#Interview – Ein Startup, das Entwicklern hilft, Fehler zu erkennen

#Interview

Checkly aus Berlin überwacht also kritische Infrastrukturen, wie Webseiten, für Entwickler und alarmiert sie, wenn etwas nicht so funktioniert, wie es sollte. CRV, Accel, Mango Capital und Guillermo Rauch investierten bereits rund 12 Millionen Dollar in die Jungfirma. 

Ein Startup, das Entwicklern hilft, Fehler zu erkennen

Freitag, 10. September 2021VonAlexander Hüsing

Das 2018 von Hannes Lenke, Tim Nolet und Timo Euteneuer in Berlin gegründete Unternehmen Checkly positioniert sich als Monitoring-Plattform für Entwickler. Das Startup ermöglicht es DevOps- und Engineering-Teams, API-Monitoring und Frontend-Tests auf über 20 globale Rechenenzentren durchzuführen. CRV, Accel, Mango Capital und Guillermo Rauch investierten bereits rund 12 Millionen Dollar in Checkly.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Mitgründer Lenke das Konzept hinter Checkly, das komplett remote arbeitet, einmal ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Checkly erklären?


Man könnte es ihr so erklären: Stell dir vor, du machst eine Webseite – also Internetseite, wie du es nennst. Du möchtest wissen, ob die Seite fehlerfrei ist. Dafür nutzt du Checkly. Checkly ist ein künstlicher Nutzer, der deine Webseite in sehr kurzen Abständen besucht und dir Bescheid gibt, wenn er Fehler findet. Diese erläutert dir Checkly sehr genau, damit du weißt, wie du die Fehler beheben kannst. Checkly überwacht also kritische Infrastrukturen, wie Webseiten, für Entwickler und alarmiert sie, wenn etwas nicht so funktioniert, wie es sollte. Das funktioniert schnell und unkompliziert. Innerhalb von 60 Sekunden ist es möglich, solch einen Check zu erstellen. Checkly überprüft dann im Sekundentakt APIs und Webseiten.

Welches Problem genau wollt Ihr mit Checkly lösen?


Entwickler wissen mithilfe von Checkly zu jeder Zeit, ob die Webseite oder APIs funktionieren und wie sie performen – und das alles in jeder Region weltweit. Wenn etwas nicht so läuft, wie es sollte – zum Beispiel Login-Probleme – informiert Checkly die Entwickler darüber via verschiedene Kanäle, wie SMS, Slack, etc. Damit lösen wir zwei Probleme: Erstens schafft Checkly Transparenz über den Zustand der Webseite oder APIs. Zweitens werden Fehler mithilfe von Checkly früher und rascher erkannt. Somit auch schneller behoben. Die Zufriedenheit der User wird damit verbessert, da die Entwickler mit Checkly ihre APIs oder Webseiten so gesehen live aus der Kundenperspektive überwachen.

Wie ist die Idee zu Checkly entstanden?


Die erste Idee zu Checkly hatte Tim Nolet in 2017. Er war zu dem Zeitpunkt Head of IT beim Scooter-Start-up Unu und musste sicherstellen, dass die Webseite zu jeder Zeit funktionierte. Bestehende Lösungen, die das gewährleisten sollen, waren für moderne Entwicklungsteams ungeeignet. Also hat er mithilfe von Puppeteer – Google-Tool für Entwickler – eine Lösung gebaut. Daraus entstand 2018 letztlich Checkly – damals noch als Sideproject. 2019 kamen schließlich die ersten Kunden. Anfang 2020 sind dann Timo Euteneuer und ich als Co-Founder dazugestoßen. Kurz danach führte Checkly eine von Accel geführte Finanzierungsrunde erfolgreich durch.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?


Checkly ist eine Software as a Service-Plattform (SaaS). Diese nutzen tausende Entwickler. Bis zu einem bestimmten Volumen ist dies kostenfrei möglich. Erst danach ist unsere Plattform mit Kosten verbunden. Wir rechnen also volumenbasiert ab. Eine Testausführung durch Checkly kostet übrigens nur einen Bruchteil eines Euro-Cents.

Wo steht Checkly in einem Jahr?


Wir möchten ein zehnfaches Wachstum vorzeigen und zehntausende neue Entwickler auf unserer Plattform begrüßen. Dadurch erhoffen wir uns, dass weitere renommierte Kunden zu unseren über 300 bestehenden dazukommen. Um dies zu realisieren, stellen wir aktuell verstärkt ein. Das neue Personal unterstützt uns hauptsächlich in der Produktentwicklung, Marketing sowie Vertrieb. Durch neue Verbesserungen soll Checkly eine noch bessere und schnellere User Experience für die Entwickler bieten.

#Interview – Ein Startup, das hilft Lieferprozesse zu verbessern

#Interview

byways aus Berlin verbindet Logistikunternehmen und hilft den Firmen, ihren Lieferprozess zu koordinieren. Rider Global, Reflex Capital und Co. investierten zuletzt eine siebenstellige Summe in das junge Logistik-Startup, das 2020 gegründet wurde.

Ein Startup, das hilft Lieferprozesse zu verbessern

Freitag, 3. September 2021VonAlexander Hüsing

Das Berliner Startup byways, das 2020 von Alexander Palffy und Simon Jordan gegründet wurde, positioniert sich als “Digital Logistics Partner”. “Fast alle Dinge, die uns umgeben, müssen bevor wir sie nutzen können, mit einem LKW an ihren Bestimmungsort gebracht werden. Es gibt Hunderttausende von Logistikunternehmen, die diese Materialien und Pakete täglich transportieren. Unser Unternehmen verbindet diese Logistikunternehmen und hilft ihnen, den Lieferprozess zu koordinieren”, erklärt Gründer Palffy das Konzept.

Rider Global, Reflex Capital, einige Angel-Investoren sowie die Altinvestoren Entrepreneur First und Venista Ventures investierten zuletzt eine siebenstellige Summe in byways. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt byways-Macher Palffy seine Startup einmal ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter byways erklären??


Fast alle Dinge, die uns umgeben, müssen bevor wir sie nutzen können, mit einem LKW an ihren Bestimmungsort gebracht werden. Es gibt Hunderttausende von Logistikunternehmen, die diese Materialien und Pakete täglich transportieren. Unser Unternehmen verbindet diese Logistikunternehmen und hilft ihnen, den Lieferprozess zu koordinieren. Unser Ziel ist es nicht nur, all diese Parteien zu verbinden, sondern auch den Transport billiger zu machen.

Welches Problem genau wollt Ihr mit byways lösen?


Hunderttausende Logistikunternehmen kämpfen heute darum, Transporte effizient und zuverlässig zu planen, zu managen und durchzuführen. Erstens müssen die Lager- und Baustellenmitarbeiter den ganzen Tag telefonieren und E-Mails schreiben, um die Lieferungen zu verwalten. Die Disposition von LKWs mit den aktuellen Prozessen ist zeitaufwändig und ineffektiv. Dies führt zu massiven Betriebs-, Kapital- und anderen Ausgaben wie Wartezeiten. Zweitens haben Spediteure fast keinen Überblick darüber, wann einer der LKWs die Lieferung an seinem Lagerort abgeschlossen hat. Oder ob das Entladen einen Tag oder eine Stunde dauert. Für Spediteure führt dies zu der Angst, Geldstrafen zu zahlen, wenn sie zu spät kommen oder in einem Lager festsitzen, was zu einem Dominoeffekt bei ihren nächsten Lieferungen führt.

Wie ist die Idee zu byways entstanden?


Ich habe mehr als sieben Jahre in Lagerhäusern und auch auf der Spediteur-Seite gearbeitet. Dabei ist mir aufgefallen, wie extrem aufwändig das Planen und Nachverfolgen von Transporten heutzutage ist. In einer Branche mit sehr geringen Margen ist das ein riesen Problem. Simon kommt aus dem Automotive Bereich und kennt sich bestens mit KI-gestützter Prozessoptimierungen aus. Zusammen haben wir uns dann die Prozessschritte einmal genau angesehen und eine Lösung entwickelt, die den Verantwortlichen an Logistik Hubs endlich ein Werkzeug in die Hand gibt, ihre Transportplanung zu optimieren.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?


Wir berechnen der Abhol- und Abgabestelle, d. h. Lagerhäusern, eine monatliche Abonnementgebühr für die Nutzung unserer Lösung. Mit unserer Zeitfenster & Yard-Management Lösung können Sie Ihre Prozesse Digitalisieren, Optimieren und teilweise Automatisieren was Personal- und Logistik Standortkosten drastisch reduziert. Darüber hinaus werden sie an ein Netzwerk von Spediteuren und Lagerunternehmen angeschlossen, um die Transportkosten weiter zu senken.

Wo steht byways in einem Jahr?


Im nächsten Jahr werden wir Dutzende von mittelständischen Lager- und Transportunternehmen mit intelligenter Planung, KI-gesteuerter Optimierung und Automatisierung versorgen. Außerdem wollen wir Dutzende der besten Talente für unsere wachsenden kaufmännischen und technischen Teams einstellen.

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Foto (oben): byways

#Brandneu – 5 neue Startups: Claym+, delisch food, Digilo, Flixmow, Zero Percent

#Brandneu

Es ist mal wieder Zeit für neue Startups! Hier wieder einige ganz junge Startups, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Startups vor: Claym , delisch food, Digilo, Flixmow und Zero Percent.

5 neue Startups: Claym , delisch food, Digilo, Flixmow, Zero Percent

Dienstag, 31. August 2021VonTeam

deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Claym


Über das Hamburger LegalTech Claym können Nutzer:innen die “komplette Schadensregulierung nach einem Verkehrsunfall digital durch nur einen Ansprechpartner schnell und umfassend abwickeln lassen”. Das Unternehmen wurde von Gordian Madsen gegründet. Claym war zuletzt auch in unserem Pitch-Podcast zu Gast.

delisch food


Das junge Unternehmen delisch food aus Berlin liefert “100% biozertifizierte Gerichte direkt an die Haustür”. Hinter dem Startup, das auf das Ghost Kitchen-Prinzip setzt, stecken insbesondere Greentech Festival-Initiator Marco Voigt und PIN-Gründer Bernhard Klapproth.

Digilo


Das Digilo-Team bietet mehrere smarte Lager-Lösungen an – darunter Digiload. “Dank Digiload gibt es kein Risiko mehr, eine Palette in den falschen LKW zu laden”, verspricht das junge Logistikunternehmen aus München, das von Nicolas Lassal gegründet wurde.

Flixmow


Das junge Unternehmen Flixmow aus Karlsruhe vermietet Mähroboter. Das Konzept der Jungfirma, die von Etienne Seitz gegründet wurde, ist simpel: “Wir bieten unseren Kunden einen Mäh-Service durch vollautonome Mähroboter zu einem fixen, monatlichen Preis an”.

Zero Percent


Das Jungunternehmen Zero Percent aus München bündelt in aktuell sieben Kategorien Produkte mit jeweils 0%-Alkohol, 0%-Milchprodukten, 0%-Gluten, 0%-Pestiziden, 0%-Zucker, 0%-Fleisch bis hin zu 0%-Mikroplastik. Gegründet wurde der Online-Shop von Aman Gupta.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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Foto (oben): Shutterstock

#Brandneu – 5 neue Startups: Green Circle, Ourdio, Squake, Dormciety, Kickdown

#Brandneu

Es ist mal wieder Zeit für neue Startups! Hier wieder einige ganz junge Startups, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Startups vor: Green Circle, Ourdio, Squake, Dormciety und Kickdown.

5 neue Startups: Green Circle, Ourdio, Squake, Dormciety, Kickdown

Donnerstag, 26. August 2021VonTeam

deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Green Circle


Green Circle bietet neben einem Marktplatz für Secondhand-Ware, nachhaltge Produkte und upgecycelte Dinge auch eine verpackungsfreie und klimaneutrale Logistik. Das Berliner Startup übernimmt dabei den Zahlungsprozess, Abholung und Lieferung.

Ourdio


Ourdio verspricht, Bücher automatisch in Hörbücher umzuwandeln. Mithilfe von Stimmsynthese soll die KI des Startups Stimmen von Sprecher:innen erlernen. Mit einem “Text-to-Speech Prozess” sollen Inhalte in emotionale, natürlich klingende Stimmen umgewandelt werden.

Squake


Hinter Squake, einem Ableger des Lufthansa Innovation Hub, verbirgt sich eine CO2-Kompensationsplattform, die sich an Firmen aus der Reisebranche richtet. Buchen Kund:innen eines Online-Reisebüros etwa eine Reise mit verschiedenen Verkehrsmitteln berechnet Squake die Emissionen der gesamten Reise.

Dormciety


Dormciety verspricht das Wohnheimleben aller Studierenden auf ein neues Level zu heben. Dafür entwickelt das Team aus dem Ruhrgebiet eine App, die Studierenden innerhalb ihres Wohnheims vernetzt. Damit möchte das Startup auch eine Brücke zu lokalen Kooperationspartner*innen und dem jeweiligen Studierendenwerk schlagen.

Kickdown


Das Hamburger Startup Kickdown bietet Auktionen von Young- und Oldtimer an. Dabei möchte es den Anbietern einen Großteil der Arbeit abnehmen, indem die Plattform einen professionellen Fotoservice anbietet und Inserate von einer Redaktion verfasst werden können.

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#Interview – Ein Startup, mit dem sich Programmierer auf wichtige Dinge fokussieren können

#Interview

ROQ Technology bietet einen Baukasten für den Aufbau von Web-Applikationen. “Wenn du eine Web-Applikation bauen möchtest, dann helfen wir dir, diese schneller, besser und günstiger zu entwickeln indem wir auf Bestehendes aufsetzen”, sagt Gründer Tim Niemeier.

Ein Startup, mit dem sich Programmierer auf wichtige Dinge fokussieren können

Freitag, 30. Juli 2021VonAlexander Hüsing

Hinter ROQ Technology aus Berlin verbirgt sich eine Art Spryker für SaaS-Applikationen. “Möchte man beispielsweise einen neuen Carsharing Anbieter realisieren, benötigt man Funktionalitäten wie eine Benutzerverwaltung, Zahlungssysteme oder einen Videochat. Sehr viele der Basisfunktionalitäten können durch vorhandene Services von ROQ Technology abgedeckt werden und müssen daher nicht neu programmiert werden”, sagt Tim Niemeier, der ROQ Technology gemeinsam mit  Fabian Wesner gegründet hat.

Flash Ventures aus dem Hause Rocket Internet investierte bereits rund 10 Millionen Dollar in ROQ Technology. 40 Mitarbeiter:innen wirken bereits für die Jungfirma. Die Hauptstädter vertreiben ihren Service nutzungsbasiert: “Wenn ein Unternehmen unsere Lösung nutzt, dann berechnen wir die Nutzung zum Beispiel je aktivem Nutzer”. Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht ROQ Technology-Macher Wesner außerdem über Entwürfe, Funktionalitäten und Opportunitäten.

Wie würdest Du Deiner Großmutter ROQ Technology erklären?


Angenommen du möchtest ein Haus bauen, dann kannst du es von Grund auf neu planen und bauen. Das heißt, einen Architekten beauftragen, eine Baufirma finden und anschließend Stein für Stein bauen lassen. Am Ende kommen noch die Elektriker, die Maler, Fliesenleger usw. für den Innenausbau. Das Ganze dauert dann allerdings sehr lange und wird sehr teuer. Es besteht auch das Risiko, dass einer der Beteiligten schlechte Arbeit leistet und es dann nochmal teurer wird und nochmal länger dauert. ROQ ist in diesem Beispiel wie ein Bausatz für Häuser: Es gibt fertige Wände, Türen, Fenster und das Dach; auch für die Küche gibt es einen fertigen Entwurf. Man kann alles nach Belieben zusammenstellen und anschließend, wie es einem gefällt, einrichten, damit es eine persönliche Note bekommt. Am Ende hat man ein individuelles Haus, ganz wie der Bewohner es sich wünscht, nur ist der Bau viel schneller und günstiger. Genau das machen wir für die Entwicklung von Software. Wenn du eine Web-Applikation bauen möchtest, dann helfen wir dir, diese schneller, besser und günstiger zu entwickeln indem wir auf Bestehendes aufsetzen.

Welches Problem genau wollt Ihr mit ROQ Technology lösen?


Jeden Tag entstehen Ideen für großartige neue digitale Innovationen – im Startup-Umfeld bis hin zu digitalen Transformationen im Enterprise-Sektor. Deren technologische Umsetzung ist in der Regel zeitaufwendig, kostenintensiv und daher entsprechend risikobehaftet. Im E-Commerce gibt es beispielsweise schlüsselfertige Shop-Software, welche man nur noch anpassen muss. Für Web-Applikationen gibt es bisher keine vergleichbaren Systeme. Stattdessen werden die meisten Projekte auf grüner Wiese realisiert. Dabei gibt es einen Satz von Funktionalitäten, welche immer wieder benötigt werden und die man eigentlich nicht immer wieder neu programmieren müsste. Beispiele sind die Benutzerverwaltung, Video-Chats, Dateimanagement, Abomodelle, Zahlungen und viele mehr. ROQ Technology fasst diese Funktionalitäten in einer Suite zusammen und stellt sie als headless Feature-as-a-Service Plattform zur Verfügung. Lass es mich anhand eines konkreten Beispiels erläutern: Möchte man beispielsweise einen neuen Carsharing Anbieter realisieren, benötigt man Funktionalitäten wie eine Benutzerverwaltung, etwa eine Integration mit Google Maps, Zahlungssysteme, Rechnungen oder einen Videochat. Sehr viele der benötigten Basisfunktionalitäten können durch vorhandene Services von ROQ Technology abgedeckt werden und müssen daher nicht neu programmiert werden. Die Programmierer können sich so auf die Features fokussieren, die den Anbieter von den Wettbewerbern differenziert.

Zum Start habt ihr rund 10 Millionen Dollar von Flash Ventures bekommen. Wofür braucht ihr zum Start so viel Geld?


Ursprünglich war die Idee, ROQ Technology ohne Finanzierung aufzubauen und stattdessen gemeinsam mit Startups und Corporates genau die Lösung zu entwickeln, die uns damals selbst gefehlt hat, um unsere eigenen Geschäftsideen umzusetzen. Wir wollten die Technologie entlang der ersten Kunden-Projekte realisieren und auf diese Weise kontinuierlich weiterentwickeln. Nach über 100 Interviews mit potenziellen Zielkunden haben wir allerdings gesehen, dass es eine riesige Nachfrage im Markt gibt und es daher sinnvoll ist, mittels externer Finanzierung, die Entwicklung zu beschleunigen. Wir können so früher eine umfassende Lösung bereitstellen und damit letztlich die vor uns liegende Opportunität erschließen. Und genau das ist nun unser Ziel der nächsten Monate und wir sind sehr froh, hier mit Flash Ventures einen starken und ambitionierten Partner an unserer Seite zu haben.

Wie ist überhaupt die Idee zu ROQ Technology entstanden?


In meinen letzten Stationen, zuletzt bei Rocket Internet, habe ich beobachtet, dass sich bei der Entwicklung von SaaS-Applikationen, deren Architekturen und Funktionalitäten häufig wiederholen. Und trotz aller Ähnlichkeiten wird meistens alles von Grund auf neu konzipiert und entwickelt. Mein Mitgründer Fabian hat sich parallel verschiedene mögliche Geschäftsmodelle für eine eigene Neugründung angesehen. Als Techie hat er sich dabei immer gefragt, wie das jeweilige Modell technisch umgesetzt werden würde. Aufgrund von Fabians E-Commerce-Historie hat er intuitiv nach eine Suite gesucht, die ihm viel Arbeit abnimmt und alle Basisfunktionalitäten bereitstellt. Auf Basis dieser beiden Beobachtungen haben wir uns dann entschlossen diese Marktlücke mit ROQ selbst zu füllen. Wir bauen genau das, was uns zuvor selbst gefehlt hat.

Wo steht ROQ Technology in einem Jahr?


In einem Jahr werden wir die erste Self-Service Version unserer ROQ Suite veröffentlicht und weitere spannende Use Cases unserer Startup- und Enterprise-Kunden realisiert haben.

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Foto (oben): ROQ Technology

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