#Gastbeitrag – Was Startups jetzt beim Markenaufbau beachten müssen

Besonders in Zeiten von Inflation und weniger Funding ist es umso wichtiger, sich beim Markenaufbau auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dies sind die wichtigsten Aspekte, die ihr jetzt beachten solltet.

Vision und Mission

Eine starke Marke beginnt mit einer Mission (einem Wirkungsversprechen) und einer Vision (einem Bild der Zielerreichung). Mission und Vision sollten zeitlos sein und sowohl euch – als auch Investoren, Talente, Kunden und Partner inspirieren. Die Elemente Mission und Vision sollten sich auch in eurem Branding (Markename, Logo, etc.) widerspiegeln. Ein gutes Beispiel ist Recup, Deutschlands größtes Mehrwegsystem für die Gastronomie. Recup hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Abfallmenge in Deutschland zu reduzieren, indem Sie wiederverwendbare Pfandbecher und Schüsseln für Takeaway-Food herstellen. Mit dieser Mission wird die Zielgruppe zu Aktivisten, die dabei helfen, die Mission zu erfüllen.

Markenname und Markenschutz

Euer Markenname sollte einzigartig, leicht zu merken und auszusprechen sein, und euch in eurer Mission stärken. Außerdem ist es wichtig, zu prüfen, ob eure gewünschte Domain noch verfügbar ist und ob es bereits Markenrechte für den Markennamen gibt. Dann geht es daran, die Marke zu schützen: Dazu gehört, dass ihr die Marke und die Domain registriert und die Social-Media-Konten einrichtet. Zusätzlich sollte euer Markenname durch das Patent- und Markenamt (DPMA) eingetragen werden.

Tipp: Vergesst nicht, einen Google Alert für euren Markennamen einzurichten, damit ihr verfolgen könnt, was online über eure Marke gesagt wird.

Zielsetzung und Strategieentwicklung

Fragt euch Folgendes:

  • Was wollt ihr mit eurem Unternehmen und demnach mit eurer Brand erreichen?
  • Was sind die wichtigsten Botschaften, die vermittelt werden sollen?
  • Erlaubt euch zu träumen und größer zu denken – wo wollt ihr in 10 oder 20 Jahren mit eurer Marke stehen?
  • Mit welcher Vorgehensweise könnt ihr dieses Ziel erreichen?

Design als Teil der Strategie

Was sagt das über mich, wenn ich dieses Produkt kaufe?

Genau dieser Punkt ist ein wichtiger Grund, warum Menschen Dinge kaufen. Gutes Design ist dabei ein strategischer Vorteil für euer Startup, um dieses Zugehörigkeitsgefühl zu schaffen.

Zielgruppe

Fragt euch:

  • Wer ist euer Zielpublikum und was ist ihnen wichtig?
  • Wollt ihr nur Kunden oder auch Investoren begeistern?
  • Welche Bedürfnisse und Erwartungen haben diese?

Aufbau eurer Community

Content Marketing eignet sich super zum Aufbau eurer Community. Beantwortet die Fragen eurer Zielgruppe und schafft durch Unterhaltung oder neue Infos Mehrwert – sei es über YouTube, einen Blog, soziale Medien oder einen Podcast. Veranstaltungen sind eine weitere Möglichkeit, eure Community aufzubauen. Von Webinaren, über Meetups und Workshops – bis hin zu Konferenzen und Messen. Dabei geht es darum, einen Raum zu schaffen, in dem eure Zielgruppe mit euch und untereinander interagieren kann und Feedback zu eurem Produkt oder der Dienstleistung geben können.

Tipp: Auch kleine Veranstaltungen und Auftritte (z.B. Podcasts) sind wertvoll, wenn eure Zielgruppe anwesend ist.

Kundenfeedback einholen

Kundenfeedback ist Gold für euer Startup. Feedback kann durch Umfragen, Interviews, Fokusgruppen oder auch lockere Gespräche mit Kund:innen oder Interessent:innen gesammelt werden. Ein gutes Beispiel zur Nutzung von Kundenfeedback ist die Marke kernique, die für leckere und gesunde Nuss-Snacks steht. Mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne hat kernique den ersten Bedarf ausgemacht und fährt danach genauso bedarfsorientiert fort: Auf der Website wird schon vor offiziellem Shop-Launch danach gefragt, welches die Lieblingszusammenstellung der Seitenbesucher ist. Die Besucher können direkt ihre Wunsch-Vorbestellung tätigen. So bindet kernique vorzeitig Kunden, macht Umsatz, und kann zukünftige Warenbestände besser planen.

Ehrlichkeit

Es kann auch mal schieflaufen: GotBag stellt Taschen aus recycelten Materialien her. Die Firma warb mit dem Slogan: „World’s first backpack made of 100 % Ocean Plastic“. Das wies sich als falsch heraus und der Rucksack besteht tatsächlich nur aus 59 % Meeresplastik. (Wobei ja schon 59 % eine tolle Sache sind). Die Firma GotBag hat dennoch einen deutlich umweltfreundlicheren Ansatz als die meisten Konkurrenten, mussten jetzt aber ganz schön einstecken.

Fazit

Wenn ihr euch auf eure Mission und Vision konzentriert, eine klare Strategie entwickelt, eure Community aufbaut und immer fleißig Feedback einholt, so seid ihr für die meisten Krisen gewappnet.

Über die Autorin


Saskia Rank ist Gründerin und Markenstrategin bei Zündholz – einer Agentur für Markenaufbau. Ihr habt Fragen zu eurer Markenstrategie? Zündholz steht euch gerne Rede und Antwort. Ihre Expertise liegt im Bereich Markenaufbau für Consumer Goods Startups.

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#Gastbeitrag – Von der Selbstständigkeit zum Unternehmertum

Zu Beginn stellt sich zuallererst die Frage, ob es überhaupt einen Unterschied zwischen einem / einer Selbstständigen und einem / einer Unternehmer:in gibt. Während es rein rechtlich keinen Unterschied gibt, fasst man die zwei Begrifflichkeiten sprachlich anders auf. Als eine:n Unternehmer:in nimmt man eine Person wahr, die ein Unternehmen mit Angestellten leitet, während ein:e Selbständige:r in der Regel eher ein:e Einzelunternehmer:in ist, der oder die als Dienstleister:in seine Zeit verkauft. Für ein höheres Einkommen muss der bzw. die Selbstständige mehr oder länger arbeiten. Das Einkommen ist also stets vom Einsatz der eigenen Zeit abhängig.

Wer sein Business nach vorn bringen möchte, der sollte unbedingt in die eigene Selbstständigkeit investieren – quasi den Schritt von der Selbstständigkeit in das Unternehmertum wagen. Der Schritt von der Freiberuflichkeit oder der Selbstständigkeit in ein wachsendes Unternehmen ist jedoch nicht leicht und macht vielen Angst. Wann ist der richtige Zeitpunkt, in Mitarbeiter:innen und Tools zu investieren, und was bedarf es noch, um aus seiner kleinen Freelancertätigkeit ein skalierbares Unternehmen zu entwickeln?

Diese Frage höre ich als Gründerin von she-preneur, einer 20.000 Mitglieder umfassenden Business Community für selbstständige Frauen und Gründerinnen, sehr oft. Dazu möchte ich gern meine Expertise teilen. Dies sind nun also meine Tipps, wie man den Schritt von der Selbstständigkeit in das Unternehmertum am besten schafft.

Ausweg: Angestellte! 

Um gerade zu Beginn Geld zu sparen, wollen die meisten alles selbst machen. Und genau da liegt der erste Fehler. Wer stets alles selber machen möchte, kommt irgendwann an einen gewissen Punkt, an dem die Arbeitsergebnisse und die damit verbundenen Möglichkeiten stagnieren. Wer in Hilfe investiert, hat Platz für mehr Aufträge und kann langsam professioneller werden und vor allem wachsen.

Viele Kund:innen zu haben, birgt den Vorteil, nicht mehr so sehr von einzelnen Kund:innen abhängig zu sein. Bricht ein Kunde bzw. eine Kundin weg, kann der finanzielle Verlust durch die Akquise eines neuen Kunden oder einer neuen Kundin schnell wieder ausgeglichen werden. Doch ein großer Kundenstamm kann nur bedient werden, wenn die Arbeit abgegeben bzw. geteilt werden kann.

Angestellte sind die Lösung. Aber auch hier gibt es Hürden. Es kommen nicht nur mehr Verpflichtungen auf einen zu, sondern auch höhere Kosten – zunächst. Genau diesen Schritt gilt es nun zu überwinden.

Rücklagen sind das A und O

Um höheren finanziellen Verpflichtungen für Mitarbeiter:innen gerade am Anfang schnell und unkompliziert gerecht werden zu können, sind Rücklagen äußerst wichtig. Gerade, wenn die Einnahmen anfänglich noch zu wünschen übrig lassen. Und diese Kosten werden kommen – ganz egal, ob man sich teure oder günstigere Mitarbeiter:innen zu Hilfe holt.

Beides hat seine Vor- und Nachteile: Beschäftigst du etwa studentische Aushilfen, zahlst du zwar weniger Gehalt. Du hast aber auch eine längere Einarbeitungszeit und es dauert möglicherweise etwas länger, ehe Ergebnisse erzielt werden. Denn diese Mitarbeiter:innen haben mitunter noch nicht so viel Erfahrung gesammelt.

Mitarbeiter:innen mit langjähriger Erfahrung und einer hohen Expertise liefern sicher schnell Ergebnisse, sie benötigen auch weniger Einarbeitungszeit, sie kosten aber auch viel mehr.

Eine Lösung – insbesondere am anfang – könnte in der Beschäftigung auf freiberuflicher Basis liegen. Dies schafft zunächst mehr Freiheit und man kann sich schneller lösen, sollte es doch nicht passen.

Wie auch immer deine Lösung aussieht, du musst zunächst Rücklagen bilden, um die Kosten für deine Unterstützung aufbringen zu können. Denn erst mit deiner dadurch gewonnenen Zeit kannst du neue Kund:innen akquirieren!

Investiere in Tools

Tools für Selbstständige gibt es viele. Sie erleichtern nicht nur das Management rund um die Kund:innen, sie bieten auch clevere Lösungen für die eigenen Finanzen und die Buchhaltung. Das ist wichtig, denn wer mit seinem Unternehmen wachsen möchte, der sieht sich auch über kurz oder lang mit neuen Tätigkeiten konfrontiert. Wer als Freelancer:in vielleicht maximal Rechnungen schreibt und seine Umsatzsteuervoranmeldung macht, der hat als Unternehmer:in evtl. mit der Bilanzierung, ausgeprägterer Buchhaltung und durchaus professioneller werdenden Kundenabläufen wie CRM oder Bezahlsystemen zu tun. Tools können nun also die Arbeit zum einen vereinfachen und automatisieren und zum anderen auf ein höheres Professionalitätsniveau heben. Du spielst fortan mit deinem Unternehmen in einer neuen Liga und tritts auch mit anderen großen Unternehmen in unmittelbare Konkurrenz. Um dem gewappnet zu sein, ist eine Investition in professionelle Tools unabdingbar.

Der richtige Zeitpunkt macht sich stets bemerkbar

Nun fragst du dich sicher, wann denn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, diesen Schritt zu gehen. Es gibt drei Anzeichen, auf die du unbedingt hören solltest:

  1. Vermehrt Kundenanfragen erreichen dich 

Wenn du merkst, dass du mehr und mehr Anfragen erhältst und diese im Laufe von einem halben  Jahr auch nicht abnehmen, dann ist dies ein Anzeichen, dass die Marktverhältnisse gut sind und der Aufbau eines skalierbaren Unternehmens denkbar wäre.

  1. Kunden zahlen höheren Stundenlohn / höheren Retainer

Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Bereitschaft, für deine Leistung auch gutes Geld zu bezahlen. Dies spiegelt dir nämlich die aktuellen Marktpreise wider. Du siehst daran auch ganz klar den Bedarf deiner potenziellen Kundschaft. Nur wer den Bedarf hat, ist auch bereit, viel Geld für eine Leistung zu bezahlen. Wenn es der Fall ist, dass du bereits gut verdienst, lohnt sich die Investition in dein Unternehmen umso mehr. Denn wer schnell skaliert, erzielt langfristig höhere Gewinne. Viele Freelancer und Selbstständige sind an der Schwelle. Sie verdienen bereits gut und zahlen daher auch bei der Steuer, der Krankenkasse und diversen Versicherungen bereits Höchstsätze. Häufig bleibt selbst bei monatlichen Einnahmen von mehreren tausend Euro nicht viel übrig. In Mitarbeiter:innen und Tools zu investieren, um weiter zu wachsen, bringt noch höhere Gewinne, die sich dann auch sparen und anlegen lassen.

  1. Du hast genug Rücklagen gebildet

Wie ich bereits vorab erklärt habe, sind Rücklagen sehr wichtig. Beginne mit der Professionalisierung deines Unternehmens nicht, bevor du nicht Rücklagen gebildet hast. Es geht hier nicht nur darum, von diesen Rücklagen zunächst das Personal und die Tools zu bezahlen. Auch das Finanzamt steht schnell vor der Tür, wenn sie sehen, dass sich deine Umsätze erhöhen. Schnell kann es zu höheren Vorauszahlungen für die einkommens- oder Gewerbesteuer kommen, schnell kann es aber auch eine nachträgliche Erhöhung er Vorauszahlungen kommen. Rücklagen sind also die absolute Basis einer wachsenden Unternehmung.

Je mehr Arbeit an Mitarbeiter und Angestellte abgeben werden kann, und je mehr Tools das tägliche To-do vereinfachen und die Arbeit effektiver gestalten, desto mehr Zeit bleibt für die Akquise neuer Kunden, den Ausbau der Produktpalette und dem dadurch bedingten Wachsen des Unternehmens.

Über die Autorin


Tanja Lenke gibt mit she-preneur Frauen, die mit ihrem Business weiter wachsen wollen, die Möglichkeit, sich miteinander zu vernetzen und zu supporten. Mit ihrer Expertise hilft sie den Frauen, größer zu denken, ihr eigenes Business digital aufzubauen bzw. weiterzuentwickeln und ihre Visionen umzusetzen – ein Business, das einen erfüllt, Sinn stiftet und steigende Umsätze verzeichnet. Im Jahr 2016 hat Tanja Lenke ihre Community gegründet. Aktuell hat she-preneur bereits mehr als 20.000 Mitglieder.

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#Gastbeitrag – Wie nachhaltige Lösungen im automobilen Umfeld überzeugen

#Gastbeitrag

Bei der nachhaltigen Transformation der Automobilbranche geht es um mehr als um die Entwicklung alternativer Antriebsarten. Vielmehr gilt es, mit Innovationen die Wertschöpfungskette zu revolutionieren. Startups, die ihren Impact nachvollziehbar darlegen können, trumpfen bei Investor:innen. Ein Gastbeitrag von Marcus Behrendt.

Wie nachhaltige Lösungen im automobilen Umfeld überzeugen

Freitag, 2. September 2022VonTeam

Die Automobilindustrie befindet sich in einer dynamischen Transformationsphase: Die Hersteller stehen vor der Herausforderung, gleichzeitig CO2-Emissionen zurückzufahren, ihre Produkte zu elektrifizieren und ihre unternehmensinternen sowie Kundenprozesse zu digitalisieren. Bei dieser Mammutaufgabe kann die Automobilindustrie von Innovationen aus der Start-up-Szene profitieren. Die Wachstumsaussichten und Erfolgschancen von Start-ups im automobilen Umfeld hängen mehr und mehr davon ab, ob der Mehrwert einer Lösung transparent und nachvollziehbar ist und damit auch auf die Ziele der Industrie einzahlt. 

BMW i Ventures, der Venture-Capital-Fonds der BMW Group für die innovativsten und leistungsstärksten Start-ups im automobilen Umfeld, legt mit der Auflage des zweiten Fonds (2021, Volumen: 300 Mio. US-Dollar) einen verstärkten Fokus auf nachhaltige Lösungen. Bei dem neuen Suchfeld geht es um Ansätze, die Prozesse effizienter gestalten, den Einsatz von Rohstoffen und Energie reduzieren und Materialien wiederverwenden oder recyceln können. Circularity ist hier das neue Stichwort. Dass die Kreislaufwirtschaft bereits Gestalt annimmt, hat das Visionsfahrzeug BMW i Vision Circular eindrucksvoll auf der IAA 2021 demonstriert.

Die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick nehmen

Die Zirkularität und der Anspruch, künftig CO2-frei zu produzieren, stellen den Automobilbau vor neue Herausforderungen: Der Blick des Herstellers richtet sich immer mehr auf die ganze Wertschöpfungskette, denn diese soll zu seinen Zielen beitragen. Das gilt beispielsweise für die Batterieherstellung mit Lithium oder für die stark CO2 emittierende Stahlproduktion. 

Mit der steigenden Nachfrage nach Elektro-Pkw und deren Herzstück, der Batterie, geht ein wachsender Bedarf an Lithium einher. Schon heute ist deutlich, dass die bestehende Lithiumförderung die künftig steigende Nachfrage nicht bedienen kann. Auch aus diesem Grund bewegen sich die Preise für Lithium auf einem Allzeithoch: Im Jahresvergleich sind sie um 450 Prozent gestiegen. In diesem Umfeld kann Mangrove Lithium punkten: Das Start-up aus Kanada hat eine Lösung für eine kostengünstigere, effizientere und zugleich umweltfreundliche Lithiumgewinnung entwickelt. Die Technologie von Mangrove Lithium veredelt neues und recyceltes Lithium-Rohmaterial durch ein proprietäres elektrochemisches Verfahren direkt in batterietaugliche Lithiumverbindungen. Dieses Produkt kann in fast jeder Art von Lithium-Ionen-Batterie eingesetzt werden.

Ein anderes Start-up setzt bei der Stahlproduktion an, die allein für circa acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist. Boston Metal hat mit der Schmelzoxidelektrolyse ein innovatives Verfahren entwickelt, um Stahl in großem Maßstab CO2-neutral und zu wettbewerbsfähigen Kosten herzustellen. Voraussetzung dafür ist, dass der eingesetzte Strom klimaneutral gewonnen wird. Die innovative Technologie von Boston Metal könnte maßgeblich dazu beitragen, die CO2-Emissionen der Stahlindustrie massiv zu senken. 

Während das Silicon Valley jahrelang den Takt vorgegeben hat, gewinnt die Start-up-Szene in Deutschland und Europa zunehmend an Dynamik. BMW i Ventures nimmt die Szene nach überzeugenden innovativen Entwicklungen unter die Lupe. Jüngst haben wir uns beispielsweise an HeyCharge aus München beteiligt, das das Laden von E-Pkw in Tiefgaragen vereinfacht. Auch das Schweizer Unternehmen Bcomp, das naturfaserverstärkte Verbundstoffe als umweltfreundlichen Ersatz für Kohle- und Glasfaser-basierte Materialien herstellt, hat uns für sich gewinnen können.

Wir sind davon überzeugt, dass wir in den kommenden Jahren zunehmend mehr Deals auch in Europa und Deutschland sehen werden. Dabei zeichnet sich ein großer Trend ab: Die Digitalisierung sowie künstliche Intelligenz und Machine Learning werden bei der Entwicklung von Innovationen immer wichtiger. Machine Learning wird zur Schlüsseltechnologie bei der Entwicklung von neuen Substanzen und Materialien und könnte Entwicklungszyklen in Zukunft massiv beschleunigen. Daneben wird der Einsatz von derartigen Softwarelösungen zu weiteren Optimierungen in der Produktentwicklung, der Produktion und auch der Logistik führen. 

Gründer:innen überzeugen mit nachvollziehbaren CO2-Einsparlösungen

Bei der Due Diligence achten wir genau darauf, dass die Prognosen der Start-ups der Realität Stand halten und die Berechnungen zu den CO2-Einsparungen realistisch sind. Im Einzelfall zieht das Team vor einer Investmententscheidung weitere Expert:innen und Fachabteilungen der BMW Group zu Rate, um die Erfolgschancen einer Lösung auf Herz und Nieren zu prüfen. Von dieser geballten technischen Kompetenz profitieren am Ende auch die Gründer:innen, weil sie ein valides Feedback zu ihren Innovationen bekommen. 

Nachhaltige Innovationen für emissionsarme Zukunft 

Für den Start-up-Markt im automobilen Umfeld kristallisieren sich einige Schwerpunkte im Bereich Nachhaltigkeit heraus, die jeweils auf einen sparsamen und effizienteren Verbrauch von Energie zielen. Dabei geht es zunehmend weniger um die Optimierung der ‚klassischen‘ Verfahren, die auf fossilen Brennstoffen beruhen. Stattdessen stehen alternative Energie- und Rohstoffquellen im Fokus. Wir stehen an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter: Innovative Technologie wird es uns in Kürze in immer mehr Bereichen ermöglichen, nachhaltig gewonnene Energie kostengünstiger als mit fossilen Brennstoffen zu produzieren. In der Erde nach Öl und Gas zu bohren, könnte sich schon bald nicht mehr lohnen. Wenn die Wirtschaftlichkeit für nachhaltige Lösungen spricht, wird dies den Wandel beschleunigen. Auch bei der Elektrifizierung von Fahrzeugen hat uns Erfindergeist eines Besseren belehrt. Die Energiedichte und Lebenszeit von Batterien ist mittlerweile automobil-tauglich.In Zukunft heißt das, dass wir täglich der Sonne unseren Energiebedarf abringen müssen und wir nicht mehr aus Jahrmillionen alten Speichern leben dürfen. Weitere Innovationen können uns helfen, den CO2-Gehalt in der Atmosphäre wieder auf das richtige Maß zu drücken. Wir müssen nur wollen.

Über den Autor


Marcus Behrendt ist Managing Director bei BMW i Ventures, dem  Venture-Capital-Fonds der BMW Group. Der Fonds gehört zu den relevantesten Risikokapitalgebern im automobilen Umfeld. Der Fonds legt einen starken Fokus auf nachhaltige Lösungen (vgl. Boston-Metal oder Natural Fiber Welding, Bcomp, Our Next Energy, etc.) und war bereits an den Erfolgsgeschichten von über 60 Unternehmen beteiligt. Das Unternehmen unterhält Büros im Silicon Valley und in München. 

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#Gastbeitrag – Es ist nie die erste Idee: Gründung auf Umwegen

#Gastbeitrag

Wenn ihr eine Idee mit Impact habt, eine Vision, dann bleibt ihr treu. Verbeißt euch aber nicht in der ersten Umsetzungsidee. Bleibt offen, lernt aus dem, was euch begegnet, tauscht euch aus. Macht den Realitätscheck, justiert nach oder – wenn nötig – denkt in eine völlig neue Richtung. Ein Gastbeitrag von Mladen Milicevic.

Es ist nie die erste Idee: Gründung auf Umwegen

Donnerstag, 25. August 2022VonTeam

„Es ist nicht immer gleich die erste Idee, die funktioniert. Wer ein Startup aufbaut, muss anpassungsfähig bleiben und gegebenenfalls umdenken.“ Wenn ich Gründer:innen einen ersten Rat mit auf den Weg soll, dann ist es dieser. Ich selbst ging 2019 zusammen mit meinem Co-Founder Kevin Freise mit Unchained Robotics an den Start. Inzwischen sind wir ein 20-köpfiges Team und bieten eine unabhängige und transparente Plattform für Automatisierungstechnik. Unserer Vision, Industrieautomatisierung zu vereinfachen und zu beschleunigen, blieben wir treu. Unsere erste Idee, wie wir das schaffen können, sah aber ganz anders aus.

Am Anfang war eine Vision

Initialzündung war 2018 mein Aufenthalt in China. In Beijing habe ich Logistikprozesse innerhalb der Fertigungshallen eines deutschchinesischen Joint Ventures optimiert. Mich hat beeindruckt, wie flexibel und einfach sie dort in die Automatisierung einsteigen. In Deutschland ist das ganz anders. Alles muss von A bis Z durchgeplant sein. Der Vorlauf ist länger, die Bedenken sind größer. Zu groß, denn: Robotik ist keine Raketenwissenschaft. In Deutschland wird sie aber immer noch als diese verkauft. Als elitäre Technologie, die nur den großen Konzernen vorbehalten ist. Und als Vernichter von Arbeitsplätzen. Dabei können Roboter vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels wichtige Aufgaben übernehmen oder solche, die für die Mitarbeitenden gesundheitsschädlich sind – wie das Heben schwerer Lasten. Unsere Ausgangsfragen waren also: Wie können wir die Automatisierung in Deutschland vorantreiben? Wie können wir Robotik allen zugänglich machen? Denn eines war klar: Um wettbewerbs- und zukunftsfähig zu bleiben, muss die deutsche Wirtschaft in puncto Automatisierung einen Gang höher schalten.

Die Kunst ist, immer wieder umzudenken, umzuschwenken

Unsere erste Geschäftsidee: Wir steigen in die Entwicklung ein und bringen intelligenten Robotern das Sehen und Denken bei, damit diese deutlich flexibler an die Arbeit gehen können als die starren, vorgeplanten Systeme. Dafür suchten wir Kunden in der Industrie, um unsere Idee zu validieren. Wir sahen aber, dass wir erst greifbare Technik liefern mussten, damit es potentielle Anwender verstehen, denn die Idee war für die meisten doch noch Science Fiction. Wir mussten also umdenken und so klein wie möglich starten. Denn: Wir waren noch Studenten. Wir konnten uns gerade mal einen „Spielzeugroboter“ leisten. Dem haben wir dann beigebracht, Sprachbefehle zu verstehen und Objekte zu erkennen, beispielsweise um sie anzureichen. Damit hatten wir bewiesen, dass die Kombination aus Sprachverarbeitung und Bilderkennung möglich ist. Für uns war das eine Riesenerkenntnis und ein Durchbruch. Der Dämpfer kam dann erst später. Zwar fanden wir viele potentielle Kunden und Interessenten, die die Technologie toll fanden, aber der Weg war noch sehr lang, um ihnen auch ein bezahlbares Produkt anzubieten.

Wir versuchten es also auf einem anderen Weg und schauten uns etliche Fabriken an, ob sich unsere Lösung dort anwenden lässt. Was wir vorfanden, hätten wir so nie erwartet. Von Industrie 4.0 keine Spur, auch wenn viel über die vernetzte Fabrik gesprochen wird. In der Realität werden gerade im breiten Mittelstand – immerhin dem Rückgrat der deutschen Wirtschaft! – selbst monotone und einfachste Arbeiten immer noch von Hand gemacht. Wir erkannten: Die Welt ist noch gar nicht so weit, wie wir dachten. Mit unserem KI-gesteuerten Modell würden wir potentielle Kunden regelrecht überfordern. Diese Erkenntnis hat uns erneut zum Umdenken gebracht. Nun haben wir uns gefragt: Warum gibt es diesen großen Gap?

Die Unternehmen waren auf der Suche nach Klarheit

Bei Gesprächen stellen wir fest, dass sich eigentlich niemand für die Technologie interessiert. Die Kund:innen interessieren sich für den Return of Invest, für das Preis-Leistungsverhältnis. Gerade das ist der Knackpunkt: Für die meisten ist es schwierig, die einzelnen Technologien miteinander zu vergleichen, festzustellen, was es überhaupt auf dem Markt gibt und welche Lösung am besten passt. Der übliche Weg über das Einholen mehrerer Angebote dauert schon mal drei bis sechs Monate und bringt oft auch nicht mehr Klarheit. Die Unternehmen, die eigentlich automatisieren möchten, geraten in eine Zwickmühle und kommen nicht wirklich weiter. Damit war Unchained Robotics, so wie es heute ist, geboren. Wir wollen dem breiten Mittelstand einen leichten Zugang zur Automatisierung bieten.

Die Plattform war geboren

Unsere digitale Plattform dient der einfachen Suche, Auswahl und Integration von Robotern in Fertigungsprozessen. Intuitiv können Unternehmen Standardbausteine auswählen und diese so zusammensetzen, wie es für ihre Anforderung passt. Wie wenn man sich einen Sneaker individuell zusammenstellt.  Inzwischen führen wir mehr als 300 Produkte führender Marken – immer mit transparenten Kosten. Und wenn unsere Kunden möchten, begleiten wir sie auf dem kompletten Weg der Einführung. Insgesamt kommen die Unternehmen so schneller in die Automatisierung.

Fazit


Wenn ihr eine Idee mit Impact habt, eine Vision, dann bleibt ihr treu. Verbeißt euch aber nicht in der ersten Umsetzungsidee. Bleibt offen, lernt aus dem, was euch begegnet, tauscht euch aus. Macht den Realitätscheck, justiert nach oder – wenn nötig – denkt in eine völlig neue Richtung.

Über den Autor


Robotik und Automatisierungstechnik allen zugänglich machen – das ist die Mission von Mladen Milicevic und Unchained Robotics. Der gelernte Wirtschaftsingenieur hat die unabhängige Plattform Unchained Robotics 2019 gemeinsam mit Kevin Freise in Paderborn gegründet. Bei einem deutsch-chinesischen Joint Venture hatte Mladen vor Ort in Beijing gesehen, wie kinderleicht Robotik in der Industrie eingesetzt werden kann. Zurück in Deutschland wusste er, damit Deutschland langfristig wettbewerbsfähig bleibt, braucht auch der hiesige Mittelstand eine große Robotik-Offensive. Unchained Robotics war geboren.

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#Gastbeitrag – 6 Prinzipien der Unternehmensführung, auf die GreenTech-Führungskräfte setzen

Von Organisationsentwicklung über Purpose und Vernetzung – Greentech-Führungskräfte sind Expertinnen und Experten für viele unterschiedliche Aspekte erfolgreicher nachhaltiger Unternehmensführung. Ich habe Greentech-Führungskräfte nach dem Geheimnis und Schlüssel zu ihrem Erfolg befragt und konnte grundlegende Prinzipien finden, die sie vereinen. Sie geben Aufschluss darüber, wie nachhaltige Unternehmensführung gelingen kann – sowohl aus Umwelt- als auch aus wirtschaftlicher Perspektive.

Wert #1: Purpose

Greentech-Unternehmen eint vor allem eines: Das Streben nach dem wahren Purpose. Das berichten auch Matthias Martensen und Karl Villanueva, Gründer von Ostrom. Purpose betrachten sie als das Erfolgsgeheimnis für die Unternehmensführung und den wirtschaftlichen Erfolg. “Unser 20-köpfiges Team wird jeden Tag von dem Ziel angetrieben, mit unserem nachhaltigen Stromtarif aktiv etwas gegen den Klimawandel zu tun und Verbraucherinnen und Verbrauchern zu fairen Strompreisen zu verhelfen”, erörtert der CEO Matthias Martensen. Das Berliner Unternehmen bietet als Energiemanagement-Plattform einen unkomplizierten Wechsel zu Ökostrom für deutsche Haushalte an und gibt den Strom zum Einkaufspreis an die Kundinnen und Kunden weiter. So motiviert Ostrom auch die Kund:innen durch das einsparen von Energie aktiv nachhaltiger zu handeln und das gemeinsame Ziel einer grünen Zukunft zu erreichen. Der Purpose kann somit nicht nur das Team sondern alle Beteiligten stärken und dabei helfen, Mitarbeitende untereinander, sowie mit Kundinnen und Kunden zu verbinden. Das macht den Purpose zu einem wichtigen Aspekt bei der Suche von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Treiber für nachhaltigen Erfolg.

Wert #2: Vernetzung

Der Austausch unter Führungskräften in der Branche ist besonders wichtig, sagt Kommunikationsberaterin Lara Schermer: “Viele der Greentech-Unternehmen, die wir bei PIABO beraten, sind Teil von Zusammenschlüssen und Verbänden wie der Greentech Alliance oder FightBack. Dort tauschen sich Führungskräfte aus, lernen voneinander und machen so das eigene Unternehmen resilienter,” berichtet sie. Ihrer Meinung nach ist diese Vernetzung stärker und tiefer als die in anderen Branchen, da die Unternehmen ein gemeinsames größeres Ziel erreichen möchten – und das funktioniert besser, wenn alle an einem Strang ziehen. “Auch unsere Greentech-Abteilung ist mit vielen Akteuren der Branche vernetzt. So können wir ständig Synergien schaffen und gemeinsam gegen die Klimakrise ankämpfen”, sagt die PR-Beraterin. 

FightBack ist ein gutes Beispiel dafür, wie Vernetzung im Greentech-Bereich zu Erfolg führt. Die gemeinnützige Organisation und internationale Community strebt nach einer nachhaltigen Welt im Gleichgewicht bei höchster Lebensqualität. Die Gründer Felix Staeritz und Tim Thonhauser-Röhrich haben erkannt, dass die Erfüllung dieses Wunsches vom unmittelbaren Handeln unserer Gemeinschaft abhängt. Tim Thonhauser-Röhrich findet, dass Greentech-Unternehmen einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten. “Für einen wahren Wandel benötigen wir einen Zusammenschluss und Austausch der Führungskräfte”, kommentiert er. Plattformen wie FightBack bieten eine Basis, um Wissen, Inspiration und Ideen zu multiplizieren und sich mit Hilfe von Impact-Allianzen gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft einzusetzen. FightBack besteht aus über 300 Top-Entscheiderinnen und Entscheidern, Innovatorinnen und Innovatoren sowie politischen Führungspersonen, die gemeinsam kollaborative Interaktionen über Plattformen, Ökosysteme und Branchen hinweg fördern. 

Wert #3: Community

Auch der Austausch und Zusammenhalt innerhalb eines Unternehmens ist essenziell. Kilian Kaminski, Co-Gründer von refurbed erklärt: “Für die Gründung von refurbed war uns die Gemeinschaft von Anfang an wichtig. Unser Ziel ist es, nicht nur Kolleginnen und Kollegen zu sein, sondern eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich jede und jeder willkommen fühlt. Kurz gesagt: Arbeit und Spaß gehen bei uns Hand in Hand.” 

2017 wurde der Online-Marktplatz für refurbished elektronische Geräte von Kilian Kaminski, Peter Windischhofer und Jürgen Riedl in Wien gegründet und beschäftigt heute bereits mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei setzen die drei Gründer auf das Erfolgsgeheimnis von Community, denn Gemeinschaft ist fest in der Firmenphilosophie verankert. “Trotz Homeoffice-Trend expandieren wir beispielsweise unsere Büroflächen, um unserem wachsenden Team die Möglichkeit zu geben, sich persönlich in kreativ gestalteten Räumen auszutauschen. Für unsere erste refurbed-Workation im Mai dieses Jahres reisten 100 unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Nachtzug für eine Woche nach Italien, um vor Ort gemeinsam zu arbeiten und Erlebnisse zu schaffen, die uns als Team zusammenschweißen,” erklärt Kilian Kaminski. Das Start-up hat diesen Mai mit refurbed Fashion eine weitere Kategorie gelauncht und bietet als Multicategory-Platform nun eine weitere Möglichkeit, den eigenen Konsum nachhaltiger zu gestalten. 

Wert #4: Partnerschaften

Eines der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, den Sustainable Development Goals ist das Schließen von Partnerschaften. Impact-Start-ups wie SPRK.global haben erkannt, dass langfristige Partnerschaften unerlässlich für unternehmerischen Erfolg im Greentech sind. “Alle technologischen Innovationen und Lösungen sind nichts wert ohne langfristige, vertrauensvolle Partnerschaften, bei denen die Partner aneinander glauben und einander gegenseitig in der Praxis unterstützen”, erläutert Alexander Piutti, CEO und Gründer von SPRK.

Die Mission von SPRK ist, Lebensmittelverschwendung in der gesamten Lieferkette zu beseitigen. Neben dem Einsatz einer Technologie basierend auf künstlicher Intelligenz helfen dabei auch langfristige Partnerschaften. “Allianzen und Entwicklungsgemeinschaften sind zielführender als kurzfristige Kooperationen, ganz im Sinne der Sustainable Development Goals. Das gilt auch für unsere B2B-Handelsplattform zur Umverteilung und Verarbeitung von überschüssigen Lebensmitteln”, führt Alexander Piutti aus. Als Gründer ist er davon überzeugt, dass wir nur gemeinsam – in einem Zusammenspiel aus Technologie und Partnerschaft – Klimaziele erreichen und den größtmöglichen Impact für den Klimaschutz erreichen können.

Wert #5: Nachhaltige Unternehmensführung

Nachhaltige Unternehmensführung ist unternehmerische Tätigkeit, die über ihr Kerngeschäft hinaus innovativ, langfristig und nachhaltig ist. Das heißt, dass bei allen wirtschaftlichen Entscheidungen neben der Schonung natürlicher Ressourcen und klimafreundlichem unternehmerischem Handeln auch der Fortbestand des Unternehmens und eine intakte und inklusive Gesellschaft das Ziel sind. 

Das Unternehmen für Impact-Investment ecoligo macht vor wie es geht. Indem ecoligo Gewerbe- und Industrieunternehmen in den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt mit Solarenergie versorgt, trägt das Unternehmen messbar zur Einsparung von schädlichem CO2 bei und schützt so aktiv das Klima. Die bisher unterzeichneten Projekte sparen bereits über eine Million Tonnen CO2 ein. Doch nicht nur ecoligos Kerngeschäft ist nachhaltig: “Menschen bilden die Basis jedes unternehmerischen Handelns. Deswegen sind Teamspirit, Diversität und Gleichberechtigung enorm wichtige Werte für eine nachhaltige Führung. Ob durch flexible Arbeitsmodelle oder konkrete Unterstützung bei der persönlichen Weiterentwicklung – die Bedürfnisse der Mitarbeitenden ernst zu nehmen und auf sie einzugehen, ist bei uns das Fundament, auf dem unsere Arbeit aufbaut”, erklärt Claudia Rothe, Senior Project Manager Fundraising beim Solar-as-a-Service-Anbieter ecoligo. 

Wert #6: Ownership

Immer mehr Mitarbeitende fordern Verantwortung und Teilhabe in ihrer Arbeit und zeigen dafür Einsatz auch abseits regulärer Aufgabenbereiche. “Ownership ist für uns der Schlüssel zu einem motivierten Team,” erklärt Gowrynath Sivaganeshamoorthy, CEO und CO-Gründer von elvah. Das Start-up versteht als Ladeinfrastrukturanbieter die Anforderungen von E-Mobilität und die Bedürfnisse von E-Autofahrerinnen und E-Autofahrern und hat es sich zum Ziel gemacht, Elektromobilität endlich massentauglich zu machen. “Als wir elvah gegründet haben, haben wir unser ganzes Team an einen Tisch geholt, um gemeinsam die Herausforderung festzulegen, die wir lösen wollen. Uns war wichtig, dass alle Teammitglieder an Bord sind und zu 100 Prozent hinter dem stehen, was wir tun”, führt der CEO aus. Bei der Arbeit legt das Unternehmen deshalb einen Fokus auf Ownership.

Über den Autor


Julian von Blücher ist CEO und Gründer der Personalberatung Talent Tree. Als studierter Wirtschaftsingenieur ist er ein erfolgreicher Quereinsteiger, der mittlerweile über mehr als acht Jahre Recruiting-Erfahrung verfügt. Mit Talent Tree unterstützt der ausgezeichnete Netzwerker bevorzugt Scale-ups und Tech-Pioniere dabei, die richtigen Persönlichkeiten zu finden, um ihren Purpose und ihre Unternehmensziele zu erreichen. Seine Diplomarbeit schrieb Julian über den CO2-Handel und er war Teil des Gründungsteams des Ecosummit, einer Netzwerkveranstaltungsreihe für Climatetech-Start-ups. Julian verbindet sein Faible für grüne Themen auch mit Abenteuerlust: Er nahm im Rahmen einer Expedition zum Nordpol bereits Eisdickenmessungen vor. Eine starke Hands-on-Mentalität und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft treiben ihn an.

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