#Gastbeitrag – Drei gute Gründe für die Zeiterfassung in Startups

Zeiterfassung ist und bleibt ein heiß diskutiertes Thema, vor allem jetzt, da in Deutschland beschlossen wurde, dass es eine Pflicht zur Erfassung der Arbeitszeiten geben wird. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) kürzlich mit Berufung auf das EuGH-Urteil von 2019 klargestellt. Ursprünglich hat der Europäische Gerichtshof Mitgliedsstaaten schon vor drei Jahren in die Pflicht genommen, ein System zur Zeiterfassung einzuführen. Infolge des Beschlusses vom BAG müssen Unternehmen nun Maßnahmen ergreifen, denn viele der ca. 45 Millionen Beschäftigten in Deutschland arbeiten in einem Vertrauensarbeitszeitmodell, können also selbstständig über ihre Zeit verfügen. Vor allem in Startups und Scaleups, in denen immerhin rund 415.000 Menschen hierzulande beschäftigt sind (Tendenz steigend), hat sich diese Vertrauensarbeitszeit bewährt. Dem steht nun jedoch das Konzept der Arbeitszeiterfassung entgegen.

Grundsätzlich gehen die Meinungen in puncto Zeiterfassung auseinander. Einige sprechen sich stark dafür aus, andere erachten sie als absoluten Blödsinn. Häufigster Grund für Skepsis und eine negative Einstellung ist die Befürchtung, Zeiterfassung diene lediglich als Mittel zur Kontrolle, ganz nach dem Motto: Big Boss is watching you. Diese Bedenken sind prinzipiell nachvollziehbar, denn Kontrolle widerspricht dem New Work Gedanken und keiner wird gerne ausspioniert. Hinzu kommt, dass einige die Erfassung ihrer Arbeitszeit als lästigen Zeitfresser sehen und sich keine zusätzliche Arbeit machen wollen, jede einzelne Tätigkeit mühsam einzutragen.

Der eigentliche Sinn der Zeiterfassung liegt allerdings woanders. Wenn man genauer hinsieht, gibt es einige gute Argumente, die vor allem in Startups für eine Zeiterfassung sprechen und zeigen, dass die Thematik nicht von vornherein verteufelt werden sollte:

Zufriedene Kund:innen durch exakte Projektdauer

Vor allem in jungen Unternehmen fehlt zu Beginn ein detaillierter Einblick, wie lange Aufgaben und Projekte wirklich dauern. Wenn jedoch das gesamte Team Zeiten projekt- und aufgabenbezogen erfasst, gewinnt man schnell ein Gefühl für den tatsächlich benötigten zeitlichen Aufwand einzelner Aufgaben. Viele Zeiterfassungs-Tools bieten dann die Möglichkeit, diese projektbezogen auszuwerten, sodass die Gesamtprojektdauer genau nachvollziehbar ist. Über die Zeit sammeln Startups so Erfahrungswerte für verschiedene Projektarten.

Auf lange Sicht ist es dadurch möglich, besser auf Kund:innenanfragen zu reagieren, indem man realistische Angebote macht. Zusätzlicher Benefit: Die Kund:innen sind zufriedener, weil die geschätzte Projektdauer nicht enorm überschritten wird.

Ebenfalls lassen sich durch die Erfassung und anschließende Auswertung der Zeiten (Projekt-) Verzögerungen eher vermeiden, da die Kapazitätsplanung dahingehend angepasst werden kann. Da in Startups Kapazitäten in aller Regel knapp sind, ist es hier besonders wichtig, Zeiten und damit den Arbeitsaufwand möglichst genau einschätzen zu können, denn am Ende des Tages gilt: Zeit ist Geld. Je eher man also belastbare Informationen sammelt, desto zuverlässiger wird die Planung, was schlussendlich auch der Kundenbeziehung zugutekommt.

Zeitfresser identifizieren und besser priorisieren

Zeiterfassung ist nicht mit der bloßen Erfassung der Arbeitszeit gleichzusetzen. Vor allem für Startups ist es sinnvoll, hier noch mehr ins Detail zu gehen und z.B. auf Tätigkeitsebene zu erfassen. Häufig ist den Teammitgliedern gar nicht bewusst, wie viele Nebentätigkeiten sie von der wirklich produktiven (Projekt-)Arbeit abhalten.

Wenn Startups statt der bloßen Anwesenheit alle Zeiten tätigkeitsbezogen tracken und auswerten, wird deutlich, wie viel Zeit tatsächlich in Calls, Meetings oder mit der Bearbeitung von Mails verbracht wird. Dadurch werden vor allem interne Optimierungspotenziale sichtbar: Zeitfresser lassen sich besser entlarven. In der Folge können die gesamten Arbeitsabläufe effizienter organisiert werden, sodass schlussendlich mehr Zeit für wirklich relevante Aufgaben und Tätigkeiten bleibt. Die aufgabenbezogene Arbeitszeiterfassung bedarf zwar einer gewissen Disziplin, aber diese lohnt sich: Insgesamt trägt sie zu einer Produktivitätssteigerung bei, wenn sie zur Selbstkontrolle und -optimierung genutzt wird.

Zudem stellt die Zeiterfassung ein sehr gutes Hilfsmittel dar, um einerseits die eigenen Aufgaben besser zu priorisieren und andererseits diese Priorisierung selbstständig zu überwachen. Nimmt man sich beispielsweise vor, 50 Prozent der eigenen Arbeitszeit mit dem neuen Projekt zu verbringen, erhält man über die erfasste Zeit eine unmittelbare Rückmeldung, ob diese Priorisierung erfolgreich war.

Transparenz und selbstbestimmtes Arbeiten – auch im Homeoffice

Auch in Startups werden Arbeitszeitverträge typischerweise auf Stundenbasis abgeschlossen. Allerdings gilt die Regel ´Zeit gegen Geld´ hier nur bedingt. Anstatt Arbeit zeitbezogen zu betrachten, arbeiten Startups eher output-orientiert. Das bedeutet, die Ergebnisse zählen und die Arbeitszeit steht im Hintergrund. Solange Projekte rechtzeitig und zufriedenstellend erledigt werden, kommt es nicht darauf an, ob man eine Woche mal 30, 38 oder 46 Stunden gearbeitet hat.

Trotzdem gilt es auch hier, zumindest einen Überblick über die Arbeitszeiten zu behalten und zu prüfen, ob diese mit der Kapazitätsplanung übereinstimmen. Oft wird gerade in jungen Unternehmen (freiwillig) mehr gearbeitet. Deshalb ist es schwer einzuschätzen, wie ausgelastet das Team wirklich ist und wer aktuell an welchen Projekten arbeitet. Dafür ist wiederum eine Zeiterfassung hilfreich. Durch die Erfassung und Auswertung auf Projektbasis ist es zum einen möglich, Arbeitszeiten vernünftig zu managen und zum anderen, besser zu entscheiden, ob man noch Kapazitäten für ein neues Projekt hat. Es geht also nicht um Überwachung, sondern vielmehr darum, mehr Transparenz zu schaffen. Dies mündet letztendlich auch in einem höheren Maß an Flexibilität. Wer zum Beispiel vier Tage die Woche länger gearbeitet, viel geschafft und alles transparent getrackt hat, kann im Zweifel an einem Freitag auch mal früher Feierabend machen.

Eine transparente Zeiterfassung geht außerdem mit der Möglichkeit einher, selbstbestimmter zu arbeiten. Gerade im Homeoffice, das sich seit Beginn der Corona Pandemie als Arbeitsmodell nahezu flächendeckend etabliert hat und vor allem in Startups vermehrt angeboten wird, hilft das Erfassen von Arbeitszeiten gezielt dabei, selbstbestimmtes Arbeiten der Mitarbeitenden zu fördern. Anstelle eines weisungsgebundenen Alltags tritt dann die Möglichkeit zur freien Zeiteinteilung.

Über den Autor


Tobias Hagenau (Co-Gründer und CEO von awork) ist Experte für Teamorganisation, Freude bei der Arbeit und New Work. Das Workmanagement-Tool awork hilft bereits 2.000 Teams, besser und glücklicher zusammenzuarbeiten.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#Gastbeitrag – Welche Fragen sollten Gründer:innen an ihr Entwicklungsteam stellen?

Eine digitale Geschäftsidee, die das Potential hat, ein Game-Changer zu werden, entsteht entweder durch einen kreativen “Geistesblitz” – oder durch fundiertes Wissen über eine spezifische Branche.

Aber wie kann die Idee digital passgenau mit einem konsequenten Fokus auf die optimale Customer Journey umgesetzt werden?

Sind die Gründer*innen selbst auch IT-Expert*innen, dürfte es kaum Hindernisse auf dem Weg dorthin geben. Ist das nicht der Fall, müssen sie sich auf das IT-Team verlassen.

In der Praxis zeigt sich immer wieder: Bedingt durch die Komplexität der IT-Materie und Prozesse, können bei der Entwicklung Missverständnisse aufkommen und relevante Feinheiten im “Übersetzungsprozess” zwischen Gründer*innen und ihren CTOs verloren gehen.

Denn beide haben meist unterschiedliche Agenden: Die CTOs wollen den perfekten, leanen Code; die CEOs haben vor allem ein tragfähiges Business-Modell im Blick.

Dies führt sicherlich zu einem spannenden Business-Case, nicht aber zwangsläufig zu einer skalierbaren IT-Architektur. Bei solch einem Mismatch werden Mängel in der Betriebsphase meist immer offensichtlicher und kostspielige Anpassungsmaßnahmen notwendig. Zusätzliche Koordinierungsschleifen, die berüchtigte Kehrtwende und Verzögerungen sind die Folge.

Eine agile, flexible und anpassungsfähige IT-Architektur ist aufwändig zu programmieren – aber nicht unerreichbar.

Hier sind basierend auf meiner subjektiven Erfahrung fünf Schlüsselfragen und Prinzipien, die die Zusammenarbeit von CEOs und ihrem IT-Team kanalisieren.

Gibt es genug Vertrauen in das IT-Team?

Die erste Frage sollten sich Gründer*innen selbst stellen: Vertraue ich dem Team, dass sie die richtige Umsetzung finden? CTOs wissen oft sehr genau, wie das Projekt anzugehen ist und wie die komplexen Prozess-Herausforderungen bewältigt werden können.

Vermeiden sollte man während des laufenden Projekts Mikromanagement und zu häufige Turnarounds. Ebenfalls ein Faktor: Unrealistische Unternehmensziele. Das Team sollte in einem agilen Umfeld über die notwendige flexible Entscheidungsgeschwindigkeit verfügen.

Ist die Plattform wirklich kundenorientiert?

Die Nutzererfahrung muss bei allen Entwicklungsbemühungen im Vordergrund stehen. Ist die Plattform also kundenfreundlich? Man kann gar nicht kundenfreundlich genug sein. Und wenn man glaubt, man sei es bereits, sollte man noch einen Schritt weitergehen.

Wenn Kund*innen die Plattform nicht gleich verstehen, leidet die Nutzung. Die wichtige Frage: Gehen wir wirklich konsequent von der Customer Journey und von den Bedürfnissen der jeweiligen Kund*innen aus?

Man sollte das Team stets fragen, ob ein 18-jähriger Tiktok-Native die Plattform genauso leicht versteht wie ältere Generationen. Es schadet auch fast nie, im Vorfeld die angepeilte Zielgruppe zu befragen.

Ist der Code einfach und lean?

Einfachheit muss das Prinzip des Codes sein. Man sollte vermeiden, den Code unnötig komplex zu gestalten. Wurde z.B. das KISS-Prinzip angewandt? KISS ermutigt Entwickler*innen, den Code so einfach wie möglich zu schreiben.

Auch das DRY-Konzept (‘Don’t Repeat Yourself’) ist brauchbar; dies ist ein beliebter Softwareentwicklungsansatz der darauf abzielt, die Wiederholung von Programm-Modellen durch Abstraktionen oder die Vermeidung von Redundanzen durch Datenstandardisierung zu verhindern.

Die Verringerung der Komplexität sollte überhaupt im Team eine wichtige Rolle spielen: Ist der Code für alle von C- bis Junior-Level leicht zu verstehen? Der Code sollte also so einfach und elegant wie die Designlinie einer großen Verbrauchermarke sein: immer einfach gestaltet, aber elegant und intuitiv zu bedienen.

Outsourcing nach der Methode von Wardley

Soll die Plattform schnell umgesetzt werden, sehen viele die Zusammenarbeit mit einer Outsourcing-Agentur als erste Option an, vor allem, wenn man sich noch in einer frühen Phase befindet.

Ich glaube, dass es besser ist, einen Interim-CTO bzw Vice President zu haben, der sich um die Einstellung der Expert*innen kümmert. Sie sollten keine Entwickler*innen ohne ein reguläres, internes Vorstellungsgespräch einstellen, da Dienstleister in der Regel versuchen, neuen Kunden die jeweils verfügbaren freien Entwickler*innen zuzuweisen.

Um ehrlich zu sein: Es ist selten, dass gute Leute auf ein Projekt warten. Aber Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.


Erst wenn man selbst weiß, welche Projekte den größten geschäftlichen Nutzen für einen selbst bringen und die größte Wirkung absehbar ist, sollte man bereit sein, auszulagern.

Ich empfehle hier das sogenannte Mapping-Prinzip von Wardley zu befolgen, ein Open-Source-Tool, das einem hilft, den Bereich, indem man tätig ist, auch wirklich zu verstehen und fundierte und intelligente strategische Entscheidungen darüber zu treffen, was man tun muss, um künftig erfolgreich zu sein.

Zeigen wir genug Wertschätzung?

Eine offene Kommunikation ist für jede Beziehung entscheidend, auch am Arbeitsplatz. Auch wenn es ein No-Brainer ist: Man muss sie fördern und eine regelmäßige, wertschätzende Feedbackkultur etablieren.

Unternehmen werden zudem immer diverser. 15-40 Nationalitäten in einem IT-Team sind kein Sonderfall mehr, sondern gelebte Vielfalt.

Ist sich das Team dieser bereichernden Unterschiede bewusst? Es kann zum Beispiel nicht schaden, zu wissen, welches Teammitglied welche speziellen Feiertage feiert, um dann zu gratulieren.

Last but not least: Gibt es eine Unternehmenskultur, in dem nicht nur alle eingespielt sind und Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen z.B. ein Sabbatjahr oder Elternzeit nehmen oder kündigen können, ohne dass dies den Frustrationsgrad des Teams erhöht und den Arbeitsfluss behindert?

Auch die Kosten des Wissensverlusts sollten vermieden und eine Kultur etabliert werden, die die Mitarbeiter zum Austausch von Wissen und Prozessdokumentation ermutigt.

Mit den fünf genannten Schritten kommt man der perfekten Plattform ein Stück näher. Wichtig ist, die richtigen Fragen zu stellen und optimale Bedingungen zu schaffen.

Über den Autor


Alex Di Mango ist Head of Engineering bei @limehome, einem schnell wachsenden HospitalityTech aus München. Er hat einen Master-Abschluss in Computer Engineering von der Università di Bologna und arbeitet seit vielen Jahren in der IT-Branche.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#Gastbeitrag – So lassen sich Fehler bei der Beantragung des Gründungszuschusses vermeiden

Den Gründungszuschuss können Empfänger:innen des Arbeitslosengeldes 1 beantragen, wenn sie sich selbstständig machen wollen. Die Bewilligung liegt im Ermessen der Agentur für Arbeit, demnach entscheidet der Sachbearbeiter, ob die Fördermittel gewährt werden. Die Entscheidung hat oftmals massive Auswirkungen auf die Gründer:innen, daher ist es sehr wichtig, vor der Beantragung des Gründungszuschusses alle benötigten Informationen einzuholen und sich gut vorzubereiten. Die Gründer:innen werden mit dem Existenzgründerzuschuss 15 Monate lang gefördert. 

Der Gründungszuschuss wird nach der Höhe des Arbeitslosengeldes berechnet. Der Anspruch richtet sich nach dem Bruttoeinkommen des letzten Jahres, der Lohnsteuerklasse und ob Kinder zum Haushalt gehören. Es gibt allerdings eine Beitragsbemessungsgrundlage von 7.000 Euro. Der Gründungszuschuss beträgt damit maximal 20.000 Euro. Bei den meisten Gründer:innen liegt er zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Bei der Beantragung sollten demnach unbedingt Fehler vermieden werden. 

Voraussetzungen für den Gründungszuschuss erfüllen

Vor der Beantragung des Gründungszuschusses sollte überprüft werden, ob die Voraussetzungen erfüllt sind. Zur Beantragung des Gründungszuschusses, müssen die zukünftigen Gründer:innen beim Jobcenter oder der Agentur für Arbeit gemeldet sein und diesem zur Verfügung stehen. Zudem müssen die Existenzgründer:innen mindestens einen Tag arbeitslos gemeldet sein.

Es muss noch ein Restanspruch von mindestens 150 Tagen auf das Arbeitslosengeld bestehen. Der Tag des Restanspruchs wird von dem Tag berechnet, an dem die hauptberufliche Selbstständigkeit angemeldet wird. Wer keinen Restanspruch in Höhe von mindestens 150 Tagen hat, kann einen Aktivierungs- und Vermittlungsschein beantragen.

Die Beantragung des Gründungszuschusses ist nicht aus einer Erwerbstätigkeit möglich und auch nicht, wenn das Unternehmen schon gegründet ist.

Tag der Antragstellung beachten

Viele Gründer:innen wollen den Gründungszuschuss beantragen, sobald sie arbeitslos sind, haben aber zu diesem Zeitpunkt noch keine Geschäftsidee. Wenn die Geschäftsidee gereift ist, melden sie ihr Unternehmen beim Gewerbeamt an. In diesem Fall ist das Problem, dass die Gründer:innen zwar noch arbeitslos gemeldet, aber bereits selbstständig sind.

Als nächstes gehen sie zur Arbeitsagentur, der Gründungszuschuss kann aber nicht mehr beantragt werden, da das Unternehmen bereits angemeldet wurde. Die Gründer:innen sollten sich immer beraten lassen, bevor sie ihr Vorhaben mit dem Sachbearbeiter besprechen. Die Gewerbeanmeldung sollte frühestens an dem Tag der Antragstellung erfolgen. Es sollte aber noch ausreichend Zeit für die Erstellung des Businessplans bestehen.

Ausreichend Zeit für die Erstellung des Businessplans einplanen

Die Gründer:innen müssen bei der Beantragung des Gründungszuschusses einen Businessplan vorlegen. Der Businessplan ist die Grundlage dafür, ob die Geschäftsidee erfolgsversprechend ist und der Gründungszuschuss gewährt wird. Oftmals erfolgt keine Bewilligung, weil der Businessplan fehlerhaft oder unvollständig ist.

Im Businessplan sollten ausführlich die Geschäftsidee sowie die Kompetenzen der Unternehmer:innen beschrieben werden. Der Businessplan sollte außerdem eine 3-jährige Rentabilitäts- und Liquiditätsvorschau enthalten. Zudem enthält er die Chancen und Gefahren auf dem Markt, die gewählte Strategie des Unternehmens sowie die Maßnahmen daraus und die Finanzierung der Geschäftsidee. Den meisten Gründer:innen fällt die Aufstellung des Businessplans schwer. Es sollte daher ausreichend Zeit vorhanden sein, sich ggf. beraten zu lassen. Mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein können sich die zukünftigen Gründer:innen bei der Erstellung von zertifizierten Bildungsträgern unterstützen lassen.

Geschäftsidee muss tragbar sein

Wer noch nie einen Businessplan geschrieben hat, weiß oftmals nicht, worauf bei der Formulierung geachtet werden muss. Die Geschäftsidee muss bereits gedanklich so weit durchgespielt werden, dass klar ist, dass sie umsetzbar ist. Dabei hilft eine 3-jährige Vorschau über alle Umsätze und Kosten, die in einer Rentabilitäts- bzw. Liquiditätsvorschau mündet und zeigt, dass die Unternehmung finanziell tragbar ist.

Sich kooperativ zeigen

Die Antragsteller:innen sollten sich gegenüber der Agentur für Arbeit immer kooperativ zeigen und freundlich sein. Sie sollten beim Sachbearbeiter nicht angeben, dass sie nur Interesse an dem Gründungszuschuss haben und nicht in ein Angestelltenverhältnis vermittelt werden möchten. Das macht keinen guten Eindruck. Das Arbeitsamt prüft, ob es eine Alternative, wie eine Festanstellung, zur Existenzgründung gibt, und ob das Gründungsvorhaben erfolgsversprechend ist. Die Antragsteller:innen sollten daher auch weiterhin Bewerbungen schreiben. Wenn diese abgelehnt werden, liegt ein Nachweis vor, dass keine Vermittlungsmöglichkeit besteht. 

Wer dagegen gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat, für den ist es umso wichtiger nachzuweisen, warum die Selbstständigkeit die berufliche Situation erheblich verbessern würde. Die Gründer:innen sollten daher immer mit dem Arbeitsamt zusammenarbeiten und erst nach einiger Zeit das Gründungsvorhaben erwähnen. Das erhöht die Chance, den Gründungszuschuss zu erhalten.

Tipps für das Gespräch mit dem Arbeitsamt

Es ist sehr wichtig, dass die Antragsteller:innen im Gespräch mit der Arbeitsagentur professionell auftreten.

Die Antragsteller:innen sollten sich wie bei einem Vorstellungsgespräch kleiden und nicht in Freizeitkleidung erscheinen. Eine geschäftsmäßige Garderobe drückt Professionalität aus und vermittelt dem Sachbearbeiter, dass die Gründer:innen die Selbstständigkeit ernst meinen. Sie zeigen damit, dass ihr Vorhaben nachhaltig angelegt ist und nicht nur eine Idee, um die Förderung zu erhalten.

Das Gespräch mit dem Arbeitsamt sollte auf Augenhöhe verlaufen. Die Gründer:innen sollten nicht so auftreten, als wäre die Förderung ihr einziger Ausweg. Ein selbstbewusstes Auftreten ist wichtig. Wer selbst im Gespräch aktiv ist und Fragen stellt, belegt eine gute Vorbereitung und legt dar, dass die Gründung nachhaltig zum Erfolg geführt werden soll. Der Sachbearbeiter der Arbeitsagentur ist bei diesem Vorhaben ein Partner, da es seine Aufgabe ist, bei der beruflichen Zukunft zu unterstützen.

Tipps für das professionelle Auftreten

  • Pünktliches Erscheinen beim Termin mit der Arbeitsagentur
  • Gute Vorbereitung auf das Gespräch 
  • Unterlagen sind vollständig
  • Jederzeit ruhig und sachlich bleiben

Vollständigkeit der Unterlagen

Für die Bewilligung des Antrages müssen die Unterlagen vollständig sein. Bei dem Beratungsgespräch mit dem Sachbearbeiter erhalten die Gründer:innen das Formular auf Gründungszuschuss. Dieses muss ausgefüllt an den Sachbearbeiter weitergeleitet werden. Zudem müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:

  • Businessplan
  • Fachkundige Stellungnahme
  • Bei Bedarf Erlaubnis/Zulassung der Berufsbranche
  • Lebenslauf
  • Nachweis über die Anmeldung des Unternehmens
  • Zeugnisse

Rückzahlung des Gründungszuschusses

Der Gründungszuschuss muss grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden. Wenn allerdings falsche Angaben gemacht werden, beispielsweise wird eine andere Firma gegründet oder neben der Gründung ein Vollzeitjob ausgeführt, muss die Förderung zurückbezahlt werden.

Fazit

Die erfolgreiche Gründung kann davon abhängen, ob der Gründungszuschuss bewilligt wird. Es sollten daher unbedingt Fehler bei der Beantragung vermieden werden. Da es einiges zu beachten gibt und die Erstellung eines Businessplans nicht leicht ist, sollte vorab eine Beratung erfolgen. Das erhöht die Chancen, dass die Geschäftsidee als erfolgsversprechend angesehen und der Gründungszuschuss damit bewilligt wird.

Über den Autor


Konstantin Speck ist Partner und Gründungsmitglied von econoomy. Seit drei Jahren unterstützt er mit seinen Kollegen angehende Gründer:Innen bei ihrem Weg in die Selbstständigkeit.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#Gastbeitrag – Startup-Finanzierung in der Krise – 5 Dinge, auf die Gründer:innen beim Fundraising jetzt achten müssen

#Gastbeitrag

Im Angesicht der derzeitigen Investitionszurückhaltung ist es deutlich schwieriger, Venture Capital einzusammeln. Schwieriger, doch keinesfalls unmöglich, denn viele VCs sitzen auf massig Dry Powder, also Kapital, das bereits eingesammelt wurde. Ein Gastbeitrag von Nils Langhans.

Startup-Finanzierung in der Krise – 5 Dinge, auf die Gründer:innen beim Fundraising jetzt achten müssen

Freitag, 28. Oktober 2022VonTeam

Steigende Zinsen, Inflation, Rezessionsängste und brodelnde geopolitische Konflikte – die multiplen Gegenwartskrisen verändern auch die Start-up-Finanzierung massiv. Bereits seit Monaten warnen VC-Investor:innen ihre Portfolio-Start-ups vor schwierigen Zeiten – zu Recht. Im dritten Quartal sind die globalen Venture-Capital-Investitionen im Jahresvergleich um 53 % eingebrochen. Das Fundraising-Klima verschlechtert sich dabei insbesondere für Later-Stage-Finanzierungen mit einem Rückgang von 63 % und Downrounds wie etwa bei Stripe und Klarna. Doch auch im Early-Stage-Bereich haben sich die Investitionen in Q3 um satte 39 % verringert. 

Im Angesicht dieser wachsenden Investitionszurückhaltung ist es für Gründer:innen aktuell deutlich schwieriger, Venture-Capital-Fonds von einem Investment zu überzeugen als noch vor einem Jahr. Schwieriger, doch keinesfalls unmöglich, denn viele VCs sitzen trotz Krise auf massig Dry Powder, also Kapital, das bereits eingesammelt wurde und perspektivisch zur Investition bereit steht. Doch klar ist: Die Anforderungen, die VCs jetzt an Start-ups stellen, verändern sich. Fünf Dinge sollten Gründer:innen, die in nächster Zeit Kapital einsammeln wollen, deshalb bei ihrer Equity Story beachten.

Schluss mit Hyperburn

Im Angesicht schnell steigender Zinsen sind Hyperburn-Cases, wie wir sie zuletzt vor allem im Bereich Quick Commerce gesehen haben, für Investor:innen nicht mehr attraktiv. Statt einzig allein auf die Geschwindigkeit der Einnahmensteigerung zu achten, wird für Venture-Capital-Investor:innen die Nachhaltigkeit, Stabilität und technologische Fundierung des Geschäftsmodells deutlich wichtiger. 

Pfad zur Profitabilität

Auch wer noch keine Gewinne einfährt, der muss doch eine glaubwürdige Perspektive auf Profitabilität aufzeigen, um dieser Tage Geld für sein Start-up einzusammeln. Das zeigen die Beispiele vieler Scale-ups wie etwa Tier Mobility, N26 oder Solaris, die zuletzt fast unisono einen Strategieschwenk in Richtung schnellerer Profitabilität angekündigt haben. Ein deutlicher Unterschied zum Fundraising-Klima vor etwa einem Jahr, in dem noch kaum ein VC ernsthaft auf Profitabilität geachtet hat, solange die Wachstumsziele ambitioniert genug waren. Heute hingegen sollte der Weg in die schwarzen Zahlen in jeder Equity Story klar ersichtlich werden und mit glaubwürdigen Meilensteinen hinterlegt sein. 

Sales von Tag eins an

Kaum jemand gründet ein Start-up, weil er oder sie so vernarrt ins Verkaufen ist. Die allermeisten Gründer:innen sind produkt-, technologie- oder impactgetrieben. Entsprechend große Bedeutung haben diese Themen in der Equity Story der meisten Start-ups. Doch wer dieser Tage Investor:innen von sich überzeugen will, der muss zeigen, dass er ein Produkt nicht nur entwickeln, sondern auch verkaufen kann – in Märkten, die durch die wirtschaftliche Gesamtlage häufig ebenfalls unter Druck geraten. Entsprechend sollten Start-ups ihre Sales-Roadmap mit der gleichen Hingabe und Aufmerksamkeit bearbeiten und an Investor:innen kommunizieren wie ihre Produkt-Roadmap – und zwar von Tag eins an.  

Ein attraktiver Markt bleibt ein attraktiver Markt

Ein wirklich attraktiver Markt ist eines der wichtigsten Investitionskriterien von Venture-Capital-Fonds. An dieser fundamentalen Wahrheit ändert auch keine kurz- oder mittelfristige Krise etwas. Und so wundert es nicht, dass insbesondere in den Bereichen Climatetech, Energie und Mobilität, aber auch im Bereich KI oder B2B-Plattformen trotz schwieriger Marktlage nach wie vor vergleichsweise viele Investments getätigt werden. 

Gesucht: Starke Teams und Gründer:innen

Im Angesicht der Krise wird der Faktor Team für Investor:innen noch wichtiger als er es ohnehin schon immer war. Gesucht sind Gründer:innen, die nicht nur große Visionen verfolgen, sondern auch die Fähigkeiten und den Biss haben, ein Unternehmen durch stürmische Zeiten zu navigieren und mit knappen Ressourcen haushalten zu können.

Über den Autor


Nils Langhans ist Gründer und Geschäftsführer der Strategieberatung KAUFMANN / LANGHANS. Er berät Unternehmen in den Bereichen Strategy Making, Business Model Design und Equity Storytelling und hat Start-ups aus unterschiedlichen Industrien von der Pre-Seed-Finanzierung bis zum IPO bei der Entwicklung ihrer Equity Story unterstützt. 

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#Gastbeitrag – Kundenmagnet – So funktioniert Sog-Marketing

#Gastbeitrag

Sog-Marketing funktioniert, wenn der gesamte Außenauftritt einer Marke auf die emotionale Welt der Zielgruppe abgestimmt ist. Sehr erfolgreich machen das Luxuslabel. Eine Frau, die bei Vuitton eine Handtasche kauft, bekommt weit mehr als eine Tasche: Sie kauft die emotionale Welt von Luxus. Ein Gastbeitrag von Kristin Woltmann.

Kundenmagnet – So funktioniert Sog-Marketing

Freitag, 14. Oktober 2022VonTeam

Die Message ist so einfach wie verlockend: Anstatt KundInnen mühsam mit Marketing und Werbung hinterherzulaufen, ziehen wir sie magnetisch an. Während wir entspannt am Strand liegen oder mit einem Gläschen Champagner auf dem Sofa sitzen, folgen die Menschen dem Sog unseres Angebots und bescheren uns Millionen-Umsätze. Funktioniert das wirklich? Nein. Was kann Sog-Marketing tatsächlich? Ein Gastbeitrag von Kristin Woltmann 

Magnetismus- oder Sog-Marketing bedeutet nicht, dass man nur einen Schalter umlegen muss, um von einem Moment zum anderen für KundInnen anziehend zu sein. Vielmehr ist Sog-Marketing ein feines Zusammenspiel verschiedener Facetten wie Verständnis der TraumkundIn, klares Standing der eigenen Marke, gelungene Übersetzung in alle Außenauftritte und Kanäle sowie geniale Produkte. Geklärt sein muss:

  • Wie tickt der Traumkunde, die Traumkundin?
  • Welche emotionale Welt passt zu ihm oder ihr?
  • Wofür steht – in ein bis zwei Sätzen – die eigene Marke, das eigene Angebot? 
  • Wofür steht jedes einzelne Produkt? 
  • Wie löst es die Needs der Kundinnen? Welche emotionale Welt eröffnen meine Produkte über die Problemlösung hinaus?

Je klarer Sie in Ihrem Inneren sind, desto klarer und stimmiger können Sie ihre Marke nach Außen bringen, desto anziehender wird das gesamte Erscheinungsbild. Klare Positionierung, das heißt auch: Ecken und Kanten zeigen, mutige Botschaften formulieren. Sie können nicht alle Menschen erreichen. Wer es durch unklare Positionen versucht, erreicht mit seinem Wischi-Waschi-Marketing am Ende niemanden.

Kein Sog ohne Gefühle

Sog-Marketing funktioniert, wenn der gesamte Außenauftritt einer Marke auf die emotionale Welt der Zielgruppe abgestimmt ist. Sehr erfolgreich machen das Luxuslabel wie Chanel, Louis Vuitton oder Rolex. Eine Frau, die bei Vuitton eine Handtasche kauft, bekommt weit mehr als eine Tasche: Sie kauft die emotionale Welt von Luxus, Reichtum, Wohlstand mit – ein Gefühl der Besonderheit.

Für den Auftritt Ihrer Marke haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen emotionalen Welten, beispielsweise:

  • Liebe, Rundum-Sorglos, Fürsorge, Caring, Geborgenheit
  • Stärke, Kraft, Mut, Heldentum, Ermutigung 
  • Reichtum, Luxus, Wohlstand, pure Fülle
  • Genießen, Wohlfühlen, Entspannen, Hingabe

Damit der Sog entstehen kann, ist wichtig, dass alle Features Ihres Produktes stimmig zu der gewählten Gefühlswelt passen. Insbesondere für digitale Angebote, die ja nicht mit allen Sinnen erlebbar sind, ist das von zentraler Bedeutung. 

Ein weiteres Beispiel für die enorme Anziehung, die stimmiges, klares und emotional ansprechendes Marketing erreichen kann, ist Apple. Sobald ein neues iPhone angekündigt wird, lauern weltweit schon Millionen von Fans vor den Apple Stores, um als eine oder einer der Ersten ihr Exemplar für weit über tausend Euro zu kaufen. Magnetischer geht es kaum. Einmal über alle Ebenen aufgebaut trägt die Anziehungskraft eine Marke nachhaltig.

Klarheit macht magnetisch 

Ist es einer Marke oder einem Produkt gelungen, zum Must Have zu werden, vergessen Käuferinnen und Käufer in ihrer Euphorie sogar den schmerzhaft hohen Preis. Ein spannender Effekt, den sich viele Luxus-Label zu nutze machen. Sie limitieren ihre Produkte und erzeugen durch die Verweigerung des sofortigen Kaufglücks noch mehr Verlangen. Wer eine Rolex kaufen will, rennt als Kunde dem Verkäufer hinterher – nicht umgekehrt. 

Mit anderen Worten: Sog-Marketing funktioniert – wenn es auf einer glasklaren Positionierung basiert und mit Ausdauer, Hartnäckigkeit und Konsequenz umgesetzt wird.

Achtung – toxisch!

Tiefes Misstrauen ist jedoch angebracht, wenn dieses Spiel ins Manipulative gedreht wird. Speziell im hart umkämpften Beratungs- und Coachingmarkt mit seinen vielen Playern betreiben derzeit selbst ernannte Premium-Coach-Gurus toxisches Sog-Marketing. Mit falschen Versprechungen, Fake-Testimonials, emotionaler Erpressung und aufdringlichen Sales Calls ziehen sie an ihren neuen Kund:innen, um es wie natürlichen Sog aussehen zu lassen. Vorsicht vor marktschreierischen Slogans wie „Mein Coaching bringt dir Millionen!“ oder „Der Erfolg kommt von allein“ – hier geht es nicht mehr um echte Coaching-Leistung, sondern um schnell verdientes Geld und den nächsten „geclosten Kunden“.

Über die Autorin


Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz als Holistic Business Coach hat Kristin Woltmann seit 2018 über 1.000 Frauen auf dem Weg zu ihrem eigenen Business begleitet. Vor ihrer Selbständigkeit absolvierte Woltmann eine Banklehre und studiere BWL, während sie gleichzeitig in einem Finanzkonzern schnell Karriere machte. Ihre Leidenschaft für gesunde Lebensweise und Spiritualität lebte sie anfangs als Yoga-Lehrerin, erfolgreiche Bloggerin und Buch-Autorin aus und folgt heute als ganzheitlicher Business Coach ihrer eigentlichen Berufung. Der Erfolg gibt ihr Recht. Allein 2021 lag ihr Umsatz bei 1,5 Millionen Euro.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies