strukturen soll Duschbrocken bis dahin dann so aufgestellt sein, dass nicht mehr alle Entscheidungen über Christophs und meinen Tisch laufen müssen.

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Foto (oben): Duschbrocken

#StartupsToWatch – D2C-Logistik-Dienst Alaiko überzeugte schon früh Tiger Global

#StartupsToWatch

Das junge Logistik-Startup Alaiko sollte jeder auf dem Schirm haben! Der aggressive Wachstumsinvestor Tiger Global investierte kürzlich gemeinsam mit anderen Geldgebern 30 Millionen US-Dollar in das Unternehmen, das bis dahin weitgehend unter dem Radar geflogen ist.

D2C-Logistik-Dienst Alaiko überzeugte schon früh Tiger Global

Freitag, 25. Februar 2022VonAlexander Hüsing

Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen Alaiko. Das Münchner Startup, das 2020 von den Kaia-Gründern Moritz Weisbrodt und Gabriel Thomalla sowie Investor Harald Braunstein gegründet wurde, positioniert sich als Fulfillment-as-a-Service-Plattform für Direct-To-Consumer-Brands (D2C). “Dank Alaiko können Shops ihren Kunden eine nahtlose Plattform für das Selbstmanagement von Bestellungen anbieten, und sich so im umkämpften E-Commerce Markt differenzieren”, teilt das Unternehmen mit.

Der aggressive Wachstumsinvestor Tiger Global investierte kürzlich gemeinsam mit Next47, dem Investmentableger von Siemens, sowie Business Angels wie Maximilian Bittner (Vestiaire Collective), sowie den Shipmonk-Investoren Dan Dershem und Dave Anderson beachtliche 30 Millionen US-Dollar in Alaiko, das bis dahin weitgehend unter dem Radar geflogen ist. Wobei das Unternehmen den Namen Tiger selbst gar nicht in den Mund genommen hat. Die Bajuwaren schrieben nur von “einem der größten globalen Investment-Firmen aus den USA”.

“Mit dem frischen Kapital wird das Unternehmen seine Fulfillment-Services und sein Netzwerk an Logistik-Partnern weiter ausbauen. Das Investment soll außerdem in die Weiterentwicklung der Plattform fließen sowie in den Ausbau des internationalen Alaiko-Teams in den Bereichen Produkt, Vertrieb und Logistik”, heißt es in der Presseaussendung. Die Zeit dafür scheint genau richtig, D2C ist derzeit in aller Munde.

Der milliardenschwere Geldgeber Tiger Global setzt wohl auch deswegen gleich doppelt auf das Segment! Denn Tiger Global investierte zuletzt auch in Hive. Das Berliner Startup, das 2020 von Oskar Ziegler, Franz Purucker und Leo von Kleist gegründet wurde, hilft Direct-to-Consumer-Marken (D2C) ihre Produkte schnell und unkompliziert zum Kunden zu bekommen. 100 Mitarbeiter:innen wirkten 16 Monate nach der Gründung bereits für Hive. Die letzte Post-Money-Bewertung – beim Einstieg von Tiger Global – lag bei 135 Millionen Euro.

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Foto (oben): Alaiko

#Interview – “Alle Ziele zu erreichen, könnte bedeuten keine ambitionierten mehr zu haben”

#Interview

Wie lief es 2021 bei The Stryze Group? “In den vergangenen Monaten konnten wir über 30 Brands kaufen. Zudem ist es uns gelungen ein großes und schlagkräftiges Top-Team an E-Commerce Spezialisten aufbauen zu können”, sagt Gründer Sebastian Funke.

“Alle Ziele zu erreichen, könnte bedeuten keine ambitionierten mehr zu haben”

Montag, 27. Dezember 2021VonAlexander Hüsing

Das junge Berliner Unternehmen The Stryze Group, das aus dem Unternehmen ManuCo hervorgegangen ist, setzt auf Direct-to-Consumer-Brands (D2C) und kauft unter anderem Amazon-Händler auf. Der Investor Alstin Capital investierte zuletzt gemeinsam mit dem Thrasio-Finanzierer Upper90 und einer Stiftung bis zu 100 Millionen US-Dollar in das aufstrebende Unternehmen im Boom-Segment.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht The Stryze Group-Macher Sebastian Funke einmal ausführlich über das fast abgelaufene Jahr.

2021 ist fast rum. Was war das Highlight in diesem Jahr bei The Stryze Group?


Von nur einem Highlight zu sprechen wir dem Jahr 2021 für die Stryze Group nicht gerecht, zumal wir ja erst Ende 2020 als Stryze an den Start gegangen sind. Die Gründung der Stryze Group hat mir die Möglichkeit geboten meine langjährige Vision des kanalspezifischen Auf- und Ausbaus von Marken umzusetzen. In den vergangenen Monaten konnten wir über 30 Brands kaufen und sind auch international in der EU sowie den USA sehr aktiv. Zudem ist es uns, seit Anfang des Jahres, gelungen aus einer Hand voll Amazon-Experten ein großes und schlagkräftiges Top-Team an E-Commerce Spezialisten in den unterschiedlichsten Bereichen aufbauen zu können. Insgesamt haben wir so eine sehr gute Grundlage für ein Unternehmen geschaffen, das wir in 2022 zu einem global agierenden Unternehmen weiter skalieren können.

Wie lief 2021 wirtschaftlich für Euch – habt ihr alle eure Ziele erreicht?


Alle Ziele zu erreichen, könnte ja bedeuten keine neuen oder ambitionierten mehr zu haben. Das ist natürlich nicht der Fall. Wir sind mit dem wirtschaftlichen Ergebnis 2021 mehr als zufrieden und haben so gesehen alle Ziele erreicht, zumal wir sogar innerhalb des Jahres die Ziele noch nach oben angepasst haben – und das trotz sehr schwierigem Marktumfeld, das durch Corona bedingt war und ist.

Was lief 2021 bei Euch nicht rund?


Wie schon erwähnt lief es bei uns 2021 sehr rund. Aber externe Faktoren haben uns das Geschäft erheblich schwieriger gemacht. Dazu gehören vor allem Produktionsengpässe, die globale Lieferkettenproblematik sowie ein sehr angespannter Personalmarkt. Sicherlich ist auch für alle die aktuelle Covid-Situation, sowohl privat als auch geschäftlich, als nicht besonders positiv zu werten, da wir uns doch alle erhofft haben, dass wir im Winter 2021 besser und nicht schlechter als im Jahr 2020 dastehen würden.

Welches Projekt steht bei Euch für 2022 ganz oben auf der Agenda?


Unser Fokus ist, ein funktionierendes Unternehmen aufzubauen. Dabei setzen wir sowohl auf weiteres organisches Wachstum als auch auf M&A. Grundsätzlich haben wir in 2021 den Fokus auf den Bau einer funktionierenden Maschine gelegt: Dazu gehörte es Marken aufbauen und zu kaufen, Brands auf Plattformen wie Amazon oder Social-Commerce zu skalieren, Kunden mit spannenden, hoch qualitativen Produkten zu attraktiven Preisen beliefern zu können sowie ein funktionierendes, agiles, unternehmerisches Team aufzubauen, das hungrig auf mehr ist. Diese Ziele haben wir in 2021 weit übererfüllt. Für das kommende Jahr ist es nun das erklärte Ziel, die gesamte Firma in allen Aspekten auf ein neues Level zu heben und zu skalieren. Das bedeutet nicht nur mehr Umsatz, Wachstum des Teams und internationale Expansion, sondern auch mehr Nachhaltigkeit und noch mehr Professionalität. 2022 wird wieder ein sehr spannendes Jahr werden.

Die deutsche Startup-Szene erlebt gerade einen ganz großen Boom. Was ist Deine Sicht auf diese absolute Hochphase?


Hier möchte ich mehrere Dinge nennen: Zunächst hat die Digitalisierung durch Corona und die Lockdowns noch einmal einen rasanten Sprung nach vorn gemacht. Die Kunden bleiben zudem jetzt aber auch bei den neuen digitalen Angeboten, auch wenn es hier und da Ausnahmen gibt, wie z.B. Clubhouse, das sicherlich auch wegen Covid19 solch ein Erfolg wurde. Es haben sich aber auch einfach sehr viele Rahmenbedingungen noch einmal mehr positiv für die Entwicklung der Branche verändert. Ich will drei Punkte nennen. Durch Zoom Calls sind Investoren aus aller Welt plötzlich nur einen Klick weit entfernt. Es ist heute noch viel eher möglich Investoren aus den USA auch schon für eine Seed-Runde in Berlin gewinnen zu können, das haben wir bei Stryze ja auch gezeigt. Vor der Pandemie wäre das eher schwierig, wenn nicht sogar unmöglich gewesen. Zudem wurde aus dem Zwang zu Remote-Arbeit durch die Pandemie nun ein Standard und ermöglicht auch sehr weit distribuierte Teams aufzubauen. Drittens erlebt der E-Commerce, auch bedingt und beschleunigt durch Corona-Pandemie einen mega Boom und ein Rekordhoch nach dem anderen. Zusammenfassend lässt sich wohl sagen: den Push gab es also von beiden Seiten. Sowohl von der Angebotsseite an digitalen Services/Produkten, als auch von der Nachfrageseite von den Endkonsumenten. Das wurde dann auch noch durch ein gründungsfreundlicheres Marktumfeld und eine Menge Kapital befeuert.

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Foto (oben): The Stryze Group

#StartupsToWatch – Hive – ein Startup, das auf den D2C-Hype setzt

#StartupsToWatch

Nicht mal zwei Jahre nach dem Start konnte Hive, das D2C-Firmen in Sachen Logistik hilft, schon 37 Millionen Euro einsammeln – unter anderem vom Top-Geldgeber Tiger Global. 100 Mitarbeiter:innen wirken bereits für das junge Berliner Unternehmen.

Hive – ein Startup, das auf den D2C-Hype setzt

Freitag, 17. Dezember 2021VonAlexander Hüsing

Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen Hive. Das Berliner Startup, das 2020 von Oskar Ziegler, Franz Purucker und Leo von Kleist gegründet wurde, hilft Direct-to-Consumer-Marken (D2C) ihre Produkte schnell und unkompliziert zum Kunden zu bekommen. Die Hauptstädter bezeichnen sich selbst als “ganzheitlichen Partner für D2C-Operations”. Wozu auch Themen wie Einlagerung von Produkten, die Abwicklung von Bestellungen sowie Analysen und Automatisierungen gehören.

“Mit Hive sind wir jetzt schon der Partner in allen operativen Themen. Wir helfen anderen Gründer:innen, den Fokus auf ihr Produkt zu richten, anstatt sich mit Zollbestimmungen und Retouren auseinander zu setzen”, erklärt Gründer Purucker das Konzept hinter Hive. Beim Start war das Unternehmen noch nicht so auf D2C-Marken fokussiert. Anfangs sah sich das als simpler “Drittanbieter für Logistikdienstleistungen”.

100 Mitarbeiter:innen wirken 16 Monate nach der Gründung bereits für Hive. Zudem konnte das junge Unternehmen, das massiv von Picus Capital angeschoben wurde, bereits Tiger Global und Activant Capital und Earlybird Venture Capital als Investoren gewinnen. Rund 37 Millionen Euro flossen bereits in Hive. Die letzte Post-Money-Bewertung – beim Einstieg von Tiger Global – lag bei 135 Millionen Euro.

Newsletter: Über neue Startups berichten wir zuerst in unserem Startup-Radar-Newsletter. Der Newsletter erscheint einmal pro Woche und stellt junge Startups vor, die noch nicht jeder kennt. Den Newsletter gibt es aber nur im kostenpflichtigen Abo. Jetzt 30 Tage kostenlos testen.

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Foto (oben): Hive

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