
Meta schraubt an der Sicherheit für junge Nutzer und weitet die Schutzmaßnahmen für Instagram, Facebook und den Messenger aus. Seit geraumer Zeit sind Teen-Konten der Standard, die Kontakte und sichtbare Inhalte automatisch einschränken. Nutzer unter 18 Jahren bekommen nur noch Inhalte ausgespielt, die für ein Publikum ab 13 Jahren geeignet sind. Neu dazu kommen jetzt Benachrichtigungen für Eltern, die dazu auffordern, das Alter der Kinder in den Apps zu prüfen. Meta liefert hierbei direkt Hilfestellungen für Gespräche über richtige Altersangaben mit.

Technisch setzt das Unternehmen verstärkt auf KI, um Jugendliche aufzuspüren, die bei der Anmeldung geschummelt und ein Alter über 18 Jahren angegeben haben. Diese Erkennungstechnologie landet nun in allen 27 EU-Ländern sowie in Brasilien. In den USA startet das System zudem bei Facebook, während der Rollout für Facebook in der EU und im Vereinigten Königreich für Juni 2026 geplant ist. Die KI schaut sich dabei ganze Profile an, um Wahrscheinlichkeiten für Minderjährigkeit zu berechnen. Flankiert wird das Ganze durch visuelle Analysen und einfachere Meldewege für die Community, um verdächtige Konten schneller zu identifizieren. Gesperrte Nutzer sollen es zudem schwerer haben, neue Konten zu eröffnen.
Interessant ist der politische Vorstoß des Konzerns. Meta fordert eine gesetzliche Pflicht für App-Stores, die Altersverifizierung zu übernehmen. Apple und Google sollen diese Informationen dann an die App-Entwickler weitergeben, damit Jugendschutz plattformübergreifend einheitlich funktioniert. Das nimmt die Entwickler ein Stück weit aus der direkten Verantwortung und schiebt den Ball zu den Betreibern der Betriebssysteme. Was ja eigentlich Quatsch ist, denn man muss ja bei Insta und Co. keine App nutzen. Ob sich die Store-Betreiber darauf einlassen, bleibt abzuwarten. Am Ende ist es das übliche Katz-und-Maus-Spiel zwischen Technik und jugendlicher Neugier.
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