Edifier M90 ausprobiert: So klingen die Lautsprecher

Edifier haut ab und mal Lautsprecher auf den Markt, wie kürzlich den M90. Nachdem die kleineren M60 bei vielen schon gut angekommen waren, steht nun der größere Bruder auf meinem Schreibtisch: die Edifier M90. Das Versprechen? Kompakte Maße, aber genug Wumms, um nicht nur vom PC, sondern auch vom Fernseher (und mehr) zu beschallen. Ich habe mir die Kisten mal genauer angeschaut (und angehört).

Das Erste, was auffällt: Die Dinger sind schwer. Für ihre knapp 21 cm Höhe bringen sie ordentlich Masse mit, was in der Audiowelt meistens ein gutes Zeichen für die Gehäusequalität ist. Sie wirken schlicht, fast schon unauffällig, wahlweise in Schwarz oder Weiß.

Ein kleiner Kritikpunkt direkt vorab, der mich im Alltag etwas nervt: Die Regler sitzen hinten. Das ist optisch schick, in manchen Situationen vielleicht ungeil. Beispielsweise, wenn man nicht über den PC regelt oder die Fernbedienung nicht gerade zur Hand hat. Die arbeitet übrigens mit 2,4 GHz und benötigt keinen Sichtkontakt.

Warum sollte man sich die M90 holen und nicht irgendein anderes Set? Ganz klar: wegen der Anschlüsse. Edifier hat hier HDMI eARC verbaut. Das sieht man bei kompakten Regallautsprechern in dieser Preisklasse selten. Ihr könnt die Boxen einfach per HDMI an den Fernseher hängen. Die Boxen gehen mit dem TV an und aus, und die Lautstärke regelt ihr mit der ganz normalen TV-Fernbedienung. Dazu gibt’s USB-C für den Laptop, Optisch, AUX und Bluetooth 6.0 inklusive LDAC-Support für die Android-Fraktion.

Kommen wir zum Wichtigsten. Wie klingen die Teile? Hach. Alle Ohren hören anders. Ich war erst einmal null geflasht. Ich habe gute Kopfhörer – und haltet mich bitte nicht für bescheuert: Ich liebe die Speaker am Studio Display von Apple. Ausgewogen, raumfüllend und irgendwie immer gleich gut klingend, sodass ich nie einen Equalizer behelligen musste.

Die Edifier M90 klangen in den ersten Minuten absolut unrund dagegen. Also wirklich so, dass ich dachte: Sind die so schlecht – oder das Studio Display so gut? Konkret fehlten mir da meine gewohnten Höhen. Edifier bietet eine App mit Equalizer, da habt ihr Presets aber auch die Möglichkeit, eigene Einstellungen vorzunehmen. Ich bin da auf dem Mac mittlerweile Fan von FineTune. Eine echte Sound-Wollmilchsau mit den notwendigen Optionen für mich. Nachdem ich also wie ein Wilder echt lange die Lautsprecher auf meine Ohren justiert hatte, wurde es logischerweise besser. Ich beziehe mich hörtechnisch auf meine Settings, nicht auf die voreingestellten.

  • Mitten und Höhen: Stimmen sind glasklar. Wer Podcasts hört oder viel YouTube schaut, wird das mögen.
  • Der Bass: Für 4-Zoll-Treiber kommt da ordentlich Druck raus. Wer richtigen Tiefbass für das Heimkino will, wird um einen zusätzlichen Subwoofer nicht herumkommen, ein Anschluss ist an den Boxen dran. Der integrierte Bass wird irgendwann in den entsprechenden Frequenzbereichen aber nervig unschön, den würde ich nicht zu weit hochdrehen.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Drei Dinge solltet ihr wissen:

  1. Gedenksekunde: Die Boxen brauchen beim Einschalten etwa 10 Sekunden, bis der DSP hochgefahren ist.
  2. Auto-Wake-Up: Per HDMI und Bluetooth wachen die Boxen brav auf, wenn ein Signal kommt. Wer sie aber per USB-C muss sie oft manuell per Fernbedienung wecken. Zumindest war dies bei mir der Fall, wenn ich den Mac aus dem Schlaf holte.
  3. Auto-Off: Standardmäßig schalten sie sich nach 15 Minuten ab. Das kann man in der App deaktivieren.

Die Edifier M90 sind vielleicht ein gelungenes Set für Leute, die ein System für alles wollen. Tagsüber am Rechner arbeiten und zocken, abends den Monitor zur Seite schieben und den Fernseher beschallen. Kommt natürlich immer drauf an, wie es bei euch daheim ausschaut, logisch.

Ein Fazit? Ich habe echt Schwierigkeiten, das für 300 Euro zu empfehlen. Klar, in Sachen der Konnektivität bekommt man viel geboten, (LDAC, HDMI eARC, App-EQ) – und auch der Sound stimmt „irgendwie“. Wer die sich in einen kleinen bis mittleren Raum stellt, kommt vielleicht gut klar. Da mag das passen. Als PC-Lautsprecher waren sie mir irgendwie zu… meh. Out of the box, fand ich den Klang nicht so gut.

Da musste ich schon echt zu lange fuckeln, um was Gescheites zu bekommen. Und letzten Endes war mir das alles zu unausgewogen, da ich echt von Song zu Song so klangliche Unterschiede hatte, die mich irgendwie störten.

VNV Nation war klanglich out of the box echt nicht schön anzuhören, andere Dinger wiederum schön. Und ich habe keinen Nerv, meinen Sound auf EQ-Basis zu regeln. Ist irgendwie eine typische „Depeche-Mode-Box“. Die klangen alle Sahne.

Ich schrieb das schon einige Male im Rahmen von Tests: Ich habe ein Teufel Motiv 2 im Haus. Das arbeitet als PC-Lautsprecher seit 2009 – 2 Boxen und 1 Sub. Unschlagbar. War damals preislich ähnlich. Wäre weiterhin meine Wahl, würde ich an meinem Schreibtisch auf ein Soundsystem setzen – bekommt man aber leider nur noch bei eBay oder Kleinanzeigen in der alten Form, dafür aber spottbillig (klar, da ist dann kein Bluetooth oder eARC dabei).

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Turtle Beach REMATCH Wireless: Ein solider Controller für die Switch, wenn ihr auf Schütteln verzichten könnt

Wer an der Nintendo Switch zockt, landet früher oder später beim offiziellen Pro Controller. Der ist definitiv gut. Drittanbieter wie Turtle Beach versuchen aber auch hier, in die Bresche zu springen. Ich habe mir den Turtle Beach REMATCH Wireless in seiner neuen Mario-Optik angeschaut. Spoiler: Das Teil ist ein Arbeitstier, lässt aber ein paar Federn bei der Ausstattung.

Optisch erinnert der REMATCH an das Nintendo-Pendant. Das ist für viele schon mal ein Pluspunkt. Er ist kabellos, wird per USB-C geladen und kommt mit einem ziemlich coolen Feature um die Ecke: Auf der Rückseite findet ihr zwei zusätzliche Tasten, die ihr frei belegen könnt. Wer gerne Shooter oder schnelle Platformer spielt, wird die Paddles mögen. Ansonsten gibt es TMR-Daumensticks, die vor Stick-Drift helfen sollen. Liegt gut in der Hand, zockt sich „gut weg“. Mehr muss man dazu gar nicht sagen.

Besonders stark ist der Akku: Turtle Beach verspricht rund 40 Stunden Laufzeit mit dem drahtlosen Controller. Das ist mal eine Ansage und bringt euch locker durch eine intensive Gaming-Woche, ohne dass ihr ständig nach dem Kabel suchen müsst. Ich habe nicht 40 Stunden gezockt, aber rein rechnerisch sollte das passen. Aber aufgepasst: 40 Stunden gibt’s nur ohne Licht, mit Licht sind lediglich BIS 12 Stunden drin.

Jetzt kommt das „Aber“, und das ist für einige sicher ein Dealbreaker: Der Controller hat kein Rumble. Gar keins. Wer also das haptische Feedback bei Spielen braucht, guckt hier buchstäblich in die Röhre. Ebenfalls nicht mit an Bord ist Wake-up: Ihr könnt die Konsole nicht per Knopfdruck am Controller aus dem Standby wecken. Das Gewicht von 360 Gramm macht sich auch bei langen Sessions nicht wirklich bemerkbar – zumindest bei mir nicht. Dennoch ist das natürlich mehr als Nintendos Controller.

Ansonsten passte in ausgedehnten Zock-Sessions in der Verarbeitung und beim Handling soweit alles. Die Verarbeitung ist gut und der bei uns aktive Turtle Beach Mario & Luigi Rematch Wireless RGB Gaming Controller für die Nintendo Switch 2 sorgte beim Sohn optisch für ein großes Hallo. Ebenso kamen beim Sohnemann die 4 RGB-Beleuchtungsmodi gut an, ich bin ja eher Team „so schlicht wie möglich“.

Der Turtle Beach REMATCH ist ein klassischer „Back-to-basics“-Controller. Er ist stabil, sieht schick aus und hält lange durch. Wer einen Zweit-Controller für Gäste sucht oder primär Spiele zockt, bei denen Vibration eher nervt, als hilft, macht hier nichts falsch, wenn der Preis noch sinkt. Das große Problem des Controllers? Er hat eine UVP von 65 Euro, damit liegt er im Bereich des Nintendo Switch 2 Pro Controllers. Und ja, das wäre dann meine Wahl.

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Dyson PencilWash im Test: Schlanker Wischer für Hartböden

Hier im Blog habe ich in den letzten Jahren so ziemlich jedes relevante Staubsauger-Modell von Dyson getestet, zuletzt den V16 Piston Animal sowie den Saug- und Wischroboter Spot Scrub Ai. Mit dem PencilWash bringt Dyson nun das passende Gegenstück zum schmalen PencilVac vom Vorjahr, einen Nasswischer im selben Format. Ob das ausreicht, um den happigen Preis zu rechtfertigen, habe ich die letzten Wochen für euch herausgefunden.

Bei dem Gerät ist der Name Programm. Der PencilWash ist ein Elektromopp mit einem extrem schlanken Griff von gerade einmal 38 mm Durchmesser und einem Gesamtgewicht von lediglich 2,2 kg. Damit ist er tatsächlich das dünnste Gerät seiner Art auf dem Markt. Im Gegensatz zu den meisten Nasstrockensaugern verzichtet er komplett auf die Saugfunktion. Das müsst ihr euch wirklich bewusst machen. Dieses Ding ersetzt nicht euren Staubsauger, sondern den klassischen Wischmopp samt Eimer. Wer also in die Küche muss, um einen Kaffeespritzer wegzuwischen, oder wer regelmäßig Fliesen, Laminat oder versiegeltes Parkett reinigt, ist hier die Zielgruppe.

Das Funktionsprinzip ist clever gelöst. Eine schnell rotierende Mikrofaser-Walze an der Unterseite wird über acht Düsen kontinuierlich mit frischem Wasser aus einem kleinen Tank befeuchtet. Nach dem Kontakt mit dem Boden wird das verschmutzte Wasser von einer Abstreifleiste aus der Walze gequetscht und landet in einem separaten Schmutzwassertank. Damit bleibt die Walze immer relativ sauber, und auf dem Boden landet nur frisches Wasser. Die Düse hat Dyson übrigens vom V15s Submarine geklaut. Da kam die so schon zum Einsatz.

Lieferumfang und Design

Im Karton findet ihr den PencilWash selbst, die Dockingstation zum Laden, eine Tropfschale für den feuchten Bodenkopf nach Gebrauch sowie einen Akku, der im oberen Teil des Stiels eingesetzt wird. Es ist derselbe Akku wie beim PencilVac. Wer bereits das Saugpendant hat, kann die Akkus also tauschen oder einen Zweitakku kaufen, um die Laufzeit zu verlängern. Die reguläre Laufzeit liegt bei rund 30 Minuten, was laut meiner Erfahrung für eine komplette Runde um die Hartböden meist reicht.

Optisch ist der PencilWash ein Hingucker. Das Ganze wird eher wie ein Designobjekt als Putzgerät. Das ist bei Dyson grundsätzlich kein Novum, aber hier gut gelungen. Das Gerät möchte gesehen werden und muss nicht unbedingt hinter der Wohnzimmertür versteckt werden. Der Bodenkopf ist wie bereits erwähnt ein Bekannter und lässt sich bis auf rund 15 cm Bauhöhe absenken, was das Putzen unter Möbeln zu einem entspannten Vorgang macht. Der PencilWash gleitet einfach unter das Sofa, wenn man eines mit entsprechender Bauhöhe besitzt.

Handhabung im Alltag

Die Bedienung ist denkbar simpel. Zwei Knöpfe sind dran. Einer für An/Aus, der andere für den Boost-Modus, mit dem mehr Wasser auf die Walze abgegeben wird. Das ist sinnvoll für hartnäckige Stellen. Ein kleines LED-Display zeigt den aktuellen Modus und warnt, wenn der Akku zur Neige geht. Ein Minutenzähler wie beim PencilVac fehlt leider, sodass der Überblick der Restlaufzeit verloren geht.

Das Manövrieren ist die eigentliche Stärke dieses Geräts. Durch das geringe Gewicht und den drehbaren Gelenkkopf, der 170 Grad abwinkelt, fühlt sich Wischen hier nicht mehr wie Arbeit an, sondern eher wie beiläufiges Gleiten durch die Wohnung. Enge Ecken zwischen Toilettenschüssel und Heizung oder Ähnliches sind kein Problem. Kurven um Stuhlbeine ebenso. Auch der selbstantreibende Walzenkopf hilft, das Gerät praktisch von alleine nach vorne zu ziehen. Das merkt man besonders im Vergleich zu klassischen Wischsaugern wie dem Dyson Wash G1, die deutlich schwerer sind und mehr Kraft erfordern.

Bei typischen Alltagsszenarien macht der PencilWash einen wirklich guten Job. Staub, leichte Verschmutzungen, eingetrocknete Milchtropfen, Schuhabdrücke vom Garten und Co. löst die rotierende Walze zuverlässig. Auch Kaffeeflecken oder leicht angetrocknete Saftspritzer werden nach ein oder zwei Durchgängen im Boost-Modus weggewischt. Für den Alltag mit Kindern und Katzen reicht das Gerät locker aus.

Bei richtig hartnäckigen Flecken stößt der PencilWash allerdings an seine Grenzen. Eingetrockneter Sirup oder klebriger Honig lassen sich mit der Walze alleine kaum entfernen. Ebenfalls problematisch sind trockene Krümel oder Cerealien. Die werden zwar erfasst, bleiben dann aber zwischen Walze und Gehäuse hängen und müssen beim Reinigen entfernt werden. Dyson spricht hier von „trockenen Verschmutzungen“, die das Gerät mitnimmt. In der Realität ist damit aber eher eingetrockneter Schmutz gemeint, keine festen Krümel. Wer den Küchenboden nach dem Frühstück mit Cornflakes-Resten behandelt, sollte also erst saugen und dann wischen. Ein Staubsauger wird durch den PencilWash also nicht ersetzt, das war aber ohnehin nie die Idee.

Geeignet ist das Gerät übrigens ausschließlich für versiegelte Hartböden wie Fliesen, Vinyl, Laminat, Marmor, versiegeltes Holz. Teppiche und unversiegelte Holzböden sind tabu. Auch das muss man wissen.

Dyson empfiehlt nach jedem Einsatz eine kurze Reinigungsroutine, und die solltet ihr auch wirklich einhalten. Der Schmutzwassertank wird geleert, die Walze abgenommen und ausgespült. Das Ganze ist farblich markiert, sodass man direkt erkennt, welche Teile auseinandergehen. Der Bodenkopf darf dann in der beigelegten Tropfschale trocknen. Das ist in meiner Erfahrung nach etwa einer Stunde erledigt und deutlich weniger grausig als das Ausschütteln und Reinigen eines klassischen Wischeimers. Eine echte Selbstreinigungsfunktion, wie man sie von teureren Wischsaugern kennt, fehlt allerdings.

Das Fazit

Der Dyson PencilWash ist ein durchdachtes, schönes und extrem wendiges Wischgerät, das seinem Namen absolut gerecht wird. Die Reinigungsleistung bei Alltagsverschmutzungen ist gut, der hygienische Frischwasser-Ansatz überzeugend, und die Manövrierbarkeit gehört zum Besten, was ich bislang bei einem Bodenreiniger erlebt habe. Schwächen zeigen sich bei hartnäckigem Schmutz, bei festen Krümeln und beim Preis. Für 349 Euro bekommt man anderswo mehr Funktion.

Wer das Gesamtpaket von Dyson mag, auf kleinem Raum wohnt oder einfach das Stöbern im Putzschrank satt hat, findet im PencilWash einen stilvollen Helfer. Wer dagegen pragmatisch denkt und möglichst viel für sein Geld möchte, greift lieber zum klassischen Nasstrockensauger.

Bestseller Nr. 1

Bestseller Nr. 2

Bestseller Nr. 3

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Aqara Multi-State Sensor P100: Vielseitiger Neuzugang mit 9-Achsen-Sensorik und Apple-Home-Verwirrung

Aqara brachte kürzlich mit dem P100 einen Nachfolger für den alten Vibrationssensor auf den Markt, der technisch deutlich aufgestockt wurde. Die Neuauflage setzt auf ein 9-Achsen-Array bestehend aus Beschleunigungssensor, Gyroskop und Magnetometer. Das sorgt dafür, dass Erschütterungen, Neigungswinkel und die absolute Position im Raum präziser erfasst werden. Durch die neue Hardware ist das Gehäuse auf 13 mm angewachsen, was auch Platz für eine größere CR2450-Batterie schafft. Das Design bleibt schlicht, ist nun aber auch in Dunkelgrau erhältlich. Ich habe mir einmal die weiße Variante angeschaut.

In der Praxis überzeugte mich der Sensor durch seine Reaktionsgeschwindigkeit und die grundsätzlichen, feingranularen Einstellungsmöglichkeiten. Über den von mir eingesetzten Hub M3 ist das Gerät Matter-kompatibel und lässt sich somit in die gängigen Systeme von Apple, Google oder Amazon einbinden. Zum Start habt ihr aber die Auswahlmöglichkeit, was wie angebunden wird, Thread oder Zigbee. Und ja, letzteres bietet mehr Möglichkeiten. Mit Thread ist er quasi ein Tür- und Fenstersensor, mit Zigbee habt ihr auch einen Sensor für Bewegungen, Fallen und so. Das solltet ihr beim Nutzen bedenken:

Wer den rund 30 Euro teuren Sensor als Fenstersensor oder so nutzen will, der kann locker über Thread anbinden, der Spaß beginnt aber eigentlich erst über Zigbee. Und ganz ehrlich: Für einen reinen Fenstersensor wäre das gute Stück (mir) zu teuer.

Wichtig zu wissen: Mit entsprechendem Hub leitet ihr das Ganze dennoch an andere Systeme durch, auch Apple Home. Ihr könnt dann eben in der Aqara-App schönere Automationen anlegen, wie die anpassbaren Level oder auch Vibrationen und Sturz-Erkennung. In Apple Home fand ich den Sensor echt „Schmerz“, da er seine Geräte nicht benennt. Da findet ihr dann beispielsweise einfach 5 Sensoren vor. Unbrauchbar quasi. Richtig, richtig PITA, sodass es rein in Apple Home für mich erst einmal keine gute Option war. Hier einmal die Ansicht Zigbee > Hub  > Apple Home > Object Monitoring:

Ein wichtiger Punkt ist auch der Einsatzort. Da der P100 keine Zertifizierung gegen Wasser besitzt, muss beim Einbau im Briefkasten oder im Außenbereich mit eigenen Schutzgehäusen nachgeholfen werden. Klar, wird vermutlich nicht in den Briefkasten hineinregnen, bei anderen Geschichten draußen würde ich aber schauen, dass die Kiste nicht untergeht. Durch die Tiefe von 13 mm (1,3 cm) ist er zudem nicht mehr so unauffällig wie der Vorgänger. Dennoch ist das Gerät für Nutzer interessant, die komplexe Zustände überwachen wollen und nicht nur einen einfachen Kontakt suchen.

Die Aqara-App liefert dahingehend gut ab, ihr könnt die üblichen Automationen erstellen. Wird der Sensor wie in euren Automationen bewegt, dann passiert das von euch Eingestellte. Das kann eine von euch eingerichtete Szene sein, eine Push-Nachricht auf das Smartphone oder eben der Alarmton über einen entsprechenden Aqara-Hub. Das war im Test übrigens eher eine mittelgute Idee, da sich das Ganze bei mir irgendwie nicht ausschalten ließ (es gibt aktuell keinen Timer in einer Automation dafür bei diesem Sensor) und ich den Hub neu starten musste. Hier einmal eine kleine Auswahl aus möglichen Optionen:

Wie jetzt so meine Meinung ist? Schwer, wenn ich mich betrachte, der auf Apple Home setzt. Da ergibt das Object Monitoring derzeit keinen Sinn, weil ihr die Sensoren nicht ansprechen könnt. Sie zeigen auch nichts an. So rein als Fenster- und Türsensor geht natürlich alles, aber da findet man auch günstigere Kisten. So im Aqara-Universum macht das aber schon Spaß, da ihr sehr granular regeln könnt, was passiert, wenn der Sensor etwas feststellt – vom Sturz über die Schieflage bis zum Wackeln oder so. Das ist schon sinnvoll und mit 30 Euro auch nicht soooo übertrieben teuer. Bestellbar ist der Aqara P100 schon auf der Webseite, bei Amazon startet er wohl auch die Tage.

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Ugreen Maxidok 10-in-1: Thunderbolt-5-Power im Metallgewand – mit Schwächen

Wer seinen Schreibtisch von dem üblichen Kabelchaos befreien will, schaut sich oft nach Dockingstationen um. Ugreen hat mit dem Maxidok 10-in-1 ein Eisen im Feuer, das auf den aktuellen Thunderbolt-5-Standard setzt. Das konnte ich mir in den letzten Wochen mal anschauen. Das Gerät kommt in einem massiven Gehäuse aus Metall daher, das haptisch einiges hermacht und stabil auf dem Tisch steht. Das (warum auch immer) fest verbaute Kabel ist mit Stoff ummantelt und wirkt so, als könne es einiges ab.

Die Technik zumindest liefert ordentlich ab. Thunderbolt 5 ermöglicht Datenraten von 80 Gbit/s bis zu 120 Gbit/s, was man in der Praxis merkt, wenn große Videodateien fast ohne Wartezeit verschoben werden. Auf der Rückseite finden sich die schnellen Thunderbolt-Anschlüsse sowie ein Gigabit-Ethernet-Port für eine stabile Internetverbindung. Für Monitore ist ein DisplayPort vorhanden, was besonders für Bildschirme mit hohen Bildwiederholraten sinnvoll ist.

Wo wir bei der Rückseite sind: Da bin ich aber erst einmal gestolpert. Die USB-C-Anschlüsse befinden sich hinten. 3 USB-A-Anschlüsse dafür vorne. WARUM? Klar, gibt sicherlich Vieles, was noch auf USB-A setzt, doch so 2026 hätte ich persönlich USB-C nach vorn gelegt. Ich habe doch keine Lust, da hinten immer rumzufuckeln, um USB-C anzuklemmen. Für mich echt ein Ausschlusskriterium für dieses Dock. Das würde ich mir nicht mehr antun wollen.

Auch ein HDMI-Anschluss fehlt komplett. Wer noch einen Monitor mit HDMI nutzt, muss also zum Adapter greifen. Und ich behaupte: Das werden viele Nutzer sein, die da noch was rumstehen haben, setzt ja nicht jeder auf DP oder Thunderbolt.

Die Stromversorgung erfolgt über ein externes Netzteil, das für die nötige Energie sorgt, um angeschlossene Laptops mit bis zu 100 Watt zu laden. Ganz positiv: Das Ding ist weniger groß als irgendwelche Bollos des Wettbewerbs.

Am Ende ist das Ugreen Maxidok 10-in-1 ein solides Werkzeug für Nutzer, die maximale Geschwindigkeit beim Datentransfer suchen und ihr Setup zukunftssicher aufstellen wollen. Die Verarbeitungsqualität ist wirklich sehr gut – dennoch lässt mich die Positionierung der Anschlüsse ratlos zurück und verbietet es mir, eine Empfehlung für moderne USB-C-Haushalte auszusprechen. Nicht für den Preis für rund 225 Euro (im Angebot).

Die Ugreen Revodok Max Serie im technischen Vergleich:

Feature UGREEN Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 UGREEN Maxidok 10-in-1 Thunderbolt 5 UGREEN Maxidok 10-in-1 TB5 Mac mini Dock
Anschlüsse 17 10 10
Display-Ausgänge 2x Thunderbolt 5, 1x DisplayPort 2x Thunderbolt 5, 1x DisplayPort 2x Thunderbolt 5, 1x DisplayPort
USB- & Daten-Anschlüsse 2x Thunderbolt 5 (120 Gbit/s), 3x USB-A (10 Gbit/s), 3x USB-C (10 Gbit/s) 2x Thunderbolt 5 (120 Gbit/s), 3x USB-A (10 Gbit/s) 2x Thunderbolt 5 (120 Gbit/s), 3x USB-A (10 Gbit/s)
Upstream-Leistung (Host) Max. 140 W Max. 100 W
Downstream-Leistung 2x Thunderbolt 5: 15W, 2x USB-C: 60 W gesamt 2x Thunderbolt 5: 15 W 2x Thunderbolt 5: 15 W
Netzteil-Leistung 240 W 140 W 65 W
Ethernet 2,5 Gbit/s 1 Gbit/s
SD-Kartenleser 312 MB/s 170 MB/s 312 MB/s
Audio-Anschlüsse 3x 3,5 mm (Ein-/Ausgang) 3,5 mm (Ein-/Ausgang)
M.2 NVMe SSD 1x Slot (80 Gbit/s, bis zu 8 TB) 1x Slot (80 Gbit/s, bis zu 8 TB)

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