#StartupsToWatch – FemTech-Startups, die sich alle merken sollten

E-Health ist seit einigen Jahren ein Riesenthema in der deutschen Startup-Szene. Selbst im Krisenjahr 2023 flossen wieder einige Millionen in spannende, aufstrebende Health-Unternehmen aller Art. Nun wird es aber Zeit, dass das Thema FemTech, digitale Anwendungen, die sich auf die Bedürfnisse von Frauen fokussieren, endlich den Durchbruch erlebt. Die Zeit dafür ist längst reif. Das Ziel dabei sind eine bessere Versorgung, bessere Diagnosen und bessere Patientenergebnisse für Frauen sowie die Enttabuisierung von Themen wie Menstruation und Menopause.

“Wir sind gerade an einem wichtigen Wendepunkt und müssen unbedingt gerade jetzt dranbleiben: Das Thema Frauengesundheit muss weiter aufgearbeitet und enttabuisiert werden. Für alle Gründer:Innen in diesem Sektor gilt es, hartnäckig zu bleiben. Denn da draußen sind viele VCs, die genau diese Lösungen suchen. Die Zukunft der digitalen Gesundheit ist weiblich”, schrieb Hana Besbes, Investment Managerin bei Heal Capital, bereits im vergangenen Jahr. “Die Gesundheitsvorsorge für Frauen wird 2024 einen Wendepunkt erreichen, von dem nicht nur Frauen profitieren werden”, meint auch Amazon-CTO Werner Vogels.

Zu den Vorreitern im aufstrebenden FemTech-Segment gehört unter anderem das Berliner Startup Clue, 2013 von Ida Tin und Hans Raffauf gegründet. Das Unternehmen positioniert sich als Zyklus- und Fruchtbarkeits-App. Balderton Capital und Union Square Ventures investierten zuletzt weitere 7 Millionen Euro in Clue. Bis Ende 2021 flossen bereits rund 60 Millionen in die Jungfirma. 2021 erwirtschaftete Clue einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 6,2 Millionen (Vorjahr: 5,6 Millionen). Insgesamt kostete der Aufbau von Clue bis Ende 2021 schon rund 40 Millionen. Zum Umsatz im Jahre 2021 teilt das Unternehmen mit: “Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr um 76 % von 2,5 Millionen auf 4,3 Millionen gesteigert werden”. Zuletzt musste das Clue-Team leider auf die Bremse treten und trennte sich von 25 % der Belegschaft. Mit dem zuletzt aufgenommene Kapital soll nun sicherlich der Weg in die schwarzen Zahlen gelingen.

Dass das Segment durchaus schon spannend für Übernahmen ist, zeigte femfeel. Das Iserlohner Pharmaunternehmen Medice Health Family (Meditonsin, Medikinet, Velariq) übernahm das Münchner FemTech, das sich um “Frauengesundheit in den Wechseljahren” kümmert, Ende des vergangenen Jahres. “Digitale Gesundheitslösungen werden in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Hier sehen wir viel Wachstumspotenzial und freuen uns, mit dem Erwerb von femfeel einen wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht zu haben”, sagte Richard Ammer, geschäftsführender Gesellschafter von Medice, zur Übernahme. femfeel, 2020 von Marie Reger, Janna Kraft und Michaela Lehr gegründet, bietet in einer App einen 8-Wochen-Kurse, der auf bestimmte Beschwerden der Wechseljahre zugeschnitten ist.

Leider stand das Segment – wie der Rest der Startup-Szene auch – zuletzt extrem unter Druck. Das österreichische Femtech Carbomed Medical Solutions, das den Fruchtbarkeitstracker breathe ilo anbietet, schlitterte im Dezember in die Insolvenz. Eine angedachte Investmentrunde aufzustellen, gelang nicht. “Das Startup spürte die veränderten Bedingungen im Finanzierungsumfeld stark. ‘Dies führte zu einer zusätzlichen Belastung für das Unternehmen, das aufgrund seiner Ausrichtung im Bereich Medizintechnik und hardwarebasierter Produkte ohnehin bereits vor größeren Herausforderungen stand, als reine Software-Startups, Risikokapital aufzustellen’, erläuterte breathe ilo-Macher Wernhard Berger gegenüber Brutkasten.

Aber auch in Trendsegmenten, die eine große Zukunft vor sich haben, wird es immer wieder Pleiten, Pech und Pannen geben. Und auf der anderen Seite konnten junge Unternehmen wie Frieda zuletzt überzeugen. Das Berliner FemTech kümmert sich um “die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Frauen in der Menopause”. Der Longevity-Company Builder Maximon investierte zuletzt 2,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Und das Berliner FemTech inne entwickelt ein Messgerät, das die Fruchtbarkeit bestimmt. DSM Venturing, Borski Fund, Calm Storm Ventures sowie Angel-Investor:innen investierten zuletzt 10 Millionen US-Dollar in inne.

FemTech-Startups, die alle kennen sollten

Apryl


Das Berliner FemTech Apryl (früher als Oviavo bekannt), von Jenny Saft und Tobias Kaufhold gegründet, setzte zunächst auf die Beratung rund um das Thema Social Freezing, ein Verfahren, das Frauen mit Kinderwunsch das Einfrieren ihrer Eizellen ermöglicht. Inzwischen kümmert sich die Jungfirma um B2B-Kunden und stellt Unternehmen eine Plattform rund um das Thema Kinderwunsch zur Verfügung. Breega, Atlantic Labs, Crista Galli Ventures und Co. investierten zuletzt 4,1 Millionen Euro in Apryl. Mehr über Apryl

Brea


Beim Berliner Startup Brea, von Sarah Jankowsky, Daniel Marschner und Jessica Biastoch gegründet, dreht sich alles um Brustkrebs-Versorgung. “Wir begleiten Brustkrebspatient*innen und deren Angehörige vor, während und nach der Therapie. Unsere Mission ist es, Patient*innen durch die Steigerung ihrer Gesundheitskompetenz, ihres Wohlbefindens sowie ihrer Lebensqualität zu mehr Selbstwirksamkeit zu verhelfen und sie in ihrem Alltag zu entlasten”, heißt es zum Konzept. Mehr über Brea

Dr. Vivien Karl


Das Berliner FemTech Dr. Vivien Karl, das von der Apothekerin Vivien Karl und Julia Huhnholz gegründet wurde, setzt auf eine Creme für Feuchtigkeitspflege gegen Vulvatrockenheit. Zielgruppe der D2C-Jungfirma sind Frauen in der Menopause. Das Team verkauft seine Produkte über den Webshop, aber auch über Apotheken, den Apothekengroßhandel und Plattformen wie Niche Beauty. DvH Ventures, Tina Müller, Mirko Caspar und better ventures investierten zuletzt 1,5 Millionen in das Unternehmen. Mehr über Dr. Vivien Karl

Endo-App


Die Endo-App aus Chemnitz, die von der Ärztin Nadine Rohloff gegründet wurde, unterstützt Nutzerinnen beim Selbstmanagement und im Alltag mit der Krankheit Endometriose. Die App bietet dafür unter anderem ein “ausführliches und doch schnell ausfüllbares Symptomtagebuch”. Mehr über Endo-App

fembites


Das Berliner Startup fembites, das von Angelica Conraths und Jana Deckelmann gegründet wurde, entwickelt “studienbasiert auf den weiblichen Körper personalisierte Snack Supplements, die unterstützend auf die Regulierung der Hormontätigkeit wirken und dabei gut schmecken”. Mehr über fembites

Femna Health


Das Berliner FemTech Femna Health, 2016 von Maxie Matthiessen gegründet, kümmert sich um Frauengesundheit. Konkret bietet das Startup “einfachen Zugang zu ausführlicher Diagnostik, Aufklärung und persönlicher Beratung sowie integrativen therapeutischen Lösungen für Frauen – ganz einfach von Zuhause aus”. BACB Beteiligungsgesellschaft, Atreyu Investments, mehrere Business Angels sowie Altinvestor IBB Capital investieren zuletzt eine siebenstellige Summe in Femna Health. Mehr über Femna Helath

fenou


Das Berliner Startup fenou (früher als everyyin bekannt), das von der Biotechnologin Nina Schmidt und Ingrid Kreps gegründet wurde, setzt auf “pflanzliche Nahrungsergänzunsmittel”. Zielgruppe sind “Frauen, die ihren Hormonhaushalt nach dem Absetzen synthetischer Verhütungsmittel, auf natürliche Weise wieder in Balance bringen möchten”. Mehr über fenou

Fevana


Das Münchner FemTech Fevana, das von den Geschwistern Charlotte und Anton Irlen gegründet wurde, setzt auf spezielle Nahrungsergänzungsmittel für Frauen. Konkret geht es darum, Frauen zu unterstützen, “ihren Hormonhaushalt zu regulieren”. Mehr über Fevana

Frieda


Das Berliner FemTech Frieda, von Valentina Ullrich und Kai Schulze-Wundling gegründet, kümmert sich um “die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Frauen in der Menopause”. Der Longevity-Company Builder Maximon investierte zuletzt 2,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Frieda

Hermone


Hinter dem Berliner FemTech Hermone, von Lucia Vilsecker und Philippa Zorn gegründet, verbirgt sich eine “Hormone Cycle Awareness App”. Das Unternehmen möchte “menstruierenden Personen helfen, ihren Zyklus besser zu verstehen und zu ihrer ganz persönlichen Superpower zu machen”. Mehr über Hermone

inne


Das Berliner FemTech inne, das von Eirini Rapti gegründet wurde, entwickelt ein Messgerät, das die Fruchtbarkeit bestimmt. “Mit dem inne-reader haben Frauen nicht nur eine neue Art der Fruchtbarkeitsbestimmung in der Hand, sondern auch ein eigenes Mini-Labor für Zuhause”, teilt das Unternehmen mit. DSM Venturing, Borski Fund, Calm Storm Ventures sowie Angel-Investor:innen wie Taavet Hinrikus, Fiona Pathiraja und Rolf Schromgens investierten zuletzt 10 Millionen US-Dollar in inne. 
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Keleya 


Das Berliner Startup Keleya, das 2017 von Victoria Engelhardt und Sarah Müggenburg gegründet wurde, positioniert sich als Fitness- und Ernährungscoach für werdende Mütter. Crista Galli Ventures sowie Altinvestoren wie Calm/Storm Ventures und SeedLink investierten zuletzt 3 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Keleya

Levy


Das Berliner Unternehmen Levy (früher als Leila bekannt), das von Theresa Vilsmaier, MD, Silvia Hecher und Caroline Mitterdorfer gegründet wurde, positioniert sich als “digitale Plattform für ganzheitliche Kinderwunschmedizin”. Das Unternehmen möchte vor allem die “Diagnostik von Fruchtbarkeitsstörungen automatisieren”. Atlantic Labs, Calm/Storm Ventures, Lea von Bidder, Jenny Saft, Hansi Hansmann und Marie-Sophie von Bibra investierten zuletzt 2,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Levy

myuterus


Das Koblenzer FemTech myuterus bietet eine Online-Verhütungsberatung für Frauen an. “Ein Team von Expertinnen unterstützt Frauen per Video oder Telefon bei der Suche nach dem passenden Verhütungsmittel”, teilt Gründerin Leonie Fries zum Konzept mit. Mehr über myuterus

nobodytoldme


Das Hamburger Startup nobodytoldme, das von der Ex-Google Managerin Susanne Liedtke gegründet wurde, hat es “sich zur Aufgabe gemacht hat, Frauen gut vorbereitet und sich selbst wertschätzend in und durch die Wechseljahre zu begleiten”. Mehr über nobodytoldme

nouxx


Das Berliner FemTech nouxx, von Jana-Christina Adam und Nadine Ebo gegründet, setzt auf eine “Menstrual Cycle Routine” und “drei zyklusbasierte Nährstoffkomplex-Pulver, die für hormonelle Balance, Fruchtbarkeit und den gewissen Glow während der Periode” sorgen sollen.

Ovum


Beim Berliner FemTech Ovum, von Felicia von Reden, Lynae Brayboy und Cristina Hickmann gegründet, dreht sich alles um Fruchtbarkeit. Das Team schreibt zum Konzept: “Ovom redefines how reproductive care is brought to patients by combining modern in-person care with advanced AI-based technology.”

pregfit


Das Hamburger Startup pregfit, 2018 von Peter “Piet” König gegründet, positioniert sich als Online-Fitnessstudio für Schwangere. Die Idee zu pregfit entstand, als Königs Frau Lena schwanger wurde. Der Bewegungs- und Sportwissenschaftler sowie Personal-Fitnesstrainer entwarf damals ein Fitness-Programm, das komplett den Bedürfnissen seiner schwangeren Frau entsprach. Nach diversen Tests und Studien entstand daraus letztendlich pregfit. Mehr über pregfit

prio.one


Die Hamburger Jungfirma prio.one, die von Jan Mehner, Claas Herbold und der Sängerin Vanessa Mai gegründet wurde, kümmert sich um die “gesundheitliche Versorgung” von Frauen. Auf der Website heißt es: “Lass dir deine Antibabypille und zukünftig weitere gynäkologische Arzneimittel sicher online verschreiben.” Mehr über prio.one

theblood


Das Berliner Startup theblood, von Isabelle Guenou und Miriam Santer gegründet, nutzt Menstruationsblut für einen nicht invasiven Bluttest. “Mit unseren Datensätzen erstellen wir einen individuellen Gesundheitsbericht nur für Dich. Auf diese Weise kannst du Deinen Körper und Deinen Zyklus noch besser kennenlernen”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über theblood

trackle 


Das Bonner Startup trackle, 2015 von Katrin Reuter gegründet, entwickelt und vertreibt ein Wearable Device, das Frauen im Zyklustracking unterstützt. “Um größtmögliche Sicherheit zu bieten, setzt trackle auf gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse und misst neben der Körper-Kern-Temperatur auch weiteren Parameter zur Fruchtbarkeitsbestimmung”, heißt es zum Konzept. Mehr über trackle

Vyld


Das Berliner FemTech Vyld, von Ines Schiller und Melanie Schichan gegründet, setzt zum Start auf Tampons aus Meeresalgen-Extrakt. Das Team möchte darüber hinaus weitere  Produkte im Non-Food Bereich etablieren, die Algen als nachhaltigen Rohstoff enthalten.

XbyX


Das Berliner FemTech XbyX, 2019 von Monique Leonhardt und abnehmen.net-Gründerin Peggy Reichelt (früher auch Partnerin bei Econa) gegründet, setzt auf das Thema Wechseljahre. “Wir vermitteln Wissen und bieten pflanzliche, nicht-hormonelle Produkte, die mit unseren Expertinnen entwickelt wurden. Speziell für die Frau ab 40 – für hormonelle Balance, Menopause und gesundes Altern”, teilt das Team mit. Der Auxxo Female Catalyst Fund und Econa investierten bereits in XbyX. Mehr über XbyX

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#StartupsToWatch – Entrix – ein Energie-Software-Startup mit Unicorn-Unterstützung

#StartupsToWatch

Das Münchner Energie-Software-Startup Entrix ist unser Startup der Woche. Das Team entwickelt “KI-basierte Lösungen für die Vermarktung von Batteriespeichern. Insgesamt flossen bereits  8 Millionen in das Unternehmen. Zu den Investoren gehört auch das Unicorn Enpal.

Entrix – ein Energie-Software-Startup mit Unicorn-Unterstützung

Montag, 25. September 2023VonTeam

Jeden Tag entstehen überall im Lande neue Startups. Zudem sorgen Woche für Woche junge Unternehmen, die noch nicht jeder auf dem Schirm hat, für Schlagzeilen. Beides geht im großen Startup-Nachrichtenrauschen oftmals einfach unter. Einmal in der Woche küren wir deswegen ein Startup, das kürzlich, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen ist, bzw. spannende Spuren hinterlassen hat, zum Startup der Woche. Übrigens: Über neue Startups berichten wir immer zuerst in unserem Startup-Radar-Newsletter.

Unser Startup der Woche ist diesmal Entrix. Das Münchner Startup, 2021 von Steffen Schülzchen gegründet, entwickelt “KI-basierte Lösungen für die optimierte Vermarktung von Batteriespeichern. Dabei geht es um “Optimierungslösungen für große Batteriespeicher, für hybride Anlagen sowie virtuelle Kraftwerke (VPPs). “Entrix ist registrierter Energiehändler und agiert als Dienstleister für die Eigentümer der Energieanlagen. Dabei arbeitet Entrix eng mit renommierten Unternehmen zusammen. Somit sorgt Entrix dafür, dass die Energieanlagen der Kunden stets ihr volles Potential ausschöpfen können”, heißt es zum Konzept.

Das Hamburger Family Office Abacon Capital, Kraftwerk.ventures und Pelion Green Future (Alexander Samwer), mehrere Business Angels sowie das Berliner Unicorn Enpal investierten zuletzt eine siebenstellige Summe in das Unternehmen. Insgesamt flossen bereits  8 Millionen Euro in das Unternehmen, davon ein Großteil in der aktuellen Investmentrunde. “Damit haben wir Partner an Bord, die uns neben dem Kapital auch durch ein herausragendes Industrienetzwerk und tiefes Branchenwissen unterstützen. Das sind ideale Voraussetzungen für die Weiterentwicklung unserer Lösung zur Vermarktung flexibler Energieanlagen”, sagt Gründer Schülzchen.

Tipp: Im Startup-Radar-Newsletter, unserem Premium-Newsletter rund um neue Startups, berichten wir einmal in der Woche über spannende neue Startups. Jetzt 30 Tage kostenlos testen!

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Foto (oben): Entrix

#StartupsToWatch – 13 junge Startups aus Karlsruhe, die wir uns auf alle Fälle merken

Wie so einige andere Städte wird auch Karlsruhe als Gründerstandort gerne unterschätzt. Dabei blüht hier gerade in wirtschaftlich aussichtsreichen Deep-Tech-Branchen und im B2B-Bereich seit Jahrzehnten eine dynamische Startup-Szene. Viele Startups sind Spin-offs der hiesigen Universität, der Hochschulen und Forschungseinrichtungen. In den letzten Wochen und Monaten sind wieder einige junge und aufstrebende Startups aus Karlsruhe auf unserem Radar aufgetaucht.

respeak


Bei respeak dreht sich alles um Dialoge. “Keiner hat Lust auf Umfragen. Mit respeak verteilen Sie stattdessen sprechenden Dialoge. Für mehr Antworten, mehr Details, und eine Datenauswertung in Echtzeit”, teilt das Unternehmen von den Gründern Jasper Feine und Tim Rietz  zum Konzept mit.

Aimino


Aimino, von Duc Tam Nguyen und Thi Hoai Phuong Nguyen gegründet, möchte mit künstlichen Bilddaten KI-Systeme verbessern. “With Amelia, 95% fewer data points are required for AI applications, saving cost and time and ensuring your data privacy”, schreibt das Team. 

Bytefabrik.AI


Das Startup Bytefabrik.AI entwickelt eine Softwarelösung, um hochfrequente Industriedatenströme zu analysieren. Die No-Code-Lösung der Jungfirma verwandelt dabei “Live-Maschinendaten in mehrwertbringende datengetriebene Anwendungen”. Zielgruppe der von Dominik Riemer, Philipp Zehnder und Patrick Philipp gegründeten Firma sind Maschinen- und Anlagenbauer sowie Maschinenbetreiber.

Eleet Games


Eleet Games, vom ehemaligen Gameforge-Chef Carsten van Husen gegründet, positioniert sich als Spieleschmiede, die “sowohl traditionelle als auch Blockchain-Spiele anbietet”. “Im Mittelpunkt steht einzig das Spielerlebnis, die Crypto-Komponente bleibt optional”, teilt das Unternehmen mit.

SafeAD


Beim Unternehmen SafeAD dreht sich alles um autonomes Fahren. “We combine technological knowledge from various fields including machine learning, computer vision, computer graphics and sensor technology”, teilt das Team in eigener Sache mit. 

evoach


Das Karlsruher Startup evoach, das von Rebecca Rutschmann und Anke Paulick gegründet wurde, “unterstützt Coaches und Unternehmen mit Hilfe von Chatbots ein eigenes hybrides oder rein digitales Coaching Programm aufzubauen”. Dafür setzt das Team auf einen “No-Code Coaching Creator”.

NeoCargo


NeoCargo bringt sich als “Vernetzungsplattform für mittelständische Unternehmen der Transport- und Logistikbranche” in Stellung. Das Ziel des von Felix Brandt und Larissa Eger gegründeten Startups ist es, den “unternehmensübergreifenden Austausch von Auftragsdaten zu vereinfachen und eine Frachtenvergabe mit wenigen Klicks zu ermöglichen”.

Roamy


Die Jungfirma Roamy, von Astaro-Gründer Jan Hichert gegründet, bietet Audio-Beschreibungen zu Sehenswürdigkeiten. “Nutzer und Nutzerinnen der App können sich unterwegs auf Reisen oder auch bei Ausflügen in der Heimat alle verfügbaren Informationen ganz einfach vorlesen lassen”, heißt es zum Konzept.

PayDevs


PayDevs, von Techmap-Gründer Jörg Rech ins Leben gerufen, möchte sich als “Monetization as a Service for Open-Source Libraries” durchsetzen. Das Motto dabei lautet: “We collect money for OSS maintainers without cost for them to help them go full-time.”

Mable


Die Karlsruher Jungfirma Mable, von Sean Braun von Stumm, Nils Jessen und Matthias Schedel gegründet, widmet sich voll und ganz dem Tracking. Zur Idee schreibt das Team: “With Mable, you not only get the technical basis to reliably track 100 % of the conversions in your shop again, but also the possibility to control your tracking.”

Pockethost


Pockethost, von Theresa Neumann, Marco Salas Franz und Christian Orlowski gegründet, positioniert sich als “Service für Game-Server für Videospiele”. Mit dem Unternehmen kann jeder eigene Game-Server erstellen und managen. Spieler:innen müssen dabei nur für die Zeit bezahlen, in der sie den Server auch tatsächlich nutzen.

Formic


Das Unternehmen Formic entwickelt ein “universelles modulares Transportsystem, das schwere Lasten unterschiedlicher Größe und Gewichte sicher bewegen kann”. Zum Konzept schreibt das Team der Gründer Benedikt Klee und Maximilian Hochstein : “Das System besteht aus einer flexiblen Anzahl Fahrzeugen, die beliebig an der Last angeordnet werden können.”

enabl


enabl kümmert sich um die Automatisierung von Gabelstaplern und anderen Flurförderzeugen. Das Team der Gründer Julian Wadephul, Johannes Schantz, Pedro Henrique Romano de Carvalho und Nik Schmidt verspricht: “Wir lösen den Fachkräftemangel in der Logsitik! Dafür entwickeln wir ein System zur Teleoperation von Gabelstaplern womit diese von überall gesteuert und flexibel eingesetzt werden können.”

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#StartupsToWatch – 6 spannende PropTech-Startups, die jeder kennen sollte

#StartupsToWatch

Mieten, kaufen und wohnen ist irgendwie immer ein Thema in der Startup-Szene. Demensprechend gab es zuletzt auch wieder einige spannende PropTech-Startups zu beobachten. Insbesondere nachhaltige Technologien sorgen für einen Schub im Dauerbrenner-Segment.

6 spannende PropTech-Startups, die jeder kennen sollte

Freitag, 7. Juli 2023VonAlexander Hüsing

Auch in den derzeitigen Krisenzeiten boomt das PropTech-Segment weiter. Nachhaltige Technologien im Immobiliensektor etwa sind quasi schon jetzt der neueste Hype in der DACH-Region. So konnte etwa aedifion zuletzt 12 Millionen Euro einsammeln. Das Kölner PropTech entwickelt eine Software, mit der Immobilienbesitzer die Betriebskosten analysieren und im besten Fall senken können. In Wien wiederum baut und vermietet Gropyus unter Einsatz von ganz viel Technologie Mehrfamilienhäuser, die meist aus Holz bestehen.

In den vergangenen Wochen und Monaten sind uns aber auch andere PropTech-Unternehmen aufgefallen. Hier insgesamt 6 spannende PropTech-Startups, die jeder kennen sollte.

6 spannende PropTech-Startups

aedifion


Das Kölner PropTech aedifion, 2017 von Johannes Fütterer, Felix Dorner, Jan Henrik Ziegeldorf und Erik Brümmendorf gegründet, entwickelt eine Software, mit der Immobilienbesitzer die Betriebskosten analysieren und im besten Fall senken können. World Fund, BeyondBuild, das Family Office der SAP-Gründerfamilie Hopp, Bauwens, Drees & Sommer und Momeni Ventures, BitStone Capital und Phoenix Contact Innovation Ventures investierten zuletzt 12 Millionen Euro in aedifion. Mehr über aedifion

Breeze 


Das Berliner PropTech Breeze, das von Andrey Gaweiler und Alexander Braude gegründet wurde, möchte Mieter:innen und Vermieter:innen “anhand von Interessen/Profilen mithilfe einer künstlichen Intelligenz (KI) zusammenbringen”. Ziel ist es, dass Nutzer:innen “keine endlosen Stunden mehr mit der Wohnungs-/Mietersuche verschwenden” müssen. Ungenannte “strategische internationale Privat-Investoren” investierten zuletzt 2,2 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Breeze

Gropyus


Hinter Gropyus, 2019 in Wien gegründet, stecken unter anderem der österreichische Investor Florian Fritsch, der ehemalige Delivery-Hero-Macher Markus Fuhrmann, Philipp Erler, vormals Technikchef bei Zalando und Book A Tiger-Gründer Ulrich Lewerenz. Das Unternehmen baut und vermietet unter Einsatz von ganz viel Technologie Mehrfamilienhäuser, die meist aus Holz bestehen. Der Bochumer Immobilienkonzern Vonovia und weitere, nicht genannte Geldgeber, investierten zuletzt 100 Millionen Euro in Gropyus. Mehr über Gropyus

metr


metr aus Berlin, 2016 von Franka Birke gegründet, versteht sich als “Lösungsanbieter für eine nachhaltige und digitale Immobilienwirtschaft”. Konkret geht es um die Fernüberwachung von Heizungs- und Trinkwasseranlagen sowie eine KI-gestützte Heizungsoptimierung. Die WIKA Gruppe, BraWo Group und Mujinzo Labs sowie Altinvestor NBT und mehrere Business Angels investierten zuletzt 6 Millionen in das Unternehmen. Mehr über metr

Mietz


Das Berliner PropTech Mietz, von Lena Tuckermann und Johann Kim gegründet, positioniert sich als “mobile end-to-end Plattform für Vermietung”. Konkret geht es um “digitale Prozessoptimierung für Eigentümer:innen und Verwalter:innen”. “Für Mieter, WGs und Privatvermieter ist die App kostenlos. Professionelle Vermieter zahlen bei uns einen Anteil pro vermieteter Wohnung und Inserat”, erklärt Gründerin Tuckermann das Geschäfzsmodell von Mietz. Mehr über Mietz

Myne


Über das Berliner PropTech Myne, das 2021 von Fabian Löhmer und Nikolaus Thomale gegründet wurde, können Onliner:innen Anteile an Ferienimmobilien erwerben. Das Schlagwort dabei lautet “Co-Ownership Plattform”. “Unser Geschäftsmodell ermöglicht es, die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten der Ferienimmobilien anteilig auf MiteigentümerInnen aufzuteilen und zugleich eine ideale Auslastung der Immobilie zu erreichen”, sagt Gründer Thomale zum Konzept.

Tipp: Mehr aufstrebende Startups gibt es in unserer Startups To Watch-Rubrik.

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#StartupsToWatch – doctorly – und Arztpraxen ticken endlich digital

#StartupsToWatch

Das Berliner Startup doctorly, das eine Software für Arztpraxen anbietet, sollte jeder auf dem Schirm haben. Well Health Technologies, Horizons Ventures, The Delta, Speedinvest, UNIQA Ventures, Calm/Storm und Seedcamp investierten zuletzt 10 Millionen in das Unternehmen. 

doctorly – und Arztpraxen ticken endlich digital

Donnerstag, 13. April 2023VonAlexander Hüsing

Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das Unternehmen doctorly. Das Berliner Startup, von Samir El-Alami, Nicklas Teicke, Anna Von Stackelberg, Sebastian Lau und Alexandru Boghean gegründet, setzt auf eine Software für Arztpraxen. “MedizinerInnen sind gegenüber der Digitalisierung sehr aufgeschlossen. Ihre obligatorische, zentrale Praxissoftware ist allerdings auf dem Stand der 90er. Diese Silo-Strukturen sind das größte Hindernis für Innovationen im Bereich der medizinischen Grundversorgung. Daher sind wir stolz, ein Betriebssystem entwickelt zu haben, dass alle regulatorischen Vorgaben erfüllt und Arztpraxen wie auch PatientInnen glücklich macht”, sagt Gründer Teicke zum Konzept hinter doctorly.

Damit sich das System der Hauptstädter im Markt etablieren kann, ist unter anderem viel Geld nötig. Well Health Technologies und Horizons Ventures sowie die Altinvestoren The Delta, Speedinvest, UNIQA Ventures, Calm/Storm und Seedcamp investierten zuletzt 10 Millionen US-Dollar in das Unternehmen. Speedinvest, Seedcamp, Target Global, Force Ventures und UNIQA Ventures hatten zuvor bereits 5,6 Millionen in Doctorly investiert.

“Diese Finanzierungsrunde ist eine weitere Bestätigung für unsere Vision eines stärker digitalisierten und effizienteren Gesundheitssystems in Deutschland. Seit der Gründung von doctorly haben wir eng mit Ärzten und medizinischem Fachpersonal zusammengearbeitet, um ein neues Betriebssystem für den gesamten Markt der Primärversorgung zu entwickeln. Wir haben ein modernes, einfach zu bedienendes und sicheres Praxismanagementsystem etabliert, das auch Schnittstellen bietet, um weitere Software zu integrieren”, sagt doctorly-Gründer Samir El-Alami.

Tipp: Mehr aufstrebende Startups gibt es in unserer Startups To Watch-Rubrik.

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Foto (oben): doctorly

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