Plaud NotePin S im Test: Kleines KI-Diktiergerät weiß zu überzeugen

Der kleine Plaud NotePin S verspricht die Protokollierung von Meetings, Zusammenfassungen von Vorlesungen und das Festhalten spontaner Ideen in über 100 Sprachen – alles vor allem Dank der Nutzung von KI. Die S-Version bessert eine große Schwäche des ursprünglichen NotePin aus. Was ich damit meine, gibt es hier im Test zu lesen. Kommen wir doch erst einmal zu den rohen Fakten des Geräts:

Merkmal Angabe
Abmessungen 51 × 21 × 11 mm
Gewicht 17,4 g (ohne Zubehör)
Mikrofone 2 × MEMS, omnidirektional
Akkukapazität 320 mAh (Li-Ion)
Akkulaufzeit Bis zu 20 Stunden Aufnahme, 40 Tage Standby
Ladezeit Ca. 2 Stunden (via Ladedock, USB-C)
Interner Speicher 64 GB
Cloud-Speicher Unbegrenzt (in Bezahl-Abos)
Konnektivität Bluetooth 5.2 (BLE), WLAN (2,4 GHz)
Effektiver Aufnahmebereich Bis zu ca. 3 Meter
Audioformate WAV, MP3
KI-Sprachen 112 Sprachen
KI-Modelle GPT-5.2, Claude Sonnet 4.5, Gemini 3 Pro u. a.
Kompatibilität iOS, Android, Windows, macOS, Web
Besondere Features Press to Highlight, Ask Plaud, AutoFlow, Find My (Apple), Sprechererkennung
Lieferumfang NotePin S, Magnetpin, Clip, Lanyard, Armband, Ladedock, USB-C-Kabel
Farben Cosmic Gray, Lunar Silver, Sunset Purple
Preis 179 Euro

Plaud liefert den NotePin S deutlich großzügiger aus als den Vorgänger. In der Box befinden sich neben dem Gerät selbst ein magnetischer Ansteckpin, ein Clip für den Kragen, ein Band zum Umhängen und ein Armband. Die Ladestation mit USB-C-Kabel ist natürlich auch dabei. Beim ersten NotePin musstet ihr euch das Umhängeband und Armband separat besorgen.

Mit seinen 51 × 21 × 11 mm und gerade mal 17,4 Gramm Gewicht ist der NotePin S ein Gerät, das man beim Tragen fast vergesst. Am Hemdkragen geclippt, am Handgelenk per Armband befestigt oder per Band um den Hals gehängt – in jedem Szenario fällt das Teil kaum auf. Die Verarbeitung ist für ein Gerät dieser Preisklasse erstaunlich gut. Das Gehäuse fühlt sich wertig an und wirkt robust genug für den täglichen Einsatz. Ein Display gibt es nicht, komplexe Bedienelemente ebenso wenig.

Der wichtigste Fortschritt gegenüber dem Vorgänger ist die neue physische Taste. Klingt banal, ist es aber nicht. Der ursprüngliche NotePin setzte noch auf eine berührungsempfindliche Fläche zwischen den Mikrofonen, die im Alltag leider ziemlich unzuverlässig gewesen sein soll – selbst testen konnte ich das leider nicht. Mal reagierte sie nicht, mal startete eine Aufnahme unbeabsichtigt. Das hat im schlimmsten Fall dazu geführt, dass man sich nicht sicher sein konnte, ob das Gerät gerade tatsächlich aufnimmt oder nicht.

Der NotePin S löst das konsequent: Langes Drücken startet die Aufnahme, erneutes langes Drücken beendet sie. Ein kurzes Drücken während der Aufnahme markiert eine besonders wichtige Stelle – „Press to Highlight“ nennt Plaud das. Das haptische Feedback sorgt dafür, dass man nicht auf das Gerät schauen muss. Im Test funktionierte das ohne Ausnahme zuverlässig. Gerade diese Highlight-Funktion hat sich als echter Gewinn erwiesen: Wer in einem einstündigen Meeting zentrale Aussagen markiert, findet diese anschließend im Transkript sofort wieder, statt sich durch den kompletten Text zu wühlen.

Zwei MEMS-Mikrofone nehmen den Ton auf, und sie machen ihren Job gut – solange man ihre Grenzen kennt. In einem ruhigen Büro oder Besprechungsraum liefert der NotePin S klar verständliche Aufnahmen, in denen Stimmen gut voneinander zu unterscheiden sind. Die integrierte Geräuschunterdrückung arbeitet spürbar, ohne dass die Sprache dadurch künstlich oder verwaschen klingt.

Realistisch solltet ihr mit einem effektiven Aufnahmeradius von etwa drei Metern rechnen. In einem typischen Meetingraum mit vier bis sechs Personen geht das in Ordnung. In einer großen Konferenzhalle oder bei starken Hintergrundgeräuschen stößt der kleine Rekorder dann aber an seine Grenzen. Für solche Szenarien ist das Gerät aber auch nicht konzipiert. In meinem Test gab es beispielsweise Meetings mit knapp 60 Personen, bei denen die Redner aber eben per Mikro auf Lautsprechern zu vernehmen waren. Damit konnte der NotePin S wunderbar umgehen.

Kommen wir zum eigentlichen Kern des Ganzen, denn die Hardware allein wäre den Preis mit Sicherheit nicht wert. Was den NotePin S von einem einfachen Diktiergerät abhebt, ist die dahinterliegende KI-Plattform namens Plaud Intelligence. Die Verarbeitung findet cloudbasiert statt – muss man wissen, wenn man sensible Informationen aufnehmen möchte. Nach einer Aufnahme übertragt ihr die Datei per Bluetooth oder WLAN an die App, und dort wird sie durch verschiedene Large Language Models geschickt – unter anderem GPT-5.2, Claude Sonnet 4.5 und Gemini 3 Pro. Ihr könnt sogar auswählen, welches Modell zum Einsatz kommen soll, oder die Auswahl der Software überlassen.

Das System transkribiert die Aufnahme in 112 Sprachen, erkennt verschiedene Sprecher und erstellt anschließend eine strukturierte Zusammenfassung. Die Transkriptionen sind erstaunlich präzise. Selbst bei Sprechern mit Akzent, bei gemischten Sprachen oder bei Überlappungen mehrerer Stimmen bleibt das Ergebnis nachvollziehbar. Unsere Meetings waren zuletzt allesamt englischsprachig, teils mit sehr schwer zu verstehenden Akzenten. Die KI erkennt nicht nur die einzelnen Worte, sondern ordnet sie in einen sinnvollen Zusammenhang ein.

Besonders beeindruckt hat mich aber die Qualität der deutschsprachigen Zusammenfassungen. Selbst wenn das Ausgangsmaterial auf Englisch war, lieferte der NotePin S eine inhaltlich stimmige Zusammenfassung auf Deutsch, die sich liest, als hätte sie jemand händisch erstellt, mitsamt rotem Faden, der Kernaussagen sauber herausarbeitet. Dabei stehen über 10.000 Vorlagen zur Verfügung – von Meetingprotokollen über Aufgabenlisten bis hin zu Mindmaps.

Die Plaud-App für Android und iOS ist übersichtlich aufgebaut und lässt sich intuitiv bedienen. Hier verwaltet ihr die Aufnahmen, startet die Transkription und wählt Vorlagen aus. Ergänzend gibt es eine Weboberfläche und seit Kurzem auch eine Desktop-App (aktuell noch im Beta-Stadium), die alle Aufnahmen über euer Benutzerkonto synchronisiert. Besonders praktisch: Über Plaud Desktop könnt ihr auch Online-Meetings aufzeichnen.

Die Funktion „Ask Plaud“ erlaubt es euch, konkrete Fragen an eure Aufnahmen zu stellen und daraus Antworten generieren zu lassen. AutoFlow automatisiert Transkription, Zusammenfassung und Weiterleitung. All das funktioniert plattformübergreifend und reduziert den Nachbereitungsaufwand deutlich. Statt eine Aufnahme komplett durchzuhören, schnappt man sich die fertige Zusammenfassung und arbeitet direkt damit weiter.

Plaud gibt bis zu 20 Stunden durchgängige Aufnahmezeit und 40 Tage Standby an. Im Vergleich zum Vorgänger wurde der Akku von 270 auf 320 mAh vergrößert. Auf dem Papier sind das identische Laufzeiten, aber der größere Akku dürfte der zusätzlichen Belastung durch den physischen Taster geschuldet sein.

In der Praxis bin ich auf ungefähr 10 bis 15 Stunden reine Aufnahmezeit gekommen – je nach Nutzung und Umgebungsbedingungen. Das klingt erst mal nach weniger als versprochen, reicht für einen vollen Arbeitstag aber locker aus. Die Ladestation füllt den Akku in rund zwei Stunden wieder auf. Für ein Gerät dieser Größe ist das absolut in Ordnung.

Der NotePin S selbst schlägt mit 179 Euro zu Buche. Im kostenlosen Starter-Plan sind 300 Minuten KI-Transkription pro Monat enthalten. Für viele Gelegenheitsnutzer könnte das vermutlich ausreichen. Wer mehr braucht, greift zum Pro-Plan für rund 111 Euro im Jahr (1.200 Minuten monatlich) oder zum Unlimited-Plan für etwa 225 Euro jährlich.

Die Premium-Pläne sind nicht gerade ein Schnäppchen, das muss man klar sagen. Andererseits bekommt ihr vor allem im Unlimited Plan unbegrenzte Transkription, erweiterte Vorlagen und Features wie Ask Plaud und AutoFlow. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, wie intensiv ihr das Gerät nutzt. Wer es täglich in Meetings oder Vorlesungen einsetzt, wird die Investition schnell als lohnenswert empfinden. Wer nur ab und zu eine Sprachnotiz aufnehmen möchte, kommt mit den kostenlosen 300 Minuten gut hin.

Der Plaud NotePin S ist kein gewöhnliches Diktiergerät. Die Hardware ordnet sich dem Zweck unter: winzig, leicht, mit nur einem Knopf bedienbar und dank vieler Trageoptionen im Alltag quasi unsichtbar. Dass Plaud den Touch-Sensor des Vorgängers durch einen richtigen Taster ersetzt hat, ist die wichtigste Verbesserung und macht das Gerät im täglichen Einsatz deutlich zuverlässiger.

Der eigentliche Mehrwert kommt aber von der Software. Die KI-gestützten Zusammenfassungen sind qualitativ auf einem Niveau, das ich einem Gerät dieser Größe schlicht nicht zugetraut hätte. Statt roher Audiodateien oder endloser Transkripte erhaltet ihr fertige Protokolle, Aufgabenlisten oder Lernskripte, die ihr oft ohne Nacharbeit direkt verwenden könnt. Ja, der Akku hält in der Praxis keine 20 Stunden durch und die Premium-Abos sind teuer. Aber wenn ihr ein Werkzeug sucht, das gesprochene Inhalte wirklich smart verarbeitet und nicht nur stupide in Text umwandelt, dann ist der NotePin S aktuell schwer zu schlagen.

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LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters im Test: Das beste LEGO-Spiel

Mit „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ ist am 22. Mai 2026 das nunmehr bereits vierte LEGO-Videospiel erschienen, das sich um den Dunklen Ritter dreht. „LEGO DC Super-Villains“ lasse ich einmal außen vor, da Batman dort nur eine Nebenrolle innehat. Doch der neue Titel steht für einen Neuanfang und bedient sich in Sachen Gameplay stark bei Rocksteadys „Arkham“-Trilogie. Dazu gibt es viele, weitere Neuerungen, welche „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ aus meiner Sicht zum bisher besten LEGO-Spiel überhaupt machen.

Der größte Bruch mit bisherigen LEGO-Games von Traveller’s Tales, welche inzwischen seit über 20 Jahren (!) die Reihe betreuen: Konntet ihr bisher Hunderte von Charakteren freispielen und anschließend selbst verkörpern, so gibt es in „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ tatsächlich nur sieben spielbare Figuren: Bruce Wayne / Batman, Jim Gordon, Batgirl, Nightwing, Robin, Catwoman und Talia al Ghul. Dafür spielen sich alle Protagonisten aber tatsächlich komplett unterschiedlich. Alle haben eigene Fertigkeiten und auch Skilltrees zur Weiterentwicklung selbiger.

Als logische Konsequenz ist auch die offene Spielwelt Gotham stringenter auf die Fähigkeiten der Charaktere zugeschnitten. Mich hat das Szenario dabei am ehesten an „Batman: Arkham Knight“ erinnert. Düstere Farben, viele vertikale Strukturen und die Option, mit dem Batmobil durch die Straßen zu brettern, wecken viele Erinnerungen. Zumal es auch in „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ Riddler-Rätsel und andere Herausforderungen und Sammelobjekte gibt – wie die Waynetech-Kisten, deren Chips sozusagen als Währung für Waffen-Upgrades dienen.

Mein Test-System:

CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D


CPU-Kühler: Noctua NH-D15 G2


Motherboard: MSI Tomahawk Wi-Fi AMD X670E


RAM: 64 GByte G.Skill Trident Z5 Neo RGB DDR5-6000 CL30


Grafikkarte: Nvidia GeForce RTX 5080


SSD: Kingston Fury Renegade 2 TByte WD_Black SN850 1 TByte


Externer Zusatzspeicher: SanDisk Extreme Portable SSD mit 8 TByte


Netzteil: be quiet! Power Zone 2 (1.000 Watt)


Tower: be quiet! Dark Base Pro 901 (White)


LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters Deluxe Edition (PS5)


LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters Deluxe Edition (PS5)

  • Das neue LEGO Batman-Kampfsystem stellt Batmans Kampfstil authentisch dar, mit fließenden Angriffsketten…
  • Bietet, zusätzlich zur gewohnten LEGO-Erfahrung, die verbesserte Maskierter Rächer- und die noch…
  • Erkunde Gotham City als offene Welt mit dem Wurfhaken von Dach zu Dach, über der Stadt im Gleiter und…

LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters wühlt sich quer durch die Historie der Hauptfigur

Doch bevor ich zu sehr auf das Gameplay eingehe: „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ hat mich als Fan der meisten Filme, Serien und Comics rund um Batman besonders begeistert, da die Story des Spiels zwar eigene Wege geht, gleichzeitig aber überraschend gut die vielen Vorlagen aufgreift. So ist etwa der Anfang des Titels stark von „Batman Begins“ geprägt. Vielfach werden etwa Dialoge aus dem Kinofilm von Christopher Nolan wörtlich übernommen. Parallel spielt aber auch Jack Napier eine Rolle, der wie in Tim Burtons Film von 1989 zum Mörder von Bruce Waynes Eltern wird.

Die erste Begegnung mit dem Pinguin hingegen greift dann wieder einen Abschnitt aus „The Batman“ auf – inklusive der Originalmusik. Dieser Mischmasch könnte in reinen Fanservice ausarten und tatsächlich irgendwann nerven, bleibt aber im Rahmen der humorvollen Geschichte durchaus stimmig. Klar, dieser Titel bleibt ein LEGO-Game, erwartet also keine Tiefe wie in einem „Kingdom Come: Deliverance 2„. Aber aus meiner Sicht bewältigt die Story sauber den Spagat aus Verweisen auf die unzähligen Vorlagen und dem Erzählen einer Geschichte im humorvollen LEGO-Stil.

Als technische Basis dient dabei die Unreal Engine 5. Gespielt habe ich die PC-Fassung mit maximalen Settings, 4K-Auflösung und 60 fps als Bildrate. Mit DLSS Quality läuft das Ganze tatsächlich vernünftig, die für ihren Hardware-Hunger berüchtigte Engine sorgt aber für deutlich höhere Anforderungen als bei vergangenen LEGO-Spielen. Allerdings spiegelt sich das tatsächlich auch in vielen optischen Details wider. Wasser läuft bei Regen etwa natürlich Batmans Maske herunter, alle Texturen sind knackscharf und die Weitsicht ist oft beeindruckend. Kein anderes LEGO-Spiel hat bisher so hübsch ausgesehen.

Die Sprachausgabe auf Englisch finde ich recht gelungen, auch wenn Shai Matheson mir als Batman etwas zu soft klingt. Die deutsche Umsetzung kommt mir tatsächlich etwas hingeschludert vor, das hat man in anderen Batman-Titeln wie eben der „Arkham“-Reihe schon deutlich besser gehört. Die Soundkulisse übernimmt bekannte Effekte aus den bisherigen LEGO-Titeln, während der Soundtrack eine Mischung aus Eigenkompositionen im Stil der „Arkham“-Reihe und lizenzierten Stücken aus den Kinofilmen darstellt.

Batcave wird zum Mancave

Neu ist im Übrigen, dass ihr auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad „Dark Knight“ im Gegensatz zu bisherigen LEGO-Spielen tatsächlich einen „Game Over“-Screen zu Gesicht bekommen könnt. Auch warten hier mehr bzw. stärkere Gegner auf euch. Ich empfehle dieses Setting jedoch ausdrücklich. Denn so spielt sich „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ tatsächlich wie eine Mischung aus Rocksteadys „Arkham“-Reihe und bisherigen LEGO-Spielen.

Das Free-Flow-Kampfsystem etwa mit passendem Counter-Timing und Kombos hat man nahezu 1:1 aus der „Arkham“-Reihe übernommen. Es wurde aber etwas vereinfacht, damit auch jüngere Mitspieler zurechtkommen. So spielen Batmans Gadgets in den Kämpfen eine geringere Rolle. Es ist auch möglich, „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ im Koop zu spielen. Denn in den Missionen und der offenen Welt hat Batman immer einen Begleiter dabei – im Prolog Talia al Ghul, anschließend Jim Gordon und später Robin und Co.

Wie man es aus den anderen LEGO-Spielen kennt, so müsst ihr auch als Singleplayer die Fähigkeiten der unterschiedlichen Charaktere in Anspruch nehmen. Beispielsweise verfügt Gordon über eine Art Klebepistole, die Zahnräder blockieren kann. Nur so lassen sich manche Apparate in der Welt aushebeln. Jeder Charakter bringt eigene Spezialitäten mit, die bei der Erkundung der Spielwelt und der geschlossenen Levels helfen.

In Letzteren könnt ihr auch wieder Mini-Kits freispielen – das sind jetzt je nach Level z. B. Surfbretter, Discokugeln oder andere Objekte, die sich fünfmal finden und allesamt zerdeppern wollen. Findet ihr alle, winkt eine Trophäe für den Batcave. Je Level gibt es zudem einen roten Legostein und Waynetech-Kisten für zusätzliche Boni. So werdet ihr natürlich motiviert, bereits abgeschlossene Levels später erneut zu erkunden. Die Bathöhle wird dabei schnell zum Mancave. Denn dort sammelt ihr gefundene Trophäen, neue Kostüme, Trainingsanlagen und mehr. Gerade, wenn man auch die Comics oder andere Filme und Serien rund um den dunklen Ritter kennt, wird das schnell zum Fest. Ich habe etwa von Anfang an auf Kostüm und Batmobile aus „Batman“ (1989) nur so gewartet.

Ein Feuerwerk an Fanservice

Generell hält „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ sauber bei Laune. Kids werden die Anspielungen nicht alle verstehen, aber Erwachsene können sich auf ein Feuerwerk an Querverweisen auf die gesamte Historie von Batman freuen. Selbst wenn ihr die Story nach etwa 15 Stunden durchgespielt habt, bleibt dabei noch Raum, die offene Spielwelt zu entdecken, Rätsel und Herausforderungen zu lösen oder bereits bewältigte Levels nochmals nach Geheimnissen abzuklappern. Die Altersfreigabe „Ab 12 Jahren“ finde ich persönlich dabei etwas streng. Klar, selbst die Welt von LEGO-Batman ist teilweise düster, doch „brisante“ Geschehnisse der Comics oder Filme werden hier LEGO-typisch so verpackt, dass sie extrem entschärft herüberkommen.

Am Ende ist „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ eine Art Mischung aus bisherigen LEGO-Spielen und der „Arkham“-Reihe – fast wie das, was sich vielleicht mancher z. B. von „Gotham Knights“ gewünscht hätte. Mir hat der Titel extrem viel Spaß gemacht und die Mischung aus Fanservice und eigener Story funktioniert hervorragend. Zum Abschluss nur nochmals der Tipp: Spielt den Titel auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad. Die Kämpfe machen dadurch mehr Laune, sind aber immer sehr gut zu bewältigen.

Ich habe mich jedenfalls unheimlich gefreut, nach Jahren des Wartens endlich wieder ein rundum gelungenes Batman-Game zu bekommen. Wer hätte gedacht, dass es ausgerechnet ein LEGO-Spiel sein würde? Erhältlich ist „LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ ab sofort für die Xbox Series X|S, PlayStation 5 und den PC (Steam, Epic Games Store). Eine Portierung für die Nintendo Switch 2 erscheint im weiteren Jahresverlauf.

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IKEA GRILLPLATS: Smart Steckdose ausprobiert

Smarte Steckdosen gehören für mich zu den sinnvollsten Einstiegsprodukten im Smart Home. Nicht spektakulär, nicht besonders sexy, aber im Alltag extrem praktisch. Lampe dran, Kaffeemaschine dran, Ventilator dran und schon wird aus einem eher dummen Gerät ein steuerbares Gerät. IKEA brachte mit GRILLPLATS eine neue smarte Steckdose auf den Markt, die genau in diese Kerbe schlägt. Dazu ist sie noch günstig, kompakt und mit Matter over Thread erfreulich offen. Der Preis ist dabei direkt eine Ansage. IKEA ruft in Deutschland 8,99 Euro für GRILLPLATS auf, das Set mit Fernbedienung liegt bei 12 Euro. Damit ist die Steckdose günstiger als viele Alternativen von Aqara, Eve, Meross oder Philips Hue. Natürlich darf man bei dem Preis kein Luxusprodukt erwarten, aber genau das ist vielleicht auch der Punkt. GRILLPLATS will nicht beeindrucken, sondern funktionieren.

Optisch bleibt IKEA bei dem Teil unaufgeregt. Die Steckdose ist weiß, schlicht und kompakt genug, um an einer normalen Wandsteckdose nicht sofort alles zu blockieren. Sie ist nicht winzig (Shelly Plug ist beispielsweise schmaler), aber auch kein Klotz. An der Seite sitzt eine Taste zum manuellen Ein- und Ausschalten, dazu kommt eine kleine LED. Mehr braucht es an so einem Gerät ehrlich gesagt auch nicht. Die Verarbeitung wirkt ordentlich, nichts klappert, nichts fühlt sich nach Wegwerfware an.

Die Einrichtung ist simpel und wurde bei mir im Home Assistant und testweise auch in Apple Home durchgeführt. GRILLPLATS setzt auf Matter over Thread. Das bedeutet, ihr braucht einen Matter-Hub und einen Thread Border Router. Das kann beispielsweise ein Apple TV, ein HomePod, ein passender Echo, ein Nest Hub, ein Samsung SmartThings Hub, Home Assistant Yellow oder IKEAs eigener DIRIGERA Hub sein. Wer bereits ein modernes Smart-Home-Setup hat, ist also wahrscheinlich versorgt. Wer noch gar nichts davon besitzt, muss den Hub natürlich in die Gesamtrechnung einbeziehen.

Im Test war das Anlernen schnell erledigt. QR-Code scannen, kurz warten, Gerät ist da. Kein Gefrickel mit Hersteller-Clouds, keine zehn Account-Verknüpfungen, keine App-Odyssee. Gerade in Apple Home oder Home Assistant zeigt sich, warum Matter grundsätzlich eine gute Idee ist. Ein Gerät in mehreren Ökosystemen ist kein Problem, da man hier Multi-Admin aktivieren kann.

Besonders interessant ist GRILLPLATS für viele durch die integrierte Energiemessung. Das ist bei einer Steckdose für 8,99 Euro nicht selbstverständlich. In Home Assistant lassen sich entsprechende Werte auslesen und für Automationen verwenden. Das ist mehr als nur Spielerei. Man kann damit etwa erkennen, ob ein Gerät gerade aktiv arbeitet, ob ein Verbraucher ungewöhnlich viel Strom zieht oder ob bei Überschussstrom vom Balkonkraftwerk automatisch ein bestimmtes Gerät eingeschaltet werden soll.

Natürlich hängt der praktische Nutzen davon ab, welche Plattform ihr nutzt. In Home Assistant bekommt man in der Regel deutlich mehr Möglichkeiten als in anderen App-Oberflächen. Wer nur schnell eine Lampe per App schalten möchte, wird die Verbrauchswerte vielleicht nie anschauen. Wer aber gerne automatisiert oder einfach nur wissen will, wo die Verbraucher im Haushalt sind, bekommt hier für sehr wenig Geld einen ordentlichen Baustein.

Auch die Kombination mit einer Fernbedienung ist ein guter Punkt. Nicht jeder im Haushalt möchte immer eine App öffnen oder mit Sprachassistenten sprechen. Eine kleine Taste auf dem Tisch oder an der Wand ist manchmal einfach die bessere Lösung. Das Set mit BILRESA-Fernbedienung kostet 12 Euro und ist damit ebenfalls günstig. Für Kinderzimmer, Flurlicht oder eine schwer erreichbare Stehleuchte ist das eine ziemlich praktische Kombination. Man muss das Set aber nicht kaufen, wenn man ohnehin schon andere Taster im Smart Home hat, die man auch mit der Steckdose verkuppeln kann.

Im Alltag macht GRILLPLATS genau das, was sie soll. Sie schaltet zuverlässig, reagiert schnell und verschwindet optisch weitgehend im Raum. Ich sehe solche Geräte vor allem bei klassischen Verbrauchern wie Lampen, Ventilatoren, Deko-Beleuchtung, kleine Haushaltsgeräte oder auch Ladegeräte, die nicht dauerhaft am Netz hängen sollen. Für Heizlüfter und andere starke Verbraucher sollte man natürlich immer die technischen Grenzen beachten. Laut den verfügbaren Angaben liegt die maximale Last bei der EU-Version bei 16 A bzw. 3.680 W.

Was fehlt? Mir persönlich nix. Aber wie immer bei Matter over Thread gilt, dass die Infrastruktur stimmen muss. Wenn euer Thread-Netz schwach ist oder ihr mehrere Ökosysteme wild kombiniert, kann es auch mal hakeln. Das ist aber weniger ein GRILLPLATS-Problem, sondern eher der aktuelle Zustand des Smart Homes allgemein.

Mein Fazit fällt daher recht eindeutig aus. IKEA GRILLPLATS ist keine spektakuläre Steckdose, aber eine meiner Meinung nach sehr gute. Für 8,99 Euro bekommt man Matter over Thread, eine solide Bauform, manuelle Bedienung und Energiemessung. Das ist ein starkes Paket. Wer bereits einen passenden Thread Border Router besitzt, kann hier fast blind zugreifen. Für Home-Assistant-Nutzer ist das Ding besonders interessant, weil sich die Messwerte schön in Automationen einbinden lassen.

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Dyson HushJet Mini Cool im Test: Teurer Taschenwind mit ordentlich Druck

Handventilatoren sind so ein Produkt, bei dem man erst einmal denkt. Braucht man das wirklich? Und dann sitzt man im Sommer im Zug, im Büro ohne Klimaanlage oder irgendwo in der prallen Sonne und denkt sich, dass es ab und zu vielleicht doch ganz nützlich ist. Dyson steigt mit dem HushJet Mini Cool nun in genau diese Kategorie ein. Ein kleiner, tragbarer Ventilator, der nicht nach Jahrmarkt-Gadget aussehen soll, sondern wie eine verkleinerte Version des neuen Dyson Lüfters, den ich neulich testete.

Preislich ist das Ganze natürlich direkt Dyson. Der HushJet Mini Cool kostet in Deutschland 99 Euro und ist damit deutlich teurer als viele kleine Akku-Ventilatoren, die man sonst online findet. Dafür bekommt man ein sehr kompaktes Gerät mit USB-C-Ladung, einem mitgelieferten Halsband, einer Ladestation und einer Transporttasche. Getestet habe ich die Variante Ceramic Pink/Roségold, es gibt außerdem bald noch Cobalt/Blau und Karneol/Rot.

Optisch macht Dyson wieder das, was Dyson kann. Das Ding sieht nicht nach Billigplastik aus, erzeugt beim ersten Blick während des Auspackens aber eher den Eindruck eines Artikels aus einer anderen Produktsparte (die Form und Farbgebung tut ihr Übriges). Der HushJet Mini Cool ist schmal, rundlich und eher wie ein kleines Technik-Accessoire gebaut. Er wiegt ungefähr so viel wie ein Smartphone und passt in eine Tasche oder einen Rucksack. Das ist wichtig, denn so ein Gerät nimmt man nur dann wirklich mit, wenn es nicht nervt.

Die Bedienung ist simpel. Einschalten, Stufe wählen, Wind geht los. Der kleine Ventilator arbeitet ohne klassische sichtbare Rotorblätter und kann in der Hand gehalten, auf den Tisch gestellt oder mit dem mitgelieferten Band um den Hals getragen werden. Die Düse lässt sich drehen, sodass man den Luftstrom auch auf das Gesicht ausrichten kann. Gerade unterwegs ist das praktisch, weil man nicht dauerhaft die Hand frei haben muss. Ich würde mir das Teil jedoch nicht wirklich umhängen.

Bei der Leistung war ich positiv überrascht. Klar, das ist kein Standventilator und ersetzt keine Klimaanlage. Aber für die Größe kommt da ordentlich Luft raus. Dyson spricht von bis zu 25 Metern pro Sekunde, also knapp 90 km/h Luftgeschwindigkeit. Auf den unteren Stufen reicht das für Schreibtisch, Bahn oder Couch locker aus, ist mir sogar bei entsprechender Nähe fast too much. Der Boost-Modus ist dann eher die kurze Frische-Klatsche für draußen oder nach dem Sport.

Und genau da sehe ich auch den sinnvollsten Einsatzbereich. Das Ding ist nicht als Dauerlösung für den ganzen Raum gedacht, sondern als persönlicher Luftstrom. Beim Spazieren, im Park, auf Reisen, im Fitnessstudio oder auch am Schreibtisch. Wer schnell überhitzt oder im Sommer häufig unterwegs ist, wird den HushJet Mini Cool vermutlich deutlich häufiger nutzen, als man vorher denkt.

Das größte Problem ist die Lautstärke. Das Teil ist deutlich hörbar, auch in den niedrigen Stufen. Ein hohes Fiepen, das vor allem in den höheren Lautstärken auch echt stört. Für draußen ist das egal. Im Büro, in der Bahn oder in einem ruhigen Raum würde ich eher bei den unteren Stufen bleiben, und selbst das ist für den Schreibtisch schon zu laut. Der Boost-Modus ist effektiv, aber nichts, was man direkt neben anderen Menschen dauerhaft laufen lassen möchte. Dyson hat zwar am Motor gearbeitet, um Vibrationen und Geräusche zu reduzieren. Dennoch…

Beim Akku gibt es Licht und Schatten. Bis zu sechs Stunden Laufzeit sind für so ein kleines Gerät ordentlich, aber nur auf niedriger Stufe realistisch. Wer viel Power nutzt, muss entsprechend früher wieder laden. Voll ist der Akku nach rund drei Stunden per USB-C.

Vergleichen muss man den HushJet Mini Cool natürlich mit günstigeren Handventilatoren. Und da gibt es Modelle für deutlich weniger Geld. Einige davon machen auch ordentlich Wind und sind dabei auch leiser. Ob Dyson das mit dem Gesamtpaket aus Design, Verarbeitung, Zubehör und Leistung wettmachen kann, wird der Markt entscheiden.

Mein Fazit fällt zweigeteilt aus. Der Dyson HushJet Mini Cool ist ein starkes kleines Gerät, wenn man einen hochwertigen, kompakten und kräftigen persönlichen Ventilator möchte. Er ist leicht, gut verarbeitet, einfach zu bedienen und macht erstaunlich viel Wind für seine Größe. Aber 99 Euro bleiben 99 Euro. Wer nur ab und zu etwas Luft am Schreibtisch möchte, findet günstigere und leisere Alternativen.

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Philips Hue Essential: Flex Lightstrip, GU10 und E27 ausprobiert

Ich nutze seit einiger Zeit smarte Leuchtmittel der Marke Philips Hue. Angefangen hat alles bei mir mit dem Test der Hue Play HDMI-Sync Box 8K. Einmal angefixt, habe ich so gut wie alle Leuchtmittel hier im Haushalt auf Hue umgestellt. Auch den Umstieg auf die Bridge Pro habe ich mitgemacht. Im letzten Jahr hat Signify, das Unternehmen hinter der Marke, dabei das Sub-Label Essential eingeführt. Produkte der Essential-Reihe sind günstiger, integrieren sich aber voll ins Ökosystem. Doch wie groß sind die Abstriche? Das wollte ich mir im Alltag einmal genauer anschauen.

Für diesen Bericht habe ich mir daher beispielsweise einmal die GU10-Leuchtmittel mit Stiftsockel angesehen, denn da hatte ich mir noch vor dem Start die deutlich teurere, reguläre Version gekauft. Entsprechend habe ich den direkten Vergleich. Ebenfalls unter die Lupe genommen habe ich die E27-Modelle sowie schließlich den biegsamen Flex-Lightstrip. Letzterer ist weniger als klassische Beleuchtung und mehr als Stimmungslicht gedacht.

Als kleine Erinnerung: Philips Hue Essential ist eine Untermarke, die sowohl günstiger als auch technisch etwas eingeschränkter ist. Beispielsweise lassen sich die regulären Hue-Leuchtmittel auf 0,2 % ihrer Helligkeit dimmen. Bei den Essential-Varianten ist bei minimal 2 % Schluss. Zudem beträgt die Weißabdeckung bei Hue Essential nur 2.000 bis 6.500 Kelvin. Die Standard-Leuchtmittel aus dem Ökosystem bewältigen 1.000 bis 20.000 Kelvin. Zudem soll die Farbgenauigkeit bei Essential nicht auf dem Niveau der vollwertigen Hue-Produkte sein.

Das spiegelt sich eben auch im Preis wider. Beispiel: Ein Dreierpaket Hue GU10 kostet im Angebot rund 105 Euro. Die Essential-Version mit vier GU10-Stiftsockel-Leuchtmitteln liegt in ähnlichen Deals bei gerade einmal 50 Euro. Das ist natürlich ein massiver Preisunterschied, der manchen Leser sicherlich dazu bringen wird, nachzugrübeln, ob vielleicht die Essential-Varianten ausreichen.

Philips Hue GU10 und Hue Essential GU10 im Vergleich

Wie schon angedeutet, nutze ich in meinem Arbeits- und Gaming-Zimmer seit geraumer Zeit die Philips Hue G10 für meine Deckenlampe. Ich habe sie sogar in meinen Entertainment-Bereich eingebunden, sodass ihre Beleuchtung farblich mit den Bildschirminhalten synchronisiert wird. Entsprechend ist hier aber natürlich auch eine passende Farbgebung wichtig. Wie schlagen sich da die neuen Essential G10?

Angemerkt sei, dass die oben erwähnten technischen Unterschiede in diesem Fall kleiner sind. So schaffen die regulären GU10 etwa 2.000 bis 6.500 Kelvin und können auf 1 % gedimmt werden. Bei der Essential-Version sind es 2.200 bis 6.500 Kelvin und Dimmung auf 2 % der Leuchtstärke. Das liest sich auf dem Papier dann doch ähnlich. Aber: Vor allem die Farbübergänge (Color Blending), also der Wechsel von einer Farbe zur anderen, sind bei den Standard-Hue viel sanfter und fließender. Das fällt vor allem bei geringeren Helligkeitseinstellungen deutlich auf. Und wie es das Schicksal so will, so regle ich persönlich die Deckenbeleuchtung beim Gaming stark herunter.

Ich bewege mich da also speziell in dem Szenario – Synchronisation mit den Bildschirmfarben, häufige, schnelle Farbwechsel und geringe Helligkeit – in dem die Essential-Leuchtmittel tatsächlich die größten Nachteile haben.

Was den Essential-Leuchtmitteln im Übrigen auch fehlt: Chromasync. Das ist ein Marketing-Begriff dafür, dass die Hue-Leuchtmittel so ausgelegt sind, dass sie auch nach mehreren Jahren Farben immer noch so akkurat zeigen, wie bei der anfänglichen Verwendung. Da ich keinen Langzeitvergleich über mehrere Jahre anbieten kann, ist es mir aber derzeit nicht möglich, das zu beurteilen.

Links die Philips Hue G10, rechts die G10 Essential.

Auch die Hue-Essential-Leuchtmittel könnt ihr im Übrigen via Matter over Thread einbinden. Meine klare Ansage nach dem Testen: In meinem Szenario, in dem die Hue G10 Teil eines Entertainment-Bereichs sind und sich daher in ihrer Farbe mit den dargestellten Bildschirminhalten synchronisieren, sieht man deutliche Unterschiede zwischen den regulären und den Essential-Versionen – vor allem bei den Übergängen.

Ehrlicherweise muss ich aber auch einräumen: Laufen die Hue Essential G10 am Arbeitstag als „einfache“ Beleuchtung, bei mir auf sehr warmes Weiß eingestellt, dann ist kein echter Unterschied feststellbar. Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt also stark davon ab, was ihr mit den Leuchtmitteln anstellt.

Philips Hue Essential Flex Lightstrip

Angecheckt habe ich auch den Lightstrip Hue Essential Flex. Der kommt in der 10-m-Version in zwei zusammengerollten Teilen zu euch nach Hause, die ihr dann miteinander verbinden könnt bzw. über eine kleine Box zusammenschaltet. Wie der Name es schon sagt, so handelt es sich hier um einen biegsamen Lightstrip. Die Variante mit 5 m Länge kostet im Handel ca. 99 Euro. Wenn ihr es auf 10 m anlegt, zahlt ihr ca. 160 Euro. Es handelt sich hier um ein Stimmungslicht, das dafür gedacht ist, z. B. an oder in einem Regal befestigt zu werden – oder zu einem Symbol geformt an der Wand zu landen.

Im Lieferumfang liegen auch 50 kleine Halterungen, verpackt in zwei Beuteln, bei, die bei der Befestigung aushelfen. Wie schon erwähnt, teilt sich der Lightstrip Hue Essential Flex eigentlich in zwei Strips von je 5 m Länge auf, die ihr verbinden müsst. Die Hue-App erkennt das Ganze aber als Gesamtkunstwerk. Das heißt auch, dass sich die beiden Teile nicht einzeln ansteuern und nicht mit verschiedenen Mustern versehen lassen. Da könnt ihr in der App natürlich verschiedene Farbverläufe ausprobieren oder mehrere Farben in einzelnen Segmenten parallel anzeigen.

Was bei der Essential-Version aber ausgespart worden ist, sind „echte“, weiße LEDs. Wollt ihr also kalt- bzw. warmweiß anzeigen, muss das aus den RGB-Farben „zusammengemischt“ werden. Das führt zu einem weniger reinen Weiß, das zudem nicht so hell wird wie bei den teureren Hue-Produkten.

Wie ihr schon auf meinen Bildern seht, kann man beim Hue Essential Flex Lightstrip recht gut ausmachen, wo die LEDs sitzen, und es sind immer dunklere und hellere Segmente klar erkennbar. Je nachdem, was für eine Konstruktion ihr also an die Wand bringen wollt, kann das ein Argument sein, das vielleicht gegen den Kauf spricht. Konkurrenzprodukte gibt es da im gleichen Preissegment z. B. von Govee, die dann aber eben nicht im Hue-Ökosystem beheimatet sind.

Im Gesamtbild finde ich den Essential Flex Lightstrip zu Dekozwecken ganz in Ordnung, zumal die Befestigung recht flexibel läuft. Je nach Lage kann da bei euch aber auch eine günstigere Lösung voll und ganz ausreichend sein.

Philips Hue Essential E27

Last but not least hätten wir da noch die Philips Hue Essential E27. Im Grunde sind das recht „langweilige“ Standard-Leuchtmittel für den verbreiteten Sockel. Dass man sie in den meisten Fällen als schnörkellose Beleuchtung im Einsatz haben dürfte, muss aber ja nichts Schlechtes sein. Im Gegenteil, gerade dann kommt es doch auf Verlässlichkeit an. Hier greifen dann aber eben die eingangs beschriebenen Einschränkungen bezüglich der Farb- und Weißdarstellung sowie der Dimmung gegenüber den vollwertigen Hue-Leuchtmitteln.

Da lohnt es sich natürlich, die Preise im Kopf zu behalten. Ein Viererpack von E27-Leuchtmitteln der Essential-Reihe kostet ca. 60 Euro. Kauft ihr die Standard-Modelle von Philips Hue im Bundle mit vier Exemplaren, seid ihr ca. 200 Euro los. Das ist schon ein heftiger Preisunterschied. Kühne Behauptung von mir: Wenn ihr nicht gerade die allerniedrigsten Dimmstufen regelmäßig benötigt, dann sind die Essential-Modelle vollkommen ausreichend.

Okay, auch die Helligkeit ist niedriger. Die Essential-Versionen erreichen bis zu 806 Lumen – bei den Standardmodellen sind es je nach Variante 810 oder sogar 1.100 Lumen. Ob ihr da in der Leuchtstärke im Alltag wirklich Unterschiede bemerkt, hängt aber von euren Szenarien ab. Auffällig fand ich im Direktvergleich nur die Unterschiede bei pulsierenden Farbmustern. Im „normalen“ Betrieb zur Ausleuchtung bemerkt man die abweichenden Leuchtstärken vor allem dann, wenn ihr mit mehreren Leichtmitteln große Bereiche ausleuchten wollt.

Selbst dann müsst ihr euch aber fragen, ob ihr nicht eher ein oder zwei Essential-Exemplare mehr verbauen könnt, statt den Aufpreis für die Standard-Ausführungen zu blechen. Klar, wer höchste Qualität und beste Farbdarstellung haben will, ist immer noch beim regulären Hue besser aufgehoben. Zumal Chromasync da eben auch auf Dauer die Farben konstant halten soll. Aber für den Alltag sind die Essential E27 eine echte Alternative.

Erstes Fazit

Kennt ihr sicherlich auch: Wenn man weiß, es gibt ein objektiv überlegenes Modell vom selben Hersteller, zaudert man manchmal beim Kauf der günstigsten Version. Schließlich ist man emotional lieber der Max-, Pro- oder Ultra-Kunde als der „Einsteiger“. Bei Philips Hue Essential dürfte das aber in vielen Fällen im Alltag fehl am Platze sein. Ja, wenn ihr die beste Dimmung und genaueste Farbgebung und das vielfältigste und reinste Weiß wollt, dann müsst ihr zu den Standard- / Premium-Produkten von Hue greifen. Aber gerade für die Alltagsbeleuchtung dürften die Essential-Varianten oft schon ausreichen.

Ausnahmen gibt es auch, wie ich feststellen musste: In eine Entertainment-Zone, die sich mit dem Smart-TV synchronisiert, würde ich immer die vollwertigen Hue-Leuchtmittel verbauen. Denn in diesem Szenario mit vielen schnellen Farbwechseln und auch Überblendungen zwischen hell und dunkel schlagen sich die Essential-Versionen doch merklich schlechter. Abseits dessen sprechen die Preisunterschiede aber oft für sich und ich muss da selbst in Zukunft sicherlich des Öfteren mal abwägen, ob die vermeintliche „Billig-Version“ nicht doch für mich voll ausreicht.

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