Wer Thunderbird nutzt, der schätzt sicherlich die enorme Flexibilität und die unzähligen Stellschrauben des Open-Source-Mailclients. Doch genau diese Stärke ist oft auch eine Schwäche: Die Einstellungsmenüs sind über die Jahre mächtig überladen und stellenweise ziemlich unübersichtlich geworden. Das Entwicklerteam hat sich deshalb in ausführlichen Gesprächen mit Nutzern zusammengesetzt, um Feedback für eine Generalüberholung der Desktop-Einstellungen zu sammeln. Das Ziel ist dabei auch eine Brücke zur mobilen App, damit sich die Konfiguration auf beiden Plattformen wie aus einem Guss anfühlt.
Die Rückmeldungen der Community zeigen ein klares Bild. Die meisten Nutzer richten sich ihr Thunderbird-Setup einmalig intensiv ein und nehmen danach nur noch feine Justierungen vor. Allerdings empfinden viele die Menüs als überladen und durchsetzt mit technischem Fachchinesisch, was vor allem beim Ausprobieren neuer Optionen für Verunsicherung sorgt. Zudem zeigt sich, dass viele Anwender ihren Posteingang quasi als To-Do-Liste nutzen und sich daher flüssigere Workflows wünschen. Wenn es in den verschachtelten Menüs mal hakt, ist für die meisten die integrierte Suche der Retter in der Not.
Aus diesen Erkenntnissen haben die Entwickler nun konkrete Pläne für die kommenden Updates geschmiedet. Ganz oben auf der Liste steht das Entmisten der Fachbegriffe. Unverständliches Kauderwelsch soll durch klare, verständliche Sprache ersetzt werden, damit man sofort rafft, was ein Haken bewirkt. Zudem wird die Informationsarchitektur aufgeräumt und Einstellungen logischer nach Aufgaben gruppiert. Auch beim Thema Datenschutz und Sicherheit will man weg von bloßen Checklisten und stattdessen direkt im Menü erklären, was die Optionen für die Privatsphäre bedeuten.
Das Ganze soll am Ende in einer moderneren Benutzeroberfläche landen, die auch in Sachen Barrierefreiheit zulegt. Aktuell arbeitet das Team bereits daran, den genauen Umfang der Änderungen festzulegen und die neue Struktur der Menüs zu entwerfen. Wann genau die frischen Einstellungen in den stabilen Versionen landen, steht noch aus.
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