PC-Markt wächst im 1. Quartal 2026 leicht

Die Marktforscher von Omdia haben sich den weltweiten PC-Markt im 1. Quartal 2026 genauer angesehen. Dabei hat sich trotz der Speicherkrise in Bezug auf die Auslieferungsmengen ein kleines Wachstum gegenüber dem 1. Quartal 2025 ergeben – von 3,2 %. Das entspricht Auslieferungsmengen von 64,8 Mio. Einheiten. Dabei sind Desktop-PCs, Notebooks und Workstations eingerechnet.

Lenovo ist dabei mit 25,5 % Marktanteil und 16,5 Mio. ausgelieferten Geräten der Marktführer geblieben. HP rangiert mit 12,1 Mio. ausgelieferten Einheiten und 18,7 % Marktanteil auf dem zweiten Platz. Dell folgt auf Position 3 mit 10,3 Mio. ausgelieferten Geräten und 15,9 % Marktanteil. Danach steht dann Apple mit 7,1 Mio. ausgelieferten Rechnern und 11 % Marktanteil auf dem Rang 4. Die Top 5 werden durch Asus mit 4,6 Mio. ausgelieferten Geräten und 7,1 % Marktanteil abgerundet.

Das Wachstum hat sich wohl auch ergeben, weil viele Händler und Vertriebspartner Bestellungen vorgezogen haben. Denn für den weiteren Jahresverlauf rechnen sie mit deutlich steigenden Preisen. Deswegen ist es dann auch wahrscheinlich, dass es in den kommenden Quartalen des Restjahres etwas mauer aussehen könnte.

Vor allem die Preise von Einstiegs-PCs und -Notebooks dürften sich 2026 im direkten Vergleich mit dem Vorjahr deutlich erhöhen. Denn da sind die Margen ohnehin traditionell eher gering. Für den PC-Markt dürfte es also aufgrund der Speicherkrise ein sehr schwieriges Jahr werden.

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Arzopa Z3FC im Test: Ein mobiler Monitor für Arbeit und Gaming mit 180 Hz

Wer viel reist, kennt das Problem mit dem kleinen Bildschirm am Laptop sicher. Der Platz reicht auf dem Bildschirm nicht für mehrere Fenster. Beim Spielen an Konsolen fehlt in manchen Situationen ein größerer Monitor. In meinem Fall suchte ich schon seit geraumer Zeit nach einer simplen Lösung, den doch recht begrenzten Platz auf dem Display meines MacBooks Air M1 zu erweitern. Dann wurde mir der Arzopa Z3FC zum Test angeboten. Dabei handelt es sich um einen portablen Bildschirm mit einer Bilddiagonale von 16,1 Zoll. Das Panel löst mit 2560 mal 1440 Pixeln auf, also 2,5K-Auflösung. Die Bildwiederholrate liegt bei maximal 180 Hertz.

Der Z3FC demonstriert den aktuellen Stand der Technik. Ein solches Panel in einem dünnen Gehäuse war früher undenkbar. Das Gehäuse des Monitors besteht aus einer Aluminiumlegierung. Die Farbe erinnert an das Space Grau von Apple. Man merkt jedenfalls, dass das hier kein billiges Plastikgehäuse ist. Die Verarbeitung wirkt robust, nichts knarzt oder wackelt. Das Gewicht liegt bei rund 780 Gramm. Die Dicke misst weniger als einen Zentimeter. Damit verschwindet das Gerät mühelos im Rucksack oder zumindest in der mitgelieferten Schutzhülle.

Der erste Eindruck beginnt beim Auspacken. Im Lieferumfang befindet sich der Monitor. Dazu gibt es die besagte Schutzhülle aus einem grauen, weichen Material. Für den sicheren Transport wäre ein festes Case aber sicher nützlicher. Arzopa legt drei Kabel bei, zwei USB-C-Kabel und ein Mini-HDMI-auf-HDMI-Kabel. Ein Netzteil ist nicht im Karton, der Monitor bezieht seinen Strom über das verbundene Gerät. Alternativ nutzt man ein eigenes Netzteil. Eines der mitgelieferten Kabel besitzt einen gewinkelten Stecker. Das verhindert das Abknicken des Kabels auf dem Tisch.

Auf der Rückseite befindet sich ein ausklappbarer Ständer, jener ist bündig in das Gehäuse integriert. Man passt den Neigungswinkel stufenlos an. Der Ständer hat Gummifüße und erlaubt zudem das Aufstellen im Querformat und im Hochformat. Bisher erweckt das Ganze den Eindruck, dass hier recht lange verlässlicher Halt durch das Ständerkonzept gegeben ist.

Auf der linken Seite befinden sich die Anschlüsse. Es gibt zwei USB-C-Ports. Beide unterstützen die Übertragung von Bildsignalen und Strom. Die Anschlussvielfalt erlaubt das Durchschleifen von Strom: Man schließt ein Ladegerät an den Monitor an, das zweite Kabel führt dann zum Laptop. Diese Funktion erfordert aber eben ein starkes Netzteil. Ein 65-Watt-Netzteil reicht für die meisten Anwendungen aus. Daneben sitzt der Mini-HDMI-Anschluss, ein großer HDMI-Anschluss wäre mir hier lieber gewesen, ein entsprechendes Kabel liegt dem Gerät ja aber wenigstens bei. Auf der linken Seite finden sich zudem die Bedienelemente. Ein Schalter dient der Navigation durch das Menü, eine Taste fungiert als Zurück-Knopf und als Ein-Ausschalter. Die Menüsteuerung über das Wipprad erfordert anfängliche Geduld – ein Drücken nach oben öffnet das Menü für die Helligkeit, ein Drücken nach unten steuert die Lautstärke, ein Druck auf den Schalter bestätigt die Auswahl. Die Möglichkeit, das Farbbild über RGB-Regler anzupassen, existiert ebenso. Das bieten nicht alle Konkurrenten.

Das eigentliche IPS-Panel misst 16,1 Zoll in der Diagonale. Die Auflösung von 2560 mal 1440 Pixeln sorgt für ein scharfes Bild, die Pixeldichte ist hoch, wodurch Texte gestochen scharf wirken. Die maximale Helligkeit gibt der Hersteller mit 400 Nits an. Bildspiegelungen sind da, aber nicht so störend krass wie auf einigen anderen Displays. Die Farben wirken lebendig, für die professionelle Bildbearbeitung reicht die Farbgenauigkeit aber nicht aus. So gibt es zum Beispiel leichte Abweichungen bei Blautönen. Für den Alltag und für Spiele genügt das aber locker. Der Kontrast zeigt die typische Schwäche eines IPS-Panels – Schwarz wirkt eher wie ein dunkles Grau. Das Panel punktet mit seiner Blickwinkelstabilität. Schaut man von der Seite auf das Bild, bleiben die Farben stabil.

Ein zentrales Merkmal ist die Bildwiederholrate von maximal 180 Hertz. Beim Scrollen durch Webseiten zieht der Text keine Schlieren. Bei Spielen entfaltet die hohe Rate dann aber erst ihr volles Potenzial. Über den USB-C-Anschluss erreicht der Monitor die vollen 180 Hertz, hier habe ich das mal am Asus ROG Ally ausprobiert. Nutzt man den HDMI-Anschluss, sinkt die Rate auf 144 Hertz. Der Monitor bietet AMD FreeSync, die Reaktionszeit liegt bei neun Millisekunden. E-Sportler spüren hier dann sicher schon eine möglicherweise störende Verzögerung – die meisten Zocker dürften sich daran aber nicht stören. Der Z3FC unterstützt zudem HDR. Dem Panel fehlt hier aber die nötige Spitzenhelligkeit und der Kontrast für einen echten HDR-Effekt. Das Bild wirkt dadurch mit HDR eher flach.

Ein Schwachpunkt sind die eingebauten Lautsprecher. Es handelt sich hierbei aber auch nur um zwei Ein-Watt-Strahler, da darf man nun auch keine Höchstleistungen von erwarten. Die Lautstärke reicht für Videokonferenzen, für Musik oder effektvolle Spiele fehlt dann natürlich das Volumen. Der Klang scheppert schon sehr auf hohen Stufen. Man greift dann besser zu Kopfhörern, allerdings müssen die dann mit dem Hauptgerät verbunden werden, der Monitor hat hierfür keinen Anschluss.

Der Stromverbrauch hält sich in Grenzen. Eine Powerbank reicht, um den Monitor stundenlang zu betreiben. Eine Touch-Funktion benötige ich hier persönlich nicht, das Fehlen jener sollte einem aber dennoch vor dem Kauf bewusst sein. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei rund 230 Euro. Im Handel sinkt der Preis in regelmäßigen Abständen. Man findet das Gerät hier und da auch schon günstiger. Ohne die 180 Hz gibt es aber eben auch allerhand Alternativen auf dem Markt, die dann zum Teil schon für unter 100 Euro zu bekommen sind.

Unterm Strich ist der Arzopa Z3FC ein solider portabler Monitor, der seine Stärken klar in der Kombination aus Schärfe, Bildflüssigkeit und Mobilität hat. Das Aluminiumgehäuse fühlt sich wertig an, die hohe Bildfrequenz macht sich im Alltag und beim Gaming gleichermaßen bemerkbar, und die Helligkeit reicht für die meisten Einsätze. Die Schwächen – Mini-HDMI statt normalem HDMI, mäßiger Kontrast, schwache Lautsprecher und eine HDR-Funktion, die kaum etwas bringt – sind eher typisch für IPS-Panels in dieser Klasse und kein wirklicher Grund, vom Kauf abzuraten. Wer einen tragbaren Zweitmonitor sucht, der mehr kann als die übliche Full-HD-60-Hertz-Kost, findet im Z3FC eine der interessanteren Optionen auf dem Markt.

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Snap und Qualcomm: Strategische Zusammenarbeit bei XR-Lösungen

Snap, die Macher hinter der Snapchat-App und den Spectacles-Brillen hat den Ausbau der strategischen Partnerschaft mit Qualcomm verlauten lassen. So haben Specs Inc., eine Tochtergesellschaft von Snap, und Qualcomm Technologies, Inc. eine mehrjährige strategische Vereinbarung getroffen. Hierbei geht es darum, die zukünftigen Wearables mit SoCs aus dem Hause Qualcomm auszustatten.

Bei der Vereinbarung geht es um Snapdragon-XR-Lösungen. Das erste Flaggschiff-Projekt, die Specs, sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Hierbei handelt es sich wohl um eine smarte, durchsichtige Brille. Diese erlaubt es, digitale Inhalte zu sehen, zu hören und mit ihnen zu interagieren, als befänden diese sich im physischen Umfeld – Augmented Reality (AR) quasi.

Unter der Haube der Specs soll die Snapdragon-XR-Plattform stecken. Auch frühere Spectacle-Generationen von Snap setzten bereits auf Qualcomm-Technologie. Die Snapdragon-Plattform biete hier, mit On-Device-KI-Unterstützung, eine leistungsstarke sowie stromsparende Chip-Lösung. Kontextbezogene Erlebnisse sollen sich für eine schnelle sowie private Interaktion direkt auf dem Gerät ausführen lassen.

Da darf man mal gespannt sein, was Snap da aus dem Hut zaubert. Meta geht da mit den Ray-Ban-Brillen bekanntlich bereits in eine ähnliche Richtung und ich bin mir sicher, wir werden aus diesem Segment in den kommenden Jahren noch weitere spannende Neuvorstellungen sehen. So munkelt man, dass auch Nothing eine KI-gestützte Brille für das kommende Jahr in der Mache hat.

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Amazfit T-Rex Ultra 2: Outdoor-Smartwatch im Test

Amazfit hat kürzlich mit der T-Rex Ultra 2 eine neue Outdoor-Smartwatch für gehobene Ansprüche vorgestellt – zum entsprechenden Preis. Das Wearable kostet nämlich satte 549,90 Euro. Bei so einer Preisempfehlung muss man sich schon etwas direkter am Platzhirsch Garmin messen lassen. Punkten soll das neue Modell unter anderem mit einer gegenüber dem Vorgängermodell um 74 % erhöhten Akkukapazität und leichtem Titan (Grade 5) für die Gehäuseunterseite, die Lünette und die Tasten. Ich konnte die kluge Uhr inzwischen für euch ausprobieren.

Auch wenn die Nummerierung etwas inkonsequent wirkt: die Amazfit T-Rex Ultra 2 ordnet sich im Line-up des Anbieters noch oberhalb der von Benny getesteten T-Rex 3 Pro ein. Das spiegelt sich unter anderem in der Größe wider, denn mit ihrem 51-mm-Gehäuse ist diese Smartwatch ein ganz schöner Brecher. Für zierliche Handgelenke ist dieser Hoschi aus meiner Sicht jedenfalls nichts. Das Gewicht beträgt 89,2 g und ist am Handgelenk entsprechend spürbar. Aber: Dieses Modell will auch keine Alltagsuhr sein, sondern visiert speziell Menschen an, die sich gerne in die ungezähmte Wildnis wagen.

Technische Eckdaten der Amazfit T-Rex Ultra 2

Kategorie Spezifikation
Gehäusematerial Titan Güteklasse 5
Display 1,5 Zoll, AMOLED (480 x 480 Pixel)
Displaymaterial Saphirglas
Spitzenhelligkeit 3.000 Nits
Abmessungen 51 × 51 × 14,3 mm
Taschenlampe Ja (weißes oder grünes Licht)
Audio Mikrofon & Lautsprecher
Bluetooth-Anrufe Ja
Sportmodi 180
Wasserbeständigkeit 10 ATM, bis 45 m Freitauchen, Sporttauchen
Navigation Vorinstallierte Offline-Karten, Basiskarten, Höhenlinienkarten, Skigebietskarten, POI-Suche, Routenplanung, Rundreisen, automatische Routenneuberechnung
Armbandbefestigung 26-mm-Schnellverschluss
Batteriekapazität 870 mAh
Typische Akkulaufzeit Bis zu 30 Tage
GPS – Präzisionsmodus Bis zu 50 Stunden
Betriebssystem Zepp OS 5
Besondere Funktionen Zweifarbige Taschenlampe, Barometer- & Sturmwarnungen, Höhenwarnungen, Zepp Coach, BioCharge, BioTracker, NFC-Zahlungen (Zepp Pay), Wi-Fi (2,4 GHz)

Die Amazfit T-Rex Ultra 2 bietet euch 170 Sportmodi an, integriert Offline-Karten und bietet auch Mikrofon und Lautsprecher sowie eine integrierte Taschenlampe. Selbst bei Temperaturen von bis zu -30 Grad Celsius soll die Outdoor-Smartwatch noch voll funktionstüchtig bleiben. Ist es sonnig statt kalt, bleibt das AMOLED-Display dank einer Helligkeit von bis zu 3.000 Nits gut ablesbar. Eure Offline-Karten, auch Höhen- und Skipistenmaterial, könnt ihr auf 64 GByte Speicherplatz ablegen.

Ausstattung und Verarbeitung der Amazfit T-Rex Ultra 2

Die Amazfit T-Rex Ultra 2 erwies sich vor der Installation des ersten Firmware-Updates als etwas störrisch. Beispielsweise „scheiterte“ die erste Kopplung mit meinem Smartphone. Nun, zumindest erhielt ich jene Meldung, alles funktionierte aber dennoch. Generell stotterte das ganze System aber hart umher, ein Phänomen, das ich so noch bei keinem anderen Wearable der Marke bemerken konnte. Nach der Aktualisierung lief dann aber alles wie gewohnt. Als Begleitung dient hier die Zepp-App, ihr könnt aber dank eigener Wi-Fi-Schnittstelle z. B. auch Updates ohne greifbares Phone direkt auf die Smartwatch laden. Dauert allerdings eine Weile, denn die Uhr unterstützt nur das 2,4-GHz-Band.

Die Verarbeitung der massiven T-Rex Ultra 2 ist schon richtig gut und das Titan an Lünette, Tasten und Unterseite macht einen sehr wertigen Eindruck. Das Armband lässt sich dabei über einen Klickverschluss leicht befestigen. Gleich vier Buttons sind zur Bedienung vorhanden, daran muss man sich anfangs etwas gewöhnen. Im Lieferumfang liegt auch ein kleiner Ladepuck bei. Ein passendes USB-C-Kabel und Ladegerät müsst ihr aber selbst vorhalten. Oben sitzt im Übrigen auch die kleine LED-Taschenlampe der Watch.

Das AMOLED-Display der Amazfit T-Rex Ultra 2 kann unter direkter Sonneneinstrahlung im automatischen Modus extrem hell werden und bleibt so immer gut lesbar. Was wiederum die Watchfaces betrifft, so habt ihr da in der Zepp-App eine breite Auswahl aus kostenlosen und kostenpflichtigen Pendants. Im Gegensatz zu den günstigeren Modellen von Amazfit nutzt die T-Rex Ultra 2 für besonders schnelle und genaue Ortung Dual-Band-GPS, was auf jeden Fall ein Mehrwert sein kann, wenn ihr es ganz genau haben wollt.

Obligatorischer Hinweis zu den NFC-Zahlungen: Die funktionieren nur via Curve. Zielgruppe der Amazfit T-Rex Ultra 2 sind dabei offiziell nicht Gelegenheitssportler. Vielmehr sind es in erster Linie anspruchsvolle Kletterer, Wanderer und Ausdauersportler, die z. B. auch in abgelegenen Gebieten unterwegs sind, in denen es oft schlecht mit einer Internetverbindung aussieht. Denn jene Gruppe profitiert ganz besonders von den Offline-Karten und der präzisen Navigation. Die Offline-Karten der Smartwatch unterscheiden nämlich z. B. zwischen unbefestigten Wegen und asphaltierten Straßen. Kombiniert mit Turn-by-Turn-Navigation über sechs Satellitensysteme ist die Uhr somit auch für mehrtägige Expeditionen ausgelegt.

Nochmal betonen möchte ich, dass diese Rugged-51-mm-Smartwatch ein richtiger Brecher ist. Mit dem Armband wiegt die Amazfit T-Rex Ultra 2 rund 80 g – das merkt man am Handgelenk. Nebenbei beim Tippen tragen – das macht daher keinen Spaß. Laut Amazfit hält die Uhr auch Freitauchen bis 45 m Tiefe aus – das habe ich nicht aufs Exempel geprüft, glauben wir es dem Hersteller also einmal. Typisch für den Anbieter ist die Akkulaufzeit ziemlich beeindruckend. Selbst mit voller Standorterkennung für die Navigation sind bis zu 50 Stunden drin – bei normaler Nutzung rund 30 Tage. Das kommt nach meiner Erfahrung gut hin, es dauert eine ganze Weile, den Akku leerzusaugen.

Auch wenn die Amazfit T-Rex Ultra 2 links und rechts Tasten mitbringt, hat es bei mir beim Krümmen des Handgelenks keine versehentlichen Betätigungen gegeben. Das liegt einerseits an der Dicke der Smartwatch und andererseits an den robusten Titan-Tasten, die ein wenig Druck voraussetzen, der nicht so leicht nebenbei zustande kommt.

Praxistest

Die Amazfit T-Rex Ultra 2 verfügt über Lautsprecher und Mikrofon. Der Speaker ist ab Werk ziemlich aktiv, da er bei Workouts regelmäßig Ansagen macht. Dies kann man glücklicherweise granular deaktivieren. Ihr habt also die Chance, das Plappermaul z. B. nur beim Training abzuschalten oder systemweit die Sounds auszuknipsen. 180 Sportmodi stehen zur Auswahl. Wer die Uhr im Fitnessstudio nutzt und an verschiedenen Geräten trainiert, wird aber weiterhin damit leben müssen, dass ihr entweder zerschossene Ergebnisse erhaltet, oder an jeder Station ein neues, passendes Training starten müsst.

In der Begleit-App Zepp könnt ihr euch auf Wunsch auch Trainingspläne erstellen lassen, das ist aber so eine Spielerei, die auch Gemini und Co. für euch übernehmen können. Die Amazfit T-Rex Ultra 2 hat bei mir beim Tippen keine Phantomschritte gezählt, lange tragen mochte ich sie am Rechner allerdings nicht. Dafür ist sie schlichtweg zu schwer und klobig. Dabei kann euch die Smartwatch natürlich auch auffordern stündlich aufzustehen, euren Puls überwachen, den Schlaf tracken, das Wetter anzeigen und was man so gewohnt ist.

Beim Laufen hat die Amazfit T-Rex Ultra 2 nach meinem Eindruck zu hohe Pulsraten gemessen, was auch der Vergleich mit Ruhezeiten zeigt, wo die Ergebnisse realistischer wirken. Da würde ich mich auf die Genauigkeit also beim Training leider nicht zu sehr stützen. Eine EKG-Funktion fehlt, aber die Uhr kann die Blutsauerstoffsättigung und euer Stresslevel schätzen. Es gibt übrigens in der Zepp-App auch einen App-Store mit Zusatzanwendungen und natürlich Watchfaces. Manche Apps und Zifferblätter sind kostenlos, andere erhaltet ihr nur gegen Geld. Ihr könnt auch eigene Musikdateien auf den großzügigen Speicher des Wearables hieven. Direkte Vernetzungen mit z. B. den Offline-Funktionen von Musikstreaming-Diensten wie Spotify gibt es jedoch nicht. Ihr könnt die Musikwiedergabe des Smartphones über die Uhr jedoch fernsteuern.

Vorausgesetzt, ihr erteilt die entsprechenden Berechtigungen, zeigt euch die Amazfit T-Rex Ultra 2 auch Benachrichtigungen an und ihr könnt zumindest auf SMS auch an der Uhr antworten. Anrufe lassen sich an der Uhr ebenfalls annehmen oder ablehnen. Auch die Offline-Navigation funktioniert mit heruntergeladenen Karten grundsätzlich gut, ist aber ziemlich sperrig zu bedienen an dem kleinen Bildschirm. Als Standard sind nur Basis-Karten enthalten. Wollt ihr wirklich genau navigieren und Details sehen, müsst ihr zusätzliche Detailkarten für das jeweilige Gebiet vorab herunterladen. Das ist kostenlos. Wollt ihr allerdings Laufstrecken vorab kreieren / übertragen, kommen manchmal komische Dinge heraus. Etwa gibt es in der Nähe hier ein Naturschutzgebiet und die Smartwatch wollte mich vereinfacht gesagt zum Teil lieber durch wilde Trampelpfade schicken als über die breiten Hauptwege, was eine seltsame Wahl ist.

Das GPS-Tracking ist allerdings tatsächlich extrem genau, sodass ihr auch kleine Schwenks beim Laufen am Ende beim Nachvollziehen eurer Route exakt nachvollziehen könnt. Praktisch ist tatsächlich auch die integrierte Taschenlampe, die beim Wandern auch mal einen dunklen Weg erleuchten kann. Die LED-Lampe leuchtet wahlweise weiß oder grün. Das bringt aber eher mal beim Spazierengehen was, denn beim schnelleren Laufen benötigt ihr immer noch eine stärkere Stirnlampe.

Mein Fazit

Die Amazfit T-Rex Ultra 2 ist eine aufgewertete Version der T-Rex 3 Pro, die beim Preis etwas über das Ziel hinausschießt. Denn angesichts der Kosten von 549 Euro muss man sich mit z. B. der Suunto Vertical 2 oder auch der Garmin Venu X1 messen. Beide Modelle sind für den Sport ziemlich stark und bieten aus meiner Sicht umfangreichere bzw. ausgereiftere Ökosysteme. Hier kann man Amazfit kleinere Schwächen angesichts des Preises schlichtweg nicht mehr verzeihen.

Im Ergebnis ist die Amazfit T-Rex Ultra 2 eine extrem robuste, aber auch sehr massive, Outdoor-Smartwatch mit technischen Ecken und Kanten, wie die Routenplanung und die ungenaue Pulsmesssung zeigen. Stärken sind das exakte GPS-Tracking, die hervorragende Verarbeitung und das helle Display. Für viele Anwende dürfte aber am Ende des Tages die T-Rex 3 Pro das bessere Deal sein – oder eines der genannten Konkurrenzmodelle in der gleichen Preisklasse.

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UGREEN NeoDrive Go D709: Externe SSD mit Touchscreen




UGREEN bringt mit dem NeoDrive Go D709 eine portable SSD mit 1 TB auf den Markt, die ein bisschen mehr sein will als nur ein Datenspeicher. Auffällig ist vor allem der kleine Touchscreen auf der Vorderseite. Der zeigt live an, wie schnell gerade übertragen wird, wie warm das Laufwerk ist und ob alles im grünen Bereich läuft. Spielerei oder Mehrwert, das hängt vom Alltagseinsatz ab, praktisch kann es schon sein, wenn öfter große Projekte geschoben werden und die Temperatur im Blick bleiben soll.

Technisch liegt das Laufwerk in der USB-3.2-Gen-2×2-Klasse und kommt laut Hersteller auf bis zu 2.000 MB/s beim Lesen und bis zu 1.800 MB/s beim Schreiben. Vorausgesetzt, der Rechner kann 20 Gbit/s auch liefern. Für typische Aufgaben wie 4K-Video schneiden, große Spielebibliotheken mitnehmen oder RAW-Fotos sichern reicht das locker.

UGREEN setzt beim NeoDrive Go D709 auf ein fest integriertes USB-C-Kabel. Das ist bequem, weil nicht erst in der Tasche nach dem passenden Kabel gesucht werden muss. Der Nachteil liegt auf der Hand: Wenn das Kabel Schaden nimmt, wird es kompliziert. Laut Hersteller wurde das Ganze auf Haltbarkeit getestet, das muss die Praxis zeigen. Das Gehäuse selbst kommt mit wellenförmiger Oberfläche und spezieller Beschichtung, soll sich ordentlich anfassen und gleichzeitig bei der Wärmeabfuhr helfen. Stürze aus bis zu 2 m soll das Laufwerk verkraften.

Beim Formfaktor bewegt sich die SSD ungefähr im Bereich einer Bankkarte in der Fläche, nur eben dicker.Wer viel unterwegs am Notebook, Tablet oder Smartphone arbeitet, dürfte sich darüber freuen, dass das Teil nicht groß auffällt. Bei der Kompatibilität gibt sich UGREEN breit aufgestellt. Auf der Anschlussseite läuft das Laufwerk an Thunderbolt 3, 4 und 5, an USB4 (dann meist mit bis zu 10 Gbit/s) sowie an klassischen USB-Ports ab USB 3.2 nach unten. Betriebssystemseitig werden Windows, macOS und Linux unterstützt, dazu mobile Plattformen wie iOS, iPadOS und Android, bei mobilen Geräten in der Regel mit bis zu 10 Gbit/s. Für volle 20 Gbit/s braucht es aber einen Host mit USB 3.2 Gen 2×2, was bei Notebooks und Desktops noch nicht Standard ist.

Im Karton liegen neben der SSD selbst eine MagSafe-kompatible Magnetplatte und ein kurzes Handbuch. Die Magnetplatte lässt sich etwa aufs iPhone kleben, um das Laufwerk per Magnet zu fixieren, was bei ProRes-Aufnahmen unterwegs sicher einige Setups entspannen kann. Das integrierte USB-C-Kabel ist die einzige Verbindung, es gibt keinen zweiten Port für alternative Kabel.

Beim Preis spielt das NeoDrive Go D709 in der Oberliga: UGREEN ruft 339,99 € für die 1-TB-Variante auf. Daneben bietet der Hersteller noch eine schnellere D710-Version mit 40 Gbit/s und ebenfalls 1 TB an, die mit 419,99 € gelistet ist. Wer primär am Notebook mit USB 3.2 Gen 2×2 hängt, wird den Unterschied kaum merken, bei moderneren Workstations mit entsprechendem Interface kann die höhere Bandbreite aber interessant sein.

Unterm Strich ist der NeoDrive Go D709 eine SSD für alle, die viel mit großen Dateien jonglieren, ein kompaktes Setup mögen und den Touchscreen nicht als Gimmick, sondern als Statusanzeige zu schätzen wissen. Der Preis ist kein Schnäppchen, ob der Aufpreis zum klassischen, simpler gehaltenen Laufwerk drin ist, hängt am eigenen Workflow und daran, wie oft das Drive wirklich unterwegs im Einsatz ist. Ich zumindest bin derzeit froh, keinen (externen) Speicher kaufen zu müssen.

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